V/0257/2025
Smart City Münster: Sachstandsbericht 2025
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Anlage 2 zu V_0257_2025
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Anlage 2 zu V/0257/2025: Sachstand weitere Smart City Projekte (Stand: April 2025) Sachstand weitere Projekte der Smart City Strategie Über die geförderten sechs Fokusprojekte hinaus bei nhaltet die Smart City Strategie 36 weitere Projekt e in den Handlungsfeldern Mobilität und Verkehr, Teilhab e und Kultur, Wohnen und Leben, Energie und Umwelt, Wirtschaft und Wissenschaft sowie Management und Infrastruktur. Die Umsetzung der nachfolgenden Projekte liegt bei den jeweils fachlich verantwortlichen Ämtern bzw. Orga- nisationen im Stadtkonzern Eine ausführliche Darstellung zum Sachstand der Pro jekte ist im Kontext der nächsten Berichterstattung und Zwischenevaluierung vorgesehen (vgl. Vorlage Punkt 3). bereits abgeschlossene bzw. dauerhaft in Anwendung befindliche Projekte 1.1.a: Digitale Energieberatung und Unterstützungs tools OB/Stab Klima 1.2.a: Starkregengefahrenkarten 66.4 1.2.b: Stadtklimaanalyse für Münster OB/Stab Klima , 67, 62 1.3.a: Haus der Nachhaltigkeit 67 2.1.a: Reallabor Nieberding SWMS, III/3 2.2.a: movis – Einführung einer Mobilitätsplattfor m SWMS 2.3.a: Umweltbewusste Mikromobilität 62, 32 3.2.a: Matching in der ambulanten Pflege 50 3.3.a: Glas? Klar! – Ein Glas-Mehrwegsystem für Mü nster OB/Stab Klima, awm 3.3.b: KomMonitor - Sozialplanung / Datenbank Quar tiere 62 4.1.a: Digitalisierung im Ehrenamt FWA 4.2.a: Jugend hackt in Münster 40/Stab Bildung 4.3.a: Explore Münster – Dein Stadtrundgang MM 5.1.a: Digital Guide Münsterland WFM 5.2.a: Stadtkonzern meets MÜNSTERHACK III/3 5.2.b: Etablierung einer Bündelungsstelle für Wass erstoff-Aktivitäten TFM 5.3.a: Allianz Smart City III/3 6.2.a: Digitale Beteiligung von Bürger*innen über Beteiligung.NRW III/3, 61, MM 6.3.a: Digitale Identität mit dem City.Pass SWMS aktuelle bzw. teilweise in der Entwicklung befindliche Projekte 1.1.b: Digitalisierung der Versorgung SWMS 1.3.b: Münster schenkt (smart) aus 67 2.2.b: Digitalisierung der ÖPNV-Hochleistungsachse Weseler Straße 66 2.3.b: Velorouten & Adaptive Beleuchtung 66 3.1.a: Oxford & York real und digital erfahren III /2 3.1.b: Pilotprojekte zur Verbrauchsvisualisierung SWMS, W+S 4.2.b: Informationen zur Barrierefreiheit in Münst er weiterentwickeln 50 4.3.b: Nachhaltiges und smartes Stadion an der Ham mer Straße Stab Stadion Stab Stadion 5.1.b: Umsetzung des Standortentwicklungskonzepts Münster 2030+ 61 5.3.b: Urbanes Wissensquartier an der Busso-Peus-S traße 61 6.1.a: Weiterentwicklung des Open Data-Portal und Erarbeitung Datenstrategie III/3, 62, citeq 6.2.b: Einsatz einer Baustellenkoordinationssoftwa re 66 6.3.b: Green IT in den Rechenzentren der Stadt Mün ster citeq in Vorbereitung, aber noch nicht begonnene Projekte 2.1.b: Laternenladen SWMS 3.2.b: Trinkwasserbrunnen – Ausbau und digitale Ve rnetzung 67 4.1.b: Digitallabor Münster als regionales Zentrum für Bildung 40/Stab Bildung 6.1.b: Datenethikbeirat III/3, citeq
Berichtsvorlage
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V/0257/2025 V/0257/2025 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Smart City Münster: Sachstandsbericht 2025 Beratungsfolge 18.06.2025 Ausschuss für Verkehr und Mobilität Bericht 18.06.2025 Betriebsausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht 24.06.2025 Ausschuss für Umweltschutz, Klimaschutz und Bauwesen Bericht 24.06.2025 Ausschuss für Personal, Digitalisierung, Organisation, Sicherheit und Ordnung Bericht 25.06.2025 Betriebsausschuss Münster Marketing Bericht 26.06.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht Bericht: Die Stadt Münster ist seit Ende 2021 Teil des Förderprogramms „Modellprojekte Smart Cities“ (MPSC) des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Ziel des Förderprogramms ist es, Städte bei der Entwicklung kommunaler, fachübergreifender und raumbezo- gener Smart City Strategien und deren Umsetzung zu unterstützen. Münster ist eine von bundesweit 73 Modellkommunen, die modellhaft sog. Fokusprojekte als digitale Lösungen, Angebote und Ansät- ze im Sinne einer nachhaltigen und integrierten Stadtentwicklung entwickeln. Mit dem Ratsbeschluss V/0243/2023 wurde die Verwaltung mit der Umsetzung von sechs Fokuspro- jekten beauftragt, die im Rahmen der Smart City Strategie 1.0 erarbeitet und durch das Förderpro- gramm bis Mitte 2027 gefördert werden. Der vorliegende Bericht gibt einen Überblick über den Stand der Fokusprojekte, informiert über weitere aktuelle Entwicklungen und gibt eine Zusammenschau über bisherige Erkenntnisse aus dem Förderprogramm. 1. Startpunkt und bisherige Wegmarken der Smart City Münster Seit Herbst 2019 übernimmt die Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft die federführende Koordination und Kommunikation von Projekten und Maßnahmen der digitalen Stadtentwicklung innerhalb des Stadtkonzerns Münster. Zentrale Aufgabe der Stabsstelle ist es, Digi- talisierung als wichtigen Teil der Stadtentwicklung voranzutreiben, um einen Beitrag zur Umsetzung der Ziele des Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes ISEK 2030 und weiteren übergeordneten Stra- tegien wie der Nachhaltigkeitsstrategie 2030 zu leisten. Dezernat III/Smart City Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Dr. Wolf Telefon: 492-7074 w olf@stadt-muenster.de - 2 - V/0257/2025 Während sich die Verwaltungsdigitalisierung vorrangig auf Prozesse und Produkte nach innen und auf digitale Serviceangebote der Verwaltung richtet, dienen Smart City Projekte einer integrierten und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung. Adressiert werden Maßnahmen in den Bereichen Mobilität und Verkehr, Teilhabe und Kultur, Wohnen und Leben, Energie und Umwelt, Wirtschaft und Wissen- schaft sowie Management und Infrastruktur. Die citeq, als städtischer IT -Dienstleister verantwortlich für die Verwaltungsdigitalisierung, und die Stabsstelle Smart City arbeiten an relevanten Schnittstellen eng zusammen, etwa im Kontext des Open-Data-Portals, dem in der Beteiligungsplattform integrierten Mängelmelder oder bei der Entwick- lung einer Urbanen Datenplattform. Abb. 1: Übersicht zu Themenfeldern und Schnittmengen in den Bereichen Smart City und Verwaltungsdigitalisierung Wegmarken der Smart City Münster Nach Einrichtung der Stabsstelle, dem schrittweisen Aufbau d es Teams und der Erarbeitung einer Beta-Version der Smart City Strategie wurden in einer ersten Pionier- und Initiierungsphase (2019- 2020) gemeinsam mit vielfältigen Partnern aus dem Konzern Stadt Projekte verschiedener Größen- ordnungen konzipiert, vorbereitet und umgesetzt. Dazu zählen beispielsweise die stadtweite Thermo- grafiebefliegung, das