0579/2023
Kölnisches Stadtmuseum - Sonderausstellungen 2023
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Anlage 1 KSM - Jahresrückblick 2022
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Rückblick 2022 1. Neues Leitbild 2 −Alt: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen (Das sind Basisaufgaben eines jeden Museums) −Neu: Partizipation, Barrierefreiheit, Diversität, Geschichte als dynamischen Prozess begreifen −KSM sieht sich als Forum für stadtgeschichtliche Diskussion, in dem Fragen an die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft gestellt werden −Das Leitbild soll nach Innen (Mitarbeiter*innen) und nach Außen (Öffentlichkeit) wirken 2. Logo 3 Das alte Logo des KSM stellt mit seinen integrierten Balken die Gebäude Zeughaus und Neue Wache dar. 2. Logo 4 Das neue Logo ist eine reine Wortmarke. Für die klassischen Kommunikations- medien wird das Logo schlicht und modern in schwarz gehalten. 2. Logo 5 In Social Media und für Shopartikel funktioniert das neue Logo auch farbig und spricht für Dynamik und Diversität. 3. Shopartikel 6 4. Infobox 7 Auf dem Kolpingplatz – gegenüber Haus Sauer vom 15.3. bis 30.6.2022 4. Infobox 8 Auf dem Kolpingplatz – gegenüber Haus Sauer vom 15.3. bis 30.6.2022 5. POP-UP Bar 9 Bar und Ausstellung „Modehaus goes Museum“ vom 15.3. bis 15.5.2022, 17 bis 22 Uhr 26 Tage, rund 1.400 Besucher 5. POP-UP Bar 10 Bar und Ausstellung „Modehaus goes Museum“ 6. POP-UP Super Fashion Markt 11 Bar und Ausstellung „Modehaus goes Museum“ am 11. und 12.6.2022 Samstag 2.137, Sonntag 1.940 Besucher 6. POP-UP Super Fashion Markt 12 Bar und Ausstellung „Modehaus goes Museum“ am 11. und 12.6.2022 7. LA FÊTE! POP-UP-BAR 13 mit der Ausstellung „DÄ DEJOOL KÜTT! Adenauer und De Gaulle in Köln 1962“ vom 2.9. bis 5.11.2022, 17 bis 22 Uhr 25 Tage, rund 2.000 Besucher 7. LA FÊTE! POP-UP-BAR 14 mit Chanson-Abenden, französischem Pop, DJs, Lesungen 8. „50 Jahre Höhner“ 15 vom 31. 8. 2022 bis 12. 2. 2023 im Maritim Hotel September bis November: rund 7.300 Besucher 8. „50 Jahre Höhner“ 16
Anlage 3 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung Stadtschlüssel Köln
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POP-UP-BAR mit Ausstellung „1794: Köln – Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadtschlüssel“, 5.5. – 16.6.2023 Laufzeit: 5.5. bis 17.6.2023 Köln, 6. Oktober 1794: Die siegreichen Truppen der Französischen Republik stehen vor den Toren der Stadt. Als die Kölner den Franzosen ihre Stadtschlüssel aushändigen, geht eine Epoche zu Ende. Ganz Paris jubelt über diesen Triumph, als die Stadtschlüssel als Zeichen der Unterwerfung dem Volk präsentiert werden. Diese turbulenten Ereignisse werden in der Ausstellung präsentiert: Die Ankunft der Franzosen, die Übergabe der Schlüssel vor der Hahnentorburg, der Einzug der Besatzer. Eine historische Rückblende lässt die Geschichte der mittelalterlichen Kölner Stadtbefestigung Revue passieren: die altertümlichen Stadtschlüssel, das System der Schließung der Stadttore – aber auch die Stadtschlüssel als Kölner Mythos, nach der Schlacht von Worringen 1288 verbunden mit der Figur des Kölner Bauern als „reichstreuer Schlüsselträger“. Wir nähern uns dem Jahr 1794 mit