AN/0621/2021
Beitritt zur Resolution: Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage 2_Zeichnungs-Kommunen_03.03.2021
1110 Zeichen
Die Zeichnungs-Kommunen Stand 03. März 2021 Stadt Aalen Gemeinde Bad Boll Stadt Bad Säckingen Bezirk Berlin Mitte Stadt Bonn Stadt Brake (Unterweser) Kreisfreie Stadt Bremen Stadt Castrop-Rauxel Stadt Dinslaken Gemeinde Dornstadt Stadt Ebern Stadt Eltmann Stadt Eltville am Rhein Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg von Berlin Stadt Fürth Stadt Geesthacht Verbandsgemeinde Gerolstein Universitätsstadt Gießen Stadt Halle (Saale) Landeshauptstadt Hannover Stadt Heidelberg Gemeinde Herrischried Gemeinde Knetzgau Stadt Koblenz Gemeinde Lamspringe Bezirk Lichtenberg von Berlin Stadt Magistrat der Stadt Gladenbach Landeshauptstadt Mainz Bezirk Marzahn-Hellersdorf von Berlin Landeshauptstadt München Stadt Münster Bezirksamt Neukölln von Berlin Stadt Neumarkt i.d.OPf. Bezirk Pankow von Berlin Markt Roßtal Stadt Sinzig Klingenstadt Solingen Stadt Hammelburg Stadt Senden Stadt Stein Bezirk Treptow-Köpenick von Berlin Stadt Trier Stadt Vilshofen an der Donau Weitere Informationen unter: https://fairtrade-neumarkt.de/fairtrade/kommunen-pro-lieferkettengesetz/
Anlage 1_Resolution_Lieferkettengesetz_15.02.2021
4600 Zeichen
Resolution: Kommunen für ein starkes
Lieferkettengesetz in Deutschland1
Brennende Textilfabriken, vergiftetes Trinkwasser oder ausbeuterische Zwangs- und Kinderarbeit
sind nur die Spitze des Eisbergs: Schäden an Umwelt und Natur sowie prekäre Arbeitsbedingungen in
den Ländern des Globalen Südens sind leider immer noch weit verbreitet - obwohl universelle
Regeln zur Sicherung von Menschen- und Umweltrechten von fast allen Staaten ratifiziert wurden.
Die Corona-Krise hat die Fragilität und ungleiche Lastenverteilung globaler Lieferketten noch weiter
in den Fokus gerückt: Millionen Produzent*innen sind durch Auftragsstornierungen und das
Zusammenbrechen ihrer Absatzmärkte in ihrer Existenz bedroht.
Deshalb setzen sich zahlreiche Kommunen bereits für faire, ökologische und menschenrechtskonforme Standards im öffentlichen Einkauf ein und zeigen: verantwortliche Beschaffung ist möglich!
Um sozial verantwortliche Beschaffung zur Regel zu machen, greifen wir, die Vertreterinnen und
Vertreter von Kommunen in Deutschland, die Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz auf und
setzen uns ebenfalls ausdrücklich für die Einführung eines Lieferkettengesetzes ein, wie es im
Koalitionsvertrag der Bundesregierung festgeschrieben wurde. Zunehmend fordern auch
Unternehmen einen gesetzlichen Rahmen, der gleiche Wettbewerbsbedingungen schafft.
Wir fordern daher einen gesetzlich verbindlichen Rahmen, der Unternehmen dazu verpflichtet,
Risiken zur Verletzung von international anerkannten Menschen-, Arbeits- und Umweltrechten
entlang ihrer gesamten Wertschöpfungskette zu analysieren, diesen vorzubeugen und transparent
darüber zu berichten! Bestehende Verletzungen dieser Rechte müssen beendet und ein
Beschwerdemechanismus in den Unternehmen eingeführt werden. Freiwillige Maßnahmen reichen
nicht. Haftungsregelungen sind das Kernstück eines wirksamen Lieferkettengesetzes, um die
Einhaltung von Menschenrechten und Rechtsschutz für Betroffene zu garantieren. Zur Umsetzung
des Lieferkettengesetzes müssen zudem effektive Durchsetzungsmechanismen von staatlichen
Behörden etabliert werden. Nachhaltige Beschaffung kann nicht länger am Willen und am fachlichen
Know-How Einzelner hängen. Ein wirksames Lieferkettengesetz muss beispielsweise ermöglichen,
dass Unternehmen von der öffentlichen Vergabe ausgeschlossen werden, wenn nachweislich
Sorgfaltspflichten verletzt wurden sowie ein Sorgfaltsplan nicht oder nur unvollständig vorliegt.
