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1360/2018

Darstellung der Sparten

Mitteilung Ausschuss 02.05.2018

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Mitteilung Ausschuss

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Szenebericht Literatur 2018

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Mitteilung Ausschuss

1207 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VII/41 
 
Vorlagen-Nummer  02.05.2018 
 1360/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 15.05.2018 
Integrationsrat 11.06.2018 
 
Darstellung der Sparten 
hier: Szenebericht Literatur 
In seiner Sitzung am 07.09.2010 hat der Kulturausschuss die Verwaltung beauftragt, „den Sparten 
Musik, Darstellende Kunst (mit Theater und Tanz), Bildende Kunst (Fotografie) und Medien (Film, 
Literatur) die Möglichkeit zu geben“, regelmäßig über das Geschehen, die aktuelle Situation und die 
Perspektiven ihrer Arbeit schriftlich zu berichten. Dabei sollen die Spartenvertretungen in ihren jewei-
ligen Bereichen auch die interkulturellen Aktivitäten und Entwicklungen berücksichtigen. Der Bericht 
soll – wie in der Vergangenheit – drei Seiten nicht überschreiten. Außerdem muss erkennbar sein, 
wer die Unterlage erstellt hat und wer in die Erstellung einbezogen worden ist. 
 
Der Szenebericht der Sparte Literatur ist als Anlage 1 beigefügt. Für Rückfragen im Ausschuss für 
Kunst und Kultur stehen die Leiterin des Literaturhauses Köln Bettina Fischer und der Autor Dorian 
Steinhoff zur Verfügung. 
 
 
 
 
gez. Laugwitz-Aulbach

Szenebericht Literatur 2018

5644 Zeichen

Szenebericht Literatur 2018       Anlage 1 
 
Vorbemerkung:  
Anders als in den vorangegangenen beiden Jahren will dieser Bericht aus der freien Literaturszene 
keinen Überblick bieten – sei es über die Situation und Aktivitäten der Literaturveranstalter*innen 
oder über die der Autor*innen. Vielmehr soll von zwei wichtigen Entwicklungen berichtet werden: 
der Gründung des „Literaturszene Köln e. V.“ und vom „Schreibraum Köln“.  
In Verbindung mit den beiden neu eingerichteten Studienmöglichkeiten für Schreibende an KHM und 
Universität Köln lässt sich optimistisch formulieren: Die Kölner Literaturszene ist weiterhin im 
Aufwind! Allerdings wird sich diese Entwicklung nur verstetigen und mittelfristig zu einer 
verbesserten Situation der Akteure der Literaturszene führen, wenn sie durch konzeptionelle 
Innovation und weitere finanzielle Mittel unterstützt wird. Dieser Szenebericht ist also auch ein 
Aufruf, den günstigen Zeitpunkt zu nutzen und das literarische Leben in Köln weiter zu stärken.  
 
Neue Initiativen:  
I. Schreibraum Köln  
Im Oktober 2017 wurde der „Schreibraum Köln“ in der Steinstraße im Pantaleonsviertel 
eröffnet. Neben dem „writers‘ room in Hamburg“ ist er der zweite öffentlich geförderte 
Coworking Space für Literaturschaffende in Deutschland. Auf einer Fläche von gut 200 qm 
stehen zehn Arbeitsplätze für rund 35 Nutzer*innen zur Verfügung.  
Momentan arbeiten 31 Autor*innen und Übersetzer*innen im Schreibraum – und die 
Nachfrage weiterer Interessenten reißt nicht ab. Für 30 € im Monat und nach Abschluss 
einer Nutzungsvereinbarung können sie einen Arbeitsplatz in Anspruch nehmen. Der 
„Schreibraum Köln“ bietet nicht nur einen Ort für ungestörte Textproduktion, sondern auch 
die Möglichkeit für Vernetzung und Austausch. Er fördert den Literaturstandort Köln, stärkt 
die Szene und schafft nicht zuletzt Anknüpfungspunkte für die neugeschaffenen 
Schreibstudiengänge (an KHM und Universität). 
Bei der Gründung der „Schreibräume“ hat das Kulturamt eine wesentliche Rolle gespielt. Die 
zügige Umsetzung der Idee, von einem ersten Treffen zum Thema im Herbst 2016 bis zur 
ersten Nutzung im Spätsommer 2017, erfolgte in erfreulich kurzer Zeit.  
Die Räumlichkeiten wurden mit Mitteln des Kulturamts der Stadt Köln und unter 
Trägerschaft des Literaturhauses Köln angemietet und eingerichtet. Die Ingrid und Sigurd 
Greven Stiftung sowie die RheinEnergieStiftung Kultur unterstützten die Einrichtung des 
„Schreibraum Köln“ mit Spenden.  
Unter dem Titel „Lesen am Stein“ werden Schreibende aus dem Schreibraum in der 
Steinstraße 12 und an benachbarten Leseorten ihre Arbeiten am 8. September 2018 
vorstellen und dem Schreibraum öffentliche Wahrnehmung verschaffen.  
 
