Mandari Insight

V/0194/2007

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006

Vorlagen 06.03.2007

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft, Sitzung am 22.03.2007, TOP 5.2

Berichtsvorlage

· application/pdf

Ansehen

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006

· application/pdf

Ansehen

Berichtsvorlage

10010 Zeichen

V/0194/2007 
DER OBERBÜRGERMEISTER 
Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung 
 
 
 
 
 
 
 
Betrifft 
 
Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 
 
 
 
Beratungsfolge 
 
 
22.03.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft Bericht 
 
 
Bericht: 
 
Anlass der Befragung 
Die Städte und Gemeinden Altenberge, Ascheberg, Drensteinfurt, Everswinkel, Greven, Ha-
vixbeck, Münster, Nottuln, Senden, Sendenhorst und Telgte haben auf der Grundlage einer 
Vereinbarung in der Bürgermeisterrunde eine repräsentative Bürgerumfrage mit dem The-
menschwerpunkt Wohnen im März und April 2006 durchgeführt.  
Anlass für die Befragung sind die Schwerpunktsetzung auf das Thema Wohnsiedlungsent-
wicklung in der Stadtregion und die Notwendigkeit zur Ausrichtung der Kommunalpolitik und 
der stadtregionalen Zusammenarbeit auf die aktuelle und künftige Wohnungsmarktentwick-
lung. Mit Blick auf den gemeinsamen Wohnungsmarkt ist das Instrument „Bürgerumfrage“ 
erstmalig in 11 Kommunen gleichlautend eingesetzt und somit eine über die Stadtgrenzen 
hinaus reichende Planungs- und Entscheidungsgrundlage erarbeitet worden. 
 
Ziele 
Die Ergeb
nisse der Befragung, deren Inhalte unter allen beteiligten Kommunalverwaltungen 
einvernehmlich abgestimmt wurden, sollten den Kenntnisstand über die Wohnsituation und 
über Tendenzen in der aktuellen und zukünftigen Wohnungsmarktnachfrage verbessern. Zu-
dem war beabsichtigt, die teilräumlichen oder kommunalen Ergebnisse im gemeinsamen 
Wohnungsmarkt einordnen zu können. 
Letztlich ist mit der Vorbereitung, Durchführung und stadtregionalen Auswertung der Umfrage 
konkrete stadtregionale Zusammenarbeit erprobt worden. 
 
Methodik 
Im Ra
hmen der Befragung sind insgesamt 14.289 Fragebögen verschickt worden. Die Rück-
laufquote war mit 46 % erfreulich hoch, in Münster mit 43 % etwas niedriger als in den Um-
landgemeinden. Die Zufallsstichproben sind in allen Gemeinden auf der Basis des Ein-
wohnerbestandes (über 18 Jahren) zum Stichtag 31.12.2005 gezogen worden. 
Die gemeinsame interkommunale Auswertung (mit den Raumeinheiten: Stadtregion gesamt, 
einzelne Kommunen, Summe der Außenstadtbezirke Münsters, Stadtbezirk MS-Mitte) liegt 
Vorlagen-Nr.: 
V/0194/2007 
Auskunft erteilt: 
Herr  Weigt 
Ruf: 
492 12 15 
E-Mail: 
Weigt@stadt-muenster.de 
Datum: 
06.03.2007 
Öffentliche Berichtsvorlage

2 
V/0194/2007 
 
seit Januar d. Jahres vor. Sie ist Gegenstand dieser Berichtsvorlage und im Auftrag aller 
Gemeinden durch das Büro plan-lokal, Dortmund, erarbeitet worden.  
 
Inhaltliche Ergebnisse und erste Schlussfolgerungen 
Eine
 Bürgerumfrage ist kein Selbstzweck, sondern ihr Wert ergibt sich, gemessen an der 
Zielstellung, unter anderem aus dem Umfang und der Qualität der daraus generierbaren Er-
gebnisse. Die stadtregionale Bürgerumfrage 2006 führte zu einem empirisch belegbaren Er-
kenntnisgewinn über Stärken und Schwächen beim Wohnen sowie ihrer stadtregionalen Ein-
ordnung. Das Planungsbüro plan-lokal hat die Ergebnisse in einem Bericht dargestellt, der 
auf den Internetseiten des Amtes für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung unter  
http://www.muenster.de/stadt/stadtentwicklung/strategie-stadtregion.html
  
heruntergeladen werden kann. Dieser Vorlage sind die Kurzzusammenfassung und die 
Schlussfolgerungen aus dem Bericht als Anlage beigefügt (Anlage 1).  
 