Aaseemonitoring zur Überwachung der Wasserqualität, das Smart City Dash- board, die Pilotierung des Grüne -Welle-Assistenten Leezenflow, das Smart City Reallabor Nieber- dingstraße sowie das Webforum „Beteiligung digitaler denken“. Diese Quick-Win-Maßnahmen haben geholfen, Mehrwerte und Nutzen der Digitalisierung für die Stadtentwicklung schneller sichtbar zu machen und so den Begriff Smart City besser vermitteln zu können. Auch haben die Maßnahmen zu einer Vernetzung der in Münster relevanten Stakeholder im Stadtkonzern sowie mit Wissenschaft und Wirtschaft beigetragen. In einer darauffolgenden Konzept- und Differenzierungsphase (2021-2022) hat sich die Stadt Münster im Ja hr 2021 mit Hilfe der Stabsstelle erfolgreich am Fördercall „Modellprojekte Smart Cities“ des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen beteiligt und bis zu 6,7 Millionen Euro Fördermittel eingeworben. Mit dem Rückenwird durch die Förderzusage des Bundes konnte die Entwicklung der Smart City Strategie 1.0 begonnen sowie die Umsetzung der sogenannten Starter- projekte im Rahmen der Strategiephase angestoßen werden. Zu diesen Projekten gehörten bei- spielsweise die Weiterentwicklung des Grüne-Welle-Assistenten Leezenflow, der Jugendhackathon „Hack your City“ und die Entwicklung des Klimadashboards zur Visualisierung des aktuellen Grades der Zielerreichung auf dem Weg zur Klimaneutralität (vgl. V/0012/2023). Darüber hinaus war die Stabsstelle Smart City fachlich und kommunikativ eng eingebunden im Projekt „Starkregengefahren- karten für Münster – Gemeinsam stark gegen Starkregen“. - 3 - V/0257/2025 Abb. 2: Bisherige Wegmarken der Smart City Münster In der aktuell seit Herbst 2023 laufenden Fokus- und Umsetzungsphase werden in den sechs Hand- lungsfeldern der Smart City Strategie innovative und zukunftsweisende Maßnahmen entwickelt, die die Entwicklung zu einer lebenswerten, nachhaltigen und resilienten Stadt vorantreiben sollen. Personell arbeitet die Stabsstelle als Querschnittseinheit zur Koordinierung und Kommunikation der Projekte aktuell (April 2024) mit 2,0 Vollzeitäquivalenten (VZÄ). Im Berichtszeitraum verfügte die Stabsstelle im Durchschnitt über ca. 2,8 Vollzeitäquivalente. Aufgrund von Stellenwechseln und damit verbundenen Stellenvakanzen sowie infolge elternzeitbedingter Stundenreduzierungen sind derzeit ca. 2,2 VZÄ nicht besetzt. 2. Sachstand Smart City Fokusprojekte Die sechs Fokusprojekte Urbanes Wasser, Velo Wave, Stadt Temperatur, Urbane Datenplattform, Abfallfreie Quartiere und Stadt Labor befinden sich aktuell in der Umsetzung. Nachfolgend sowie in der Anlage 1 werden die aktuellen Entwicklungen der Projekte beschrieben. Ergänzend zu den in der Tabelle dargelegten Sachständen erfolgt eine mündliche Berichterstattung zu den Projekten in den jeweiligen Fachausschüssen. Der Umsetzungsbeschluss für die Smart City Strategie und die Fokusprojekte wurde im September 2023 gefasst. Im Nachgang wurde die Smart City Strategie mitsamt den Projekten zur Prüfung durch den Fördermittelgeber eingereicht. Mit Nachricht vom 17. Oktober 2023 wurde die Strategie als för- derfähig bewertet, was den tatsächlichen operativen Start der Umsetzungsphase markiert. Anschließend startete das Procedere zur Besetzung der Projektstellen in den jeweiligen Fachämtern. Die Stellenbesetzungen erfolgten zwischen April 2024 und September 2024. Eine Projektstelle konnte erst zum 01.03.2025 besetzt werden. In der Folge konnte die konkrete fachliche Arbeit an einem Pro- jekt erst verspätet aufgenommen werden. Aktuell ist die Entwicklung der Projekte auf einem guten Weg. Gleichwohl haben sich Abweichungen vom ursprünglichen Zeitplan daraus ergeben, dass für die Projekte in der Regel zunächst umfangrei- che Vergabeverfahren erforderlich sind. Die Projektcharakteristika erfordern Ausschreibungen, die oft - 4 - V/0257/2025 eine höhere, für Kommunen ungewohnte Komplexität mit sich bringen, so dass beispielsweis e Me- thoden der innovativen Beschaffung (z.B. Innovationspartnerschaft) genutzt werden und in einem Fall eine Vergabe in kommunaler Entwicklungsgemeinschaft von sieben geförderten MPSC -Kommunen erfolgt. Das Open -Source-Gebot des MPSC-Förderprogramms führt in einigen Fällen zudem dazu, dass IT-Dienstleister nur erschwert gefunden werden können. Insgesamt ist darauf hinzuweisen, dass die Bezeichnung „Modellprojekte“ für das Förderprogramm und die geförderten Kommunen seinerzeit bewusst gewählt wurde. Daraus ergeben sich neue Möglichkeiten, wie die Offenheit für Innovationen, jedoch auch Herausforderungen aufgrund fehlender Blaupausen beispielsweise auch in der Vergabe. Um die vorgenannten zeitlichen Abweichungen zu kompensieren und die Projekte erfolgreich umset- zen zu können, wurde im Januar 2025 durch die Stabsstelle Smart City ein Antrag auf kostenneutrale Verlängerung des Förderzeitraums um sechs Monate bis Mitte 2027 gestellt. Dieser einmalig mögli- che Antrag wurde Ende März 2025 vom Fördermittelgeber genehm igt. Unter Berücksichtigung der sechsmonatigen Verlängerung sind die Projektfortschritte somit weit überwiegend wieder als planmä- ßig zu bilanzieren. 3. Sachstand Smart City Strategie, Datenstrategie und weitere Smart City Projekte Die mit der Vorlage V/0243/2023 beschlossene Smart City Strategie soll helfen, die Ziele einer inte- grierten und nachhaltigen Stadtentwicklung zu erreichen. Der Ratsbeschluss zur Smart City Strategie sowie die positive Prüfung durch den Fördermittelgeber waren Voraussetzung für eine Inans pruch- nahme der Zuschussfinanzierung für die Umsetzungsphase (2023-2027). Angesichts der Dynamik von Digitalisierung, Klimakrise sowie weiteren stadtentwicklungspolitischen Herausforderungen wurde in der Strategie eine Fortschreibung und Versionierung in regelmäßigen Abständen empfohlen. Konkret wurde vorgeschlagen, die Version 1.0 in einem zweijährlichen Zyklus hinsichtlich ihrer Wirksamkeit zu evaluieren und bedarfsgerecht anzupassen. Dementsprechend stünde eine Evaluation frühestens ab Herbst 2025, aufg rund der zuvor dargestellten Abweichungen vom ursprünglichen Zeitplan etwa ab Frühjahr 2026 an. Ein aktueller Blick in die Praxis des MPSC-Förderprogramms zeigt zudem, dass es bisher erst sehr wenige Kommunen gibt, die ihre erste Strategieversion evaluie rt und projektbezogene Key Perfor- mance Indicators fortgeschrieben haben. Vor diesem Hintergrund hat die Koordinierungs- und Trans- ferstelle (KTS) des MPSC -Förderprogramms eine eigene Arbeitsgruppe „Monitoring und Wirkungs- messung“ eingerichtet, die sich mit Monitoring und Evaluation von Smart-City-Maßnahmen befasst. Ziel der Arbeitsgruppe ist es, eine Handreichung zum Thema „Wirkungsorientierung“ mit qualitativen und quantitativen Indikatoren und Methoden zu erarbeiten. Sobald diese Handreichung