2350/2018
Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demografischen Wandels"
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Sachstandsbericht Rat /Ausschuss
2230 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin
Dezernat, Dienststelle
V/50/503
___________________________
Vorlagen-Nummer
2350/2018
Stand: 11.10.2022
Sachstandsbericht
Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demografischen
Wandels"
hier: Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz
Beschluss:
Der Ausschuss für Soziales und Senioren beschließt:
1. Zum 01.10.2018 wird die „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ einge-
richtet.
2. Für die Koordinierungsstelle (1,0 Stelle) werden
für 2018 Haushaltsmittel in Höhe von 21.220 €
beginnend ab dem 01.01.2019 jährliche Haushaltsmittel in Höhe von 84.850 € zzgl. der
Tarifkostensteigerungen
zur Verfügung gestellt.
Es ist vorgesehen die „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ mit je 0,5 Stelle
bei zwei Trägern von Gerontopsychiatrischen Zentren anzubinden.
Haushaltsmittel in entsprechender Höhe stehen im Teilplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und
Diversity in Teilplanzeile 15 (Transferaufwendungen) zur Verfügung.
3. Für die neun Demenznetzwerke (eines pro Stadtbezirk) werden ab dem Haushaltsjahr 2018
Sachkosten in Höhe von 4.500 € (500 € pro Demenznetzwerk) zur Verfügung gestellt.
Haushaltsmittel in entsprechender Höhe stehen im Teilplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und
Diversity in Teilplanzeile 15 (Transferaufwendungen) zur Verfügung.
Status in Bearbeitung
erledigt
Aktueller Bearbeitungsstand:
Das Angebot für alleinlebende Menschen mit Demenz wird seit dem Jahr 2018 durch die LVR-Klinik
Köln als Träger der Gerontopsychiatrischen Zentren (GPZ) Mülheim und Chorweiler mit Anbindung
an das GPZ Chorweiler sowie durch die Alexianer Köln GmbH als Träger des GPZ Rodenkirchen mit
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Anbindung an das GPZ Rodenkirchen durchgeführt. Somit erhalten die Fachkräfte der Koordinie-
rungsstelle jederzeit Unterstützung (auch in Notfällen, wie z.B. bei einer Krankenhauseinweisung)
durch die Fachärzt*innen.
Die Sachkosten für die neun Demenznetzwerke (500 € pro Demenznetzwerk) werden von der Ver-
waltung seit 2018 zur Verfügung gestellt.
Nächste Schritte:
Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:
Beschlussvorlage Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle V/50/503 Vorlagen-Nummer 2350/2018 Freigabedatum 13.08.2018 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Leitprojekt "Weiterentwicklung des Seniorenpakets vor dem Hintergrund des demografischen Wandels" hier: Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz Beschlussorgan Ausschuss Soziales und Senioren Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss für Soziales und Senioren beschließt: 1. Zum 01.10.2018 wird die „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ einge- richtet. 2. Für die Koordinierungsstelle (1,0 Stelle) werden für 2018 Haushaltsmittel in Höhe von 21.220 € beginnend ab dem 01.01.2019 jährliche Haushaltsmittel in Höhe von 84.850 € zzgl. der Tarif- kostensteigerungen zur Verfügung gestellt. Es ist vorgesehen die „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ mit je 0,5 Stelle bei zwei Trägern von Gerontopsychiatrischen Zentren anzubinden. Haushaltsmittel in entsprechender Höhe stehen im Teilplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in Teilplanzeile 15 (Transferaufwendungen) zur Verfügung. 3. Für die neun Demenznetzwerke (eines pro Stadtbezirk) werden ab dem Haushaltsjahr 2018 Sachkosten in Höhe von 4.500 € (500 € pro Demenznetzwerk) zur Verfügung gestellt. Haushaltsmittel in entsprechender Höhe stehen im Teilplan 0504 – Freiwillige Sozialleistungen und Diversity in Teilplanzeile 15 (Transferaufwendungen) zur Verfügung. Ausschuss Soziales und Senioren 06.09.2018 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 25.720 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: 2019 a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. 89.350 € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Begründung Koordinierungsstelle: Um den Herausforderungen des demografischen Wandels wirksam zu begegnen, ist ein wichtiger Baustein die Weiterentwicklung des Seniorenpakets. Die strategische Aufgabe besteht darin, die vor- handenen kommunalen Programme bzw. Maßnahmen zur Aktivierung und Teilhabe in den nächsten Jahren qualitativ und quantitativ an die demographische Entwicklung anzupassen. Die beabsichtigte Wirkung bzw. Wirkungsziele sind die Stärkung und Steuerung des Zusammenwirkens von professio- nellen Dienstleistungen mit nachbarschaftlichen, familiären und zivilgesellschaftlichen Ressourcen. Die Unterstützung soll durch Empowermentkonzepte, regionale Verzahnung von wohnortnahen Un- terstützungs- und Versorgungsangeboten den Grad der Autonomie und der Selbstbestimmung der Kölner Seniorinnen und Senioren erhöhen. Bei der