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A-M/0001/2025

Kurzfristig Maßnahmen gegen untragbare Verunreinigungen im Umfeld des Hauptbahnhofs ergreifen

Antrag an die BV Mitte 31.03.2025

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Mitte, Sitzung am 08.04.2025, TOP 6.1

Antrag A-M_0001_2025

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Ansehen

A-M-0001-2025-Stellungnahme

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Ansehen

Antrag A-M_0001_2025

3914 Zeichen

Münster, März 2025 
 
Kurzfristig Maßnahmen gegen untragbare Verunreinigungen im 
Umfeld des Hauptbahnhofs ergreifen 
 
Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 
1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf die Eigentümer der Gebäude der ehemaligen 
Post und insbesondere der SPARDA-Bank zuzugehen, um vor bzw. an diesen 
Gebäuden eine bessere zusätzliche Be- bzw. Ausleuchtung zu installieren, um dunkle 
Ecken, die zur Verrichtung der menschlichen Notdurft in der Öffentlichkeit genutzt 
werden, zu verringern.  
Es wird geprüft, ob der Einsatz von Bewegungsmeldern eine sinnvolle Ergänzung ist.  
 
2. Die Verwaltung wird beauftragt, Alternativen für die Verrichtung der Notdurft für 
Menschen in prekären Lebenslagen auf der Westseite des Hauptbahnhofs zu 
schaffen.  Ziel ist es, dass Menschen in prekären Lebenslagen Zugang zu 
Toilettenanlage bekommen und somit nicht gezwungen sind, ihre Notdurft an 
ungeeigneter Stelle zu verrichten. 
Es wird angeregt, dass die Verwaltung Gespräche mit der Betreiberin der SaniFair-
Anlagen (Tank & Rast ) im Gebäude des Hauptbahnhofs aufnimmt, um ein 
Wertmarken- bzw. Chip-System einzuführen: Die Stadt erwirbt ein Kontingent an 
Wertmarken/Chips zur Nutzung der entsprechenden Anlagen, welche dann durch 
geeignete Stellen wie bspw. die Aufsuchende Sozialarbeit und die sozialen 
Einrichtungen im Bahnhofsumfeld (z.B. Bahnhofsmission) kostenlos an Menschen 
ohne Zugang zu funktionsfähigen Toiletten ausgegeben werden.  
 
3. Die BV Mitte fordert mittelfristig bei der Neukonzeptionierung der 
Bahnhofswestseite den Bau einer (neuen) öffentlich-zugänglichen Toilettenanlage, 
um eine dauerhafte Lösung für Menschen ohne ausreichenden Toilettenzugang zu 
etablieren und eine deutliche Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im 
Bahnhofsbereich zu gewährleisten. 
 
Antrag A-M/0001/2025

4. Die BV Mitte fordert, dass das Umfeld des Bahnhofs bei dem – derzeit in Aufstellung 
befindlichen – Toilettenkonzept der Stadt Münster besondere Berücksichtigung 
findet.  
 
5. Die Verwaltung tritt frühzeitig mit der Bezirksvertretung Mitte in Kontakt, um die 
Finanzierung der notwendigen Maßnahmen zu klären.  
 
 
Begründung: 
Die Situation vor dem Hauptbahnhof, insbesondere zwischen Bahnhofsvorplatz und dem 
ehemaligem Postgebäude, ist durch die zunehmende Verschmutzung mit menschlichen 
Exkrementen unzumutbar geworden. In den letzten Monaten hat sich die Situation spürbar 
verschlechtert und ist nicht mehr tragfähig. Dies stellt nicht nur ein gravierendes 
hygienisches Problem dar, sondern beeinträchtigt auch Anlieger erheblich. 
Besonders betroffen ist der ansässige Kinderschutzbund, dessen Klientel aufgrund seiner 
besonderen Schutzbedürftigkeit auf eine saubere und sichere Umgebung angewiesen ist. 
Aber auch weitere für die Gesellschaft wichtige Träger, wie das dort ansässige Deutsche Rote 
Kreuz (DRK) leiden unter den aktuellen Zuständen.  
Nach Prüfung durch die Fachverwaltung ist der Bestand an (klassischen) Straßenlaternen in 
diesem Bereich sehr dicht. Eine zusätzliche Installation einer Straßenlaterne würde daher 
nicht zu einer besseren Ausleuchtung führen. Diese müsste voraussichtlich am Gebäude 
selbst installiert werden.  
Laut Customer Relations von Tank & Rast (Eigentümer der Sanifair) gäbe es grundsätzlich die 
Möglichkeit, Bons für die kostenlose Nutzung der Toilettenanlage abzugeben; technisch sei 
dies nicht schwierig. Grundsätzlich äußerte Tank & Rast die Bereitschaft, ein solches System 
unter bestimmten Bedingungen auszuprobieren, da es zu einer Minderung der 
Verschmutzungen im Bahnhofsumfeld führen könne.  
Mittel- und langfristig bedarf es eines dauerhaften, niedrigschwelligen Angebots an 
Toiletten, auch auf der Westseite des Hauptbahnhofs, um allen Menschen eine Verrichtung 
von Notdurft in würdigen Umständen zu ermöglichen.  
 