der Episode, als 1757 schon einmal die Schlüssel an Franzosen übergeben wurden, mit der Zerstörung der Mauern beim großen Eisgang 1784, mit den Revolutionskriegen, in denen die Kölner den Franzosen mit Sympathie, aber auch mit Ausgrenzung begegnen, schließlich mit dem altertümlichen Zustand der Stadtmauern mit ihren neun Haupt-Torburgen, die dem Ansturm nicht mehr standhalten können. Höhepunkt der Inszenierung sind die Originale der Kölner Stadtschlüssel aus dem Pariser Nationalarchiv. Bis heute befindet sich dort der am 6. Oktober 1794 ausgehändigte Bund mit neun Kölner Schlüsseln, zusammen mit denen anderer rheinischer Städte wie Trier oder Aachen. Fünf Tage später werden in Paris die Kölner Schlüssel in einem Massenevent als Kriegstrophäen zur Schau gestellt – bei der Überführung der Gebeine Rousseaus ins Panthéon, an der die ganze Hauptstadt teilnimmt. Für Köln hingegen beginnt das Zeitalter der Moderne. Köln wird eine französische Stadt. Mit Napoleon kommen Freiheit und Gleichheit – aber auch die Lasten eines zunehmend autokratischen Regimes. Als der künftige Kaiser 1804 in Köln begeistert empfangen wird, erhält auch er symbolisch vor der Eigelsteintorburg die Stadtschlüssel. Die Originale sind in Paris – weshalb man in Köln einen riesigen, repräsentativen goldenen Schlüssel anfertigt. Der befindet sich heute in Moskau, weil die Kölner ihn 1814 den Russen aushändigen, die mit den Preußen Napoleons Truppen aus Köln vertreiben. Der letzte Teil der Ausstellung widmet sich dem Kölner Mythos, der im 19. Jahrhundert wiederbelebt wird. Zentral ist die Gestalt des Hüters der Stadtschlüssel, des Kölner Bauern. Im Karneval wird er Teil des Dreigestirns, als Motiv ist er überall präsent: monumental an der Eigelsteintorburg oder hochkarätig im Kölner Ratssilber. Merkwürdigerweise werden die Schlüssel, die er als dekoratives Hoheitszeichen mit sich führt, immer kleiner – und verschwinden dann im 20. Jahrhundert ganz. Bis man nach 1945 in Paris die Originale der Kölner Schlüssel wiederentdeckt und 1988 zum ersten (und bislang letzten) Mal in einer Ausstellung des Kölnischen Stadtmuseums präsentiert. Nun gibt es kein Halten mehr. Denn Köln hat den Franzosen 1794 nicht alle Stadtschlüssel übergeben: Ins Museum gelangten weitere originale Stadttorschlüssel. Welche Schlüssel haben die Kölner den Franzosen übergeben? Und wie kommt es, dass auch in Köln noch ein solcher Schlüsselbund erhalten ist und im Stadtmuseum präsentiert wird? Und welche Schlüssel trägt der Kölner Bauer alljährlich im Karneval? Diese Fragen beantwortet die Ausstellung erstmals auf der Basis deutscher und französischer Quellen und erzählt die abenteuerliche Odyssee der Hoheitszeichen unserer Stadt, der Kölner Stadtschlüssel – inklusive typisch kölnischer Ungereimtheiten. Die Kölner Schlüssel und ihr Träger, der Kölner Bauer, sind längst ein städtischer Mythos. Und die turbulente Geschichte endet mit einer zutiefst kölschen Pointe… Kostenart Plankosten Istkosten Gestalteragentur 14.000,00 EUR 0,00 EUR Restaurierung 0,00 EUR Architektur/Installation, bauliche Unterhaltung 17.000,00 EUR 0,00 EUR Bewachung 0,00 EUR 0,00 EUR Fotoarbeiten, Rahmen, Passepartouts, Verbrauchs-, Fertigungs-, Repro-, Foto- und