vorliegt, kann sie auch in Münster für die o.g. Evaluation der Strategie und ggf. auch für eine idealerweise dann standardisierte Weiterentwicklung von Key Performance Indicators genutzt werden. Sachstand Datenstrategie Die Smart City Strategie sieht vor, dass anknüp fend an das Fokusprojekt Urbane Datenplattform (vormals NICO) ein Prozess zur Entwicklung einer kommunalen Datenstrategie initiiert werden soll. Das „Datameter“ des Deutschen Städtetags – ein Reifegradtool für Kommunen zum souveränen Um- gang mit Daten – weist explizit darauf hin, dass die Etablierung einer ganzheitlichen Datenstrategie als konstitutives und unabdingbares Element kommunaler Transformationsprozesse zu betrachten ist. Ziel einer Datenstrategie ist das Erstellen von kommunalen Leitlinien und Han dlungsempfehlungen, um Daten zielorientiert nutzen, Datenkompetenzen aufbauen und weiterentwickeln sowie mit Daten werteorientiert umgehen zu können. Erste Eckpunkte dazu wurden bereits in der Smart City Strategie formuliert. Die konkrete Erarbeitung der Datenstrategie erfolgt seit Februar 2025 durch die Abteilungen Geoin- formation (Vermessungs- und Katasteramt), Statistikdienststelle (Stadtplanungsamt), Open Data (ci- teq), die Stabsstelle Smart City sowie perspektivisch auch mit der Abteilung KI & Smart Ci ty der Stadtwerke Münster. Aufgrund ihrer übergeordneten Bedeutung ist die Entwicklung der Datenstrate- - 5 - V/0257/2025 gie nicht ausschließlich dem Projekt Urbane Datenplattform zuzuordnen. Vielmehr ist sie als eigen- ständiger strategischer Handlungsstrang mit übergreifender Wirkung zu betrachten und soll folglich im Sinne eines projektbezogenen Spin-offs weiterverfolgt und institutionell verstetigt werden. Sachstand weitere Smart City Projekte Über die vorgenannten geförderten sechs Fokusprojekte hinaus beinhaltet die Smart City Strategie 36 weitere Projekte in den Projektarten „ Projekte auf dem Weg “ (Maßnahmen und Aktivitäten, die sich schon in der Umsetzung befinden oder deren Umsetzung kurz bevorsteht) sowie „Projekte am Hori- zont“ ( Maßnahmen und Aktivitäten, deren Umsetzung in der Regel noch nicht gestartet ist ). Diese weiteren Projekte vervollständigen die Zielbilder in den sechs Handlungsfelder n der Strategie. Das Abbilden vollständiger Zielbilder war Voraussetzung für die Genehmigung der Smart City Strategie. Anlage 2 gibt einen Überblick über den Umsetzungsstand der Projekte. Die Umsetzung dieser Pro- jekte übernehmen die jeweiligen fachlich verantwortlichen Ämter bzw. die jeweils fachverantwortli- chen Organisationen im Stadtkonzern. Die Stabsstelle Smart City berät und begleitet die Projekte und bindet sie in die Gesamtkommunikation zur Smart City Münster ein. Sachstand zusätzliches Fokusprojekt Digitales Parkraummanagement Mit dem Ratsbeschluss V/0243/2023 wurde die Verwaltung über die o.g. Fokusprojekte hinaus beauf- tragt, einen Maßnahmensteckbrief für ein zusätzliches Fokusprojekt „Digitales Parkraummanage- ment“ mit einem räumlichen Schwerpunkt Königsstraße/Münster -Arkaden zu erarbeiten. Unterlagen für eine Maßnahme „Digitale Lösungen zur Steigerung der Aufenthaltsqualität und zur Attraktivierung des Rad - und Fußverkehrs sowie der Barrierefreiheit entlang der Königsstraße“ wurden am 07.03.2024 beim Fördermittelgeber eingereicht. Der Maßnahmensteckbrief wurden von der Koordi- nierungs- und Transferstelle (KTS) entsprechend den Kriterien des Merkblattes umfassend geprüft und mit Nachricht vom 21.03.2024 als nicht förderfähig bewertet. Zwischenzeitlich konnte jedoch auch ohne För derung durch das Amt für Mobilität und Tiefbau eine Lösung gefunden und umgesetzt werden, die die Zufahrt zur Königsstraße zum Parkhaus Münster - Arkaden neu regelt und aktuell als Erprobung in Betrieb genommen ist. Hierfür wurden, wie im Aus- schuss für Verke hr und Mobilität im November 2024 vorgestellt, Anfang März 2025 fünf digitale An- zeigen aufgestellt, die frühzeitig Hinweise auf die Auslastung des Arkaden -Parkhauses geben und alternative Parkhäuser mit freien Kapazitäten empfehlen. Ziel der Maßnahme ist es, dass die Aufent- haltsqualität in der Königsstraße durch die neue Regelung steigt und Autofahrerinnen und Autofahrer für einen innenstadtnahen Parkplatz dort nicht mehr im Stau stehen müssen. Sachstand Digitale Öffentlichkeitsbeteiligung Bereits in der o.g. Initiierungsphase der Stabsstelle Smart City wurde frühzeitig ein Fokus auf das Handlungsfeld Teilhabe und hier insbesondere auf die Beteiligung der Stadtgesellschaft und den Ein- satz digitaler Partizipationsmethoden in der Stadtentwicklung gelenkt. Dementsprechend ist die Auf- gabe, Münster noch besser online zugänglich zu machen sowie umfassende und niedrigschwellige Online-Beteiligung zu ermöglichen, Teil der Smart City Strategie und Bestandteil des Fokusprojektes Stadt Labor. Die Aktivitäten zur Entwicklung und Stärkung einer digitalen Öffentlichkeitsbeteiligung knüpfen insbe- sondere an den Beschluss zur Vorlage V/0553/2021 „Mitgestaltende Öffentlichkeitsbeteiligung stär- ken – digitale Beteiligungsinstrumente ausbauen“ an, mit dem der Rat die Verwaltung beauftragte, die Möglichkeiten der analogen und digitalen Öffentlichkeitsbeteiligung systematisch weiter auszubauen und die Informationsseiten der Stadt Münster zu einem Partizipationsportal weiterzuentwickeln, in dem sämtliche Informationen zu Beteiligun gsmöglichkeiten, aktuellen Beteiligungsprojekten und Be- teiligungsveranstaltungen sowie zukünftigen Beteiligungsangeboten der Stadt Münster gebündelt werden. - 6 - V/0257/2025 Hierzu wurde – nach einem umfassenden Prüfprozess – in einem ersten Schritt die vom Land NRW angebotene Plattform „Beteiligung NRW“ zunächst in einer Testphase ab Sommer 2022 und dann dauerhaft ab Sommer 2023 für Münster aufbereitet und bereitgestellt (vgl. V/0183/2024). Das Ange- bot wurde verwaltungsweit als Standardplattform für digitale Öffentlichkeitsbeteiligung eingeführt und hat sich mittlerweile als nutzerfreundliche Applikation etabliert. Der Mängelmelder als stark nachge- fragtes Angebot zeigt, dass die Anwendungserfahrung auch seitens der Bürger*innen weitgehend problemlos ist. In einem zweiten Schritt wurde die zweckmäßig gestaltete Plattform „Beteiligung NRW“ um eine at- traktive Informationsseite („Landingpage“) zum Thema Öffentlichkeitsbeteiligung im städtischen Inter- netangebot ergänzt. Mitte April 2025 ist diese Internetseite live gegangen und unter der URL www.stadt-muenster.de/beteiligung verfügbar. Öffentlichkeitsbeteiligung hat in Münster damit nun eine zentrale Adresse und stellt sowohl aktuelle als auch dauerhafte Beteiligungsangebote übersicht- lich dar. Abb. 3: Internetseite (Beteiligungsportal) www.stadt -muenster.de/beteiligung zu Angeboten der Öffentlichkeitsbeteiligung Das Internetangebot