V/0059/2022
Sachstandsbericht Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Anlage A
2195 Zeichen
Anlage A zur V/0059/2022 Kurzüberblick Die Vorlage berichtet über den aktuellen Sachstand im zum 1. Januar 2022 begonnenen Förderprojekt „Modellprojekte Smart Cities“ (vgl. V/0075/2021). Es wird ein Überblick über die Entwicklung der Smart-City-Strategie und die Umsetzung der Maßnahmen der Förderphase A (2022) gegeben, sowie ein Ausblick auf die Förderphase B (2023-2026). Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit der Vorlage werden die Ziele verfolgt, Münster als Ort der Begegnung, als Marktplatz und als Motor der Stadtentwicklung zu stärken, das unverwechselbare Stadtbild zu bewahren und Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterzuentwickeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesellschaft Finanzierung Produktgruppe: 901 Stadt- und Regionalentwicklung, Stadtplanung Auswirkungen auf den Ergebnisplan X Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan X Ja Nein Im Haushaltsplan 2022 enthalten? Ja Nein X teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? X Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein X teilw. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig überwiegend freiwillig X vollständig freiwillig Die Strategie und die Maßnahmen sind wichtige Bausteine, um Digitalisierung als wichtigen T eilder Stadtentwicklung voranzutreiben (s. Beschluss „T eilnahmeam Förderaufruf ‚Modellprojekte Smart Cities‘ des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat“ vom 10.02.2021). Mit der Durchführung der genannten Maßnahmen werden verschieden Ratsanträge aufgegriffen und in T eilenbearbeitet. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Querschnittsthemen Klimaschutz und Demographie werden maßgeblich berührt. Durch die Smart City-Strategie und die geplanten Maßnahmen wie z.B. vernetzte Mobilität, Einbeziehung von alternativen Verkehrsmitteln, effizienter Ressourcensteuerung und Einsatz von moderner Sensorik und IT kann ein entscheidender Beitrag zum Klimaschutz bei gleichzeitig steigenden Bevölkerungszahlen geleistet werden.
Berichtsvorlage
18138 Zeichen
V/0059/2022 V/0059/2022 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Sachstandsbericht Förderprogramm "Modellprojekte Smart Cities" Beratungsfolge 31.03.2022 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht Bericht: Die Stadt Münster wurde im Sommer 2021 als eine von insgesamt 28 Kommunen der dritten Staffel der „Modellprojekte Smart Cities“ ausgezeichnet. Die T eilnahmeam Förderprogramm bietet die Möglichkeit, die Digitalisierung strategisch im Sinne einer integrierten, nachhaltigen und gemeinwohlorientierten Stadtentwicklung zu gestalten. Die offiziellen Zuschusszusagen für die Strategiephase (sog. Phase A) und die Umsetzungsphase (sog. Phase B) der Modellprojekte Smart Cities wurden der Stadt Münster am 10. Dezember 2021 durch die KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) übersandt. Mit den Zuschusszusagen wurden zugleich relevante Fördermodalitäten und -auflagen benannt. Mit dieser Berichtsvorlage wird ein Überblick gegeben über den Sachstand I.) der Strategieausschreibung, II.) der Phase A-Projekte (01.01.