2838/2023
Zukunft der städtischen App
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Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle OB/OB/132 Vorlagen-Nummer 13.09.2023 2838/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Digitalisierungsausschuss 18.09.2023 Zukunft der städtischen App Zur Historie: Die Stadt Köln-App wurde 2011 aufgrund eines Beschlusses im Wirtschaftsausschuss entwi- ckelt. Zum damaligen Zeitpunkt gab es keine mobile Version der städtischen Website stadt.koeln, sodass erheblicher Bedarf an der Verfügbarkeit der städtischen Online-Inhalte und Funktionen auf mobilen Geräten bestand. 2012 wurde die App erstmalig veröffentlicht, sowohl für Android- als auch Apple-Geräte. 2016 gab es ein größeres Update: Die App wurde um eine Kachel-Funktion erweitert, mithilfe derer die Nutzer*innen ihre favorisierten Inhalte individuell anordnen konnten. Aktueller Stand: Die App ist vom Grundkonzept her ein Internet-Browser, der auf die städtische Website zu- greift und diese ohne Kopf- und Fußbereich (somit auch ohne Navigationsmenü) ausgibt. Es gibt weder eine gesonderte Login-Funktion, noch sonstige, funktionelle Mehrwerte, die über die mobil angepasste, städtische Website hinausgehen. Sämtliche verfügbaren Inhalte der App lassen sich mit jedem internetfähigen Gerät, mithilfe aller handelsüblichen Browser über die mittlerweile mobil angepasste Version von stadt.koeln aufrufen. Dies gilt sowohl für rein informative Inhalte, als auch für Formulare und alle weiteren Web-Anwendungen (bspw. Hundesteuer-Anmeldung, Fundbüro-Suche etc.) Seit 2018 verfolgt die Verwaltung den „Mobile First“ Ansatz, das heißt das alle Inhalte auf stadt.koeln grundsätzlich mobil gedacht und umgesetzt werden. Der 2011 zu Recht gemeldete Bedarf für eine App ist somit aktuell nicht mehr vorhanden. Seit Juli 2022 entspricht die App zudem nicht mehr dem neuen städtischen Corporate Design. Eine Anpassung des Designs würde – aufgrund der veralteten Code-Basis – eine Neupro- grammierung erfordern, mit geschätzten Kosten in Höhe von > 100.000 Euro. Die Ombudsstelle für barrierefreie Informationstechnik des Landes NRW hat im Oktober 2022 die nicht erfüllte Barrierefreiheit der veralteten App moniert. Um die aktuellen Voraussetzun- gen zu erfüllen, wäre ebenfalls eine Neuprogrammierung notwendig. Seit dem Erscheinen 2012 wurde die App insgesamt über 50.000 Mal heruntergeladen. Die Zugriffe haben sich in den vergangenen Jahren stetig verringert. Derzeit liegen sie bei 500 bis 1.000 Zugriffen pro Tag. Im Vergleich dazu verzeichnet die städtische Website zwischen 35.000 und 95.000 Aufrufe pro Tag. Die App-Zugriffe liegen somit im Verhältnis bei ca. 1 bis 1,4%. 2 Das 2016 bereitgestellte Tool zur Aktualisierung der Inhalte ist mittlerweile nicht mehr funkti- onsfähig. Die bereits veralteten Inhalte zu Corona und Maskenpflicht können nicht entfernt werden. Zudem häufen sich Meldungen von Nutzer*innen, welche die App derzeit nicht mehr aufrufen können und stattdessen eine Fehlermeldung erhalten. Darüber hinaus ist die App auf neuen Android-Versionen nicht mehr über den Google App Store installierbar, auch hier wird eine Fehlermeldung angezeigt. Eine Neuprogrammierung wird aus den oben genannten Gründen als nicht sinnvoll und äu- ßerst unwirtschaftlich angesehen. Zukünftige Entwicklung: Als ersten Schritt wird die Verwaltung die App aus den App Stores von Google und Apple ent- fernen. Die App ist somit nicht mehr herunterladbar. Darüber hinaus wird ggf. eine Löschung auf Geräten angestrebt, auf denen die App heruntergeladen wurde. Derzeit wird die zukünftige Entwicklung der städtischen App verwaltungsintern in einer Pro- jektgruppe ergebnissoffen diskutiert. Bis Ende des Jahres 2023 soll den Gremien ein Vor- schlag unterbreitet werden. Gez. Reker
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 2838/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 13.09.2023
- Erstellt
- 01.09.2023 11:19