Filmmaterial 3.000,00 EUR 0,00 EUR Barbetrieb 6.000,00 EUR 0,00 EUR Grafik, Druck 10.000,00 EUR 0,00 EUR Transporte 3.000,00 EUR 0,00 EUR Dienstreisen 0,00 EUR 0,00 EUR Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen, Didaktik 15.000,00 EUR 0,00 EUR Ausstellungsgebühr (Leih-, Urheberrechte, GEMA) 0,00 EUR 0,00 EUR Vorbereitungskosten, Eröffnung, Rahmenprogramm, Sonstiges 2.000,00 EUR 0,00 EUR Kosten gesamt 70.000,00 EUR 0,00 EUR Erlösart Planerlöse Isterlöse Privatrechtliche Entgelte (Eintritte) 0,00 EUR 0,00 EUR Kölner Kulturstiftung 10.000,00 EUR 0,00 EUR Freunde des Kölnischen Stadtmuseums 10.000,00 EUR 0,00 EUR Stadt Köln, Ausstellungsetat 50.000,00 EUR 0,00 EUR Eigenmittel Kölnisches Stadtmuseum, aus lfd. Budget 0,00 EUR 0,00 EUR Erlöse gesamt 70.000,00 EUR 0,00 EUR Überschuss (+) / Defizit (-) 0,00 EUR 0,00 EUR
Anlage 2 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung 1848
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POP-UP-BAR/RIKADE mit Ausstellung „1848 Revolution in Köln“, 17.3. – 29.4. 2023 Einer kurzen historischen Einführung folgt ein Blick auf das Köln am Anfang des Jahres 1848: Eine preußische Stadt auf dem zaghaften Weg in die Moderne - mit zahlreichen sozialen Brennpunkten, Armut und fehlender politischer Mitbestimmung, aber auch fortschrittlicher als andere Städte in Preußen und Deutschland, mit liberalen bürgerlichen Kräften, relativer Pressefreiheit und den noch geltenden französischen Rechtsgrundsätzen des Code Napoléon. Die Ausstellung ist nach den Jahreszeiten gestaltet, die gleichzeitig Aufstieg und Fall der Demokratiebewegung symbolisieren. Frühjahr Mitten im Karneval kommt die Welle der Pariser Februarrevolution, die den französischen König vom Thron fegt und die Republik proklamiert, in der ersten deutschen Großstadt an – in Köln. Einen Tag nach Weiberfastnacht, am 3. März 1848, versammelt sich eine aufgebrachte Menschenmenge vor dem Rathaus. Tausende suchen Schutz vor dem preußischen Militär und erheben revolutionäre und soziale Forderungen, ihre Wortführer sind der Armenarzt Andreas Gottschalk und der Arbeiterführer Fritz Anneke. Es kommt zum „Kölner Fenstersturz“: Zwei Ratsherren springen aus dem Fenster, einer bricht sich die Beine. „Ein Gespenst geht um in Europa – das Gespenst des Kommunismus“, verkündet der erste Satz des soeben erschienenen kommunistischen Manifestes von Karl Marx und Friedrich Engels, die im April in Köln eintreffen: eine radikale Analyse der gesellschaftlichen Verhältnisse. Anfang Juni erscheint die „Neue Rheinische Zeitung“, finanziert als „Organ der Demokratie“ von liberalen bürgerlichen Aktionären – aber geleitet vom Chefredakteur Karl Marx. Er war bereits 1842/43 für die „Rheinische Zeitung“ in Köln tätig, damals lernten sich Marx und Engels kennen. Aber es gab in Köln 1848 nicht nur Marx, Engels und die Kommunisten. Das Spektrum der Oppositionellen reichte von bürgerlichen Unternehmern und Bankiers wie Ludolf Camphausen oder Heinrich Merkens über den Karnevalisten Franz Raveaux, den Juristen Hermann Heinrich Becker, den aus Köln stammenden Revolutionär Robert Blum bis hin zu Moses Hess, der sich u.a. für die Bürgerrechte der Juden einsetzt, und zu Mathilde Franziska