Die wesentlichen Ergebnisse aus Sicht der Verwaltung werden nachfolgend dargestellt: 
 
Wohnsituation und Wohnzufriedenheit
 
• In der gesamten Stadtregion besteht eine sehr hohe Wohnzufriedenheit mit der Woh-
nung und dem Wohnumfeld. 
• Die Wohnzufriedenheit resultiert aus dem gesunden Mix von Standortmerkmalen, die 
von der Bürgerschaft als besonders wichtig empfunden werden (Nähe zum Arbeitsplatz, 
gute Infrastruktur, Nähe zu Erholungs- und Grünflächen, hoher Freizeitwert, günstige 
Preise auf dem Wohnungsmarkt). 
• In Münster-Mitte überwiegen die Mietwohnungen bzw. –häuser. Bereits in den Außen-
stadtbezirken Münsters überwiegt knapp das Eigentum. In den Umlandgemeinden liegt 
der Mietanteil bei ca. einem Viertel der Haushalte. 
• Bei der Beurteilung der Wohnung werden in der Stadtregion die Lärmbelästigung und 
bestehende Sanierungserfordernisse häufig als störend empfunden, in Münster wird 
zudem häufig das hohe Preisniveau bemängelt. Wohnungsmängel werden in Münster 
am häufigsten beklagt. 
• Hauptstörfaktor beim Wohnumfeld ist der Verkehrslärm und insbesondere im Umland 
die fehlenden Einkaufsmöglichkeiten. 
 
Bedeutung von Merkmalen bei der Wohnstandortwahl
 
• Persönliche (Nähe Freunde/ Verwandte, Nähe zum Arbeitsplatz) und infrastrukturelle 
Gründe haben eine hohe Bedeutung bei der Standortwahl. 
• In mehreren Gemeinden des Umlandes ist auch das niedrige Bodenpreisniveau bzw. 
niedrige Mietniveau relevant, sie sind allerdings seltener für die Wohnstandortwahl ent-
scheidend. 
• In Teilen sind ortspezifische Ausprägungen in den Umlandgemeinden (z. B. in Dren-
steinfurt hohe Bedeutung des ÖPNV-Angebotes) und im Stadtbezirk Mitte (gute Ein-
kaufsmöglichkeiten) erkennbar. 
 
Bewertung der Familien- und Kinderfreundlichkeit
 
• Die Bewertung in der Stadtregion ist insgesamt gut bis befriedigend. 
• Verhältnismäßig schlechtere Bewertungen erhielten die Betreuung der unter 3-jährigen 
und die Schulversorgung. Insbesondere in den Gemeinden Sendenhorst, Everswinkel, 
Altenberge und Havixbeck ist die Versorgung mit weiterführenden Schulen im Verhältnis 
schlechter beurteilt worden.

3 
V/0194/2007 
 
• Investitionen in die Familienfreundlichkeit und in die Verkehrsanbindung sowie in die 
Erreichbarkeit und Qualität von Grün- und Landschaftsräumen sind offenkundig wichtige 
Standort- und Imagefaktoren und für den Verbleib der Menschen bzw. die Gewinnung 
neuer Bürger wichtig. 
 
Kurz- bis mittelfristige Umzugspläne 
 
• Herausragendes Ergebnis ist die hohe bis sehr hohe Standorttreue in Münster und im 
Umland. 
• Nur ein Drittel der Befragten in Münster und ein Fünftel der Befragten im Umland beab-
sichtigen, in den nächsten 5 Jahren umzuziehen. Ein großer Teil davon möchte dabei 
den jetzigen Wohnort nicht verlassen. Insofern besteht aus Sicht der endogenen Woh-
nungsnachfrage nur eine begrenzte Konkurrenz zwischen den Kommunen der Stadtre-
gion auf ihrem Wohnungs- und Baulandmarkt. 
 