-31.12.2022) sowie III.) der Förderung der geplanten Phase B-Projekte (2023-2026). I. Ausschreibung einer Smart City-Strategie für Münster Im Sommer 2021 hat die Stabsstelle Smart City eine erste, sog. „Beta-Version“ der Strategie „Smart City Münster“ vorgelegt (vgl. V/0454/2021). Ziel der Strategie ist es, Digitalisierung und Stadtentwicklung vorausschauend und systematisch zusammenzudenken, um vielfältigen städtischen Herausforderungen (z.B. Klimawandel und Klimafolgenanpassung, demographische und soziale Entwicklungen, wirtschaftlicher Strukturwandel) auch mit digitalen Lösungen begegnen zu können. Die Weiterentwicklung der „Beta-Version“ der Strategie zu einer Version 1.0 soll nun über das Förderprogramm „Modellprojekte Smart Cities“ erfolgen. Im Dezember 2021 hat die Stabsstelle Smart City im Dezernat für Planung, Bau und Wirtschaft eine bundesweite Ausschreibung zur Begleitung der Strategieentwicklung durch ein entsprechendes Fachbüro auf den Weg gebracht. Das mehrstufige Ausschreibungsverfahren ist Mitte März 2022 abgeschlossen worden. Der ausgewählte Auftragnehmer wird das Arbeitsprogramm und das Vorgehen zur Stakeholder-Beteiligung voraussichtlich in der Mai-Sitzung des Ausschusses für Stadtplanung und Stadtentwicklung Dezernat III/Smart City 22.03.2022 Ihr/e Ansprechpartner/in: Herr Dr. Wolf T elefon:492-7074 wolf@stadt-muenster.de - 2 - V/0059/2022 vorstellen. Die Strategieentwicklung startet nach dem Auftaktgespräch mit dem Auftragnehmer Ende März 2022. Die Fördermodalitäten geben vor, dass diese bereits Ende Dezember 2022 abgeschlossen sein muss. Eine Beschlussfassung durch den Rat ist für das Frühjahr 2023 vorgesehen; die rechtzeitige Beschlussfassung bis spätestens Ende Juni 2023 ist erforderlich, um in die Phase B der Projektförderung (2023-2026) einsteigen bzw. diese fortsetzen zu können. Insgesamt steht damit ein äußerst kurzer Zeitraum von nur neun Monaten für die Strategieentwicklung zur Verfügung. Hintergrund dafür ist, dass die Stabsstelle Smart City den Projektbeginn für den 01.04.2022 beantragt hatte, der Fördermittelgeber mit Übersenden der offiziellen Zuschusszusage jedoch den Beginn zum 01.01.2022 vorgegeben hat. Von diesem frühzeitigeren Projektbeginn sind auch andere Kommunen der dritten Förderstaffel betroffen. Der durch den Fördermittelgeber vorgegebene frühzeitigere Projektbeginn wird voraussichtlich auch Auswirkungen auf den Umfang der Stakeholder-Beteiligung haben. Der frühzeitigere Projektbeginn hat zudem Auswirkungen auf die Personalsituation in der Stabsstelle Smart City, weil die zusätzlich beantragten und geförderten Stellen verfahrensbedingt frühestens erst ab Sommer 2022 besetzt werden können. II. Maßnahmen der Förderphase A (01.01.-31.12.2022) Aus dem o.g. durch den Fördermittelgeber vorgegebenen frühzeitigeren Projektstart resultiert, dass auch die Bearbeitungszeit für die fünf Phase A-Projekte sehr kurz ist und eine eingeplante Vorlaufzeit für Projektschärfungen und erforderliche Vergaben stark reduziert ist. Aus diesem Grunde haben die nachfolgend dargelegten Projektsachstände einen unterschiedlich detaillierten Bearbeitungsstand. Die Schärfung und Konkretisierung der Projekte erfolgt im Hinblick auf inhaltlich sinnvolle und zielführende Maßnahmen, die unter den bis Ende 2022 gegebenen zeitlichen, personellen und vergabetechnischen Rahmenbedingungen realisierbar sind und zugleich förderbedingte Erfordernisse an die Modellhaftigkeit der Maßnahmen erfüllen. II.1 Leezenflow – Grüne Welle-Assistent für den Radverkehr Leezenflow ist ein Grüne-Welle-Assistent für den Radverkehr, der es Radfahrenden ermöglicht, ihre