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V/0845/2012

Produktions- und Konzeptionsförderung freie Theater 2013 ¿ Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums

Vorlagen 05.11.2012

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 22.11.2012, TOP 8

Beschlussvorlage

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Beschlussvorlage

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V/0845/2012 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Kulturamt 
 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Produktions- und Konzeptionsförderung freie Theater 2013 
Bestätigung der Entscheidungen des Theaterkuratoriums 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.11.2012 Kulturausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
 
I. Sachentscheidung: 
 
Der Kulturausschuss bestätigt die in der Begründung aufgezeigten Förderen tscheidungen des Ku-
ratoriums für Produktions- und Konzeptionsförderungen für freie Theater für das Jahr 2013. 
Die Förderungen stehen unter dem ausdrücklichen Vorbehalt des Ratsbeschlusses über den 
Haushaltsplan 2013 und die damit verbundene Bereitstellung der Haushaltsmittel. 
 
 
Begründung: 
 
Auf der Grundlage der Leitlinien für die Produktions - und Konzeptionsförderung für freie Theater 
hat das Kulturamt vor den Sommerferien dieses Jahres die freien Theaterproduzenten zur Antra g-
stellung bis zum 16. September  2012 aufgerufen. Insgesamt sind darauf hin 21 Anträge von 17 
Antragstellern eingereicht worden 
In seiner Sitzung am 30. Oktober 2012 hat das Kuratorium über sämtliche vorliegenden Anträge 
entschieden. 
 
Zur Vergabe stand die Summe von 183.000 Euro, die sic h aus dem planerischen A nsatz für das 
Jahr 2013 in Höhe von 170.000 Euro (entsprechend dem des Vorjahres) und nicht verbrauchter 
Mittel in Höhe von 13.000 Euro (Ausfall einer geförderten Produktion des Vorjahres) zusamme n-
setzt. 
 
Dem Kuratorium war bekannt, dass die Bereitstellung dieser Mittel unter dem ausdrücklichen Vo r-
behalt des Ratsbeschlusses über den Haushaltsplan 2013 steht. Dieser Vorbehalt wird nach pos i-
tiver Beschlussfassung im Kulturausschuss auch in die Zuwendungsbescheide an die Projekttr ä-
ger aufgenommen. 
 
Im Einzelnen hat das Kuratorium seine Förderentscheidungen für 2013 wie folgt getroffen: 
 
Vorlagen-Nr.: 
  
V/0845/2012 
Auskunft erteilt: 
Herr Ermeling 
Ruf: 
492 41 03 
E-Mail: 
Ermeling@stadt-muenster.de  
Datum: 
07.11.2012 
Öffentliche Beschlussvorlage

- 2 - 
V/0845/2012 
 
Antragsteller: Cactus - Junges Theater (Barbara Kemmler) 
Projektplanung 2013 mit 3 Jugendtheaterproduktionen  
Beantragt:  45.000 Euro 
Zuschuss:  39.000 Euro 
 
Cactus – Junges Theater repräsentiert in hervorragender Weise die freie Jugendtheate rarbeit in 
der Stadt und prägt durch seine anspruchsvolle Produktionsarbeit das Jugen dtheaterprogramm im 
Theater im Pumpenhaus. Die Produktionen von Cactus – Junges Theater sind nicht nur lokal sehr 
erfolgreich, sondern werden auch regelmäßig zu überregional bedeutenden Festivals eingeladen. 
Die Jahresdramaturgie 2013 von Cactus Junges Theater trägt die Überschrift „Identität“. Geplant 
sind drei Theaterproduktionen, die sich aus verschiedenen Perspektiven mit dieser Thematik au s-
einandersetzen: 
 
- „ID“ (Arbeitstitel) – Ein Mädchentheaterprojekt, das sich in der Grauzone zwischen online - 
und offline-Identität beschäftigt.  
Regie: Judith Suermann; 
 
- „Rich (3.0)“ – Diese Theaterproduktion, die orientiert am Plot von Shakespeares „Richard 
III“ ein aktuelles theatrales „Organigramm“ über Egoshooting entwirft.  
Regie: Alban Renz 
 