bündelt relevante Informationen zum Thema Beteiligung für Einwohnerinnen und Einwohner, Initiativen, Vereine und Unternehmen. Es stellt grundlegende Informationen und Hinter- gründe zu Beteiligungsrechten, zum Qualitätsanspruch und Selbstverständnis einer systematischen und auch inklusiven Beteiligung für die Stadt Münster bereit. Zudem verweist es auf verschiedene (dauerhafte) Engagement -Möglichkeiten. Die redaktionelle Betreuung des Internetangebotes über- nimmt ein neu formiertes Beteiligungsteam mit Mitarbeiter*innen aus der Stabsstelle Smart City, dem Amt für Mobilität und Tiefbau, dem Stadtplanungsamt und von Münster Marketing. Die o.g. Plattform Beteiligung NRW und der Mängelmelder wurden auf der neuen Infoseite an zentra- ler Stelle integriert. Das Angebot soll evaluiert und schrittweise ausgebaut werden. Ziel ist es, die Plattform so weiterzuentwickeln, dass Beteiligungse rgebnisse und der Umgang damit bzw. deren Umsetzung nachvollziehbar und transparent gemacht werden können. - 7 - V/0257/2025 4. Sachstand Kommunikation sowie Vernetzung und Wissenstransfer Mit dem Ratsbeschluss V/0243/2023 wurde die Verwaltung beauftragt, die Kommunikation zu Smart City Projekten zu verstetigen, um über geeignete Kommunikationsansprachen und -formate die Mehrwerte und den Nutzen von entsprechenden digitalen Anwendungen weiter in die Stadtgesell- schaft zu transportieren. Die Erfahrungen in Münster und auch aus anderen geförderten Modellkommunen zeigen, dass Smart City Projekte für viele Beteiligte in Verwaltung und Öffentlichkeit häufig abstrakt erscheinen, weil es zum einen Maßnahmen mit unmittelbarem und r elativ einfach zu erfassendem Nutzen gibt (z.B. Thermografiebefliegung, Starkregengefahrenkarte, Klimadashboard, Leezenflow). Zum anderen gibt es Smart City Projekte mit mittelbar direktem Nutzen für Bürgerinnen und Bürger (z.B. Urbane Daten- plattform, Klimamessstationsnetzwerk im Projekt Stadt Temperatur, Digitaler Wasserzwilling im Pro- jekt Urbanes Wasser), für die ein erhöhter Erklärungsaufwand nötig ist, um deren Ziele und Wirkun- gen zu erläutern. Die Stabsstelle Smart City hat sowohl eigene als auch bes tehende Veranstaltungsformate genutzt, um die Projekte an der Schnittstelle von Stadtentwicklung und Digitalisierung verständlich und an- schaulich zu machen. Dazu zählten im Berichtszeitraum der Open Data Day 2024 im Haus der Nach- haltigkeit, die Jugendhackathons „Hack your City“ im Digitallabor in den Jahren 2024 und 2025 sowie die Unterstützung des jährlichen Münsterhacks. Im Rahmen des Stadtforums „Lokale Demokratie stärken“ im Juni 2024 erfolgte durch die Stabsstelle Smart City die Vorstellung und Diskussion der digitalen Beteiligungsplattform Beteiligung NRW sowie erstmalig die Präsentation der seinerzeit im Aufbau befindlichen o.g. zentralen Internetseite zur Öf- fentlichkeitsbeteiligung (Beteiligungsportal). Abb. 4: Veranstaltung „Smart and the City“ am 11.01.2025 in der Stadtbücherei (Fotos: Stadtbücherei Münster/Erik Hinz) Mit Hilfe des eigenen Veranstaltungsformates „Smart and the City“ wurden im Januar 2025 in der Stadtbücherei gut 20 Projekte rund um das Thema „Digitale Stadt“ präsentiert. Das Programm der Gemeinschaftsveranstaltung der Stadt Münster, FH Münster, Universität Münster und der Stadtbü- cherei umfasste Mitmachaktionen und Workshops sowie Beiträge weiterer städtischer Ämter oder etwa der Caritas und Diakonie. Mit dem Format wurden im R ahmen der Tagesveranstaltung insge- samt ca. 800 Besucher*innen erreicht. - 8 - V/0257/2025 Zum Zwecke einer anschaulichen Kommunikation wurden zudem sogenannten Key Visuals für die einzelnen Fokusprojekte sowie ein einseitiger Projektflyer entwickelt. Darüber hinaus kommun iziert die Stabsstelle Neuigkeiten über die eigene Internetseite und einen LinkedIn-Kanal. Vernetzung und Wissenstransfer Besonderer Stellenwert wird vom Fördergeber auf den interkommunalen Austausch im Rahmen des MPSC-Förderprogramms gelegt. Ziel der Mo dellprojekte soll es sein, nachnutzbare Projekte umzu- setzen und Erfahrungswerte zu generieren, um zugleich Mehrwerte für nicht geförderte Kommunen schaffen zu können. Die Stadt Münster beteiligt sich daher rege an vom Fördergeber initiierten Aus- tauschformaten. Darüber hinaus werden Erfahrungen aus den umgesetzten Projekten mit anderen Kommunen geteilt und auf Fachkongressen präsentiert. Die Teilnahme an regionalen und überregio- nalen Smart City Veranstaltungen bietet die Möglichkeit, sich mit anderen Smart C ity Akteur*innen auszutauschen, voneinander zu lernen und sich zu vernetzen. Besondere Veranstaltungen im Berichtszeitraum waren die Kongresse der Modellprojekte Smart Ci- ties in Hamburg, Mannheim und Köln sowie die Regionalkonferenzen in Gelsenkirchen, Iserlohn und Osnabrück. Sowohl im Jahr 2023 als auch im Jahr 2024 wurde die Stadt Münster seitens des BMWSB und des MHKDB NRW ( Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung) an- gefragt, Maßnahmen und Erfahrungen auf der Smart Country Convention (SCCON) in Berlin vorzu- stellen (Projekte Leezenflow, Klimadashboard, Stadt Temperatur). Abb. 5: Austausch, Vernetzung und Vorstellung von Smart City Projekten am Stand des Ministerium s für Heimat, Kommuna- les, Bau und Digitalisierung (MHKBD) des Landes NRW auf der Smart Country Convention (SCCON) 2024 in Berlin (Fotos : MHKBD NRW) Auch bei weiteren Veranstaltungen oder Besuchen von Fachdelegationen aus anderen Städten oder EU-Projekten werden die Kolleg:innen der Stabsstelle und der beteiligten Ämter un d Einrichtungen immer wieder für Impulse und einen Erfahrungsaustausch angefragt. Beispielhaft genannt seien Fachvorträge auf dem Nachhaltigkeitstag der Universität Münster 2024, Workshops und Veranstal- tungen im Rahmen des EU -Projektes HOOP, Besuch einer U S-Delegation aus Minnesota (Projekt Abfallfreie Quartiere), GDI Forum NRW 2024, Veranstaltung Twins4NRW des Landes NRW (Projekt Stadt Temperatur), CIVI/CON Kongress für digitale Daseinsvorsorge 2024, E-World 2025 (Projekt Urbane Datenplattform) sowie Difu -Austausch zu strukturierter Öffentlichkeitsbeteiligung 2024 (Pro- jekt Stadt Labor/Digitale Beteiligungsplattform). - 9 - V/0257/2025 5. Bisherige Erkenntnisse aus den Smart City Aktivitäten und dem MPSC-Förderprogramm Aktuell besteht die Stabsstelle Smart City seit gut fünf Jahren. Im Rahmen des MPSC Förderpro- gramms ist Stand Frühjahr 2025 etwa ein Drittel der vorgenannten sog. Fokus- und Umsetzungspha- se absolviert. Vor diesem Hintergrund kann konstatiert werden, dass Smart City Lösungen eine hohe inhaltliche Relevanz für die Stadtentwicklung in Münster haben, die Erfolge der bisherigen Aktivitäten anerkannt werden und die Dynamik der Digitalisierung mit sich bringt, dass Struktur und Organisation zur weiteren Etablierung