BKA 0848
Antrag der Fraktionen CDU, SPD und FDP v. 07.11.2024: Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept für das Rheinische Revier, Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe am 25.05.2023 und die bisherigen Arbeitsergebnisse
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Antrag der Fraktionen CDU, SPD und FDP v. 07.11.2024: Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept für das Rheinische Revier, Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe am 25.05.2023 und die bisherigen Arbeitsergebnisse)
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Antrag der Fraktionen CDU, SPD, FDP v. 07.11.2024 Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept Bericht)
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im Braunkohleausschuss
Köln, den 7.11.2024
An den
Vorsitzenden
des Braunkohleausschuss
Zeughausstr. 2-10
50667 Köln
Sehr geehrter Herr Götz,
wir bitten Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung zur 173. Sitzung des
Braunkohlenausschusses am 29.11.2024 aufzunehmen:
Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept für das Rheinische Revier
Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe am
25.05.2023 und die bisherigen Arbeitsergebnisse
In der Sitzung des Braunkohleausschusses vom 16.06.2023 gab es einen schriftlichen Bericht
des MUNV und in der Sitzung vom 14.06.2024 eine mündliche Information der Geschäftsstelle
des Braunkohlenausschusses. Diese mündliche Information wurde im BKA unter dem TOP
Mitteilungen zur Kenntnis genommen.
Diese mündliche Information wird aber der Bedeutung des Themas nicht gerecht, auch unter
Berücksichtigung des einstimmigen Beschlusses des Braunkohleausschusses vom 13.12.2021.
Zur nächsten Sitzung des Braunkohleausschusses wird daher ein umfassender schriftlicher
Sachstandsbericht aus dem Ministerium Umwelt, Naturschutz und Verkehr beantragt, der
Information enthält, was seit der konstituierenden Sitzung der Lenkungsgruppe in bisher 9
Sitzungen geschehen ist.
Was hat die Lenkungsgruppe auf den Weg gebracht?
Wie ist die Lenkungsgruppe personell besetzt?
Das MUNV sollte auf der Sitzung anwesend sein, um Nachfragen beantworten zu können.
Harald Zillikens Josef Johann Schmitz Ulrich Göbbels
CDU Fraktion SPD Fraktion FDP Fraktion
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anl. zu TOP 5.1_2024-11-21_Bericht_SKG_BKA291124)
9898 Zeichen
Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Dienstgebäude und Lieferanschrift: Emilie-Preyer-Platz 1 40479 Düsseldorf Telefon 0211 4566-0 Telefax 0211 4566-388 poststelle@munv.nrw.de www.umwelt.nrw.de Öffentliche Verkehrsmittel: Rheinbahn Linien U78 und U79 oder Buslinie 722 (Messe) Haltestelle Nordstraße Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr NRW - 40190 Düsseldorf An den Vorsitzenden des Braunkohlenausschuss Zeughausstr. 2-10 50667 22.11.2024 Seite 1 von 6 Aktenzeichen 61.10.03.03. bei Antwort bitte angeben Eva Stork Telefon: 0211 4566-415 Eva. Stork@munv.nrw.de Umsatzsteuer ID-Nr.: DE 306 505 705 Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe und die bisherigen Arbeitsergebnisse Sehr geehrter Herr Götz, hiermit übersende ich Ihnen den angeforderten Bericht "Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe und bisherige Arbeitsergeb- nisse" mit der Bitte um Weiterleitung an die Mitglieder des Braunkohlen- ausschusses für die Sitzung am 29. November 2024. Mit freundlichen Grüßen gez. Gaul Seite 2 von 6 Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen 173. Sitzung des Braunkohlenausschuss am 29. November 2024 Schriftlicher Bericht Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungs- gruppe und bisherige Arbeitsergebnisse Seite 3 von 6 Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Die Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier unterliegt bereits seit Jahr- zehnten starkem Einfluss des Bergbaus. Mit der politischen Entscheidung zum Braunkohlenausstieg 2030 und den Änderungen in den Leitentschei- dungen 2021 und 2023 erhöht sich nochmals der Druck auf die Verfahren und Maßnahmen. Das System der Wasserwirtschaft ist sehr komplex. Eine gesamtheitliche Betrachtung des Reviers ist notwendig, um unter den bestehenden Rahmenbedingungen einen erfolgreichen Strukturwan- del zu ermöglichen. Die Steuerungs- und Koordinierungsgruppe zur Wasserwirtschaft im Rheinischen Revier, kurz „SKG“, ist u.a. in Folge einer Forderung des Braunkohlenausschusses nach einem „wasserwirtschaftlichen Gesamt- konzept“ gegründet worden. Am 25. November 2022 stellte das Ministe- rium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr (MUNV) dem Braunkohlenaus- schuss ein Konzept für eine umfassende Betrachtung der Wasserwirt- schaft im Rheinischen Revier vor. Ein halbes Jahr später fand die konsti- tuierende Sitzung der SKG statt. Dem Braunkohlenausschuss wurde in der Sitzung am 16. Juni 2023 darüber ein schriftlicher Bericht vorgelegt. Nachfolgend werden Aufgaben, Ziele und Organisation der SKG und die bisher behandelten Themen und Inhalte zusammengefasst und Ausblicke auf die künftige Arbeit gegeben. Organisation: Die konstituierende Sitzung der SKG fand am Donnerstag, den 25. Mai 2023 im MUNV in Düsseldorf statt. Regelmäßig Teilnehmende sind jeweils in der Regel eine Vertretung - des MUNV (Leitung), - des Ministeriums für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Ener- gie (MWIKE), - des Ministeriums für Landwirtschaft und Verbraucherschutz (MLV), - des Landesamtes für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV), - der Bezirksregierung Arnsberg als Bergbehörde, - der Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf, Seite 4 von 6 Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen - der RWE Power AG, - der Landwirtschaftskammer NRW (LWK), - des Erftverbandes, - der Zukunftsagentur Rheinisches Revier GmbH (ZRR) und - der Naturschutzverbände. Weitere Teilnehmende werden bei thematischem Bezug eingeladen. Die SKG tagt alle 6 Wochen wechselnd in digitaler und analoger Form. Die Präsenzsitzungen werden von den Mitgliedern reihum ausgerichtet. Die letzte Sitzung der SKG in 2024 findet am 19. Dezember statt. Für 2025 wurden bereits neue Termine im gleichen Rhythmus bis zum Jah- resende festgesetzt. Aufgabe und Ziel: Der Begriff „wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept“ wurde angepasst und im Titel der Gruppe „Steuerung und Koordinierung“ betont . Eine Kri- tik aus Fachkreisen an der ursprünglichen Formulierung war, dass neben bestehenden Gremien, wie z.B. den Monitorings, keine parallel arbeiten- den Strukturen aufgebaut werden sollten. Die Folgerung des MUNV dar- aus war, eine koordinierende Gruppe zu gründen, die einen Gesamtüber- blick über die wasserwirtschaftlichen Fragen im Revier gewährleisten und die einzelnen, in Fachkreisen bereits qualifiziert bearbeiteten Fragestel- lungen verbinden soll. Damit sollen die „losen Fäden“ in der Wasserwirt- schaft aufgenommen werden, die bisher in keiner etablierten Struktur be- arbeitet werden oder neuer und beschleunigter Abstimmung bedürfen. Lösungswege für die einzelnen identifizierten Probleme sollen gemein- sam entwickelt werden. Das Gremium versteht sich daher nicht als Facharbeitsgremium, sondern viel mehr als Koordinierung für den Gesamtüberblick, Bündelungsstelle von Wissen und Vermittler von Informationen. Die fachliche Betrachtung wird weiterhin in den bestehenden erfolgrei- chen Strukturen erfolgen. Folglich wird als Endprodukt kein Gesamtkon- zept erstellt, was aufgrund der regionalen Unterschiede und der Dynamik des Systems (politische Entscheidungen, fachliche Neuerkenntnisse, Er- fahrungswerte, usw.) nicht möglich sein wird. Der bewusst gewählte Name der Gruppe gibt wieder, dass ihre Aufgaben Steuerung und Seite 5 von 6 Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Koordinierung, jedoch nicht die fachliche Bearbeitung oder das Treffen eigener Entscheidungen sind. Der unterschiedliche Detailgrad sowie die Intention der Betrachtungen und die räumliche Ausdehnung grenzen die Aufgaben der SKG z.B. von den Monitorings der einzelnen Tagebaueab. Die Arbeiten der SKG sind strategische Planungen für das gesamte Re- vier. Themen und Inhalte: In den ersten Sitzungen der SKG wurden vorrangig Themen allgemeiner Art behandelt, um einen gemeinsamen Wissensstand aller Beteiligten für die Belange des gesamten Reviers zu erarbeiten. Es wurden u.a. Fach- vorträge zu dem Sachstand des Erftumbaus, zu den Planungen der Niersanbindung, zum Stand des Tagebausees Inden, zur Klimaanpas- sungsstrategie Rheinisches Revier und zu Fragestellungen im Rahmen von Wirtschaftsansiedlungen gehalten. Die vielseitigen Themen werden von einer jeweils zuständigen Stelle aufbereitet und vorgestellt. Alle Teil- nehmenden können sich aktiv einbringen und offen diskutieren. Das Schwerpunktthema der SKG stellt aktuell die Rheinwasserentnahme und -nutzung dar. Insbesondere