AN/2235/2022
Stadtraum, Stadtgeschichte und Museen digital verbinden
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Gem. Antrag nach § 3 (CDU)
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Fraktion Bündnis 90/ Die Grünen im Rat der Stadt Köln CDU-Fraktion im Rat der Stadt Köln Volt-Fraktion im Rat der Stadt Köln An die Vorsitzende des Kunst- und Kulturausschusses Frau Elfi Scho-Antwerpes Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 29.11.2022 AN/2235/2022 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss Kunst und Kultur 29.11.2022 Stadtraum, Stadtgeschichte und Museen digital verbinden Sehr geehrte Frau Scho-Antwerpes, die antragstellenden Fraktionen bitten Sie, folgenden Dringlichkeitsantrag für die Sitzung des Kunst- und Kulturausschusses am 29.11.2022 auf die Tagesordnung zu setzen: Begründung der Dringlichkeit: Um das Vorhaben und insbesondere die Vergabe mit genügend Vorlaufzeit planen und or- ganisieren zu können, ist ein schnellstmöglicher Beschluss im Ausschuss für Kunst und Kul- tur erforderlich. Die vorhandenen Mittel sollten bis 31.12.2022 verausgabt werden, damit eine Realisierung in 2023 gewährleistet wird. Beschluss: 1. Die Verwaltung wird beauftragt, die Konzeption der Kölner Museumslandschaft auch digi- tal weiterzuentwickeln. Dabei sollen insbesondere die Anforderungen der Kulturentwicklungsplanung zur Via Culturalis und dem gesamten historischen Stadtkern in den Fokus genommen und pilo- tiert werden. Aufgezeigt werden sollen Verbindungen des öffentlichen Raums zu den städtischen und nicht-städtischen Museen und den weiteren auch sakralen Kulturorten. Nach einem erfolgreichen Pilotprojekt sollen weitere Museen und Kölner Kulturinstitutio- nen involviert werden können. 2. Das Konzept soll darauf ausgerichtet sein, Kunst und Kultur einem breiten Publikum leicht zugänglich zu machen und die digitale Vernetzung von historischen und musealen - 2 - Orten, Inhalten und Angeboten plattform- und geräteunabhängig zu ermöglichen, wie z.B.: - digitalen Stadtführungen inklusive ergänzender „Augmented Reality“-Angebote, - E-Learning-Angeboten, - Multimedia Guides und - andere, vor allem auch mobile Anwendungen 3. Alle digitalen Angebote sollen – unter Vermeidung von Doppelstrukturen - eingebettet werden können in ein Kölner Kulturportal, das diese digitalen Möglichkeiten der Museen und anderer historischer Orte bündelt und sinnvoll mit den analogen Kölner Kunst- und Kulturangeboten verbindet. 4. Alle zu dem o.g. Kontext gehörenden Projekte sind im Sinne eines digitalen Masterplans auf einer Roadmap abzubilden, die dem Ausschuss für Kunst und Kultur mindestens halbjährlich aktualisiert zur Kenntnis gegeben wird. 5. Der Ausschuss Kunst und Kultur beschließt die Freigabe von 200.000 Euro der im Haus- halt 2022 festgeschriebenen 250.000 Euro in der Teilplanzeile 0401 Museumsreferat für die “Digitalisierung von Kultureinrichtungen” für dieses Projekt. Begründung: Ein so gestalteter niedrigschwelliger Zugang zu Kultur schafft neue Zugänge in die Museen. Das Vorhaben lässt sich nahtlos mit dem zu entwickelnden Gesamtkonzept zu 2000 Jahren Stadtgeschichte verbinden. Dies insbesondere unter Bezugnahme aus der Beschlussfas- sung des Rates am 14.12.2021 (3523/2021). Mit der digitalen Erschließung des kulturellen und historischen Erbes in Köln – ausgehend von der physischen Verortung in der Stadt und den Museen – und einer publikumsbezoge- nen Vermittlung und Beteiligung verfolgt Köln einen einzigartigen Ansatz. Der gemeinhin verwendete Begriff des “Erweiterten Museums” wird so in alle Dimensionen gedacht und verbindet Dritte Orte und Kultur im Stadtbild mit dem Leben der Menschen. Entsprechend der Festlegungen im Kulturentwicklungsplan ist ein einheitliches System zur Erschließung der historischen Spuren im Stadtraum für eine interessierte Öffentlichkeit ein wichtiges Desiderat. Da- bei sollen den interessierten Besucherinnen und Besuchern unserer Stadt zielführende Hin- weise auf bedeutende historische Orte gegeben und ihr Zusammenhang mit der Stadtge- schichte dargestellt werden. (Aus Punkt 4. in die Begründung geschoben) Mit der zusätzlichen digitalen Erschließung dieser Orte und deren Inhalte sowie deren Ver- bindung mit dem historischen Stadtkern kann Köln in einem einzigartigen Ansatz eine zeit- gemäße publikumsbezogene Vermittlung und Beteiligung verfolgen. Der gemeinhin verwen- dete Begriff des “Erweiterten Museums” wird so um digitale Dimensionen erweitert und ver- bindet Dritte Orte und Kultur im Stadtbild mit dem Leben der Menschen. Der Antrag fußt auf den globalen Zielen des Kulturentwicklungsplans und steht auch im Ein- klang mit der Digitalstrategie der Museen 2022+, insbesondere mit den vier folgenden Hand- lungsfeldern 1. Publikum im Wandel 2. Digitale Vermittlung - 3 - 3. Das erweiterte Museum 6. Infrastruktur und Ausstattung Mit dem Beschluss zum vorliegenden Antrag und den damit freigegebenen Fördermitteln soll eine erste Konzeptphase unterstützt und finanziert werden. Die weitere Begründung erfolgt mündlich. Mit freundlichen Grüßen Gez. Lino Hammer gez. Niklas Kienitz Grüne-Fraktionsgeschäftsführer CDU-Fraktionsgeschäftsführer gez. Lucas Sickmöller Geschäftsführer Volt-Fraktion
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: ungeändert beschlossen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/2235/2022
- Typ
- Gem. Antrag nach § 3 (CDU)
- Datum
- 29.11.2022
- Erstellt
- 29.11.2022 14:48