V/0761/2024
Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde - Abschlussbericht
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Berichtsvorlage
19665 Zeichen
V/0761/2024 V/0761/2024 Öffentliche Berichtsvorlage Betrifft Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde - Abschlussbericht Beratungsfolge 10.12.2024 Bezirksvertretung Münster-Südost Bericht 20.02.2025 Ausschuss für Stadtplanung und Stadtentwicklung Bericht Bericht: Anlass / Hintergrund: Mit der Vorlage V/0391/2018 „Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten und Durchführung von Zukunftswerkstätten für Außenstadtteile der Stadt Münster“ hat der seinerzeitige Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen (ASSVW) in seiner Sitzung am 21.06.2018 die Verwaltung beauftragt – bei Vorliegen bestimmter Voraussetzungen – zunächst mit der Erarbeitung von Stadtteilentwicklungskonzepten (STEK) für die Stadtteile Nienberge, Roxel, Handorf und Hiltrup- Ost zu beginnen. Für den Stadtteil Angelmodde wurde unter Punkt 2.5 beschlossen, dass vor Start der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes die liegenschaftlichen Fragestellungen bezüglich der geplanten Wohnbauflächenentwicklungen gemäß den Ergebnissen der Planungswerkstatt 2030 und der Fortschreibung des Wohnsiedlungsflächenkonzeptes 2030 abzuklären sind. Mit der Vorlage V/0671/2020 „Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde“ vom 27.07.2020 wurde die Verwaltung da- mit beauftragt, vor dem Hintergrund der wohnbaulichen Entwicklungen in und um Angelmodde, wel- che die Infrastruktur und Bevölkerungsstruktur von Angelmodde beeinflussen, mit der Erarbeitung des Konzeptes zu beginnen. Nach Fertigstellung der STEKs für Nienberge (2020), Handorf (2021) und Hiltrup-Ost (2022) sowie vorhandenen freien Personalkapazitäten im Stadtplanungsamt, konnte da- raufhin im Jahr 2021 mit der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes für Angelmodde begon- nen werden. Ziel des 2021 gestarteten Prozesses war es, die in Angelmodde vorhandenen Handlungsbedarfe zu identifizieren, um gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Leitbild der zukünftigen Entwick- lung zu entwerfen, welches einen Rahmen für die Entwicklung Angelmoddes für die nächsten Jahre bieten soll. Dazu sollten im Rahmen einer breiten Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger und weite- rer Akteurinnen und Akteure sowie der lokalen Politik, Leitziele und Maßnahmenvorschläge erarbeitet und diskutiert werden. Die Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes erfolgte durch das Stadt- planungsamt. Das Planungsbüro plan -lokal PartmbH aus Dortmund wurde mit der Moderation von drei öffentlichen (Beteiligungs-)Veranstaltungen beauftragt (V/0671/2020). Stadtplanungsamt 26.11.2024 Ihr/e Ansprechpartner/in: Frau Drößler Telefon: 492-1262 Droessler@stadt- muenster.de - 2 - V/0761/2024 Erarbeitungsprozess: Die Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes verlief mehrstufig und dialogorientiert. Es fanden mehrere analoge, digitale und hybride Beteiligungsveranstaltungen statt. Es erfolgte zunächst eine umfassende Bestandsanalyse des Stadtteils mittels eines analogen / digitalen Fragebogens, der sich an die Bürgerschaft richtete, sowie persönlichen Gesprächen mit sogenannten Schlüsselpersonen im Stadtteil. Außerdem wurden die Grundschulen, Kinder und Jugendliche, Seniorinnen und Senioren sowie verschiedene Arbeitskreise beteiligt. Zudem wurden die Fachämter der Stadt Münster und die lokale Politik (Interfraktioneller Arbeitskreis) eingebunden. Die Ergebnisse der vielfältige n Beteili- gungsformate wurden in einer hybriden Auftaktveranstaltung im August 2022 den Teilnehmenden vorgestellt. In drei verschiedenen Themengruppen konnten die Bürgerinnen und Bürger ihre Anre- gungen, Ideen und Kritik aber auch Bedenken zur Stadtteilentwicklung mitteilen. Eine Arbeitsgruppe fand digital statt. Aufbauend auf den Ergebnissen der Bestandsanalyse sowie der Auftaktveranstal- tung wurden verschiedene Maßnahmen - und Projektvorschläge in den drei Handlungsfeldern „Zu- sammenleben und Infrastruktur“, „Wohnen und Wohnumfeld“ sowie „Landschaft, Freiraum und Klima“ erarbeitet. Diese Vorschläge wurden in einer Projektwerkstatt im April 2023 mit den Bürgerinnen und Bürgern intensiv diskutiert. Begleitend erfolgte zudem eine digitale Beteiligung (April / Mai 2023), in welcher alle Interessierten Ihre Meinung und Anregungen abgeben konnten. Interaktiv konnten zu- dem weitere eigene (Maßnahmen-)Vorschläge gemacht werden. Der öffentliche Abschluss des Erarbeitungsprozesses erfolgte in einer Abschlussveranstaltung im Februar 2024, die als Video aufgezeichnet wurde. Dort wurden der Erarbeitungsprozess sowie die Ergebnisse und das weitere Verfahren zur Umsetzung vorgestellt. Da ein Stadtteilentwicklungskon- zept verschiedenste Themen und Fragestellungen betrifft, erfol gte parallel zur Öffentlichkeitsbeteili- gung auch eine breite verwaltungsinterne und politische Begleitung (Interfraktioneller Arbeitskreis) des Prozesses u.a. zur Prüfung der Umsetzbarkeit von Maßnahmenvorschlägen. Gesamtstädtische Verkehrsthemen wurden im Rahmen der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungs- konzeptes ein Stück weit außen vorgelassen. Dazu zählen z.B. der zukünftige Ausbau des Alberslo- her Weges, die Reaktivierung der WLE oder die Veloroutenplanung. Diese Planungen werden bereits in gesamtstädtischen Planungen und Prozessen, wie dem Masterplan 2035+ oder weiteren Verfah- ren, unter intensiver Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger, bearbeitet. Anregungen oder Hinweise zu diesen Projekten wurden im Rahmen des Erarbeitungsprozesses an die Fachämter weitergege- ben. Wesentliche Ergebnisse des Stadtteilentwicklungskonzeptes: Durch den fortwährend intensiven Austausch und Beteiligung der Bürgerschaft und der Akteurinnen und Akteure im Stadtteil an der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes, liegen folgende we- sentliche Ziele und Ergebnisse für die zukünftige Stadtteilarbeit in Angelmodde vor: Übergeordnete Leitziele: Die prägende Qualität des Stadtteils Angelmodde ist die Lage in einem attraktiven und ökolo- gisch wertvollen Naturraum bei gleichzeitiger Nähe zur Innenstadt von Münster. Die Mitte des Stadtteils Angelmodde wird von grüner Kulturlandschaft geprägt. Schutz, Entwicklung und Er- lebbarkeit dieser Naturräume werden für den Stadtteil sowie für die Gesamtstadt Müns ter gleichermaßen gewährleistet. Die drei Ortsteile Angelmodde-Dorf, Angelmodde-Waldsiedlung und Angelmodde-West besit- zen jeweils eine eigen e Identität und entwickeln sich ihrem individuellen Charakter entspre- chend weiter. Die drei Ortsteile werden untereinander stärker vernetzt. Die Lebensqualität in allen drei Ortsteilen wird weiter gestärkt und ausgebaut. - 3 - V/0761/2024 Wesentliche handlungsfeldbezogene Ziele: Zusammenleben und Infrastruktur Wohnen und Wohnumfeld Landschaft, Freiraum und Klima Bildung-, Beratungs - und Kul- turangebote werden gefördert und perspektivisch auf in einer sozialen Einrichtung auf dem Clemens- August-Platz ver- ortet. Vielfältige und bezahlbare Wohnformen für Familien sol- len in allen Ortsteilen geschaf- fen und dauerhaft gesichert werden. Sicherung der Grünflä chen zwischen den Ortsteilen und Förderung der Naherholungs- potenziale. Der Zusammenhalt der vielfäl- tigen Nationen und Kulturen in Angelmodde wird gefördert. Aufwertung und ggf. Neuge- staltung öffentlicher Räume. Verbesserung und Ausbau der Vernetzung und Erreichbarkeit im Stadtteil, z.B. durch Fuß - und Radwege. Anpassung der Bildungsinfra- struktur für Kinder und Jugend- liche. Die Verkehrssicherheit sowie die Sicherheit im Allgemeinen werden im Stadtteil verbessert. Sicherung touristischer Ange- bote und ggf. Erweiterung. Verbesserung der verkehrli- chen Anbindung innerhalb des Stadtteils und in angrenzende Stadtteile. Sanierung von Wohnungsbe- ständen und Förderung von öffentlich geförderten Wohn- raum. Klimaschutz und Klimaanpas- sung werden durch vielfältige Maßnahmen im Freiraum -, Verkehrs- und Wohnungssek- tor berücksichtigt. Die Nahversorgungsangebote werden gesichert und wenn möglich, insbesondere in An- gelmodde-Dorf und Angelmod- de-Waldsiedlung, erweitert. Handlungsfeld Zusammenleben und Infrastruktur: Das Handlungsfeld Zusammenleben und Infrastruktur ist das Handlungsfeld mit den meisten Projek- ten und Maßnahmenvorschlägen im Stadtteilentwicklungskonzept. Dabei wird eine gr oße Themen- breite abgedeckt. Insgesamt ist es u.a. Ziel, die vorhandenen Bildungs-, Beratungs- und Kulturange- bote zu erhalten, zu stärken sowie weiter auszubauen. Ein perspektivisch auf dem Clemens-August-Platz entstehendes sozial-integratives Zentrum auf dem jetzigen Grundstück der ASB Großkindertagespflege, könnte die vielfältigen Angebote, insbesondere für die Waldsiedlung, bündeln. Intensive Gespräche und Überlegungen einzelner Akteure finden be- reits statt. Ein Finanzierungs- und Umsetzungskonzept muss hierfür erstellt werden. Ein mögliches Quartierszentrum auf dem Clemens-August-Platz bietet zudem ein großes sozial-räumliches Potenzi- al und könnte zudem weitere Aufwertungsmaßnahmen des Platzes ermöglichen bzw. mit sich ziehen. Treffpunkte und Begegnungsorte für die Bürgerinnen und Bürger im Stadtteil, besonders für die Ju- gendlichen, sollen bedarfsgerecht geschaffen und ausgebaut werden, sodass eine stärkere Vernet- zung unter den drei Ortsteilen stattfinden kann. Hier ist u.a. das Kulturamt der Stadt Münster mit sei- nem Stadtteilkulturmanagement bereits im Stadtteil aktiv und in Gespräche n mit Akteurinnen und Akteuren vor Ort. Im Rahmen des Beteiligungsprozesses wurden die vorhandenen Angebote sowie neue informelle Treffpunktmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche in der Waldsiedlung intensiv dis- kutiert. Darauf wird in der Umsetzungsphase ein großes Augenmerk gelegt werden müssen. Dieses Thema wurde von den politischen Vertreterinnen und Vertretern im Stadtbezirk Südost bereits aufge- nommen. Vorhandene Sportangebote sollen erhalten und wenn möglich weiterentwickelt werden. Ein Fokus wird ebenfalls auf die Nahversorgung gelegt werde n müssen. Vor allem die Sicherung (und ggf. der Ausbau) des vorhandenen Nahversorgers K+K an der Kreuzung Am Schütthook / Albersloher - 4 - V/0761/2024 Weg hat eine hohe Priorität. Außerdem soll die v erkehrliche Anbindung zur Innenstadt, nach Wol- beck, Hiltrup und nach Gremmendorf sowie die Vernetzung im Stadtteil verbessert werden. Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld: Das Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld hat insgesamt fünf Maßnahmen- und Projektvorschlä- ge und gliedert sich in zwei Gruppen. Zum einen in das Themenfeld Wohnen und Wohnumfeld sowie in das Themenfeld Sicherheit und Sauberkeit. Wichtiges Ziel für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils ist es, die neuen Baugebiete in und um Angelmodde mit der vorhandenen Infrastruktur zu verknüpfen. Dieses Ziel wurde von den Menschen im Rahmen des Beteiligungsprozesses deutlich artikuliert. Für das Baugebiet südlich der Hiltruper Straße haben die Erschließungsarbeiten begonnen. Den Bewohnerinnen und Bewohnern, besonders in der Waldsiedlung, war eine Verzahnung der Infrastruktur (z.B. zukünftiger Schulweg zur Eichen- dorffschule) und Integration der neuen Bewohnerinnen und Bewohner des künftigen Baugebiets süd- lich Hiltruper Str. wichtig. Ein weiteres Ziel soll die Schaffung von vielfältigen und bezahlbaren Wohn- formen sein, insbesondere für Fam ilien und ältere Menschen. Die (energetische) Sanierung von Wohnungs- und Gebäudebeständen ist zukünftig enorm wichtig, damit Angelmodde weiter als attrak- tiver Wohnstandort bestehen kann. Teilweise weisen die öffentlichen Räume, wie z.B. in Bereichen des Geschosswohnungsbaus, Mängel in der Aufenthaltsqualität auf. Hier gilt es, Ansätze und Lösun- gen für eine Aufwertung zu finden. Dies kann nur gemeinsam mit den Wohnungsbaugesellschaften und der Bewohnerschaft umgesetzt werden. Zum Teil erfolgten bereits einige Aufwertungsmaßahmen im Stadtteil wie z.B. Spielplatzsanierungen. Weitere mögliche Maßnahmen können z.B. eine Verbes- serung der Infrastruktur für Fahrradabstellanlagen im Umfeld des Geschosswohnungsbaus sein. Den Bürgerinnen und Bürgern war im Rahmen der Beteiligung ebenso das Thema Sicherheit / Sau- berkeit und insbesondere die Verkehrssicherheit wichtig. Es wurden viele Anregungen und Vorschlä- ge unterbreitet wie z.B. Verbesserungen in de r Beleuchtung. Hier soll zukünftig sukzessiv eine Um- stellung auf LED Beleuchtung stattfinden; zusätzliche Beleuchtung ist jedoch größtenteils aufgrund vorhandener Naturschutzgebiete, Waldgebiete oder des Schutzes von Tieren nicht möglich . Es gab zudem viele Anregungen zur Verbesserung der Verkehrssicherheit wie z.B. auf der Theodor-Heuss- Straße oder dem Angelmodder Weg, hier stehen noch Prüfungen seitens der Verwaltung aus. In der Vergangenheit waren bestimmte Maßnahmen jedoch aus rechtlicher Restriktionen nicht umsetzbar. Dennoch muss zukünftig der Fokus auf eine Verbesserung der Verkehrssicherheit durch verschiede- ne (alternative) Maßnahmen gelegt werden. Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und Klima: Im Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und Klima wurden im Rahmen des Stadtteilentwicklungskon- zeptes fünf Maßnahmen- und Projektvorschläge erarbeitet. Diese gliedern sich in zwei Bereiche: Kli- maschutz sowie Naherholung und Tourismus. Angelmodde zeichnet sich durch seine Lage in einem attraktivem Landschaftsraum mit hoher ökologischer Bedeutung, Naherholungsqualitäten und Frei- räumen aus. Die Bürgerinnen und Bürger schätzen diese Qualitäten, die ruhige Lage Angelmoddes im Stadtgebiet und die kurzen Wege in die Innenstadt sowie in die angrenzenden Stadtteile, und die damit verbundene hohe Lebensqualität. Es gibt ein gutes Netz an Fuß-, Rad- und Wanderwegen wel- ches es weiter zu qualifizieren gilt, auch in Hinblick auf die Vernetzung mit den neuen Baugebieten wie z.B. nach Hiltrup-Ost oder zum ehemaligen Westfalengelände. Aber auch die Veloroutenplanung spielt künftig eine wichtige Rolle, wenn es um die Verbesserung und Qualifizierung des Fuß - und Radverkehrs geht. Weiterhin zeichnet sich Angelmodde durch seine Flussläufe mit Werse und Angel, ein gutes Gastronomie- und Freizeitangebot sowie zahlreichen Spielplätzen aus. - 5 - V/0761/2024 Ein ökologischer Ansatzpunkt hinsichtlich des Hochwasserschutzes mündete bereits in der Erstellung einer Starkregengefahrenkarte, welche für weitere Planungen als Grundlage dienen soll. Weitere Re- naturierungsmaßnahmen sowie Hochwasserrisikomanagement -Pläne sind seitens der Verwaltung vorgesehen. In Angelmodde wurden und werden viele Spielplätze saniert. Dazu zählt zum Beispiel aktuell der Spielplatz an der Annette-von-Droste-Hülshoff Grundschule welcher saniert wird oder der erneuerte Spielplatz am Middelkamp. Bald soll auch der Spielplatz an der Vogelrohrsheide saniert werden. Der Kanu-Tourismus soll ebenfalls gesichert aber nicht stärker ausgebaut werden. Ziel im Stadtteilentwicklungskonzept ist zudem die touristische Entwicklung in Angelmodde-Dorf durch e ine Stärkung und Verknüpfung von künstlerischen, kulturellen und touristischen (Ausflugs -)Zielen, Maß- nahmen und Angeboten. Ein sogenannter Kunst- und Kulturweg als Mittel der landschaftlichen Ver- knüpfung und Vernetzung der drei Ortsteile, unter Hervorhebung besonderer Orte im Stadtteil, könnte zudem die Stadtteilidentität und das Zusammengehörigkeitsgefühl stärken, vorhandene Fuß - und Radwege verknüpfen sowie neue Treffpunkte und Orte der Kommunikation schaffen. Weiteres Vorgehen / Umsetzung Das vorliege nde Stadtteilentwicklungskonzept bildet ein informelles Planungsinstrument, welches eine strategische Orientierung und den Rahmen für die weitere Entwicklung des Stadtteils abbildet. Es kann von den politischen Vertreterinnen und Vertretern, den Fachämtern der Stadt Münster, den Bürgerinnen und Bürgern sowie den Akteurinnen und Akteuren vor Ort genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Ziele und Maßnahmenvorschläge einzelne Projekte anzustoßen und falls erforderlich die nötigen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die in diesem Konzept vorgestellten Ziele und Maßnahmenvorschläge haben, bedingt durch ver- schiedene Faktoren, einen unterschiedlichen Umsetzungshorizont. Während sich einige Projekte be- reits in Umsetzung befinden bzw. mittelfristig u mgesetzt werden, bedarf es bei anderen Projekten längerer Planungen, Abstimmungen oder auch noch weiterer politischer / planerischen / rechtlicher und finanzieller Voraussetzungen. Zudem bedarf es bei einigen Projekten personeller und finanzieller Ressourcen innerhalb der Stadtverwaltung. Die Reihenfolge bzw. Priorität der handlungsfeldbezoge- nen Ziele bzw. Maßnahmen und Schwerpunkte im Stadtteilentwicklungskonzept wurde vom Interfrak- tionellen Arbeitskreis vorgeschlagen. Zudem wurden bei den Maßnahmenvorschlägen verschiedene Umsetzungshorizonte, mögliche Abhängigkeiten und Voraussetzungen sowie Umsetzungsprioritäten aufgezeigt. Einige Maßnahmen und Projekte konnten bereits während der Erarbeitungsphase umgesetzt werden: Feuerwehrgerätehaus Angelmodde-Dorf: Einbau einer zusätzlichen Tür Wohnumfeldverbesserung in der Waldsiedlung: Verbesserungen und regelmäßigere Reini- gung der Spielplätze durch die LEG; Entfernung eines defekten Jägerzauns an der Eichen- dorffstraße Sanierung des Spielplatzes am Middelkamp und A ufwertung / Ergänzung Spielplatz an der Boelstraße Organisation und Durchführung eines Sommerfestes verschiedener Akteurinnen und Akteure in der Waldsiedlung zur Stärkung des Zusammenhalts, der Nachbarschaft und Stadtteilidenti- tät Neben den geplanten wohnbaulichen Entwicklungen (Westfalen -Gelände und Baugebiet südlich Hiltruper Str.) und damit einhergehend die Anpassung der sozialen und verkehrlichen Infrastruktur (wie KiTa -und Schulneubau bzw. einem Verkehrskonzept für die Heidestraße) und weiteren Ma ß- nahmen wie der Sanierung der Annette -von-Droste-Hülshoff Grundschule oder die Sanierung der Angelbrücke in Angelmodde-Dorf, sind weitere Maßnahmen und Projekte geplant, u.a.: Austausch der Straßenbeleuchtung auf LED Car-Sharing Angebote am Standort Am Schütthook - 6 - V/0761/2024 Zusätzliche Hundekotbeutelspender am Standort Haus Angelmodde Instandsetzung der Fahrbahn Angelmodder Weg – Pirolweg – Elsterweg; von Osten bis zum Amselweg. Erarbeitung eines gesamtstädtischen Sportflächenentwicklungskonzepts Die Begleitung des Umsetzungsprozesses wird im Stadtplanungsamt vor allem durch eine Stadtteil- kümmerin übernommen. Diese wird Ansprechpartnerin für die Begleitung der Umsetzung der im Stadtteilentwicklungskonzept genannten Maßnahmen und Projekte sein und dabei stets im engen Austausch mit den zuständigen Fachämtern stehen. Zudem stehen im Stadtteil - und Quartiersma- nagement von Münster Marketing weitere Kolleginnen zur Verfügung, die in Abstimmung mit dem Stadtplanungsamt ausgewählte Projekte auf Grundlage der Ergebnisse des Stadteilentwicklungskon- zeptes initiieren und deren Umsetzung begleiten. Die Bürgerinnen und Bürger sowie Akteurinnen und Akteure aus dem Stadtteil sollen im Rahmen geeigneter Beteiligungsformate weiterhin aktiv und in- tensiv in die zukünftige Stadtteilarbeit eingebunden werden. Zur Umsetzung von Maßnahmen und Projekten können zudem Anträge an die Stadt Münster gestellt werden. Diese prüft dann eine mögli- che Umsetzung unter Berücksichtigung verschiedener Faktoren wie z.B. vorhandener finanzieller und personeller Ressourcen. I.V. Gez. Robin Denstorff Stadtbaurat Anlagen: Anlage A Anlage 1: Abschlussbericht Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde
Anlage A
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Anlage A zur V/0761/2024 Kurzüberblick Unter intensiver Beteiligung der Bewohnerinnen und Bewohner sowie weiterer Akteure hat die Verwaltung ein Stadtteilentwicklungskonzept für Angelmodde erarbeitet. Dieses soll den drei Ortsteilen einen Rahmen für zukünftige Entwicklungen geben. Auf Basis der erarbeiteten Ziele und Leitlinien soll – durch Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen und Projektvorschläge – Angelmodde zu einem attraktiven Wohn- und Lebensort weiterentwickelt werden. Ziele/Teilziele/Zielerreichung Mit dieser Vorlage wird das Ziel „Wir werden Münster zu einer Stadt mit höchster Lebens- und Erlebnisqualität weiterentwickeln: mit hoher Umwelt- und Naturqualität mit breitem Freizeit- und Sportangebot mit hohem Wohnwert, Familienfreundlichkeit und sozialer Balance in der Stadtgesell- schaft“ verfolgt. Insbesondere liegt der Fokus auf dem Ziel der Weiterentwicklung von Angelmodde mit hoher Wohn- und Lebensqualität. Der vorliegende Abschlussbericht zum Stadtteilentwicklungs- konzept Angelmodde kann von den Ratsgremien genutzt werden, um auf Grundlage der darin formulierten Maßnahmenvorschläge einzelne Projekte anzustoßen und evtl. die erforderlichen finanziellen Mittel bereitzustellen. Die Umsetzung der Maßnahmen im Stadtteilentwicklungs- konzept können dabei auch einen Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 leisten. Finanzierung Produktgruppe: Nr. der PG Bezeichnung der PG Auswirkungen auf den Ergebnisplan Ja Nein Auswirkungen auf den Finanzplan Ja Nein Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten? Ja Nein teilw. Belastungen in zukünftigen HH-Jahren? Ja Nein Bereits veranschlagt? Ja Nein Zum gegenwärtigen Zeitpunkt entstehen keine Kosten. Ggf. erforderliche Kosten für die Umset- zung einzelner Maßnahmen / Projekte werden zu den jeweils entsprechenden Zeitpunkten in ge- sonderten Vorlagen zur Entscheidung vorgelegt. Pflichtigkeitsgrad Die Maßnahme/Leistung ist vollständig pflichtig überwiegend pflichtig x überwiegend freiwillig vollständig freiwillig Mit der Vorlage V/0391/2018, Beschlusspunkt 2.5, wurde vom damaligen ASSVW Mitte 2018 be- schlossen, dass für den Stadtteil Angelmodde mit der Erarbeitung eines Stadtteilentwicklungs- konzeptes begonnen werden soll, sobald die liegenschaftlichen Fragestellungen für die geplanten Wohnbauflächenentwicklungen gemäß den Ergebnissen der Planungswerkstatt 2030 und der Fortschreibung des Wohnsiedlungsflächenkonzeptes 2030 abschließend geklärt sind. Mit der Vor- lage V/0671/2020 wurde die Verwaltung dann damit beauftragt ein Stadtteilentwicklungs-konzept für Angelmodde zu erarbeiten. Das Stadtteilentwicklungskonzept dient als informelles Plankon- zept zur Vorbereitung konkreter Bauleitplanung sowie weiterer Planungen. Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen (Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration) Die Ergebnisse des Stadtteilentwicklungsprozesses nehmen in verschiedenen Bereichen auch Themen des Demografischen Wandels auf, da für verschiedene Zielgruppen u.a. auch für Senio- ren bedarfsgerecht weiterer Wohnraum geschaffen und die soziale Infrastruktur für den Stadtteil für alle Bevölkerungsgruppen (u.a. Kinder und Jugendliche sowie ältere Menschen) bewahrt und weiterentwickelt werden soll. Mit der Umsetzung verschiedener Maßnahmen kann ein Beitrag zur Nachhaltigkeitsstrategie 2030 und damit auch zum Klimaschutz geleistet werden.
STEK Angelmodde Abschlussbericht November 2024
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Stadtplanungsamt
Stadtteilentwicklungskonzept
Angelmodde
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadt planung 4/2024
Stadtteilentwicklungskonzept
INHALT
I. Einleitung .......................................................................................... ................................ 1
1.1 Planungsanlass ............................................................................................ ................ 2
1.2 Ablauf des Erarbeitungsprozesses ............................................................................... 2
II. Grundlagen.......................................... ................................................... .......................... 7
2.1 Einordnung in das Stadtgefüge ............................................................................... ..... 7
2.2 Stadtteil Angelmodde ..................................................................................... .............. 8
2.3 Gebietsabgrenzung des Betrachtungsraums ................................................................ 9
2.4 Historische Entwicklung des Stadtteils ....................................................................... 10
III. Bestandsanalyse und Charakterisierung des Stadtteils ............................................ 12
3.1 Siedlungsstruktur und Planungsrecht ......................................................................... 12
3.2 Bevölkerungs- und Sozialstruktur ............................................................................... 15
3.3 Wohnen ................................................................................................ ...................... 18
3.4 Zusammenleben und soziale Infrastruktur .................................................................. 18
3.5 Kultur ............................................................................................... ........................... 21
3.6 Seniorinnen und Senioren im Stadtteil ........................................................................ 22
3.7 Treffpunkt Waldsiedlung .................................................................................... ......... 22
3.8 Sportflächen und Sportangebote ................................................................................ 22
3.9 Sicherheit und Sauberkeit .................................................................................. ........ 23
3.10 Nahversorgung ............................................................................................. ............ 23
3.11 Mobilität und Erreichbarkeit .................................................................................... .. 23
3.12. Freiraum, Landschaft und Klima .............................................................................. 25
IV. Stärken und Schwächenanalyse ................................................................................. 27
V. Identität ........................................................................................... ............................... 32
VI. Zielperspektive für Angelmodde ............................................................................... .. 33
VII. Maßnahmenkonzept ........................................................................................ ............ 35
7.1 Maßnahmenkonzept ........................................................................................... ........ 35
Handlungsfeld Zusammenleben und Infrastruktur ...................................................... 36
1. Miteinander ............................................................................................. ........... 38
2. Soziale Teilhabe und Bildung ............................................................................ 46
3. Sportangebote .......................................................................................... ......... 53
4. Kultur ............................................................................................... .................. 54
5. Nahversorgung ............................................................................................. ..... 57
6. Verkehr und Glasfaserausbau ........................................................................... 59
7. Quartiersmanagement für die Waldsiedlung ...................................................... 61
Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld................................................................... 62
8. Sicherheit und Sauberkeit .................................................................................. 63
9. Wohnen und Wohnumfeld ................................................................................. 67
Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und Klima ......................................................... 72
10. Klimaschutz ........................................................................................... .......... 73
11. Naherholung und Tourismus ............................................................................ 76
VIII. Fazit ............................................................................................ ................................. 83
QUELLEN ............................................ ................................................... ............................ 85
1
I. Einleitung
Der Stadtteil Angelmodde liegt ca. 6 Kilome-
tern südöstlich der Innenstadt von Münster.
