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0151/2021

Sachstand Bauwerk MiQua - zur Anfrage der FDP-Fraktion AN/0109/2021

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 22.01.2021

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Nächste Beratung: Finanzausschuss, Sitzung am 01.02.2021, TOP 4.1.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

5712 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/26 
 
Vorlagen-Nummer  22.01.2021 
 0151/2021 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft 25.01.2021 
Ausschuss Kunst und Kultur 26.01.2021 
Finanzausschuss 01.02.2021 
 
Sachstand Bauwerk MiQua -  zur Anfrage der FDP-Fraktion AN/0109/2021 
Text der Anfrage: 
 
Wie der Kölner Stadt-Anzeiger berichtet, sind kaum Fortschritte auf der Baustelle der MiQua sichtbar. 
So sollte ab dem vierten Quartal 2020 bis zum Ende des 1. Quartals 2021 weitere 16 der insgesamt 
21 stählernen Wandelemente aufgestellt werden und der Bau sichtbar in die Höhe gehen. Doch nach 
dem Aufstellen der ersten fünf Wandelemente im Sommer 2020 ruht dieses Vorhaben. Gleichzeitig 
berichtet der Stadt-Anzeiger, dass wieder mit höheren Baukosten zu rechnen sei. Bisher ist der Rats-
politik davon noch nichts bekannt. 
 
Vor diesem Hintergrund bittet die FDP-Fraktion um die Beantwortung folgender Fragen: 
 
1. Welche Gründe liegen vor, dass die angekündigte Verbauung der stählernen Wandelemente 
sich verzögert? 
 
2. Inwiefern ist damit überhaupt die Frist bis zum 1. Quartal 2021 einzuhalten und wenn nicht, 
wie groß ist die zeitliche Verzögerung? 
 
3. Inwiefern ist es zutreffend, dass weitere, zum Teil massive Kostenerhöhungen dem Rat vorge-
legt werden, und inwiefern haben diese Erhöhungen ihren Grund in den zeitlichen Verzöge-
rungen in den vorangegangenen Bauabschnitten? 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu 1.) 
Die Montage der Stahlbauelemente hat sich aus verschiedenen Gründen verzögert:  
Es gab Startschwierigkeiten in der Produktion bei den seitens der Stahlbaufirma eingeschalteten 
Nachunternehmern, da sich die Schweißer zunächst in die Verarbeitung der komplexen Stahlkon-
struktion einarbeiten mussten. Die Stahlbauelemente werden nicht maschinell hergestellt, sondern 
alle per Hand verschweißt.  
Bei der Fertigung und Beschichtung wurden durch den von der Stadt Köln beauftragten Gutachter bei 
den Schweiß- und Beschichtungsarbeiten mehrfach unterschiedliche Mängel festgestellt, die behoben 
werden mussten, bevor die Bauteile zur Baustelle geliefert wurden. Inzwischen hat der Unternehmer 
die Qualität der Ausführung und die Eigenüberwachung deutlich verbessert, sodass die Bauteile die 
Produktionslinien nun ohne größere Beanstandung durch den Gutachter durchlaufen.  
Weitere Verzögerungen sind dadurch entstanden, dass das Konzept für die Kranstellung auf der

2 
 
Baustelle vom Unternehmer überarbeitet wurde. Das neue Konzept liegt seit Januar 2021 vor. Wenn 
dieses vom Statiker bestätigt wird, können die inzwischen fertiggestellten Bauteile nach Vorlage der 
verkehrsrechtlichen Genehmigung durch den Unternehmer auf die Baustelle geliefert und montiert 
werden. 
 
Zu 2.) 
Die Frist zur Fertigstellung des Stahlbaus bis zum 31.03.2021 kann vom Stahlbauunternehmen zum 
jetzigen Stand nicht mehr eingehalten werden. Zurzeit finden daher intensive Gespräche mit dem 
Unternehmer statt, um den Fertigungs- und Montageablauf zu optimieren und einen neuen Fertigstel-
lungstermin zu vereinbaren. Die Verzögerung soll dabei so gering wie möglich gehalten werden. 
 
Zu 3.) 
Es trifft zu, dass sich die Kosten für das Projekt MiQua erhöhen werden und dass die Kostenfort-
schreibung in Kürze dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird. Die Gründe für die Erhöhung der 
Kosten sind vielfältig:  
Ein Hauptgrund sind die Preissteigerungen aufgrund der Verzögerungen, die bei den Gründungs- und 
Tiefbauarbeiten aufgetreten sind, und die sich nun auf die Folgegewerke auswirken. So liegen zum 
Beispiel die beiden bisher neu beauftragten Gewerke der Zimmerer- und Holzbauarbeiten sowie der 
Metall-Glas-Fassade über den kalkulierten Kosten und führen zu einer Preissteigerung, die auch bei 
den weiteren 5 neu ausgeschriebenen Gewerken erwartet wird. Aufgrund der Bauzeitverschiebung 
bis 2024 kann es auch für alle noch auszuschreibenden Gewerke im Bereich Innenausbau und Aus-
stellung zu Preissteigerungen gegenüber der bisherigen Kostenberechnung kommen.  
Die aktuelle Situation der Corona-Pandemie hat in den vergangenen Monaten dazu geführt, dass die 
Bieter aufgrund der wirtschaftlichen Unsicherheit Ihre Preise zusätzlich angehoben haben. Beide Fak-
toren führen dazu, dass die Angebotspreise aktuell bis zu 30 % über dem kalkulierten Preis der Kos-
tenberechnung liegen können.  
Außerdem wurden weitere Mehrkosten identifiziert: Mehrkosten, die dem Bestand geschuldet sind 
(wie zum Beispiel aufwendige Unterfangungen und Durchbrüche durch die Archäologie, die vor Frei-
legung der Befunde nicht ersichtlich waren), Mehrkosten durch geänderte rechtliche und sicherheits-
technische Vorgaben (Barrierefreiheit, Brandschutz, Sicherheitsvorschriften, DIN-Normen et cetera), 
Mehrkosten durch zusätzliche Planerleistungen (zum Beispiel wegen Neuausschreibungen und Um-
planungen als Reaktion auf vorgefundene Bestandssituationen), Mehrkosten für Änderungen des 
Bauablaufs (zum Beispiel Beschleunigungsmaßnahmen, Ermöglichung paralleler Arbeitsabläufe).  
Für die noch auszuführenden Arbeiten und daraus resultierend eine Anpassung des Risikobudgets 
erfolgt eine detaillierte Risikobewertung (zum Beispiel Baupreissteigerungen, Nachtragsbudgets für 
kritische Gewerke im Bereich der unterirdischen Ausstellung).  
Die Kostensteigerungen werden aktuell durch die Projektleitung und Projektsteuerung aufgearbeitet, 
bewertet und mögliche Gegenmaßnahmen aufgezeigt. Die Kostenfortschreibung befindet sich zudem 
in der Verwaltungsabstimmung. Im Anschluss werden die neuen Gesamtkosten dem Rat der Stadt 
Köln zur Beschlussfassung vorgelegt. 
 
Gez. Greitemann

Beratungsverlauf (3)

25.01.2021 Betriebsausschuss Gebäudewirtschaft
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
26.01.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 11.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
01.02.2021 Finanzausschuss
TOP 4.1.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0151/2021
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
22.01.2021
Erstellt
15.01.2021 16:10