1507/2017
Förderung des Fußgängerverkehrs in Köln
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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VIII/66/663 Vorlagen-Nummer 25.08.2017 1507/2017 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Verkehrsausschuss 05.09.2017 Förderung des Fußgängerverkehrs in Köln hier: Anfrage der SPD-Fraktion und der Piratengruppe zur Sitzung des Verkehrsausschusses am 05.09.2017, TOP 1.3 Die SPD-Fraktion und die Piratengruppe bitten um die Beantwortung folgender Fragen: 1. „Welche Erkenntnisse liegen der Verwaltung zwischenzeitlich vor? Hat die Verwaltung zwischenzeitlich bereits Gespräche mit Anbietern von entsprechenden Angeboten geführt? 2. Wann legt die Verwaltung die Ergebnisse der Prüfungen vor? Gibt es aktuell seitens der Verwaltung weitere Aktivitäten zur Entwicklung eines attraktiven Informationsangebotes zur Förderung des Fußgängerverkehrs?“ Antwort der Verwaltung zu den Fragen 1 und 2: Die Stadt Köln, Amt für Straßen und Verkehrstechnik, hat im Jahr 2005 damit begonnen ein Fußgän- gerleitsystem aufzubauen. Dieses Leitsystem soll in erster Linie Touristen helfen, die zahlreichen Se- henswürdigkeiten der Stadt zu finden bzw. die Orientierung zu diesen Zielen zu verbessern. Bei einer Internet-Recherche stößt man auf unzählige kostenfreie und –pflichtige Anwendungen. Exemplarisch genannt seien die kölnspezifischen Angebote von MyCityHighlights cityscooter eTips Falk; alle in der Regel mit Offline-Kartenmaterial. Auch KölnTourismus bietet als Handy-Reiseführer die „Köln Guide“-App an. Keines dieser Angebote hat jedoch eine Qualität, die das „Zu-Fuß-Gehen“ fördert bzw. zu einer Ver- haltensveränderung im Sinne von mehr „Zu-Fuß-Gehen“ in der Stadt Köln beitragen kann. Auch bei den Online-Diensten der Stadtverwaltung gibt es keinen belastbaren elektronischen Karten- bestand zum Themengebiet „Fußwege“. Aus diesem Grund sind bisher auch keine Daten diesbezüg- lich im Kölner Open Data Portal gelistet. Es gibt mehrere Optionen, wie eine zukünftige Integration aussehen könnte: Sofern ein relevanter Datenbestand zu Fußwegen verfügbar gemacht wird, kann dieser entweder über das Portal verlinkt (Schnittstelle) oder durch ein Hochladen auf der Plattform (Shape-Datei) der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Eine Kooperation mit (externen) Dritten wäre auch denkbar; so könnten Datenbestände (eventuell 2 OpenStreetMap), welche außerhalb der Verwaltung erhoben werden, zusammengeführt und über das Portal exportiert werden. Diese Möglichkeit muss jedoch genauer –technisch und organisatorisch- evaluiert werden. Eine Verlinkung mit einem abgestimmten externen Datenbestand ist unabhängig hiervon natürlich auch möglich. Als Beispiel wurde das Faltblatt der Fußwegekarte der Stadt Wien angeführt. Es ist beidseitig mit ei- nem Plan bedruckt. Auf der einen Seite wird das gesamte Stadtgebiet dargestellt und auf der anderen nur der Innenstadtbereich. Unterschieden wird nach „belebten“, „ruhigen/grünen Gehwegen“ sowie „Flaniermeile“ und „Einkaufsstraße“. Hinzu kommen Hinweise auf öffentliche Toiletten, Schuhmacher, Bäder, Trinkbrunnen und Kunst im öffentlichen Raum etc.. Insgesamt wirken die Pläne unübersichtlich, sind zu groß und unhandlich. Für eine Wegeplanung sind sie weniger geeignet bzw. nicht mehr zeitgemäß. Dafür bietet sich die Smartphone App der Stadt Wien an. Nach Start- und Zieleingabe werden Abstecher zu Sehenswürdigkeiten auf der Planungs- route angeboten. Der Fachverband Fußverkehr Deutschland (FUSS e.V.) entwickelt derzeit mit Modellkommunen einen Handlungsleitfaden für Fußverkehrsstrategien. Mit dem Projekt möchte der Fachverband notwendige Grundlagen für eine strategische Förderung des Fußverkehrs auf kommunaler Ebene sammeln und weiterentwickeln. Angestrebt wird eine möglichst zielgruppengenaue Erfassung und Analyse der Be- dingungen und Bedürfnisse von Fußgängerinnen und Fußgängern. Es ist beabsichtigt, diesen Leitfa- den in 2018 zu veröffentlichen. Weitergehende Informationen zu den Aktivitäten des Fachverbandes sind einzusehen unter http://www.fussverkehrsstrategie.de/. Es ist beabsichtigt den Leitfaden, sobald er vorliegt, auszuwerten und ggf. auf Köln anzuwenden. gez. Blome
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1507/2017
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
- Datum
- 25.08.2017
- Erstellt
- 03.08.2017 00:27