Anneke, einer Vorkämpferin der Frauenbewegung. Der Kölner Arbeiterverein ist der größte in ganz Deutschland, Köln ein einflussreiches Zentrum der Revolution. Sommer Die Revolutionär*innen treffen sich im Caféhaus des Schokoladenproduzenten Franz Stollwerck in der Schildergasse – unter einer Statue Napoleons, zur Erinnerung an die Ideale der Französischen Revolution. Und gründeten dort die „Demokratische Gesellschaft“, für die die wohl erste rote Fahne Deutschlands angefertigt wurde. Gleichzeitig sind Schwarz-Rot-Gold die in Köln alles beherrschenden Farben: Eine riesige schwarz-rot-goldene Fahne weht vom Dom beim großen Jubiläumsfest im August 1848 – hier kommt es zu der einmaligen Zusammenkunft von Monarchie und Ordnungsmacht einerseits sowie Revolutionären und demokratischen Abgeordneten andererseits. Inzwischen hat sich das Parlament in Frankfurt etabliert. Schwarz-Rot- Gold sind auch die Farben der Kölner Bürgerwehr, für die der aus Paris nach Köln gekommene Jacques Offenbach ein Lied komponiert. Sie besteht aus verschiedenen Kompanien: manche bürgerlich oder sogar monarchistisch, andere demokratisch oder radikal sozialistisch. Herbst Doch die reaktionären Kräfte werden immer stärker. Ende September 1848 kommt es zum Showdown: Nachdem Engels auf der Worringer Heide unter wehenden roten Fahnen Tausende mobilisiert, werden Barrikaden auf dem Alter Markt errichtet. Marx warnt die Aufständischen. Da kein Militär zu sehen ist, gehen die Revolutionäre in die Kneipen. Am nächsten Tag kommen die preußischen Truppen und finden die Kölner Barrikaden ohne Verteidiger. Jetzt wird aufgeräumt, das Kriegsrecht verhängt, alle Bürger müssen ihre Waffen abgeben. Winter Hinzu kommt die Cholera. 10.000 Kölner*innen werden Opfer der Epidemie, die bis 1849 tobt – Andreas Gottschalk betreut die Infizierten und stirbt selbst durch die Seuche. Die Revolution wird niedergeschlagen, wie 1848 in Köln so auch 1849 in ganz Europa. Was wird aus den beteiligten Personen? Die letzte Ausgabe der „Neuen Rheinische Zeitung“ erscheint im Mai 1849 in roten Lettern, Marx wird ausgewiesen, flüchtet nach Paris, dann nach London. Engels wird mit den Revolutionären in Baden besiegt und zieht ebenfalls nach Großbritannien. Moses Hess hilft Fritz und Mathilde Anneke 1849 im von preußischen Truppen eingeschlossenen Rastatt – Hess lässt sich in Paris nieder, die Annekes entkommen in die USA, wo Mathilde eine Aktivistin gegen die Sklaverei und für Frauenemanzipation wird. Der Abgeordnete der Paulskirche Franz Raveaux findet Zuflucht in Belgien. Ihr Vermächtnis aber bleibt. Viele der „1848er“, die in die USA entkommen – wie der aus Liblar stammende Carl Schurz, der in Köln lebte - kämpfen im Bürgerkrieg an der Seite Abraham Lincolns gegen die Sklaverei. Die Verfassung des Paulskirchen- Parlaments wird zum Vorbild der Verfassung der Weimarer Republik, die ebenfalls Schwarz-Rot-Gold zu ihren Nationalfarben erklärt, verunglimpft von Nazis und Deutschnationalen als „Schwarz-Rot-Senf“. Die Republik scheitert. Doch nach 1945 knüpfen die Mütter und Väter des Grundgesetzes wieder an die republikanischen Ideale von 1848 an. Kostenart Plankosten Istkosten Gestalteragentur 14.000,00 EUR 0,00 EUR Restaurierung 