Präferenzen (Wohnwünsche) bei einem Umzug
 
• Die in der Befragung geäußerten Wünsche nach Wohnungen, Einfamilienhäusern, Rei-
hen- oder Doppelhäusern bedürfen eines Abgleichs mit den Angeboten des Woh-
nungsmarktes. Der ausgeprägte Wunsch nach dem Einfamilienhaus mag so bestehen, 
es muss allerdings bezweifelt werden, dass dieser Wunsch in dieser Dimension realis-
tisch umgesetzt werden kann, da infolge der finanziellen Möglichkeiten zumindest zum 
Teil ein Ausweichen auf Reihen-/ Doppelhäuser oder auf Eigentumswohnungen zu er-
warten ist. 
• Bemerkenswert sind die geäußerten Wünsche nach Miete und Eigentum. Vereinfacht 
ausgedrückt streben in Münster von 6 Umzugswilligen 3 Eigentum und 3 ein Mietver-
hältnis an. In den Umlandgemeinden streben von 6 Umzugswilligen 4 Eigentum und 2 
ein Mietverhältnis an. 
• Gute Einkaufmöglichkeiten sind offenkundig ein wichtiger Eckpfeiler für die Beurteilung 
eines Wohnstandortes.  
 
Wohnwünsche für das Wohnen im Alter
 
• Die Menschen wollen im Alter weitestgehend in ihren jetzigen Wohnquartieren verblei-
ben. Der Verbleib der Älteren in ihren Umfeldern wird insbesondere in Ortsteilen mit ho-
her Alterung eine wachsende Herausforderung. 
• Wanderungen Älterer zwischen den Kommunen der Stadtregion in größerem Umfang 
sind nicht zu erwarten. 
• Versorgungs- und Infrastrukturangebote sind an das Wohnen im Alter anzupassen. 
• Aus kommunaler Sicht gewinnt die Frage, wie die Realisierung des Wunsches nach 
selbstbestimmtem Wohnen (z. B. durch Beratungsleistungen) unterstützt werden kann, 
an Bedeutung. 
Wichtige Folgerungen für die stadtregionale Zusammenarbeit
 
• Der Wettbewerb zwischen den Kommunen aus der endogenen Wohnungsnachfrage ist 
offenkundig begrenzt. 
• Leistungsfähige Verbindungen mit Bussen und Bahnen haben eine große Bedeutung für 
das Wohnen in der Stadtregion. 
 
Über den bisher dargestellten Rahmen in diesem Bericht hinaus hat das Büro plan-lokal fol-
gende weitere Schlussfolgerungen
 gezogen: 
• Anpassungserfordernisse in Quartieren der 50er- und 60er-Jahre 
• Konzentration auf die örtlichen Qualitäten

4 
V/0194/2007 
 
• Bedeutung der Verfügbarkeit von Mietwohnraum in den Außenstadtbezirken und im 
Umland 
• Vorhalten bzw. nachfragegerechter Ausbau von stadtteilbezogenen Verbundsystemen 
im Bereich Pflege und Wohnen 
 
Die Ergebnisse der Umfrage dokumentieren Gemeinsamkeiten und Unterschiede  in der Ein-
schätzung der Bürgerschaft in den Teilräumen der Stadtregion. Unterschiede zeigen sich z. 
B. bei den Präferenzen in der Wohnart (Miete – Eigentum), bei der gewünschten Wohnform 
(Einfamilienhäuser, Geschosswohnungen) und bei der gewünschten Wohnlage (städtisch - 
ländlich). Andererseits liegen zum Beispiel die Einschätzungen der Bürgerschaft zur Famili-
enfreundlichkeit in den Außenstadtteilen Münsters und in den Umlandgemeinden in einigen 
Bereichen kaum auseinander. 
Nächste Schritte 
Mit d
er Erarbeitung des Berichts „Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 – Dokumentation der 
stadtregionalen Ergebnisse“ ist die interkommunale Auswertung der stadtregionalen Bürger-
umfrage abgeschlossen. 
Die Auswertung auf innerörtlicher Ebene liegt im Ermessen der Gemeinden. Die Verwaltung 
wird das vorliegende Datenmaterial weiter auswerten. In diesem Rahmen wird geprüft, wel-
che Schlussfolgerungen für die Stadtentwicklung in Münster 
• aus dem Votum zur Wohnzufriedenheit,  
• aus der Beurteilung der Wohnumgebung (u. a. zum Thema „Lärm“) und der Versor-
gungs- und Infrastrukturangebote und  
• aus der Beurteilung der Familienfreundlichkeit  
gezogen werden können. Es ist beabsichtigt, bei Vorliegen entsprechender Ergebnisse er-
neut zu berichten. 
 