der Smart City Münster immer wieder auch aktuellen Gegebenheiten anzu- passen sind. 1. Smart City Lösungen haben hohe inhaltliche Relevanz für die Stadtentwicklung Die bisherigen Erfahrungen zeigen, dass Smart City Projekte sowohl unmittelbare als auch mittelbare Mehrwerte für die Stadtentwicklung mit sich bringen. Auch in Zukunft werden Smart City Maßnahmen wichtige Beiträge für eine integrierte und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung liefern. Anwen- dungsbereiche für die Stadtentw icklung werden sich aufgrund ihrer rasanten Entwicklung gerade auch durch Künstliche Intelligenz ergeben. So werden zum Beispiel automatisierte Analysen das Mo- nitoring von Infrastrukturen erleichtern und digitale Zwillinge dazu beitragen können, die Fähigkeit zur Planung und Reaktion auf klimainduzierte Ereignisse zu verbessern. Jüngste Strategieprozesse wie etwa die Standortentwicklungsstrategie 2030+ für den Wirtschafts- standort Münster (V/0769/2024) oder die Tourismus- und Kongress-Strategie machen deutlich, dass es auch für diese Bereiche wichtig ist, die Potenziale der Digitalisierung zu nutzen. Darüber hinaus können, so die Erfahrung aus dem Stadtforum im Juni 2024, gute d igitale Angebote für Öffentlich- keitsbeteiligung zu einer Stärkung der Lokalen Demokratie beitragen. Überdies müssen Kommunen auf ihrem Weg zur Smart City künftig verstärkt ein besonderes Augen- merk auf kritische Infrastrukturen legen und Maßnahmen für die Cybersicherheit ergreifen. Hierauf können Kommunen flexibel reagieren, indem sie Anpassungen und Erweiterungen in ihren Vorhaben vornehmen können. Das Projekt Velo Wave öffnet Zugänge zu diesem Thema. Dadurch wird der ler- nende Charakter des Förderprogramms zu einem Vorteil der geförderten MPSC Kommunen. Smart City Themen werden sic h aufgrund der schnellen technischen Entwicklungen immer weiter- entwickeln, so dass immer wieder auch Neuorientierungen und Priorisierungen erforderlich werden. Eine eigenständige Bearbeitung und Steuerung von digitalen Lösungen aus der Perspektive der Stadtentwicklung und entsprechende Kommunikation sind dabei unabdingbar. 2. Smart City Projekte sind komplex und zeitintensiv und brauchen Zeit Die o.g. Quick -Win-Maßnahmen aus der Pionier- und Initiierungsphase haben geholfen, Mehrwerte und Nutzen der Digitalisierung für die Stadtentwicklung schnell sichtbar zu machen. Für Münster wie für andere MPSC-Kommune gilt, dass mit diesen vergleichsweise kleineren Projekten aus der ersten Schwungphase hohe Erwartungen an schnelle und konkrete Ergebnisse geknüpft wurden. Für die deutlich komplexeren Projekte der Fokus- und Umsetzungsphase zeigt sich jedoch, dass öf- fentliche Vergaben und Kooperationen aufwändig und zeitintensiv sind, so dass diese hohen Aufwän- de für externe Akteure nur ansatzweise oder gar nicht sichtbar sind und die unmittelbaren Nutzen der Projekte erst später erkennbar werden. Außerdem zeigt eine Zwischenevaluation des MPSC-Förderprogramms, dass sich die Annahme, die MPSC Kommunen der dritten Staffel könnten auf das Wissen der MPSC Kommunen der vorherigen Staffeln zurückgreifen und von ihnen lernen, damit Projekte schneller umgesetzt werden, als nicht zutreffend erwies. Insofern wird klar, dass auch die Umsetzung von Smart City Projekten ihre Zeit benötigen, gerade auch vor dem Hintergrund wichti ger Themen wir Datenschutz, Datensicherheit oder der Standardisierung von Schnittstellen. - 10 - V/0257/2025 3. Erfolge der bisherigen Aktivitäten werden anerkannt Wie dargelegt, sind Smart City Projekte insbesondere zu Beginn der Umsetzung für viele Beteiligte in Verwaltung und Kommunalgesellschaft häufig noch abstrakt. Mehrwerte sind zum Teil nicht unmittel- bar sichtbar, sodass ein hoher Erklärungsaufwand nötig ist, um Ziele und Vorhaben zu erläutern. Gleichwohl lässt sich feststellen, dass die bisher angestoßenen und in Umsetzung befindlichen Smart City Projekte in Münster mittlerweile hohe Aufmerksamkeit und Anerkennung gefunden haben. Für Bürgerinnen und Bürger haben insbesondere die Projekte Thermografiebefliegung und Starkregenge- fahrenkarten einen hohen unmittelbare n Nutzen gebracht, was sich in der Nutzung der jeweiligen Angebote und auch der immer noch eingehenden Nachfragen widerspiegelt. Diese Projekte sowie auch viele weitere Projekte wie das Klimadashboard oder der Leezenflow finden auch in der Fachwelt und bei anderen Kommunen hohe Aufmerksamkeit und Anfragen mit dem Ziel der Nach - und Wei- ternutzung. So ist zum Beispiel das Klimadashboard durch die Stadt Aschaffenburg aufgegriffen und adaptiert worden, und in Solingen wird zurzeit eine Rest -Rot-Anzeige für Fußgänger pilotiert, die auf dem Leezenflow aufbaut und dessen Open Source Software nutzt. Nicht zuletzt zeigt auch eine nähere Analyse des bundesweiten bitkom Smart City Indexes, dass Münster in vielen Bereichen gute digitale Lösungen für die Stadtentwicklu ng und für Services der Stadtverwaltung bereithält. Insgesamt ist die Stadt seit mehreren Jahren stabil und solide im oberen Drittel des Rankings etabliert. Im Gesamtranking 2024 belegte Münster unter den 20 NRW Kommu- nen Platz 4 und bundesweit Platz 16. Münster im bitkom Smart City Index 2019-2024 (bundesweit) Jahr Platzierung (von 82) Punkte (von 100) Punktabstand auf Platz 10 2019 27 52,6 8,5 2020 14 63,4 2,3 2021 13 65,6 3,5 2022 18 72,5 2,8 2023 30 69,9 6,7 2024 16 78,3 1,5 Abb. 6: Platzierungen der Stadt Münster im bundesweiten Smart City Index 2019-2024 Damit steht Münster ähnlich gut da wie vergleichbare Städte wie etwa Heidelberg, Karlsruhe und Os- nabrück. Hinzuweisen ist dabei zum einen darauf, dass die Punktabstände zu den Spi tzenplätzen tendenziell immer geringer werden. Zum anderen zeigen sich für eine ganze Reihe von Einzelindika- toren sehr hohe Punktzahlen etwa für den Funktionsumfang des Geoportals, des Open Data Portals oder in den Bereichen Umweltmonitoring und Öffentlichkeitsbeteiligung. 