Umgeben von einem ökologisch hochwerti-
gen Landschaftsraum bietet er den rund
9.000 Einwohnerinnen und Einwohnern eine
hohe Wohn- und Lebensqualität.
Angelmodde ist ein heterogener Stadtteil,
der sich in drei Ortsteile gliedert, die jeweils
ihre eigenen Besonderheiten und Charak-
tere aufweisen.
Angelmodde-Dorf mit rund 1.700 Einwohne-
rinnen und Einwohnern hat einen eher dörf-
lichen Charakter, mit seiner Lage zwischen
Werse und Angel und seinem historischen
Ortskern. Angelmodde-Waldsiedlung mit
rund 3.200 Einwohnerinnen und Einwohnern
ist sehr multikulturell geprägt.
Angelmodde-West hat ca. 3.600 Einwohne-
rinnen und Einwohner, ist stark durch Wohn-
bebauung geprägt und orientiert sich räum-
lich sowie infrastrukturell sehr an Gremmen-
dorf.
Durch die Dreiteilung des Stadtteils gibt es
keine funktionale Mitte bzw. kein Stadtteil-
zentrum, weshalb es auch keine zentralen
Dienstleistungs- oder Versorgungsangebote
für den gesamten Stadtteil gibt. Die Ortsteile
orientieren sich zu den Nachbarstadtteilen –
Gremmendorf, Wolbeck sowie Hiltrup.
In Zukunft kommen auf den gesamten Stadt-
teil mit den drei Ortsteilen unterschiedliche
Herausforderungen zu. Einerseits muss
Angelmodde mit Entwicklungen von „Außen“
umgehen aber auch auf kleinräumliche,
lokale Veränderungen und Fragestellungen
reagieren.
Zu den von außen wirkenden Herausforde-
rungen sind insbesondere die Baugebiets-
entwicklungen des York-Quartiers in Grem-
mendorf und das derzeit in Planung befindli-
che Baugebiet Hiltrup-Ost zu nennen.
Aber auch die neuen Baugebiete südl. Hiltru-
per Straße mit rund 250 geplanten Wohnein-
heiten sowie das künftige Baugebiet Westfa-
len mit rund 420 geplanten Wohneinheiten
werden einen starken Zuwachs an Einwoh-
nerinnen und Einwohnern in Angelmodde
generieren. Mit dem absehbaren Einwohner-
zuwachs muss auch die Infrastruktur, z.B.
die Kita-Versorgung, das Schulangebot so-
wie Versorgungs- bzw. Dienstleistungsan-
gebote im Stadtteil angepasst werden.
Neben den von außen wirkenden Herausfor-
derungen gibt es eine Vielzahl an kleinteili-
gen Fragestellungen, für die in den drei Orts-
teilen Antworten gefunden werden müssen.
In der Waldsiedlung gilt es weiterhin, insbe-
sondere die sozialen Angebote und Bera-
tungsstrukturen zu erhalten, aber auch In-
vestitionen in den Gebäudebestand zu täti-
gen. Lösungen müssen ebenfalls für den
Clemens-August-Platz, im Rahmen einer
Aufwertung sowie neuer Nutzungen auf bzw.
rund um den Platz, gefunden werden, so-
dass dieser wieder ein Treffpunkt im Stadt-
teil werden kann.
Wichtig wird es ebenfalls sein, die künftigen
Bewohnerinnen und Bewohner des Bauge-
biets südlich Hiltruper Straße in die vorhan-
dene Stadtteilstruktur zu integrieren.
In Angelmodde-Dorf gilt es die touristischen
und kulturellen Angebote zu bewahren (z. B.
Gastronomie und Kanu-Tourismus) und ggf.
weiter zu stärken (z.B. Fürstin-von-Gallitzin-
Haus). Ebenfalls wird es hier mit der Reakti-
vierung der WLE (Westfälische Landesei-
2
senbahn) wieder einen Bahnhaltepunkt ge-
ben
. Das Thema Verkehr und ÖPNV wird
daher in Zukunft eine wichtige Rolle spielen.
In Angelmodde-West wird künftig das neue
Baugebiet auf dem ehemaligen Westfalen
Gelände entstehen. Hier müssen ebenfalls
Lösungen zur Integration und zum Ausbau
der (verkehrlichen) Infrastruktur gefunden
werden. Neben den geplanten Wohneinhei-
ten ist zudem eine weiterführende Schule
geplant.
Diese Entwicklungen gilt es im Rahmen des
Stadtteilentwicklungskonzeptes für Angel-
modde mitzudenken, die Chancen dieser
Entwicklungen für alle drei Ortsteile aufzu-
greifen und die Zielrichtung zu erarbeiten, in
welche sich der Stadtteil entwickeln kann.
Dabei geht es nicht nur darum, für jeden
Ortsteil Maßnahmen oder Projekte zu entwi-
ckeln – wichtig wird sein, die Waldsiedlung,
das Dorf und den Westen von Angelmodde
wieder stärker zu vernetzen und zusammen-
zubringen.
1.1 Planungsanlass
Mit der Vorlage V/0391/2018 „Erarbeitung
von Stadtteilentwicklungskonzepten und
Durchführung von Zukunftswerkstätten für
Außenstadtteile der Stadt Münster“ hat der
seinerzeitige Ausschuss für Stadtplanung,
Stadtentwicklung, Verkehr und Wohnen
(ASSVW) in seiner Sitzung am 21.06.2018
die Verwaltung beauftragt – bei Vorliegen
bestimmter Voraussetzungen – zunächst mit
der Erarbeitung von Stadtteilentwicklungs-
konzepten (STEK‘s) für die Stadtteile Nien-
berge, Roxel, Handorf und Hiltrup-Ost zu be-
ginnen. Für den Stadtteil Angelmodde wurde
beschlossen, dass vor Start der Erarbeitung
des Stadtteilentwicklungskonzeptes die Be-
reitstellung der Liegenschaften für die ge-
planten Wohnbauflächen abzuklären ist.
Nach Fertigstellung der STEKs für Nien-
berge, Handorf sowie Hiltrup-Ost konnte im
Jahr 2021 mit der Erarbeitung des Stadtteil-
entwicklungskonzeptes für Angelmodde be-
gonnen werden.
Mit der Vorlage V/0671/2020 „Stadtteilent-
wicklungskonzept Angelmodde“ vom
27.07.2020 wurde die Verwaltung damit be-
auftragt, unter den bereits aufgeführten
wohnbaulichen Entwicklungen in und um
Angelmodde, welche die Infrastruktur und
Bevölkerungsstruktur Angelmodde beein-
flussen, mit der Erarbeitung des Stadtteilent-
wicklungskonzeptes zu beginnen.
1.2 Ablauf des Erarbeitungsprozesses
Der Erarbeitungsprozess zum Stadtteilent-
wicklungskonzept verlief mehrstufig und dia-
logorientiert. Im ersten Schritt wurde eine
umfassende Bestandsanalyse (Stärken und
Schwächen, Potenziale und Risiken), für An-
gelmodde mit Hilfe verschiedener Beteili-
gungsformate und Gespräche erstellt. Dabei
wurden über 20 Schlüsselpersonengesprä-
che geführt. Zudem wurden die städtischen
Fachämter sowie ein interfraktioneller Ar-
beitskreis der Bezirksvertretung Südost mit
eingebunden. Die Bürgerinnen und Bürger
im Stadtteil wurden mehrfach durch analoge
und digitale / hybride Beteiligungsmöglich-
keiten nach ihren Anregungen, Ideen und
Meinungen gefragt. Die Kinder im Stadtteil
wurden über eine Zusammenarbeit mit den
beiden Grundschulen eingebunden. Die Se-
niorinnen und Senioren sowie Jugendliche
konnten sich durch Gespräche und Spazier-
gänge in den Prozess einbringen.
Folgende Beteiligungsschritte und -formate
fanden statt:
3
Vorab-Beteiligung Fachämter Stadt
Münster – Sommer / Herbst 2021
Als Einstieg in den interdisziplinären Erarbei-
tungsprozess des Stadtteilentwicklungskon-
zeptes fand ein Austausch mit den beteilig-
ten Fachämtern zur Einschätzung des Stadt-
teils sowie über bereits laufende und ge-
plante Projekte in Angelmodde statt.
Auf Grundlage dieser Informationen konnten
erste Stärken, Schwächen und Handlungs-
bedarfe aus verwaltungsinterner Sicht
zusammengestellt und ausgewertet werden.
Interfraktioneller Arbeitskreis – Sommer
2021
Zur Begleitung des Erarbeitungsprozesses
wurde ein Interfraktioneller Arbeitskreis je-
weils ein Mitglied der in der Bezirksvertre-
tung Münster-Südost vertretenen Fraktio-
nen, der Bezirksbürgermeister sowie die Be-
zirksverwaltungsstellenleitung) gebildet.
Dieser stand dem Bearbeitungsteam des
Stadtteilentwicklungskonzeptes beratend
zur Seite.
Abbildung 1: Erarbeitungsschritte Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde
4
Schlüsselpersonenbefragung – Sommer
2021 bis Frühjahr 2022
In Zusammenarbeit mit dem Interfraktionel-
len Arbeitskreis wurde ein Fragebogen auf
Grundlage der verwaltungsinternen Informa-
tionen und seiner Auswertung zur Befragung
von Schlüsselpersonen erstellt. In persönli-
chen Interviews wurden rund 20 Personen,
die einen besonderen Bezug zur Stadtteilbe-
völkerung haben – z.B. Vertreterinnen und
Vertreter von Vereinen, Kirchen, Bürgeriniti-
ativen, Sozialverbänden, sozialen Infrastruk-
tureinrichtungen wie Schulen, einzelnen
Schulklassen, Kitas und Wohnungsbauge-
sellschaften, zu Stärken und Schwächen be-
fragt.
Befragung der Bürgerinnen und Bürger
durch Flyer (analog / digital) – Februar bis
März 2022
Alle Bürgerinnen und Bürger aber auch Insti-
tutionen und Vereine im Stadtteil konnten
sich von Februar bis März 2022 an einer Be-
fragung des Stadtplanungsamtes beteiligen.
Mit den formulierten Fragen wurden Stärken
und Schwächen gesammelt sowie die Po-
tenziale und zukünftigen Herausforderungen
für Angelmodde identifiziert. Der Fragebo-
gen konnte auch digital abgerufen werden.
Für die analoge Beteiligung lagen die Frage-
bögen mit einem adressierten Rückum-
schlag an vielen Stellen im Stadtteil aus.
Mit 455 ausgefüllten Fragebögen zeigten die
Bürgerinnen und Bürger ihr großes Interesse
an der Entwicklung des Stadtteils. Nahezu
90% der Fragebögen wurden online ausge-
füllt.
Beteiligung der Grundschülerinnen und
Grundschüler – Frühjahr 2022
Die Schülerinnen und Schüler der jeweils 3.
und 4. Klassen der Eichendorfschule Angel-
modde und der Annette-von-Droste-Hüls-
hoff-Schule Angelmodde wurden mit einem
eigens kindgerechten Fragebogen am Erar-
beitungsprozess des Stadtteilentwicklungs-
konzeptes beteiligt.
Abbildung 2: Bürgerumfrage
Abbildung 3: Bürgerumfrage
5
Beteiligung der Seniorinnen und Senio-
ren – Frühjahr 2022
Die Seniorinnen und Senioren des Stadtteils
wurden durch Gespräche im Arbeitskreis
„Älter werden in Angelmodde und Gremmen-
dorf“, sowie durch Interviews mit Schlüssel-
personen, z.B. mit der Leitung des Alten-
zentrums und durch ein separates Gespräch
mit Seniorinnen und Senioren am 13. April
2022 in den Prozess eingebunden.
Beteiligung der Jugendlichen / Bewohner
der Waldsiedlung – Sommer 2022
Die Interessen und Bedarfe vom Jugendli-
chen in der Walsiedlung wurden durch
Gespräche mit Vertretern des Jugendzent-
rums Mobile sowie mit Jugendlichen im Rah-
men eines Rundgangs in der Waldsiedlung
besprochen.
Der Rundgang fand am 08. Juli 2022 statt.
Die Bearbeiterinnen des Stadtteilentwick-
lungskonzeptes wurden dabei von Vertrete-
rinnen und Vertretern des Arbeitskreises
Waldsiedlung und des Streetworkers beglei-
tet. Ziel war es außerdem, mit Bewohnerin-
nen und Bewohnern der Waldsiedlung ins
Gespräch zu kommen, da die bisherigen Be-
teiligungsangebote im Vergleich zu der Be-
völkerung der Ortsteile Angelmodde-Dorf
und Angelmodde-West nur wenig genutzt
wurden. Die Bearbeiterinnen des Stadtteil-
entwicklungskonzeptes nahmen ebenfalls
an Besprechungen des „Arbeitskreises
Waldsiedlung“ teil.
Auftaktveranstaltung – 22. August 2022
im Schulzentrum Wolbeck
Die Ergebnisse der vielfältigen Beteiligungs-
formate wurden in einer hybriden Auftaktver-
anstaltung am 22. August 2022 im Schul-
zentrum Wolbeck der Bürgerschaft vorge-
stellt.
Bild 1: Bezirksbürgermeister Peter Bensmann eröffnet
die Veranstaltung
Im Anschluss der Ergebnispräsentation
konnten die Teilnehmenden mit Fachleuten
aus der Verwaltung in drei Arbeitsgruppen
folgende Themenschwerpunkte diskutieren:
Zusammenleben und Infrastruktur
Wohnen und Wohnumfeld
Landschaft, Freiraum und Naherholung
Für die online Teilnehmenden wurde eine di-
gitale Diskussionsrunde eingerichtet, in der
alle drei Themenschwerpunkte angespro-
chen werden konnten.
Bild 2: Arbeitsgruppe Wohnen und Wohnumfeld
6
Bild 5: Podiumsdiskussion Abschlussveranstaltung
Bild 3: Arbeitsgruppe Zusammenleben u. Infrastruktur
Projektwerkstatt – April / Mai 2023
Im Rahmen einer Projektwerkstatt im April
und Mai 2023 wurden 25 Projektsteckbriefe
in drei Handlungsfeldern der Bürgerschaft
vorgestellt. Die Projektvorschläge wurden
aus der vorherigen Bestandsanalyse sowie
den Ergebnissen der Auftaktveranstaltung
abgeleitet.
Die Werkstatt fand an zwei Tagen im April im
Foyer der Eichendorffschule Angelmodde
statt. Dort wurden die Steckbriefe in Form
von Plakaten präsentiert. Die Besucherinnen
und Besucher konnten die Projekt- und Maß-
nahmenvorschläge diskutieren und bewer-
ten. Parallel konnten die Projektsteckbriefe
online angeschaut und kommentiert werden.
Durch gezieltes Nachfragen konnten so die
Prioritäten und Anregungen der Besucherin-
nen und Besucher eingesammelt und in das
finale Maßnahmen- und Zielkonzept über-
nommen werden.
Abschlussveranstaltung – 20. Februar
2024
Am 20. Februar 2024 fand die Abschlussver-
anstaltung in der Ev.-Friedens-Kirchenge-
meinde statt. Dabei wurden die einzelnen
Erarbeitungsschritte, das Leitbild, die Ziel-
entwicklung sowie 24 Projekt- und Maßnah-
menvorschläge für Angelmodde vorgestellt.
Im Anschluss fanden drei Gespräche mit Ak-
teurinnen und Akteuren aus dem Stadtteil
zum Erarbeitungsprozess, zum Thema der
Jugendlichen in der Waldsiedlung sowie zur
vorgeschlagenen Maßnahme eines Kunst-
und Kulturweges, statt. Die anwesenden
Bürgerinnen und Bürger konnten sich in die
Diskussionen aktiv einbringen.
Abbildung 4: Online Beteiligung Projektwerkstatt
Bild 4: Projektwerkstatt in der Eichendorffschule
7
II. Grundlagen
2.1 Einordnung in das Stadtgefüge
Der Stadtteil Angelmodde liegt im Stadtbezirk
Münster-Südost. Hierzu zählen die Stadtteile
Gremmendorf, Wolbeck und Angelmodde.
Im Jahr 2023 lebten insgesamt 32.917 Einwoh-
nerinnen und Einwohner im Stadtbezirk, davon
10.724 Menschen in Wolbeck, 13.375 in Grem-
mendorf und 8.818 in Angelmodde. Der Stadt-
bezirk Südost ist den letzten zehn Jahren kon-
tinuierlich gewachsen, von 28.070 Einwohne-
rinnen und Einwohnern im Jahr 2013 auf
32.917 im Jahr 2023. Dies bedeutet eine
Wachstumsrate von ca. 17%.
Der Stadtbezirk Südost und damit auch der
Stadtteil Angelmodde liegen – wie der Name
bereits andeutet – im Südosten von Münster.
Die Innenstadt und damit die Angebote von
zentralen Dienstleistungen, Einkaufsmöglich-
keiten, aber auch Arbeitsplätze können mit
dem Fahrrad erreicht werden. Der Stadtbezirk
Südost ist verkehrlich insbesondere durch den
Albersloher Weg mit der Innenstadt verknüpft.
Der hohe Verkehr stellt eine Herausforderung
für die Bewohnerinnen und Bewohner insbe-
sondere in Angelmodde und Gremmendorf
dar. In Zukunft wird durch die geplante Inbe-
triebnahme der WLE (Westfälische Landesei-
senbahn) ein leistungsfähiges Angebot, neben
den bestehenden ÖPNV-Angeboten, hinzu-
kommen. Die geplanten Velorouten werden die
Attraktivität für das Radfahren weiter erhöhen.
Der Stadtbezirk Südost liegt innerhalb ökolo-
gisch hochwertiger Freiräume und bietet daher
eine hohe Wohn- und Lebensqualität.
Der Landschaftsplan Werse stellt mit der Aus-
weisung des Landschaftsschutzgebiets
Werse-Ems-Niederung, Kreuzbach, Angel und
Wolbecker Tiergarten eine umfangreiche Flä-
che unter Schutz. Zudem werden zwei Natur-
schutzgebiete, Bonnenkamp und Dabbecks-
kamp, festgesetzt. Für die weiteren Freiräume
wird vielfach als Ziel die Erhaltung einer mit na-
türlichen Landschaftselementen reich oder
vielfältig ausgestatteten Landschaft festge-
setzt. Ergänzt durch die Vielzahl von attrakti-
ven Fuß- und Radwegen sowie der Möglichkeit
die Werse für den Wassersport zu nutzen, ver-
fügt der Stadtbezirk über ein attraktives Ange-
bot an Naherholungsmöglichkeiten, das auch
von den Einwohnerinnen und Einwohnern der
Gesamtstadt Münster genutzt wird.
Abbildung 5: Lage Angelmodde in Münster
8
Der Südosten der Stadt Münster wird in den
kommenden Jahren eine Vielzahl an Verände-
rungen erfahren, z.B. durch die Entwicklung
des York-Quartiers in Gremmendorf. Auf die-
ser Fläche werden voraussichtlich ca. 1.800
Wohneinheiten, ein Versorgungszentrum, eine
Grundschule, Kindergärten sowie ein Bürger-
haus entstehen. Die ersten Wohnungen sind
gebaut und bezogen. Auch für die Fläche des
ehemaligen Westfalengeländes steht eine Ver-
änderung an. Nach Räumung der Hochbauten
der Fläche im Jahr 2022 laufen die Planungen
für eine Wohnbauflächenentwicklung sowie für
eine weiterführende städtische Schule.
Weitere Wohnbauflächen im Stadtteil Wolbeck
(Südlich Berdel) und in Angelmodde (südl.
Hiltruper Straße) werden zu Einwohnerzu-
wächsen sowie weiteren Infrastrukturbedarfen
im Stadtbezirk Südost führen.
Aber auch im Stadtbezirk Hiltrup ist eine um-
fangreiche Entwicklung im neuen Baugebiet
Hiltrup-Ost
mit ca. 1.000 Wohneinheiten, ei-
nem Nahversorgungszentrum sowie umfang-
reichen Sportangeboten geplant. Dabei sollen
auch gesamtstädtische Sportflächenbedarfe
und -angebote realisiert werden. Diese zusätz-
lichen Angebote werden auch den Einwohne-
rinnen und Einwohnern des Stadtbezirks zur
Verfügung stehen.
Die Vielzahl der genannten sowie weiteren Pla-
nungen werden den Südosten verändern und
zusätzliche Angebote schaffen. Der Stadtteil
Angelmodde liegt innerhalb dieses dynami-
schen, sich verändernden Planungsraumes
und kann an diesen Entwicklungen teilhaben.
Das vorliegende Stadtteilentwicklungskonzept
arbeitet die Stärken und Schwächen des Stadt-
teils Angelmodde heraus, zeigt Maßnahmen
und Projekte sowie Entwicklungsmöglichkei-
ten, unter Berücksichtigung der Lage und der
Entwicklung des Planungsraumes sowie der
angrenzenden Stadtteile, auf.
Die einzelnen Stadtteile im Stadtbezirk Südost
gehen teilweise ineinander über, sodass Infra-
strukturangebote in vielen Teilbereichen, wie
z.B. Versorgung, Kultur, Sport etc., von vielen
Einwohnerinnen und Einwohnern der jeweili-
gen anderen Stadtteile gemeinsam genutzt
werden. Dieser Aspekt wird bei der Abgren-
zung des Betrachtungsraumes für das Stadt-
teilentwicklungskonzept berücksichtigt.
2.2 Stadtteil Angelmodde
Angelmodde ist ein sehr heterogener Stadtteil.
Er besteht aus den drei Ortsteilen Angel-
modde-Dorf, Angelmodde-Waldsiedlung und
Angelmodde-West. Die Werse trennt die
Ortsteile West und Waldsiedlung vom Ortsteil
Angelmodde-Dorf. Der bestehende Freiraum
stellt einen einzigartigen Landschaftsraum mit
einer hohen ökologischen Bedeutung dar.
Über ein ausgeprägtes Netz von Spazier- und
Wanderwegen ist der Landschaftsraum um
Angel und Werse auch intensiv fußläufig zu er-
leben.
Aufgrund der Dreiteilung des Stadtteils fehlt es
an einer geografischen bzw. funktionalen
„Mitte“ mit zentral verorteten Einkaufsmöglich-
keiten und Dienstleistungen. Neben der räum-
lichen Dreiteilung, gibt es auch eine soziale
und demografische Dreiteilung des Stadtteils.
Insbesondere die Entwicklung in Hiltrup mit
dem geplanten Baugebiet Hiltrup-Ost sowie
die Entwicklung auf dem Gelände der ehema-
ligen York-Kaserne in Gremmendorf, werden
die Versorgung verbessern, aber auch Versor-
gungsansätze innerhalb Angelmodde er-
schweren.
In Angelmodde leben insgesamt 8.818 Men-
schen (Stand 2023), die sich wie folgt auf die
einzelnen Ortsteile aufteilen:
Angelmodde-West: 3.605
Angelmodde-Dorf: 1.742
Angelmodde-Waldsiedlung: 3.271.
9
2.3 Gebietsabgrenzung des Betrachtungs-
raums
Räumliche Grundlage für das Verwaltungshan-
deln ist – insbesondere bezogen auf raumbe-
zogene Vorgänge – grundsätzlich die statisti-
sche Gebietsgliederung. Daher werden auch
bspw. bei der Stadtteilentwicklungsplanung,
grundsätzlich die Stadtteilabgrenzungen die-
ser statistischen Gebietsgliederung zugrunde
gelegt
.
Da der Stadtteil Angelmodde eingebettet ist
zwischen den Stadtteilen Wolbeck, Gremmen-
dorf und Hiltrup und damit Wechselbeziehun-
gen in vielen Teilbereichen, wie z.B. Versor-
gung, Kultur und Sport, bestehen, aber auch
die Abgrenzung des Stadtteils Angelmodde mit
den angrenzenden Stadtteilen von der Bevöl-
kerung nicht eindeutig wahrgenommen wird
und es in der Historie andere Abgrenzungen
gegeben hat, wurde die Abgrenzung des
Stadtteilentwicklungskonzeptes wie folgt fest-
gelegt:
Betrachtungsraum Statistischer Bezirk:
Die Abgrenzung des statistischen Bezirks
Angelmodde basiert auf den Abgrenzungen
der drei Stadtzellen Angelmodde-Waldsied-
lung, Alt-Angelmodde und Zum Erlenbusch.
Erweiterter Betrachtungsraum:
Der Bereich nördlich der WLE Strecke, west-
lich der Werse sowie der östliche Teil Grem-
mendorfs, einschließlich der Sportanlage Am
Hohen Ufer.
Weiterer Betrachtungsraum (Auswirkun-
gen):
Die Bereiche um das künftige York-Quartier,
der östliche Bereich von Hiltrup-Ost sowie die
Frei- und Grünflächen dazwischen.
Die Entwicklung dieser Bereiche spielt für den
Stadtteil Angelmodde u.a. bezüglich der Bevöl-
kerungs-, Infrastruktur-, Zentren-, sowie Ver-
kehrsentwicklung eine wichtige Rolle.
Diese Räume werden im Stadtteilentwick-
lungskonzept entsprechend ihrer Bedeutung
und dem Einfluss auf den Stadtteil mit betrach-
tet.
Abbildung 6: Räumliche Abgrenzung des Stadtteil-
entwicklungskonzeptes
10
2.4 Historische Entwicklung des Stadtteils1
Angelmodde-Dorf – Ein historischer Sied-
lungsplatz
Archäologische Funde weisen auf eine frühe
Besiedelung von Angelmodde hin. St. Agatha
– die gedrungene „Wehrkirche“ – stammt aus
dem 12. Jahrhundert. Nach einem Feuer im
Jahr 1832 musste der Dorfkern wieder voll-
ständig aufgebaut werden. Als „Künstlerdorf“
wurde Angelmodde vor dem zweiten Weltkrieg
über Münster hinaus bekannt.
Südlich der Dorflage befand sich das Haus An-
gelmodde, von alters her im Besitz des müns-
terischen Domkapitels. Um die Wende vom 18.
auf das 19. Jahrhundert hatte die Fürstin von
Gallitzin einige Räume für sich und ihre Gäste
gemietet.
Nach dem Zweiten Weltkrieg haben sich neue
Wohnquartiere an den alten Dorfkern angela-
gert. Die Wohnbebauung hat sich in den
1950er und -60er Jahren hauptsächlich in süd-
östliche Richtung verschoben. Der Schwer-
punkt der Wohnbebauung lag jedoch in Angel-
modde-West.
Angelmodde-West und Angelmodde-Wald-
siedlung
Die beiden Siedlungsbereiche bilden zusam-
men mit Gremmendorf einen Siedlungsbereich
zu beiden Seiten des Albersloher Weges.
In den 1950er und -60er Jahren wurden die
Baugebiete im Bereich Erlenbusch und Vogel-
rohrsheide östlich des Albersloher Weges
großzügig ausgebaut.