- „Black Street“ (Arbeitstitel) – eine interkulturelle Komödie im Format „sitcom“ zur Thematik 
„Ausländersein“ und „Political Correctness“ 
Regie: Barbara Kemmler 
 
Das Kuratorium hält die Jugendtheaterarbeit für eine wichtige Programmsäule des The aters im 
Pumpenhaus und verspricht sich vom Cactus -Programm 2013 qualitätsvolle Pr oduktionen, die 
das Programm des Pumpenhauses im kommenden Jahr maßgeblich mit prägen werden. Das K u-
ratorium bewertete darüber hinaus die thematische Schwerpunk tsetzung für das Spieljahr 2013 
sehr positiv und erwartet eine Umsetzung der Produktion skonzepte von besonderer Qualität und 
Aktualität.  
 
 
Antragsteller: Theater Odos (Heiko Ostendorf) 
Konzeptionsförderung zur Recherche und Vorbereitung eines Theate r-
stücks über die deutsche Nazijägerin Beate Klarsfeld 
Beantragt:   4.898 Euro 
Zuschuss:  3.000 Euro 
 
Gemeinsam mit der Schauspielerin Judith Suermann entwickelt Heiko Ostendorff ein Theaterstück 
über die deutsche Nazijägerin Beate Klarsfeld.  
Dazu wird in 2013 eine umfängliche Recherche notwendig sein, bei der ein Besuch von Frau 
Klarsfeld unumgänglich ist, um sie ausführlich zu ihrem Leben zu interviewen. Es wird ein Theater-
stück entstehen, dessen Form sich erst nach Abschluss der Recherchephase festlegen lässt.  
Die beabsichtigte Produktion passt nach Ansicht des Kuratoriums in das Profil der Arbeit von 
Theater Odos, wichtige politische und sozialrelevante Themen zu behandeln, die oft einen histor i-
schen Bezug haben. Das Kuratorium verspricht sich von der Projektidee die Erarbeitung eines 
qualitätvollen authentischen Theaterstücks und sprach daher eine Ko nzeptionsförderung von 
3.000 Euro zu. 
 
. 
Antragsteller: Freuynde & Gaesdte  
(Annalena Brix, Zeha Schröder, Anke Winterhoff) 
Theaterprogramm „Büchner 200“ 
Beantragt:   27.200 Euro

- 3 - 
V/0845/2012 
Zuschuss:  22.000 Euro 
 
Das Ensemble Freuynde + Gaesdte präsentiert seine Produktionen seit 1999 an ung ewöhnlichen 
Orten. Für 2013  plant die Gruppe ein umfassendes Theaterprogramm zum 200. Geburtstag von 
Georg Büchner mit einer Wiederaufnahme der F -und-G-Produktion „Die Akte Woyzeck“, einer 
Neufassung bzw. Überarbeitung des Stücks „Lenz“, zwei Ne uproduktionen „Dant ons Tod“ und 
„Leonce und Lena“ und einer szenischen Lesung „Büc hner unplugged“. Das Programm endet 
dann im letzten Jahresquartal in einem kompakten Minifestival, bei dem noch einmal alle fünf Pr o-
duktionen im täglichen Wechsel zur Aufführung kommen. 
Das Kuratorium hält die Arbeit von Freuynde und Gaesdte für einen wichtigen Beitrag in der The a-
terlandschaft Münsters. Es ist sich der Arbeitsqualität von Freuynde + Gaesdte aufgrund der Erfah-
rungen mit der bisherigen Produktionsarbeit bewusst und erwartet ein an spruchvolles, vielseitiges 
Büchner-Programm. Es spricht einen Zuschuss von 22.000 Euro zu.  
 