Fahrgeschwindigkeit entsprechend der Ampelphase anzupassen und der einen besseren Verkehrsfluss für den Radverkehr ermöglichen soll. Der Leezenflow dient der Radverkehrsförderung und damit mittelbar der Erreichung der angestrebten Klimaneutralität der Stadt Münster. Mit der Beschlussvorlage V/0772/2021 wurde die Verwaltung beauftragt, aufgrund der positiven Evaluation des Leezenflow-Prototyps am Hörstertor die Installation von bis zu 10 weiteren Leezenflow-Geräte auf den Velorouten und an den Hauptrouten zu planen. Darüber hinaus wurden Weiterentwicklungen des Leezenflows sowie eine weitere Evaluation beauftragt. Aktuell wird eine Baubeschlussvorlage mit den Standorten für die relevanten politischen Gremien vorbereitet und in der nächsten Kette zur Beratung vorgelegt (V/0067/2022). Das Vergabeverfahren startet, sobald der politische Beschluss vorliegt. II.2 Ideenfarm: open source solution enabler Das Projekt „Ideenfarm“ (Arbeitstitel) hat die Unterstützung und Verstetigung von „offenen“ bürgerschaftlichen Ideen und Digitalprojekten durch ein Patenschaftsmodell zum Ziel. Analog etwa zur Ehrenamts- oder Kulturförderung geht es bei der Ideenfarm um die Förderung von digitaler Kultur und digitaler T eilhabe.Die Ideenfarm ist damit eine konsequente Weiterentwicklung der münsterschen Open-Data-Initiative sowie des damit verbundenen Auftrags, App-Entwicklungen zu unterstützen (V/0154/2018). Die Ideenfarm bietet zugleich großes Potenzial für eine digitale Stadtentwicklung, die das Know-how und Engagement der digitalen Community nutzt, weil daraus wertvolle und innovative Projekte entstehen können; dies zeigen etwa Projekte, die aus dem Hackathon „MÜNSTERHACK“ oder aus dem Netzwerk „Code for Münster“ hervorgegangen sind. Die Ideenfarm bietet nachhaltige Unterstützung bei Betrieb und Verstetigung von Open-Source App-, - 2 - V/0059/2022 Webseiten- und Softwareprojekten. Diese Projekte sollen in der Umsetzung einen klaren Münster- Bezug besitzen und können z.B. aus bürgerschaftlichem Engagement oder digitaler T eilhabein Münster oder in anderen Kommunen entstanden sein. Das grundlegende Konzept hinter der Ideenfarm besteht darin, für jedes Digital-Projekt Paten bzw. Patinnen für die Bereiche Inhalt, T echnik sowie finanzielle Unterstützung zu finden und zu vernetzen. Durch klare Definition der zu erledigenden Aufgaben sowie durch Vernetzung der unterschiedlichen Akteure sollen Projekte verstetigt werden und digitales Ehrenamt für neue Nutzergruppen erschlossen werden. Dieses Konzept wird auf einer Open-Government-Kollaborations-Plattform gebündelt, die über eine aktuell im Aufbau befindliche Internetpräsenz erreichbar sein wird. Das Projekt wird in Zusammenarbeit der Stabsstelle Smart City und der „Open Data Koordination“ bei der citeq umgesetzt. Ein informeller Lenkungskreis (Mitglieder u. a. von Digitalhub, Verein Bürgernetz, Code for Münster, European Research Center for Information Systems (ERCIS, WWU Münster), Freiwilligenagentur) unterstützt die Verwaltung, berät in regelmäßigen T erminenüber die Patensuche für laufende und weitere Projekte und steuert den Ausbau und die Vernetzung der Civic-T ech- Community. II.3 Klima-Dashboard und KlimaHeroes Das Projekt KlimaDashboard (Arbeitstitel, vormals „Energiehelden“) soll die Anstrengungen der Stadt Münster beim Klimaschutz verdeutlichen und den Sachstand und die Fortschritte dieser langfristigen Prozesse in einer