die Frage der Rheinwassergüte im Hin- blick auf die verschiedenen Verwendungszwecke und damit potenziell betroffene Schutzgüter stehen im Fokus. Die in der SKG formulierten Fra- gestellungen hat das MUNV aufgenommen und zu Themenbündeln zu- sammengefasst. In der 11. SKG-Sitzung am 15.08.2024 wurden dazu 5 ad hoc-Gruppen ins Leben gerufen, die jeweils Fragestellungen aus ei- nem der folgenden Themenbündel formulieren: - Einleiter in den Rhein oberhalb der Entnahmestelle - Rheinwassergüte und Messstelle an der Entnahmestelle - Leitbild Tagebauseen - Leitbild Wasserversorgung und weitere Verwendungen - Monitoring Tagebauseen Die Federführung ist an die Institutionen mit dem nächsten fachlichen Be- zug und engster Verbindung über das Monitoring in die dort entspre- chende AG verteilt worden. Sobald die ad hoc-Gruppen ihre Fragestel- lungen präzisiert haben, werden sie zur weitergehenden fachlichen Bear- beitung an die bestehenden Strukturen weitergegeben. Seite 6 von 6 Ministerium für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen Ausblick: Für einen transparenten Austausch der Informationen und zur Gewähr- leistung eines sicheren Datenaustauschs wurde ein gesicherter Bereich auf einer landeseigenen EDV-Plattform („NRW Connect“) eingerichtet. Dort soll eine Wissensbasis aufgebaut werden, die über die Wasserwirt- schaft des gesamten Rheinischen Reviers reicht und zwischen allen Akt- euren abgestimmt ist. Auf dieser Grundlage soll die Kommunikation in die Politik und in die Region ausgebaut und gestärkt werden. Zu Beginn des nächsten Jahres ist mit ersten Ergebnissen der Kerngrup- pen zu rechnen. Sie werden den bestehenden fachlichen Gremien, wie z.B. den Arbeitsgruppen der Monitorings, übergeben und dort vertiefend weiterbearbeitet. Exkurs zum 25-jährigen Jubiläum des Monitorings Garzweiler II: Seit der Einführung des Monitorings im Rahmen des Braunkohleplans Garzweiler vor einem Vierteljahrhundert, war es das Ziel, die wasserwirt- schaftlichen Auswirkungen des Tagebaus auf die Umwelt und die Men- schen der umliegenden Gemeinden zu überwachen. Über die Jahre hin- weg arbeiteten verschiedene spezialisierte Arbeitsgruppen zu den The- men Grundwasser, Oberflächengewässer, Feuchtgebiete/Natur und Landschaft, Abraumkippe, Wasserversorgung und Restsee. Minister Kri- scher würdigte in der Entscheidungsgruppensitzung im Mai 2024 die Tä- tigkeiten der Beteiligten. Die ausdauernde Arbeit, das vorgebrachte En- gagement und die Fachkenntnisse haben dazu beigetragen, dass das Monitoring von Garzweiler II zu einem Erfolgsmodell wurde, das weit über die Grenzen von Nordrhein-Westfalen hinaus Strahlkraft hat. Mit dem 25- jährigen Jubiläum des Monitorings von Garzweiler II wird insbesondere vor dem Hintergrund der durch den vorgezogenen Braunkohlenausstieg notwendigen Prozesse deutlich, wie wichtig eine kontinuierliche und sorg- fältige Begleitung solcher Großprojekte im Interesse von Menschen und Umwelt ist.
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Antrag der Fraktionen CDU, SPD und FDP v. 07.11.2024: Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept für das Rheinische Revier, Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steuerungs- und Koordinierungsgruppe am 25.05.2023 und die bisherigen Arbeitsergebnisse)
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Seite 1 von 1 Sitzungsvorlage Braunkohle- nausschuss - öffentlich - BKA 0848 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Telefon BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 22.11.2024 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Braunkohlenausschuss 29.11.2024 5.1 zur Kenntnis TOP: Antrag der Fraktionen CDU, SPD und FDP v. 07.11.2024: Wasserwirtschaftliches Gesamt- konzept für das Rheinische Revier, Schriftlicher Bericht über die Konstituierung der Steue- rungs- und Koordinierungsgruppe am 25.05.2023 und die bisherigen Arbeitsergebnisse Beschlussvorschlag: Der Braunkohlenausschuss nimmt den Bericht zur Kenntnis. Erläuterungen: Der Antrag wurde bearbeitet, entsprechender Bericht ist dieser Vorlage als Anl. zu TOP 5.1 ange- hängt. Anlage(n): 1. Antrag der Fraktionen CDU, SPD, FDP v. 07.11.2024 Wasserwirtschaftliches Gesamtkonzept Bericht 2. Anl. zu TOP 5.1_2024-11-21_Bericht_SKG_BKA291124
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- BKA 0848
- Typ
- Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
- Datum
- 29.11.2024
- Erstellt
- 13.11.2024 10:02