 
Antragsteller: Philip Gregor Grüneberg 
   Theaterprojekt „Exit: Humanity“ 
Beantragt:  30.000 Euro 
Zuschuss:    4.000 Euro 
 
„Exit: Humanity“ wird eine internationale Produktion mit deutschen und kolumbianischen Künstlern, 
die sowohl in Kolumbien als auch in Deutschland produziert und aufgeführt wird. Wie schon in der 
Vorgänger-Produktion „Happy Planet“ beschäftigt sich das Label von Philip Gregor Grün eberg mit 
der vielfältigen indigenen Seite Kolumbiens.  
Das Kuratorium schätzt die Arbeit von Philip Gregor Grüneberg, hält das Projekt aber für noch 
nicht ausgereift und ist der Ansicht, dass es inhaltlich überarbeitet werden muss. Darüber hinaus 
erschien ihm die Finanzplanung nicht fundiert genug. 
Das Kuratorium hält es aber für wichtig, Philip Gregor Grüneberg als Künstlerpersönlic hkeit für 
Münster weiter aufzubauen und seine Arbeit abzusichern. Es spricht sich daher für eine Konzept i-
onsförderung von 4.000 Euro für „Exit: Humanity“ aus, so dass der Antragsteller bei zeitlicher Ve r-
schiebung des Projektes Gelegenheit erhält, dass g eplante Stück inhaltlich zu qualifizieren und im 
kommenden Jahr eine finanzielle Basis dafür au fzubauen. Das Kuratorium erwartet dann einen 
Antrag mit einem förderungswürdig ausgearbeiteten Konzept zum Jahr 2014. 
 
 
Antragsteller: Unusual Symptoms (Andy Zondag / Samir Akika / Alexandra Morales / 
Gregor Runge) 
Theaterproduktion „Kane“ 
Beantragt:  15.0 00 Euro 
Zuschuss:  11.000 Euro 
 
Nach seinen erf olgreichen Kooperationen mit dem Theater im Pumpenhaus in den letzten drei 
Jahren wird das Produktionslabel des algerisch französischen Choreografen Samir Akika „Unusual 
Symptoms“ seine choreografische Arbeit in Münster vertiefen und weiterführen. „Unusual  Symp-
toms“ verschreibt sich seit einigen Jahren der Förderung junger und bislang unentdeckter Talente 
im Bereich der zeitgenössischen Darstellenden Kunst und ist zu einem wichtigen Kooperation s-
partner des Theaters im Pumpenhaus geworden. Mit der neuen interdisziplinär angelegten Produk-
tion „Kane“ des Tänzers Andy Zondag in Zusammenarbeit mit dem Musiker Stefan Kirchhoff setzt 
„Unusual Symptoms“ diesen e rfolgreich eingeschlagenen Weg fort. Das Kuratorium hält es für 
wichtig und wertvoll, die Kooperationsarbe it mit dem Pumpenhaus zu vertiefen und weiter zu stä r-
ken und spricht der neuen Produktion „Kane“ einen Zuschuss von 11.000 Euro zu. 
 
 
Antragsteller: Theater Sycorax (Paula Artkamp / Manfred Kerklau)

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V/0845/2012 
   Theaterproduktion „Krankenzimmer Nr. 6“ 
Beantragt:  15.000 Euro 
Zuschuss:  12.000 Euro 
 
Das Theater Sycorax unter der Leitung von Paula Artkamp und Manfred Kerklau steht seit Jahren 
für eine professionelle Theaterarbeit mit Menschen mit psychischen Grenzerfa hrungen. Theater 
Sycorax wird eine Stückvorlage, die  der bulgarische Autor und Regisseur Ivan Panteleev auf der 
Grundlage der Tschechowschen Novelle „Krankenzimmer Nr. 6“ erstellt hat, bearbeiten und eine 
eigene Sycorax-spezifische Fassung auf die Bühne bringen. Das Kuratorium schätzt die Arbeit von 
Theater Sycorax und war einvernehmlich der A nsicht, dass die beabsichtigte Neuproduktion das 
eigenwillige Profil des Theaterlabel weiter schärfen wird. 
 