Die Ev.-Friedens-Kirche wurde im Jahr 1952
erbaut, die St. Bernhard-Kirche wurde im Jahr
1959 an der Höftestraße errichtet.
Das Wohngebiet der Waldsiedlung geht auf die
Planungen des Städtebauers Professors Wolf-
gang Rauda aus dem Jahr 1960 zurück. Nach
mehrfacher Überarbeitung des Bebauungspla-
nes wurde die Waldsiedlung in drei Bauab-
schnitten zwischen 1965 und 1971 realisiert.
Trotz seiner späten Entstehungszeit, ent-
spricht die Wohnanlage ganz den städtebauli-
chen Prinzipien der 1950er Jahre.
Aus den 1960er Jahren stammt auch das
evangelische Kinderheim Blaukreuzwäldchen.
Neue Wohn- und Gewerbegebiete
Nach der Eingemeindung 1975 entstanden in
Angelmodde zwei neue Einfamilienhausge-
biete. Die Siedlung Haus Angelmodde in An-
gelmodde-Dorf, zwischen den Gleisen der
WLE, der Gallitzinstraße und der Werse gele-
gen, wurde Ende der 1970er Jahre gebaut.
Am östlichen Rand der Waldsiedlung entstand
Ende der 1980er Jahre die zweite Einfamilien-
haussiedlung – Am Schütthook. Zur selben
Zeit entstand das Gewerbegebiet am Kaiser-
busch. Im Jahr 1996 wurde das Kardinal-von-
Galen Stift (Altenzentrum) auf dem Clemens-
August-Platz erbaut.
Anfang der 1990er Jahre wurde ein Rahmen-
plan für die Gestaltung des Ortsbildes von
Angelmodde-Dorf erarbeitet. Straßenräume
und Freiflächen wurden neugestaltet und die
historische Bausubstanz restauriert, dazu ge-
hörte ebenfalls das Fürstin-von-Gallitzin-Haus,
welches aufwendig umgebaut wurde.
Das benachbarte ehemalige Schulgebäude
wurde ebenfalls 1994 restauriert und dient
heute als Gemeindezentrum sowie als Büche-
rei.
Das jetzige Jugendzentrum Mobile der Diako-
nie entstand 1997 auf dem Junker-Jörg-Platz,
welches vielfältige Angebote für Kinder und Ju-
gendliche im Stadtteil anbietet. In den 2000er
Jahren kamen weitere neue Wohngebiete
hinzu. Zum Beispiel das Wohngebiet östlich
des Twenhöfenwegs, welches Angelmodde
und Wolbeck weiter zusammenwachsen ließ.
11
Nach dem Auszug der britischen Soldaten aus
den Mehrfamilienhäusern Ende der 1980er
Jahre, entwickelte sich die Waldsiedlung zu
einem „Sorgenkind“ der Stadt. Nachdem die
Wohnungen in Eigentumswohnungen umge-
wandelt wurden und vorwiegend als Kapitalan-
lage dienten, entwickelte sich die Siedlung
schnell zu einem benachteiligten Gebiet mit
hohem Migranten- und Arbeitslosenanteil
sowie kinderreichen Familien. 2005 wurde das
Quartier zum städtebaulichen Sanierungsge-
biet erklärt. Parallel wurde die Wohnungsbau-
gesellschaft Große Lodden als Tochterunter-
nehmen der Stadt Münster gegründet, mit dem
Ziel, Wohnungen aufzukaufen und Mehrheits-
eigentümer in den Wohnungseigentümerge-
meinschaften zu werden.
Bald darauf begann die Sanierung der Ge-
bäude. Im Jahr 2013 wurde die Straße
Osthuesheide in Bonnenkamp und Middel-
kamp umbenannt, um dem Viertel das Stigma
des sozialen Brennpunkts zu nehmen.
_____________________________________________________________________________________________________________
1: Amt für Wohnungswesen und Quartiersentwicklung, Stadt Münster und Ursula Richard-Wiegandt „Münster und seine Stadtteile“, 2005,
Hrsg. Stadt Münster – Stadtplanungsamt.
Abbildung 7: Lage der drei Ortsteile von Angelmodde
12
III. Bestandsanalyse und Charakterisierung des Stadtteils
3.1 Siedlungsstruktur und Planungsrecht
Regionalplan Münsterland
Im rechtsgültigen Regionalplan Münsterland
werden alle zusammenhängenden Bauflä-
chen im Stadtteil Angelmodde als allge-
meine Siedlungsflächen dargestellt. Im Ent-
wurf zur Änderung des Regionalplans gibt es
darüber hinaus eine weitere Siedlungspo-
tenzialfläche im Bereich Homannstraße / Vo-
gelrohrsheide. Die landwirtschaftlichen Flä-
chen östlich des Siedlungsraumes sind als
allgemeine Freiraum- und Agrarbereiche
dargestellt, die überlagert werden mit der
Darstellung Schutz der Landschaft und land-
schaftsorientierte Erholung. Beidseits der
Flüsse Werse und Angel werden die Über-
schwemmungsbereiche abgebildet. Als
Straßen für den überwiegend großräumigen
Verkehr sind der Albersloher Weg, die Hiltru-
per Straße sowie die Umgehungsstraße
Wolbeck im Plan enthalten. Die Bahnstrecke
Münster - Sendenhorst - Beckum - Lippstadt
- Warstein mit dem Abzweig Beckum - Neu-
beckum - Ennigerloh (Westfälische Landes-
Eisenbahn – WLE) soll für den Personenver-
kehr reaktiviert werden und ist ebenfalls im
Plan enthalten. Die Bezirksregierung Müns-
ter hat im Jahr 2020 das durch die Westfäli-
sche Landes-Eisenbahn GmbH beantragte
Planfeststellungsverfahren für die Reaktivie-
rung der SPNV WLE-Strecke Sendenhorst –
Münster eingeleitet.
Flächennutzungsplan Stadt Münster –
Auszug Angelmodde
Die Darstellungen des Flächennutzungs-
plans (FNP) der Stadt Münster zeigen die in-
tegrierte Lage des Stadtteils innerhalb des
südöstlichen Stadtgebietes von Münster so-
wie die Trennung der Ortsteile Angelmodde-
West und Angelmodde-Waldsiedlung von
Angelmodde-Dorf durch umfangreiche Frei-
flächen. Diese sind im Flächennutzungsplan
als landwirtschaftliche Flächen dargestellt,
die überlagert werden mit der Darstellung
der Überschwemmungsbereiche von Werse
und Angel, des Landschaftsschutzgebietes
und des Naturschutzgebietes. Die vorhande-
nen Wohnbauflächen weisen eine kompakte
Struktur auf. Aufgrund der Lage von Angel-
modde-Dorf zwischen Werse und Angel so-
wie den festgesetzten Überschwemmungs-
gebieten, bestehen nur wenige Entwick-
lungsperspektiven. Die bauliche Entwick-
lung konzentriert sich daher derzeit auf die
Waldsiedlung mit der Wohnbaufläche süd-
lich Hiltruper Straße und auf Angelmodde-
West mit der Entwicklung des ehemaligen
Standortes der Westfalen AG an der Hei-
destraße zu einer Wohnbaufläche und einer
Gemeinbedarfsfläche für eine weiterfüh-
rende Schule.
Abbildung 8: Regionalplan Münster Auszug Angelmodde
Abbildung 9: Darstellung des Flächennutzungsplans
(2024)
13
Bebauungsplanung
Die Übersicht über die rechtsverbindlichen Be-
bauungspläne im Stadtteil zeigt, dass lediglich
im Ortsteil Angelmodde-Dorf die baulichen
Strukturen flächendeckend über B-Pläne gesi-
chert sind. In den Ortsteilen Angelmodde-
West und Angelmodde-Waldsiedlung fehlen
flächendeckend derartige B-Pläne zur Siche-
rung der baulichen Strukturen bzw. Steuerung
der baulichen Entwicklung weitestgehend, die
Zulässigkeit von Bauvorhaben richtet sich hier
nach §34 BauGB.
Bebauungsplan Nr. 595 Teilabschnitt I
Angelmodde - Albersloher Weg / Hiltruper
Straße
Das Plangebiet des rechtsgültigen Bebau-
ungsplans Nr. 595 Teilabschnitt I liegt im Stadt-
teil Angelmodde südlich der Hiltruper Straße
und östlich des Albersloher Weges und um-
fasst eine Größe von rund 9,5 ha.
Es sollen bis zu 280 Wohneinheiten entstehen,
davon ca. 200 in Mehrfamilienhäusern und ca.
80 Einfamilienhäusern. Das neue Baugebiet
soll die Nachfrage nach unterschiedlichen
Wohnraumansprüchen berücksichtigen, um
hierdurch ein vielfältiges Angebot für unter-
schiedliche Zielgruppen zu schaffen.
Dies beinhaltet auch die Schaffung eines
Angebots von öffentlich gefördertem Wohn-
raum, entsprechend dem Programm der sozi-
algerechten Bodennutzung in Münster
(SoBoMü).
Die lokal zunehmende Nachfrage an Gemein-
schaftswohnformen von Baugruppen, Projekt-
genossenschaften oder Bewohnergemein-
schaften soll in diesem Baugebiet ebenfalls
Berücksichtigung finden. Aufgrund der zukünf-
tigen Wohnnutzungen und den bestehenden
Bedarfen im Stadtteil ist im neuen Baugebiet
die Errichtung einer 7-Gruppen-Kita vorgese-
hen.
Abbildung 10: Übersicht Bebauungspläne
14
Abbildung 11: Bebauungsplan Nr. 595 Teilabschnitt I Angelmodde - Albersloher Weg / Hiltruper Straße
Bebauungsplan Nr. 624 – Wohngebiet
östlich Heidestraße / Flaßkuhl und Bebau-
ungsplan Nr. 625 – Schulstandort
Auf der ehemals von der Westfa len AG ge-
werblich genutzten Fläche an der Heidestraße
plant die Stadt gemeinsam mit der Vivawest
Wohnen GmbH ein neues Wohnquartier für
Angelmodde. Insgesamt sind ca. 420
Wohneinheiten geplant.
Das südlich angrenzende Grundstück soll als
neuer Schulstandort genutzt werden. Zudem
ist eine 8 bis 9-gruppige Kita geplant.
Im Rahmen der Erarbeitung des Stadtteilent-
wicklungskonzeptes hat sich eine große Mehr-
heit der Bewohnerinnen und Bewohner sow ie
der Akteurinnen und Akteure vor Ort für die Er-
richtung einer Gesamtschule ausgespro chen,
eine Entscheidung zur zukünftigen Schulform
an diesem Standort ist jedoch noch nicht gefällt
worden.
Im Mai 2022 und im Juni 2023 fanden Informa-
tions- und Beteiligungsveranstaltungen im
Rahmen der Erarbeitung der Bebauungspläne
statt. Die städtebaulichen Entwürfe werden
2024 durch die Planungsbüros weiter qualifi-
ziert. Die Ergebnisse sollen anschließend den
Bürgerinnen und Bürgern vorgestellt werden.
Abbildung 11: Luftbild Ehemaliges Westfalengelände
15
3.2 Bevölkerungs- und Sozialstruktur
Bevölkerungsentwicklung und -prognose
Im Jahr 2013 lebten 7.791 Menschen im Stadt-
teil Angelmodde. Dieser Wert ist stetig gestie-
gen, in den Jahren 2013 bis 2015 gab es einen
größeren Anstieg von fast 200 Personen.
Im Jahr 2023 lebten 8.818 Menschen in Angel-
modde. Die kleinräumige, städtische Bevölke-
rungsprognose sagt voraus, dass der
Stadtteil auch zukünftig wachsen wird. Im Jahr
2033 sollen knapp über 10.000 Personen in
Angelmodde leben. Der erwartete Anstieg ist
wesentlich auf die beiden neuen Baugebiete
südlich Hiltruper Straße und im Bereich des
ehemaligen Westfalen-Geländes zurückzufüh-
ren.
Diagramm 1: Bevölkerungsentwicklung (2013 bis 2023) und Bevölkerungsprognose für Angelmodde
Altersstruktur (2023)
In Angelmodde-West (Stadtzelle Zum Erlen-
busch) liegt der Anteil der 0-19-Jährigen bei
21%, der Anteil der 20-39-Jährigen bei 25%
und der Anteil der 40-59-jährigen bei 27%.
27% der Bevölkerung sind 60 Jahre und älter.
In Angelmodde-Dorf (Stadtzelle Alt-Angel-
modde) leben mit 22% der 0-19-Jährigen ähn-
lich viele Menschen wie in Angelmodde-West
in dieser Altersgruppe. 17% der Bevölkerung
sind 20-39 Jahre alt, 30% sind 40-59 Jahre und
31% sind 60 Jahre alt und älter. Das heißt,
über 60% der Bevölkerung in Angelmodde-
Dorf sind über 40 Jahre alt.
Der Anteil der jüngeren Menschen liegt in der
Waldsiedlung deutlich höher als in den ande-
ren beiden Ortsteilen. Insgesamt sind über
50% der in der Waldsiedlung lebenden Men-
schen unter 40 Jahre alt. Die Waldsiedlung
weist damit eine deutlich jüngere Altersstruktur
als die anderen beiden Ortsteile auf.
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
201320142015201620172018201920202021202220232024202520262027202820292030203120322033
Gesamtzahl Prognose
16
Diagramm 2: Altersstruktur in den drei Ortsteilen im Vergleich (2023)
Migration (2023)
In der Stadt Münster haben 24,7% der Einwoh-
nerinnen und Einwohner eine Migrationsvorge-
schichte (Jahr 2023). Der Ausländeranteil be-
trägt 12,7%. In Angelmodde liegt der Anteil der
Menschen mit Migrationsvorgeschichte bei
knapp 35%. In der Waldsiedlung – im Vergleich
zu Dorf und West – ist der Anteil an Einwohn-
enden mit Migrationsvorgeschichte mit 49%
am höchsten. Ebenso besitzen hier knapp ein
Viertel der Menschen keinen deutschen Pass.
In Angelmodde-Dorf beträgt der Anteil an Aus-
ländern 9,8% und der Anteil von Menschen mit
Migrationsvorgeschichte (22,5%) ist hier am
niedrigsten.
Stadt Münster Angelmodde
Mit Migrati-
onsvorge-
schichte
Auslän-
der
Mit Migrationsvorgeschichte Ausländer
34,5% (3.038) 18,3% (1.615)
24,6%
(79.070)
12,7%
(40.890)
Angelmodde-West Angelmodde-Dorf Angelm.-Waldsiedlung
Mit Migrati-
onsvorge-
schichte
Aus-
länder
Mit Migrati-
onsvorge-
schichte
Aus-
län-
der
Mit Migrati-
onsvorge-
schichte
Ausländer
27,4%
(1041)
15,5%
(588)
22,5%
(392)
9,8%
(171)
49,1%
(1.605)
26,2%
(856)
Tabelle 1: Prozentualer Anteil Menschen mit Migrationsvorges chichte und Ausländer im Vergleich Stadt Münster gesamt
und Angelmodde (2023)
0%
5%
10%
15%
20%
25%
30%
35%
0 - 19 Jahre 20 -39 Jahre 40 - 59 Jahre 60 - 79 Jahre 80 Jahre und älter
Zum Erlenbusch Alt-Angelmodde Waldsiedlung
17
Haushalte
Im Jahr 2023 ist in Angelmodde-West (Stadt-
zelle Zum Erlenbusch) der Anteil der 1-Perso-
nen Haushalte mit 52% im gesamten Stadtteil
am größten.
Je mehr Personen im Haushalt dort wohnen,
desto geringer wird der prozentuale Anteil der
Haushalte. Ein ähnlicher Trend ist auch in An-
gelmodde-Dorf (Stadtzelle Alt-Angelmodde) zu
erkennen, jedoch abgeflachter. 38% der Haus-
halte sind dort 1-Personen-Haushalte, 32%
sind 2-Personen-Haushalte.
Der Anteil von Haushalten mit einer Größe von
fünf und mehr Personen liegt hier bei 4%.
Im Vergleich zu den anderen Ortsteilen ist der
Anteil der Personen, die in einem Haushalt mit
fünf und mehr Personen wohnen in der Wald-
siedlung mit 8% am höchsten. 39% der Haus-
halte sind hier 1-Personen Haushalte und 30%
sind 2-Personen-Haushalte.
Diagramm 3: Haushaltsstrukturen in den drei Stadtzellen Angelmodde (2023)
Sozialstruktur
Der Anteil der Menschen im SGB-II Bezug
sowie die Arbeitslosigkeit sind im Jahr 2023 in
Angelmodde höher als im Durchschnitt der
Stadt Münster.
Der Anteil der SGB-II Empfänger im Alter von
15-64 Jahren ist im Vergleich zur Gesamtstadt
mit 11% fast doppelt so hoch (6% Stadt Müns-
ter). Ebenso ist der Anteil an SGB-II Empfän-
gern im Alter zwischen 0 und 14 Jahren mit ins-
gesamt 18% höher als in der Gesamtstadt mit
14%. Die Anzahl der Arbeitslosen beträgt 6%
im Stadtteil, in der Gesamtstadt Münster liegt
dieser Wert bei 4%.
0%
10%
20%
30%
40%
50%
60%
1 Person 2 Personen 3 Personen 4 Personen 5 und mehr Personen
Zum Erlenbusch Alt-Angelmodde Waldsiedlung
18
3.3 Wohnen
Baufertigstellungen
In Angelmodde wurden im Jahr 2023 insge-
samt 33 Bauvorhaben fertiggestellt.
Der größte Anteil ist in Angelmodde-West,
mit 23 Baufertigstellungen, zu verzeichnen.
Neun weitere Gebäude wurden in Angel-
modde-Dorf fertiggestellt. Ein Gebäude
wurde in der Waldsiedlung bezugsfertig er-
richtet Drei Bauvorhaben wurden abgebro-
chen oder sind abgegangen. Davon waren
zwei in der Waldsiedlung und ein weiteres in
Angelmodde-Dorf.
Wohnungsbau
In den kommenden Jahren entstehen in An-
gelmodde mehrere neue Wohngebiete.
Die meisten Wohnungen werden im Bauge-
biet auf dem ehemaligen Westfalengelände
mit einer Mehrheit an Mehrfamilienhäusern
entstehen. Im Baugebiet südl. Hiltruper
Straße ist der Anteil von Ein- und Mehrfami-
lienhäusern etwas ausgewogener.
Angelmodde Priorität Mehrfamilienhäuser Einfamilienhäuser
Angelmodde - Südlich
Hiltruper Straße Kurzfristig 2023 – 2026 120 - 200 80 - 110
Wolbeck / Angel-
modde - Südl. Hiltru-
per Str. / Westl. Am
Sandbach
Mittelfristig 2026 – 2028 0 20
Angelmodde - ehem.
Westfalen Angel-
modde
Mittelfristig 2026 – 2028 380 40
Tabelle 2: Entstehung Ein- und Mehrfamilienhäuser in den neuen Wohngebieten
3.4 Zusammenleben und soziale
Infrastruktur
Kindergärten
Der Stadtteil Angelmodde hat eine Vielzahl an
Kindertageseinrichtungen vorzuweisen. In An-
gelmodde-Dorf befinden sich die ASB Gustav-
Dietrich-Kita und die AWO Kindertageseinrich-
tung. In der Waldsiedlung gibt es die Kita „Klei-
nen Riesen“ (mit Familienzentrum), das Fami-
lienzentrum Kita Miriam, das Familienzentrum
St. Bernhard, die ASB-Kindergroßtagespflege
„Zwergenburg“ auf dem Clemens-August-Platz
und die städtische Kindertageseinrichtung
Eichendorff. In Angelmodde-West gibt es den
Ev. Friedens-Kindergarten.
Im Stadtteil bestehen insgesamt drei Familien-
zentren. Hier werden niedrigschwellige Ange-
bote zur Vernetzung, Information und Stärkung
von jungen Familien vorgehalten. Der Ev.-Frie-
dens-Kindergarten, die Kita St. Bernhard, die
Kita Miriam sowie die Little Giants Kita Angel-
modde sind plusKitas, in denen zusätzliche
Landesmittel für Fördermaßnahmen bereitge-
stellt werden, um Kinder in ihrer Entwicklung zu
fördern. Die Versorgungsquote sowohl bei der
Betreuung der U3-Kinder als auch bei den Ü3-
Kindern liegt unter dem gesamtstädtischen
Durchschnitt. Eine Verbesserung der Situation
19
ist durch zusätzliche geplante Einrichtungen im
Stadtteil vorgesehen:
Kita im Bereich südl. Hiltruper Straße (7
Gruppen geplant)
Kita im Bereich ehemaliges Westfalen-
gelände (8-9 Gruppen geplant)
Verlagerung und Vergrößerung (Grup-
pengröße) der Kita Miriam in den Be-
reich des Gewerbegebietes Kaiser-
busch (4 Gruppen geplant).
In den angrenzenden Stadtteilen sind ebenfalls
Kitas geplant, so zum Beispiel im neuen Bau-
gebiet Hiltrup-Ost sowie auf dem Gelände des
zurzeit entstehenden York-Quartiers.
Schulen
Im Stadtteil gibt es zwei Grundschulen, die
Eichendorffschule Angelmodde in der Wald-
siedlung und die Annette-von-Droste-Hülshoff-
Schule Angelmodde in Angelmodde-West.
Die Eichendorffschule Angelmodde ist eine
Grundschule mit 3 Zügen. Sie betreute im
Schuljahr 2023/2024 insgesamt 289 Schülerin-
nen und Schüler aufgeteilt in 12 Klassen.
Die Schülerzahlen stiegen von 217 Schülern
im Schuljahr 2018/2019 auf 260 im Schuljahr
2022/2023.
Der Sozialindikator (vgl. Erläuterung unten)
liegt bei 5. Der durchschnittliche gesamtstädti-
sche Wert der Grundschulen beträgt den Wert
2,4. Die Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule
Angelmodde ist eine 2-zügige Grundschule.
Im Schuljahr 2023/2024 mit 174 Schülerinnen
und Schülern verteilt auf 8 Klassen. Die Schü-
lerzahlen unterliegen nur geringen Schwan-
kungen; die Anzahl der Schülerinnen und
Schüler lag im Schuljahr 2018/2019 bei 180
und im Schuljahr 2022/2023 bei 187 Schülern.
Der Sozialindikator der Grundschule liegt bei 3.
Erläuterung: Das Schulministerium hat fol-
gende vier Indikatoren zur Berechnung des So-
zialindikators festgelegt. Diese Indikatoren be-
schreiben den besonderen Bedarf einer
Schule in ihrem Sozialraum:
Dichte der SGB-II-Quote der Minder-
jährigen im geschätzten Einzugsbe-
reich der Grundschulen
Anteil der Schülerinnen und Schüler mit
vorwiegend nicht deutscher Familien-
sprache
Anteil der Schülerinnen und Schüler mit
eigenem Zuzug aus dem Ausland
Anteil der Schülerinnen und Schüler mit
einem sonderpädagogischen Unter-
stützungsbedarf LES.
Anhand des berechneten Sozialindikators –
auch im Vergleich zur Gesamtstadt Münster –
ergibt sich ein besonderer Förderbedarf für die
Eichendorffschule in Angelmodde.
Beide Grundschulen im Stadtteil verfügen über
ein Förderinselangebot in Trägerschaft der
Caritas. An der Eichendorfschule besteht zu-
dem je ein Schulsozialarbeitsangebot in Trä-
gerschaft der Diakonie und der Stadt Münster.
An der Annette-von-Droste-Hülshoff-Grund-
schule besteht ebenfalls ein Angebot der
Schulsozialarbeit der Stadt Münster.
Bild 7: Schulhof / Spielplatz der Annette-Schule-von-
Droste-Hülshoff-Schule
20
Die Einwohnerzahlen von Angelmodde sowie
Gremmendorf werden weiter ansteigen. Daher
war eine Erweiterung der Annette-von-Droste-
Hülshoff-Grundschule um einen Zug auf 3-Zü-
gigkeit (Fertigstellung geplant 2025) sowie
eine energetische Sanierung der Turnhalle er-
forderlich. Es ist eine Umgestaltung des nördli-
chen Schulhofes der Schule sowie des angren-
zenden Spielplatzes Birkenheide II vorgese-
hen. Die Bauarbeiten begannen im Jahr 2023.
Im Umfeld des Stadtteils ist die Errichtung von
weiteren Grundschulen vorgesehen:
Erweiterung Grundschulangebot in
Wolbeck
Erweiterung Schulzentrum Wolbeck
Errichtung einer 4-zügigen Grund-
schule auf der Konversionsfläche York-
Quartier in Gremmendorf zum Schul-
jahr 2025/2026.
Erweiterung des Grundschulangebots
in Hiltrup-Ost.
Neubau einer weiterführenden Schule
Eine weiterführende Schule besteht in Angel-
modde derzeit nicht. Auf dem Gelände des
ehemaligen Westfalengeländes ist der Neubau
einer 4-zügigen weiterführenden Schule auf
dem städtischen Grundstück vorgesehen.
Die Planungen laufen noch. Im Jahr 2024 wird
der städtebauliche Entwurf für die beiden Teil-
flächen (Wohnbebauung und Schule) weiter-
qualifiziert.
21
3.5 Kultur
Da das Brauchtum durch Heimat- und Schüt-
zenbruderschaft hochgehalten wird, gibt es
gute Anknüpfungspunkte, um die kulturellen
Angebote mit den Menschen vor Ort zu erwei-
tern. In der jüngsten Zeit haben sich in Angel-
modde einige Kulturschaffende der freien
Szene Münsters niedergelassen.
Das Netzwerk aus Kitas, Schulen, Kirchenge-
meinden und Seniorenheimen bietet das räum-
liche Potenzial, Kulturangebote im Bestand zu
etablieren. Die räumliche Nähe zur Entwick-
lung auf der Konversionsfläche York-Quartier
bietet die Chance, die Bürgerschaft aus Angel-
modde mit in den geplanten Aufbau kultureller
Angebote in den ehemaligen Eingangsgebäu-
den z.B. im ehemaligen Offizierskasino, einzu-
beziehen. Gleichzeitig könnten von hier aus
auch Angebote entwickelt werden, die den öf-
fentlichen Raum von Angelmodde mitdenken.
Kulturleben im engeren Sinn sowie Heimatar-
beit findet derzeit punktuell an wenigen Orten
statt. Zu nennen sind das Fürstin-von-Gallitzin-
Haus, die Katholischen Büchereien St. Bern-
hard / St. Agatha, die Ev.-Friedens-Kirchenge-
meinde sowie der Verein Treffpunkt Waldsied-
lung e.V., der sich für eine lebendige Integra-
tion auch mit kulturellen Angeboten engagiert.
Ergänzt wird das Angebot u.a. durch den Bü-
cherbus der Stadtbücherei.
Bürgerschaftlich Engagierte beobachten eine
Abnahme oder Veränderung des kulturellen
ehrenamtlichen Engagements. Veränderte
Freizeitkultur und fehlender Nachwuchs wer-
den z.B. als Grund benannt. Neue Initiativen
und Projekte entwickeln sich zögerlich oder
sind rückläufig. Angebote der kulturellen Bil-
dung gibt es wenige, der Bedarf wird allerdings
als hoch eingeschätzt. Untermauert wird dies
durch die sehr hohe Nachfrage auf punktuelle
Angebote der Programme „Kulturrucksack“
und „Kultur und Schule“.
Als negativ wird von Kulturakteuren ange-
merkt, dass Raummieten für diese Angebote
überdurchschnittlich hoch sind. Es fehlt also an
einer kulturellen finanzierbaren Infrastruktur.
Bild 8: Fürstin-von-Gallitzin-Haus Angelmodde Dorf
Bild 9: Bücherei der St. Agatha Kirche Angelmodde-Dorf
22
Angebote für Kinder und Jugendliche
Das Jugendzentrum Mobile Am Schütthook
ist eine wichtige Institution und Anlaufstelle
für Kinder und Jugendliche im Stadtteil.