Ein derart ausgestaltetes Lieferkettengesetz bildet die rechtlich verbindliche Grundlage,
verantwortungsvoll zu konsumieren und zu produzieren, menschenwürdige Arbeit für Alle zu fördern
sowie die Entkopplung von wirtschaftlichem Handeln und Umweltzerstörung zu erreichen. Damit
kann ein Beitrag zur Umsetzung der globalen Nachhaltigkeitsziele auch auf lokaler Ebene geleistet
werden.
Bei einem bundesweiten Einkaufsvolumen der öffentlichen Hand von rund 350 Milliarden Euro,
wovon ein Großteil auf die Kommunen entfällt, setzen wir uns als kommunale Vertreterinnen und
Vertreter dafür ein, dass das ökonomische Steuerungspotenzial wirkungsvoller für die Durchsetzung
sozialer und gesellschaftspolitischer Ziele genutzt wird.
1 Aktualisierte Fassung vom 15.02.2021: Die Bundesregierung einigte sich am 12. Februar 2021 auf einen
Referentenentwurf. Der Satz „Mit Sorge beobachten wir jedoch, dass die Regierungskoalition den Beschluss zur
Einführung des Lieferkettengesetzes mehrfach vertagt hat. Zudem droht die Diskussion innerhalb der Großen
Koalition die Wirkkraft des Lieferkettengesetzes zu mindern.“ wurde daher aus dem Resolutionstext gestrichen.
Als öffentliche Hand haben wir die Verpflichtung, faire, ökologische und menschenrechtskonforme Standards in unserem Einkauf und Handeln zu gewährleisten. Wir wollen nicht, dass mit öffentlichen Geldern Menschenrechtsverletzungen und Umweltzerstörung finanziert werden. Ein Lieferkettengesetz in Deutschland ist überfällig und ein wesentlicher Baustein für mehr globale
Gerechtigkeit.
Die Stadt/die Gemeinde/der Landkreis
(Bitte Unzutreffendes streichen und Name der Kommune einfügen)
hat die Resolution mit Beschluss vom _________________angenommen.
Benennung des beschließenden Gremiums: _______________________
(optional)
unterzeichnet die Resolution durch den/die Vertretungsberechtigte/n.
(obligatorisch)
________________________________
___________________________________
(Bitte Vorname, Name, Funktion einfügen)
Ort, Datum, Unterschrift
Gem. Dringlichkeitsantrag nach § 12 (Klima)
5073 Zeichen
Ratsgruppe KLIMA FREUNDE
SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln
Fraktion DIE LINKE im Rat der Stadt Köln
Ratsgruppe Die PARTEI
Ratsgruppe GUT Köln
An die Vorsitzende des Kölner Rates
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 23.03.2021
AN/0621/2021
Dringlichkeitsantrag gem. § 12 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Rat 23.03.2021
Beitritt zur Resolution: Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in Deutschland
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
Die Antragstellenden bitten Sie, per Dringlichkeitsbeschluss den Antrag zur Abstimmung
bzw. Annahme auf die Tagesordnung zu setzen und dann gemäß Beschlussvorschlag die
Resolution (Anlage 1) zur Abstimmung zu stellen.
Beschlussvorschlag:
Die Stadt Köln unterzeichnet die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in
Deutschland“.
Begründung der Dringlichkeit
Die Bundesregierung hat sich im Februar bereits auf einen Referent*innenentwurf eines Lie-
ferkettengesetzes geeinigt, der aber in einigen entscheidenden Punkten hinter den Forde-
rungen der Resolution zurückbleibt. Derzeit steht dieser Gesetzentwurf kurz vor der parla-
mentarischen Phase und somit vor der vorerst letzten Chance, an den entschiedenen Stellen
nachgebessert zu werden. Eine Unterzeichnung der Resolution zu einem späteren Zeitpunkt
käme mit hoher Wahrscheinlichkeit zu spät.
