3653/2025
Sachstandsbericht: Umsetzung von Landesförderprogrammen der Kulturellen Bildung sowie kommunaler Förderungen
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 18.02.2026 3653/2025 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 02.03.2026 Ausschuss Kunst und Kultur 12.03.2026 Sachstandsbericht: Umsetzung von Landesförderprogrammen der Kulturellen Bildung sowie kommunaler Förderungen Die Kommunale Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung (Büro KuBiK) steuert und entwickelt Kulturelle Bildung als Querschnittsaufgabe unter anderem über folgende Fördereinstrumente, über deren Entwicklung für das Haushaltsjahr 2025 berichtet wird. I Landesförderprogramme Im Haushaltsjahr 2025 wurden insgesamt Landesmittel in Höhe von 372.740 € eingesetzt, um an Schulen und in Jugendeinrichtungen Kindern und Jugendlichen die Zusammenarbeit mit professionellen Künstlern, Künstlerinnen und Kulturvermittler*innen zu ermöglichen. Diese wurden über zwei Landesförderprogramme eingesetzt. Landesförderprogramm Kultur und Schule Das Landesförderprogramm ermöglicht eine Durchführung von Kulturprojekten für Kinder und Jugendliche in Schulen aller Schulformen über jeweils ein ganzes Schuljahr. Es wird seit dem Schuljahr 2006/2007 im Amt für Schulentwicklung durchgeführt. Mit der eingesetzten Landes- förderung in Höhe von 86.850 € (80% der Gesamtförderung) wurden 48 außerschulische kul- turelle Projekte an Schulen aller Schulformen durchgeführt. 816 Kinder und Jugendliche ha- ben teilgenommen. Landesförderprogramm Kulturrucksack Dieses Förderprogramm ist eine 100%-Förderung, die auf der Grundlage demografischer Da- ten, 6 € pro Kind zwischen 10 und 14 Jahren zweckgebunden auszahlt. Es wird seit 2012 in Köln durchgeführt. Zur Umsetzung des Förderprogramms „Kulturrucksack“ wurden vom Land für 2025 ein Ertrag von 286.236 € zur Verfügung gestellt. Davon wurden 285.890 € für 56 Pro- jekte ausgegeben, die von 973 Kindern und Jugendlichen besucht wurden. Die Förderung er- folgt bevorzugt in den 15 Kölner Sozialraumgebieten und ermöglicht Kindern und Jugendli- chen die kostenfreie oder deutlich reduzierte Teilhabe an Formaten in allen Sparten, sowohl in den Ferien als auch fortlaufend über das Jahr. Neben klassischen Jugendeinrichtungen (24) fanden die Projekte auch in Unterkünften für Geflüchtete und in Bürgerzentren statt. II Kommunal finanzierte Förderung Kommunaler Fonds KUBIK Seit der Beauftragung 2022 (AN/0965/2022 und 2531/2022) gewährleistet die Stadt Köln über den kommunalen Fonds „Kulturelle Bildung“ (Fonds KUBIK) eine passgenaue kommunale Förderung Kultureller Bildung. Gezielt werden innovative Kooperationsprojekte der Kulturellen 2 Bildung bezuschusst, die Vernetzung nachhaltig stärken unter Berücksichtigung des sozial- räumlichen Kontextes mit jeweils bis zu 10.000 € pro Jahr. Der Ausschuss Kunst und Kultur, Auftraggeber des Förderinstruments, beschließt die Empfehlungen der ämterübergreifenden Jury. Im Förderjahr 2025 wurden 23 Projekte beantragt und 17 davon bewilligt und durchge- führt. Die Nachfrage von Seiten der Akteure und der Bedarf aus Sicht der Fachdienststelle ist dabei stetig höher als die Fördersumme. Für die Haushaltsjahre 2025 und 2026 wurden jeweils 100.000 € über einen politischen VN bereitgestellt und vom Ausschuss Kunst und Kultur freigegeben. Die Mittel stammen aus der Kulturförderabgabe und werden über den Kulturentwicklungsplan zur Verfügung gestellt. Dieser Umfang des Fonds KUBIK wurde mit der ersten Antragsrunde 2025 vollständig ausge- schöpft, so dass auf unterjährige Bedarfe nicht mehr reagiert werden konnte. Antragschluss für die Förderrunde 2026 war der 16.01.2026. Kreativraum – Förderung durch die Walter-Blüchert-Stiftung Kostenneutral für die Stadt Köln engagiert sich seit 2025 die Walter Blüchert Stiftung im Offe- nen Ganztagsbereich mit dem Projekt kreativraum. Zunächst an vier Grundschulen in Ehren- feld, werden mit dem zweiten Schulhalbjahr 2025/2026 weitere sechs Schulen im Südosten (Kalk und Vingst) für dritte und vierte Schuljahre die Möglichkeit bekommen, im Rahmen einer Holzwerkstatt eigene Talente zu entdecken. Die Workshops des Konzeptes kreativraum sind als Ausprobier-Angebote mit einem hohen Lebenswelt-Bezug angelegt, in denen die Teilneh- menden durch persönliche Erlebnisse und Erfahrungen Zugang zu den Themen und Ihren ei- genen Fähigkeiten finden. In den folgenden vier Schulen wird der kreativraum bereits im Offenen Ganztag angeboten: KGS Everhardstr, GGS Erlenweg, KGS Erlenweg und in der Kardinal