digitalen Anzeigentafel darstellen. Mit dem Klima-Dashboard sollen auf einen Blick klimaschutzrelevante Daten, Zahlen und Fakten intuitiv veranschaulicht werden (vgl. Beschlusspunkt 7 von V/0628/2021). Das Klima-Dashboard soll alle Bürger und Bürgerinnen dazu befähigen, anhand von objektiv messbaren Daten einschätzen zu können, wie viel auf dem Weg zur Klimaneutralität 2030 bereits geschafft worden ist und wo noch weitere Anstrengungen erforderlich sind. Das Klimadashboard soll in Anlehnung an das bereits existierende Smart-City-Dashboard entwickelt werden (s. https://dashboard.smartcity.ms). Der thematische Fokus im Projektzeitraum 2022 liegt auf Daten zum Thema Energie (z. B. aktuelle Energieerzeugung münsterscher Windkraftanlagen). Aktuell erarbeitet die Verwaltung ein Konzept, um grundlegende Fragen zur Realisierung das Klima-Dashboards zu klären (u. a. Detailgrad der Daten, Visualisierungsmöglichkeiten, Weiterentwicklung mit weiteren Klimaschutzthemen ab 2023). Parallel dazu werden passende und verfügbare Datenquellen identifiziert, Gespräche zu entsprechenden technischen Schnittstellen und Abstimmungen mit den Stadtwerken Münster geführt sowie die Vergabe an einen Dienstleister zur Entwicklung des Dashboards vorbereitet. In Hinblick auf eine Abwicklung der Datenflüsse über eine Urbane Datenplattform (Projekt der Phase B) werden vorbereitende Arbeiten erledigt. Um die münstersche Bevölkerung weiter für das Thema Klimaschutz zu sensibilisieren und um die individuelle Selbstwirksamkeit zu erhöhen, ist zusätzlich die Einbindung von bürgergenerierten Daten in das Klima-Dashboard geplant. Hierzu soll die ehrenamtlich auf dem MÜNSTERHACK 2020 entstandene KlimaHeroes-App unterstützt werden. Damit können mit einem Gamification-Ansatz sowohl breitere Bevölkerungsschichten für klimafreundliches Handeln aktiviert werden als auch das bestehende städtische Klimatraining-Programm digital unterstützt werden. Auf dem Klimadashboard sollen dann eine oder mehrere Kennzahlen aus der Nutzung der KlimaHeroes-App dargestellt werden (z. B. durch bewussten Autoverzicht gesparte CO2-Emissionen oder Anzahl aktiver Challenges pro Stadtteil). II.4 Jugendbeteiligung in der Digitalen Stadt Viele Gründe sprechen dafür, die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen an Fragen und Themen der Stadtentwicklung systematisch weiter auszubauen, wie z.B. Stärkung der lokalen Demokratie durch Mitgestaltungsmöglichkeiten, Stärkung des Selbstwertgefühls, stärkere Identifikation, „frische Ideen“ und Kreativität für Planungsprozesse, Nutzung des Erfahrungswissens für passgenauere Planungen. Die Kinder- und Jugendbeteiligung in der Stadtentwicklung soll daher strukturell weiterentwickelt werden, und hierfür sollen auch digitale Möglichkeiten genutzt werden (s. V/0553/2021). - 2 - V/0059/2022 Unter dem Titel „Jugendbeteiligung in der Digitalen Stadt“ (Arbeitstitel, vormals „Young Smart City“) verfolgt dieses Projekt die Ziele a) einer Beteiligung von Jugendlichen an Stadtentwicklungsprozessen, b) der Erforschung ihres Lebensumfeldes im Stadtteil mit Hilfe zeitgemäßer sozialer Medien, um Stadtentwicklung anschaulich und erlebbar zu machen, und c) der Befähigung von Jugendlichen im Bereich der Softwareentwicklung und des Mitwirkens an einer Digitalen Stadt. Um möglichst viele und unterschiedliche Jugendliche zu erreichen, empfiehlt es sich, eine Vielfalt unterschiedlicher Beteiligungsformate