0,00 EUR Architektur/Installation, bauliche Unterhaltung 12.000,00 EUR 0,00 EUR Bewachung 0,00 EUR 0,00 EUR Fotoarbeiten, Rahmen, Passepartouts, Verbrauchs-, Fertigungs-, Repro-, Foto- und Filmmaterial 3.000,00 EUR 0,00 EUR Barbetrieb 6.000,00 EUR 0,00 EUR Grafik, Druck 8.000,00 EUR 0,00 EUR Transporte 0,00 EUR 0,00 EUR Dienstreisen 0,00 EUR 0,00 EUR Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen, Didaktik 15.000,00 EUR 0,00 EUR Ausstellungsgebühr (Leih-, Urheberrechte, GEMA) 0,00 EUR 0,00 EUR Vorbereitungskosten, Eröffnung, Rahmenprogramm, Sonstiges 2.000,00 EUR 0,00 EUR Kosten gesamt 60.000,00 EUR 0,00 EUR Erlösart Planerlöse Isterlöse Privatrechtliche Entgelte (Eintritte) 0,00 EUR 0,00 EUR Verkaufserlöse (Katalogverkauf, sonstige Artikel) 0,00 EUR 0,00 EUR Freunde des Kölnischen Stadtmuseums 10.000,00 EUR 0,00 EUR Stadt Köln, Ausstellungsetat 50.000,00 EUR 0,00 EUR Kölner Kulturstiftung 0,00 EUR 0,00 EUR Erlöse gesamt 60.000,00 EUR 0,00 EUR Überschuss (+) / Defizit (-) 0,00 EUR 0,00 EUR
Anlage 4 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung 200 Jahre Kölner Karneval
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Karneval in Köln … wie alles begann voraussichtlich 1.6.2023 – 30.7.2023 im Museum für Angewandte Kunst Köln in Kooperation mit dem Festkomitee Kölner Karneval Laufzeit: Anfang Juni bis Ende Juli 2023 Ort: Sonderausstellungsfläche im Museum für Angewandte Kunst Eine Ausstellung des Kölnischen Stadtmuseums in Kooperation mit dem Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 und dem Museum für Angewandte Kunst Die Ausstellung lädt die Besucher*innen auf eine außergewöhnliche Zeitreise ein, zurück ins Jahr 1823 und damit zu den Wurzeln des reformierten Karnevals. Vor der Kulisse völlig neuer politischer, wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Ordnungen geriet der Kölner Karneval zu Anfang des 19. Jahrhunderts in eine Krise, da die leitenden und weisenden Ideen, wie sie das Mittelalter in seiner christlich-städtischen Ordnung über Jahrhunderte geboten hatte, in der bürgerlichen Gesellschaft nicht mehr überzeugten. Von der Romantik her und aus dem Kreis der Männer um die sogenannte „Olympische Gesellschaft“ sollten dem Fest 1823 schließlich neue, entscheidende Impulse wie ein zentraler Maskenzug oder die Einführung des „Held Karnevals“ gegeben werden. In verschiedenen Themenräumen gibt die Ausstellung anhand einzigartiger Exponate Einblicke in die Geburtsstunde des bis heute gefeierten organisierten Karnevals und beleuchtet zentrale Charakteristika, die immer noch die „Fünfte Jahreszeit“ prägen. Hierzu gehören beispielsweise der Rosenmontagszug, das Kölner Dreigestirn, karnevalistisches Liedgut oder auch das Kostümieren an Karneval. Kostenart Plankosten Istkosten Gestalteragentur 22.000,00 EUR 0,00 EUR Restaurierung 10.000,00 EUR Architektur/Installation, bauliche Unterhaltung 110.000,00 EUR 0,00 EUR Medien (Beschaffung und Einrichtung) 16.000,00 EUR 0,00 EUR Fotoarbeiten, Rahmen, Passepartouts, Verbrauchs-, Fertigungs-, Repro-, Foto- und Filmmaterial, inkl. Gema 15.000,00 EUR 0,00 EUR Barbetrieb 0,00 EUR 0,00 EUR Grafik, Druck 25.000,00 EUR 0,00 EUR Transporte 5.000,00 EUR 0,00 EUR Dienstreisen 0,00 EUR 