 
Antragsteller: Paradeiser Productions (Kai Niggemann / Kaja Jakstat / Ruth Schultz) 
 Theaterproduktion „Klang AG“ (Arbeitstitel) 
Beantragt:  25.000 Euro 
Zuschuss:  19.000 Euro 
 Konzeptionsförderung „Res Publica Unplugged“ 
Beantragt:    5.000 Euro 
Zuschuss:    1.500 Euro 
 Programm für das Basement des Pumpenhauses „paradeiser 
underground“ 
Beantragt:    6.000 Euro 
Zuschuss:    3.000 Euro 
 
„Paradeiser Productions“ ist ein junges münstersches Ensemble , das sich vor drei Ja hren unter 
der Leitung von Ruth Schultz und Kai Niggemann gründete. Das Label legt nun drei Anträge mit 
Projekten und Programmvorschlägen  vor, um den m it den bisherigen Produ ktionen begonnenen 
Prozess des interdisziplinären Arbeitens fortzusetzen. Mit der neuen Produktion „Klang AG“ real i-
siert „Paradeiser Productions“ ein „…musiktheatrales Chorpr ojekt über Geräusche, Gemeinschaft 
und Arbeit für 5 futuristische Geräuschemacher, zwei Protagonisten und einen Chor“.  
Der Antrag auf Konzeptionsförderung beinhaltet die Entwicklung einer Kooperationsarbeit zw i-
schen den Theaterlabels „Paradeiser“ und „Phönix 5“ zusammen mit Philip Gregor Grüneberg, mit 
der eine g rößere Produktion für 2014 (Arbeitstitel „Res Publica Unplugged“) vo rbereitet werden 
soll. Das Projekt widmet sich der Kultur der öffentlichen Rede und Meinungsäußerung. 
Mit dem dritten Antrag legt das L abel ein Konzept für die regelmäßige Bespielung der B ühne im 
Basement des Pumpenhauses „paradeiser underground“ mit experimentellen Formaten „Laug h-
Lab“ und „Menschmaschine“ vor.   
Das Kuratorium hält die vielschichtige Arbeit von „Paradeiser Productions“ für wichtig und erkennt 
ausdrücklich die positive Entwicklung des Labels in den letzten drei Jahren an. Es spricht sich s o-
mit für die weitere Förderung der Arbeit mit einer Zusage für alle drei Anträge aus. 
 
 
Antragsteller: Schrägstrichtheater (Annette Knuf / Manfred Kerklau) 
   Konzeptionsförderung 
Beantragt:   5.000 Euro 
Zuschuss:   2.500 Euro 
 
Das Schrägstrichtheater wurd e vor 10 Jahren mit der L ebenshilfe Münster e.V . gegründet und 
steht für Theaterarbeit mit Menschen mit Behinderungen unter der Leitung des Regieduos Annette 
Knuf und Manfred Kerklau. In 2013 möchte sich die Gruppe, motiviert durch die erfolgreiche Pr o-
duktionsarbeit des laufenden Jahres, der Konzeptentwicklung widmen. Dabei soll sich das Schräg-
strichtheater als professionelles Label für inklusive Theaterarbeit weiter entwickeln und in der Ku l-

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V/0845/2012 
turlandschaft Münsters profilieren und etablieren. Die Stärkung der Netzwerkarbeit spielt dabei 
ebenso eine Rolle wie der Aufbau einer Struktur für künftige Konzeptentwicklungen, Organisation, 
Förder- und Antragsakquise. 
Das Kuratorium, sprach sich für eine Konzeptionsförderung von 2.500 Euro für diese Stabilisierung 
des Schrägstrichtheaters aus unter der Maßgabe, dass die Ressourcen und Netzwerke, die sich 
bisher aus dem sozialen Bereich für die Arbeit des Labels eröffneten, nicht aufgegeben werden. 
 
 
Antragsteller: Hartmann & Konsorten (Pitt Hartmann / Johannes Fundermann) 
Theaterproduktion „ Tod eines Handlungsreisenden – Amerika II“ (A r-
beitstitel) 
Beantragt:  16.000 Euro 
Zuschuss:  16.000 Euro 
 
Die neue Produktion von Hartmann & Konsorten nimmt Arthur Millers Drama „Tod eines Han d-
lungsreisenden“ in den Fokus . Die Inszenierung soll an das Stück „Twain“ anknüpfen, das Har t-
mann & Konsorten in 2012 erfolgreich realisiert haben. Mit „Twain“ haben Pitt Hartmann und J o-
hannes Fundermann eine Trilogie begonnen, di e den Weg der USA in den Fußspuren einzelner 
Individuen und deren Familien nachzeichnet. Mit „Tod eines Handlungsreisenden – Amerika II“ 
setzt sich dieser Ansatz konsequent fort. Aus Sicht des Kuratoriums haben Hartmann & Konsorten 
ihr Potential und ihre Q ualität ausdrücklich unter Beweis gestellt. Auch von dem neuen Vorhaben 
verspricht sich das Kuratorium wieder eine überzeugende Produktion und sagt eine Förderung von 
16.000 Euro zu. 
 