Frings Schule. Entweder in eigenen Werkräumen oder draußen werden die Kinder zum Selbermachen animiert, vom Naturmandala über kleine Schnitzereien bis zu eigenen Hockern aus Baumscheiben, und da- bei von Expert*innen unterstützt. Eine Erweiterung des Engagements ist von Stiftungsseite aus gewünscht. SingPause Köln e.V. Über den politischen VN AN/1237/2025 erhielt der Kölner Verein SingPause Köln e.V. in 2025 25.000 €. Der Verein SingPause Köln e.V. gründete sich 2018, um nicht abgedeckten Bedarf an Musikunterricht an Kölner Grundschulen privat zu organisieren mit dem Ziel einer musikali- schen Alphabetisierung nach der Ward-Methode. Offene Jazz Haus Schule Die Einzelförderung der Offenen Jazz Haus Schule (OJHS) besteht aus einer Mischung von institutioneller Förderung und Projektförderung. In 2025 wurden der Offenen Jazz Haus Schule insgesamt 524.871,23 € ausgezahlt, darin enthalten sind 100.000,00 € freigegebene Mittel (1045/2025), die über den politischen VN zugesetzt worden waren. Für 2026 ist dieser Ausgleich in identischer Höhe ebenfalls freigegeben. Gez Voigtsberger
Steckbrief KuBiK 2026
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Steckbrief Kommunale Koordinierung Kulturelle Bildung Stand Februar 2026 Die Kommunale Koordinierung Kulturelle Bildung (Büro KuBiK), hat ihren Sitz im Amt für Schulentwicklung in Köln-Mülheim. 2009 wurde sie durch einen Ratsbeschluss (3429/2008) mit der Querschnittsaufgabe beauftragt, die bestehende Vielfalt der Kulturellen Bildung konzeptionell zu verbinden. Seitdem sind weitere Aufgaben hinzugekommen, ihr Spektrum umfasst: Kommunales Gesamtkonzept Kulturelle Bildung in Köln (KuBiK) Seit 2012 wurde die konzeptionelle Verbindung der Kulturellen Bildung in insgesamt drei Gesamtkonzepten veröffentlicht. Seit Ende 2025 wird das nächste Gesamtkonzept strukturell vorbereitet und in einem transparenten Prozess mit den Akteuren erarbeitet. Geplante Fertigstellung ist Mitte 2027. Netzwerke Die Verbindung der bestehenden Vielfalt der Kulturellen Bildung stellt die Koordinierungsstelle über folgende Vernetzungen her: Steuerungskreis Kultureller Bildung Der Modus der Koordinierungsstelle bezieht grundsätzlich alle Ämter ein, die Kulturelle Bildung leisten und fördern. Meilensteine wie die Inbetriebnahme der Plattform für Kulturelle Bildung und die Einrichtung des Kommunalen Fonds KUBIK werden hier gemeinsam arrangiert. Anlassbezogen trifft sich der Steuerungskreis auf Amtsleiterebene mit folgenden Beteiligten: ➢ Amt für Schulentwicklung (Federführung) ➢ Kulturamt ➢ Museumsdienst ➢ Amt für Kinder, Jugend und Familie ➢ Amt für Weiterbildung ➢ Rheinische Musikschule Köln ➢ Stadtbibliothek Betrieb und Redaktion der Plattform für Kulturelle Bildung: Kulturelle Bildung | Musenkuss Köln Musenkuss Köln ist ein digitaler Verbund der Akteure, der von zwei Netzwerken getragen wird: ➢ Das Interkommunale Netzwerk zur Kulturellen Bildung, aus den Städten München, Düsseldorf und Köln, das den Betrieb sichert, entwickelt und anteilig finanziert. ➢ Die Interdisziplinäre Facharbeitsgruppe Kulturelle Bildung, die spartenübergreifend aus Vertretungen der freien Szene Kölns und städtischen Akteuren besteht. Förderung Die Koordinierungsstelle setzt zwei Förderprogramme des Landes um und neben Einzelförderungen und Pilotprojekten auch als zentrales städtisches Steuerungsinstrument den Kommunalen Fonds KUBIK. Die Auswahl der geförderten Projekte wird ebenfalls in ämterübergreifenden Jurys getroffen: • Kommunaler Fonds KUBIK (seit 2022), beauftragt durch den Ausschuss Kunst und Kultur • Kulturrucksack NRW (Landesprogramm für 10-14jährige) • Kultur und Schule (Landesprogramm für alle Schulformen) Daneben betreut die Koordinierungsstelle die Einzelförderung der Offenen Jazz Haus Schule, der SingpauseKöln e.V. sowie Pilotprojekte zusammen mit Stiftungen, Landesstellen und Kölner Akteuren. Team Für die Umsetzung dieser Aufgaben arbeiten in der Koordinierungsstelle fünf Personen auf 4 Vollzeitäquivalenten: Kulturförderung und Unterstützung für Kulturelle Bildung | Musenkuss Köln Ansprechpartnerinnen: Anne Lena Ritter (Anrede: Frau/sie) Amt für Schulentwicklung Tel.: 0221-221-29203 Mail: schulentwicklungsamt@stadt-koeln.de Franziska Sörgel (Anrede: Frau/sie) Amt für Schulentwicklung Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung Tel.: 0221-221-31977 Mail: Franziska.Soergel@stadt-koeln.de
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3653/2025
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 18.02.2026
- Erstellt
- 22.12.2025 15:50