Weiterentwicklung des Seniorenpakets ist ein wichtiges Modul im Rahmen des Leitprojektes die Etablierung einer Koordinierungsstelle, um alleinlebenden Menschen mit Demenz, die Möglichkeit zu eröffnen, solange wie möglich zu Hause zu bleiben. Die Koordinierungsstelle hat die Aufgabe, die zur Sicherstellung der häuslichen Versorgung notwen- digen ambulanten Dienstleistungen im Einzelfall zu organisieren und zu koordinieren, möglichst ein tragfähiges soziales Netzwerk mit den Betroffenen aufzubauen sowie für medizinische Hilfe zu sor- gen. Das bedeutet, die Steuerung all der Hilfen zu übernehmen, die ein Mensch mit Demenz benötigt, der zu Hause bleiben möchte und der sich gegen die Unterbringung in einem Heim oder eine ge- meinschaftliche Wohnform entschieden hat. Die Weiterentwicklung der ambulanten Hilfen für Menschen mit Demenz in Köln findet seit vielen Jah- ren in einem fortlaufenden Prozess zwischen Verbänden, Trägern und der Fachplanung im Amt für Soziales und Senioren statt. Dort fließen praktische Erfahrungen aus den vorhandenen Programmen für Menschen mit Demenz in Köln ein. Ein Ergebnis dieses Prozesses besteht in der einvernehmli- chen Bedarfsfeststellung, dass die Zielgruppe allein lebender Menschen mit Demenz, die selbstbe- stimmt zu Hause leben möchten und keine sich kümmernden Angehörige haben, unterversorgt sind. 3 Sie können durch die vorhandenen Angebote nicht bedarfsgerecht unterstützt werden. Den dort täti- gen Fachkräften fehlen die zeitlichen Ressourcen für diese besonders betreuungsintensiven Men- schen. Deshalb wurde eine spezielle Hilfeform zur häuslichen Versorgung entwickelt. Auch aus der Wissenschaft und der Alzheimer Gesellschaft wird seit 2016/2017 besonders auf diese unterversorgte Gruppe von Menschen mit Demenz hingewiesen. Die Studie „Allein lebende Personen mit Demenz“ der Universität Witten Herdecke, Georg Franken 2017, weist darauf hin, dass mindes- tens jede vierte bis dritte Person mit Demenz in Privathaushalten allein lebt. Die „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ wird eingerichtet für die Zielgrup- pe: allein lebende Menschen mit leichter bis mittelschwerer Demenz in der Regel 60 Jahre und äl- ter, die selbstbestimmt in der eigenen Häuslichkeit leben möchten und keine sich kümmern- den Angehörigen haben. Zu Beginn der Hilfe sollte noch keine gesetzliche Betreuung mit um- fassenden Aufgabenbereichen bestehen. Menschen, für die die Beratungs-, Hilfe- und Unterstützungsleistungen durch die Fachkräfte aus den Fachberatungen der Gerontopsychiatrischen Zentren und den Häuslichen Unterstüt- zungsdiensten für Menschen mit Demenz nicht ausreichen. Die Hilfe wird über die Methode des Case Management geleistet. Es wird eine bedarfsgerechte auf den Einzelfall zugeschnittene Hilfeleistung erbracht. Sie findet aufsuchend statt. Die Hilfegewährung wird entsprechend evaluiert. Der Zugang zur Hilfe des Case Managers erfolgt – das Einverständnis des Betroffenen vorausgesetzt – ausschließlich über die Fachkräfte der 5 Fachberatungsstellen für Menschen mit Demenz in Geron- topsychiatrischen Zentren und/oder der Fachkräfte der 9 Häuslichen Unterstützungsdienste für Men- schen mit Demenz. Eine Vorklärung ist deshalb erforderlich, weil bei dem Stellenkontingent von einer Vollzeitstelle für Köln nur die Betroffenen in das neue Hilfeangebot aufgenommen werden können, für die das vorhandene Beratungs- und Unterstützungsangebot für Menschen mit Demenz nicht aus- reicht und die ohne Hilfe durch private Vertrauenspersonen sind. Zwei Träger von Gerontopsychiatrischen Zentren (je eines rechts- und linksrheinisch) sind bereit, die neue „Koordinierungsstelle für allein lebende Menschen mit Demenz“ einzurichten. Vorgesehen ist jeweils eine 0,5 Stelle ab dem 01.10.2018 mit: Der LVR-Klinik Köln, Träger der Gerontopsychiatrischen Zentren (GPZ) Mülheim und Chorwei- ler mit Anbindung an das GPZ Chorweiler und der Alexianer Köln GmbH, Träger des GPZ Rodenkirchen mit Anbindung an das GPZ Ro- denkirchen. Die Case Manager werden von ihren jeweiligen Bürostandorten aus im Kölner Stadtgebiet tätig wer- den. Ihre Vertretung ist über die Fachberatung in GPZ geregelt. Begründung Sachkosten Demenznetzwerke: Um die Versorgungsqualität und die Lebensbedingungen für Menschen mit Demenz und ihren Ange- hörigen weiter zu verbessern, wurden ab 2016 in jedem der neun Kölner Stadtbezirke Demenznetz- werke eingerichtet. Damit werden kürzere und einfachere Wege ins vorhandene Hilfesystem sowie gezielte Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Demenz gewährleistet. Maßnahmen die zur Enttabuisierung des Themas Demenz beitragen, bedürfen einer gesicherten Unterstützung. Zur weiteren Optimierung der Netzwerkarbeit werden je Netzwerk Sachkosten in Höhe von 500 € p.a. insbesondere für Öffentlichkeitsarbeit, Flyer, Materialien, etc. zur Verfügung gestellt.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2350/2018
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 13.08.2018
- Erstellt
- 16.07.2018 11:36