Die Einrichtung hält seit vielen Jahren das
große, offene Sommerferienprogramm „Zau-
berburg“ vor. Offene Ferienprogramme sind
i.d.R. kostenlos und niedrigschwellig. Des
Weiteren unterstützt das Jugendzentrum die
Eichendorffschule Angelmodde bei der
OGS-Betreuung. Ergänzt werden diese An-
gebote auch von der aufsuchenden Jugend-
sozialarbeit der Diakonie. Die Ausgestaltung
dieser Angebote erfolgt partizipativ nach den
Wünschen der Kinder. Kulturangebote für
Kinder und Jugendliche gibt es im Stadtteil
nur wenige.
Weitere Angebote für Kinder und Jugendli-
che im Stadtteil sind z.B. die Heilpädagogi-
sche Tagesgruppe Süd / Ost, das Ambulant
Betreute Wohnen (ABW), die Inobhutnahme
(JiOBI), die Jugendwohngruppe Esperas
und die Notschlafstellen Sleep-In.
3.6 Seniorinnen und Senioren im Stadtteil
Für ältere Menschen gibt es im Stadtteil ver-
schiedene Angebote, z.B. die Senioren-Ser-
vice-Wohnanlage am Junker-Jörg-Platz 17-
18 mit barrierefreien Wohnungen, das Seni-
oren-Service-Wohnen im „Quartier S“ an der
Schlesienstraße mit 21 barrierefreie Woh-
nungen sowie zwei Pflegewohngemein-
schaften mit insgesamt 16 Plätzen und das
Altenzentrum des Kardinal-von-Galen Stifts
zentral am Clemens-August-Platz gelegen.
Zudem ist ein Neubau mit altengerechten
Wohnungen an der Ecke Albersloher Weg /
Am Schütthook sowie die Schaffung von
zwei weiteren Pflegewohngemeinschaften
geplant. Für die Freizeitgestaltung bieten die
Kirchengemeinden in Angelmodde Ange-
bote für Seniorinnen und Senioren an.
Außerdem gibt es das „Netz kleiner Hilfen“
der katholischen Kirchengemeinde, welches
z.B. auch älteren Menschen beim Einkaufen,
Arztbesuchen oder bei pflegerischen Hilfen
unterstützt.
Das „Netz kleiner Hilfen“ ist eine Initiative in
Trägerschaft der Caritas der Katholischen
Kirchengemeinde St. Nikolaus Münster in
Kooperation mit der AWO Wolbeck, der Cari-
tas Münster, der Diakonie Münster, der Ev.
Kirchengemeinde Wolbeck und der Kolping-
familie Wolbeck.
3.7 Treffpunkt Waldsiedlung
Der Treffpunkt Waldsiedlung e.V. ist ein
wichtiger Akteur der Integrationsarbeit und
ein Ort bürgerschaftlichen/nachbarschaftli-
chen Engagements in Münsters Südosten
und insbesondere in der Waldsiedlung.
Die Angebote werden von vielen Menschen
im Quartier, auch von geflüchtete Menschen
angenommen. Die Vereinsarbeit stabilisiert
die Situation im Quartier, fördert die Integra-
tion und ist ein wichtiges Element, die in den
letzten Jahren erreichten Entwicklungsfort-
schritte des Quartiers absichern zu helfen.
Angeboten werden zahlreiche Kurse, Work-
shops und Treffen für unterschiedliche Ziel-
gruppen. Hervorzuheben sind u.a.: Vater-
Mutter-Kind-Turnen, Sport für Frauen, Sport
für Männer, Sport für Flüchtlinge, Frauen-
frühstück, Schachgruppe, verschiedene Kin-
dergruppen, Nähgruppen, „Verwertbar“
(Tauschbörse).
3.8 Sportflächen und Sportangebote
Es bestehen zwei kleine Flächen im Bereich
der Eichendorffschule Angelmodde, die als
Kleinspielfeld und als Basketballplatz von
der Grundschule genutzt werden. Die Plätze
sind der Schule zugeordnet. Der Zustand der
Plätze ist gut. Nachmittags können die
Plätze von den Kindern und Jugendlichen
23
des Stadtteils genutzt werden. Bei dem gro-
ßen Platz handelt es sich um einen Asche-
platz, der nicht vereinsgebunden ist. Der
Platz wird derzeit vom Sportamt als Aus-
weichplatz für Plätze genutzt, die saniert
werden.
Laut Ratsbeschluss der Stadt Münster sollen
die städtischen Ascheplätze in Kunstrasen-
plätze umgestaltet werden. Die Sanierung
des Ascheplatzes in Angelmodde ist nicht
priorisiert. Das Sportamt erstellt zurzeit in
Kooperation mit dem Stadtsportbund ein ge-
samtstädtisches Sportentwicklungskonzept.
Dieses soll auch die Sportflächen in Angel-
modde analysieren und Empfehlungen so-
wie Entwicklungsmöglichkeiten ausspre-
chen. In Angelmodde gibt es den Sportver-
ein TSV Angelmodde 1967 e.V. Zurzeit wer-
den Sportangebote in den Bereichen Brei-
tensport, Schwimmen, Tennis, Turnen, Vol-
leyball, Tischtennis und Handball angebo-
ten. Viele Kinder, Jugendliche und Erwach-
sene nutzen aber auch die verschiedenen
Sportvereine in den angrenzenden Stadttei-
len wie Gremmendorf oder Wolbeck.
Verschiedene Vereine, wie der Treffpunkt
Waldsiedlung e.V. oder die Jugendeinrich-
tung Mobile bieten ebenfalls Sportangebote
an.
3.9 Sicherheit und Sauberkeit
Aus ordnungsbehördlicher Sicht handelt es
sich bei der Waldsiedlung um ein Wohnge-
biet, in dem es nur vereinzelt zu Ruhestörun-
gen und Ordnungswidrigkeiten kommt. Eine
kritische Sicherheitslage oder eine Ver-
schlimmerung der Situation vor Ort spiegelt
sich nicht in den an das Ordnungsamt ge-
meldeten Sachverhalten wider. In den Gren-
zen Albersloher Weg, Homannstraße, Hiltru-
per Str. und der Werse konzentriert sich das
auswertbare Betrachtungsfeld. Beleidigun-
gen, Ruhestörungen, Körperverletzungsde-
likte aller Art sowie Sachbeschädigungen
(an Kfz und Graffiti) finden sich jedoch in ei-
nem hohen Maße in diesem Quartier. Eine
Häufung von Fahrraddiebstählen findet sich
lediglich in den Straßen Albersloher Weg,
Brandhoveweg und Zum Erlenbusch.
Der Stadtteil Angelmodde wird hinsichtlich
Sauberkeit generell als unauffällig bewertet.
Verschmutzungen durch „wilde Müllablage-
rungen“ befinden sich schwerpunktmäßig in
den Bereichen Bachstraße, Middelkamp,
Vogelrohrsheide und des Clemens-August-
Platzes.
3.10 Nahversorgung
Aufgrund der “siedlungsstrukturellen Dreitei-
lung“ des Stadtteils, der aktuellen Einwoh-
nerzahl aber auch der integrierten Lage im
Stadtgebiet Münster, gibt es derzeit keinen
zentralen Nahversorgungstandort. Neben ei-
nigen Dienstleistungsunternehmen gibt es
lediglich den Nahversorger K+K Am
Schütthook / Albersloher Weg. Auch zukünf-
tig wird ein neuer Nahversorgungstandort
aufgrund der siedlungsstrukturellen Lage
Angelmoddes nicht möglich sein. Jeder Orts-
teil orientiert sich hinsichtlich der Nahversor-
gung stark an den anderen Stadtteilen.
Angelmodde-Dorf in Richtung Wolbeck,
Angelmodde-West nach Gremmendorf und
die Waldsiedlung nach Hiltrup oder Wolbeck.
3.11 Mobilität und Erreichbarkeit
Radverkehr
Angelmodde verfügt über ein gut ausgebau-
tes Rad- und Fußwegenetz, sodass viele
Einwohnerinnen und Einwohner ihre Wege
(auch zwischen den Ortsteilen oder in die In-
nenstadt) mit dem Rad zurücklegen.
Das 2016 initiierte Velorouten-Konzept sieht
die Einrichtung von 14 Velorouten vor, mit
denen sowohl die Außenstadtteile, als auch
die Umlandkommunen durch qualitativ hoch-
wertige Radwege besser an das Münstera-
ner Stadtzentrum angebunden werden.
24
Die Velorouten weisen definierte Mindestan-
forderungen an Breite und Fahrbahnbelag
auf und sollen als alltagstaugliche Radwege
eine umweltfreundliche stadtregionale Mobi-
lität sicherstellen. Angelmodde betreffen
zwei Velorouten(planungen), zum einen die
Veloroute Everswinkel-Münster (über Grem-
mendorf, Angelmodde-Dorf und Wolbeck),
zum anderen die Veloroute Sendenhorst-
Münster über den Albersloher Weg. Die Pla-
nungen und die genauen Routenverläufe be-
finden sich noch in Abstimmung.
Zudem führt der Werseradweg durch Angel-
modde, welcher eine hohe, auch touristische
Bedeutung für Angelmodde aufweist.
ÖPNV
Durch Angelmodde verkehren die Stadtbus-
linien 6 und 8. Die Linie 6 führt von Coerde,
über den Hauptbahnhof und den Albersloher
Weg und verbindet weiter die Waldsiedlung
mit Hiltrup.
Die Linie 8 führt vom Hauptbahnhof über den
Albersloher Weg, Gremmendorfer Weg,
durch Angelmodde-Dorf bis nach Wolbeck.
Angelmodde ist somit insgesamt gut an das
Busnetz angeschlossen. Im Rahmen der Re-
aktivierung der WLE bekommt Angelmodde-
Dorf einen Bahnhaltepunkt. Sobald die ers-
ten Personenzüge zwischen Sendenhorst
und Münster wieder fahren, ergibt sich für
die Menschen in Angelmodde ein weiterer
schneller Weg in Richtung Innenstadt /
Hauptbahnhof und die Attraktivität des Stadt-
teils steigt.
Gesamtstädtische Verkehrsthemen
Die großen verkehrlichen Themen und Fra-
gestellungen, wie z.B. der Ausbau des
Albersloher Weges, die WLE-Reaktivierung
oder die Veloroutenplanung, werden in die-
sem Stadtteilentwicklungskonzept nicht nä-
her betrachtet, da diese Themen gesamt-
städtisch und gesondert, z.B. im Rahmen
des Masterplans Mobilität 2035+, der erfor-
derlichen Planfeststellungsverfahren, der
Bauleitplanung, bearbeitet werden.
Abbildung 12: Geplante Veloroutenverläufe
25
3.12. Freiraum, Landschaft und Klima
Grünplanung und Grünordnung
Angelmodde zeichnet sich durch einen ökolo-
gisch hochwertigen Landschafts- und Natur-
raum aus. Weite Teile des Landschaftsraumes
sind als Landschafts- und Naturschutzgebiete
ausgewiesen.
Im Landschaftsraum befinden sich eine Viel-
zahl an schutzwürdigen Tieren und Pflanzen –
diesen Schutz gilt es aufrecht zu erhalten.
Die Werse und Angel fließen ebenfalls durch
Angelmodde und bieten ein attraktives Ange-
bot an Naherholungsqualitäten z.B. Kanutou-
rismus. Insgesamt laufen in Münster sieben
Hauptgrünzüge auf den inneren, ersten Grün-
ring (Promenade) zu. In Angelmodde betrifft
das den Lüttkenbeck-Loddenbach Grünzug.
Dieser wird in Angelmodde hauptsächlich von
den Gewässern Werse und Angel geprägt.
Freizeit und Tourismus
Der Landschaftsraum um Angelmodde ist nicht
nur für die lokale Bevölkerung ein bedeutender
Freizeit- und Naherholungsraum. In der ge-
samten Stadt und der Region ist die attraktive
Landschaft als Ausflugsziel gefragt. Der hohe
Freizeit- und Erholungswert begründet sich ne-
ben den angebotenen Freizeitmöglichkeiten
insbesondere im Rad- sowie dem Kanutouris-
mus. Zudem gibt es Gastronomie- und Kultur-
angebote, insbesondere in Angelmodde-Dorf.
Mit der Schließung des Canu-Camps im Winter
2023 ging ein wichtiges touristisches Stand-
bein und Ausflugsziel in Angelmodde-Dorf ver-
loren. Ergänzt wird der Landschaftsraum durch
ein gutes Netz an Wander-, Spazier- und Rad-
wegen. Damit verfügt der Stadtbezirk Südost
und Angelmodde über ein attraktives Angebot
an Naherholungsmöglichkeiten.
Spielplätze
In Angelmodde bieten elf städtische Spiel-
plätze für Kinder Orte zum Spielen und für
Familien Möglichkeiten, sich zu treffen.
2020 wurde ein neuer, attraktiver Spielplatz an
der Ostpreussenstraße eröffnet. Hierzu hatte
es im Vorfeld eine Ideenbörse zur Gestaltung
gegeben. In Angelmodde sollen, u.a. durch
finanzielle Mittel der Bezirksvertretung Müns-
ter-Südost, mehrere Spielplätze saniert wer-
den. Dies betrifft zum Beispiel im Rahmen der
Erweiterung der Annette-von-Droste-Hülshoff
Schule den angrenzenden Spielplatz Birken-
heide II. Der Spielplatz soll künftig dauerhaft
von der Schule während der Unterrichtszeit ge-
nutzt werden können.
Der kleine Spielplatz in der Straße am Middel-
kamp wurde im Jahr 2023 bereits mit kleineren
Maßnahmen aufgewertet und insbesondere für
kleine Kinder saniert.
Zudem soll der Spielplatz an der Vogelrohrs-
heide saniert werden. Hierzu fand ebenfalls
eine Ideenbörse statt.
Umwelt und Klima
Klimaschutz und Klimaanpassung spielen im
Wohnungs- bzw. Gebäudesektor, im Verkehrs-
bereich, aber auch im Freiraum eine wichtige
Rolle. Die Reduzierung fossiler Energieträger,
die energetische Sanierung der Gebäudebe-
stände, aber auch die ökologische Sicherung
der Naturräume sind wichtige Ziele und Maß-
nahmen im Stadtteilentwicklungskonzept.
Abbildung 13: Grünkonzept Angelmodde
26
Renaturierung, Hochwasserschutz und
Starkregen
Die nachhaltige Sicherung und Aufwertung der
Angel und Werse haben eine hohe Priorität.
Bauliche Maßnahmen oder bauliche Aufwer-
tungen sind in den Bereichen der Werse und
Angel schwer realisierbar.
Bzgl. des Hochwasserrisikomanagements gibt
es eine Maßnahme, die sich auf die Werse be-
zieht. Es ist angedacht, für die Werse, von
Handorf bis Angelmodde (nahe Haus Dahl),
ein kommunales Konzept zum Umgang mit
Niederschlagswasser zu erstellen.
Bezüglich des Schutzes gegen Starkregen / ur-
bane Sturzfluten wurden zwischenzeitlich so-
genannte Starkregengefahrenkarten für das
gesamte Stadtgebiet erstellt. Die Starkregen-
gefahrenkarten dienen zukünftig als Planungs-
grundlage für alle städtebaulichen Planungen.
Zusammen mit den Schadenspotenzial - und
Risikoanalysen sowie den Gewässer -Hoch-
wasserkarten der Bezirksregierung bilden sie
die Basis, auf deren Grundlage alle wasserwirt-
schaftlichen Planungen für den Extremfall be-
wertet und ausgerichtet werden. Die Stadt bie-
tet eine kostenlose und persönliche telefoni-
sche Einstiegsberatung zu Starkregenvor-
sorge und Überflutungsschutz an.
27
IV. Stärken und Schwächenanalyse
Die nachfolgende Analyse soll die Stärken und
Schwächen sowie die künftigen Potenziale und
möglichen Risiken für den Stadtteil Angel-
modde in den drei Handlungsfeldern:
Zusammenleben und Infrastruktur,
Wohnen und Wohnumfeld sowie
Landschaft, Freiraum und Klima aufzeigen.
Diese Analyse dient zur Identifikation von ge-
zielten Ziel- und Maßnahmenentwicklungen für
den Stadtteil. Die Analyse basiert auf den
Ergebnissen der Bestandsanalyse, den Resul-
taten der Einschätzung aus der Beteiligung der
Öffentlichkeit (u.a. in der Auftaktveranstaltung)
sowie der Bewertung der städtischen Fachäm-
ter zum Stadtteil Angelmodde.
Die Stärken und Schwächen sowie die Poten-
ziale und Risiken von Angelmodde werden im
Folgenden stichpunktartig nach den drei Hand-
lungsfeldern sortiert und kurz beschrieben.
Die Stärken und Schwächen nehmen Bezug
auf die aktuelle Situation, die Chancen und Ri-
siken beziehen sich auf zukünftig zu erwar-
tende Stärken und Schwächen.
28
Handlungsfeld Zusammenleben und Infrastruktur
Bild 10: Clemens-August-Platz Waldsiedlung Abb. 14: Keine räumlich oder funktionale „Mitte“
Stärken
Clemens-August-Platz
Quartiersplatz im Zentrum der Waldsiedlung;
Dienstleistungsangebote vorhanden
Versorgung
K+K als Nahversorger Am Schütthook
Nähe zum Zentrum Gremmendorf
Kinder, Jugendliche und Familien
Gute Zusammenarbeit der Akteure vor Ort
(Vereine, Familienzentren, Treffpunkt Wald-
siedlung e.V., Jugendeinrichtung Mobile,
Caritas, ASB, Diakonie…)
Sport
Angelmodde verfügt über eingeschränkte
Schulsportflächen sowie Vereins- und nicht
vereinsgebundene Sportflächen
Verkehr / Infrastruktur
Busanbindung in die Innenstadt sowie nach
Hiltrup und Wolbeck
Fuß- und Radwegeverbindungen in die
Innenstadt und angrenzende Stadtteile
Kultur
Kultur- und Kunstangebote im Stadtteil vor-
handen (z.B. Fürstin-von-Gallitzin-Haus, Kir-
chen etc.)
Schwächen
Clemens-August-Platz
Aufenthaltsqualität des Clemens-August-
Platzes gering; wenig Frequenzbringer
(Angebote am Platz)
Versorgung
Angelmodde hat keinen eigenen zentra-
len Versorgungsbereich; die Ortsteile ori-
entieren sich infrastrukturell / zur Versor-
gung an Gremmendorf, Wolbeck und
Hiltrup
Kinder, Jugendliche und Familien
Fehlende informelle Treffpunkte für
Jugendliche
Beratungsangebote für Familien, Frauen,
Kinder und Menschen mit Migrationsvor-
geschichte ausbaufähig
Wenige Freizeit- und Kulturangebote für
Kinder und Familien im Stadtteil
Fehlende Kita-Plätze
Sport
Fehlende Sportangebote sowie Raum-
und Sportflächenverfügbarkeit
Wenige (Sport)Vereine im Stadtteil
Vereine aus anderen Stadtteilen nutzen
die Sportflächen in Angelmodde
Verkehr / Infrastruktur
Trennwirkung durch den Albersloher Weg
29
Chancen
Aufwertung des Clemens-August-Platzes
(Erhöhung Aufenthaltsqualität, Nutzungen,
sozial-integratives Zentrum)
Stärkung der einzelnen Ortsteile in ihren
Funktionen und Angeboten
Mehr Kooperationen der Vereine untereinan-
der
Vernetzung und Schaffung von Kulturange-
boten besonders für Kinder und Jugendliche,
z.B. Kunst- und Kulturweg; Kulturrucksack
etc.
Netzwerk an Schulen, Kitas, Vereinen, Seni-
orenheim bietet ein räumliches Potenzial für
kulturelle Integrationsarbeit
Reaktivierung WLE
Erarbeitung eines gesamtstädtischen Sport-
flächenentwicklungskonzepts
Sauberkeit / Sicherheit
In einigen Bereichen Probleme mit Müll
und Sperrmüll
Zusammenleben und Identität
3-Teilung des Stadtteils – räumlich, sozial
und demografisch; wenig soziale Durch-
mischung
Wenige Treffpunkte / Begegnungsorte für
die Bewohnerinnen und Bewohner Angel-
moddes – wenig Miteinander der Bewoh-
ner in den einzelnen Ortsteilen
Keine funktionale Mitte – keine gemein-
same Identität
Risiken
Einschränkung und Wegfall von Bera-
tungsangeboten (z.B. SURE-Start für Fa-
milien) durch Wegfall von finanziellen Mit-
teln
30
Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld
Bild 11: Wohnen im Grünen in der Waldsiedlung
Stärken
Ruhiger und grüner Stadtteil mit hoher
Lebens- und Wohnqualität
Mischung von Wohnformen für verschie-
dene Zielgruppen
Großzügiges Umfeld um den vorhandenen
Geschosswohnungsbau
Bild 12: LEG Bestand Theodor-Heuss-Straße Waldsiedlung
Schwächen
Zum Teil fehlende Gestaltung des Woh-
numfeldes
Zum Teil Sanierungsstau und fehlende
energetische Ertüchtigung
Fehlende alternative Wohnmodelle
Zum Teil fehlende Barrierefreiheit
Unzureichende Beleuchtung an vielen Stel-
len
Chancen
Verknüpfung der neuen Baugebiete (ehe-
maliges Westfalengelände / Südl. Hiltruper
Straße) mit der vorhandenen Bebauung
und Infrastruktur
Aufwertung der Aufenthaltsqualität / des
Wohnumfeldes rund um den Geschoss-
wohnungsbau (insb. in der Waldsiedlung)
Risiken
Naherholungsqualitäten / Grünflächen nicht
durch Nachverdichtung schwächen
Potenzielles Risiko des Verlusts der homo-
genen Gebäude- und Bewohnerstruktur,
durch Sanierung / Aufwertung
31
Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und Klima
Bild 13: Attraktiver Landschaftsraum - hier die Werse
Bild 14: Werse - Gewässerschutz ist zu beachten
Stärken
Naturnaher und attraktiver Landschaftsraum
mit hohen Naherholungsqualitäten aufgrund
der Grün- und Freiflächen, der Flüsse Werse
und Angel sowie Rad-, Fuß- und Wanderwe-
gen
Gastronomie und verschiedene Freizeit-
sowie Tourismusangebote z.B. Kanuanlege-
stellen, bieten die Möglichkeit zu vielfältigen
Aktivitäten
Es bestehen sowohl Radrouten mit Wegwei-
sung als auch alternative Radrouten in
Angelmodde, welche den Stadtteil mit den
angrenzenden Stadtteilen verbindet
Ausgeprägtes Netz an Spazier- und Wander-
wegen bietet eine intensive Erkundung des
Landschaftsraumes
Hohe Spielplatzversorgung im Stadtteil
Chancen
Sichtbarkeit, Zugänglichkeit und Inszenie-
rung von Frei- und Landschaftsräumen kann
erhöht werden
Förderung naturräumlicher Gestaltungen
Klimaschutz und Klimaanpassungsmaßnah-
men im Gebäude-, Verkehrs- sowie im Land-
schaftsraum
Schwächen
Jugendliche haben wenige Möglichkeiten
ihre Freizeit im Freien zu gestalten, z.B.
Skaterpark o.ä.
Trennwirkung von Werse und westlich
angrenzenden Freiraum -> Stadtteil inner-
halb des Stadtteils
Risiken
Gewässer- und Hochwasserschutz be-
achten
32
V. Identität
Die Einschätzung der Schlüsselpersonen so-
wie die Bewertung der Teilnehmenden der Auf-
taktveranstaltung machen deutlich, dass die
Bürgerschaft des Stadtteils Angelmodde sich
den jeweiligen Ortsteilen Angelmodde-Dorf,
Angelmodde-Waldsiedlung und Angelmodd-
West zugehörig fühlt.
Eine gemeinsame Identität für den gesamten
Stadtteil besteht kaum. Die Entwicklung einer
gemeinsamen Identität wird von den meisten
Befragten auch nicht angestrebt.
Nachfolgende Bilder zeigen die Abfrage auf
der Auftaktveranstaltung: Wo wohnen Sie im
Stadtteil und wo fühlen Sie sich zugehörig?
.
Abbildung 16: Wo wohnen Sie in Angelmodde-Wald-
siedlung?
55
Abbildung 15: Wo wohnen Sie in Angelmodde-Dorf?
Abbildung 17: Wo wohnen Sie in Angelmodde-West?
33
VI. Zielperspektive für Angelmodde
Das Leitbild für die zukünftige Entwicklung des
Stadtteils Angelmodde ist als langfristig orien-
tiertes und strategisches Ziel angelegt.
Es beschreibt grundlegende Aspekte und ist
dabei nicht kleinteilig-konkret. Das Leitbild bie-
tet einen flexiblen Rahmen, innerhalb dessen
weitere Planungen und Entwicklungen umge-
setzt werden können. Zudem ist das Leitbild of-
fen für aktuell nicht absehbare Entwicklungen.
Das im Folgenden dargestellte Leitbild setzt
sich aus übergeordneten Leitlinien sowie
handlungsbezogenen Zielen zusammen.
Übergeordnete Leitlinien
Die prägende Qualität des Stadtteils
Angelmodde ist die Lage in einem
attraktiven und ökologisch wertvollen
Naturraum bei gleichzeitiger Nähe zur
Innenstadt von Münster. Die Mitte des
Stadtteils wird von grüner Kulturland-
schaft geprägt. Schutz, Entwicklung
und Erlebbarkeit dieser Naturräume
werden für den Stadtteil sowie für die
Gesamtstadt Münster gleichermaßen
gewährleistet.
Die drei Ortsteile Angelmodde-Dorf,
Angelmodde-Waldsiedlung und Angel-
modde-West besitzen jeweils eine
eigene Identität und entwickeln sich
ihrem individuellen Charakter entspre-
chend weiter.
Die drei Ortsteile Angelmodde-Dorf,
Angelmodde-Waldsiedlung und Angel-
modde-West werden untereinander
stärker vernetzt.
Die Lebensqualität in allen drei Ortstei-
len wird weiter gestärkt und ausgebaut.
Handlungsbezogene Ziele
Zusammenleben und Infrastruktur
Der Zusammenhalt der vielfältigen
Nationen und Kulturen in Angelmodde
wird gefördert.
Bildungs-, Beratungs- und Kulturange-
bote speziell für die Bewohnerinnen
und Bewohner der Waldsiedlung wer-
den in einer perspektivisch möglichen
sozialen Einrichtung auf dem Clemens-
August-Platz verortet.
Angebote für die Einwohnerinnen und
Einwohner des Stadtteils z.B. Sprach-
kurse oder Beratungsangebote zur
Verbesserung der sozialen Teilhabe,
werden bedarfsgerecht ausgebaut.
Für Kinder und Jugendliche werden die
Bildungsinfrastrukturen, d.h. Kita- und
Schulangebote (Grund- und weiterfüh-
rende Schule), dem Bedarf angepasst.
Die Nahversorgungsangebote werden
gesichert und wenn möglich, insbeson-
dere in Angelmodde-Dorf und Angel-
modde-Waldsiedlung, erweitert.
Kultur-, Kunst- sowie Sportangebote
werden in allen drei Ortsteilen gesichert
und ausgebaut, um das Kunst-, Kultur-
und Gesundheitsverständnis zu ver-
bessern.
Verkehrliche Anbindungen innerhalb
des Stadtteils sowie an die Innenstadt
und angrenzende Stadtteile werden für
alle Verkehrsträger verbessert.
Treffpunktmöglichkeiten für alle Bevöl-
kerungsgruppen werden in den Ortstei-
len gesichert und bedarfsgerecht ge-
schaffen.
34
Für alle drei Ortsteile werden An-
schlüsse an das Glasfasernetz ermög-
licht.
Wohnen und Wohnumfeld
Vielfältige und bezahlbare Wohnfor-
men für Familien sollen in allen drei
Ortsteilen geschaffen und dauerhaft
gesichert werden. Insbesondere An-
gebote für altengerechtes Wohnen /
alternative Wohnformen für Seniorin-
nen und Senioren, wie z.B. Wohnge-
meinschaften und Mehrgeneratio-
nenwohnen, werden ausgebaut.
