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1412/2021

Der Jahresbericht 2020 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln

Mitteilung Ausschuss 15.04.2021

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Nächste Beratung: Ausschuss Kunst und Kultur, Sitzung am 27.04.2021, TOP 8.5

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

4540 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VII/4520 
 
Vorlagen-Nummer  15.04.2021 
 1412/2021 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Ausschuss Kunst und Kultur 27.04.2021 
 
 
Der Jahresbericht 2020 des NS-Dokumentationszentrums der Stadt Köln   
 
Die Corona-Pandemie hat natürlich auch die Arbeit des NS-Dokumentationszentrums im Jahr 2020 
bestimmt. Die beiden Lockdowns führten vom 14. März bis zum 5. Mai und ab dem 2. November 
2020 zur Schließung des Hauses und zur Absage aller Präsenz-Veranstaltungen in dieser Zeit. In der 
Zeit der Öffnung fehlten lange die beiden Hauptbesuchsgruppen: Touristen und Schulklassen. Diese 
führte zu einem erheblichen Rückgang an Besucherinnen und Besuchern: Hatten wir 2019 fast die 
100.000-Marke erreicht, so ging die Besucherzahl im Jahr 2020 auf 31.224 zurück – ein Rückgang 
um fast zwei Drittel. Dies ist ein Wert, den das NS-DOK zuletzt 2004 hatte. 
Doch so gravierend die Einschnitte auch waren, zeigt doch der Jahresbericht 2020, dass das NS-
Dokumentationszentrum als Museum und Gedenkstätte deutlich mehr ist als ein Ausstellungs- und 
Veranstaltungsort. In vielen anderen Bereichen lief der Betrieb im Wesentlichen weiter und konnte ein 
umfangreiches Programm entwickelt werden. Dies zeigt allein, dass der Jahresbericht 2020 mit 256 
Seiten den gleichen Umfang hat wie im Jahr zuvor.  
Es wurden sieben Sonderausstellungen gezeigt: Vergiss deinen Namen nicht – Die Kinder von 
Auschwitz; Erinnern – Eine Brücke in die Zukunft. Ausstellung von Arbeiten zum 22. Jugend- und 
Schülergedenktag 2020; Kriegsenden in Köln: 6. März – 8. Mai 1945; Die IG Farben und das Kon-
zentrationslager Buna-Monowitz. Wirtschaft und Politik im Nationalsozialismus; wächst das Rettende 
– das kurze Leben des Felix Nussbaum. Eine Kunstausstellung von Grigory Berstein (in kürzester 
Zeit anstelle der in das Jahr 2021 verschobenen Ausstellung Thessaloniki); Das Reichsarbeitsminis-
terium 1933-1945. Beamte im Dienst des Nationalsozialismus; Einige waren Nachbarn: Täterschaft, 
Mitläufertum und Widerstand während des Holocaust.  
 
Fortschritte bei Planung und Umsetzung der Erweiterung des NS-Dokumentationszentrums zum 
„Haus für Erinnern und Demokratie“ konnten erzielt werden. Die geplante Klimatisierung wurde stark 
ausgeweitet, um auch größeren Gruppen zukünftig ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen.  
 
Gebührenfreiheit für Kölner Schülerinnen und Schüler: Der Rat hat auf seiner Sitzung am 10. Sep-
tember 2020 einstimmig beschlossen, die Bildungsarbeit des NS-Dokumentationszentrums dauerhaft 
zu stärken. Kölner Schulklassen können zukünftig Führungen, Kurse und andere pädagogische An-
gebote wie Workshops im NS-Dokumentationszentrum kostenlos nutzen.  
 
Köln verfügt seit dem 15. März 2020 über einen neuen und bedeutenden Gedenkort, den „Gedenkort 
Deportationslager Köln-Müngersdorf“.

2 
 
 
Die Arbeit der Info- und Bildungsstelle gegen Rechtsextremismus wurde erheblich verstärkt. Die neue 
Fachstelle „[m²]: miteinander mittendrin. Für Demokratie – Gegen Antisemitismus und Rassismus“ 
startete 2019 mit Bildungsangeboten. 2020 kamen zwei weitere Bereiche hinzu: Recherche und Do-
kumentation antisemitischer Vorfälle und die Beratung für von Antisemitismus betroffenen Menschen. 
Im NS-DOK verfügt die Stadt Köln damit über ein bundesweit einzigartiges Angebot einer Kommune 
zur Auseinandersetzung gegen den Antisemitismus. Selbst zu Corona-Zeiten führte die ibs insgesamt 
beachtliche 151 Veranstaltungen zum Thema Rechtsextremismus, Rassismus, Antisemitismus durch 
oder war direkt an diesen beteiligt.  
 
Auch in Zeiten der Pandemie herrschte ein reges Interesse an der Arbeit des NS-DOK: Insgesamt 
9.399 Personen nahmen an 630 Führungen und Workshops des NS-DOK teil. Selbst in Corona-
Zeiten konnten immerhin 115 Veranstaltungen durchgeführt werden (2019 rund 200). Der Besuch der 
Internetseiten ist ebenso stark gestiegen wie die Zahl der Anfragen. Die Zeit der Lockdowns kam der 
Arbeit an wissenschaftlichen Projekten zugute. Dies gilt insbesondere für das große Projekt „Opposi-
tion und Widerstand“. Auch 2020 erhielt das NS-DOK wieder bedeutende Sammlungszugänge für die 
Dokumentation und den Bereich Jüdische Geschichte.  
 
So gesehen kann das NS-Dokumentationszentrum selbst für die Zeit der Pandemie auf eine erfolg-
reiche Arbeit zurückblicken.  
 
Der 256 Seiten umfassende Jahresbericht wird ab dem 26. April 2021 auf der Internetseite 
www.nsdok.de eingestellt. Die Druckfassung kann auf Wunsch zugesandt werden. 
 
gez.: Laugwitz-Aulbach

Beratungsverlauf (1)

27.04.2021 Ausschuss Kunst und Kultur
TOP 8.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1412/2021
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
15.04.2021
Erstellt
15.04.2021 09:40