 
Antragsteller: MAKE (Manfred Kerklau) 
Theaterprojekt „No longer mourn f or me when I’m dead – Layers of 
Hessel“ (Arbeitstitel) 
Beantragt:  14.000 Euro 
Zuschuss:    5.000 Euro 
 
In der Arbeit von MAKE geht es um die Auseinandersetzung mit menschlicher Wahrne hmung von 
Realität, den Konstrukten von Wirklichkeit, das Theater als Mö glichkeit unsere Wirklichkeitsko n-
strukte von einer anderen Perspektive aus zu betrachten.  
Inhaltlicher Ausgangspunkt der neuen Produktion ist die Autobiografie „Der Tanz mit dem Jah r-
hundert“ des Diplomaten Stephane Hessels. Das Buch enthält 88 Gedichte in den drei Mutterspra-
chen Hessels aus der französischen, englischen und der deutschen Literatur. MAKE legt das Pr o-
jekt als Forschungsprojekt einer intergenerativen Gruppe von 5 -8 Menschen an, von jungen Me n-
schen, die in der Auseinandersetzung mit den aktuel l bestehenden Verhältnissen stehen, bis zu 
älteren Menschen, die die gesellschaftlichen Veränd erungen des letzten Jahrhunderts miterlebt 
haben. Das Kuratorium hält die neue Produktion von MAKE für förderungswürdig. Da der Projek t-
start für das Frühjahr 2013 vorgesehen ist, die Premiere aber erst für 2014, spricht das Kuratorium 
einen Zuschuss von 5.000 Euro zunächst für die Startphase im kommenden Jahr aus.  
 
 
Antragsteller: Theater Operation (Tugsal Mogul) 
Theaterproduktionen „Die Angehörigen“ (Arbeitstitel) 
Beantragt:  33.000 Euro 
Zuschuss:  25.000 Euro

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V/0845/2012 
 
„Theater Operation“ unter der Regie von Tugsal Mogul hat mit dem Erstlingswerk „Halbstarke 
Halbgötter“ (2008) und dem Folgeprojekt „Somnia – Auf der Intensivstation“ (2010) den Grundstein 
für einen Dialog z wischen Schauspiel und Medizin gelegt. Der künstlerische Erfolg der Produkti o-
nen und die überaus positive Medienresonanz riefen überregionale Aufmerksamkeit hervor. Mit der 
neuen Produktion „Die Angehörigen“ schließt The ater Operation die „Krankenhaus“ -Trilogie nun 
ab.  
Theater Operation steht für einen fachkundigen, professionellen und ernsthaften Umgang mit g e-
sellschaftsrelevanten Themen aus dem medizinisch-klinischen Bereich.  
Stand bei „Halbstarke Halbgötter“ der Klinikarzt im Fokus und richtete „Somnia “ den Blick auf den 
Patienten und das Pflegepersonal, stellt Theater Operation mit dem neuen Projekt nun die Ang e-
hörigen in den Mittelpunkt.  
Das Kuratorium verspricht sich von „Theater Operation“ wieder eine qualitativ und ästhetisch a n-
spruchsvolle Produk tion, die die Trilogie erfolgreich zum Abschluss bringt und ebenfalls wieder 
überregionale Aufmerksamkeit hervorrufen wird. 
 
