AN/0480/2023
Grün bleibt Grün!
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Die FRAKTION Antrag nach § 3
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Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 13.03.2023 AN/0480/2023 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Rat 23.03.2023 Grün bleibt Grün! Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, wir bitten Sie, folgenden Antrag auf die Tagesordnung der Sitzung des Rats am 23. März 2023 zu set- zen: Der Rat der Stadt Köln beschließt, Beschluss: 1. Die Verwaltung schafft alle rechtlichen Voraussetzungen, um beide Grüngürtel und deren verbinden- de Radiale unantastbar bebauungsfrei zu halten und auf sämtlichen Kölner Kleingartenflächen Nut- zungsänderungen zu unterbinden. 2. Alle bereits geplanten Vorhaben und Maßnahmen, die dem Beschluss zu 1) widersprechen, werden eingestellt. Begründung: An die Vorsitzende des Rates Frau Oberbürgermeis- terin Henriette Reker Fraktion Die FRAKTION Michael Hock Birgit Dickas Walter Wortmann Karina Syndicus Unter Goldschmied 6 50667 Köln Tel.:+49 (221) 221 – 35606 E-Mail: michael.hock@stadt -koeln.de E-Mail: birgitbeate.dickas@stadt -koeln.de E-Mail: walter.Wortmann@stadt -koeln.de E-Mail: karina.syndicus@stadt -koeln.de - 2 - Dem Status „Immergrün“ dieser Flächen im Masterplan Stadtgrün wird durch diesen Beschluss ange- messen und notwendig Rechnung getragen. Zur Bedeutung und Funktion des Grüngürtelsystems zitieren wir Barbara Burg, Leitung und Koordination gruensystem.koeln, Sprecherin der Bürgerinitiative Grüne Lunge Köln: „Das Kölner Grünsystem besteht aus dem Inneren und dem Äußeren Grüngürtel und verbindenden Radialen, die sich bis ins Umland er- strecken. Es entstand in den 1920er -Jahren nach gründlicher Analyse als Werk des damaligen Ober- bürgermeisters Konrad Adenauer, des renommierten Stadtplaners Fritz Schumacher und des überregio- nal angesehenen Gartenbaudirektors Fritz Encke. Grundlage ihrer Planung, zum Wohle der Kölner Bür- gerinnen und Bürger, waren Aspekte der Ökologie, der Gesundheit, des Klimas, des Emissionsschutzes, der Stadtbelüftung, des Verkehrs, der Soziologie, der Bildung und der künstlerisc hen Gestaltung. In ei- ner durchaus angespannten wirtschaftlichen und politischen Situation stellten sie sich zentrale Fragen zur Entwicklung der Großstadt – auch vor dem Hintergrund einer durch Zuzug schnell wachsenden Stadt. - 3 - Die aus diesen ganzheitli chen Überlegungen entstandene visionäre Konzeption des Kölner Grünsystems hat bis heute nichts an Aktualität verloren. Sie ist europaweit einzigartig und die ideale Grundlage für eine nachhaltige Stadtentwicklung. (…) Köln (…) steht jedoch gegenwärtig – wie andere europäische Städte auch – vor ähnlich großen Heraus- forderungen wie in den 1920er -Jahren: Luftverschmutzung, Klimawandel und eine notwendige Ver- kehrswende sind Beispiele drängender Probleme. Allem voran setzen Wachstum und Flächenversiegelung das Stadtgrün und urbane Freiräume generell unter Druck. Die Städte drohen dadurch nicht nur ihre ökologischen Klimaanlagen zu verlieren, sondern auch Kultur- erbe ist bedroht: Obwohl das Kölner Grünsystem in weiten Teilen unter Denkmal - und / oder Land- - 4 - schaftsschutz steht, geraten immer wieder Teile in den Fokus von Begehrlichkeiten und es drohen mas- sive bauliche Eingriffe. (…) Die europaweite Bedeutung des Kölner Grünsystems ist vielschichtig: die Kulturerbe-Perspektive ergibt sich unter anderem aus der „ Canberra Declaration on Historic Urban Parks“ des International Scientific Committee on Cultural Landscapes (ISCCL), die auf der 18. ICOMOS-Vollversammlung 2014 in Florenz beschlossen wurde. Die Wertschätzung städtischer Parkanlagen und grüner Infrastruktu r – in Köln als vorbildliches Grünsystem ausgeführt – ist über das Europäische Kulturerbe hinaus auch als Kultur- erbe weltweit von hoher Bedeutung. Sie können Metropolen weltweit für den Klimawandel stark machen, ver- knüpfen Ökosystemleistungen und Erholungsräume und bieten Lebensqualität für die Bevölkerung von Ballungsräumen. Im Ringen um Standortvorteile könnte Köln mit seinem hochaktuellen grünen Erbe aufwarten und auf dieser Basis die Stadt auf vielen Ebenen nachhaltig entwickeln. Andere Städte hab en solche Standort- faktoren längst erkannt und profitieren nicht zuletzt von Fördergeldern.“ gez. Karina Syndicus, Fraktionsvorsitzende gez. Caroline Michel, SE AKUG
Beratungsverlauf (1)
Orte (1)
- Unter Goldschmied 6
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Details
- Aktenzeichen
- AN/0480/2023
- Typ
- Die PARTEI Antrag nach § 3
- Datum
- 13.03.2023
- Erstellt
- 13.03.2023 11:08