AN/1093/2019
Loverboys
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FDP Anfrage nach § 4
2955 Zeichen
www.FDP-Koeln.de Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An den Vorsitzenden des Jugendhilfeausschusses Dr. Ralf Heinen Rathaus · 50667 Köln Fon 0221. 221-23830 Fax 0221. 221-23833 fdp-fraktion@stadt-koeln.de www.fdp-koeln.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 29.08.2019 AN/1093/2019 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Jugendhilfeausschuss 17.09.2019 Loverboys Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie folgende Anfrage auf die Tagesordnung der nächsten Sitzung des Jugendhilfeausschusses zu setzen. Durch die Berichterstattungen zu den aktuellen Strafprozessen um Zwangsprostitution in Wuppertal wird deutlich, dass von einem erhöhten Aufkommen als auch von einer hohen Dunkelziffer von sogenannten „Loverboy“-Fällen in Nordrhein Westfahlen auszugehen ist. Loverboys sind junge Männer, die gezielt nach minderjährigen Mädchen suchen, sie manipu- lieren, gefügig machen und sie dann zur Prostitution zwingen. Loverboys sprechen von der großen Liebe, machen großzügige Geschenke, schleichen sich in den Freundeskreis ein und suchen sich ihre Opfer vor Schulen, in der Nähe von Jugendtreffs oder im Internetchat. Die Landtagsfraktionen der FDP und CDU haben Anfang Juli eine Anhörung zur „Loverboy- Methode“ beantragt, um Präventionsmaßnahmen zu entwickeln. Ein erster Beitrag zur Auf- klärung ist bereits im März 2019 vom Ministerium für Heimat, Kommunales, Bau und Gleich- stellung des Landes NRW in Form eines Videos erstellt worden. Link zum Video: https://www.facebook.com/MHKBG.NRW/videos/vb.1392645197500577/314620309198326/ ?type=2&theater Wir bitten daher die Verwaltung um Beantwortung folgender Fragen: 1. Inwieweit sind der Verwaltung Fälle oder Anzeichen der „Loverboy-Methode“ in Köln bekannt? 2. Inwieweit sind die Mitarbeiter des ASD/GSD, Träger der freien Jugendhilfe, Jugend- verbände etc. bereits im Umgang mit der „Loverboy-Methode“ sensibilisiert? 3. Inwieweit gibt es auf kommunaler Ebene bereits Präventionskonzepte oder sogar be- stehende Projekte (z.B. Beratungsstelle für Opfer und Angehörige, auch innerhalb FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln - 2 - www.FDP-Koeln.de bestehender Einrichtungen) an welche sich Opfer und deren Familien der sog. „Lo- verboy-Methode“ wenden können? 4. Besteht ein Austausch der Stadt mit Polizei und Staatsanwaltschaft vor Ort und sieht die Verwaltung Möglichkeiten für eine stärkere Vernetzung zur Thematik? Besteht insbesondere eine Koordinierung hinsichtlich des Umgangs mit (potenziellen) Op- fern? 5. Inwieweit beabsichtigt die Stadt Köln die Aufklärungsarbeit des Landes in den Inter- netauftritt der Stadt Köln und die KölnApp zu integrieren? Mit freundlichen Grüßen gez. Ulrich Breite Sylvia Laufenberg Fraktionsgeschäftsführer Jugendpolitische Sprecherin
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1093/2019
- Typ
- FDP/KSG Anfrage nach § 4
- Datum
- 29.08.2019
- Erstellt
- 27.08.2019 11:35