Der Anteil von öffentlich geförderten
Wohnungen wird an geeigneten
Standorten erhöht.
Wohnungsbestände werden, wo
nötig und möglich, saniert (auch
energetisch).
Neu entstehende Wohngebiete be-
rücksichtigen Wohnangebote für alle
Bevölkerungsgruppen und werden
energieeffizient und klimaneutral ge-
plant.
Weitere Baugebietsentwicklungen
werden für den gesamten Stadtteil
geprüft.
Öffentliche Räume, deren heutige
Aufenthalts- und Gestaltqualität nicht
mehr überzeugen, werden aufgewer-
tet oder neugestaltet, um die Kom-
munikation und Identität im Stadtteil
zu fördern.
Die Verkehrssicherheit sowie die
Sicherheit im Allgemeinen werden im
Stadtteil verbessert.
Die Sauberkeit wird im Stadtteil ver-
bessert.
Landschaft, Freiraum und Klima
Grünflächen und landwirtschaftliche
Flächen zwischen den Siedlungsbe-
reichen sollen u.a. aufgrund ihrer
ökologischen Bedeutung und klimati-
schen Ausgleichsfunktion gesichert
werden.
2
Die bestehenden Naherholungspo-
tenziale dieser Flächen werden gesi-
chert und gegebenenfalls behutsam
erweitert.
Die touristischen Angebote des
Stadtteils werden gesichert und
maßvoll erweitert.
Eine Verbesserung und ein Ausbau
der Vernetzung und Erreichbarkeit
im Stadtteil, z.B. durch Fuß- und
Radwege, wird verfolgt.
Klimaschutz und Klimaanpassung
werden durch vielfältige Maßnahmen
im Freiraum-, Verkehrs- und Woh-
nungssektor berücksichtigt.
______________________________________________________________________
2 Sofern sie nicht gem. IFM-Konzept zukünftig für eine Siedlungsentwicklung geeignet sind
35
VII. Maßnahmenkonzept
7.1 Maßnahmenkonzept
Das vorliegende Maßnahmenkonzept zeigt
mögliche Maßnahmen und Projekte in den
drei Handlungsfeldern:
Zusammenleben und Infrastruktur,
Wohnen und Wohnumfeld sowie
Landschaft, Freiraum und Klima
auf.
Die Handlungsfelder wurden aus der Be-
standsanalyse des Stadtteils sowie den zahl-
reichen Beteiligungsergebnissen erarbeitet.
Insgesamt wurden im Rahmen des Stadtteil-
entwicklungskonzeptes 24 Projektsteckbriefe
für die zukünftige Entwicklung des Stadtteils
entwickelt. Diese unterteilen sich in viele
(kleinteilig) konkrete Maßnahmen und Pro-
jekte einerseits, aber auch in konzeptionelle
Hinweise bzw. konkrete Zielaussagen ande-
rerseits, die als dauerhafte Aufgabenstellung
zu verstehen sind. Die Maßnahmen werden
auf den folgenden Seiten textlich in Form von
Maßnahmensteckbriefen näher erläutert. Die
Maßnahmen sind nachfolgend in der Über-
sicht abgebildet.
Die Umsetzung der in den drei Handlungsfel-
dern dargestellten Maßnahmen und Projekte
sowie die weitere Zielentwicklung für den
Stadtteil ist u.a. abhängig und verknüpft mit
der Entwicklung der geplanten Wohnbauge-
biete in Angelmodde und den angrenzenden
Stadtteilen sowie der Verkehrsplanung (z.B.
Albersloher Weg, WLE). Zudem kommt es auf
Entscheidungen, Investitionen, Angebotstruk-
turen und Kooperationen der Akteure im
Stadtteil an, ob Maßnahmen umgesetzt wer-
den, da nur ein kleiner Teil der vorgeschlage-
nen Maßnahmen in ausschließlicher Umset-
zungsverantwortung der Fachämter der Stadt
Münster liegt.
Weiterhin spielen politische Entscheidun-
gen und insbesondere die finanziellen und
personellen Ressourcen innerhalb der
Stadtverwaltung eine wichtige Rolle, ob
und wie Maßnahmen umgesetzt werden
können. Die Politik hat im Rahmen des ein-
gerichteten Interfraktionellen Arbeitskrei-
ses (IFAK), bestehend aus Vertreterinnen
und Vertretern der Bezirksvertretung
Münster-Südost, den Erarbeitungsprozess
ebenfalls begleitet. Dieser hat auch eine
Priorisierung der Projekte und Maßnah-
men vorgeschlagen bzw. vorgenommen.
Maßgeblich entscheidend für die Priorisie-
rung war u.a. die Einflussnahme der Politik
auf das Projekt oder Ziel bzw. deren Um-
setzung; welche Hemmnisse und welche
anderen Konflikte oder fehlende Finanzie-
rung im Weg stehen.
Eine Stadtteilkümmerin aus dem Stadtpla-
nungsamt wird nach Abschluss des Stadt-
teilentwicklungskonzeptes für Angelmodde
die Umsetzung einzelner Maßnahmen sei-
tens der Verwaltung begleiten.
36
Abbildung 18: Übersicht Projekt- und Maßnahmensteckbriefe in drei Handlungsfeldern
Handlungsfeld Zusammenleben und
Infrastruktur
Das Handlungsfeld Zusammenleben und Infra-
struktur ist das Handlungsfeld mit den meisten
Projekten und Maßnahmen für Angelmodde
und besteht aus insgesamt 14 Vorschlägen.
Dabei wird eine große Themenbreite abge-
deckt. Insgesamt ist es das Ziel, die vorhande-
nen Bildungs-, Beratungs- und Kulturangebote
zu erhalten und zu stärken sowie weiter auszu-
bauen. Ein perspektivisch auf dem Clemens-
August-Platz entstehendes sozial-integratives
Zentrum auf dem jetzigen Grundstück der ASB
Kindergroßtagespflege könnte die vielfältigen
Angebote, insbesondere für die Waldsiedlung,
bündeln.
Treffpunkte und Begegnungsorte für die Bür-
gerinnen und Bürger im Stadtteil und insbeson-
dere für die Jugendlichen sollen bedarfsge-
recht geschaffen und ausgebaut werden, so-
dass auch eine stärkere Vernetzung unter den
drei Ortsteilen stattfinden kann.
Weitere Angebote, wie Sportangebote und
Sportflächen sollen erhalten und weiterentwi-
ckelt werden. Ein wichtiges Augenmerk wird
auf die Nahversorgung gelegt werden müssen.
Die Sicherung und gegebenenfalls der Ausbau
des vorhandenen Nahversorgers K+K an der
Kreuzung Am Schütthook / Albersloher Weg
hat eine hohe Priorität. Die verkehrliche Anbin-
dung zur Innenstadt, aber auch nach Wolbeck,
Hiltrup sowie nach Gremmendorf und die Ver-
netzung im Stadtteil sollen verbessert werden.
24 Projektsteckbriefe in drei Handlungsfeldern
Zusammenleben und Infrastruktur (14)
Wohnen und Wohnumfeld (5)
Landschaft, Freiraum und Klima (5)
37
1. Miteinander
1.1 Gestaltung des Clemens-August-Platzes
1.2 Schaffung einer sozialen Begegnungsstätte auf dem Clemens-August-Platz
1.3 Schaffung eines informellen Treffpunktes für Jugendliche in der Waldsiedlung
1.4 Sicherung und Ausbau von weiteren Treffpunkten
2. Soziale Teilhabe und Bildung
2.1 Sicherung und Erweiterung von Angeboten für Erwachsene
2.2 Sicherung und Erweiterung von Angeboten für Kinder
2.3 Schaffung zusätzlicher Kita-Plätze
2.4 Erweiterung des Schulangebotes
3. Sportangebote
3.1 Sicherung und Ausbau der Sportangebote
4. Kultur
4.1 Schaffung und Verstetigung von Angeboten für Kinder und Jugendliche
4.2 Schaffung und Verstetigung von Angeboten allgemein
5. Nahversorgung
5.1 Sicherung und Verbesserung der Nahversorgung
6. Verkehr und Glasfaserausbau
6.1 Stadtteilbezogene Maßnahmen Verkehr und weiterer Glasfaserausbau
7. Quartiersmanagement für die Waldsiedlung
7.1 Etablierung eines Quartiersmanagements für die Waldsiedlung
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
•
• Abbildung 19: Übersicht Projektsteckbriefe Handlungsfeld Zusammenleben und Infrastruktur
38
Bild 14: Clemens-August-Platz Angelmodde-Waldsiedlung
1. Miteinander
1.1 Gestaltung des Clemens-August-Platzes
Ausgangslage
Der Clemens-August-Platz stellt einen zentra-
len Platz in der Waldsiedlung dar, hat aber eine
geringe Aufenthaltsqualität und wenig Ange-
bote. Die ASB Kindergroßtagespflege „Zwer-
genburg“ befindet sich zentral am Platz.
Weiterhin sind am Platz eine Apotheke, ein
Friseur sowie weitere Dienstleister, wie Ärzte
und eine Servicestelle der Sparkasse angesie-
delt. Ebenfalls befindet sich das Altenzentrum
des Kardinal-von-Galen Stifts am Platz, der
Eingang ist jedoch vom Platz abgewandt.
Ziele
Übergeordnetes Ziel für den Clemens-August-
Platz stellt eine Aufwertung und Belebung des
Platzes dar sowie die Schaffung eines zukünf-
tigen Treffpunktes und damit einhergehend
eine Verbesserung der Stadtteilidentität und
der Kommunikationsmöglichkeiten.
Maßnahmen
Es wird eine Gesamtplanung für den Platz un-
ter Berücksichtigung folgender Aspekte vorge-
schlagen:
Der Platz bietet Potenzial für eine Um-
gestaltung und Aufwertung, einherge-
hend mit einer Erhöhung der Aufent-
haltsqualität z.B. durch Schaffung von
neuen Sitzgelegenheiten, Bepflanzun-
gen, neuen Nutzung (z.B. Boule) für
verschiedene Zielgruppen oder der An-
siedlung eines Cafés.
Verbesserung der Pflege des Platzes /
Pflanzbeete. Zurzeit findet eine Stan-
dardpflege der Grünflächen dreimal
jährlich statt. Eine Standarterhöhung ist
derzeit aus personellen und finanziel-
len Ressourcen jedoch nicht möglich.
Aufstellung zusätzlicher Tische und
Bänke auf Grundlage des Gestaltungs-
katalogs der Stadt Münster. Zur Umset-
zung bedarf es finanzieller und perso-
neller Ressourcen.
39
Attraktivitätssteigerung des Wochen-
marktes.
Gestaltung des Clemens-August-Platzes
Bausteine zur Umsetzung
Eine Umgestaltung des Platzes kann im Rahmen eines Gesamtkon-
zeptes erfolgen oder in kleineren Bausteinen / Maßnahmen umgesetzt
werden. Eine Aufwertung bietet ein großes Potenzial für den Stadtteil
Für die Umsetzung einzelner Maßnahmen müssen finanzielle und
personelle Ressourcen vorhanden sein.
Seitens der Stadt Münster stehen zurzeit keine finanziellen und per-
sonellen Ressourcen zur Verfügung, um die Pflege des Platzes zu er-
höhen.
Beteiligte ASB, Stadt Münster (Amt für Mobilität und Tiefbau, Amt für Immobili-
enmanagement, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Stadtplanungsamt), Akteure im Stadtteil
Priorität hoch
Bild 15: Blick auf den Clemens-August-Platz
40
1.2 Schaffung einer sozialen Begegnungs-
stätte auf dem Clemens-August-Platz
Ausgangslage
Zentral auf dem Clemens-August-Platz befin-
det sich die ASB Kindergroßtagespflege.
Diese soll perspektivisch umziehen, sodass
sich neue Entwicklungsmöglichkeiten für den
Platz ergeben. Der Eigentümer ASB hat bereits
in Rücksprache mit Akteuren aus dem Stadtteil
eine mögliche Perspektive aufgezeigt. Entste-
hen könnte hier ein sozial-integratives Stadt-
teilzentrum, z.B. durch einen Neubau. Unter
Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger sowie
der Akteure vor Ort könnte ein Begegnungs-
zentrum mit vielfältigen und gebündelten An-
gebote entstehen, welches als Treffpunkt im
Stadtteil dient. Dieses Projekt hätte auch große
Auswirkungen auf eine zukünftige Aufwertung
des gesamten Clemens-August-Platzes sowie
der Ansiedlung von weiteren Nutzungen und-
Dienstleistungen. Eine Umsetzung ist hier
langfristig zu sehen.
Ziele
Durch die Entwicklung eines sozial-integrati-
ven Begegnungszentrums auf dem Clemens-
August-Platz sollen die Kommunikation von
Bewohnerinnen und Bewohnern, die Identität
des Stadtteils und die soziale Teilhabe gestärkt
werden.
Maßnahmen
• Abriss der Gebäude Clemens-August-
Platz 4-6; aktuelle Nutzung als Kinder-
großtagespflege Zwergenburg vom
Arbeiter-Samariter-Bund Deutschland.
• Planung eines Neubaus unter Beteili-
gung der Bürgerinnen und Bürger mit
dem Ziel eine soziale Begegnungs-
stätte im Erdgeschoss mit Treffpunkt-
und Beratungsangeboten sowie ggf.
barrierefreie Wohnungen in den Ober-
geschossen zu schaffen.
• Nutzung von Teilbereichen des Cle-
mens-August-Platzes, z.B. durch ein
Café oder als Aktionsfläche.
• Die Angebote in der möglichen zukünf-
tigen Begegnungsstätte sollen von den
Bürgerinnen und Bürgern mit entwickelt
werden. Im bisherigen Beteiligungspro-
zess wurden z.B. Beratungsangebote,
ein Repaircafé, handwerkliche Ange-
bote, Begegnungsräume / Begegnung-
sorte für Bürgerinnen und Bürger unter-
schiedlicher Kulturen sowie Veranstal-
tungsangebote benannt.
Bild 16: ASB Kindergroßtagespflege auf dem Clemens-August-Platz
41
Schaffung einer sozialen Begegnungsstätte auf dem Clemens-August-Platz
Bausteine zur Umsetzung
Die Realisierung eines sozial -integrativen Begegnungszentrums am
Platz stellt einen sehr wichtigen Baustein und „Anstoß“ für die weitere
Entwicklung und Aufwertung des Platzes dar. Dies hängt in erste Linie
von den Planungen und Investitionen des Grundstückeigentümers ab.
Für eine Umsetzung muss ein Finanzierungs- und Umsetzungskon-
zept erstellt werden.
Beteiligte ASB (Eigentümer); Akteure im Stadtteil, Stadt Münster (Amt für Immo-
bilienmanagement, Stadtplanungsamt, Bauordnungsamt…)
Priorität mittel - hoch
42
1.3 Schaffung eines informellen Treffpunk-
tes für Jugendliche in der Waldsiedlung
Ausgangslage
In Angelmodde-Waldsiedlung gibt es insge-
samt wenige Treffpunkte für Jugendliche.
Für die Jugendlichen gibt es die Jugendeinrich-
tung Mobile in der Straße „Am Schütthook “.
Die Angebote werden sehr gut angenommen,
die Öffnungszeiten sind jedoch begrenzt.
Zudem gibt es einen Streetworker der die Ju-
gendlichen in der Waldsiedlung gezielt auf-
sucht. Im Rahmen einer gemeinsamen Bege-
hung mit Jugendlichen aus der Waldsiedlung
wurde der Wunsch nach einer informellen
Treffpunktmöglichkeit geäußert.
Es wurden konkrete Vorschläge im Stadtteil
gemacht. Eine Umsetzung dieser Maßnahme
wird als sehr wichtig erachtet. Eine kurz- bis
mittelfristige Umsetzung dieser Maßnahme ist
wünschenswert.
Ziele
Durch die Schaffung eines informellen Treff-
punktes soll die soziale Teilhabe, die Kommu-
nikation und die Stärkung der Identität erwirkt
werden.
Maßnahmen
Schaffung eines informellen Treffpunk-
tes für die Jugendlichen im Stadtteil.
Der Treffpunkt soll möglichst überdacht
sein, um auch bei schlechten Wetter-
verhältnissen genutzt werden zu kön-
nen.
Die Standortentscheidung und Ausstat-
tung soll in Kooperation mit den Ju-
gendlichen sowie Grundstückseigentü-
mern erfolgen.
Bild 17: Angelmodde-Waldsiedlung - Garagenhöfe als möglicher Treffpunkt für Jugendliche
43
Schaffung eines informellen Treffpunktes für Jugendliche in der Waldsiedlung
Bausteine zur Umsetzung
Bei der Standortsuche sowie einer möglichen Ausstattung eines infor-
mellen Treffpunktes muss die angrenzende Wohnbevölkerung mitge-
nommen und berücksichtigt werden (u.a. Lärmbelästigung, Soziale
Kontrolle). Denkbar wäre es, den Streetworker sowie den Verein Treff-
punkt Waldsiedlung e.V. im Rahmen einer Kooperation einzubinden.
Die Standortsuche gestaltet sich als nicht ganz einfach: Bei städti-
schen Flächen muss eine Zuständigkeit seitens eines Fachamtes fest-
gelegt werden (Betrieb, Unterhaltung, Haftung). Bei privaten Flächen
müssen ggf. Eigentümergemeinschaften überzeugt werden. Der Kon-
takt zu Wohnungsbaugesellschaften – insbesondere die viele Ge-
bäude im Bestand haben – muss aufgenommen werden.
Beteiligte Stadt Münster (Amt für Immobilienmanagement, Bauordnungsamt,
Stadtplanungsamt, Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit),
Wohnungsbaugesellschaften / Eigentümer, Jugendeinrichtung Mo-
bile, Treffpunkt Waldsiedlung e.V.
Priorität hoch
44
1.4 Sicherung und Ausbau von weiteren
Treffpunkten
Ausgangslage
Im Rahmen der Erarbeitung des Stadtteilent-
wicklungskonzeptes sowie der diversen Betei-
ligungsformate wurde seitens der Bevölkerung
sowie der Akteurinnen und Akteure geäußert,
mehr Treffpunkte im Stadtteil zu schaffen und
die vorhandenen zu sichern. Dies betrifft alle
Zielgruppen im Stadtteil – Familien, Eltern, Kin-
der und Jugendliche, Senioren, Vereine usw.
Es bestehen bereits Treffpunkte bzw. Orte der
Begegnung, wie z.B. das Fürstin-von-Gallitzin-
Haus in Angelmodde-Dorf, die Einrichtung
Mobile für Jugendliche, die Kirchen oder Fami-
lienzentren. Zukünftig gilt es, die Treffpunkte
weiter bekannt zu machen, attraktive Angebote
zu schaffen und ggf. weiter untereinander zu
vernetzten. Dies steht aber auch unter der Vo-
raussetzung, dass die Treffpunkte und Begeg-
nungsorte finanziell gesichert werden. Die
Schaffung neuer Treffpunkte gestaltet sich als
schwierig – die Entstehung eines möglichen
Begegnungszentrums auf dem Clemens-Au-
gust-Platz (jetzige ASB Kindergroßtages-
pflege) könnte sich zu einem neuen Treffpunkt
im Stadtteil entwickeln.
Ziele
Durch die Sicherung und Schaffung weiterer
Treffpunkte im Stadtteil soll insbesondere die
soziale und kulturelle Teilhabe, die Kommuni-
kation und die Identität im Stadtteil verbessert
werden.
Maßnahmen
• Entwicklung des Fürstin-von-Gallitzin-
Hauses zum Dorfgemeinschaftshaus
für Angelmodde-Dorf mit Treffpunkt-
möglichkeiten, Ausstellungen und Ver-
anstaltungen. Das Gallitzin-Haus hat in
den letzten Jahren bereits viele weitere
Angebote für die Stadtteilgesellschaft
angeboten welche gut angenommen
wurden. Dies gilt es zu sichern, zu un-
terstützen und weiterzuentwickeln.
• Sicherung der bestehenden Treffpunkt-
möglichkeiten für alle Bürgerinnen und
Bürger im Treffpunkt Waldsiedlung
e.V., in kirchlichen Räumlichkeiten und
Kitas sowie Familienzentren etc.
Bild 18: St. Bernhard Kirche in Angelmodde-West
45
Hier spielt eine gesicherte Finanzie-
rung eine wichtige Rolle.
• Verbesserung der Informationsmög-
lichkeiten durch Infotafeln bzw. Litfaß-
säulen und / oder Einführung einer digi-
talen Veranstaltungsplattform. Ange-
bote und Veranstaltungen können im
städtischen Veranstaltungskalender
aufgenommen und via Social Media
beworben werden.
Hier kann Münster Marketing beratend
unterstützen. Zudem gibt es die Initia-
tive und Internetseite der „Kulturkoordi-
nation Münster Südost“, auf welcher
z.B. auch Veranstaltungen, Termine
oder Raumangebote sowie Gesuche
eingestellt werden können.
Sicherung und Ausbau von weiteren Treffpunkten
Bausteine zur Umsetzung
Eine Weiterentwicklung von Treffpunkten / Räumlichkeiten steht unter
der Voraussetzung, dass deren Betrieb dauerhaft finanziell gesichert
werden kann. Die Schaffung neuer Treffpunkte gestaltet sich grund-
sätzlich schwierig (f ehlende Investitionen in Neubau, Umbau von
Räumlichkeiten usw.), die Entstehung eines möglichen Begegnungs-
zentrums auf dem Clemens-August-Platz (jetzige ASB Kindergroßta-
gespflege) könnte sich zu einem neuen Treffpunkt im Stadtteil entwi-
ckeln.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Sozialamt, Amt für Kinder, Jugendliche und Fami-
lien, Kulturamt, Münster Marketing), Investoren, Akteure im Stadtteil
Priorität mittel
Bild 19: Platz Haus Angelmodde
46
2. Soziale Teilhabe und Bildung
2.1 Sicherung und Erweiterung von
Angeboten für Erwachsene
Ausgangslage
In Angelmodde bestehen eine Vielzahl an An-
geboten für verschiedene Zielgruppen hin-
sichtlich Beratung und Förderung zur sozialen
Teilhabe, so z.B. die Sozialberatung der Cari-
tas, Angebote im Treffpunkt Waldsiedlung e.V.
oder die Angebote der Familienzentren.
Die Auswirkungen der Corona-Krise, die stei-
genden Lebenshaltungskosten und hohe Ener-
giepreise bringen mehr Menschen im Stadtteil
in eine schwierige Situation, die mehr Unter-
stützung und Beratung erfordert. Diese Ange-
bote gilt es weiter aufrecht zu erhalten und ggf.
auszubauen, um die Menschen zu fördern, zu
qualifizieren, bei alltäglichen Herausforderun-
gen oder Hürden und damit auch bei der In-
tegration zu unterstützen.
Ziel
Verbesserung der sozialen Teilhabe.
Maßnahmen
• Sicherung der städtischen Unterstüt-
zung für den Verein Treffpunkt Wald-
siedlung e.V. Dieser wird bereits seit ei-
nigen Jahren durch die Stadt finanziell
unterstützt. Die Vereinsarbeit stabili-
siert die Situation im Quartier und för-
dert die Integration. Derzeit bestehen
u.a. folgende Angebote: Nähschule;
Sportangebote, Beratungsangebote,
Frauen Frühstück u.v.m.
• Der Verein Treffpunkt Waldsiedlung
e.V. erarbeitet und bietet immerfort
neue, an den Bedarf im Quartier ange-
passte Angebote an. Die Herausforde-
rungen bestehen in der ausreichenden
Finanzierung, dem Finden von qualifi-
zierten Kursleitern, Räumlichkeiten so-
wie der Bindung von Teilnehmerinnen
und Teilnehmern.
• Sicherung von Sprach- und Alphabeti-
sierungskursen für Mütter von Kinder-
gartenkindern in der St. Bernhard Kita
(Anbieter: Familienbildungsstätte).
• Sicherung von Vorträgen zu Erzie-
hungsproblemen (Anbieter: Familien-
bildungsstätte).
• Folgende Angebote wurden im Beteili-
gungsprozess angeregt: durchgängige
Beratungsangebote oder Treffpunkte,
wie z.B. Familiencafés.
Bild 20: Gallitzin-Haus und Treffpunkt Waldsiedlung e.V.
47
• Häufigeres Anfahren durch den Bü-
cherbus im Bereich der Haltestelle Am
Schütthook (Schwerpunkt: Erwachse-
nenbildung und Medienvermittlung).
Zum jetzigen Zeitpunkt wird die Halte-
stelle Am Schütthook einmal wöchent-
lich durch den Bücherbus angefahren.
Leider ist zurzeit eine häufigere Anfahrt
durch die aktuelle Auslastung nicht
möglich. Der Bedarf wurde jedoch auf-
genommen.
• Sicherung und Ausbau von Angeboten
für Senioren (Sport, Treffpunkte etc.).
Sicherung und Erweiterung von Angeboten für Erwachsene
Bausteine zur Umsetzung
Um Angebote aufrecht zu erhalten oder ggf. zu erweitern werden
finanzielle Ressourcen essenziell sein. Zudem benötigt es personelle
Ressourcen in den Einrichtungen.
Beteiligte Akteure im Stadtteil, Vereine, Stadt Münster (u.a. Sozialamt, Amt für
Kinder, Jugendliche und Familien, Kulturamt)
Priorität hoch
Bild 21: „Alte Schule“ jetzige Bücherei der kath. Kirche in Angelmodde-Dorf
48
2.2 Sicherung und Ausbau von Angeboten
für Kinder
Ausgangslage
Angelmodde ist ein junger Stadtteil in welchem
viele Familien mit Kindern leben. Insbesondere
in der Waldsiedlung ist der Anteil von Kindern
und Jugendlichen sowie der Bedarf an indivi-
dueller Unterstützung (Bewegungsangebote,
Sprachangebote, Nachhilfeangebote etc.)
hoch. Hier gilt es die bestehenden Angebote
der Schulen, Kitas, Vereine und Kirchen zu
stärken und ggf. weiter auszubauen.
Ziel:
Verbesserung der sozialen Teilhabe von Kin-
dern im Stadtteil.
Maßnahmen
• Förderung von offenen Spiel- und Be-
wegungsangeboten für Familien mit
Kita- und Kleinkindern, z.B. durch die
Familienzentren.
• Schaffung von schulischen Nachhilfe-
angeboten. Nachhilfe gehört leider
nicht zum Portfolio einer offenen Kin-
der- und Jugendarbeit. Daher sind an-
derweitige Angebote zur Nachhilfe, z.B.
durch die Schulen oder Vereine, zu fin-
den. Für Kinder und Jugendliche gibt es
die Möglichkeit, Lernförderung aus Mit-
teln für Bildung und Teilhabe zu finan-
zieren. Die BuT-Lernförderung wird in
Münster nach dem Münster Modell
(schulnah) umgesetzt und umfasst die
fachliche Nachhilfe als auch Sprachför-
derung. Auch eine wohnortnahe Um-
setzung oder externe Lernförderung
(gewerblicher Anbieter) kann auf
Wunsch der Eltern umgesetzt werden.
Voraussetzungen sind die Berechti-
gung für Mittel aus dem Bildungs- und
Teilhabepaket, z.B. bei Wohngeldemp-
fängerinnen, Bürgergeld, Asylbewer-
berleistungen, Kindergeldzuschlag und
Sozialhilfe sowie ein durch die Schule
festgestellter Förderbedarf.
• Eine Erweiterung der SURE-Angebote
(Frühe Hilfen) ist zurzeit aus finanzieller
Sicht nicht möglich, soll aber weiterver-
folgt werden.
Bild 22: Jugendzentrum Mobile Am Schütthook
49
• Für einen Ausbau des Angebotes des
Projektes „Mein Bildungspilot - Wir zwei
entdecken die Welt“ für Grundschüler
gibt es zurzeit keine Förderung.
• Sicherung von Angeboten zum
Naturerlebnis im Wald. Hier ist die Ei-
chendorffschule Angelmodde bereits
als Vorreiter unterwegs und ermöglicht
den Kindern in der Umgebung der
Schule Erfahrungen, Erlebnisse und
Wissenswertes rund um das Thema
Natur zu erlernen.