anzubieten und On- und Offline-Methoden eng miteinander zu verzahnen. Damit dies gelingt, umfasst das Projekt drei T eilbausteine: Strategisch beteiligen: Über Workshops und weitere geeignete Formate tragen Mitglieder des Jugendrates der Stadt Münster zur Entwicklung der Smart City-Strategie bei. Hintergrund ist insbesondere, dass der Jugendrat anlässlich der Beratung der Vorlage V/0487/2021 („MünsterZukünfte 20|30|50“) großes Interesse artikuliert hat, in Folgeprozesse eingebunden zu werden und sich dabei aktiv einzubringen. Kreativ begeistern: Gerade für Jugendliche bieten social media Möglichkeiten, eigene Ansichten medial zu artikulieren und diese auch einer neuen vernetzten Öffentlichkeit zu zeigen. Dies sind wichtige Potenziale für die Partizipation mit und über Medien. Social media bergen zugleich Herausforderungen für die Realisierung von Partizipation und die Kommunikationskultur im Netz. In ausgewählten Stadtteilen soll untersucht werden, wie sich Jugendliche über social media in die Stadt(teil)entwicklung einbringen und etwa Missstände, Verbesserungspotenziale und Ideen einbringen können. Digital befähigen: Im Digitallabor Münster bekommen Kinder und Jugendliche Grundlagen in Softwareprogrammierung spielerisch vermittelt. Für das Projekt sind relevante Fachämter und Einrichtungen eingebunden wie die Stabsstelle Digitale Bildung (Schulamt), das Amt für Kinder, Jugendliche und Familien sowie die Stabsstelle Strategische Stadtentwicklung. II.5 Werkraum Innenstadt Das Projekt „Werkraum Innenstadt“ knüpft explizit an das Motto des Smart City Modellprojekte- Förderprogramms „Gemeinsam aus der Krise: Raum für Zukunft“ an, bei dem das Wiederbeleben von Städten und Innenstädten sowie das Wiedererstarken der Wirtschaft im Mittelpunkt steht. Zum Zeitpunkt der Antragstellung zielte das Projekt auf eine Attraktivitätssteigerung der Innenstadt u.a. durch Ansiedlung von (Digital)Wirtschaft und Handwerk in leerstehenden Ladenlokalen ab. Weil hierzu in dem umfassenden Innenstadtprozess „Stadt.Raum.Leben - Münsters Mitte Machen“ mittlerweile verschiedene Maßnahmen eingeleitet worden sind (u.a. Aufbau Zentrenmanagement sowie Fördermittel aus dem Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren NRW), wird der Schwerpunkt des Projektes leicht verschoben, wenngleich es immer noch auf Lösungen zur Verbesserung und Stärkung der Innenstadt und Wirtschaft abzielt. Das Projekt besteht nunmehr aus zwei T eilbausteinen,die entscheidende Vorarbeiten für das Phase B-Projekt „Ganzheitliche City-Logistik durch klimaneutrale Lieferung“ ab Januar 2023 liefern sollen. Zugleich werden damit politische Anträge aufgegriffen, die das verstärkte Einbinden digitaler Lösungen für die Innenstadt zum Ziel haben (z.B. Antrag der CDU Ratsfraktion A-R/0010/2021 „Den Strukturwandel in der Innenstadt smart gestalten“ sowie Haushaltsbegleitantrag 2021 von Bündnis 90/Die Grünen Ratsfraktion, SPD Ratsfraktion und Volt „Startschuss für eine Innenstadt 4.0“). Zum einen sollen im Rahmen einer Machbarkeitsstudie zum Thema „Innerstädtische Lieferverkehre“ Rahmenbedingungen, Chancen und Herausforderungen für einen ganzheitlichen City Logistik-Ansatz erforscht und identifiziert werden. Da der öffentliche Raum eine begrenzte Ressource ist und der Onlinehandel signifikant an Relevanz gewinnt und den urbanen Lieferverkehr in den nächsten Jahren vor neue Herausforderungen stellt, müssen nachhaltige