I. V. 
 
 
Schultheiß 
 
 
Anlagen: 
Anlage 1

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006

25704 Zeichen

Anlage 1 zur Vorlage 
Download:  
www.muenster.de/stadt/stadtentwicklung/pdf/Stadtregionale_Buergerumfrage_2006.pdf

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 
 
„Wohnen in der Stadtregion“

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Impressum 
 
Auftraggeber:  Stadt Münster mit den Städten / Gemeinden Altenberge, 
Ascheberg, Drensteinfurt, Everswinkel, Greven, Havix-
beck, Nottuln, Senden, Sendenhorst und Telgte 
  
 
Auftragnehmer:  
  
 
  
 plan-lokal 
 Bovermannstraße 8 
 44147 Dortmund 
 www.plan-lokal.de 
 
Bearbeitung: Alfred Körbel, plan-lokal 
 Dominique Hebebrand, plan-lokal 
 
Datenaufbereitung / Tabellen: Werner Schemmick, Stadt Münster 
 
Druck: Stadt Münster; Expedition und Druck 
 
Anfragen / Information: Detlef Weigt  
 ( Geschäftsstelle des Ansprechpartnerkreises  
 der Stadtregion bei der Stadt Münster)  
 
Januar 2007, Auflage: 200 
 
 
Für nicht gewerbliche Zwecke 
sind Vervielfältigung und unentgeltliche  Verbreitung,  auch
auszugsweise, mit Quellenangaben gestattet. Die Verbreitung, auch auszugsweise, über 
elektronische Systeme/Datenträger bedarf der vorheringen Zustimmung. Alle übrigen Rechte 
bleiben vorbehalten.

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
Vorwort 
Die Verwaltungen der Städte und Gemeinden Altenberge, Ascheberg, Drensteinfurt, Everswinkel, 
Greven, Havixbeck, Münster, Nottuln, Senden, Sendenhorst und Telgte betreiben nunmehr seit 
mehreren Jahren einen Informationsaustausch unter selbständigen Nachbarn in der Stadtregion.  
Dahinter steht die Erkenntnis, dass die klassische Stadtentwicklung mit ihrem Fokus auf das 
jeweilige Stadt- oder Gemeindegebiet den Herausforderungen der wirtschaftlichen und 
gesellschaftlichen Veränderungen einerseits und den bürgerschaftlichen und privaten 
Lebensverhältnissen in der Stadtregion andererseits nicht in dem notwendigen Umfang gerecht 
werden kann. Der Blick über den Tellerrand, die Orientierung an den tatsächlichen Lebens- und 
Arbeitsverhältnissen, die Berücksichtigung von Verflechtungen zwischen den Kommunen und die 
Frage, was sollten wir besser gemeinsam angehen, gewinnen insofern an Bedeutung. 
Ein wesentlicher Bestandteil des gegenwärtigen Annäherungsprozesses ist die Erarbeitung von 
Grundlagen, die eine zusammenhängende Sicht auf den gemeinsamen Raum mit ca. 450.000 
Einwohnern ermöglichen und zugleich konkrete Hinweise für die jeweilige kommunale Ebene 
geben können.  
Vor diesem Hintergrund haben die Kommunen erstmalig gemeinsam im März 2006 eine 
Bürgerbefragung durchgeführt. Zentrale Ziele dieser Befragung sind, Meinungen und 
Einschätzungen zum Wohnumfeld und zum Wohnen mit Familien sowie Wohnpräferenzen für die 
Zukunft oder im Alter aus Sicht der Bürgerschaft abzufragen. Die Fragestellungen ergaben sich 
aus dem Anliegen, Kenntnisse über grundsätzliche Tendenzen des Wohnungsmarktes und der 
Wohnungsnachfrage zu erhalten.  
Aufgabe war es, in einem ersten Auswertungsschritt für die stadtregionale Ebene die 
Befragungsergebnisse zu analysieren und auf dieser Grundlage Empfehlungen für die 
stadtregionale Entwicklungspraxis und die anschließenden vertiefenden Untersuchungen auf 
kommunaler Ebene zu formulieren. 
 
