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V/0625/2019

20 Jahre Villa ten Hompel: Entwicklung des Geschichtsorts, Leitbild, zukünftige Herausforderungen und Bedarfe

Vorlagen 28.08.2019

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Nächste Beratung: Kulturausschuss, Sitzung am 28.08.2019, TOP 6

Beschlussvorlage

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Ansehen

Anlage 1 Leitbild VtH

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Anlage 2 Statistik

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Anlage A

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Beschlussvorlage

22598 Zeichen

V/0625/2019 
V/0625/2019 
 
 
Öffentliche Beschlussvorlage 
Betrifft 
 
20 Jahre Villa ten Hompel: Entwicklung des Geschichtsorts, Leitbild, zukünftige Herausforderung 
und Bedarfe 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
   28.08.2019 Kulturausschuss Entscheidung 
 
 
Beschlussvorschlag: 
I. Sachentscheidung: 
Der Ausschuss nimmt die Entwicklung des Geschichtsortes Villa ten Hompel zur Kenntnis und 
stimmt dem im Leitbild der Villa ten Hompel genannten Ziel und den Handlungsfeldern sowie der 
Umsetzung der im Ausblick beschriebenen Herausforderungen zu. 
 
II. Finanzielle Auswirkungen: 
Keine 
 
 
 
Begründung: 
Seit der Eröffnung der Villa ten Hompel als städtischer  Geschichtsort im Dezember 1999 auf Grun d-
lage eines Beschlusses des Rates der Stadt Münster hat sich aus der „kleinen“ Forschungsstätte zum 
Erinnern und Lernen ein lokal, bundesweit und international anerkannter dynamischer Akteur in der 
Forschungs- und Gedenkstättenlandschaft entwickelt und etabliert. 
 
Die Villa ten Hompel ist in der Zwischenzeit weit mehr als eine Forschungsstätte geworden. Im Laufe 
der vergangenen Jahre ist auch  die Nachfrage nach Angeboten des Geschichtsortes stark angestie-
gen. Als Gründe hierfür sind der Bevölkerungszuwachs und damit ein  erweitertes Publikum ebenso 
zu nennen wie die Pflege von etablierten und neuen lokalen, regionalen und internationalen Koopera-
tionen in den Bereichen Geschichtskultur und Holocaust Remembrance. Zusätzlich hat sich aus aktu-
ellen gesellschaftlichen Problemlagen ein  erhöhter Bedarf an Forschungs - und Vermittlungsangebo-
ten für Antworten auf Populismus, Antisemitismus und Fremdenfeindlichkeit ergeben. 
 
Die über zwei Jahrzehnte aufgebaute Reputation in Forschung und Vermittlung am authentischen Ort 
wird mit einem äußerst geringen Personalaufwand von nur 2,75 Stellen  (VZÄ) im wissenschaftlich-
pädagogischen Kernteam sowie 1,77 Stellen (VZÄ) in der Administration und Haustechnik realisiert. 
 
des Dezernats V/Villa ten 
Hompel 
 
20.08.2019 
 
Ihr/e Ansprechpartner/in: 
Herr Spieker 
Telefon: 492-7112 
SpiekerC@stadt-
muenster.de

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V/0625/2019 
In einem Leitbildprozess sind die Entwicklungen kritisch reflektiert und mit Blick auf die Herausford e-
rungen in der Zukunft Ziele formuliert worden. 
 
Gründung des Geschichtsortes Villa ten Hompel 
Die Villa ten Hompel ist seit dem 13.12.1999 Münsters Geschichtsort. 
Nach einer intensiven Diskussion um den „richtigen Weg“ in der Erinnerungskultur war aus einer zivil-
gesellschaftlichen Initiative ein städtisches Institut geworden. Der damalige Oberbürgermeister Ber t-
hold Tillmann eröffnete in seiner Ansprache die Einrichtung am  Kaiser-Wilhelm-Ring: „Der G e-
schichtsort Villa ten Hompel, der mit dieser Ausstellung offiziell seine Arbeit aufnimmt, wird jedenfalls 
zukünftig seinen Beitrag zur Reflexion über die Beteiligung der Verwaltung am Holocaust im 20. Jahr-
hundert leisten.“ Seither reflektieren die Stadtgesellschaft und Gäste aus der Region sowie aus dem 
Ausland in der Villa ten Hompel selbstkritisch und offen für den Dialog historische Verantwortung im 
europäischen Kontext. 
 
Die Forschung und Vermittlung zu Holocaust, Diktaturer fahrungen und mittlerweile auch die gege n-
wärtigen Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus bilden den Kern des 
20jährigen menschenrechtsorientierten Engagements. Dabei ist die Villa ten Hompel immer bestrebt, 
sich und ihre Angebote weit er zu entwickeln. So haben sich das Themenspektrum und auch die 
Nachfrage in dieser Zeit in Qualität und Quantität erheblich erweitert. 
 
Entwicklung der Besucherstruktur 
Nutzten im Jahr 2001 rund 8 .000 Besucher und Besucherinnen das Villa -Angebot, so hat s ich diese 
Zahl auf 33.000 im Jahr 2018 mehr als vervierfacht. Im Jahr 2018 stehen mit über 600 Terminen pro 
Jahr über dreimal so viele Veranstaltungen zu Buche wie noch im Jahr 2001 mit 200 Veranstaltu n-
gen. Darunter befindet sich ein breites Spektrum von F ührungen, Gedenkstättenfahrten bis hin zu 
akademischen Tagungen (vgl. Anlage 2). 
 
