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AN/1766/2023

RingGrün - Entsieglungen im Bereich der Kölner Ringe zwischen Barbarossaplatz und Ebertplatz, gem. Antrag B90/Die Grünen, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei

Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne) 05.10.2023

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 19.10.2023, TOP 5.2.6

Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

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Gem. Antrag nach § 3 (Grüne BV1)

5780 Zeichen

Grüne Fraktion BV1 
SPD-Fraktion BV1 
Fraktion Die Linke BV1 
KlimaFreunde  
Die Partei 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Andreas Hupke 
Herrn Bürgeramtsleiter 
Dr. Ulrich Höver 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/1766/2023 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 19.10.2023 
 
RingGrün - Entsieglungen im Bereich der Kölner Ringe zwischen Barbarossaplatz und 
Ebertplatz, gem. Antrag B90/Die Grünen, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrte Herren, 
 
wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der Bezirksvertretung Innenstadt aufzu-
nehmen. 
Beschluss 
Die Bezirksvertretung beauftragt die Verwaltung, im zentralen Bereich der Kölner Ringe zwi-
schen Barbarossaplatz und Ebertplatz systematisch Entsiegelungs- und Begrünungsmaß-
nahmen umzusetzen, da durch die Verlagerung des Radweges auf die Fahrbahn neue Flä-
chen im Seitenbereich entstanden sind.  
 
Insbesondere sollen folgenden Maßnahmen umgesetzt bzw. geplant werden:  
 
 Maßnahmen an bestehenden Baumscheiben:  
o Erweiterung: Rund um bestehende Bäume soll nach Möglichkeit das Pflaster 
zu-rückgebaut werden (u.a. zu den in weiteren Bereichen existierenden Um-
randungen aus weißen Pflastersteinen) und wo möglich die bestehende Bo-
denverdichtung aufgelockert werden. 
o Entsiegelung: Freie Flächen zwischen den Baumscheiben sollen entsiegelt 
werden um ein breites, entsiegeltes Band zu schaffen.

- 2 - 
 
o Begrünung: Es sollen an die lokalen Bedingungen angepasste Bepflanzun-
gen vorgenommen werden. Diese können in Form von Blühflächen, Stauden-
beeten oder artenreichen Hecken, jeweils prioritär mit einheimischen Arten, 
umgesetzt werden. 
 Versickerung: Zusätzlich zu den erweiterten Baumscheiben sollen Versickerungsflä-
chen mit Loch-Betonplatten über Rigolen angelegt werden, insbesondere dort, wo 
Laufwege zwischen bestehenden Baumscheiben erhalten werden sollen. 
 Schaffung von Grüninseln: Wo möglich, sollen die Maßnahmen wie die Entsiege-
lung und Begrünung der Baumscheiben so verbunden werden, dass durchgängige 
Grün- und Versicherungsräume entstehen.  
 Umrandungen / Möblierung:  
o Umrandungen: Die entsiegelten Flächen sollen durch Umrandungen ge-
schützt werden.  
o Sitzgelegenheiten: Die Umrandungen sollen mit Sitzgelegenheiten ausge-
stattet werden, insbesondere dort, wo keine Außengastronomie besteht. Wo 
Sitzgelegen-heiten nicht in die bestehenden Abgrenzungen integriert werden 
können, sollen neue Sitzbänke platziert werden (ggf. in gleicher Gestaltung 
wie die historischen Ringbänke). 
 Neupflanzungen von Bäumen: Dort, wo keine Baumpflanzungen im Seitenbereich 
existieren, sollen Baum-Neupflanzungen umgesetzt werden (z.B. Hohenstaufenring 4 
bis 14)  
 Entsiegelung Verkehrsinseln: Die Entsieglung soll auch auf den mittigen Verkehrs-
inseln umgesetzt werden, so nördlich der Beethovenstraße und den zwischen Aache-
ner und Ehrenstraße bestehenden Inseln.  
 Fahrradabstellanlagen: Die alten Fahrradabstellanlagen, die teilweise zwischen 
Baumscheiben angelegt sind oder im jetzigen Fußgänger*innenbereich liegen, sollen, 
wo möglich, auf Parkplätze oder zumindest an die Straßenseite verlegt werden. 
 Platzgewinnung: Objekte (wie z.B. die Telefonzelle am Zülpicherplatz und Hohen-
staufenring 66-70), die nicht mehr in Nutzung sind, sollen entfernt werden. 
 