4. Verstetigung der Smart City braucht weiterentwickelte Struktur und Organisation Wie dargelegt, werden in der aktuell seit 2023 laufenden Fokus- und Umsetzungsphase weitere inno- vative und zukunftsweisende Maßnahmen im Rahmen des MPSC -Förderprogramms realisiert. Für Münster wie auch für andere Kommunen gilt, dass die Anforderungen an Smart City Teams dabei vielfältig und komplex sind. Sie reichen von belastbaren Kenntnissen des agilen (Multi - )Projektmanagements über Kommunikationsfähigkeit, Veränderungsmanagement bis hin zu Daten - Know-how und technischen Kompetenzen. Das macht ein gutes Zusammenspiel im Team sowie mit weiteren Ämtern und Einrichtungen im Stadtkonzern erforderlich. Nach der mittlerweile grundsätzlichen Einführung und Et ablierung des Themas und der fachlichen Kompetenzen gilt es mit Blick auf die weitere Verstetigung, frühzeitig entsprechende Weichen zu stel- len. Die bisherige Breite in der Ausrichtung und Tätigkeit der Stabsstelle Smart City soll in einem nächsten Schritt enger zugeschnitten und fokussiert werden. Dabei wird weiterhin differenziert zwi- - 11 - V/0257/2025 schen der Digitalisierung der Stadtverwaltung, die von der Citeq und dem Personal- und Organisati- onsamt verantwortet wird, und der Digitalisierung anderer Projekte und Prozesse, die sich im Kontext der Themenfelder Stadtentwicklung, Mobilität und Klima direkt an die Bevölkerung richten und oft gemeinsam mit privaten Dritten entwickelt werden. Anknüpfend an bisherige Projekte kann dies mit Blick in die Zukunft von Projekten z ur Erleichterung der Beteiligung und Teilhabe bis zur barrierefreien Aufbereitung wichtiger Stadtinformationen gehen, eine verbesserte digitale Einbeziehung von Anrainern und relevanten Akteuren der räumlichen Stadt- entwicklung und umfasst auch Zukunftsthem en wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) bei Themen der Stadtentwicklung oder etwa bei der Stadtinformation und der digitalen Präsenz Münsters für Gäste wie für die eigene Bevölkerung. Der Schwerpunkt liegt damit vor allem auf der Beteiligung und Befähigung zur Nutzung von Smart City Angeboten und Lösungen. Der so beschriebene nächste Schritt in der Entwicklung der Stabsstelle benötigt eine andere und dia- logorientiertere Einbindung in die Stadtverwaltung als bisher und muss sich frühzeitig auf den Zeit- raum nach Beendigung des Förderprogramms einrichten. Es empfiehlt sich daher, die Stabsstelle Smart City zeitnah mit einer Einheit zu verbinden, die gleichermaßen multisektoral und themenüber- greifend arbeitet und im direkten Dialog mit Stakeho ldern aus den verschiedensten Feldern der Stadtgesellschaft agiert. Als solche bietet sich der Eigenbetrieb Münster Marketing (MM) an, der wie keine andere Einheit der Stadtverwaltung je nach Bedarf fast alle relevanten Themen der Stadtgesell- schaft bedient, zugleich die Schnittstelle zu den Hochschulen managt und seinen Schwerpunkt in der Dialoggestaltung weiter ausbauen wird. Die inhaltlich starke Verknüpfung zu einigen Aufgabenstel- lungen im Eigenbetrieb M ünster Marketing wird für eine interimsweise Operat ionalisierung genutzt. Nach einer gründlichen Evalu ation und einer ggf. darauf auf bauenden Weiterentwicklung wird dem Rat der Stadt Münster im kommen den Jahr ein entsprechender Beschlussvorschlag zur Beratung vorgelegt. 6. Finanzielle Auswirkungen Die finanziellen Auswirkungen der Umsetzung der MPSC-Fokusprojekte sind bereits mit der vorange- gangenen Beschlussvorlage (Vorlage Nr. V/0243/2023) dargestellt. Durch den Sachstandsbericht ergeben sich keine weiteren finanziellen Auswirkungen. Bislang sind in der Umsetzungsphase seit 01.07.2023 für Projekte und Personal verausgabt worden: 2023: 176.859,89 Euro (Erstattung in Höhe von 65%: 114.958,73 Euro) 2024: 812.111,02 Euro (Erstattung in Höhe von 65%: 527.872,17 Euro) Die oben dargelegte Projektverlängerung bis 30.06.2027 erfolgt kostenneutral. In Vertretung gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlage 1: Sachstand Fokusprojekte (Stand: April 2025) Anlage 2: Sachstand der 36 weiteren Projekte der Smart City Strategie (Stand: April 2025)
Anlage 1 zu V_0257_2025
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Anlage 1 zu V/0257/2025: Sachstand MSPC-Fokusprojekte (Stand: April 2025) Ma ßnahme Projektleitung (PL) & Projektpartner Projektziel sowie Produkte & Nutzen Maßnahmenbeschreibung Umsetzungsstand: Abbildung von Ist & Plan (Stand: April 2025) Beschluss/ Bericht im Fachausschuss Status -Ampel: Projektfort- schritt Urbanes Wasser PL: Amt für Mobilität und Tiefbau (66) Partner: Fachhochschule Münster, Hochschule Hof Das Projekt „Urbanes Was- ser“ fördert eine wasserbe- wusste Stadt auf Basis in- novativer Technologien: vernetzt, sichtbar und erleb- bar. Produkte & Nutzen: - Digitaler Wasserzwilling - Umweltdaten Bürger*in- nen zur Verfügung stellen - Bürgerbildung zum Thema Wasserhaushalt - Sammlung erster Erfah- rungen zur optimierten Baumbewässerung in Tro- ckenperioden - Erarbeitung eines Anwen- dungstools für Bürger*innen zur Visualisierung des eige- nen Wasserhaushaltes und den Auswirkungen auf die- sen durch geplante Blau- Grüne Infrastruktur auf dem privaten Grundstück Das Projekt Urbanes Wasser reagiert auf die spürbaren Auswirkungen des Klimawandels, insbesondere auf langan- haltende Trockenperioden und Starkregen in Münster. Diese Phänomene beeinflussen das tägliche Leben der Bürgerinnen und Bürger und erfordern neue Ansätze in der Planung, Unterhaltung und Wartung städtischer Infrastruk- turen. Das Projekt setzt auf intelligente Wassermanage- menttechnologien und Datenanalysen, um Ressourcen effi- zienter zu nutzen und um möglichst frühzeitig auf extreme Wettereignisse zu reagieren. Um Wasser effektiv zu nutzen, aber auch bei Starkregener- eignissen effektiv ableiten zu können, sind viele Bausteine auf unterschiedlichen Ebenen erforderlich. Dieser ganzheit- lichen Gemeinschaftsaufgabe fehlt es aktuell an Planungs- instrumenten, um die Wirksamkeit des Kleinklimas und der Wasserbilanz bewerten zu können und dieses für alle sicht- bar zu machen. Daher wird im Zuge des Projektes ein digi- taler Wasserzwilling erarbeitet, der jede Maßnahme auf un- terschiedlichen Ebenen hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wasserhaushalt, das Kleinklima und die Lebensqualität bewerten soll. Mithilfe des Planungsinstrumentes des digitalen Wasser- zwillings soll der bereits bebaute städtische Raum zukunfts- sicher gegenüber Extremereignissen (Hitze und Starkre- gen) werden und den Bürgerinnen und Bürgern die Auswir- kungen von Planungsmaßnahmen auf das lokale Klima und den Wasserhaushalt verdeutlichen. Erreichte Meilensteine: - Vergabe zur Erstellung des Digitalen Was- serzwillings an die Fachhochschule Müns- ter - Installation von 3x Klimastationen, 7x Bo- denfeuchte-Messungen, 18x Wasser- stands-Messungen - Abstimmung mit der Pleisterschule zur Nutzung der Messdaten für außerschuli- sche Angebote Geplante Meilensteine in 2025: - Erstellung Beta Version Digitaler Wasser- zwilling in Q3 2025 - Planung erste Bürgerinformationsveran- staltung Q3-4 2025 - Bereitstellung der Messdaten für die Bür- ger*innen Q3 2025 - mdl. Sach- standsbericht im AUKB am 24.06.2025 Projektfortschritt: planmäßig Velo Wave PL: Amt für Mobilität und Tiefbau (66) Partner: Ordnungsamt (32), Polizei Das Fahrradprojekt „Velo Wave“ erfasst Radfahrende bereits vor der nächsten Lichtsignalanlage, sodass sie auf der Grünen Welle weiterfahren können, ohne ihre Geschwindigkeit anzu- passen. Produkte & Nutzen: - Velo Wave-Geräte - Reisezeitverkürzung für Radfahrende - Verkehrswende: Umstieg PKW->Rad