• Sicherung von Angeboten des Vereins
Treffpunkt Waldsiedlung e.V., z.B.
Nähkurs, Schach, Sport mit der Fami-
lie, Vereinsausflug sowie jahreszeitli-
che Feste.
Sicherung und Ausbau von Angeboten für Kinder
Bausteine zur Umsetzung
Aktuell ist eine stärkere Unterstützung seitens der Stadt Münster für
verschiedene Angebote aufgrund fehlender Förderzugänge oder
finanzieller Ressourcen schwierig. Die Sicherung und Erweiterung
dieser Angebote kann nur sukzessiv und Projektorientiert geschehen.
Beteiligte Akteure im Stadtteil, Schulen, Kirchen, Stadt Münster (u.a. Sozialamt,
Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Kulturamt)
Priorität hoch
Bild 23: Naturschutzgebiet Bonnenkamp
50
2.3 Schaffung zusätzlicher Kita Plätze
Ausgangslage
Die Kita-Platz Versorgung spielt eine wichtige
Rolle für Familien. Die Betreuungssituation im
Stadtteil ist dort gleichbleibend angespannt.
Die U3-Betreuungsquote liegt bei 43,4% und
die Ü3-Quote bei 74,8% und damit weiterhin
deutlich unter dem städtischen Durchschnitt
von 50,7% bei den U3-Kindern und 105,3% bei
den Ü3-Kindern.
Ziel
Bedarfsgerechte Anpassung der sozialen
Infrastruktur.
Maßnahmen
Im Stadtteil sollen langfristig neue Kitagruppen
im Zuge der neuen Baugebietsentwicklungen
entstehen.
Geplant sind:
• Kita im Baugebiet südlich der Hiltruper
Straße (7 Gruppen)
• Kita im Baugebiet auf dem ehemaligen
Westfalen-Gelände (vrsl. 8-9 Gruppen)
• Die Verlagerung der Kita Miriam in den
Bereich des Gewerbegebietes Kaiser-
busch sowie eine Aufstockung der
Gruppen von zwei auf vier.
Ebenso sollen in den angrenzenden Stadt-
teilen neue Kita-Gruppen entstehen, wel-
che den Bedarf aus Angelmodde in Teilen
mit abdecken könnten:
• Mehrere Kitas im Baugebiet Hiltrup-Ost
(die Anzahl der Plätze für Bedarfe aus
Angelmodde wurde bisher nicht festge-
legt) sowie im Bereich der York-Ka-
serne.
Schaffung zusätzlicher KiTa Plätze
Bausteine zur Umsetzung
Die aktuelle Lage der Kita -Platzversorgung ist in der Gesamtstad t
Münster angespannt. Dies reicht von fehlenden Gruppen bis hin zu
fehlenden Trägern und Personal.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Kinder, Jugendliche und Familien, Sozial-
amt), Kitas, Träger
Priorität hoch
Bild 24: Eichendorff Kita in der Waldsiedlung
51
2.4 Erweiterung des Schulangebots
Ausgangslage
Der Stadtteil Angelmodde verfügt mit der
Eichendorffschule und der Annette-von-
Droste-Hülshoff-Schule über zwei Grundschu-
len, jedoch über keine weiterführende Schule.
Die älteren Schülerinnen und Schüler müssen
nach Gremmendorf, Hiltrup oder Wolbeck aus-
weichen. Im Rahmen der neuen Baugebiets-
entwicklungen sollen auch weitere Schulen
entstehen. Besonderes Augenmerk liegt hier
auf der Entwicklung des ehemaligen Westfa-
len-Geländes. Hier soll, neben der Wohnge-
bietsentwicklung mit ca. 420 Wohneinheiten
auch eine weiterführende Schule entstehen.
Im Rahmen des Beteiligungsprozesses zum
Stadtteilentwicklungskonzept haben sich die
beteiligten Menschen klar mehrheitlich für die
Entstehung einer Gesamtschule ausgespro-
chen.
Ziel
Anpassung der Bildungsinfrastruktur.
Maßnahmen
Neubau einer weiterführenden Schule
auf dem ehemaligen Westfalen-Ge-
lände.
Erweiterung der Annette-von-Droste-
Hülshoff-Schule Angelmodde auf eine
3-Zügigkeit samt Neugestaltung des
Schulhofes und des Spielplatzes.
Die Baumaßnahmen werden in den
Jahren 2023 bis 2025 umgesetzt.
Der nördliche Schulhof mit dem Spiel-
platz Birkenheide II wurde bereits neu-
gestaltet. Nach Beendigung der Bau-
maßnahmen werden dort noch ab-
schließende Arbeiten stattfinden.
Anregungen zur Veränderung der
Schulhofgestaltung an der Eichen-
dorffschule wurden den Fachämtern
mitgeteilt. Ebenfalls wurden die Anre-
gungen der Schülerinnen und Schüler
der Annette-von-Droste-Hülshoff-
Schule für die Erweiterung und Neuge-
staltung des Schulhofes sowie der Au-
ßenbereiche den Fachämtern der Stadt
mitgegeben.
In den angrenzenden Stadtteilen sind ebenfalls
neue Schulen geplant:
• 4-zügige York-Grundschule plus
Zweifachsporthalle – Fertigstellung
zum Schuljahresbeginn 2025 / 2026
• Erweiterung der Grundschulange-
bote in Wolbeck und Hiltrup-Ost.
Bild 25: Annette-von-Droste-Hülshoff-Schule in Angelmodde-West
52
Erweiterung des Schulangebots
Bausteine zur Umsetzung Die Erweiterung der Annette-von-Droste-Hülshoff Schule läuft aktuell.
Beteiligte Stadt Münster (Amt für Immobilienmanagement, Amt für Grünflächen,
Umwelt und Nachhaltigkeit)
Priorität mittel
53
3. Sportangebote
3.1 Sicherung und Ausbau von Sportangeboten
Ausgangslage
Die Stadt Münster erarbeitet einen gesamt-
städtischen Sportentwicklungsplan, in wel-
chem auch Entwicklungspotenziale für die
Sportflächen in Angelmodde herausgearbeitet
werden sollen. Dieses Konzept soll Anfang
2025 fertiggestellt werden.
Ziele
Förderung des Sports, der Kommunikation und
der Stadtteilidentität.
Maßnahmen
• Sicherung der Sportflächen im Bereich
der Eichendorffschule, die als Klein-
spielfeld sowie als Basketballplatz von
der Grundschule genutzt werden.
Diese Plätze stehen der Bevölkerung
nachmittags bzw. abends zur Verfü-
gung. Im Zusammenhang der gesamt-
städtischen Sportentwicklungsplanung
wird die Sportanlage begutachtet.
• Laut Ratsbeschluss sollen die Asche-
plätze im Stadtgebiet langfristig zu
Kunstrasenplätzen umgestaltet wer-
den; der Ascheplatz im Bereich der Ei-
chendoffschule (nicht vereinsgebun-
den) ist bisher – entsprechend einem
Kriterienkatalog – nicht priorisiert.
• Sicherung und Ergänzung des Sport-
angebotes des Turn- und Sportvereins
Angelmodde 1967 e.V.; dieser bietet
derzeit Handball, Tennis, Tischtennis,
Geräteturnen, Bodenturnen sowie Vol-
leyball an.
• Sicherung und Erweiterung des Sport-
angebotes für unterschiedliche Grup-
pen wie z.B. Jugendliche, Senioren
(Angebote St. Bernhard), Frauen und
Mädchen mit Migrationsvorgeschichte,
Vater-Mutter-Kind-Turnen sowie Fuß-
ballangebote für Jugendliche. Einige
Angebote werden z.B. vom Verein
Treffpunkt Waldsiedlung e.V. durchge-
führt. Verfügbare Hallenzeiten sind
zumeist schwierig zu bekommen.
• Im York-Quartier soll ab 2025 eine Ver-
einssporthalle zur Verfügung stehen.
Sicherung und Ausbau von Sportangeboten
Bausteine zur Umsetzung
Das gesamtstädtische Sportentwicklungskonzept soll Entwicklungs-
potenziale für die Sportflächen in Angelmodde aufzeigen. Die Sport-
und Bewegungsangebote der verschiedenen Vereine (Sportverein,
Treffpunkt Waldsiedlung e.V.) gilt es weiter bekannt zu machen und
finanziell zu unterstützen. Hallenzeiten sollten vorwiegend für Vereine
/ Angebote aus dem Stadtteil reserviert sein.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Immobilienmanagement, Sportamt) ,
Vereine, Akteure im Stadtteil, Stadtsportbund
Priorität mittel
54
4. Kultur
4.1 Schaffung und Verstetigung von Ange-
boten für Kinder und Jugendliche
Ausgangslage
Das Jugendzentrum Mobile ist eine wichtige In-
stitution und Anlaufstelle für die Jugendlichen
im Stadtteil. Das Mobile hält seit vielen Jahren
ein großes offenes Sommerferienprogramm
„Zauberburg“ vor. Offene Ferienprogramme
sind i.d.R. kostenlos und niedrigschwellig.
Des Weiteren unterstützt das Jugendzentrum
die Eichendorffschule bei der OGS-Betreuung.
Ergänzt werden diese Angebote zudem von
der aufsuchenden Jugendsozialarbeit der Dia-
konie. Die Ausgestaltung dieser Angebote er-
folgt partizipativ nach den Wünschen der Kin-
der. Insgesamt gibt es wenige Kulturangebote
für Kinder und Jugendliche im Stadtteil.
Ziele
Verbesserung der Kommunikation, der Kultur-
mitgestaltung und des Kulturerlebens sowie
der Stadtteilidentität.
Maßnahmen
• Sicherung und Ausbau der Ferienbe-
treuung im Jugendzentrum Mobile.
• Unterstützung der bestehenden priva-
ten Angebote für Kinder der Waldsied-
lung.
• Angebotssicherung der katholischen
Büchereien.
• Sicherung der Angebote in St. Bern-
hard (Messdiener und Pfadfinder, Aus-
flüge, Ferienlager).
• Sicherung und Ergänzung der Projekte
„Kulturrucksack NRW“ z.B. für Theater
und Tanz; diese finden bisher in den
Räumlichkeiten von St. Bernhard statt.
• Bücherbus: Erhöhung der Anfahrten im
Bereich der Eichendorffschule
(Schwerpunkt: interkulturelle Bildung,
Inklusion, Medienvermittlung), Nutzung
auch von zwei Kitas in der Nähe.
Zurzeit ist eine häufigere Anfahrt der
aktuellen Haltestellen aufgrund deren
Auslastung nicht möglich.
• Sicherung und Ausbau der Zusammen-
arbeit von Schulen, Kitas, Kirchen etc.
mit der Musikschule Wolbeck und der
Westfälischen Schule für Musik.
Bild 26: Fürstin-von-Gallitzin-Haus in Angelmodde-Dorf
55
• Auch hier kann das künftige Bürger-
haus im ehemaligen Offizierscasino der
York-Kaserne, welches bis 2028 zu ei-
nem Ort der Demokratie und Haus der
Nachbarschaftskultur ausgebaut und
genutzt werden soll, Anreize und Im-
pulse für Angelmodde geben.
4.2 Schaffung und Verstetigung von Ange-
boten allgemein
Ausgangslage
In Angelmodde gibt es Orte, Treffpunkte und
Einrichtungen in denen kulturelle Angebote
stattfinden. Zudem haben sich einige Kultur-
schaffende im Stadtteil angesiedelt. Aktiv mit
kulturellen Angeboten ist zum einen der Angel-
modder Künstertreff (A.K.T), welcher u.a. auch
die Kunstmeile Südost mit bespielt und organi-
siert. Auch der Heimatverein Angelmodde ver-
anstaltet regelmäßig kulturelle Veranstaltun-
gen im Fürstin-von-Gallitzin-Haus. Das Netz-
werk aus Kitas, Schulen, Kirchengemeinden
und Seniorenheimen bietet das räumliche Po-
tenzial, Kulturangebote im Bestand zu etablie-
ren. Im Sommer 2023 hat im Stadtteil zudem
ein Stadtteilfest stattgefunden.
Dies hat dazu beigetragen, die Menschen aus
dem Stadtteil zusammenzubringen, Nachbar-
schaften zu fördern sowie Akteure, Vereine
und Ehrenamtliche in den Fokus und in die Öf-
fentlichkeit zu rücken. Die Organisatoren hof-
fen, dieses Stadtteilfest alle vier Jahre durch-
führen zu können. Die räumliche Nähe zur Ent-
wicklung auf der Konversionsfläche York-
Quartier bietet die Chance, die Bürgerschaft
aus Angelmodde in den geplanten Aufbau Ge-
meinwohl orientierter und kultureller Angebote
im ehemaligen Offizierskasino einzubeziehen.
Gleichzeitig könnten von hier aus Angebote
entwickelt werden, die den öffentlichen Raum
von Angelmodde mitdenken.
Schaffung und Verstetigung von Angeboten für Kinder und Jugendliche
Bausteine zur Umsetzung
Das Stadtteilkulturmanagement der Stadt Münster ist ein wichtiger
Baustein für eine Weiterqualifizierung und Entwicklung von Kulturan-
geboten. Finanzielle Förderungen müssen aber auch hier gegeben
sein. Initiativen und Angebote müssen auch aus dem Stadtteil kom-
men. Die Stadt Münster, u.a. das Stadtteilkulturmanagement, kann
unterstützen.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Immobilienmanagement, Kulturamt), Ver-
eine, Kirchen, Jugendeinrichtung Mobile
Priorität mittel
56
Ziele
Verbesserung der Kommunikation, des aktiven
Kulturerlebens und der Kulturmitgestaltung so-
wie der Identifikation mit dem Stadtteil.
Maßnahmen
• Sicherung und Stärkung des bestehen-
den Kulturangebotes des Heimatver-
eins Angelmodde (Gallitzin-Haus), des
Angelmodder Künstlertreffs (A.K.T),
der Büchereien, des Treffpunktes
Waldsiedlung e.V. sowie der Kirchen;
auch stärkere Kooperationen unterei-
nander sind anzustreben. Unter Um-
ständen können finanzielle Mittel von
der Bezirksverwaltung Südost bean-
tragt werden.
• Stärkung der Gemeinwohl orientierten
und kulturellen Nutzung des Clemens-
August-Platzes durch das städtische
Stadtteilkulturmanagement sowie wei-
teren Akteurinnen und Akteuren sowie
Vereinen.
• Bücherbus: Erhöhung der Anfahrten im
Bereich der Eichendorffschule
(Schwerpunkt: interkulturelle Bildung,
Inklusion, Medienvermittlung).
Leider ist zurzeit eine häufigere Anfahrt
der aktuellen Haltestellen aufgrund de-
ren Auslastung nicht möglich. Der Be-
darf wurde aufgenommen.
• Koordination von Kulturveranstaltun-
gen sowie Räumlichkeiten etc. in
Münster-Südost durch zwei ehrenamtli-
che Kulturkoordinatoren – Kulturkoordi-
nation Südost.
• Die Entwicklung des York-Quartiers mit
dem künftigen Bürgerhaus könnte
ebenfalls Kooperationen und Impulse
für die Kulturlandschaft und deren An-
gebote in Angelmodde befördern.
Schaffung und Verstetigung von Angeboten allgemein
Bausteine zur Umsetzung
Das Netzwerk aus Kitas, Schulen, Kirchen und Seniorenheimen bietet
das räumliche Potenzial, Kulturangebote im Bestand zu etablieren.
Die räumliche Nähe zur Entwicklung auf der Konversionsfläche York-
Quartier bietet die Chance, die Bürgerschaft aus Angelmodde in den
geplanten Aufbau Gemeinwohl orientierter und kultureller Angebote
im ehemaligen Offizierskasino einzubeziehen. Auch das Stadtteilkul-
turmanagement der Stadt Münster kann Unterstützungsarbeit leisten.
Beteiligte Vereine, Stadt Münster (u.a. Amt für Immobilienmanagement, Kultur-
amt), Akteure im Stadtteil
Priorität mittel – hoch
57
5. Nahversorgung
5.1 Sicherung und Verbesserung der Nah-
versorgung
Ausgangslage
Aufgrund der “siedlungsstrukturellen Dreite i-
lung“ des Stadtteils , der geringen Einwohner-
zahl der einzelnen Ortsteile, aber auch der in-
tegrierten Lage im Stadtgebiet Münster, kann
kein zentraler Nahversorgungsstandort neu
entwickelt werden. Die Ortsteile orientieren
sich hinsichtlich der Nahversorgung in die an-
deren Stadtteile - Angelmodde-Dorf in Rich-
tung Wolbeck, Angelmodde-West nach Grem-
mendorf, die Waldsiedlung nach Hiltrup oder
Wolbeck. Neben einigen Dienstleistungsunter-
nehmen gibt es den Nahversorger K+K im
Kreuzungsbereich Am Schütthook / Alberslo-
her Weg.
Ziel
Sicherung und ggf. Ausbau der bestehenden
Nahversorgung.
Maßnahmen
• Konstruktive Unterstützung zur Siche-
rung bzw. ggf. Erweiterung des Nah-
versorgers K+K im Kreuzungsbereich
Am Schütthook / Albersloher Weg
durch die Stadt Münster sowie die Wirt-
schaftsförderung Münster.
• Attraktivitätssteigerung durch Ange-
botserweiterung der Wochenmärkte in
der Waldsiedlung und im Dorf.
Die beiden Wochenmärkte sind nicht
städtisch organisiert und die Situation
ist nicht immer zufriedenstellend.
• In der Vergangenheit hat es immer wie-
der Bemühungen gegeben, neue
Marktbeschicker zu finden, was tempo-
rär für Entspannung gesorgt hat, doch
ist die Angebotsvielfalt aufgrund der
geringen Anzahl an Marktbeschickern
insgesamt dennoch zu gering.
• Für eine konzeptionelle Neuausrich-
tung der Wochenmärkte wäre die Grün-
dung einer Projektgruppe oder die Ein-
beziehung der Uni Münster oder FH
Münster im Rahmen der Fachrichtun-
gen Citizen Science / Social Entrepre-
neurship ein Ansatz, um ein Projekt zu
starten, bei dem Studierende Ideen zur
konzeptionellen Neuausrichtung der
Wochenmärkte entwickeln.
• Münster Marketing kann mit einzelnen
kommunikativen Maßnahmen unter-
stützen, weiter auf die Wochenmärkte
aufmerksam zu machen.
• Unterstützung privater / genossen-
schaftlicher Initiativen zur Schaffung
kleinteiliger Angebote.
Bild 27: Wochenmarkt auf dem Clemens-August-Platz
58
Sicherung und Verbesserung der Nahversorgung
Bausteine zur Umsetzung
Es ist Ziel der Stadt Münster den Standort K+K im Kreuzungsbereich
Am Schütthook / Albersloher Weg zu halten, da er wichtig für die Nah-
versorgung der Menschen, insbesondere in der Waldsiedlung, ist. In-
vestitionsentscheidungen treffen aber die Marktbetreiber bzw. der Ei-
gentümer. Die Stadt möchte aber und wird unterstützen. Für die Situ-
ation der Wochenmärkte kann, wie oben beschrieben, Münster Mar-
keting kommunikativ und projektbezogen unterstützen.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Wirtschaftsförderung, Bauordnungsamt, Stadtpla-
nungsamt), K+K, Marktbeschicker
Priorität mittel – hoch
59
6. Verkehr und Glasfaserausbau
6.1 Stadtteilbezogene Maßnahmen Verkehr
und weiterer Glasfaserausbau
Ausgangslage
Verkehrliche Themen haben die Bürgerinnen
und Bürger sowie die Akteurinnen und Akteure
im Stadtteil sehr beschäftigt. Es gab viele
Anregungen und Vorschläge. Die verkehrli-
chen Themen und Fragestellungen, wie z.B.
der Ausbau des Albersloher Weges, die WLE-
Reaktivierung oder die Veloroutenplanung,
werden in diesem Maßnahmenkonzept nicht
näher betrachtet, da diese Themen gesamt-
städtisch und gesondert, z.B. im Rahmen des
Masterplans Mobilität 2035+, den Planfeststel-
lungsverfahren, der Bauleitplanung oder im
Rahmen der konkreten Entwurfsplanung bear-
beitet werden. Dennoch wurden alle Anregun-
gen und Vorschläge an die betreffenden
Fachämter der Stadt Münster weitergegeben.
Ziele
Verbesserung der Verkehrssicherheit und
Erhöhung der Lebensqualität.
Maßnahmen
• Im Rahmen der Reaktivierung der WLE
soll am Bahnhaltepunkt Angelmodde
eine Mobilstation der Größenklasse M
eingerichtet werden.
• Zusätzlich soll perspektivisch eine wei-
tere Mobilstation der Größenklasse S in
Angelmodde-Waldsiedlung entstehen.
Bisheriger Standortvorschlag ist im
Umfeld der Bushaltestelle Heinrich-
von-Stephan-Ring. Ggf. ist jedoch eine
Zusammenführung mit den u. g. Car-
sharing-, Pedelec- und E-Car-Angebo-
ten an einem gemeinsamen Standort
sinnvoll.
• Für die Heidestraße und die Straße
Flaßkuhl zur Erschließung des geplan-
ten neuen Baugebietes auf dem ehem.
Westfalengelände soll es künftig eine
Planung zur Umgestaltung geben.
• Instandsetzung der Fahrbahnen Angel-
modder Weg - Pirolweg - Elsterweg.
Von Osten bis zum Amselweg soll die
Fahrbahn des Angelmodder Weges in-
standgesetzt werden.
• Die Erneuerung der Gehwege zwi-
schen den Haus-Nr. 112-145 der
Straße Zum Erlenbusch ist vorgese-
hen.
• Prüfung von Schaffung von Carsharing
Angeboten – Einrichtung von öffentli-
chen E-Ladestationen für E-Bikes und
E-Cars. In Angelmodde-Waldsiedlung
ist eine Station vorgesehen, bisheriger
Standortvorschlag ist Am Schütthook.
• Maßnahme zur Entschärfung der Un-
fallhäufungsstelle Kreuzungsbereich
Albersloher Weg / Homannstraße –
Einmündung zur Homannstraße wird
signalisiert. Die Umrüstung der Licht-
signalanlage wurde im August 2024 an-
geordnet.
• Maßnahmen zur Entschärfung der Un-
fallhäufungsstelle Hiltruper Straße /
Theodor-Heuss-Straße. Hier wurde
eine weitere Sperrfläche für Radfahrer
auf der Straße von Theodor-Heuss-
Straße kommend auf die Hiltruper
Straße angebracht. Dadurch ergibt sich
eine bessere Sicht und mehr Schutz für
Radfahrer.
• Die Veloroutenplanung Route Evers-
winkel-Münster ist weiter in Prüfung.
• Die Erweiterung der derzeitigen
Anschlusssituation für Glasfaser wird
für den Stadtteil angestrebt.
.
60
Stadtteilbezogene Maßnahmen Verkehr und weiterer Glasfaserausbau
Bausteine zur Umsetzung
Die Stadt Münster hat, neben den gesamtstädtischen verkehrlichen
Entwicklungen, einige der oben beschriebenen Maßnahmen für eine
Umsetzung eingeplant. Es gibt dennoch zum Teil andere Projektprio-
ritäten und es fehlen Personalressourcen, um bestimmte Projekte
zeitnah umzusetzen. Daher sind einige Maßnahmen hier als mittel
oder langfristiges Ziel einzuordnen.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Mobilität und Tiefbau, Straßenverkehrsbe-
hörde, Stadtplanungsamt)
Priorität mittel – hoch
Bild 28: Heideweg in Angelmodde-West
61
7. Quartiersmanagement für die Waldsied-
lung
7.1 Etablierung eines Quartiersmanage-
ments für die Waldsiedlung
Ausgangslage
Die soziale Struktur, insbesondere in der Wald-
siedlung, erfordert geeignete Maßnahmen, um
die Bewohnerinnen und Bewohner stärker zu
unterstützen. Einzelne Akteure wie der Verein
Treffpunkt Waldsiedlung e.V. setzen sich
schon lange aktiv für ein nachhaltiges Quar-
tiersmanagement für die Waldsiedlung ein.
Ziele
Verbesserung der Vernetzung der Akteurinnen
und Akteure sowie Verbesserung von sozialer
Teilhabe.
Maßnahmen
Die Schaffung eines Quartiersmanagements
mit folgenden Funktionen und Aufgaben für die
Waldsiedlung wurde im Rahmen der Erarbei-
tung des Stadtteilentwicklungskonzeptes als
Wunsch genannt:
• Vernetzung der Akteurinnen und Ak-
teure vor Ort.
• Ansprechperson für Hilfesuchende und
Beratung von Bürgerinnen und Bürgern
in den Bereichen Finanzen, Arbeit und
sozialer Teilhabe, aber auch Weiterver-
mittlung an entsprechenden Stellen.
• Brückenfunktion für Vermittlung weiter-
gehender Hilfen zur Stadt oder Jobcen-
ter (in Kooperation mit der Caritas Be-
ratungsstelle).
• Ausarbeitung und Durchführung kon-
kreter Angebote und Projekte im Quar-
tier sowie Weiterentwicklung von z.B.
Treffpunkten etc.
• Die Ansprechpartnerinnen von Münster
Marketing und im Stadtplanungsamt
fungieren für die Außenstadtteile Müns-
ters als Schnittstelle in die Verwaltung
und somit als Ansprechpersonen für
die Bürgerinnen und Bürger vor Ort,
auch bei der Unterstützung von Projek-
ten, welche die Stärkung der Stadtteili-
dentität zum Ziel haben. Wenn von den
Sozialträgern und Vereinen weitere
Kommunikationswege zur Bewerbung
der bestehenden Angebote gewünscht
sind, kann seitens der Stadt unterstützt
und zusammen mit den Akteurinnen
und Akteuren vor Ort überlegt werden,
welche neuen Kommunikationswege
ausprobiert werden sollten.
Etablierung eines Quartiersmanagements für die Waldsiedlung
Bausteine
zur Umsetzung
Ein entscheidender Baustein für die Einrichtung eines Quartiersmanagements ist die
Bereitstellung finanzieller Mittel, um z.B. eine neue Personalstelle zu finan zieren.
Dies ist bisher nicht der Fall.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Sozialamt), Akteure aus der Waldsiedlung
Priorität mittel
62
Handlungsfeld Wohnen und
Wohnumfeld
Das Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld
hat insgesamt fünf Maßnahmen- und Projekt-
vorschläge und gliedert sich in zwei Gruppen.
Zum einen in das Themenfeld Wohnen und
Wohnumfeld sowie in das Themenfeld Sicher-
heit und Sauberkeit. Wichtige Ziele für die zu-
künftige Entwicklung des Stadtteils sind vor al-
lem, die neuen Baugebiete in und um Angel-
modde mit der vorhandenen Infrastruktur zu
verknüpfen – dies war den Menschen im Rah-
men der Beteiligung sehr wichtig. Vielfältige
und bezahlbare Wohnformen sollen, insbeson-
dere für Familien und ältere Menschen, ge-
schaffen werden.
Die (energetische) Sanierung von Wohnungs-
und Gebäudebeständen ist, insbesondere in
der Waldsiedlung, wichtig, damit Angelmodde
weiter als attraktiver Wohnstandort bestehen
kann. Teilweise weisen die öffentlichen
Räume, wie z.B. in Bereichen des Geschoss-
wohnungsbaus, Mängel in der Aufenthaltsqua-
lität auf. Hier gilt es Ansätze und Lösungen für
eine Aufwertung zu finden. Den Bürgerinnen
und Bürgern war im Rahmen der Beteiligung
ebenso das Thema Sicherheit und Sauberkeit
sowie Verkehrssicherheit wichtig und es wur-
den viele Anregungen / Vorschläge unterbrei-
tet. Hier gilt es allgemein, eine Verbesserung
durch verschiedene Maßnahmen zu erreichen.