II. Interessenvertretung der Literatur in Köln: Literaturszene Köln e.V.  
Der Verein „Literaturszene Koeln e.V.“ wurde am 23. April 2018, dem Welttag des Buches, 
von 22 Akteuren aus der Literaturszene gegründet. Die Mitglieder des Vereins 
repräsentieren alle Praxisbereiche der Literaturszene: Verlagsmitarbeiter*innen,

Autor*innen verschiedener Genres, Übersetzer*innen, Veranstalter*innen, 
Buchhändler*innen, Blogger*innen und Vertreter*innen aus Universitäten und Schulen.  
Der Verein versteht sich als Interessenvertretung und repräsentiert die Kölner Literatur und 
ihre Akteure gegenüber Politik, Wirtschaft, Verwaltung und Stadtmarketing; darüber hinaus 
will er Konzepte, Strategien und Projekte entwickeln, um die Literaturszene Kölns sichtbarer 
zu machen und ihre Vielfalt abzubilden. Außerdem setzt er sich dafür ein, die 
Arbeitsbedingungen für Autor*innen zu verbessern. Mit seiner Arbeit soll „Literaturszene 
Köln e.V.“ die Bedeutung der Literatur für die Stadtgesellschaft deutlich machen und 
erhöhen. Der Verein möchte als Informationsschnittstelle zu Fördermöglichkeiten und 
Unterstützungsangeboten fungieren und die Vernetzung der Literaturszene innerhalb Kölns 
mit anderen Kunstsparten ebenso vorantreiben wie überregionale und interkulturelle 
Projekte und Kooperationen.   
Der Verein unterstützt die Forderungen, die bereits am Runden Tisch für Literatur formuliert 
wurden: Künftig sollte Literatur wie Theater, Musik und Bildende Kunst als „profilbildendes 
Handlungsfeld“ im Kulturentwicklungsplan geführt werden. Darüber hinaus fordert der 
Verein die Erhöhung der Fördermittel für Literaturprojekte und -institutionen auf zehn 
Prozent der Fördersumme, die für die Freie Szene zur Verfügung steht.  
Konkrete erste Maßnahmen des „Literaturszene Köln e. V.“ sind die baldige Übernahme der 
Trägerschaft des Schreibraums in der Steinstraße (siehe oben) vom Literaturhaus Köln und 
die Organisation einer „Langen Nacht der Kölner Literatur“. 
Vorstand und Mitgliedern des Vereins ist die Beteiligung der unterschiedlichen Akteure im 
Literaturbetrieb wichtig. Sie sind davon überzeugt, dass sich neue und sinnvolle 
Kooperationen und Ideen nicht zuletzt daraus ergeben, dass weitere Projekte zum 
Kennenlernen und Austausch geschaffen werden. 
 
Die Gründung des Vereins „Literaturszene Köln e. V.“ geht unter anderem auf die 
Vernetzung im Zusammenhang mit der Entstehung des „Schreibraum Köln“ zurück. Auch die 
Begegnungen am Runden Tisch (Kulturentwicklungsplan) haben den Beteiligten gezeigt, dass 
eine organisierte Vertretung der eigenen Interessen und die nachhaltige Formulierung von 
Ideen, Forderungen und Wünschen viel Positives für die bereits sehr lebendige 
Literaturszene bewirken kann.  
 
 
 
Dieser Szenebericht wurde von Bettina Fischer (Literaturhaus) im Austausch mit Dorian Steinhoff 
(Autor) und Anja Fröhlich (Autorin/Schreibraum Köln) verfasst.  
Köln, 24.4.2018

Beratungsverlauf (2)

15.05.2018 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 2.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
11.06.2018 Integrationsrat
TOP 5.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1360/2018
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
02.05.2018
Erstellt
24.04.2018 16:53