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AN/0482/2019

Strunde: Herstellung der Durchgängigkeit im Bereich Wichheimer Mühle

Die Linke. Anfrage nach § 4 10.04.2019

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 09.05.2019, TOP 4.1.2.1

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

3543 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
An die Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An den Ausschussvorsitzenden 
Rafael Struwe 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 10.04.2019 
AN/0482/2019 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss für Umwelt und Grün 09.05.2019 
 
Strunde: Herstellung der Durchgängigkeit im Bereich Wichheimer Mühle 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, 
 
die Fraktion DIE LINKE bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung 
zu nehmen. 
Gemäß einer Beschlussvorlage durch die SteB (DS Nr. 4169/2018) fordert die WRRL das „bis 
spätestens 2027 alle Gewässer in Europa in einen guten ökologischen Zustand überführt werden 
müssen“. Dies hat für die Strunde zur Folge, dass zur Zielerreichung die Durchgängigkeit des 
Gewässers bis dahin hergestellt werden muss. 
Für den Bereich der Wichheimer Mühle wurden hierzu verschiedene Vorschläge gemacht. Der 
anscheinend aussichtsreichste Vorschlag sieht vor, den Absturz an der Wichheimer Mühle mittels 
einer Neutrassierung im südlichen Gartenbereich zu umgehen. Dabei soll ein Teil des Wassers 
jedoch weiterhin durch das alte Gerinne verlaufen. 
Obgleich für die Kölner LINKE eine ökologische Aufwertung der Strunde höchste Priorität genießt, 
sollte alles getan werden um negative Auswirkungen auf die denkmalgeschützte Bausubstanz mit 
den damit einher gehenden Nachteilen für die Bewohner zu vermeiden. 
Hieraus ergeben sich für uns folgende Fragen: 
1. Ist es zu erwarten dass, im Hinblick auf den sich gerade vollziehenden Klimawandel, das alte 
Gerinne häufiger trocken fällt und es hierdurch zu einem durch die trockenheitsbedingten Schwund 
des Bodens im Bereich der Fundamente der angrenzenden Häuser kommt? 
2. Der Denkmalschutz (Mail von Frau Bonewitz, Anlage 4 der DS Nr. 4169/2018) ist generell mit 
der vorgeschlagenen Variante einverstanden, hat aber große Bedenken dagegen, dass die 
verbleibende Bachrinne an den Wohnhäusern zeitweise trockenfällt.

In ihrer Mail, Anlage 4, schreibt Frau Bonewitz: 
„2. Eine Absenkung des Wasserspiegels entlang der Mühlengebäude der Hofanlage durch 
Umleitung in eine neue Trasse würde auch hier bauliche Beeinträchtigungen nach sich ziehen. Ein 
ausreichender Wasserspiegel sollte hier dauerhaft gewährleistet werden. Eine Trockenlegung 
schließe ich komplett aus.  
In beiden Fällen wären diese Veränderungen den Gebäuden nicht zuträglich. … 
Die baulichen Gegebenheiten durch entsprechende Wasserbauwerke für den Erhalt eines 
kontinuierlichen und durchgängigen Wasserlaufs entlang der Mühlengebäude sollten daher mit 
eingeplant werden.“ 
Welche Auswirkungen würde der Trockenfall auf die Bausubstanz haben? 
3. Gibt es Eingriffsmöglichkeiten zu einer weiter gehenden, umfänglichen Aufrechterhaltung des 
Wasserflusses der Strunde in beiden Trassen in Trockenzeiten und wie sehen diese aus? 
4. Wäre es technisch möglich, im Einvernehmen mit den Belangen des Denkmalschutzes das alte 
Gerinne derartig zu modifizieren das ein Austrocknen der Fundamente auch bei niedrigen 
Wasserständen vermieden würde? 
5. Gibt es weitere Möglichkeiten das Austrocknen der Fundamente zu verhindern und wie sähen 
diese aus? 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer

Beratungsverlauf (1)

09.05.2019 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 4.1.2.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: zurückgestellt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0482/2019
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
10.04.2019
Erstellt
10.04.2019 12:01