Wohnen und Wohnumfeld
8. Sicherheit und Sauberkeit 9. Wohnen und Wohnumfeld
8.1 Verbesserung der Verkehrssicherheit 9.1 Schaffung von neuem Wohnraum
8.2 Verbesserung der Sicherheit 9.2 Verbesserung des Wohnumfeldes
8.3 Verbesserung der Sauberkeit
Abbildung 20: Handlungsfeld Wohnen und Wohnumfeld
63
8. Sicherheit und Sauberkeit
8.1 Verbesserung der Verkehrssicherheit
Ausgangslage
Angelmodde ist insgesamt gut erschlossen
und ermöglicht den Bewohnerinnen und Be-
wohnern eine gute Erreichbarkeit der Innen-
stadt sowie lokaler, regionaler und überregio-
naler Orte. Diese Qualitäten gilt es weiter auf-
rechtzuerhalten. Damit einhergehend gibt es
aber auch Nachteile, wie Lärm, Schadstoffbe-
lastung oder auch Unfälle. Im Rahmen der ge-
samtstädtischen Verkehrsplanung (Ausbau
Albersloher Weg oder WLE-Reaktivierung)
werden auch kleinere Verkehrssicherheits-
maßnahmen in Betracht gezogen.
Ziel
Verbesserung der Sicherheit.
Maßnahmen
Temporeduzierungen
• Prüfung einer Temporeduzierung
(punktuell) bzw. Erweiterung der Kon-
trollen für die Bereiche Theodor-Heuss-
Straße / Am Schütthook; Ortsdurch-
fahrt Angelmodde-Dorf; Middelkamp /
Bonnenkamp. Diese Entscheidung ob-
liegt der Unfallkommission, welche in
Kooperation mit der Polizei Messungen
durchführt.
Radverkehr
• Der Ausbaustandard von Radwegen
sollte sich an den Bedürfnissen von
Pedelecs und Lastenrädern orientie-
ren. Zudem gibt es die Veloroutenpla-
nung der Stadt Münster (Münster-
Everswinkel), welche ebenfalls die
Ausbauqualität von Radwegen, auch in
Angelmodde, verbessern sollte.
Eine E-Ladestation ist an der Straße
Am Schütthook vorgesehen.
Installierung von Fußgängerampeln
• Prüfung für den Bereich Ortsdurchfahrt
Angelmodde-Dorf / Twenhövenweg so-
wie Umsetzung für den Bereich Albers-
loher Weg, z.B. Homannstraße.
Umgestaltung von Kreuzungsbereichen
• Kreuzungsbereich Homannstraße /
Schlesienstraße / Albersloher Weg.
Anlage von Zebrastreifen
• Prüfung für die Bereiche Theodor-
Heuss-Straße und Bonnenkamp / Hein-
rich-von-Stephan-Ring sowie für die
Bushaltestelle Junker-Jörg-Platz.
Ein Zebrastreifen an der Bushaltestelle
Heinrich-von-Stephan-Ring ist leider
nicht möglich. Es gibt einen Füßgän-
gerüberweg nördlich auf der Theodor-
Heuss.-Str., diesen sollten / müssen
die Kinder vorrangig benutzen.
Freihaltung der Zufahrten
• Freihaltung der Zufahrten im hinteren
Bereich der Straße Middelkamp für
Feuerwehr und Abfallentsorger.
Verbesserung von Straßenbelägen
• In der Vogelrohrsheide speziell im
Kreuzungsbereich zur Einfahrt Haus-
nummer 57.
• Straße Alt Angelmodde / Bereich Kita.
64
8.2 Verbesserung der Sicherheit
Ausgangslage
Hinsichtlich der Sicherheitslage wird Angel-
modde insgesamt als sicher eingestuft.
Die Sicherheit spielt bei den Bewohnerinnen
und Bewohnern vor Ort eine sehr wichtige
Rolle. Insbesondere das Thema mangelnde
Beleuchtung im Stadtteil wurde im Erarbei-
tungsprozess von den Bürgerinnen und Bür-
gern angesprochen. In der Waldsiedlung gibt
es zum Teil räumliche Problemlagen hinsicht-
lich Kriminalität, was der Stadt Münster sowie
der Polizei bekannt ist.
Ziele
Verbesserung der subjektiven und objektiven
Sicherheit und der Aufenthaltsqualität sowie
die Schaffung von Identität.
Maßnahmen
Im Rahmen der Beteiligung wurden viele Orte
hinsichtlich einer Verbesserung der Beleuch-
tung genannt. Diese wurden vom Amt für Mo-
bilität und Tiefbau sowie der Unteren Natur-
schutzbehörde geprüft. Grundsätzlich ist fest-
zustellen, dass in Wald- und Landschafts-
schutzgebieten oder Gebieten mit schützens-
werten Tieren, keine (zusätzliche) Beleuchtung
möglich ist.
Prüfung zur Verbesserung der Beleuchtung
Rad- und Fußweg zwischen den Stra-
ßen Flaßkuhl und Altehof – hier ist eine
weitere Beleuchtung aufgrund des
schützenswerten Baumbestandes nicht
möglich.
Homannstraße im Bereich Friedhof bis
Ortseinfahrt Angelmodder Weg – hier
ist eine Verbesserung der Beleuchtung
aufgrund einer geschützten Allee nicht
möglich.
Angelmodde-Waldsiedlung: im Bereich
des Wäldchens – Straße Clemens-Au-
gust-Platz – Waldgebiet, keine Be-
leuchtung aufgrund des Lebensraums
von Fledermäusen möglich.
Im Bereich Bonnenkamp / Middelkamp
(Parkplatzbereich plus Bereich der
Bushaltestelle Waldsiedlung) – Be-
leuchtung bereits vorhanden, falls zu-
sätzliche Beleuchtung gewünscht ist,
sind keine Leuchten nahe der Gehölz-
bestände zu errichten.
Voraussichtlicher Schulweg des neuen
Baugebietes (Hiltruper Straße zur Ei-
chendorffschule) – Bonnenkamp – ist
Verbesserung der Verkehrssicherheit
Bausteine zur Umsetzung
Die Anregungen und Vorschläge w urden den zuständigen Fachäm-
tern der Stadt Münster mitgeteilt. Eine Bearbeitung / Umsetzung eini-
ger Anregungen erfolgt z.B. im Rahmen von gesamtstädtischen Pla-
nungen (Veloroute, Ausbau Albersloher Weg). Für einige Anregungen
bestehen jedoch rechtliche Restriktionen. Sobald sich rechtliche Rah-
menbedingungen und damit andere Möglichkeiten einer Umsetzung
ergeben, werden die Maßnahmen weiter geprüft.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Mobilität und Tiefbau, Ordnungsamt),
Eigentümer / Anlieger
Priorität mittel – hoch
65
ein Naturschutzgebiet, daher keine Be-
leuchtung möglich. Eine kürzere Alter-
nativroute ist vorhanden.
• Fuß- und Radweg zwischen Dorf und
Waldsiedlung – Beleuchtung größten-
teils vorhanden, dichter Baumbestand.
• Fuß- und Radweg zwischen Angel-
modde-Dorf und Wolbeck (entlang
Gaststätte Hoffschulte) – die Angel ist
ein wertvoller und schützenswerter Vo-
gel- und Fledermauslebensraum. Alter-
nativroute: Beleuchtete Straße "Angel-
straße" und "Am Angelkamp" vorhan-
den.
• Bushaltestelle des Bücherbusses im
Bereich Am Schütthook – Eine Umrüs-
tung auf LED ist durch die Stadtnetzte
in den nächsten Jahren vorgesehen,
dadurch Verbesserung der Ausleuch-
tung.
Berücksichtigung von räumlichen Problem-
bereichen
• In einzelnen Bereichen des Plangebie-
tes tritt ein erhöhtes Aufkommen von
Kriminalität auf; Polizei und Ordnungs-
amt sind informiert.
Verbesserung der Sicherheit
Bausteine zur Umsetzung
Aufgrund der Lage und Qualitäten Angelmoddes in einem attraktiven
Landschaftsraum mit Naturschutzgebieten, hohem Baumbestand, der
Werse und Angel und schützenswerten Tierbeständen, ist eine Ver-
besserung bzw. Ergänzung von Beleuchtung teilweise schwierig bzw.
nicht umsetzbar. An einigen Stellen sollen Leuchten durch LED -
Leuchten ersetzt werden. Dort wo eine Aufrüstung bzw. Ergänzung
der Beleuchtung möglich ist, erfolgt eine weitere Prüfung und ggf. die
Aufstellung dieser.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Mobilität und Tief bau, Amt für Grünflä-
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit), Stadtnetze
Priorität mittel
66
8.3 Verbesserung der Sauberkeit
Ausgangslage
Sauberkeit spielt hinsichtlich der Lebensquali-
tät und des Images eines Stadtteils eine wich-
tige Rolle. Der Stadtteil Angelmodde wird in
Punkto Sauberkeit jedoch generell als unauf-
fällig bewertet. Verschmutzungen durch „wilde
Müllablagerungen“ finden sich in den Berei-
chen Bachstraße, Middelkamp, Vogelrohrs-
heide und rund um den Clemens-August-Platz.
Hier haben die Abfallwirtschaftsbetriebe Müns-
ter sowie die Wohnungsbaugesellschaften zwi-
schendurch zusätzliche Reinigungen bzw.
Abholungen durchgeführt. Eine Sensibilisie-
rung der Bewohnerschaft ist hier ein Punkt, um
Abhilfe zu schaffen.
Ziele
Verbesserung der Sauberkeit, der Aufenthalts-
qualität sowie der Identität.
Maßnahmen
Prüfung zusätzlicher Mülleimer und Hunde-
kotbeutelspender:
Für folgende Bereiche / Orte gab es Anregun-
gen zusätzliche Mülleimer / Hundekotbeu-
telspender aufzustellen:
• Spielplätze Waldsiedlung (LEG),
• Spielplatz Peter-Büscher-Straße,
• Grünflächen im Bereich des Geschoss-
wohnungsbaus Waldsiedlung,
• Birkenheide / Richtung Ballspielplatz,
• Bonnenkamp (Baulücke),
• Bushaltestelle Waldsiedlung,
• Erdelbach / Abenteuerspielplatz,
• Ballspielplatz Birkenheide,
• Buschstraße Wäldchen,
• Heidestraße Eingang Wäldchen,
• Birkenheide Eingang Wäldchen,
• Vogelsrohrsheide Richtung Homann-
straße sowie im Bereich Heinrich-von-
Stephan-Ring im Übergangsbereich
zum Wald.
Generell ist festzustellen, dass durch einen
Ratsbeschluss aus dem Jahr 2013 insgesamt
83 Hundekotbeutelspender im gesamten
Stadtgebiet aufgestellt wurden. Dies erfolgte
unter Abwägung verschiedener Faktoren nur in
zusammenhängenden, öffentlichen Grünanla-
gen, welche durch Hundehalter besonders
stark besucht werden.
Für einen Großteil der vorgeschlagenen
Standorte kommen zusätzliche Hundekotbeu-
telspender insofern nicht in Frage. Die meisten
befinden sich nicht in öffentlichen Grünanla-
gen, sondern im sogenannten „Verkehrsgrün“
im Übergang in die Landschaft, wo aus ver-
schiedenen, z.B., logistischen und verkehrssi-
cherungstechnischen Gründen, keine Ausstat-
tung wie z.B. mit Hundekotbeutelspender in-
stalliert werden kann. Zudem sind die finanzi-
ellen Mittel zurzeit erschöpft. Lediglich am vor-
geschlagenen Standort Haus Angelmodde wä-
ren Hundekotbeutelspender denkbar, voraus-
gesetzt, finanzielle Mittel hierfür stehen zur
Verfügung.
Die Prüfung zur Aufstellung zusätzlicher Müll-
eimer durch die AWM dauert noch an.
Prüfung weiteren Maßnahmen:
• Erhöhung der Leerungsfrequenz von
Mülleimern,
• Aufstellung von größeren Mülleimern,
• Sicherung von sauberen Spielplätzen
in privater Trägerschaft, d.h. regelmä-
ßiger Tausch von Spielsand sowie
Müllbeseitigung. Hier wurde die LEG
angesprochen. In ihrem Besitz befindet
67
sich ein Spielplatz in der Eichendorff-
straße. Der Spielsand wurde ausge-
tauscht und die Leerungshäufigkeit der
Mülleimer soll erhöht werden.
• Beseitigung von „wilden Müllkippen“
auf städtischen und privaten Flächen
(z.T. bereits erfolgt).
• Information der Bürgerinnen und Bür-
ger durch mehrsprachige Flyer zur
Müllsortierung und Abfuhrterminen in
den Treppenhäusern.
Verbesserung der Sauberkeit
Bausteine zur Umsetzung
Zusätzliche Hundekotbeutelspender sind aufgrund der oben genann-
ten Gründen (Lage, Logistik, Finanzen, Kapazitäten) nicht bzw. kaum
möglich. Hinsichtlich „wilder Müllkippen“, vor allem im Geschosswoh-
nungsbau, sind die Wohnungsbaugesellschaften , aber auch d ie Be-
wohnerinnen und Bewohner im Rahmen von Sensibilisierung und In-
formation gefragt.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Abfallwirtschaftsbetriebe), Eigentümer / Wohnungsbaugesellschaften,
Stadtteilgesellschaft
Priorität mittel
68
9. Wohnen und Wohnumfeld
9.1 Schaffung von neuem Wohnraum
Ausgangslage
In und um Angelmodde entstehen in den
nächsten Jahren neue Baugebiete. In Angel-
modde sind das die Entwicklung des ehem.
Westfalengeländes mit insgesamt ca. 420
Wohneinheiten sowie das Baugebiet südl.
Hiltruper Straße mit ca. 280 neuen Wohnein-
heiten.
Ziele
Förderung von neuen und alternativen Wohn-
formen, altengerechtes Wohnen für Seniorin-
nen und Senioren; Erhöhung des Anteils
öffentlich geförderten Wohnraums sowie Erhö-
hung von barrierefreiem Wohnraum.
Maßnahmen
Laufende bzw. abgeschlossene Bauleit-
planverfahren:
• Baugebiet (B-Plan Nr. 595) Albersloher
Weg / Hiltruper Straße (ca. 280
Wohneinheiten). Die Planungen für das
Baugebiet sehen eine ausgewogene
Mischung aus Ein- und Mehrfamilien-
häusern vor, in denen auch besondere
Wohnformen, Wohngruppen, Mehrge-
nerations- und altengerechtes Wohnen
Platz finden können. Somit soll ein viel-
fältiges Angebot für unterschiedliche
Zielgruppen geschaffen werden.
Die Verortung der Wohnformen erfolgt
üblicherweise im Vorfeld der Vermark-
tung. Die Erschließungsarbeiten für
das Baugebiet haben im Jahr 2024 be-
gonnen.
• Innenbereichs-Satzung für den Bereich
Angelmodde – Hiltruper Straße / West-
lich Am Sandbach (ca. 20 Wohneinhei-
ten).
• Baugebiet (B-Plan Nr. 624) auf dem
ehemaligen Westfalen-Gelände.
Im Herbst 2023 wurde ein städtebauli-
ches Qualifizierungsverfahren durch-
geführt. Die Wohneinheiten sollen
durch den Investor Vivawest realisiert
werden. Es ist beabsichtigt, bei der
Mehrfamilienhausbebauung ca. 30%
der entstehenden Nettowohnfläche zur
anteiligen Errichtung von gefördertem
Mietwohnraum sowie 30% für förderfä-
higen Mietwohnraum gemäß der sozi-
algerechten Bodennutzung Münster
(SoBoMü) vorzusehen.
Weitere Projekte:
• Über die genannten in Planung befind-
lichen Baugebiete hinaus, gibt es eine
weitere, größere Potenzialfläche in
Angelmodde, die langfristig ggf. als
neues Wohngebiet entwickelt werden
könnte. Im IFM-Konzept (Integriertes
Flächenkonzept Münster) wird diesbe-
züglich eine Fläche östlich der Straße
Vogelrohrsheide, zwischen der
Homannstraße und dem Erdelbach,
dargestellt.
• Langfristiges Projekt Getränkemarkt
Mangels: ggf. Neubau des Gebäudes
zum Kirchplatz sowie Umstrukturierung
des derzeitigen Betriebsgeländes.
• Umsetzung von bestehenden Bauan-
trägen, z.B. für den Bereich Albersloher
Weg / Am Schütthook, Bachstraße,
Schopenhauerstraße. Hierbei handelt
es sich um Planungen für Wohnhäuser
sowie für eine soziale Einrichtung.
• Prüfung von Umstrukturierungs- und
Nachverdichtungspotenzialen.
69
Schaffung von neuem Wohnraum
Bausteine zur Umsetzung
Die Bürgerinnen und Bürger konnten und können sich mit ihren Anre-
gungen in das Bauleitplanverfahren sowie die Beteiligungsveranstal-
tungen einbringen. Die Maßgaben der SoBoMü der Stadt Münster
sind zu berücksichtigen.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Stadtplanungsamt, Bauordnungsamt, Amt für Im-
mobilienmanagement), Eigentümer / Investoren, Stadtteilgesellschaft
Priorität mittel - hoch
Abbildung 21: Baugebietsentwicklungen und Potenzialflächen in Angelmodde
70
9.2 Verbesserung des Wohnumfeldes
Ausgangslage
Das Wohnumfeld spielt für ein Quartier und die
darin wohnenden Menschen eine wichtige
Rolle. Es dient als Treffpunkt, Ort der Kommu-
nikation, des Spielens und der Freizeitgestal-
tung. Eine Verbesserung bzw. Aufwertung des
Wohnumfeldes, insbesondere um den Ge-
schosswohnungsbau in der Waldsiedlung, ist
gewünscht.
Ziele
Erhöhung der Aufenthaltsqualität, Schaffung
von Kommunikationsräumen und Stadtteiliden-
tität.
Maßnahmen
• Prüfung für zusätzliches Grün (Bepflan-
zung) in den Straßen Peter-Büscher-
Straße und Theodor-Heuss-Straße.
Diese Flächen befinden sich haupt-
sächlich in der Zuständigkeit des Am-
tes für Mobilität und Tiefbau.
Demnach ist hier eine Zusammenarbeit
mit den Bewohnerinnen und Bewoh-
nern für Projekte erforderlich.
• Prüfung zur Gestaltung der umfangrei-
chen Grünflächen im Bereich des Ge
schosswohnungsbaus der Waldsied-
lung. Neben einer verbesserten Pflege
der Grünflächen, könnten auf Teilberei-
chen z.B. Nachbarschaftsgärten sowie
interkulturelle Gärten entstehen, die
auch als Treffpunkte dienen.
• Prüfung einer attraktiveren Gestaltung
der vorhandenen Kleinkinderspiel-
plätze auf privaten Flächen im Bereich
des Geschosswohnungsbaus in der
Waldsiedlung. Hier wurde die Woh-
nungsbaugesellschaft LEG bereits an-
gesprochen und erste Verbesserungen
fanden statt (Austausch Spielsand,
häufigere Leerung Mülleimer).
• Ergänzung der Spielmöglichkeiten auf
dem städtischen Spielplatz Boelstraße
in der Waldsiedlung südlich des Erdel-
bachs. Hier wurde kurzfristig das Ange-
bot für Kleinkinder mit einer Spielhütte
und Verkaufsstand ergänzt.
• Die Erneuerung des Spielplatzes am
Middelkamp erfolgte im Jahr 2023.
• Für die Umgestaltung des Spielplatzes
an der Vogelrohrsheide gab es im Jahr
2023 eine Kinderbeteiligung im Rah-
men einer Ideenbörse für die künftige
Umgestaltung.
Bild 29: Geschosswohnungsbau in der Waldsiedlung
71
• Prüfung der Aufstellung von Bänken
z.B. im Waldgebiet Birkenheide und im
Bereich Sportplatz Birkenheide.
• Prüfung der Möglichkeit, Fahrradstän-
der bzw. abschließbare Fahrradboxen,
insbesondere im Bereich des Ge-
schosswohnungsbaus in der Waldsied-
lung, zu installieren. Hier wurde die
LEG bereits angesprochen.
Verbesserung des Wohnumfeldes
Bausteine zur Umsetzung
Hier spielen die Bewohnerinnen und Bewohner mit ihren Ideen, die
Wohnungsbaugesellschaften sowie die Stadt Münster eine wichtige
Rolle. Finanzielle Mittel, personelle Kapazitäten und Verfügbarkeiten
bei den Fachämtern der Stadt Münster sind ebenfalls Voraussetzung
derzeit aber nicht vorhanden.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Mobilität und Tiefbau, Amt für Grünflä-
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit) , Bewohnerinnen und Bewohner ,
Wohnungsbaugesellschaften
Priorität mittel
Bild 30: Spielplatz Vogelrohrsheide
72
Handlungsfeld Landschaft, Freiraum
und Klima
Im Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und
Klima wurden im Rahmen des Stadtteilent-
wicklungskonzeptes fünf Maßnahmen- und
Projektvorschläge erarbeitet. Diese gliedern
sich in die zwei Bereiche Klimaschutz sowie
Naherholung und Tourismus. Angelmodde
zeichnet sich durch seine Lage in einem attrak-
tiven Landschaftsraum mit hoher ökologischer
Bedeutung, Naherholungsqualitäten und Frei-
räumen aus. Die
Bürgerinnen und Bürger
schätzen diese Qualitäten, die ruhige Lage An-
gelmoddes und die kurzen Wege in die Innen-
stadt sowie in die angrenzenden Stadtteile
und die damit verbundene hohe Lebensquali-
tät. Es gibt ein gutes Netz
an Fuß-, Rad- und
Wanderwegen, Flussläufe mit Werse und An-
gel, Gastronomie- und Freizeiteinrichtungen
und viele Spielplätze. Ziel für die zukünftige
Entwicklung des Stadtteils ist es, die Grünflä-
chen und landwirtschaftlichen Flächen zwi-
schen den Siedlungsbereichen u.a. aufgrund
ihrer ökologischen Bedeutung und klimati-
schen Ausgleichsfunktion zu sichern.
Die be-
stehenden Naherholungspotenziale dieser Flä-
chen sollen ebenfalls gesichert und gegebe-
nenfalls behutsam ausgeweitet werden. Klima-
schutz und -anpassung werden durch vielfäl-
tige Maßnahmen im Freiraum-, Verkehrs- und
Wohnungssektor berücksichtigt.
Landschaft, Freiraum und Klima
10. Klimaschutz 11. Naherholung und Tourismus
10.1 Klimaschutz und Klimaanpassung 11.1 Vernetzung von Fuß- und Radwegen
10.2 Renaturierung / Hochwasserschutz 11.2 Förderung der Naherholung / Tourismus
11.3 Schaffung eines Kunst- und Kulturwegs
Abbildung 22: Handlungsfeld Landschaft, Freiraum und Klima
73
10. Klimaschutz
10.1 Klimaschutz und Klimaanpassung
Ausgangslage
Klimaschutz und Klimaanpassung spielen im
Wohnungs- bzw. Gebäudesektor, im Verkehrs-
bereich und auch im Freiraum eine wichtige
Rolle. Die Reduzierung fossiler Energieträger,
die energetische Sanierung der Gebäudebe-
stände und die ökologische Sicherung der Na-
turräume sind wichtige Maßnahmen und Ziele
im Stadtteilentwicklungskonzept.
Ziele
Verbesserung des Klimaschutzes, Stärkung
von Identität und Erhöhung von Lebensquali-
tät.
Maßnahmen
• Sicherung der Grünflächen und der
landwirtschaftlichen Flächen außerhalb
bestehender bzw. potenzieller Sied-
lungsflächen aufgrund ihrer thermi-
schen Ausgleichsfunktion.
• Ausbau des Öffentlichen Personennah-
verkehrs – ÖPNV (z.B. Reaktivierung
WLE).
• Einrichtung von öffentlichen E-Ladesta-
tionen für die E-Mobilität (Pedelecs und
E-Autos). In der Waldsiedlung ist eine
Station Am Schütthook / Clemens-Au-
gust-Platz vorgesehen.
• Ausbau von Fuß- und Radwegen sowie
der geplanten Velorouten.
• Reduzierung des hohen Anteils an
Energieversorgung auf Basis fossiler
Energiequellen durch weiteren Ausbau
der Nutzung von Solarenergie.
Entwicklung von energieeffizienten und
klimaneutralen Neubaugebieten.
Dies wird durch mehrere Bausteine
umgesetzt:
Pflicht Neubaustandard KfW 40
Solarnutzungspflicht
Gründachpflicht
Weitere Ansatzpunkte finden sich im
Leitfaden „Klimagerechte Bauleitpla-
nung“.
o Wärmeversorgung durch ener-
gieeffiziente/erneuerbare Ver-
sorgungslösungen in festgeleg-
ter Prioritätenabfolge: 1. Fern-
wärmeanschluss, 2. Dezentrale
Nahwärmeversorgung, 3. Pri-
vate Selbstversorgung
Bild 31: Landschaftsraum Werse
74
10.2 Renaturierung, Hochwasserschutz
und Starkregen
Ausgangslage
Angelmodde ist umgeben von einem ökolo-
gisch sehr hochwertigen Landschaftsraum mit
Naturschutzgebieten und den Flüssen Werse
und Angel, welche ein hohes Naherholungspo-
tenzial bieten. Die nachhaltige Sicherung und
Aufwertung der Gewässer haben eine hohe
Priorität und sind ein wichtiges Ziel im Stadttei-
lentwicklungskonzept. Bauliche Maßnahmen
oder Aufwertungen sind in den Bereichen rund
um die Werse und Angel schwer realisierbar.
Ziele
Ökologische Verbesserungen, Verbesserung
der Lebensqualität und Sensibilisierung der
Bevölkerung.
Maßnahmen
• Nördlich der Hiltruper Straße ist per-
spektivisch eine Renaturierungsmaß-
nahme auf der westlichen Seite der
Werse auf städtischen Flächen ange-
dacht.
• Renaturierung des Erdelbachs im Rah-
men der Baugebietsentwicklung
Hiltrup-Ost.
• Im Bereich der Angel bestehen erste
Planungsgedanken für das vorhandene
Wehr Beitelhoff. Weitere Planungen an
den Gewässern im Bereich Angel-
modde existieren zurzeit nicht.
• Seitens der Hochwasserrisikomanage-
ment-Pläne gibt es eine Maßnahme,
die sich auf die Werse bezieht. Es ist
angedacht, für die Werse, von Handorf
bis Angelmodde (nahe Haus Dahl), ein
kommunales Konzept zum Umgang mit
Niederschlagswasser zu erstellen.
• Bezüglich des Schutzes gegen Starkre-
gen / urbane Sturzfluten, wurden zwi-
schenzeitlich sogenannte Starkregen-
gefahrenkarten für das gesamte Stadt-
gebiet erstellt. Die Starkregengefahren-
karten dienen zukünftig als Planungs-
grundlage für alle städtebaulichen Pla-
nungen. Zusammen mit den Scha-
denspotenzial- und Risikoanalysen so-
wie den Gewässer-Hochwasserkarten
Klimaschutz und Klimaanpassung
Bausteine zur Umsetzung
Um die genannten Klimaschutzziele, vor allem im Gebäudesektor zu
erreichen, sind für Städte und Eigentümer Förderprogramme mit de-
ren Richtlinien sowie das Fördervolumen wichtig, um zum einen ge-
wisse Standards einzuhalten und zum anderen die Finanzierung die-
ser Maßnahmen zu erleichtern.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Stabstelle Klima), Eigentümer
Priorität hoch
75
der Bezirksregierung bilden sie die Ba-
sis, auf deren Grundlage alle wasser-
wirtschaftlichen Planungen für den Ext-
remfall bewertet und ausgerichtet wer-
den. Die Stadt bietet eine kostenlose
und persönliche telefonische Einstiegs-
beratung zu Starkregenvorsorge und
Überflutungsschutz an.