Unter den aktuellen Besucherinnen und Besuchern stellen Schulen mit 189 Klassen im letzten Jahr 
einen wichtigen Arbeitsschwerpunkt dar. Auffällig ist, dass in den letzten Jahren jeweils über die Hälf-
te der Schulklassen nicht von Gymnasien, sondern von anderen Schulformen die Angebote der Villa 
ten Hompel nutzten. Mit mehr als 80 Gruppen jährlich bilden die Bereiche Polizei, Bundeswehr, Justiz 
und Hochschulen eine weitere große heterogene Nutzergruppe. In dem Projekt „Willkommensstätten“ 
wurden Bildungsangebote speziell für Geflüchtete entworfen und durchgeführt. Die Erfahrungen aus 
dieser Arbeit werden aktuell für die historische Bildungsarbeit mit Integrationsgruppen (Personen , die 
die deutsche Staatsangehörigkeit erwerben wollen) eingesetzt. 
 
Zahlreiche Fragen zur kritischen Zeitgeschichte werden von historisch Interessierten an den G e-
schichtsort gestellt: sei es für wissenschaftliche Forschungen oder auch zu Beurteilung von B eteili-
gungen an oder Betroffenheit durch Formen der Diktatur. In dem letzten Jahrzehnt sind insbesondere 
Beratungsangebote zum Themenfeld Rechtsextremismus hinzugekommen. 
 
Ergänzend zu den gruppenbezogenen Angeboten hat die Villa ten Hompel weitere öffentliche Veran-
staltungsformate entwickelt. Diese sprechen insbesondere Personen an, die sich individuell und u n-
gebunden für wissenschaftliche und erinnerungskulturelle Themen interessieren. Die „Mittwochsg e-
spräche“ mit akademischen Vorträgen und eher po pulärwissenschaftlich orientierten Lesungen und 
Diskussionen im „Forum am Donnerstag“, Filmreihen im „Drehbuch Geschichte“ oder das Format 
„Junge Wissenschaft“ sind bekannte Markenzeichen und stehen für hochwertige Geschichtsvermit t-
lung, die der Geschichtsort Villa ten Hompel in der Regel mit Partnern aus dem Bereich der Erinn e-
rungskultur und Geschichtswissenschaft gemeinsam veranstalten. 
 
Lebendige Geschichtserzählung in der Villa ten Hompel  und Förderung von demokratiestä r-
kender Haltung 
Die Geschichtserzählung im Haus erfolgt eng angebunden an die Etappen der Hausgeschichte: nat i-
onalsozialistische Täterschaft am Beispiel der verbrecherischen Polizei und historische Verantwo r-
tung nach 1945 durch Entnazifizierung und schließlich Wiedergutmachung. Diese beson dere histori-
sche Konstellation und „historische Trias“ ist ein Alleinstellungsmerkmal und ermöglicht auch mit Hilfe

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des Fördervereins umfangreiche Drittmittel bei Land und Bund einzuwerben. Seit 1999 beläuft sich 
die Summe auf über 5 Millionen Euro. 
 
In verschiedenen Etappen konnte mit diesen Geldern aus der Bundes - und Landesförderung unter 
anderem die multiperspektivische und multimediale Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewis-
sen“ zum kommunikativen Zentrum des Geschichtsorts gemacht werden. Sie ve rmittelt nicht nur hi s-
torisches Wissen, sondern gibt Impulse zur Entwicklung von demokratiestärkenden Haltungen zu 
aktuellen gesellschaftlichen Problemlagen. 
 
Diesen Schwerpunkt ergänzt seit 2008 die „mobile Beratung gegen Rechtsextremismus und für D e-
mokratie“ (mobim). Aus einem „Bauwagen gegen Rechts“ in der Anfangszeit ist eine Beratungsstelle 
mit umfangreichen Tagungs- und Publikationsprogramm geworden. Mobim ist damit auch eine Reak-
tion auf das Aufkommen  der extremen Rechten, denen es immer häufiger gel ingt, öffentliche Debat-
ten zu Gunsten ihrer Weltsicht zu verschieben. Dahinter steht nicht weniger als ein Angriff auf die 
Grundsätze und Werte einer demokratischen Gesellschaft. Zudem treten militante Neonazi -Gruppen 
in manchen Regionen – auch in Westfale n – immer selbstbewusster auf. Rechtsterrorismus ist real. 
Mobim stärkt deshalb die Zivilgesellschaft, Haltung zu zeigen für Demokratie, gegen Rassismus und 
Antisemitismus und für eine offene Gesellschaft. 
 