 
Antragsteller: Phönix5 (Harald Redmer) 
Projekte „Völkerschlachten“ (2013) und „Völkerschlachten – Die Stücke 
(2014) 
Beantragt:  25.000 Euro (jährlich) 
Zuschuss:  20.000 Euro (für 2013) 
 
Das Label Phönix 5 unter der Leitung von Harald Redmer realisiert in regelmäßiger Zusammena r-
beit mit dem Bonner Fringe Ensemble kontinuierlich Theaterproduktionen auf hohem Niveau.  
Die mit den geförd erten Produktionen „Finnland“ (2011) und „Double Identity“ (2012) b egonnene 
Erprobung neuer Formen der Zusammenarbeit mit Autoren im internationalen Kontext setzen Phö-
nix5/fringe Ensemble mit dem vorliegenden Projekt konsequent fort. 
Das zugrundeliegende Themengebiet ist „Europa und seine jüngste Vergangenheit“.  
Das neue Großprojekt besteht aus zwei getrennten Projektvorhaben 2013 und 2014: „Völke r-
schlachten“ und „Völkerschlachten – Die Stücke“. Das Projekt 2013 ist ein Campus -Projekt im öf-
fentlichen Raum, im Jahr darauf folgt die Umsetzung für die Theaterbühne. 
Der Campus wird als modularer, wandelbarer, temporärer Ort der Arbeit und der Bege gnung mit 
dem Publikum an exponierter Stelle im öffentlichen Raum – jeweils etwa zwei Wochen in Münster 
und Bonn – angelegt. Ein aus der Zeit gefallenes Fronttheater, eine Art Laboratorium oder utop i-
sche Kommune..  
Das Kuratorium sieht in der Herangehensweise ein Modell, das i nszenatorisch neue Wege geht 
und es will Phönix5/fringe Ensemble die Möglichkeit geben, sein Arbeitsprinzip weiterzuentwickeln. 
Allerdings knüpft es seine Zusage daran, dass der Campus nicht wie im Antrag angegeben im 
September, sondern erst im Oktober 2013 für Münster vorgesehen wird (sonst Kollisionen im 
Spielplan des Pumpenhauses) und das frühzei tig eine adäquate Campus -„Location“ gefunden 
wird. Die Zusage gilt zunächst für das Campus -Projekt 2013, eine Zusicherung für eine Förderung 
der „Völkerschlachten – Die Stücke“ 2014 ist damit ausdrücklich nicht verbunden und bleibt z u-
nächst offen. 
 
Ablehnungen 
Das Kuratorium lehnte die folgenden Anträge ab, da es die darin beschriebenen Vorhaben im Ve r-
gleich zu den positiv bewerteten Projekten für qualitativ nicht hinreichend oder weniger hinreichend 
einschätzte oder die Projektvorschläge nicht der Förderabsicht der Leitlinien entsprachen: 
 
Rue Obscure / Cantina Publica 
(Anne Keller / Karina Behrend / Nelly Köster)  
Produktion „Sandesser – die deutsche Di s-
position zur Depression“

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V/0845/2012 
 
ProArtist 
(Joachim Goldschmidt) 
 
Produktion „Cello Six“ 
ProArtist  
(Joachim Goldschmidt) 
 
Konzeptförderantrag „Esperanto““ 
Theater Odos 
(Heiko Ostendorf) 
 
Tanztheaterstück „Blood in the streets“ 
 
Franz Bernhard Schrewe 
 
Theaterproduktion „Die Rabenfrau“ 
 
Notikdancecompany 
(Bruno Augusto de Carvalho) 
 
Tanztheaterproduktion „Manichino“ 
Theater en Face (Xenia Multmeier) 
 
 
Theaterproduktion „Der Krieg zu Haus: A n-
tonia / Zu Haus im Krieg: Jutta“ 
 
Das Thaeter en Face unter der Leitung von 
Xenia Multmeier ist vorrangig an der Studi o-
bühne der WWU beheimatet. Das Kurator i-
um lehnte einen  Zuschuss ab. Das Theater 
im Pumpenhaus bietet aber eine infrastru k-
turelle Unterstützung bei der Produktion des 
Stücks (Proben etc.) an. Ggf. können dann 
im 1. Quartal 2014 Aufführungen im Pu m-
penhaus stattfi nden („Studiobühne zu Gast 
im Pumpenhaus“) 
 
 
 
 
 
 
I. V. 
 
 
 
gez. 
Dr. Hanke 
Stadträtin

Beratungsverlauf (1)

22.11.2012 Kulturausschuss
TOP 8 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0845/2012
Typ
Vorlagen
Datum
05.11.2012
Erstellt
06.10.2020 14:37