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AN/0041/2023

Rettungsdienst in Not

FDP/KSG Anfrage nach § 4 19.01.2023

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Nächste Beratung: Gesundheitsausschuss, Sitzung am 24.01.2023, TOP 3.3

FDP Anfrage nach § 4

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FDP Anfrage nach § 4

3291 Zeichen

www.FDP-Koeln.de 
 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
An den Vorsitzenden 
des Gesundheitsausschusses 
Dr. Ralf Unna 
 
 
Rathaus · 50667 Köln  
Fon 0221. 221-23830 
Fax 0221. 221-23833 
fdp-fraktion@stadt-koeln.de 
www.fdp-koeln.de 
 
 
 
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 19.01.2023 
AN/0041/2023 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Gesundheitsausschuss 24.01.2023 
 
Rettungsdienst in Not 
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
sehr geehrter Herr Vorsitzender, 
 
die FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie darum, folgende Anfrage auf die kommen-
de Sitzung des Gesundheitsausschusses am 24. Januar zu setzen. 
 
In den vergangenen Wochen berichteten verschiedenste Medien (u. a. WDR, F.A.Z., Kölner 
Stadtanzeiger) über erhebliche Probleme bei den Rettungsdiensten, so auch beim Kölner 
Rettungsdienst. 
 
Das Grundproblem besteht in der extremen Zunahme von sogenannten Bagatelleinsätzen, 
also Einsätze, die eigentlich keiner Intervention durch den Rettungsdienst bedürfen. Schät-
zungen gehen sogar von 75% Bagatelleinsätzen zu 25% echten Notfalleinsätzen aus. 
 
Da die Einsatzzahlen des Rettungsdienstes seit Jahren steigen, bringen die ganzen Baga-
telleinsätze den Rettungsdienst immer öfter an seine Kapazitätsgrenzen. Mit teils dramati-
schen Folgen für die echten Notfallpatienten. 
 
Die Ursache für diese Misere sind zum einen die gestiegene Anspruchshaltung der Bevölke-
rung (Stichwort Vollkaskomentalität), zum anderen aber auch Unkenntnis über die Verwen-
dung der „richtigen“ Notfalltelefonnummer. 
Für Befindlichkeitsstörungen sowie nicht lebensbedrohende akute Erkrankungen ist eigent-
lich zunächst der Hausarzt zuständig. Ist der nicht erreichbar, kann man sich an den Kas-
senärztlichen Bereitschaftsarzt unter der bundesweiten Nummer 116117 wenden. 
 
Der von der Kassenärztlichen Vereinigung organisierte Notfalldienst muss in seiner jetzigen 
Verfassung allerdings leider als dysfunktional angesehen werden. Wartezeiten in der Tele-
fonschleife v on 30 bis 60 Minuten sind mehr der Regel- als der Ausnahmefall. Das viele 
Menschen dann irgendwann entnervt auflegen und die 112 anrufen ist zwar falsch, aber 
nachvollziehbar. 
FDP-Fraktion im Rat der Stadt Köln

- 2 - 
www.FDP-Koeln.de 
 
Vor dem Hintergrund der geschilderten Problematik hat die FDP-Fraktion im Rat der Stadt 
Köln folgende Fragen an die Verwaltung: 
 
1. Werden Daten darüber erhoben, welche Einsätze sich im Nachhinein als tatsächli-
cher Notfall oder aber als Bagatelle herausgestellt haben und wenn ja, wie stellt sich 
die Datenlage dar? 
2. Gibt es Pläne für eine stadtweite mehrsprachige Aufklärungskampagne zum richtigen 
Umgang mit dem Notruf 112 versus 116117? 
3. Gibt es Pläne für einen Modellversuch bezüglich der Zusammenlegung beider „Not-
falltelefonzentralen“, also der 112 und der 116117? 
4. Gibt oder gab es Gespräche mit der Kassenärztlichen Vereinigung über systemische 
Mängel bei der Rufannahme der 116117? 
5. Ist die Rettungsleitstelle in Köln ständig ärztlich besetzt, um ggfs. Bagatelleinsätze im 
Vorfeld auszusortieren und an die richtige Stelle weiterzuleiten? 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
 
Gez. Ulrich Breite     Bettina Houben 
Fraktionsgeschäftsführer    Gesundheitspolitische Sprecherin

Beratungsverlauf (1)

24.01.2023 Gesundheitsausschuss
TOP 3.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0041/2023
Typ
FDP/KSG Anfrage nach § 4
Datum
19.01.2023
Erstellt
13.01.2023 13:33