0,00 EUR Öffentlichkeitsarbeit und Werbemaßnahmen, Didaktik 28.000,00 EUR 0,00 EUR Vorbereitungskosten, Eröffnung, Rahmenprogramm, Sonstiges 4.000,00 EUR 0,00 EUR Kosten gesamt 235.000,00 EUR 0,00 EUR Erlösart Planerlöse Isterlöse Privatrechtliche Entgelte (Eintritte) 5.000 á 4 EUR 20.000,00 EUR 0,00 EUR KFA Jubiläum Kölner Karneval (bereits beschlossen) 100.000,00 EUR 0,00 EUR Freunde des Kölnischen Stadtmuseums 5.000,00 EUR 0,00 EUR Festkomitee des Kölner Karnevals von 1823 e.V. 70.000,00 EUR Kölner Kulturstiftung 20.000,00 EUR Freunde und Förderer des Kölnischen Brauchtums 5.000,00 EUR Stadt Köln, Ausstellungsetat 15.000,00 EUR 0,00 EUR Erlöse gesamt 235.000,00 EUR 0,00 EUR Überschuss (+) / Defizit (-) 0,00 EUR 0,00 EUR
Beschlussvorlage Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle VII/4518 Vorlagen-Nummer 0579/2023 Freigabedatum 01.03.2023 Beschlussvorlage zur Behandlung in öffentlicher Sitzung Betreff Kölnisches Stadtmuseum - Sonderausstellungen 2023 Beschlussorgan Ausschuss Kunst und Kultur Gremium Datum Beschluss: Der Ausschuss Kunst und Kultur stimmt der Mittelverwendung aus dem Sonderausstellungs- etat 2023 für die in den Anlagen zu diesem Beschlussvorschlag näher ausgeführten Ausstel- lungsprojekte des Kölnischen Stadtmuseums zu. Ausschuss Kunst und Kultur 14.03.2023 2 Haushaltsmäßige Auswirkungen Nein Ja, investiv Investitionsauszahlungen € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Ja, ergebniswirksam Aufwendungen für die Maßnahme 115.000 € Zuwendungen/Zuschüsse Nein Ja % Jährliche Folgeaufwendungen (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € c) bilanzielle Abschreibungen € Jährliche Folgeerträge (ergebniswirksam): ab Haushaltsjahr: a) Erträge € b) Erträge aus der Auflösung Sonderposten € Einsparungen: ab Haushaltsjahr: a) Personalaufwendungen € b) Sachaufwendungen etc. € Beginn, Dauer Auswirkungen auf den Klimaschutz Nein Ja, positiv (Erläuterung siehe Begründung) Ja, negativ (Erläuterung siehe Begründung) Begründung: Das Kölnische Stadtmuseum plant für 2023 folgende Sonderausstellungsprojekte: Titel und Ort Benötigte Mittel aus Sonderausstellungsetat a) POP-UP-BAR/RIKADE mit Ausstel- lung „1848: Revolution in Köln“, 17.3. – 29.4.2023, neuer Standort im ehem. Modehaus Sauer 50.000 EUR b) POP-UP-BAR mit Ausstellung „1794: Köln – Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadtschlüssel“, 5.5. – 16.6.2023, neuer Standort im ehem. Modehaus Sauer 50.000 EUR c) „Karneval in Köln … wie alles be- gann“, voraussichtlich 1.6.23 – 30.7.2023 im Museum für Ange- wandte Kunst Köln, in Kooperation mit dem Festkomitee Kölner Karne- 15.000 EUR 3 val von 1823 e.V. Das Kölnische Stadtmuseum befindet sich im Wandel. Für den neuen Standort müssen kreati- ve neue Formate entwickelt werden, um auf das Kölnische Stadtmuseum aufmerksam zu ma- chen. Dafür bedarf es neuer Konzepte, die Protagonisten aus der Stadtgesellschaft einbezie- hen, um aus dem klassischen Museum einen „Dritten Ort“ zu kreieren. Ganz besonders eignet sich dafür das neue Format der Pop-Up-Bar-Ausstellungen. In dem künftigen Raum der Museumspädagogik im Haus Sauer, der baurechtlich derzeit bereits für die Öffentlichkeit genutzt werden kann, verbindet das Museum