4194/2022
Bedarfsanerkennung für die Pilotierung der softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF)
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142-Stellungnahme Pilotierung SUFKF
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14 .01.2023 142-2 44 44/41 Pilotierung der softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF) hier: Bedarfsfeststellung, Vorlagen-Nummer: 4194/2023 Voraussichtliche Auftragssumme: 394.000 EUR (netto) / 469.000,00 EUR (brutto) Sehr geehrte Damen und Herren, ich beziehe mich auf die mir vorliegende Beschlussvorlage 4194/2023 zur Bedarfsfeststel- lung Pilotierung der softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF). Sie verweisen darauf, dass die beim Einsturz des Historischen Archivs fragmentierten Archi- valien laut Ratsbeschlüssen wieder zusammengefügt werden sollen. Deswegen wurde ge- meinsam mit dem Kooperationspartner MusterFabrik Berlin (MFB) die Digitale Rekonstruk- tion Kölner Fragmente (DRKF) realisiert. In einem nächsten Prozessschritt soll nun der stetig wachsende Bestand fertig rekonstruier- ter Einzelseiten zu vollständigen Dokumenten, Vorgängen und Akten zusammengefasst wer- den, bevor diese wieder ihren ursprünglichen archivarischen Einheiten zugeordnet werden können. Zudem konnten nach dem Einsturz mehrere Millionen, nahezu intakte Einzelseiten geborgen werden, die genau wie die nun rekonstruierten Seiten ihre Verbindung zur ur- sprünglichen Akte oder Verzeichnungseinheit verloren haben. Für den Formierungsprozess von Einzelseiten soll daher analog zum Prozess der digitalen Rekonstruktion der Kölner Fragmente ein Software-Assistenzsystem eingesetzt werden. Die MFB wurde mit der Durchführung einer technischen Konzeptstudie zur softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF) beauftragt. Im Ergebnis kommt die Studie zu der Feststellung, dass die SUFKF auf der Grundlage der bereits eingesetzten DRKF-System- plattform möglich ist. Aufbauend auf den DRKF-Datenstrukturen soll daher in einer 2-jähri- gen Pilotierungsphase die Forschungs- und Entwicklungsarbeit für eine neue SUFKF-Sys- templattform fortgesetzt werden. Hierbei sollen formierungsspezifische Workflows und Be- nutzeroberflächen sowie entsprechende Basis-Bildverarbeitungsmodule implementiert wer- den. Die Pilotierung der softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente ist nachvollziehbar dargestellt (RPA-Nr. 142/27/01/23). Mit freundlichen Grüßen 16 gez. Szymanski
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/44 44/41 Vorlagen-Nummer 4194/2022 Freigabedatum 17.01.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Bedarfsanerkennung für die Pilotierung der softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF) Beschlussorgan Digitalisierungsausschuss Gremium Datum Beschluss: Der Digitalisierungsausschuss erkennt den Bedarf zur softwareunterstützten Formierung Köl- ner Fragmente an und stimmt der planmäßigen weiteren Vorgehensweise einer rd. 2-jährigen Pilotierungsphase zu. Eine erste grobe Aufwandsschätzung für die rund 21monatige Pilotierungsphase beziffert die Kosten auf ca. 394.000 € (netto), also ca. 469.000 € (brutto). Im Haushaltsplan 2023/2024 stehen in der Produktgruppe 0412 – Historisches Archiv, Teil- planzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen Mittel ausreichender Höhe be- reit. Ausschuss Kunst und Kultur 31.01.2023 Finanzausschuss 06.02.2023 Digitalisierungsausschuss 06.03.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 217.000,-- € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2024 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 252.000,--€ c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Mit Bedarfsfeststellungsbeschluss vom 28.06.2012 und 22.09.2016 hat der Rat der Stadt Köln den Weg frei gemacht, die beim Einsturz des Historischen Archivs (HAStK) fragmen- tierten Archivalien zu retten und wieder zusammenzufügen. Seitdem wurde gemeinsam mit dem Kooperationspartner MusterFabrik Berlin (MFB) die Digitale Rekonstruktion Köl- ner Fragmente (DRKF) zunächst