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0911/2018

Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2017 im Stadtbezirk Innenstadt

Mitteilung BV 03.04.2018

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung 1 (Innenstadt), Sitzung am 19.04.2018, TOP 10.3

Mitteilung BV

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Anlage 1 - BV 1 - Unfallhäufungen 2017

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Anlage 2 - BV 1 - Tödliche VU 2017

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Mitteilung BV

6344 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle 
VIII/66/660/1 
 
Vorlagen-Nummer 
 0911/2018 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 19.04.2018 
 
Unfallhäufungsstellen und tödliche Verkehrsunfälle des Jahres 2017 im Stadtbezirk Innenstadt 
In der als Anlage 1 beigefügten Liste sind alle Unfallhäufungsstellen des Jahres 2017 im Gebiet des 
Bezirks Innenstadt aufgeführt. Die Aufstellung der tödlichen Verkehrsunfälle im Stadtbezirk ergibt sich 
aus der Anlage 2.  
 
Zuständig für die erste Auswertung von Verkehrsunfällen ist das Polizeipräsidium Köln. Dort werden 
alle Unfälle nach den Kriterien Unfallkategorie (Schwere des Unfalles) und Unfalltyp (Konfliktsituation, 
aus welcher der Unfall entstanden ist) festgehalten. Laut Erlass des für Verkehr zuständigen Ministe-
riums vom 25.06.2017 liegt eine Unfallhäufungsstelle innerhalb der Einjahresbetrachtung grundsätz-
lich dann vor, wenn sich auf einem Knoten oder einer Strecke drei Unfälle der Kategorie 1 - 4 des 
gleichen Typs ereignen. Sofern dieses Kriterium erreicht ist, wird der Knoten bzw. die Strecke durch 
die Polizei als Unfallhäufungsstelle gemeldet. Aufgrund der Verkehrsbelastung eines Knotens kann 
sich die Anzahl der Unfälle, die zu einer Identifikation als Unfallhäufungsstelle führt, erhöhen.  
 
Die Unfallkategorien sind wie folgt aufgeteilt: 
 
Kategorie 1: Verkehrsunfall mit Getöteten 
Kategorie 2: Verkehrsunfall mit Schwerverletzten 
Kategorie 3: Verkehrsunfall mit Leichtverletzten 
Kategorie 4: Schwerwiegender Verkehrsunfall mit Sachschaden  
Kategorien 5 – 7: Sonstige Sachschadenunfälle  
 
Nach Meldung der Unfallhäufungsstelle tritt die Unfallkommission, die sich aus Vertreterinnen und 
Vertretern der Stadt Köln und der Polizei zusammensetzt, zusammen und entscheidet – meistens 
unter direkter Beteiligung der Bezirksregierung Köln – über Maßnahmen, die zur Reduzierung des 
Unfallaufkommens geeignet sind. 
 
Die Unfallkommission weist vorsorglich darauf hin, dass in Köln bis zum 31.12.2017 nur Unfälle nach 
der Einjahresbetrachtung untersucht wurden. Seit dem 01.01.2018 meldet die Polizei auch Unfälle 
nach der Dreijahresbetrachtung. Bei dieser Betrachtung sind die Richtwerte für die Meldung als Un-
fallhäufung sehr niedrig angesetzt. Treten beispielsweise innerhalb eines Knotens innerhalb von drei 
Jahren fünf Unfälle auf, bei denen Radfahrende oder Zu Fuß Gehende leicht verletzt wurden, führt 
diese Zahl – unabhängig von den Ursachen oder von der Verkehrsbelastung – zur Meldung. Es ist 
also damit zu rechnen, dass die Unfallkommission Köln im nächsten Jahr eine erhebliche Zahl von 
Unfallhäufungsstellen nach der Dreijahresbetrachtung anzeigt.  
 
Im Folgenden berichtet die Verwaltung zu einzelnen Unfallhäufungsstellen: 
 
Die Einmündung Aachener Straße/Schmalbeinstraße wurde aufgrund von Unfällen gemeldet, bei 
denen Pkw-Fahrende, die aus der Schmalbeinstraße ausfuhren mit vorfahrtsberechtigten Radfahren-
den auf dem begleitenden Radweg der Aachener Straße kollidierten. In allen Fällen befuhren die

2 
 
Radfahrerinnen und Radfahrer aber den Radweg entgegen der vorgeschriebenen Fahrtrichtung und 
trugen somit auch durch ihr Verhalten zu den Unfällen bei. Die Unfallkommission beschloss, dass 
eine Stadtinformations-Anlage, die die Sicht auf den Radweg in Richtung Universitätsstraße ein-
schränkte, zu entfernen sei. Die Anlage wurde zwischenzeitlich entfernt, zusätzliche Maßnahmen zur 
Erhöhung der Verkehrssicherheit waren nicht ersichtlich.  
 
Die bereits in 2017 angekündigte Aufstellung von Schutzblinkern im Bereich des Chlodwigplatzes 
verzögerte sich  wegen der beengten Platzverhältnisse und  aufgrund der Witterung Ende 2017. Die 
Umsetzung ist bis Ende des zweiten Quartals 2018 vorgesehen. 
 
Im Kreisverkehr Deutz-Mülheimer-Straße/Messekreisel/Pfälzischer Ring war ein Großteil des erhebli-
chen Unfallgeschehens darauf zurückzuführen, dass Pkw-Fahrerinnen und –Fahrer im Kreisel ihre 
Fahrt entgegen der Signalisierung in Fahrtrichtung Wiener Platz fortsetzten und mit einfahrenden und 
signaltechnisch bevorrechtigten Verkehrsteilnehmerinnen und –teilnehmern kollidierten. Im Sommer 
2017 wurde die Lichtsignalanlage im Messekreisel auf Höhe der Tankstelle mit größeren Optiken 
ausgestattet, damit so die Erkennbarkeit verbessert wurde. Diese Änderung zog in 2017 eine Redu-
zierung des Unfallgeschehens nach sich. Die Verwaltung plant zusätzlich, die Signalisierung im Mes-
sekreisel insgesamt auf Anlagen mit LED-Optiken umzurüsten, deren Erkennbarkeit dem neusten 
Stand der Technik entspricht.  
 