auf neuartige Weise das Format historischer Ausstellungen mit einem Barbetrieb und Abendveranstaltungen. Mit der POP-UP-BAR „Modehaus goes Museum“ und „DÄ DEJOOL KÜTT! Adenauer und De Gaulle in Köln 1962“ konnte das Kölnische Stadtmuseum im Jahr 2022 nicht nur neue Zielgruppen gewinnen, sondern durch die Events einen Raum für Kreative schaffen (Musiker*innen, DJs, Künstler*innen), siehe Anlage 1. Um diese Zielgruppe und das Museum als Dritten Ort zu etablieren, soll die erfolgreiche Reihe der Pop-Up-Bar-Ausstellungen 2023 mit den Projekten „BAR/RIKADE - 1848: Revolution in Köln“ und „1794: Köln – Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadtschlüssel“ fortgesetzt werden. Diese Interventionen sind ein wichtiger Bestandteil der Kommunikationsstrategie, um den neu- en Standort als neues, modernes Stadtmuseum und Veranstaltungsort in der Stadtgesellschaft zu verankern. Besucht wurde zuletzt die Pop-Up-Bar-Ausstellung „DÄ DEJOOL KÜTT! Ade- nauer und De Gaulle in Köln 1962“ von zahlreichen jungen Leuten, die bislang als weniger mu- seumsaffin galten, aber auch vom Stammpublikum und von vielen deutsch-französischen Gruppen. Ausdrücklich nicht betroffen von der Arbeit für die Pop-Up-Bar-Ausstellungen sind die Res- sourcen Geld, Zeit und Personal, die für die neue Dauerausstellung im Einsatz sind. Darüber hinaus gibt es auch keine Raumkonflikte, weil die POP-UP-Bar nicht im Bereich der zukünfti- gen Dauerausstellung stattfindet. Den Aufbau der Pop-Up-Bar-Ausstellungen übernimmt eine Agentur, so dass die personellen Ressourcen des Stadtmuseums für den Aufbau der Dauer- ausstellung hierzu nicht in Konkurrenz stehen. a) POP-UP-BAR/RIKADE mit Ausstellung „1848: Revolution in Köln“, 17.3. – 29.4.2023 Die Ausstellung „1848: Revolution in Köln“ erinnert an 175 Jahre bürgerliche Revolution, die im März 1848 in Köln stattfand. Wegen dieses Gedenkens muss sie im März eröffnet werden. Die Planungen dafür sind daher bereits weit fortgeschritten. Zudem ist das Thema „175 Jahre Revolution“ gerade in einer Metropole wie Köln von großer Bedeutung. Es war die erste europaweite Bewegung für Freiheit, Demokratie und soziale Ge- rechtigkeit. Köln war die erste Stadt in Preußen, in der Massen auf die Straße gegangen sind. Die Kölner Bürger*innen übernahmen zeitweise die Herrschaft, von hier aus brachten demo- kratische und sozialistische Vordenker wie Gottschalk, Anneke, Marx und Engels ihre Gedan- ken in Umlauf. Köln war ein Zentrum dieser Revolution. Das Kölnische Stadtmuseum kooperiert mit der Friedrich-Ebert-Stiftung und dem Karl-Marx- Haus in Trier, das im Herbst eine ergänzende Ausstellung zum Thema „Marx und Köln“ prä- sentieren will. Die Oberbürgermeisterin wurde zudem aus dem Landtag NRW angefragt, ob die Stadt Köln Veranstaltungen, Ausstellungen oder Aktionen zu diesem geschichtsträchtigen Jubiläum pla- ne. Die Antwort des Amtes der Oberbürgermeisterin verweist auf das Kölnische Stadtmuse- um, das mit seiner Ausstellung die einzige städtische Institution ist, die sich im Jubiläumsjahr 4 mit diesem wichtigen Thema auseinandersetzt. Es ist ein Etat in Höhe von 50.000 EUR erfor- derlich, siehe Anlage 2. b) POP-UP-BAR mit Ausstellung „1794: Köln – Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadtschlüssel“, 5.5. – 16.6.2023 Auch die Planungen für die Ausstellung „1794: Köln-Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadt- schlüssel“ sind bereits weit vorangeschritten. Die Ausstellung schlägt einen Bogen von der mittelalterlichen Stadtbefestigung bis hin zur traditionsreichen Figur des Kölner Bauern im aktuellen Karneval. Im Mittelpunkt stehen die Übergabe der Stadtschlüssel 1794 an die einrü- ckenden Franzosen und die Zurschaustellung der Kölner Schlüssel als Trophäen vor jubeln- den Massen in Paris. Als besonderes Highlight werden die Originale der Kölner Stadtschlüssel, die sich seit 1794 in Paris befinden, in der Ausstellung als Leihgabe erstmals seit fast 40 Jahren in Köln zu sehen sein. Die Zusage des Direktors der Pariser Archives Nationales liegt vor. Das Staatsarchiv Frankreichs ist von höchstem kulturellem Rang. Es wurde über den Charakter der Pop-Up- Bar-Ausstellungen informiert und möchte dieses innovative Format ausdrücklich unterstützen. So erwartet das Kölnische Stadtmuseum hohen Besuch: Der Direktor der Pariser Archives Nationales, Herr Bruno Ricard, wird bei der Eröffnung der Ausstellung am 4. Mai – gemein- sam mit neun weiteren Kolleg*innen aus Paris – zugegen sein. Der französische Generalkon- sul Étienne Sur hat zugesagt, bei der Eröffnung zu den Kölner*innen zu sprechen. Kooperationspartner der Ausstellung „1794: Köln-Paris. Das Abenteuer der Kölner Stadt- schlüssel“ sind das Institut français Köln sowie die Deutsch-Französische Gesellschaft Köln (DFG). Für diese Ausstellung wird ein Zuschuss von 50.000 EUR beantragt, siehe Anlage 3. c) „Karneval in Köln … wie alles begann“, voraussichtlich 1.6.23 – 30.7.2023 im Museum für Angewandte Kunst Köln, in Kooperation mit dem Festkomitee Köl- ner Karneval Im Ausschuss Kunst und Kultur am 25.10.2022 wurden für dieses Ausstellungsprojekt mit Beschluss 3699/2022 bereits 100.000 EUR freigegeben. Das Festkomitee Kölner Karneval von 1823 e.V. beteiligt sich an der Ausstellung mit 70.000 EUR. Es werden weitere Mittel in Höhe von 15.000 EUR zur Gesamtfinanzierung aus dem Sonderausstellungsetat 2023 benö- tigt, siehe Anlage 4. Finanzierung: Die zur Finanzierung der Maßnahmen benötigten Aufwandsermächtigungen in Höhe von ins- gesamt 115.000 € stehen im Teilergebnisplan des Museumsreferates in der Produktgruppe 0401 – Museumsreferat, in der Teilplanzeile 13 – Aufwendungen für Sach- und Dienstleistun- gen im Haushaltsjahr 2023 im Haushaltsplan 2023/2024 zur Verfügung und werden nach Be- schlussfassung in den Teilergebnisplan des Kölnischen Stadtmuseums, Produktgruppe 0408 – Kölnisches Stadtmuseum, Teilplanzeile 16 – sonstige ordentliche Aufwendungen umge- schichtet. Anlagen: Anlage 1 KSM - Jahresrückblick 2022 Anlage 2 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung „1848“ Anlage 3 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung „Stadtschlüssel Köln“ Anlage 4 Kosten- und Erlösplanung Sonderausstellung „200 Jahre Kölner Karneval“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: geändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0579/2023
- Typ
- Beschlussvorlage Ausschuss
- Datum
- 01.03.2023
- Erstellt
- 14.02.2023 13:45