Neben der mittlerweile gut 10jährigen Arbeit von mobim gegen Rechtsextremismus engagiert sich die 
Villa ten Hompel auch verstärkt in der Antisemitismusprävention als aktueller gesellschaftlicher He r-
ausforderung. Antisemitische Handlungen, Äußerungen und Haltungen und die Verbreitung jude n-
feindlicher Ster eotype sind ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Seit September 2018 gibt es 
deshalb zusammen mit dem Jüdischen Museum Dorsten das zu 100 Prozent aus Landes - und Bun-
desgeldern befristete pädagogische Projekt für Schulklassen: „Antisemi…was? Reden wir dar über!“ 
Mit dem Projekt soll ein Bewusstsein für die aktuelle Vielfalt jüdischen Lebens geschaffen werden. 
Schülerinnen und Schüler werden zur Einordnung antisemitischer Denk - und Argumentationsmuster 
befähigt und dazu angeregt, eine antisemitismuskritische Haltung zu entwickeln. 
 
Die Villa ten Hompel ist zudem Gründungsmitglied des Europä ischen Netzwerks gegen Antisemi tis-
mus. Im Mai 2019 eröffnete Bundesaußenminister Heiko Maas dazu im Auswärtigen Amt die Auftak t-
konferenz des „European Network Combatting Antisemitism through Education“. Mit dem Ansatz der 
historisch-politischen Bildung wollen sich zivilgesellschaftliche Organisationen aus 13 europäischen 
Staaten sowie das United States Holocaust Memorial Museum stärker miteinander vernetzen, Erfa h-
rungen austauschen und Konzepte und Angebote  gegen Antisemitismus durch Bil dungsprojekte er-
arbeiten. Koordiniert wird das Netzwerk von der renommierten „Kreuzberger Initiative gegen Antisemi-
tismus (KIgA)“. 
 
Forschungs- und erinnerungsgeschichtliche Kooperationen 
Die Villa ten Hompel hat sich in den vergangenen Jahren zu einem wissenschaftliches Forum entwi-
ckelt, das internationales Renommee gewonnen hat und Münster nach außen repräsentiert gemäß 
des Leitbildes Münsters als Stadt der Wissenschaft und Lebensart. Durch die Positionierung im Sinne 
einer internationalen Zusammenarbeit gelingt es umgekehrt auch, Expertise nach Münster zu brin-
gen. 
 
Zahlreiche lokale, regionale und internationale Kooperationen ermöglichen einen Diskurs auf aktueller 
wissenschaftlicher Ebene und mit innovativen pädagogischen Methoden. Institutionalisierte Kooper a-
tionen bestehen „vor Ort“ u.a. mit Instituten der WWU und des LWL, mit der Gesellschaft für Chris t-
lich-Jüdische Zusammenarbeit Münster e.V., Gegen Vergessen - Für Demokratie e.V. und der Katho-
lisch-Sozialen Akademie Franz Hitze Haus  und dem Maximilian Kolbe Werk, einer Hilfsorganisation 
für ehemalige Häftlinge aus KZ und Ghettos in Mittel - und Osteuropa. Internationale Partner sind u.a. 
Yad Vashem in Jerusalem - World Holocaust Remembranc e Center - und das United States Hol o-
caust Memorial Museum Washington D.C. sowie ein institutioneller Austausch zu Geschichtsinstitut i-
onen in Münsters Partnerstädten. Die Stadt Münster hat unbefristete Kooperationsverträge in denen 
mit Yad Vashem Jerusalem  (01.04.2014) und dem U.S. Holocaust Memorial Museum Washington 
(31.06.2018) Formen der Zusammenarbeit in Forschung und Bildung verbindlich vereinbart sind.

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V/0625/2019 
 
Die heutigen forschungs - und erinnerungsgeschichtlichen Kooperationen mit den beiden wichtigsten 
Holocaust-Memorials weltweit (Jerusalem, Washington D.C.) basieren auf einem gemeinsamen Int e-
resse bei der Aufarbeitung von Verfolgung und Ermordung der Juden auch in Münster und des Müns-
terlandes sowie der Rolle, die die Polizei dabei einnahm. Familien von  Holocaustopfern und Überle-
bende wurden über die ganze Welt verstreut. Spuren von ihnen finden sich in den Archiven in Jerusa-
lem und Washington. Umgekehrt trägt die Villa ten Hompel an diese Orte, an denen primär der Opfer 
gedacht wird, ihre Expertise zu Strukturen und Handlungsmotiven der NS-Täter im Holocaust. 
 
Die identitätsstiftende Sammlung umfasst einzigartige Bestände, die von Bürgerinnen und Bürgern 
zur Verfügung gestellt wurden und das kulturelle Gedächtnis der Stadt bereichern. Die wissenschaftli-
che Spezialbibliothek zählt zu den größten ihrer Art in Westfalen. Die Beteiligung an Wanderausste l-
lungen trägt die Themen des Geschichtsorts in die Region. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter repräsen-
tieren den Geschichtsort bei Konferenzen vor Ort und in all er Welt. In den letzten zwei Jahrzehnten 
sind wichtige Publikationen in der hauseigenen Schriftenreihe und in externen Buchreihen und Zei t-
schriften veröffentlicht und positiv rezensiert worden. 
 
Personelle und finanzielle Situation 
Die aufgebaute Reputation in Forschung und Vermittlung am authentischen Ort der Villa ten Hompel 
ist nur durch die strukturelle Finanzierung durch die Stadt Münster und die zusätzlich eingeworbenen 
Projektgelder z.B. beim Land NRW sowie Mittel des Fördervereins möglich. 
 
