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2702/2022

Veränderte Herkunft der Steinkohle für das HKW Rostock in Folge des Kohleembargos gegen Russland

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 24.08.2022

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 29.09.2022, TOP 1.4.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

3956 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
II/II/2 
 
Vorlagen-Nummer  24.08.2022 
 2702/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 25.08.2022 
 
Veränderte Herkunft der Steinkohle für das HKW Rostock in Folge des Kohleembargos gegen 
Russland 
Im Zusammenhang mit dem gegenüber Russland verhängten Kohleembargo und einem ggf. 
geänderten Bezug von Steinkohle für das Heizkraftwerk Rostock  hat die DIE LINKE Fraktion im Rat 
der Stadt Köln mit Schreiben vom 18.08.2022 (AN/1436/2022) um Beantwortung  folgender Fragen 
zur Sitzung des Ausschusses Klima, Umwelt und Grün am 25.08.2022 gebeten: 
 
1) Aus welchen Bergwerken soll die Steinkohle für das HKW zukünftig bezogen werden? (Wir 
bitten um eine Auflistung der betreffenden Kohlegruben.) 
 
2) Wer ist für die Überprüfung der Sozial -, als auch der Umweltstandards in den jeweiligen 
Abbauregionen verantwortlich? 
 
3) Welche Auswirkungen wird die Änderung bei den Zulieferern auf die Transportwege und 
damit auf den Transportaufwand haben? (Zur Beantwortung bitten wir um Angabe der Wege 
in Verbindung mit den zu erwartenden Mengen, sowie der ungefähren prozentualen Abweichung 
zum Sachstand vor dem Embargo.) 
 
4) Welche Auswirkungen wird dieses auf die mit dem Transport verbundenen 
Treibhausgasemissionen haben, konkreter gefragt: Wie stark werden diese hierdurch 
ansteigen? 
 
5) Zu der ohne hin durch Menschenrechtsverletzungen, schlechten Umweltstandards und 
dem Klimawandel belasteten Kohleverbrennung kommen jetzt auch noch die Suche nach 
Lieferanten, sowie ein, wahrscheinlich deutlich erhöhter Transportaufwand hinzu. Wie 
lange wollen die Bet reiber des Kraftwerkes unter diesen Umständen noch an der 
Verbrennung von Steinkohle in Rostock festhalten? 
 
Die Verwaltung hat die RheinEnergie AG hierzu um Stellungnahme gebeten. Deren Antwort lautet wie 
folgt: 
 
Zu 1): 
 
„Diese Frage kann zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht beantwortet werden. Die EnBW hat sich im 
Zuge der Russlandkrise verschiedene Kohlelieferungen aus nicht -russischen Quellen gesichert. 
Welche Kohlen langfristig konkret zum Einsatz kommen, hängt auch von den technischen 
Erfahrungen ab, die wir in den nächsten Monaten sammeln werden.“ 
 
Zu 2): 
 
„Mögliche neue Kohlelieferanten der EnBW werden auf Basis der EnBW -Verhaltensgrundsätze zur

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verantwortungsvollen Beschaffung von Steinkohle und anderen Rohstoffen geprüft und bewertet (vgl. 
www.enbw.com/verhaltenskodex).“ 
 
Zu 3): 
 
„Wie bereits erläutert, können dazu aktuell noch keine abschließenden Aussagen gemacht werden. 
Die Transportwege werden sich von Russland nach Übersee verlagern und damit voraussichtlich 
verlängern. Etwaige Transportnachteile können ggf. durch Variation der Schiffsgrößen etwas 
abgemildert werden. Allerdings spiegeln sich in den Transporten auch die aktuellen globalen 
Handelsverwerfungen wider.“ 
 
Zu 4):  
 
„Siehe Frage 3“ 
 
Zu 5): 
 
„Die Betreiber arbeiten mit En gagement vor Ort daran, den Kraftwerksstandort Rostock, in Richtung 
eines innovativen Wasserstoff-Hubs, zukunftsfähig umzugestalten. Aktuell sind Förderanträge für eine 
100 MW Elektrolyseanlage gestellt, deren Realisierung auch Arbeitsplätze sichern würde. Ansonsten 
wird die Anlage im Rahmen des aktuellen Kohleausstiegsgesetzes weiter betrieben. Gerade die 
aktuelle Situation zeigt, wie wichtig disponible Leistung ist. Ohne den Weiterbetrieb der 
Kohlekraftwerke könnte die Stromversorgung in Deutschland aktuell nicht sichergestellt werden. Die 
Fernwärmeversorgung aus dem Kraftwerk Rostock ist nicht nur unter dem Gesichtspunkt 
Versorgungssicherheit relevant. Auch unter Kostengesichtspunkten entlastet die Fernwärmelieferung 
die Bürger vor Ort deutlich. Wie sich die Rahmenbedingungen in den nächsten Jahren entwickeln, 
kann angesichts der derzeitigen Entwicklung nicht prognostiziert werden.“ 
 
 
Gez. Prof. Dr. Diemert

Beratungsverlauf (1)

29.09.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
2702/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
24.08.2022
Erstellt
22.08.2022 15:15