Die Maßnahmen sind als Planungsbeschluss vorzulegen und in enger Abstimmung mit den 
Anlieger*innen, insbesondere der dort ansässigen Gastronomie, der IHK Köln, stylemile.co-
logne etc. umzusetzen. Für ein Reinigung- und Instandhaltungskonzept sind AWB und das 
Ordnungsamt mit einzubeziehen. 
 
Die bestehenden Flächen für die Außengastronomie sollen vom Umfang idealerweise erhal-
ten bleiben, mindestens im Umfang der vor der Radwegverlagerung bestehenden Gastrono-
mie.  
 
Wenn Einzelmaßnahmen (wie Rigolen) mit längeren Planungszeiten verbunden sind, sollen 
kurzfristig umsetzbare Maßnahmen vorgezogen umgesetzt werden.  
 
Die Maßnahmen sind ggf. an einer Baumscheibe vorgezogen als Pilotmaßnahme umzuset-
zen, um die Gestaltung und Akzeptanz zu erproben. 
 
Begründung 
 
Mit der Verlegung der Radwege auf die Fahrbahn wurden im zentralen Ringe-Bereich in der 
Innenstadt Flächen frei, die für eine Steigerung der Aufenthaltsqualität, einer besseren Füh-
rung des Fußverkehrs sowie für eine gastronomische Nutzung zur Verfügung stehen. Nach 
der Anlage der neuen Radwege läuft momentan der Rückbau der baulichen Bestandsrad-
wege („Riemchen-Radwege“).

- 3 - 
 
Bisher wurden diese Fläche exklusiv für den Fußverkehr sowie für die Außengastronomie 
genutzt. Hierdurch und durch die Entflechtung der Verkehre wurde die Aufenthaltsqualität so-
wie die Sicherheit für den Fußverkehr maßgeblich verbessert.  
 
Gerade in der hochversiegelten Innenstadt ist die Entsiegelung ein wichtiger Bestandteil der 
Klimafolgenanpassung! Bei Starkregenereignissen, die immer häufiger auftreten werden, 
kann das Wasser durch eine größere Versickerungsfläche besser abfließen und ins Grund-
wasser gelangen anstatt in die Kanalisation zu laufen. Weitere Bepflanzungen tragen zur Ab-
kühlung bei, die Feuchtigkeit wird besser im Boden gebunden und verhindert Bodenverdich-
tung.  
 
Die hier vorgeschlagenen Maßnahmen sollen Aufenthalt, Klimaresilienz und Biodiversität der 
Ringe durch eine verstärkte Versickerung und eine ansprechende Stadtmöblierung er-höhen 
und den Charakter als zentralen Boulevard und „Wohnzimmer der Stadtgesellschaft“ beto-
nen. 
 
gez. 
 
Dr. Martin Herrndorf   Tim Cremer  Michael Scheffer  
B90/Die Grünen   SPD   Die Linke 
 
 
Dr. Verena Leila Holzer-Henke  Sabine Kader 
KlimaFreunde     Die Partei

Beratungsverlauf (1)

19.10.2023 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 5.2.6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: ungeändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (5)

  • Beethovenstraße
  • Ehrenstraße
  • Barbarossaplatz
  • Ebertplatz
  • Hohenstaufenring 4

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Details

Aktenzeichen
AN/1766/2023
Typ
Gem. Antrag nach § 3 BV1 (Grüne)
Datum
05.10.2023
Erstellt
05.10.2023 09:51