Attraktivitäts- steigerung Radverkehr - Mit der Ausrüstung der Lichtsignalanlagen für Velo Wave ist auch gleichzeitig die Vorbereitung für die Di- gitalisierung der ÖPNV- und der Feuerwehrbeeinflus- sung an Lichtsignalanlagen gegeben (C-ITS Koopera- tive Intelligente Verkehrs- systeme). Damit das Rad als stadtverträgliches Verkehrsmittel für wei- tere Personenkreise eine attraktive Alternative zum PKW darstellt, ist es zwingend erforderlich, komfortable und si- chere Infrastruktur zur Verfügung zu stellen und mögliche Reisezeitverluste, die sich aus der Nutzung des Fahrrads ergeben, zu minimieren. Gegenwärtig sind Radfahrende, die sich umweltfreundlich durch Muskelkraft oder mit elektri- scher Unterstützung (Pedelec) fortbewegen, besonders durch Wartezeiten an roten Ampeln beeinträchtigt. Die Maßnahme hat zum Ziel, den Radfahrkomfort zu erhö- hen: durch die Verringerung von Wartezeiten und sich dadurch ergebende Reisezeitverkürzungen. Eine optimierte und aktiv auf den Radverkehr reagierende LSA-Steuerung leistet daher einen wichtigen Beitrag zur Verkehrsverlage- rung, wodurch sich nicht nur perspektivisch große Potenti- ale zur nachhaltigen Stadtentwicklung (autoarme Quartiere, Flächenumverteilung etc.) ergeben. Zudem eröffnet eine radverkehrsfokussierte LSA-Steuerung die Chance, die Verkehrssicherheit zu erhöhen, indem Rotlichtverstöße von Radfahrenden aufgrund langer Wartezeiten reduziert wer- den. Geplante Meilensteine in 2025: - Innovationspartnerschaft in Q3 2025 - Mehrfachbeauftragung in Q1 2026 - Inbetriebnahme Q3 2026 - Test Q4 2026 - Unabhängige Evaluation der Lösungen einschl. der Veröffentlichung in Q2 2027 - mdl. Sach- standsbericht im AVM am 18.06.2025 Projektfortschritt: verzögert (aufgrund später Stellenbesetzung erst im März 2025) Anlage 1 zu V/0257/2025: Sachstand MSPC-Fokusprojekte (Stand: April 2025) Ma ßnahme Projektleitung (PL) & Projektpartner Projektziel sowie Produkte & Nutzen Maßnahmenbeschreibung Umsetzungsstand: Abbildung von Ist & Plan (Stand: April 2025) Beschluss/ Bericht im Fachausschuss Status -Ampel: Projektfort- schritt Stadt Tempera- tur PL: Kataster- und Vermessungsamt (62) Partner: OB/Stabsstelle Klima, Gesundheits- amt (53) Mit Hilfe von Stadt Tempe- ratur kann die Planung auf genaue Temperaturdaten aus dem Stadtraum zurück- greifen, die ein Netzwerk von Messstationen sam- melt: So lassen sich bei- spielsweise Hitzeinseln er- kennen. Produkte & Nutzen: - deutlich präzisere klimati- sche Daten als sie von Wet- terdiensten zur Verfügung gestellt werden können. - präzisere Datenlage wirkt sich positiv auf Stadtklima- analyse aus und lässt ziel- gerichteter Klimaanpas- sungsmaßnahmen zu - Erfassung & Visualisie- rung stadtklimatischer Ge- gebenheiten in Echtzeit - Verlässliche Klimadaten die in Wissenschaft und Wirtschaft weitergenutzt werden können. Im Rahmen des Projekts „Stadt Temperatur“ wird ein stadt- weites Netzwerk an smarten Temperatur-Messstationen in- stalliert, welche die tatsächliche und die gefühlte Tempera- tur im Stadtgebiet erfassen. Stadt Temperatur wirkt auf zwei Ebenen: die städtische Verwaltung optimiert mit Daten ihre Planungen und Entscheidungen, während Bürger*in- nen smarte Technologien kennenlernen und sich interaktiv zum Klimawandel und seinen Auswirkungen in Münster so- wie zu relevanten Stadtentwicklungsthemen, wie z. B. Klimaanpassung und Hitzeschutz, informieren. Entspre- chend gliedert sich die Maßnahme in unterschiedliche, mit- einander verschränkte Bereiche: - Die Datensammlung, um Entwicklungen und Herausforde- rungen rund um Stadtklima, Stadtbäume, Grünflächenpla- nung und -unterhaltung zu lösen - Die automatisierte Datenauswertung, um das Ergebnis notwendiger Maßnahmen gegenüber Entscheidungsträ- ger*innen beziffern und evidenzbasiert bewerten zu können (u.a. Modellsimulationen) - Kommunikation, Partizipation, Citizen Science- und Bil- dungsangebote, um Bürger*innen zu beteiligen und zu be- fähigen. Erreichte Meilensteine: - Auswahl geeigneter Sensorik - Auswahl geeigneter Projektpartner - Installation Temperaturmessnetz MS mit 36 Stationen umgesetzt zzgl. Referenzsta- tion am FMO - Datenfeed mit Echtzeit Temperaturdaten für Münster zur Veröffentlichung vorbereiten - Entwicklung Temperatur KI für Münster angestoßen Geplante Meilensteine in 2025: - Digitalen Zwilling „Stadt Temperatur“ ent- wickeln. Dabei soll Bürger*Innen die Mög- lichkeit geboten werden, die nächstgele- gene Messstation zu abonnieren und histo- rische Daten abzurufen. - Veröffentlichung der Live Temperaturda- ten via Open Data - Einbinden der Live Temperaturdaten in den „Coolen Stadtplan“ - Datensammlung Temperaturdaten zum Anlernen der Temperatur KI - Einbinden von Kleingartenvereinen als Multiplikator*Innen - Tag der Geodäsie 2025: Mitmachaktion für Jugendliche u.a. zu Sensorik, Geoinfor- mation und Klimaanpassung. - mdl. Sach- standsbericht im AUKB am 24.06.2025 Projektfortschritt: planmäßig Urbane Daten- plattform PL: Kataster- und Vermessungsamt (62) Partner: Stadtwerke Münster, citeq sowie Städte und Stadtwerke aus Kassel, Paderborn, Osnabrück, Jena, Haßfurt, Bamberg Die Urbane Datenplattform bedeutet die Bündelung städtischer Daten aus einer Vielzahl von Quellen an ei- nem digitalen Knotenpunkt. Sie erfasst, verarbeitet und visualisiert die Daten- schätze der Stadt und macht sie nutzbar. Produkte & Nutzen: - Eine urbane Datenplatt- form sorgt für: Vernetzung, Transparenz, Informations- austausch, Wissenstrans- fer, Datenbasierte Entschei- dungsfindung, digitale Teil- habe, Kompetenzaufbau, Ermöglichung, Kooperation & Synergie - Vermieden wird: Medien- bruch, Redundanzen, In- transparenz Eine urbane Datenplattform (UDP) ist eine Software, die an einer zentralen Stelle der kommunalen Infrastruktur verortet ist. In einer UDP laufen Daten aus unterschiedlichen kom- munalen Bereichen zusammen: z.B. Mobilitätsdaten, Um- weltdaten, Energiedaten, Statistikdaten. Sie ermöglicht die breite Verfügbarkeit der Daten für Zugriffsberechtigte. Das können etwa das Amt für Mobilität und Verkehr, das Um- weltamt, die Stadtwerke und nicht zuletzt Bürgerinnen und Bürger bei sogenannten offenen Daten („Open Data“) sein. Eine UDP ist also eine Datendrehscheibe und unerlässliche zeitgemäße Basisinfrastruktur, die es unterschiedlichen Akteuren in der Stadtgesellschaft ermöglicht, Daten zu nut- zen und damit Wertschöpfung zu betreiben. Beispiele dafür sind u.a. Parkleitsysteme, Baustellenmanagement, Stadt- planung, Hochwasserschutz, Bürgerpartizipation, Kita-Bele- gung, Energiemanagement, kommunale Wärmeplanung. In einem Auswahlprozess wurde festgestellt, dass die Ent- wicklung einer Datenplattform im Verbund mit anderen Kommunen & Stadtwerken die wirtschaftlichste und nach- haltigste Option darstellt. Daraus