Zu berücksichtigen ist, dass die personellen Ressourcen der Villa ten Hompel nicht im gleichen U m-
fang wie die Nachfrage nach inhaltlichen und fachlichen Angeboten, Besucherzahlen und wisse n-
schaftlichen Anfragen gestiegen sind. 
 
Derzeit umfasst das wissenschaftlich -pädagogischen Kernteam der Villa ten Hompel 2,75 Stellen  
(VZÄ). Für die Administration und Haustechnik stehen 1,77 Stellen (VZÄ) zur Verfügung. Einzig durch 
die Beteiligung des Landes NRW in Höhe von 60.000  € jährlich konnte eine Aufstockung um 0,48 
VZÄ bei bereits beschäftigten Teilzeitkräften erreicht werden. 
 
Um den erhöhten Personalaufwand begegnen zu können, richtete die Villa ten Hompel in den ve r-
gangenen Jahren vereinzelt Projektstellen ein, nutzte flexible Arbeitszeitmodelle für studentische 
Hilfskräfte und konnte sich auf ehrenamtliche Unterstützung verlassen. Dennoch reicht das Engage-
ment der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter teilweise im hohem Maße über das zeitlich Verlangte hi n-
aus. Eine Kompensation dafür ist selten möglich. 
 
Die „mobile Beratung gegen Rechtsextremismus und für Demokratie“ (mobim) wird zu 100 Prozent 
von Land und Bund mit vier befristete n Teilzeitstellen gefördert. Da Tarifsteigerung en jedoch nicht 
vom Bund und Land in der Fördersumme nachvollzogen werden, erfolgt de facto eine fortschreitende 
Stundenkürzung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Durch projektabhängige Befristung der Mi t-
arbeiter, werden diese als anerkannte Fachkräfte durch umliegende Institutionen gezielt abgeworben. 
 
Der wissenschaftliche Fachbeirat der Villa ten Hompel stellte in seiner Sitzung am 3. Dezember 2018 
sowie in einer Sonderbeiratssitzung vom 8. Juli 2019 f est, dass sich in den letzten fünf Jahren der 
jährliche Gesamtetat mit steigender Tendenz zu etwa 50 Prozent aus temporär eingeworbenen Fö r-
dermitteln zusammensetzte. Ohne diese Drittmittel wäre die Villa ten Hompel in ihrem Arbeitskern 
nicht mehr handlungsfähig. Aufgrund der bereits jetzt sehr hohen Drittmittelquote können keine weite-
ren Fördermittel für Forschungsprojekte und innovative Vermittlungsformate eingeworben werden. 
 
Entwicklung eines Leitbildes 
In den letzten 20 Jahren haben sich Anforderungen i m stadtgeschichtlichen und erinnerungskulturel-
len Bereich über die museale Arbeit vor Ort verändert. Straßennamen standen ebenso in der Disku s-
sion, wie Ausstellungen zum Widerstand im Münsterland. Die historische Vermittlungskompetenz des 
Geschichtsortes zu „Stolpersteinen“, Gedenkstättenfahrten und die wissenschaftlichen Beratungsleis-
tungen für externe Auftraggeber wurden in Tagungen und Projekten immer stärker nachgefragt.

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Um diesen vielfältigen Aufgaben gerecht zu werden, ist im Auftrag des Dezernates für Soziales, I n-
tegration, Kultur und Sport und mit Unterstützung des Personal- und Organisationsamtes ein zweijäh-
riger Prozess zur Erarbeitung eines Leitbildes initiiert worden. Das neu entstandene Leitbild (siehe 
auch Anlage 1) wurde mit allen Beteiligte n am Geschichtsort intensiv diskutiert und vom wisse n-
schaftlichen Beirat positiv begutachtet. Es ermöglicht in der Zukunft eine gemeinsame Arbeit mit dem 
Ziel am historischen Täterort Konsequenzen und Haltungen für eine demokratische und vielfältige 
Gesellschaft auf den Weg zu bringen. 
 
Das ‚misson statement‘ des hier vorgelegten Leitbildes formuliert den Kerngedanken der zukünftigen 
Arbeit wie folgt: „Aus Geschichte ins Gewissen: 
Für den Geschichtsort Villa ten Hompel bedeutet die Vergangenheit als nationa lsozialistischer Täter-
ort, dass wir uns hier für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft einsetzen.  
Die Erforschung und Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen und an die Verfolgten ermö g-
licht es unseren Gästen eigene Konsequenzen aus der Geschichte zu ziehen.  
Dieses Ziel verbindet uns mit Partnern vor Ort und weltweit.“ 
 
Hieraus leiten sich folgende Handlungsfelder ab: 
 