Renaturierung, Hochwasserschutz und Starkregen
Bausteine zur Umsetzung
Im Bereich des Hochwasserschutzes sowie der Renaturierung sind
Maßnahmen und Konzepte seitens der Stadt Münster angedacht bzw.
sollen erstellt werden.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Amt für Mobilität und Tiefbau, Stabstelle Klima)
Priorität hoch
76
11. Naherholung und Tourismus
11.1 Vernetzung von Fuß- und Radwegen
Ausgangslage
Die Mobilität und insbesondere der Fuß- und
Radverkehr spielen eine wichtige Rolle bei ei-
ner nachhaltigen Verkehrswende. Angemodde
besitzt ein gutes Netz an Fuß- und Radwegen,
welches es noch an einigen Stellen weiter zu
qualifizieren gilt. Mit den künftigen Velorouten
Münster-Everswinkel und Münster-Senden-
horst wird Angelmodde noch besser an die In-
nenstadt und seine Umgebung angebunden
sein.
Ziele
Stärkung von Identität, der Lebensqualität und
der Naherholungsmöglichkeiten sowie Verbes-
serung der Erreichbarkeit.
Maßnahmen
• Netzschluss der Fuß- und Radwege im
Bereich Alter Postweg / Am Filk.
• Prüfung zur Verbesserung der Rad-
wegeverbindung in Richtung Hiltrup-
Ost entlang des Erdelbachs sowie
Gestaltung des Kreuzungsbereiches
Albersloher Weg. Die Qualifizierung /
Widmung des Rad- und Fußweges von
Angelmodde durch das Blaukreuzwäld-
chen nach Hiltrup-Ost soll im Zusam-
menhang mit der Umsetzung des B-
Plans 628 (Hiltrup – Nördlich Osttor /
Östlich Loddenweg / Südlich Erdel-
bach) erfolgen. Im Zuge dessen wird
entschieden, ob und wie der Weg aus-
gebaut und ggf. beleuchtet wird. Zu be-
rücksichtigen ist dabei die vorgesehene
Renaturierung des Erdelbaches paral-
lel des Weges. Unter Berücksichtigung
artenschutzrechtlicher Belange wird
eine Beleuchtung in den insbesondere
für Fledermäuse und Insekten sensib-
len Bereichen gegenwärtig nicht befür-
wortet.
• Verbesserung der Radwegebeschilde-
rung im Bereich des Amselweges.
Der Angelmodder Weg soll von Osten
bis zum Amselweg erneuert werden.
• Prüfung zur Verbesserung des Aus-
bauzustandes von Wegen, z.B. Vogel-
rohrsheide, Uferweg und im Bereich
AWO Kindergarten Angelmodde.
• Prüfung: Ausbau der geplanten Velo-
routen südlich der Gaststätte
Hoffschulte / Eschstraße Wolbeck.
• Prüfung zur Schaffung eines durchgän-
gigen Fuß- und Radweges entlang des
Albersloher Weges (im Rahmen der
Gesamtmaßnahme Ausbau des Al-
bersloher Weges).
Viele Anregungen bzgl. eines Ausbaus des
Radweges am Wersewanderweg sind im Rah-
men der Beteiligungen eingegangen. Dies ist
u.a. aufgrund von Grundbesitzverhältnissen
nicht möglich. Insbesondere in renaturierten
Bereichen sollen Rückzugs- und Entwicklungs-
bereiche für Wildtiere und Pflanzen geschaffen
werden. Daher ist hier eine Erschließung für
Fußgänger, insbesondere mit Hunden, zwin-
gend zu unterlassen.
Abbildung 23: Veloroutenplanung in Angelmodde
77
Vernetzung von Fuß- und Radwegen
Bausteine zur Umsetzung
Im Rahmen der Baugebietsentwicklungen werde n viele Fuß - und
Radwege(routen) für eine Aufwertung geprüft. Dies ist zunächst ab-
zuwarten. Zudem spielen verfügbaren finanzielle Mittel und personelle
Ressourcen in den Fachämtern der Stadt Münster eine wichtige Rolle.
Eine Weiterqualifizierung von Fuß - und Radwegen entlang des
Werserwanderweges ist aus den o.g. Gründen nicht möglich.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Mobilität und Tiefbau, Amt für Grünflä-
chen, Umwelt und Nachhaltigkeit)
Priorität mittel
78
11.2 Förderung der Naherholung und des
Tourismus
Ausgangslage
Angelmodde verfügt über hohe Naherholungs-
qualitäten mit seinen Gewässern und Grünflä-
chen. Diese werden durch die Bürgerinnen und
Bürger sowie auch von Touristen gut ange-
nommen – sei es durch Kanufahrten auf der
Werse oder Radtouren. Zudem gibt es Gastro-
nomie- und Kulturangebote in Angelmodde.
Im Rahmen der Beteiligung zum Stadtteilent-
wicklungskonzept wurde von vielen Bürgerin-
nen und Bürgern und insbesondere von
Anwohnerinnen und Anwohnern eine weitere
Aufwertung des Bootsanlegers am Haus An-
gelmodde abgelehnt, da dieser vor allem im
Sommer sehr stark frequentiert ist. Es kommt
zu Lärmbelästigungen, Müllproblemen und
weiteren Störungen. Daher soll sich im Rah-
men der Förderung der Naherholung und des
Tourismus auf andere Aspekte in Angelmodde
konzentriert werden.
Ziele
Erhalt von Naherholungsqualitäten sowie die
Stärkung von Identität und Lebensqualität im
Stadtteil.
Maßnahmen
• Der Bootsanleger für Kanus /
Schlauchboote im Bereich Angel-
modde-Dorf sowie des Platzbereiches
an der Werse-Brücke (Haus Angel-
modde) wird nicht weiterentwickelt. Lö-
sungsmöglichkeiten für den ruhenden
Verkehr sind zu entwickeln. Der Aus-
bau der öffentlichen Zugänglichkeit mit
Booten im Bereich Angelmodde (wei-
tere Einstiegsstelle) wird aus Sicht der
unteren Wasserbehörde aufgrund der
aktuell bereits vorhandenen Auslas-
tung des Gewässers sowie des Gewäs-
serumfeldes kritisch gesehen.
• Das Canu Camp hat seinen Betrieb
Ende 2023 eingestellt, was für die tou-
ristische Entwicklung von Angelmodde-
Dorf ein Rückschlag bedeutet.
Das Canu Camp war ein beliebtes Aus-
flugsziel. Demnach sind neue Entwick-
lungsperspektiven zu erarbeiten.
Zukünftig sollen aber wieder Kanus
zum Verleih angeboten werden.
• Weiterentwicklung von Kooperationen /
Führungen in Angelmodde-Dorf hin-
sichtlich kunst- und kulturhistorischer
Themen, z.B. durch den Heimatverein,
das Fürstin-von-Gallitzin-Haus und die
Kirche.
Bild: 32: Bootsanleger am Haus Angelmodde
79
Förderung der Naherholung und des Tourismus
Bausteine zur Umsetzung
Hier gilt es mit dem Eigentümer der Fläche des Canu Camps perspek-
tivische Entwicklungs - und Investitionsmöglichkeiten zu finden. Im
besten Fall sollte dies zu einer Aufwertung in Angelmodde -Dorf füh-
ren. Konzeptüberlegungen zu weiteren touristischen / kulturellen An-
gebote sollten mit dem Heimatverein, der Kirche sowie der Stadt
Münster angegangen werden.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Amt für Grünflächen, Umwelt und Nachhaltigkeit,
Kulturamt, Münster Marketing, Stadtplanungsamt) , Eigentümer, Hei-
matverein, Kirche
Priorität mittel - hoch
Bild 33: Eingang Canu Camp geschlossen Ende 2023 -
Neuer Eigentümer vorhanden
Bild 34: Straße Angelmodder Weg am Gallitzin-Haus
80
11.3 Schaffung eines Kunst- und Kultur-
wegs
Ausgangslage
Der Angelmodder Künstertreff – (A.K.T.) hat im
Rahmen des Beteiligungsprozesses den Vor-
schlag eines Kunst- und Kulturweges als Idee
der landschaftlichen Vernetzung der drei Ort-
steile und Hervorhebung besonderer Orte im
Stadtteil vorgeschlagen. Ein solcher kunst- und
kulturhistorischer Weg, der aus der Bürger-
schaft und mit weiteren Akteuren heraus entwi-
ckelt und angestoßen werden sollte, verbindet
die Themen zur Stärkung der Stadtteilidentität,
die Verknüpfung vorhandener Fuß- und Rad-
wege, die Schaffung von Outdoor-Treffpunkten
sowie von Orten der Begegnung, der Kommu-
nikation, der kulturellen Bildung und Inspiration
sowie der Gemeinschaft. Ebenso ist es Ziel,
die Attraktivität des Landschaftsraumes und
der Naherholung im Stadtteil zu fördern.
Ziele
Sicherung und Ausbau der Naherholung, des
Tourismus und Vernetzung der Ortsteile sowie
Verbesserung der Kommunikation und Stadt-
teilidentität und des nachbarschaftlichen Aus-
tausches.
Maßnahmen
• (Projekt-) Entwicklung für die Konzep-
tion und das Profil eines Kunst- und
Kulturweges auf bereits vorhandenen
Fuß- und Radwegen zwischen den drei
Ortsteilen des Stadtteils als Möglichkeit
der Vernetzung, Schaffung von Orten
der Begegnung und Bildung, der Kom-
munikation und Gemeinschaft.
Unter Berücksichtigung von:
• Gestaltung der „geografischen
Mitte“ des Stadtteils als Begeg-
nungsort „Wir treffen uns im
Grünen“ und / oder Gestaltung
von Kunst- und Kulturstandor-
ten in den drei Ortsteilen. Einbe-
ziehung von Kunst-, Kultur- und
Informationsstandorten im
Stadtteil.
• Durchführung einer Projekt-
werkstatt durch die Bürger-
schaft mit Unterstützung der
Stadt Münster und weiteren
Stadtteilakteuren.
Bild 35: Blick über die Wersebrücke
81
Schaffung eines Kunst- und Kulturweges
Bausteine zur Umsetzung
Die Schaffung eines Kunst- und Kulturweges in der historischen Kul-
turlandschaft ist eine Idee aus dem Stadtteil für den Stadtteil. Mit Un-
terstützung der Stadt Münster kann eine Projektwerkstatt durchgeführt
werden. Ziel ist es, den Gedanken zu konkretisieren und mögliche
Wege für eine schrittweise Umsetzung und eine Finanzierungskon-
zept zu entwickeln.
Beteiligte Stadt Münster (u.a. Kulturamt, Münster Marketing, Stadtplanungs-
amt), Kunst- und Kulturschaffende, Expertinnen und Experten u.a. aus
den Bereichen historische Kulturlandschaft, Stadtteilakteure, A.K.T.,
Bürgerinnen und Bürger
Priorität mittel
82
Weitere Maßnahmen und Umsetzungen
Neben den vorgestellten 24 Maßnahmen- und
Projektsteckbriefen konnten einige im Rahmen
des Stadtteilentwicklungskonzeptes vorgetra-
genen Anregungen bereits umgesetzt werden:
Im Feuerwehrgerätehaus der Freiwilli-
gen Feuerwehr in Angelmodde-Dorf
konnte eine zusätzliche Tür eingebaut
werden.
Im Rahmen der Wohnumfeldverbesse-
rung wurde in der Eichendorffstraße ein
maroder Jägerzaun durch das Amt für
Grünflächen, Umwelt und Nachhaltig-
keit entfernt.
Ebenfalls im Zusammenhang mit der
Wohnumfeldverbesserung hat die LEG
den in ihrem Besitz befindlichen Spiel-
platz an der Eichendorffstraße mit
neuem Spielsand und einer regemäßi-
geren Reinigung versehen.
Der Spielplatz am Middelkamp wurde
Ende 2023 durch die Stadt Münster sa-
niert.
Ergänzung der Spielmöglichkeiten auf
dem städtischen Spielplatz Boelstraße
in der Waldsiedlung südlich des Erdel-
bachs. Hier wurde kurzfristig das Ange-
bot für Kleinkinder mit einer Spielhütte
und Verkaufsstand ergänzt.
Insbesondere die Akteure in der Wald-
siedlung haben im Sommer 2023 ein
Sommerfest für alle Einwohnerinnen
und Einwohner aus dem Stadtteil auf
dem Schulhof der Eichendorffschule
organisiert.
Erneuerung der Angelbrücke über die
Angel zur Gaststätte Hoffschulte.
Weitere geplante Maßnahmen
Austausch der Beleuchtung an vielen Stel-
len, insbesondere in der Waldsiedlung,
durch neue LED Technik, seitens der Stadt-
netze Münster, geplant ab 2025.
Aufstellung eines Dialog-Displays am
Füßgängerüberweg zur Eichendorffschule
in der Waldsiedlung.
Car-Sharing Angebote und Mobilstationen
im Stadtteil.
Hundekotbeutelspender am Standort Haus
Angelmodde.
Instandsetzung der Fahrbahn Angelmodder
Weg – Pirolweg – Elsterweg. Von Osten bis
zum Amselweg soll die Fahrbahn des An-
gelmodder Weges instandgesetzt werden.
Das gesamtstädtische Sportentwicklungs-
konzept, das auch Entwicklungspotenziale
und Ziele für die Sportflächen in Angel-
modde aufzeigen soll, soll Anfang 2025 fer-
tiggestellt werden.
Für viele weitere im Stadtteilentwicklungskon-
zept benannten Themen, Maßnahmen und
Projekte laufen die Bearbeitungen und Ent-
wicklungen, vor allem in der Wohnbaulandent-
wicklung und im Verkehrsbereich. Dies betrifft
den Ausbau des Albersloher Weges, die Reak-
tivierung der WLE, die Velorutenplanung, den
Masterplan Mobilität 2035+ und die Planung
und Erschließung umfangreicher neuer Bauge-
biete.
83
VIII. Fazit
Das Stadtteilentwicklungskonzept für Angel-
modde bildet ein informelles Planungsinstru-
ment, welches eine strategische Orientierung
und Rahmen für die weitere Entwicklung
Angelmoddes bieten soll. Die darin beschrie-
benen Maßnahmen und Projektideen dienen
als Vorschlag und Anregungen, die Entwick-
lung Angelmoddes gemäß den beschriebenen
Zielen zu steuern.
Die in diesem Konzept vorgestellten Maßnah-
men und Projektideen haben, bedingt durch
verschiedene Faktoren, einen unterschiedli-
chen „Umsetzungshorizont“. Während sich
einige Projekte bereits in Umsetzung befinden
oder kurz- bis mittelfristig umgesetzt werden
sollen / können, bedarf es bei anderen Projek-
ten längerer Planungen, Abstimmungen oder
auch noch weiterer politischer / planerischer /
rechtlicher und finanzieller Voraussetzungen.
Die Umsetzung der beschriebenen Maßnah-
men ist mittel- bis langfristig zu sehen und
muss sich gegebenenfalls neuen Entwicklun-
gen, Herausforderungen oder Rahmenbedin-
gungen anpassen. Finanzielle Mittel bzw.
Haushaltsmittel müssen ebenfalls für einzelne
Projekte eingestellt werden. Vor dem Hinter-
grund konkurierender Projekte und teils wichti-
ger infrastruktureller Maßnahmen (z.B. Schul-
bzw. Kitaausbau) muss ein Weg gefunden wer-
den, die beschriebenen Maßnahmen umzuset-
zen. Letztlich liegt es auch an den Akteurinnen
und Akteuren vor Ort, der Stadtteilbevölke-
rung, aber auch der Politik diese Maßnahmen
in Zusammenarbeit mit den Fachämtern der
Stadt Münster in die Umsetzung zu bringen.
Wesentliche Ergebnisse des Stadtteilent-
wicklungskonzeptes sowie des Beteili-
gungsprozesses
Die Bürgerinnen und Bürger schätzen
die ruhige Lage Angelmoddes im Grü-
nen sowie die Naherholungsqualitäten
und die kurzen Wege in die Innenstadt
sowie in die angrenzenden Stadtteile,
was insgesamt zu einer hohen Lebens-
qualität im Stadtteil beiträgt.
Angelmodde-Dorf ist charakterisiert
durch eine eher dörfliche Struktur, mit
einer ruhigen Lage zwischen Werse
und Angel sowie einem historischen
Ortskern. Angelmodde-West orientiert
sich infrastrukturell und im Bereich der
Nahversorgung stark in Richtung
Gremmendorf. Angelmodde-Waldsied-
lung ist ein sehr multikultureller Ortsteil
mit sozialen Herausforderungen, aber
einem guten Zusammenhalt der Men-
schen sowie der Akteure vor Ort.
Durch die räumliche und soziale Drei-
Teilung des Stadtteils gibt es wenig Mit-
einander der Bewohnerinnen und Be-
wohner der unterschiedlichen Ortsteile
sowie kaum gemeinsame Treffpunkte
für die drei Ortsteile. Angelmodde hat
keinen eigenen zentralen Versorgungs-
bereich bzw. ein Stadtteilzentrum, was
eine Weiterentwicklung der Nahversor-
gung erschwert. Die Aufenthalts- und
Nutzungsqualität des Clemens-August-
Platzes als zentraler Platz in der Wald-
siedlung ist ausbaufähig. Das Potenzial
zur Entwicklung eines zentralen integ-
rativen, sozialen Zentrums im Bereich
des Clemens-August-Platzes besteht
jedoch.
84
Die Einschätzung der Schlüsselperso-
nen sowie die Bewertung der Teilneh-
menden der Auftaktveranstaltung ma-
chen deutlich, dass die Bürgerschaft
des Stadtteils sich den jeweiligen Orts-
teilen Angelmodde-Dorf, Angelmodde-
Waldsiedlung und Angelmodde-West
zugehörig fühlt.
Eine gemeinsame Identität für den ge-
samten Stadtteil besteht kaum. Die
Entwicklung einer gemeinsamen Iden-
tität wird von den Befragten auch nicht
angestrebt.
In und um Angelmodde wird es zukünf-
tig viele neue Wohnbaugebietsentwick-
lungen geben, welche einen deutlichen
Zuwachs an Einwohnerinnen und Ein-
wohnern generieren werden. Dies gilt
für Angelmodde selbst mit den künfti-
gen Baugebieten auf dem ehemaligen
Westfalengelände und südlich der
Hiltruper Straße. Hier gilt es, die Bau-
gebiete in die vorhandene Infrastruktur
gut zu integrieren, sodass die Einwoh-
nerinnen und Einwohner von Angel-
modde davon ebenfalls einen Mehrwert
haben. Der Stadtteil Angelmodde wird
absehbar durch die starken Wachs-
tumspotenziale von Gremmendorf,
Wolbeck und Hiltrup in seiner eigenen
Entwicklung beeinflusst.
85
QUELLEN
IMPRESSUM
Herausgeberin: Stadt Münster
Stadtplanungsamt
Albersloher Weg 33
48155 Münster
Text / Redaktion: Anne Drößler
Layout: Anne Drößler
Druck: Stadt Münster
Münster, November 2024
Abbildungsnachweise:
Alle Abbildungen Stadt Münster.
Abbildungen: 4, 15, 16, 17, 18, 19, 20, 22 –
Plan-lokal
Alle Bilder Stadt Münster.
Bilder: 10, 11, 13, 14, 22, 24, 25, 26, 33, 34,
35 Thomas Branse (Rechte Stadt Münster)
Quellen:
Amt für Wohnungswesen und Quartier-
sentwicklung, Stadt Münster und Ur-
sula Richard- Wiegandt „Münster und
seine Stadtteile“, 2005, Hrsg. Stadt
Münster – Stadtplanungsamt
.
Geodatenserver, Stadt Münster
Vermerke der Fachämter (versch.)
Kleinräumige Bevölkerungsprognose
Stadt Münster
Baulandprogramm
Einzelhandels- und Zentrenkonzept
Stadt Münster
Flächennutzungsplan Stadt Münster
Regionalplan Münsterland, Bezirksre-
gierung Münster
86
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung
ISSN 0933-9078
TITEL HEFT NR.
Parkraumuntersuchung Altstadt/Hbf. Münster/Westf. …...…………………………………………………. 1/94
Werkstattbericht Stadtentwicklung Münster 2010, Materialien ……………………………………...…….. 2/94
Dokumentation Kongress, neue Wege für das Rad ……………………………………...……………..….. 3/94
Radverkehr in Fußgängerzonen ……………………………………...…………………...………………….. 4/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1994 ……………………………………...……………………………... 5/94
Verkehrsbericht Münster 1993 ……………………………………...……………………………...….……… 6/94
Verkehrsmittelwahl und ÖPNV-Akzeptanz der Studierenden in Münster ………….....…………....…….. 7/94
Bauleitplanung und Wohnungsbau 1995 ……………………………………...…………............... ............. 1/95
Programm fahrradfreundliche Stadt Münster
Gemeinsame Benutzung von Sonderfahrstreifen durch Bus- und Radverkehr ............... ...................... 2/95
Haushaltsbefragung Münster 1994, Zeitbudget und Verkehrsteilnahme ..................................... .......... 3/95
Wohnungsbau und Eigenheimbau Wohnwünsche von Wohnungssuchenden und Bauwilligen .... ........ 4/95
Parkraumuntersuchung im Universitätssektor der Westfälischen Wilhelm-Universität Münster............. 1 /96
Optimierung für den Radverkehr an Lichtsignalanlagen ......................................................................... 2/96
Verbesserung der Radverkehrsinfrastruktur im Universitätsbereich/Innenstadtbereich Münster ........... 3/96
mensch.mobil ´96 Forum für humane Mobilität. Kongressdokumentation ................................... .......... 1/97
Nachhaltige Stadt- und Regionalentwicklung - von Rio über Istanbul zur lokalen Agend a .................... 2/97
Zeitstrukturen und Stadt. Das Zeitprofil von Münster - Chance für eine nachhaltige Entwicklung! ? .......1/98
Untersuchung zu Bündelungspotentialen im Wirtschaftsverkehr des Dienstleistungssektors
zum Aufbau einer Branchenlogistik in Münster ........................................................................ ...............2/98
Erster Nahverkehrsplan Münster ............................................................................................................ 3/98
Entwicklungskorridor Hauptbahnhof Albersloher Weg ........................................................................... 1/99
Funktionale Stärkung von Stadtteilzentren in Münster ........................................................................ ... 2/99
Neues Wohnen im Bestand ................................................................................................................ 1/2000
Regionaler Wohnungsmarkt ............................................................................................................... 2 /2000
Maßnahmen zur Akzeptanzsteigerung von mobilé - Wahrnehmung und Bewertung der
Mobilitätszentrale Münster .................................................................................................................. 3/2000
Großflächiger Einzelhandel in Münster ............................................................................................... 4/2000
Wohnbaulandentwicklung ................................................................................................................ ... 1/2001
Verkehrsbild Münster 2001 ................................................................................................................. 1 /2003
Lokale Agenda – Nachhaltigkeitsbericht 2001 /2002 .......................................................................... 2/2003
Einzelhandelskonzept Münster – Leitlinien der räumlichen Entwicklung- ........................................... 1/2004
Betriebliches Mobilitätsmanagement der Stadtverwaltung Münster ................................................... 1/2005
Wohnbaulandentwicklung 2005 .......................................................................................................... 2 /2005
2. Nahverkehrsplan Stadt Münster ..................................................................................................... 1/2006
Das alltägliche Verkehrsverhalten der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im November 2007 ................................................................. 1/2008
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster ...................................................................................... 1/2009
Attraktiv, generationengerecht, partnerschaftlich
Münsters Handlungskonzept zum Demografischen Wandel ............................................................... 2/2 009
Verkehrsentwicklungsplan Münster 2025 Teil 1: Analyse und Bestand .............................................. 3/2009
Monitoringbericht zur Einzelhandelsentwicklung in Münster 2010 ..................................................... 1/2011
87
Verkehrsverhalten und Verkehrsmittelwahl der Münsteraner
Ergebnisse einer Haushaltsbefragung im Herbst 2013 ...................................................................... 1/20 14
3. Nahverkehrsplan Stadt Münster ...................................................................................................... 1/201 6
Einzelhandels- und Zentrenkonzept Münster (2. Fortschreibung) ....................................................... 8/2018
Planungswerkstatt 2030
Dokumentation des Prozesses zur Erarbeitung des Wohnsiedlungsflächenkonzepts 2030……….… 1/2019
Zukunftswerkstatt Albachten – Zusammenfassung und Ergebnisse ……..………...…………….…..... 1/2020
Integriertes Entwicklungskonzept Coerde …………………………….……..………………………....…......... 2/2020
Stadtteilentwicklungskonzept Nienberge / Häger ……..…………………………………………….…..… 3/2020
Stadtteilentwicklungskonzept Handorf, Gelmer, Sudmühle, Mariendorf ……………………….….…… 1/2022
Stadtteilentwicklungskonzept Hiltrup-Ost …………………………………….……………………….…… 2/2022
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | Am Hawerkamp.
Werkstattdokumentation (Kurzfassung)................................................................................................ 1/2023
Modellquartiere am Kinderbachbogen. Steinfurter Straße | Busso-Peus-Straße. Werkstattdokumentation (Kurz-
fassung)...………………………....…………....……………………………….…....…………....………….2/2023
Beiträge zur Stadtforschung, Stadtentwicklung, Stadtplanung
Leitfaden Inklusive Beteiligung. Projektbericht. Verbindliche Kriterien und weitere Empfehlungen......3/2023
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Münster-Innenstadt (2023)........................ .............4/2023
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße | Nieberdingstraße | A m Hawerk-
amp. Werkstattdokumentation …………...............................................................................................5/2023
Modellquartiere am Kinderbachbogen. Steinfurter Straße | Busso-Peus-Straße.
Werkstattdokumentation
……………....…………....……………………………………..……....…………....………………. .…….…6/2023
Modellquartier westlich der Busso-Peus-Straße in Münster. Zweiphasiger städtebaulich-lands chaftlicher
Wettbewerb nach RPW 2013. Dokumentation zum Wettbewerb............................................ .............1/2024
Ein neues Stadtteilzentrum für Gremmendorf:
„Aus zwei Teilen ein Ganzes machen“. Dokumentation des bisherigen Planungsprozes-
ses.......................................................................................................................................................2/2024
Neue Stadtquartiere am Dortmund-Ems-Kanal. Theodor-Scheiwe-Straße. Wettbewerbsdokumenta-
tion….………………………………………………………………….……………………………………….3 /2024
Stadtteilentwicklungskonzept Angelmodde…………………………………..……………………… ……4/2024
Integriertes Stadtteilentwicklungskonzept Berg Fidel…………………………………………………… 5/2024
Stadt Münster: Stadtplanungamt - 2024
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungBeschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (54)
- Hiltruper Straße
- Heidestraße
- Höftestraße
- Gallitzinstraße
- Schlesienstraße
- Homannstraße
- Ostpreußenstraße
- Theodor-Heuss-Straße
- Bachstraße
- Buschstraße
- Schopenhauerstraße
- Eschstraße
- Eichendorffstraße
- Theodor-Scheiwe-Straße
- Nieberdingstraße
- Steinfurter Straße
- Busso-Peus-Straße
- Clemens-August-Platz 1
- Angelmodder Weg
- Middelkamp
- Pirolweg
- Elsterweg
- Amselweg
- Albersloher Weg 33
- Bonnenkamp 50
- Junker-Jörg-Platz 17
- Brandhoveweg
- Gremmendorfer Weg
- Twenhövenweg
- Kirchplatz
- Am Schütthook 6v
- Zum Erlenbusch
- Am Angelkamp
- Am Sandbach
- Am Filk
- Am Hawerkamp
- Umgehungsstraße
- Heinrich-von-Stephan-Ring
- Peter-Büscher-Straße
- Vogelrohrsheide 72
- Haus Angelmodde 46
- Am Hohen Ufer
- Birkenheide
- Alter Postweg
- Kreuzbach
- Tiergarten
- Flaßkuhl
- Promenade
- Loddenweg
- Werse 74
- Berdel
- Asche
- Altehof
- Osttor
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Aktenzeichen
- V/0761/2024
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 26.11.2024
- Erstellt
- 22.11.2024 10:52