AN/1398/2023
Kostenloses Schulessen an Kölner Schulen
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SPD Anfrage nach § 4
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An den Vorsitzenden des Ausschusses für Soziales, Seniorinnen und Senioren Daniel Bauer-Dahm An Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 14.08.2023 AN/1398/2023 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren 17.08.2023 Kostenloses Schulessen an Kölner Schulen Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrter Herr Ausschussvorsitzender, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage in die Tagesordnung des Ausschusses am 17.08.2023 aufzunehmen: Im Frühjahr dieses Jahres wurden die Ergebnisse der repräsentativen "Food Poverty Research"-Befra- gung vorgestellt. Demnach geht jedes vierte Kind (26 Prozent) in Deutschland ohne Frühstück zur Schule. Sieben Jahre zuvor traf dies nur auf acht Prozent der Schüler*innen zu. Insgesamt wurden für diese Studie 10.000 Menschen zu den Frühstücksgewohnheiten von Kindern befragt. Hierbei wurden nicht nur Eltern, sondern auch 1.850 Lehrer*innen einbezogen. Von denen sagt jede/r Dritte, dass Kinder täglich hungrig zur Schule kämen. Viele Lehrer*innen stellten auch fest, dass eine wachsende Zahl von Kindern häufig auch im Laufe des Tages kein warmes Essen zu sich nimmt. Über diese alar- mierende Beobachtung berichteten auch der Schulleiter der Katharina-Henoth-Gesamtschule in Hö- henberg im KStA vom 17.12.2022. Immer mehr Eltern könnten sich das Schulmittagessen nicht leis- ten und deshalb seien Kinder und Jugendliche hungrig in der Schule. Die Stadtverwaltung berichtet in ihren Mitteilungen zur Mittelbewirtschaftung im Bildungs- und Teil- habepaket, dass sich die Anzahl der Inanspruchnahmen durch Familien stetig erhöhe, was sehr er- freulich ist. Gleichzeitig wird auf die Schwierigkeiten der Familien mit der Antragsstellung berichtet. Die Verwaltung bemühe sich außerdem, die Möglichkeiten des BuT intensiver zu bewerben. Darüber hinaus existieren noch weitere Hürden für kostenlose Mittagessen. An einigen Schulen muss man sich einen Account beim zuständigen Caterer zulegen. Es ist daher nicht ausgeschlossen, dass an den Schulen und anderen zuständigen Stellen viel Verwaltungs- und Unterstützungsaufwand produ- ziert wird, der Ressourcen bindet, die dann nicht an anderen Stellen genutzt werden können. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: - 2 - 1. Hat die Stadtverwaltung Kenntnisse davon, wie viele Kinder ohne Frühstück und/oder Mittages- sen in Kölner Schulen beschult werden, und wenn nicht: Gibt es Pläne der Verwaltung, z. B. mit einer Befragung mehr Aufklärung zu erhalten? 2. Haben sich die Kostensteigerung durch die gestiegenen Energiepreise und die allgemeine Teue- rungsrate auf die Verpflegung und die Essensbeiträge in Kitas und Schulen ausgewirkt, werden z. B. weniger Snacks verteilt, oder wird anderweitig gespart? 3. Gibt es Schätzungen darüber, wie hoch sich die Verwaltungskosten und die Kosten für die Unter- stützungsleistungen, z B. für das Ausfüllen der Formulare für BuT-Mittel, belaufen? 4. Wie hoch wären die Kosten für die Möglichkeit einer unentgeltlichen Mittagsverpflegung in allen Schulen in Köln? 5. Welche Maßnahmen wurden/werden zu Beginn dieses Schuljahres ergriffen, um mehr Schü- ler*innen und deren Eltern zu erreichen, die Anspruch auf BuT-Mittel haben, um sicherzustellen, dass sie diese auch erhalten? Mit freundlichen Grüßen gez. Christian Joisten SPD-Fraktionsvorsitzender
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1398/2023
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 14.08.2023
- Erstellt
- 14.08.2023 11:06