 Vermitteln 
- Am Beispiel des Hauses wird Geschichte und werden Geschichten vermittelt. Sich mit verbre-
cherischer Politik auseinanderzusetzen bedeutet auch die „Grautöne“ und die vielfältigen 
Auswirkungen der Vergangenheit diskutierbar zu halten. 
 Teilhaben 
 Der Geschichtsort versteht sich als Forum für gelebte Demokratie und gesellschaftliches s o-
wie behördliches Handeln in historisch-kritischer Perspektive. 
 Vernetzen 
 Lokale, regionale und internationale Partner  der Erinnerungskultur  helfen die pädagogisch -
wissenschaftliche Arbeit zu reflektieren und zu verbessern. 
 Forschen 
 Durch Forschung wird eine dynamische Geschichtsvermittlung und die Beteiligung an interna-
tionalen wissenschaftlichen Debatten ermöglicht. Themenschwerpunkte ergeben sich aus den 
historischen Nutzungen des Hauses im Bereich der Polizeigeschichte, der Erinnerungskultur 
und der Gesellschaftsgeschichte zwischen Diktatur und Demokratie. 
 Sammeln 
 Unter Berücksichtigung eines Dokumentationsprofils wird einzigartiges historisches Material, 
besonders persönliche Nachlässe sowohl von Polizisten als auch von Ver folgten des NS -
Regimes in die Sammlung übernommen und für die Handlungsfelder Forschen und Vermitteln 
gesichert, erschlossen und aufgearbeitet. 
 Impulse für heute 
 Der Geschichtsort sammelt nicht nur Wissen über die Vergangenheit, sondern ermutigt auch 
zu persönlichen Haltungen, die sich an Ethik und Menschenrechten orientieren. 
 
Ausblick 
Der Geschichtsort Villa ten Hompel ist integraler Bestandteil der städtischen und regionalen G e-
schichtskultur mit einem besonderen Schwerpunkt im Bereich der Vermittlung. Aus der Auseinande r-
setzung mit der NS -Gewaltherrschaft sollen hier Konsequenzen und Perspektiven für ein demokrat i-
sches Zusammenleben heute gezogen werden.  So wie in den deutschen KZ -Gedenkstätten die Zahl 
der Besucherinnen und Besucher massiv ansteigt, wächst in der Villa ten Hompel im Bereich de r 
Ausstellungs- und Vermittlungsangebote die Notwendigkeit , auf unterschiedliche Zielgruppen b e-
darfsgerecht einzugehen, etwa auf Schülerinnen und Schüler, Polizeikräfte, Studierende und Angehö-
rige unterschiedlicher Berufsgruppen. 
 
Ebenso sind in den vergan genen Jahren auch die Anzahl unterschiedliche Anfragen stark angesti e-
gen. Aufgrund der bestehenden Rahmenbedingungen können jedoch einige Aufgaben nicht oder zeit-
lich nur stark verzögert wahrgenommen werden. Hierzu zählen unter anderem:

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V/0625/2019 
 Vorträge und Dialoge vor Ort etwa mit Yad Vashem Jerusalem oder in Münsters Partnerstä d-
ten, 
 wissenschaftliche Anfragen (mind. 120 pro Jahr) können teils nur mit großen zeitlichen Verz ö-
gerungen beantwortet werden, 
 die wichtige zeitgeschichtliche Sammlung von über 500 Schenkungen, Vor- und Nachlässen, 
die individuelle Perspektiven vor allem in die NS -Zeit hinein sowohl aus Verfolgten - wie aus 
Tätersicht ermöglicht, ist Bestandteil der Kernidentität der Einrichtung; jedoch konnten sie zum 
Teil noch nicht historisch bewertet werden, 
 die für die Reputation von großer Bedeutung wissenschaftliche Forschung und aktive Tei l-
nahme an nationalen und internationalen Tagungen müssen immer häufiger abgelehnt we r-
den. Stattdessen nutzen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vermehrt ihre private Freizeit, um 
an Kongressen und wissenschaftlichen Forschungen im Namen der Villa ten Hompel teilne h-
men zu können. 
 die Nachfrage im Bereich von Vermittlungs -Projekten mit Jugendlichen, Schülerinnen und 
Schülern übersteigt massiv das Angebot, das mit jetzi gen Finanz- und Personalmitteln vorge-
halten werden kann. 
 
Um die Villa ten Hompel auch in den kommenden Jahren als bedeutenden Geschichtsort zu etabli e-
ren, kommen weitere Herausforderungen hinzu: 
 Der gesamte Bereich des öffentlichen Gebäudes soll vollständ ig barrierefrei gestaltet werden, 
um Teilhabe aller zu ermöglichen. 
 Um im gedenkstättenpädagogischen Diskurs anschlussfähig zu bleiben, werden bestehende 
Kooperationen mit erinnerungskulturellen und städtischen Partnern verstärkt, etwa für ric h-
tungsweisende Wechselausstellungen oder Diskussions - und Bildungsangebote im Zentrum 
Münsters. 
 Gemeinsam mit den internationalen wissenschaftlichen Partnern soll die Recherche - und Er-
schließungsarbeit so intensiviert werden, dass die Verknüpfung von Diktaturerfahrunge n, Tä-
ter- und Verfolgtenbiographien den Charakter von Zeitgeschichtsforschung auf höchstem N i-
veau erreicht. Hierzu ist der Austausch in Forschungsnetzwerken und auf Tagungen erforde r-
lich. 
 Die Forschungsinnovationen sollen in die Vermittlungsarbeit zurückfl ießen, um beispielsweise 
Schülerinnen und Schüler aus Münster mit den Ergebnissen zu konfrontieren und über bloße 
Rituale beim Gedenken hinaus zu gehen. Quellenbestände in der Villa ten Hompel zu sa m-
meln und zu dokumentieren, ist hierfür ein Angebot und Re chercheinstrument. Die Auseinan-
dersetzung mit Geschichte ist dabei kein Selbstzweck, sie dient vielmehr der Schärfung eines 
persönlichen Bewusstseins und der Ausrichtung auf ein ethisches Verantwortungsgefühl. 
 Ein generativer Umbruch in der Vermittlungsarb eit steht an. Neue Themen und Methoden 
müssen von jüngeren Teamern für eine Nutzergruppe entwickelt werden, die für sich selbst 
keinen Bezug zur NS-Geschichte und ihren Folgen sehen. 
 Eine neue Dauerausstellung soll bis 2025 entstehen, um damit den aktuelle n Rezeptionsge-
wohnheiten im Sinne des Leitbildes gerecht zu werden. 
 