projektiert und anschließend erfolgreich realisiert. Die DRKF hat das Projektstadium längst überwunden und ist heute, nach Entfristung der not- wendigen Restaurierungsassistenzstellen eine Daueraufgabe im Sachgebiet Bestandser- haltung. Mit Hilfe der durch die MFB entwickelten Rekonstruktions-Software und des bei 44 etab- lierten Wirk- und Mengenbetriebes konnten so bereits rund 1.500 zuvor fragmentierte Sei- ten zunächst virtuell wiederhergestellt werden. Aus diesen im ersten Prozessschritt digitalisierten „Puzzlefragmenten“ sind also nun im übertragenen Sinne „Formierungsfragmente“ geworden, welche in einem nächsten Pro- zessschritt zu vollständigen Dokumenten, Vorgängen und Akten zusammengefasst wer- den müssen, bevor sie ihren ursprünglichen archivarischen Einheiten wieder zugeordnet werden können. Einerseits wächst dieser Bestand fertig rekonstruierter Einzelseiten stetig 3 an, andererseits konnten nach dem Einsturz unzählige, nahezu intakte Einzelseiten ge- borgen werden, die genau wie die nun rekonstruierten Seiten ihre Verbindung zur ur- sprünglichen Akte oder Verzeichnungseinheit verloren haben. Die Anzahl dieser losen Seiten liegt nach vorsichtigen Schätzungen im mittleren, einstelli- gen Millionenbereich. Eine solche Anzahl ist analog realistisch nicht zusammenzufügen. Die Formierung von Einzelseiten zu Vorgängen und Akten bildet aber eine notwendige Voraussetzung für eine finale Identifizierung, Erschließung und Benutzung sowohl der fragmentierten als auch der nicht fragmentierten Dokumente und Akten des Historischen Archivs der Stadt Köln. Für den Formierungsprozess von Einzelseiten ist folgerichtig analog zum Prozess der di- gitalen Rekonstruktion der Kölner Fragmente eine IT-Unterstützung durch ein Software- Assistenzsystem erforderlich. Die MFB wurde daher mit der Durchführung einer techni- schen Konzeptstudie zur softwareunterstützten Formierung Kölner Fragmente (SUFKF) beauftragt, die wiederum durch das Kölner DRKF-Orga-Team (Projektleiter*in, archivari- sche Fachkraft, restauratorische Fachkraft und Fachkraft für IT und Systemumgebungen) begleitet und in Zwischenergebnissen (Meilensteinen) abgestimmt wurde. Zielsetzung war einerseits die Erarbeitung von Lösungsansätzen, die auf Basis des vor- handenen Reko-Systems und des dort gesammelten und automatisch erstellten riesigen Metadatenpools eine automatisierte Bündelbildung zur späteren virtuellen Sortierung und Identifizierung ermöglichen. Andererseits standen konzeptionelle Überlegungen zu Schnittstellen zwischen den Prozessen der „Standard-Digitalisierung“ des HAStK sowie den DRKF-Prozessen im Fokus, um daraus mögliche Integrations- und Übergabepunkte zwischen beiden Prozessen ableiten zu können. Im Ergebnis (siehe Anlage 1 „SUFKF-Konzeptstudie“, Abnahme Meilenstein 2) kommt die Studie zu der Feststellung, dass die SUFKF nicht nur grundsätzlich möglich, sondern auch sinnvoll ist. Grundlage ist die bereits vorhandene DRKF-Systemplattform. Aufbau- end auf diesen DRKF-Datenstrukturen soll in einer 2-jährigen Pilotierungsphase die For- schungs- und Entwicklungsarbeit für eine neue SUFKF-Systemplattform fortgesetzt wer- den. Hierbei sollen formierungsspezifische Workflows und Benutzeroberflächen sowie entsprechende Basis-Bildverarbeitungsmodule implementiert werden. Eine erste grobe Aufwandsschätzung für die rund 21monatige Pilotierungsphase beziffert die Kosten auf ca. 394.000,--. € (netto), also ca. 469.000,-- € (brutto). Die zur Finanzierung der Maßnahme benötigte Aufwandsermächtigung in Höhe von 217.000 € im Haushaltsjahr 2023 und in Höhe von 252.000 € im Haushaltsjahr 2024 steht im Teilergebnisplan des Historischen Archivs in der Produktgruppe 0412 – Historisches Archiv, in der Teilplanzeile 13 – Sach- und Dienstleistungen im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung.
Beratungsverlauf (3)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungBeschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 4194/2022
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 17.01.2023
- Erstellt
- 09.12.2022 11:24