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2050/2017

Verkehrsspiegel an viel befahrenen Kreuzungen, um Radfahrer im sogenannten "Toten Winkel" erkennbar zu machen

Beantwortung einer Anfrage (BV) 10.07.2017

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 5 (Nippes), Sitzung am 21.09.2017, TOP 7.1.2

Beantwortung einer Anfrage (BV)

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Beantwortung einer Anfrage (BV)

3209 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VIII/66/663 
 
Vorlagen-Nummer 
 2050/2017 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 5 (Nippes) 21.09.2017 
 
Verkehrsspiegel an viel befahrenen Kreuzungen, um Radfahrer im sogenannten "Toten 
Winkel" erkennbar zu machen 
hier: Anfrage der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Sitzung am 29.06.2017, TOP 7.2.8 
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen bittet um Beantwortung folgender Fragen: 
 
„Vor mehr als vier Jahren hat der Abteilungsleiter für Verkehrsmanagement der Stadt Köln angekün-
digt, Verkehrsspiegel an vielbefahrenen Straßen/Kreuzungsbereichen Tests zu  
unterziehen, um Radfahrer im sogenannten "Toten Winkel" erkennbar zu machen. 
 
1. Welche Ergebnisse haben diese Tests gezeigt? 
 
2. Gibt es Planungen der Verwaltung, diese Spiegel in Köln zu installieren und wenn, wie ist die 
  Zeitplanung? 
 
3. Sind auch Standorte im Bezirk Nippes geplant?“ 
 
 
 
Antwort der Verwaltung: 
 
Zu Frage 1: 
 
Die Fachverwaltung hat in 2013 nach Test-Installation von speziellen Verkehrsspiegeln (Black-Spot-
Mirrors, ähnlich Trixi-Spiegeln) am Knoten Richard-Wagner-Straße/Moltkestraße eine videogestützte 
Verkehrsuntersuchung zur Wirksamkeit dieser Spiegel durchgeführt und in dem Untersuchungszeit-
raum keine einzige Gefährdungssituation LKW gegen Fußgänger/Radfahrer festgestellt. Das war na-
hezu erwartet worden, da solche Situationen singuläre und über das gesamte Straßennetz verteilte 
Vorkommnisse sind. Auch der Versuch einer Analyse der Nutzung des Spiegels durch Verfolgung der 
Blickrichtung der LKW-Fahrer zeigt nicht, dass die Installation sinnvoll ist. Somit hat die Untersuchung  
den Nachweis erbracht, dass diese Spiegel keinen nennenswerten Beitrag zur Erhöhung der Ver-
kehrssicherheit leisten. In anderen Städten kam es auch nach der Installation von Zusatzspiegeln 
noch zu tödlichen Verkehrsunfällen mit Fahrradfahrern. Die Spiegel leuchten nur in dem kurzen An-
fahrtsbereich auf die Kreuzung den toten Winkel aus. Während dem Abbiegevorgang sind sie nicht 
nutzbar. Besser und sinnvoller sind die seit 2004 für Neuzulassungen und seit 2010 auch für Altfahr-
zeuge vorgeschriebenen Zusatzspiegel an den LKW. Da die LKW-Fahrer jetzt bereits mehrere Spie-
gel während des Abbiegevorgangs im Auge behalten müssen, stellt ein zusätzlicher Trixi-Spiegel e-
her eine Ablenkung, als eine Hilfe dar. 
Daher hat sich die Verwaltung gegen die Anbringung von Verkehrsspiegeln entschieden. 
Als Ergebnis einer Nachfrage in Münster ist festzustellen, dass die Wirksamkeit der dort installierten 
Spiegel nicht nachgewiesen werden konnte. Tatsächlich hat man dort im Rahmen eines Firmenspon-
sorings an Schwerpunkten ca. 160 Spiegel installiert.

2 
 
 
 
Zu Frage 2: 
 
Wie in Beantwortung zu Frage 1 begründet, beabsichtigt die Verwaltung wegen Wirkungslosigkeit 
keine Installation derartiger Spiegel. Im Rahmen von Neuplanungen werden die bisher freifließenden 
Rechtsabbieger zukünftig zurückgebaut oder aber zumindest signalgesichert geführt. 
 
 
Zu Frage 3: 
 
Es gibt keine Absichten, im Bezirk Nippes (wie im gesamten Stadtgebiet) spezielle Spiegel zu instal-
lieren.

Beratungsverlauf (1)

21.09.2017 Bezirksvertretung 5 (Nippes)
TOP 7.1.2 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (2)

  • Richard-Wagner-Straße
  • Moltkestraße

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Details

Aktenzeichen
2050/2017
Typ
Beantwortung einer Anfrage (BV)
Datum
10.07.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27