Zur Finanzierung dieser Herausforderungen und der zusätzlichen Aufgaben wirbt die Villa ten Hompel 
Drittmittel im Rahmen von Förderprojekten ein. Hierfür ist allerdings Voraussetzung, dass die Villa zur 
Erbringung des notwendigen Eigenanteils Umschichtungen im Budget der Villa ten Hompel gestalten 
kann. Auch könnte ein geändertes Leistungsangebot bzw. eine verzögerte Aufgabenwahrnehmung 
die Folge sein. 
 
 
 
 
i.V.

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V/0625/2019 
gez. Wilkens 
Stadträtin 
 
 
Anlagen: 
 
- Anlage A 
- Anlage 1 Leitbild 
- Anlage 2 Statistik

Anlage 1 Leitbild VtH

4822 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage V/0625/2019 
 
 
 
Die Villa ten Hompel - Geschichtsort der Stadt Münster 
 
Aus Geschichte ins Gewissen 
Für den Geschichtsort Villa ten Hompel bedeutet diese Vergangenheit als nationalsozialistischer Täterort, 
dass wir uns hier für eine demokratische und vielfältige Gesellschaft einsetzen. 
Die Erforschung und Erinnerung an nationalsozialistische Verbrechen und an die Verfolgten ermöglicht es 
unseren Gästen eigene Konsequenzen aus der Geschichte zu ziehen. 
Dieses Ziel verbindet uns mit Partnern vor Ort und weltweit. 
 
 
Wer wir sind 
Die ehemalige Villa der Familie ten Hompel ist heute Münsters Geschichtsort für eine reflektierte und ge-
schichtsbewusste Gesellschaft. Die Hausgeschichte – von einer Fabrikantenvilla zu Beginn des 20ten Jahr-
hunderts zur Kommandozentrale der Ordnungspolizei im Nationalsozialismus, nach 1945 Ort der Entnazifi-
zierung und der „Wiedergutmachung“ – spiegelt Etappen deutscher und europäischer Zeitgeschichte. 
Am Geschichtsort diskutiert Münsters Stadtgesellschaft u.a. ihre historische Verantwortung als "Schreib-
tisch Westfalens" – nachdenklich, selbstkritisch und offen für den Dialog. Einer interessierten Öffentlichkeit 
stellen wir unsere Erkenntnisse in der Dauerausstellung „Geschichte – Gewalt – Gewissen“ vor. 
Zugleich ist die Villa ten Hompel ein wissenschaftlich-ethisches Forum, das nationales und internationales 
Renommee gewonnen hat. Forschung und Vermittlung zu Holocaust, Diktaturerfahrungen und den gegen-
wärtigen Herausforderungen durch Rechtsextremismus und Antisemitismus bilden den Kern unseres men-
schenrechtsorientierten Engagements. 
 
Was wir tun 
Vermitteln 
Am Beispiel des Hauses vermitteln wir Geschichte(n). Sich mit verbrecherischer Politik auseinanderzusetzen 
heißt für uns, auch die „Grautöne“ und die vielfältigen Auswirkungen der Vergangenheit diskutierbar zu 
halten.  
Wir machen für alle Altersstufen Aspekte der historischen Konfliktgeschichte mit Bezug auf ihre eigene 
Lebenswelt – im familiären Umfeld, unter Freunden, im Alltag, in der Schule und im Beruf – begreifbar. 
Dabei unterstützen uns Fachleute aus Bezirksregierung, Landschaftsverband, der Akademie Franz Hitze 
Haus und Initiativen wie „Gegen Vergessen – für Demokratie“.  
 
Teilhaben 
Menschen verbinden mit der Villa ten Hompel einen authentischen Ort. Durch die Auseinandersetzung mit 
der zentralen Beteiligung der NS -Ordnungspolizei am Holocaust erwächst die Chance für sich selbst einen 
Standpunkt zu finden. Der Geschichtsort versteht sich als Forum für gelebte Demokratie und gesellschaftli-
ches sowie behördliches Handeln in historisch-kritischer Perspektive.

Anlage 1 zur Vorlage V/0625/2019 
Vernetzen 
Wir fördern vor Ort ein reflektiertes Geschichtsbewusstsein zusammen mit unseren Partnern der Erinne-
rungskultur. Die Villa ten Hompel ist Teil des Arbeitskreises der NS-Gedenkstätten NRW und Sitz der mobi-
len Beratung gegen Rechtsextremismus im Regierungsbezirk Münster. Durch unsere fachliche Vernetzung 
entstehen Projekte etwa mit der Landes- und der Bundeszentrale für politische Bildung oder dem Maximili-
an-Kolbe-Werk in Auschwitz. 
Internationale Kooperationen mit Yad Vashem – World Holocaust Remembrance Center Jerusalem oder 
dem US Holocaust Memorial Museum sowie Partnern in den Niederlanden und Polen bereichern den wis-
senschaftlichen wie pädagogischen Austausch. Sie helfen unsere Arbeit zu reflektieren und zu verbessern. 
 
