A-M/0001/2025
Kurzfristig Maßnahmen gegen untragbare Verunreinigungen im Umfeld des Hauptbahnhofs ergreifen
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Antrag A-M_0001_2025
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Münster, März 2025 Kurzfristig Maßnahmen gegen untragbare Verunreinigungen im Umfeld des Hauptbahnhofs ergreifen Die Bezirksvertretung Münster-Mitte möge beschließen: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, auf die Eigentümer der Gebäude der ehemaligen Post und insbesondere der SPARDA-Bank zuzugehen, um vor bzw. an diesen Gebäuden eine bessere zusätzliche Be- bzw. Ausleuchtung zu installieren, um dunkle Ecken, die zur Verrichtung der menschlichen Notdurft in der Öffentlichkeit genutzt werden, zu verringern. Es wird geprüft, ob der Einsatz von Bewegungsmeldern eine sinnvolle Ergänzung ist. 2. Die Verwaltung wird beauftragt, Alternativen für die Verrichtung der Notdurft für Menschen in prekären Lebenslagen auf der Westseite des Hauptbahnhofs zu schaffen. Ziel ist es, dass Menschen in prekären Lebenslagen Zugang zu Toilettenanlage bekommen und somit nicht gezwungen sind, ihre Notdurft an ungeeigneter Stelle zu verrichten. Es wird angeregt, dass die Verwaltung Gespräche mit der Betreiberin der SaniFair- Anlagen (Tank & Rast ) im Gebäude des Hauptbahnhofs aufnimmt, um ein Wertmarken- bzw. Chip-System einzuführen: Die Stadt erwirbt ein Kontingent an Wertmarken/Chips zur Nutzung der entsprechenden Anlagen, welche dann durch geeignete Stellen wie bspw. die Aufsuchende Sozialarbeit und die sozialen Einrichtungen im Bahnhofsumfeld (z.B. Bahnhofsmission) kostenlos an Menschen ohne Zugang zu funktionsfähigen Toiletten ausgegeben werden. 3. Die BV Mitte fordert mittelfristig bei der Neukonzeptionierung der Bahnhofswestseite den Bau einer (neuen) öffentlich-zugänglichen Toilettenanlage, um eine dauerhafte Lösung für Menschen ohne ausreichenden Toilettenzugang zu etablieren und eine deutliche Verbesserung der hygienischen Verhältnisse im Bahnhofsbereich zu gewährleisten. Antrag A-M/0001/2025 4. Die BV Mitte fordert, dass das Umfeld des Bahnhofs bei dem – derzeit in Aufstellung befindlichen – Toilettenkonzept der Stadt Münster besondere Berücksichtigung findet. 5. Die Verwaltung tritt frühzeitig mit der Bezirksvertretung Mitte in Kontakt, um die Finanzierung der notwendigen Maßnahmen zu klären. Begründung: Die Situation vor dem Hauptbahnhof, insbesondere zwischen Bahnhofsvorplatz und dem ehemaligem Postgebäude, ist durch die zunehmende Verschmutzung mit menschlichen Exkrementen unzumutbar geworden. In den letzten Monaten hat sich die Situation spürbar verschlechtert und ist nicht mehr tragfähig. Dies stellt nicht nur ein gravierendes hygienisches Problem dar, sondern beeinträchtigt auch Anlieger erheblich. Besonders betroffen ist der ansässige Kinderschutzbund, dessen Klientel aufgrund seiner besonderen Schutzbedürftigkeit auf eine saubere und sichere Umgebung angewiesen ist. Aber auch weitere für die Gesellschaft wichtige Träger, wie das dort ansässige Deutsche Rote Kreuz (DRK) leiden unter den aktuellen Zuständen. Nach Prüfung durch die Fachverwaltung ist der Bestand an (klassischen) Straßenlaternen in diesem Bereich sehr dicht. Eine zusätzliche Installation einer Straßenlaterne würde daher nicht zu einer besseren Ausleuchtung führen. Diese müsste voraussichtlich am Gebäude selbst installiert werden. Laut Customer Relations von Tank & Rast (Eigentümer der Sanifair) gäbe es grundsätzlich die Möglichkeit, Bons für die kostenlose Nutzung der Toilettenanlage abzugeben; technisch sei dies nicht schwierig. Grundsätzlich äußerte Tank & Rast die Bereitschaft, ein solches System unter bestimmten Bedingungen auszuprobieren, da es zu einer Minderung der Verschmutzungen im Bahnhofsumfeld führen könne. Mittel- und langfristig bedarf es eines dauerhaften, niedrigschwelligen Angebots an Toiletten, auch auf der Westseite des Hauptbahnhofs, um allen Menschen eine Verrichtung von Notdurft in würdigen Umständen zu ermöglichen. gez. Gina Auer Martin Grewer und Fraktion Antrag A-M/0001/2025
A-M-0001-2025-Stellungnahme