gez. 
Gina Auer    Martin Grewer    
und Fraktion 
 
Antrag A-M/0001/2025

A-M-0001-2025-Stellungnahme

3924 Zeichen

32.11.0113
Frau Janz
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29.07.2026
3217
An die Bezirksvertretung
Münster-Mitte
über
Herrn Stadtrat Heuer
Schmutz, Unrat und sonstige Verunreinigungen im Bahnhofsumfeld stellen ein bekanntes
und wiederkehrendes Problem dar. Eine vollständige Vermeidung ist in der Praxis nicht mög-
lich. Ziel ist es daher, durch geeignete Maßnahmen eine akzeptable Situation für alle Nutze-
rinnen und Nutzer des Bahnhofs sowie des angrenzenden öffentlichen Raums herzustellen.
Eine der Maßnahmen hierfür war ein niederschwelliges Toilettenangebot auf dem neuerrich-
teten Bremer Platz.
Zu 1.
Das Ordnungsamt der Stadt Münster steht in einem kontinuierlichen und konstruktiven Aus-
tausch mit den gewerblichen Anliegern. ln diesen Gesprächen werden regelmäßig die aktu-
elle Situation vor Ort sowie bestehende Herausforderungen und mögliche Maßnahmen zur
Verbesserung der Situation erörtert. Vorschläge, die im Rahmen des Antrags oder des Aus-
tauschs eingebracht werden, werden sorgfältig geprüft und im Hinblick auf ihre Umsetzbar-
keit sowie ihre Wirksamkeit bewertet.
Zu 2.
Wertmarken- bzw. Chip-Svstem:
Die Ausgabe von Wertmarken oder Chips zur Nutzung öffentlicher Toilettenanlagen, wie sie
beispielsweise von Anbietern wie Sanifair betrieben werden, ist eine grundsätzlich enrrrägba-
re Maßnahme. ln der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass dieser Ansatz häufig
nicht den realen Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht und somit seine Wirkung nur unzu-
reichend entfaltet.
lnsbesondere für Menschen in prekären Lebenslagen stellt die Nutzung öffentlicher Toilet-
tenanlagen wie auch der Anlagen von Trägern der sozialen Hilfe häufig eine erhebliche Hür-
de dar. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von körperlichen Herausforderungen bis
hin zu sozialen und psychischen Barrieren. Bereits die oftmals längeren Wege zu den ent-
sprechenden Einrichtungen können für viele Betroffene ein schwer übenruindbares Hindernis
darstellen. ln der Folge befinden sie sich mitunter in der Situation, ihre Notdurft im öffentli-
chen Raum zu verrichten, da sie sich in einem Zustand physischer und psychischer Erschöp-
fung befinden und ihnen Ressourcen zur Alltagsbewältigung fehlen.
Alternativen:
Am 29.06.2026 fand ein gemeinsamer Termin zwischen dem Fahrradbüro, dem Ordnungs-
amt und dem Quartiersmanagement statt. lm Rahmen des Austauschs wurde die Situation
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der öffentlichen Toiletten erörtert. Darüber hinaus wurden die problematische Anlaufpunkte
vor Ort besichtigt. Zudem erfolgte ein Austausch über mögliche temporäre Alternativlösun-
gen. Hierzu wird die Stadt weitere Abstimmungsgespräche führen.
Zu3. '
lm Rahmen des Gesamtkonzepts zur Verbesserung der öffentlichen Toiletteninfrastruktur ist
die Errichtung einer Toilettenanlage auf der Westseite des Bahnhofs beschlossen worden.
Das Amt für lmmobilienmanagemqnt,teilt mit, dass ein Bau für 2027 beabsichtigt ist.
Da es sich hierbei um einen sensiblen Bereich mit erhöhter Nutzungsfrequenz handelt, ist
der Einsatz einer niederschwelligen und zugleich vandalismushemmenden Toilettenanlage
vorgesehen. ln Enruägung gezogen wird unter anderem die lnstallation einer rund üm die Uhr
zugänglichen, geschlechtsneutralen (Unisex-)Toilette. Als potenzieller Standort bietet sich
der unmittelbar angrenzende Bereich in Nähe des Taxistandes an. Die dort gegebene öffent-
liche Präsenz könnte durch soziale Kontrolle einem möglichen Fehlgebrauch entgegenwir-
ken und somit die Sicherheit und Akzeptanz der Anlage erhöhen.
Zu 4.
Mit Beschluss vom 03.09.2025 (V1044312025) wurde der Toilettenstandort an der Westseite
des Hauptbahnhofs in die Neubauplanung aufgenommen.
Zu 5.
Für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 wurden Haushaltsmittel für den Bau von fünf öffentli-
chen Toilettenanlagen bereitgestellt. Der Standort an der Westseite des Hauptbahnhofs ist
n enthaltenh

Beratungsverlauf (1)

08.04.2025 Bezirksvertretung Münster-Mitte
TOP 6.1 Antrag Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
A-M/0001/2025
Typ
Antrag an die BV Mitte
Datum
31.03.2025
Erstellt
31.03.2025 10:16