Forschen 
Eigene Forschungen ermöglichen uns eine dynamische Geschichtsvermittlung und die Beteiligung an inte r-
nationalen wissenschaftlichen Debatten. Themenschwerpunkte ergeben sich aus den historischen Nutzu n-
gen des Hauses im Bereich der Polizeigeschichte, der Eri nnerungskultur und der Gesellschaftsgeschichte 
zwischen Diktatur und Demokratie. 
 
Dokumentieren 
Die Sammlungsbestände bilden das historische Gedächtnis des Geschichtsorts. Sie professionell zu dok u-
mentieren und zukünftig noch stärker zu digitalisieren, ist die Voraussetzung für eine nachhaltige Nutzung.  
Zu einem großen Erkenntnisgewinn tragen diejenigen aktiv bei, die uns einzigartiges historisches Material 
überlassen, besonders persönliche Nachlässe sowohl von Polizisten als auch von Verfolgten des NS -
Regimes. 
 
Impulse für heute 
Wer den Geschichtsort nutzt, sammelt nicht nur Wissen über die Vergangenheit, sondern wird auch zu 
persönlichen Haltungen ermutigt. Die Auseinandersetzung mit Geschichte ist bei uns kein Selbstzweck. Sie 
dient zur Schärfung eines ethischen Bewusstseins, eines an Menschrechten orientierten Gewissens. 
Mit dieser Ausrichtung möchten wir das demokratische Verantwortungsgefühl ebenso fördern wie eine 
politische Kultur, die durch breite gesellschaftliche Teilhabe, Weltoffenheit und eine kritische Sensibilität zu 
Diskriminierung gekennzeichnet ist.

Anlage 2 Statistik

2607 Zeichen

Anlage 2 zur Vorlage V/0625/2019 
 
Jan Feb Mrz Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez Summe
Veranstaltungen insg. 55 65 84 51 65 82 38 10 76 57 55 29 667
Seminare 23 28 53 20 26 57 16 3 33 14 15 9 297
Führungen/Ausstellung 16 13 11 6 9 6 9 1 11 12 10 3 107
Veranstaltungen 16 24 20 25 30 19 13 6 32 31 30 17 263
Mittwochsgespräche 0 1 1 0 2 1 0 0 0 2 0 2 9
Junge Wissenschaft 0 0 0 0 0 2 0 0 0 0 0 0 2
Vorträge / Lesungen 2 2 1 7 6 2 2 0 6 5 4 3 40
Sonderveranstaltungen 4 4 1 2 2 3 2 1 6 3 4 5 37
Zeitzeugen 0 2 2 1 0 1 0 0 2 1 5 3 17
Theater / Kino 1 1 0 6 3 0 0 0 0 0 2 0 13
Tagungen 2 6 4 3 5 2 4 3 8 17 6 0 60
Ak Gedenkstätten 0 1 0 0 0 2 0 0 0 0 0 0 3
Stadt Münster 2 2 2 2 1 3 2 2 2 0 2 2 22
Mobim V 5 5 9 4 11 3 3 0 8 3 7 2 60
Insgesamt 16 24 20 25 30 19 13 6 32 31 30 17 263
Dschungel 4 8 8 5 9 10 3 0 1 2 4 3 57
ADGL 4 7 9 1 6 30 0 0 4 1 0 0 62
DDR 3 0 21 6 0 3 0 0 15 0 0 0 48
LAFP (Polizeiseminar) 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Polizei (sonstige) 2 2 1 1 0 1 0 1 3 2 1 0 14
Thementag Rechtsextr. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Thementag Euthanasie 0 0 1 1 0 0 1 0 0 0 0 0 3
Thementag Zwangsarb. 1 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 1
Thementag Polizeigesch. 0 0 0 0 0 0 3 0 2 2 0 0 7
Yad-Vashem-Lectures 1 0 1 1 0 0 0 0 0 0 0 0 3
Interne Seminare 5 8 5 2 6 5 7 2 5 1 3 2 51
Sonstige 3 3 7 3 5 8 2 0 3 6 7 4 51
Insgesamt 23 28 53 20 26 57 16 3 33 14 15 9 297
Lehrergruppen 3 7 5 4 0 6 0 0 2 7 3 2 39
Polizeigruppen 4 4 2 2 0 1 6 1 11 8 4 0 43
Universitäten, FH's u.ä. 9 9 3 4 11 4 2 1 7 3 7 5 65
Institutionen / Privatgrp. 11 10 12 12 7 14 14 2 12 16 12 2 124
Mitarbeiter / Teamer 4 8 5 1 8 4 6 4 4 6 4 4 58
Sonstige 5 11 13 15 25 8 4 2 20 15 22 9 149
Zwischensumme 36 49 40 38 51 37 32 10 56 55 52 22 478
 Gymnasium Münster 3 4 3 4 2 11 1 0 5 0 0 3 36
Gymnasium außerhalb 4 5 22 1 4 11 1 0 12 0 1 2 63
Realschule Münster 2 6 3 0 0 3 3 0 0 0 0 0 17
Realschule außerhalb 2 1 5 6 0 1 0 0 0 1 0 0 16
Hauptschule Münster 0 0 0 1 0 3 0 0 0 0 2 0 6
Hauptschule außerhalb 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Gesamtschule Münster 4 0 0 1 6 15 0 0 0 0 0 0 26
Gesamtschule außerh. 2 0 6 0 3 0 1 0 0 1 0 1 14
Berufskolleg Münster 1 0 0 0 0 0 0 0 6 0 0 0 7
Berufskolleg außerh. 1 0 2 0 0 0 0 0 0 0 0 1 4
Grundschule Münster 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Grundschule außerhalb 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Förderschule Münster 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
Förderschule außerh. 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0 0
 Münster insgesamt 10 10 6 6 8 32 4 0 11 0 2 3 92
außerhalb insgesamt 9 6 35 7 7 12 2 0 12 2 1 4 97
Schulen insgesamt 19 16 41 13 15 44 6 0 23 2 3 7 189
Personengruppen
Statistik Villa ten Hompel 
Veranstaltungen gesamt 2018
Veranstaltungen 
Seminare