Im Auffahrtbereich Deutzer Ring/Im Hasental ereigneten sich Auffahrunfälle, bei denen Pkw-
Fahrende leicht verletzt wurden. Hier untersucht die Verwaltung, ob eine Beschleunigungsspur einge-
richtet werden kann.  
 
Im Bereich des Neumarktes ereigneten sich diverse Unfälle im Ausfahrtbereich auf die Hahnenstraße. 
Bei sechs Unfällen verloren hier Pkw-Fahrende die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kollidierten mit 
einem Hindernis. Die Verwaltung prüft hier, ob die Fahrbahn noch die notwendige Griffigkeit aufweist 
und ob eine Reduzierung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit angezeigt ist.  
 
Bei dem tödlichen Verkehrsunfall im Bereich der Subbelrather Straße/Innere Kanalstraße wurde ein 
Radfahrer, der den Rechtsabbieger von der Subbelrather Straße auf die Innere Kanalstraße unmittel-
bar vor einem Lkw überqueren wollte, von dem anfahrenden Fahrzeug erfasst. Zur Verbesserung der 
Sichtbeziehungen in diesem Bereich erfolgte unmittelbar nach dem Unfall ein Grünrückschnitt, eine 
Ladezone auf der Subbelrather Straße wurde aufgehoben und durch Poller gesichert. Zur Erhöhung 
der Aufmerksamkeit der Autofahrenden wurden Radfahrerpiktogramme im Bereich der Radfahrfurt 
markiert und das Zeichen 205 (Vorfahrt achten) durch ein Zeichen 206 (Stopp) der Straßenverkehrs-
ordnung (StVO) ersetzt. Das Team des Fahrradbeauftragten plant, die Radfahrer auf der Inneren Ka-
nalstraße zukünftig – analog zu der Führung im Bereich Innere Kanalstraße/Venloer Straße – auf der 
Fahrbahn zu führen. Zusätzlich soll der frei fließende Rechtsabbieger aus der Subbelrather Straße in 
die Signalisierung mit einbezogen werden.  
 
Der tödliche Verkehrsunfall im Bereich des Konrad-Adenauer-Ufers wäre mit verkehrstechnischen 
Maßnahmen nicht zu verhindern gewesen.

Anlage 1 - BV 1 - Unfallhäufungen 2017

1045 Zeichen

Standort Stadtteil 
Verkehrs- 
unfälle der 
Kategorie      
1 - 4 
davon 
Verkehrs- 
unfälle                 
mit Fuß- 
gängern 
davon 
Verkehrs- 
unfälle mit 
Rad- 
fahrern 
Unfallfolgen 
(T - Getötet / 
SV - Schwer- 
verletzt /     LV 
- Leicht- 
verletzt 
Maßnahmen                    
sind erfolgt 
Maßnahmen 
in Vor- 
bereitung / 
werden 
geprüft 
Kreuzung 
wurde 
überprüft - 
keine 
geeigneten 
Maßnahmen 
ersichtlich 
Aachener Straße/Schmalbeinstraße Neustadt-Nord 7 0 6 1 SV, 6 LV X
Alteburger Straße/Darmstädter 
Straße/Teutoburger Straße Neustadt-Süd 3 0 3 3 LV X
Bayardsgasse/Fleischmengergasse Altstadt-Süd 5 0 5 5 LV X
Blaubach/Hohe Pforte/Mühlenbach / Waidmarkt Altstadt-Süd 3 0 2 1 SV, 3 LV X
Chlodwigplatz gesamt Neustadt-Süd 8 1 4 8 LV X
Deutzer Ring/Im Hasental Deutz 3 0 0 3 LV X
Deutz-Mülheimer- 
Straße/Messekreisel/Pfälzischer Ring Deutz 30 1 0 4 SV, 34 LV X X
Mindener Straße/Karlstraße Deutz 4 0 4 1 SV, 3 LV X
Neumarkt gesamt Altstad-Süd 16 3 5 2 SV, 12LV X
Anlage 1 Unfallhäufungsstellen 2017 im Stadtbezirk Innenstadt

Anlage 2 - BV 1 - Tödliche VU 2017

532 Zeichen

Anlage 2 
Datum Uhrzeit Bezirk Straße Beteiligung Folgen Ursache 
15.05.2017 18:25 Neustadt-Nord 
Innere Kanalstraße/Subbelrather 
Straße Lkw (44) - R (51) 1 T (51, 1 LV (44) 
Abbiegender Lkw-Fahrer überrollt R, 
der vor ihm kreuzen wollte 
21.12.2017 04:20 
Neustadt-Nord 
(Bezirk 1) Konrad-Adenauer-Ufer F (32) - Pkw (51) 1 T (32), 1 LV (51) 
F hockt auf Fahrbahn und wird von Pkw 
erfasst 
F - Fußgänger/in T - Getöte/r 
R - Radfahrer/in LV - Leichtverletzte/r 
Tödlicher Verkehrsunfälle des Jahres 2017 im Stadtbezirk Innenstadt

Beratungsverlauf (1)

19.04.2018 Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)
TOP 10.3 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

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Details

Aktenzeichen
0911/2018
Typ
Mitteilung BV
Datum
03.04.2018
Erstellt
21.03.2018 14:16