umweltschonende Lösungen entwickelt werden, etwa durch Nutzung und Weiterentwicklung von Lastenrad-Lieferverkehren und Mikrodepots. Im Mittelpunkt der Machbarkeitsstudie stehen u.a. die Fragen: Wie kann die „letzte“ Meile in Münster anders und nachhaltiger gestaltet werden und welche Potentiale haben Maßnahmen wie Mikrodepots - 2 - V/0059/2022 und Lieferungen durch Lastenräder? Welche Standorte sind in Münster für Mikrodepots und Lastenradlogistiker geeignet und realisierbar? Wo liegen die Schwierigkeiten in der praktischen Umsetzung, etwa bei der Bündelung von Akteuren, der Flächensuche und der Verortung in Stadtteilen? Zum anderen wird parallel zur Machbarkeitsstudie die Umsetzung eines T estbetriebsvon Mikrodepots an geeigneten Standorten in der Innenstadt und in Stadtteilen geprüft. Diese Depots sollen in einem T estbetriebdurch Fahrradkuriere bedient werden und für den Versand von Waren aus der Innenstadt sowie von Einzelhändlern aus dem jeweiligen Stadtteil genutzt werden können. Auch hiermit werden die o.g. Fragen adressiert und bewusst Antworten aus der Praxis gesucht. Die Standorte der Paketstationen müssen im Laufe der Projektkonkretisierung noch genau festgelegt werden. III. Förderphase B (2023-2026) Mit o.g. Schreiben vom 10. Dezember 2021 hat die Stadt Münster auch den Förderbescheid für die Phase B-Projekte erhalten. Eine Förderzusage erfolgte für die Projekte „Ganzheitliche City-Logistik“, „Funkhaus 2.0/Digitallabor“, „Entwicklung eines Messstations-Netzwerkes zum Erheben von Umweltdaten“, „Urbane Datenplattform Münster“, „Data-Leeze: smarte Fahrradstadt Münster“ und „Entwicklung und Umsetzung von quartiersbezogenen Digitalprojekten für Oxford und York.“ Die inhaltliche Schärfung und Konkretisierung dieser Projekte erfolgt in den kommenden Monaten parallel zur Erstellung der Strategie und wird mit Fertigstellung der Politik zur Beratung vorgelegt. Für die beantragte Maßnahme „BOOST :Loop und Busverkehr beschleunigen“ wurde im Herbst 2021 eine Nachevaluierung durch den Fördermittelgeber vorgenommen. Im Ergebnis wird diese Maßnahme gemäß o.g. Schreiben nicht gefördert und die Gesamtfördersumme entsprechend gekürzt, weil die Maßnahme aus Sicht des Fördermittelgebers auf die Verkehrssteuerung fokussiere und damit im Programm Modellprojekte Smart Cities nicht förderfähig sei. Das Herausstreichen einzelner Maßnahmen durch den Fördermittelgeber ist in der Dritten Förderstaffel leider kein Einzelfall und betrifft auch andere Modellkommunen. Gleichwohl strebt die Verwaltung an, das Projekt bzw. den Einsatz intelligenter Kommunikationstechnologien zur Optimierung des öffentlichen Personennahverkehrs weiterzuverfolgen und hierfür künftige Förderprogramme in den Blick zu nehmen. Die Förderphase B (Umsetzungsphase) wird bis Ende 2026 dauern und nunmehr ein Projektvolumen von 8,3 Mio. € beinhalten. IV. Finanzielle Auswirkungen Die erforderlichen Finanzmittel für die Strategieentwicklung sowie die Phase A-Projekte werden über die Budgets der jeweiligen Ämter bereitgestellt. Für die Projekte der Phase B (2023-2026) sind die notwendigen Ansätze (Eigen- und Fremdmittel) in den Haushaltsplanentwurf 2023 aufzunehmen. In Vertretung gez. Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A - 2 - V/0059/2022
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- V/0059/2022
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 14.03.2022
- Erstellt
- 20.01.2022 16:51