resultiert ein Kooperati- onsvertrag zur gemeinschaftlichen Beschaffung durch 7 Kommunen und kommunale Energieversorger. Damit wird eine gemeinsame Entwicklung einer Lösung vo- rangetrieben, die von einer einzelnen Kommune so nicht geleistet werden könnte. Erreichte Meilensteine: - Einrichtung eines Gremiums aus Stadt und Stadtwerken zur Steuerung der Müns- teraner UDP - Entwicklung der urbanen Datenplattform Civitas Core Version 1.xx - Deployment der Datenplattform (April 2025) - Gemeinschaftliche Vergabe zwischen Kommunen und Energieversorgern über ca. 3,5 Mio. € - Einbindung neuer Kooperationsmitglieder (Entwicklungsbudget > ca. 4,2 Mio. €) - Gründung AG Datenstrategie Geplante Meilensteine in 2025: - Datenstrategie für die Stadt und den Stadtkonzern Münster - Entwicklung der Civitas Core Plattform 2.0 - Etablierung der ersten Use Cases auf der urbanen Datenplattform - Aufbau eines umfangreichen Datenkata- logs für die Stadt Münster - mdl. Sach- standsbericht im ASS am 26.06.2026 - Beschlussvor- lage (Vergabe) für Vereinsbeitritt Civitas Core ge- plant für ASS am 26.06.2025 Projektfortschritt: planmäßig Anlage 1 zu V/0257/2025: Sachstand MSPC-Fokusprojekte (Stand: April 2025) Abfall- freie Quartiere PL: Abfallwirtschafts- betriebe (awm) Partner: Ämter 61, 66, Kon- vOY, Wohn- und Stadtbau, INFA GmbH Ahlen Im Projekt "Abfallfreie Quar- tiere" sollen in den neu ent- stehenden Wohn-Quartie- ren Oxford (Gievenbeck) und York (Gremmendorf) innovative Lösungen zur Vermeidung von Abfall und für eine ressourcenscho- nende Kreislaufwirtschaft erprobt und an die Men- schen im Quartier transpa- rent vermittelt werden. Produkte & Nutzen: - Digitale Sharingstation je- weils an einem zentralen Ort im Quartier - KI-Einsatz zur Störstoffer- kennung bei Bioabfällen im Schüttungsprozess - Füllstandsensoren in Un- terflurcontainern (UFC) - Integriertes Kommunikati- ons- und Sensibilisierungs- konzept - Handout mit Handlungs- empfehlungen (Wissens- transfer) Im Rahmen des Projekts „Abfallfreie Quartiere“ werden smarte Lösungen zur Vermeidung von Abfall sowie für eine bessere Kommunikation zwischen Bürger*innen und den kommunalen Abfallwirtschaftsbetrieben (awm) erprobt. Da- mit werden ein möglichst ressourcenschonendes Leben im Quartier und ein effizienteres kommunales Entsorgungsma- nagement möglich. In den beiden Modell-Quartieren Oxford (Gievenbeck) und York (Gremmendorf) werden jeweils an einem zentralen Ort digitale Sharingstationen installiert. Diese geben 24/7 Leih- gegenstände des nicht alltäglichen Bedarfs unkompliziert an Nutzer*innen aus und ermöglichen ein leichtes Ver- schenken nicht mehr benötigter Gegenstände. Durch ge- meinschaftliche Nutzung wird so Abfall vermieden. Zudem werden smarte Technologien zur besseren Interak- tion zwischen Bewohner*innen und den kommunalen Ent- sorgungsbetrieben (awm) erprobt. Dazu gehört die Testung von Füllstandsensoren in Unterflurcontainern sowie die Er- probung von KI in der Erkennung von Störstoffen im Bioab- fall während des Schüttungsprozesses der Biotonnen. Mit Hilfe eines Kommunikations- und Sensibilisierungs-Konzep- tes werden diese Lösungen transparent an die Menschen im Quartier kommuniziert. Ziel ist es, eine größtmögliche Akzeptanz der Erprobung und der beabsichtigten Verhal- tensänderungen zu erreichen – bis hin zum ressourcen- schonenden Konsum. Durch eine begleitende Untersu- chung soll sowohl die Skalierung erfolgreicher Maßnahmen vor Ort als auch der mögliche Einsatz im ganzen Stadtge- biet und in weiteren Kommunen unterstützt werden. Erreichte Meilensteine: - KI-Technik zur Erkennung von Störstoffen im Bioabfall wurde in Q1 2025 bestellt. (Marktrecherche + Testung eines Systems bei den awm in 2024). - Ausschreibung Digitale Sharingstationen am 2.3.2025 gestartet als Innovationspart- nerschaft mit Teilnahmewettbewerb - Gespräche mit Firmen hinsichtlich der Füllstandsensorik für UFC laufen (Markt- recherche) Geplante Meilensteine in 2025: - Installation KI-Bilderkennung an einem Bestandsfahrzeug der awm - Start interne Kommunikation - Start Begleitforschung KI-Bilderkennung: Nullmessung in den Quartieren - Digitale Sharingstationen: Auswahl und Beauftragung - Entscheidung Füllstandsensorik, Anschaf- fung und Installation - Start externe Kommunikation: Anschrei- ben Quartiersbewohner*innen, Öffentlich- keitsarbeit (Medien, Social Media etc.) - Entwicklung und Installation der Sharing- stationen in den Quartieren: Öffentlichkeits- beteiligung im Zusammenhang mit der Erst- ausstattung der Stationen - Parallele Abstimmung + Optimierung von Begleitforschung + Kommunikations-/Sensi- bilisierungsmaßnahmen - Vorlage Wiss. Begleitforschung im awm-Betriebs- ausschuss am 31.01.2024 - mdl. Sach- standsbericht im awm-Betriebs- ausschuss am 26.03.2025 - Bericht/Be- schluss-Vorlage für Vergabe Digi- tale Sharingstati- onen geplant für awm-Betriebs- ausschuss am 18.06.2025 Projektfortschritt: planmäßig Stadt Labor PL: Stabsstelle Smart City (III/3) Partner: Stabsstelle Digitale Bildung (40), Stadt- entwicklung (61), MM, citeq (18), Frei- willigenagentur Das Projekt "Stadt Labor" schafft konkrete Räume, Orte und Formate für die Befähigung zur Teilhabe und aktiven Mitgestaltung des digitalen Wandels in Münster. Produkte/Nutzen: - Veranstaltung HYC - Beteiligungsplattform NRW und Infoseite Beteili- gung Stadt Münster - Smart City Erlebnistag in der Stadtbücherei (11.01.2025) Das Projekt „Stad Labor“ richtet sich zum einen mit dezent- ralen Veranstaltungen an bestimmte Zielgruppen der Bevöl- kerung, um diese digital zu bilden mit dem Ziel einer sozia- len Teilhabe. Zum anderen ist der Ort „Stadtlabor“ im Digi- tallabor der Stadt Münster Veranstaltungsort für weitere Teilprojekte der Strategie und wichtiger Vernetzungspunkt. Darüber hinaus werden digitale Beteiligungsformate ämter- übergreifend mithilfe der Plattform Beteiligung NRW umge- setzt und weiterentwickelt. Diese und weitere Angebote werden auf der neuen Infoseite Beteiligung gebündelt und ansprechend aufbereitet. Erreichte Meilensteine: - Veranstaltungen Hack Your City 2024+2025 - Smart City Erlebnistag in der Stadtbüche- rei (11.01.2025) - Veröffentlichung Infoseite Beteiligung Stadt Münster (08.04.2025; www.muens- ter.de/mitgestalten) Geplante Meilensteine in 2025: - Klärung des Projektumfangs 2025-2027 - mdl. Sach- standsbericht im ASS am 26.06.2025 Projektfortschritt: vsl. reduzierter Projektumfang (aufgrund perso- neller Vakanzen in der Stabsstelle Smart City)
Beratungsverlauf (6)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (2)
- Weseler Straße 66
- Königsstraße
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Details
- Aktenzeichen
- V/0257/2025
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.04.2025
- Erstellt
- 24.04.2025 15:01