3524/2018
Wasserqualität im Stadtbezirk Nippes - Anfrage der SPD - 1324/2018
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Beantwortung einer Anfrage (BV)
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle II/20/201/2 Vorlagen-Nummer 3524/2018 Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 15.11.2018 Wasserqualität im Stadtbezirk Nippes - Anfrage der SPD - 1324/2018 hier: Beantwortung von Nachfragen aus der Sitzung der BV 5 am 26.04.2018 Im Rahmen der Beratung der Anfrage der SPD -Fraktion in der BV 5 (1324/2018) zur Wasserqualität im Stadtbezirk Nippes haben sich in der Sitzung der BV 5 am 26.04.2018 (TOP 7.1.6) Nachfragen ergeben. Die Verwaltung hat die RheinEnergie AG diesbezüglich um Stellungnahme gebeten. Die RheinEnergie AG beantwortet die Nachfragen wie folgt: Frage 1: Wenn die RheinEnergie also nach den Richtlinien der aktuelle n Trinkwasserverordnung untersucht, stellt sich die Frage, o b der Nachweis von Nanoplastik im Grundwasser generell nicht möglich ist , oder ob es bisher tatsächlich kein Nanoplastik im Grundwasser gab. Welcher Grenzwert ist für die RheinEnergie bezüglich de r Antibiotikarückstände, resistente Keime und Bakterien maßgeblich und wie hoch sind die eventuell vorgefundenen Rückstände an Arzneimitteln, Bakterien und multiresistenten Keimen? Antwort der RheinEnergie AG: „Zum Thema Nano-/Mikroplastik: Es bestehen keinerlei Zweifel darüber, dass in Oberflächengewässern Mikroplastik -Partikel vorkommen. Dieses wird aber von der RheinEnergie nicht als Trinkwasserquelle genutzt. Generell: Es ist aktuell noch schwierig, eine zuverlässige Bestimmung von Mikro -Plastik-Artikeln im Wasser vorzunehmen, weil die Ergebnisse oft durch Einträge bei der Probennahme oder andere externe Einflüsse verfälscht werden können. Standardisierte Verfahren dafür gibt es noch nicht, deswegen finden derartige Untersuchungen in unserem Labor a uch nicht routinemäßig statt. Wir begleiten die Thematik und die derzeit laufenden Forschungsvorhaben aber intensiv über unsere Verbandsarbeiten. Außerdem kommen im Wasser immer auch natürliche Feststoffpartikel vor. Sicher ist: Die bislang einwandfrei na chgewiesene Anzahl von Mikroplastik -Partikeln ist um Größenordnungen kleiner als die anderer fester Wasserinhaltsstoffe. Nach dem derzeitigen Stand der Forschung in Deutschland gibt es nur sehr vereinzelte Befunde von Mikroplastik im Trinkwasser. Laut Auss agen des Umweltbundesamtes ist das Trinkwasser für die Aufnahme von Mikroplastik beim Menschen mit Sicherheit der am wenigsten relevante Pfad. In Köln stammt das Trinkwasser aus Grundwasser, das durch mächtige Bodenschichten sickert und dabei hervorragend gefiltert wird. Deshalb ist es nahezu ausgeschlossen, dass das Trinkwasser Mikroplastik-Partikel aufweist. 2 Zum Thema multiresistente Keime: Die Häufigkeit der Resistenzfaktoren nimmt in der Reihenfolge Klinikabwasser/Ablauf von kommunalen Kläranlagen/ Oberflächengewässer ab. Grundwasser weist nochmals deutlich weniger Antibiotika-Resistenzfaktoren als Oberflächenwasser auf. Die Aufbereitung in Wasserwerken stellt auf die En tfernung von Mikroorganismen ab. Entsprechend zeigt sich auch in Wasserwerken ein e entsprechende Wirksamkeit bei der Reduktion von multiresistenten Keimen. Aufbereitetes Trinkwasser ist übl icherweise nicht oder nur in äußerst geringen Mengen mit Resistenzfaktoren belastet. Nach offizieller Aussage des Umweltbundesamtes hat Trinkwasser in der Praxis für die Verbreitung von krankheitserregenden antibiotikaresistenten Bakterien keine Bedeutung. Die RheinEnergie hat die aktuelle Berichterstattung aber dennoch zum Anlass genommen, ihr Trinkwasser auf antibiotikaresistente Bakterien und Ant ibiotikaresistenz-Gene zu untersuchen. Ergebnis war, dass in den Kölner Trinkwässern keine antibiotikaresistenten Bakterien und Antibiotikaresistenz-Gene nachgewiesen werden konnten. Zum Thema Arzneimittel und Antibiotika: Die RheinEnergie untersucht ih r Trinkwasser auch auf eine Vielzahl von Arzneimittel - und Antibiotikawirkstoffen. Die entsprechenden Befunde liegen im Trinkwasser des Wasserwerks Weiler, das Köln -Nippes mit Trinkwasser versorgt, bei den fast 100 untersuchten Einzelstoffen unter der Bestimmungsgrenze, sind also nicht nachweisbar. Damit ist auch die eine Konzentration von 0,1 µg/L sicher unterschritten.“ Frage 2: Es ist sehr erfreulich, dass die RheinEnergie auch das Rohwasser untersucht, obwohl der Gesetzgeber das nicht vorschreibt. Wu rden bei Rohwasseruntersuchungen Arzneimittel - und Antibiotikarückstände vorgefunden? Antwort der RheinEnergie AG „Nein.“ Frage 3: Ist es sichergestellt, dass keinerlei res istente Keime und Bakterien vom Grundwasser bis in das Trinkwasser gelangen konnten und wenn doch in welcher Menge? Antwort der RheinEnergie AG „Aus den vorgenannten Antworten geht hervor, dass das Kölner Trinkwasser vor diesen Stoffen/Fremdkörpern ausreichend geschützt ist.“ Frage 4: Arbeitet die RheinEnergie bereits jetzt scho n mit solchen zusätzlichen Filterstufen für multiresistente Keime und Bakterien? Antwort der RheinEnergie AG „Die Aufbereitung in unseren Wasserwerken stellt generell auf die Entfernung von Mikroorganismen einschließlich Keimen und Bakterien ab. Die Wirk samkeit ist damit auch für multiresistente Keime gegeben, wie die oben dargestellten Untersuchungsergebnisse belegen.“ 3 Frage 5: Wenn 4 mit "Nein" beantwortet wird: Wenn diese dann nachgerüstet werden müssen , denn, die gesundheitlichen, hygienischen und gesetzlichen Anforderungen an das Trinkwasser beeinflussen die Kosten, nicht umgekehrt ', mit welchen Kostensteigerungen haben dann die Verbraucher zu rechnen? Antwort der RheinEnergie AG „Kostensteigerungen aufgrund einer solchen Nachrüstung sind nicht z u erwarten, da eine solche Nachrüstung, wie dargestellt, nicht erforderlich ist“
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3524/2018
- Typ
- Beantwortung einer Anfrage (BV)
- Datum
- 31.10.2018
- Erstellt
- 26.10.2018 08:54