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32.11.0113 Frau Janz Stl,rtit lvlüns;teir Anrt fiir Bi)rger' r.lnd llntssorvicc,' t] 5, Auq 29.07.2026 3217 An die Bezirksvertretung Münster-Mitte über Herrn Stadtrat Heuer Schmutz, Unrat und sonstige Verunreinigungen im Bahnhofsumfeld stellen ein bekanntes und wiederkehrendes Problem dar. Eine vollständige Vermeidung ist in der Praxis nicht mög- lich. Ziel ist es daher, durch geeignete Maßnahmen eine akzeptable Situation für alle Nutze- rinnen und Nutzer des Bahnhofs sowie des angrenzenden öffentlichen Raums herzustellen. Eine der Maßnahmen hierfür war ein niederschwelliges Toilettenangebot auf dem neuerrich- teten Bremer Platz. Zu 1. Das Ordnungsamt der Stadt Münster steht in einem kontinuierlichen und konstruktiven Aus- tausch mit den gewerblichen Anliegern. ln diesen Gesprächen werden regelmäßig die aktu- elle Situation vor Ort sowie bestehende Herausforderungen und mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Situation erörtert. Vorschläge, die im Rahmen des Antrags oder des Aus- tauschs eingebracht werden, werden sorgfältig geprüft und im Hinblick auf ihre Umsetzbar- keit sowie ihre Wirksamkeit bewertet. Zu 2. Wertmarken- bzw. Chip-Svstem: Die Ausgabe von Wertmarken oder Chips zur Nutzung öffentlicher Toilettenanlagen, wie sie beispielsweise von Anbietern wie Sanifair betrieben werden, ist eine grundsätzlich enrrrägba- re Maßnahme. ln der praktischen Umsetzung zeigt sich jedoch, dass dieser Ansatz häufig nicht den realen Bedürfnissen der Zielgruppe entspricht und somit seine Wirkung nur unzu- reichend entfaltet. lnsbesondere für Menschen in prekären Lebenslagen stellt die Nutzung öffentlicher Toilet- tenanlagen wie auch der Anlagen von Trägern der sozialen Hilfe häufig eine erhebliche Hür- de dar. Die Gründe hierfür sind vielfältig und reichen von körperlichen Herausforderungen bis hin zu sozialen und psychischen Barrieren. Bereits die oftmals längeren Wege zu den ent- sprechenden Einrichtungen können für viele Betroffene ein schwer übenruindbares Hindernis darstellen. ln der Folge befinden sie sich mitunter in der Situation, ihre Notdurft im öffentli- chen Raum zu verrichten, da sie sich in einem Zustand physischer und psychischer Erschöp- fung befinden und ihnen Ressourcen zur Alltagsbewältigung fehlen. Alternativen: Am 29.06.2026 fand ein gemeinsamer Termin zwischen dem Fahrradbüro, dem Ordnungs- amt und dem Quartiersmanagement statt. lm Rahmen des Austauschs wurde die Situation ( Scheck Eins. i o. JUu ?oza Deze atI 2 der öffentlichen Toiletten erörtert. Darüber hinaus wurden die problematische Anlaufpunkte vor Ort besichtigt. Zudem erfolgte ein Austausch über mögliche temporäre Alternativlösun- gen. Hierzu wird die Stadt weitere Abstimmungsgespräche führen. Zu3. ' lm Rahmen des Gesamtkonzepts zur Verbesserung der öffentlichen Toiletteninfrastruktur ist die Errichtung einer Toilettenanlage auf der Westseite des Bahnhofs beschlossen worden. Das Amt für lmmobilienmanagemqnt,teilt mit, dass ein Bau für 2027 beabsichtigt ist. Da es sich hierbei um einen sensiblen Bereich mit erhöhter Nutzungsfrequenz handelt, ist der Einsatz einer niederschwelligen und zugleich vandalismushemmenden Toilettenanlage vorgesehen. ln Enruägung gezogen wird unter anderem die lnstallation einer rund üm die Uhr zugänglichen, geschlechtsneutralen (Unisex-)Toilette. Als potenzieller Standort bietet sich der unmittelbar angrenzende Bereich in Nähe des Taxistandes an. Die dort gegebene öffent- liche Präsenz könnte durch soziale Kontrolle einem möglichen Fehlgebrauch entgegenwir- ken und somit die Sicherheit und Akzeptanz der Anlage erhöhen. Zu 4. Mit Beschluss vom 03.09.2025 (V1044312025) wurde der Toilettenstandort an der Westseite des Hauptbahnhofs in die Neubauplanung aufgenommen. Zu 5. Für die Haushaltsjahre 2026 und 2027 wurden Haushaltsmittel für den Bau von fünf öffentli- chen Toilettenanlagen bereitgestellt. Der Standort an der Westseite des Hauptbahnhofs ist n enthaltenh
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: mehrheitlich beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- A-M/0001/2025
- Typ
- Antrag an die BV Mitte
- Datum
- 31.03.2025
- Erstellt
- 31.03.2025 10:16