Anlage A

2788 Zeichen

Anlage A zur V/0625/2019 
Kurzüberblick 
Nach 20 Jahren ist der Geschichtsort Villa ten Hompel ein aktiver und innovativer Dokumentar 
und Vermittler von Geschichte und Partner der internationalen Forschung zur Geschichte des 
Nationalsozialismus und seinen Folgen. 
 
Das neu entwickelte Leitbild wird zustimmend zur Kenntnis genommen. 
 
 
Ziele/Teilziele/Zielerreichung 
 
 Wir werden Münster auf der Basis unserer Geschichte und des Prinzips von „Toleranz durch 
Dialog“ zu einer weltoffenen Stadt weiterentwickeln. 
 Wir werden einer der führenden Bildungs-, Wissenschafts-, Forschungs- und Entwicklungs-
standorte in Europa. 
 Wir werden als ein kulturelles Zentrum unseres Landes Projekte mit internationaler Ausstrah-
lung entwickeln. 
 
 
 
 
Finanzierung 
Produktgruppe: Nr. der PG 0408 Bezeichnung der PG: Geschichtsort Villa ten Hompel 
Auswirkungen auf den Ergebnisplan    Nein   
Auswirkungen auf den Finanzplan    Nein   
Im beschlossenen (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?    Nein  . 
Im Entwurf des (Nachtrags-)Haushaltsplan JJJJ enthalten?    Nein  . 
Belastungen in zukünftigen HH-Jahren?    Nein   
Bereits veranschlagt?    Nein   
 
 
Pflichtigkeitsgrad 
Die Maßnahme/Leistung ist      überwiegend 
freiwillig 
  
In unbefristete Kooperationsverträgen hat die Stadt Münster mit Yad Vashem Jerusalem 
(22.04.2015) und dem Holocaust Memorial Museum Washington (31.06.2018) Vereinbarungen zur 
gemeinsamen Forschungs-, Dokumentations- und Vermittlungsarbeit geschlossen. 
In 476 Deposita und über 1000 quittierten Übernahmen ist dem Geschichtsort Villa ten Hompel 
Sammlungsgut zur NS-Zeit, seiner Vor- und Nachgeschichte vertraglich übergeben worden, das für 
Forschungs- und Vermittlungszwecke genutzt wird. 
 
Unmittelbare, grundsätzliche Relevanz für Querschnittsthemen 
(Demographie, Gleichstellung, Inklusion, Klimaschutz, Migration)

Die mit dieser Vorlage geförderte Arbeit 
 greift das Thema Demografie auf, in dem – beispielsweise mit Zeitzeugengesprächen und 
Erinnerungspaten – ein erfahrungsgeschichtliches Angebot für d ie ältere Generation g e-
macht wird und ein intergenerativer Austausch mit jüngeren Generationen erfolgt. 
 hat durch die Aufarbeitung der Geschlechterrollen(insbesondere in Polizei und Verwaltung) 
im NS und danach wichtige Aufklärungsfunktion, 
 mit der Thematisierung des Behindertenmordes durch die Nationalsozialisten im vom „Deu t-
schen Reich“ besetzten Europa eine wichtige Orientierungsfunktion im Sinne der UN -
Behindertenrechtskonvention  
 liefert im aktuellen migrationspolitischen Kontext z.B. in Kursen zum Erwerb der deutschen 
Staatsangehörigkeit einen wesentlichen Beitrag zum Verständnis der Neubürger für die G e-
wordenheit der deutschen Geschichte und Kultur, auch regional und mit lokalen Bezügen.

Beratungsverlauf (1)

28.08.2019 Kulturausschuss
TOP 6 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: einstimmig beschlossen

Zur Sitzung

Orte (1)

  • Kaiser-Wilhelm-Ring

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Aktenzeichen
V/0625/2019
Typ
Vorlagen
Datum
28.08.2019
Erstellt
06.10.2020 14:37