Begründung
Im Februar 2021 wurde die Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettengesetz in
Deutschland“ von 34 engagierte Kommunen veröffentlicht, die
- 2 -
sich bereits durch wegweisende Projekte für die Einhaltung menschenrechtskonformer
Standards im öffentlichen Einkauf einsetzen,
die Resolution zur Agenda 2030 verabschiedet haben oder
sich künftig für die Stärkung der Fairen Beschaffung einsetzen wollen.
Darunter sind neben anderen als Erstunterzeichner-Kommunen die Berliner Bezirke Fried-
richshain-Kreuzberg, Mitte und Treptow-Köpenik (auch Partnerstadt mit Köln – Bezirk Innen-
stadt), die Freie Hansestadt Bremen und die Stadt Bonn!
Sie greifen darin die grundsätzlichen Forderungen der Initiative Lieferkettengesetz1 auf und
fordern Haftungsregelungen als Kernstück eines wirksamen Lieferkettengesetzes auf Bun-
desebene sowie eine Ausdehnung des Wirkungsbereichs auf die gesamte Lieferkette.
Aus Sicht der Antragstellenden ist die Resolution sehr unterstützenswert. Die Initiative wird
nicht nur von Teilen der Bundesregierung (BMZ und BMAS) aktiv vorangebracht, sondern
erfährt auch breite Unterstützung durch zivilgesellschaftliche Organisationen, Ökonom*innen,
Kirchen sowie zahlreiche Unternehmen.
Ein Referent*innenentwurf des Gesetzes, auf den sich die Bundesregierung ebenfalls im
Februar einigen konnte, bleibt in einigen entscheidenden Punkten (Wirkungsbereich, Unter-
nehmensgröße, zivilrechtliche Haftung) hinter den Forderungen der Resolution zurück!
Derzeit steht dieser Gesetzentwurf vor der ersten Anhörung im Bundestag, und somit vor der
letzten Chance vor der Verabschiedung, an den entscheidenden Stellen nachzubessern.
Köln, als eine der vier größten Städte des Landes, würde der Resolution in dieser entschei-
denden Zeit noch einmal Gewicht verleihen.
Für Köln als Kommune ergibt sich durch die Unterzeichnung der Resolution eine weitere
Möglichkeit, sich als
TradeFair2-Town Köln (2100/2011) und zusätzlich
zur vom Rat beschlossenen Resolution (AN/1327/2017) bzw. Erklärung „Agenda 2030
für nachhaltige Entwicklung: Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene gestalten“
öffentlich klar zu positionieren.
Die Agenda 2030 postuliert 17 SDG`s – Sustainable Development Goals als Handlungsfel-
der / Oberziele, hier ist insbesondere das SDG 17 „M enschenwürdige Arbeit und Wirt-
schaftswachstum“ von Bedeutung.
Zudem wäre die Unterzeichnung der Resolution „Kommunen für ein starkes Lieferkettenge-
setz in Deutschland“ ein deutliches Bekenntnis zur nachhaltigen Beschaffung (nicht zuletzt
würde sich ein nachhaltiger Beschaffungsprozess durch ein starkes Lieferkettengesetz ver-
einfachen).
1 https://skew.engagement-global.de/aktuelle -mitteilung/lieferketteng esetz-der-bundesregierung -bleibt -
hinter-kommunaler -praxis -zurueck.html
2 https://www.stadt-koeln.de/artikel/68690/index.html
- 3 -
Mit freundlichen Grüßen
gez. Nicolin Gabrysch / John Akude gez. Mike Homann
Ratsgruppe KLIMA FREUNDE SPD - Fraktionsgeschäftsführer
gez. Michael Weisenstein gez. Karina Syndicus / Thor Zim-
mermann
DIE LINKE - Fraktionsgeschäftsführer Ratsgruppe GUT Köln
gez. Birgit Beate Dickas / Michael Hock
Ratsgruppe Die PARTEI
Anlagen
Anlage 1 Muster-Resolution3
Anlage 2 Liste Unterzeichner Kommunen4
3 https://skew.engagement-global.de/aktuelle -mitteilung/lieferkettengesetz -der-bundesregierung -bleibt -
hinter-kommunaler -praxis -zurueck.html
4 https://www.treffpunkt-kommune.de/beschaffung -kommunen-machen-sich -fuer-lieferkettengesetz-stark/
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungOrte (2)
- Neumarkt
- Markt
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- AN/0621/2021
- Typ
- Gem. Dringlichkeitsantrag (Klima)
- Datum
- 23.03.2021
- Erstellt
- 23.03.2021 13:28