Ich hoffe sehr, dass in allen Kommunen und in der Wohnungswirtschaft das Votum der 
Bürgerschaft Beachtung finden wird. 
 
Mein besonderer Dank gilt in meiner Funktion als Sprecher der Stadtregion den Bürgerinnen und 
Bürgern, die sich beteiligt und damit eine Auswertung ermöglicht haben. 
 
 
 
Dr. Dietrich Meendermann 
Bürgermeister in Telgte und Sprecher der Stadtregion

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 I 
Wichtige Ergebnisse auf stadtregionaler Ebene im Überblick 
 
 
Methodik und Repräsentativität der Umfrage (Kapitel 1) 
• Schriftliche Umfrage im März 2006 
• Stichprobe: 14.289 Bürgerinnen und Bürger der Stadtregion ab 18 Jahre 
• Rücklauf: 46% 
• Geschlechterverteilung im Rücklauf ist repräsentativ 
• Abweichungen von der Grundgesamtheit bei der Altersgruppenverteilung im Rücklauf:  
Anteil der Altersgruppen 18 bis 44 Jahre im Rücklauf unterrepräsentiert (- 6,4 Prozentpunkte 
auf stadtregionaler Ebene), Gruppe der 45- bis 64-Jährigen dagegen überrepräsentiert (+ 6,1 
Prozentpunkte stadtregional), Altersgruppe der 65-Jährigen und älteren ist repräsentativ 
 
Wohnen und Wohnumfeld (Kapitel 2) 
Wohnsituation: 
• Verhältnis Miete zu Eigentum: Stadtregional 45% zu 55% 
• Höchster Mietanteil in Münster, insbesondere Münster-Mitte (56% bzw. 75%) 
• Im Umland durchschnittlich 26% Mietwohnungen (Spannweite von 17% bis 33%)  
Wohndauer: 
• Relativ lange Wohndauer in der Wohnung (mittlere Wohndauer Stadtregion insgesamt: 15,8 
Jahre; Umlandkommunen: 18,7 Jahre; Stadt Münster: 14,1 Jahre) 
• Mit Ausnahme von Münster als Universitäts- und Ausbildungsstadt lange Wohndauer in den 
Stadt- und Ortsteilen (mittlere Wohndauer Stadtregion insgesamt: 22,8 Jahre; 
Umlandkommunen: 28,5 Jahre; Stadt Münster: 19,5 Jahre) 
• Wohndauer im Stadt-/Ortsteil übersteigt Wohndauer in der Wohnung  
• Das heißt: Hohe Wohnstandortbindung in den Stadt- und Ortsteilen, vor allem in den 
Umlandkommunen 
Wohnzufriedenheit: 
Zufriedenheit mir der aktuellen Wohnung 
• Allgemein sehr hohe Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnung in der Stadtregion 
(Durchschnittswert 1,7) 
• Bürgerinnen und Bürger im Eigentum sind zufriedener als Bewohner im Mietsegment 
(durchschnittliche Bewertung 1,4 zu 2,1) 
• Hoher Anteil (42%) gab an, von Mängeln an/in der aktuellen Wohnung betroffen zu sein 
• Hauptsächlich benannte Mängel an/in der Wohnung: Modernisierungsbedarf und 
Lärmbelästigung 
• Großteil der Betroffenen (46%) gab „Abwarten“ als Maßnahme an

II Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
 
• Hohe Zufriedenheit mit der Wohnung und „Abwarten“ als „Maßnahme“ gegen Mängel macht 
deutlich, dass Mängel an/in der Wohnung nicht ausschlaggebend für die Zufriedenheit mit der 
Wohnung sind 
• 29% der von Mängeln an/in der Wohnung Betroffenen gaben an, aufgrund der Mängel 
umziehen zu wollen, hauptsächlich aktuelle Mietbewohner und junge Personen. Davon möchte 
gut die Hälfte (wieder) in eine Mietwohnung ziehen => Umzugsabsicht ist nicht mit 
Eigentumsbildung verbunden 
Zufriedenheit mit Lage und Umfeld der aktuellen Wohnung 
• Zufriedenheit mit Umfeld und Lage der aktuellen Wohnung ebenfalls hoch, liegt aber unter der 
Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnung (durchschnittliche Bewertung 1,9) 
• Dabei kaum Unterschiede zwischen Mietern und Eigentümern 
• Hauptgründe für Betroffenheit sind „zu hoher Verkehrslärm“ und „mangelhafte 
Einkaufsmöglichkeiten“ 
• „Verkehrslärm“ überwiegt bei den Betroffenen, die zur Miete wohnen, die „mangelhaften 
Einkaufsmöglichkeiten“ bei den Betroffenen im Eigentum 
• Dementsprechend wird in Münster Mitte „Verkehrslärm“ als Hauptsstörfaktor von den 
Betroffenen angegeben, in den Umlandkommunen „mangelhafte Einkaufsmöglichkeiten“  
Gründe für den Zuzug in den aktuellen Stadt-/Ortsteil: 
• Häufigste Begründung: “Zufall”. Dieses Ergebnis beruht vermutlich darauf, dass ein Teil der 
Befragten nicht in die Wohnortentscheidung einbezogen wurde oder die persönlich zutreffende 
Kategorie nicht vorgegeben war 
• Wesentliche Kriterien: 
- Nähe zu Grün und Erholungsflächen 
- Nähe zum Arbeitsplatz 
- Nähe zu Verwandten / Kindern / Freunden / Bekannten 
- gute Lebensbedingungen 
- Preiswerter Wohnraum / günstige Grundstückspreise 
• Mit Ausnahme der Kategorie „Nähe zu Verwandten etc.“ finden sich hier Ansatzpunkte für die 
Wohnsiedlungspolitik  
• In den Umlandkommunen steht die Nähe zu bekannten bzw. verwandten Personen sowie 
„Zufall“ an erster Stelle, in Münster-Mitte liegen die „guten Lebensbedingungen“ vor der Nähe 
zu Verwandten / Kindern / Freunden und Bekannten 
• In den Umlandkommunen waren auch niedrige Grundstückspreise bzw. preiswerter Wohnraum 
wichtige Aspekte für den Zuzug 
 
Wohnen mit Familien (Kapitel 3) 
Nur Antworten der Haushalte mit Kindern ausgewertet 
• Bewertung der einzelnen Merkmale zur der Familien- bzw. Kinderfreundlichkeit in den Stadt- 
und Ortsteilen der Stadtregion durchweg gut bis befriedigend

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 III 
• Schul- und Betreuungsangebot: Höchste Bewertung für das Angebot an Grundschulen 
(Durchschnittswert 1,7), schlechteste für Betreuungsangebote für Kinder unter 3 Jahren (3,0) 
• Freizeit und Bildungsangebote: Höchste Bewertung für Freizeitangebote von Gemeinden / 
Kirchen / Vereinen und Spielmöglichkeiten im Wohnumfeld (Durchschnittswerte 2,3 und 2,4), 
schlechteste für kommerzielle Freizeitangebote (3,1) 
• Bewertung der „Kinderfreundlichkeit“ allgemein analog zur Bewertung der Verkehrssicherheit 
(stadtregionale Durchschnittswerte 2,5 und 2,8)   
 
Perspektiven – Zukunftspläne (Kapitel 4) 
Allgemeine Umzugsabsichten: 
• Hoher Verbleib in der aktuellen Wohnung: Stadtregion insgesamt: 54%; 47% der Befragten in 
Münster und 67% in den Umlandkommunen 
• Umzugsabsichten in der Stadtregion: 26%, darunter 20% innerhalb der nächsten 5 Jahre 
• Bewohner im Mietsegment hegen eher Umzugsabsichten als Bewohner im Eigentum 
• Jüngere Personen, insb. jüngere Singles, Auszubildende und Studentinnen / Studenten stellen 
relativ den Großteil der Bürgerinnen und Bürger mit Umzugsabsichten 
• Deshalb Umzugsabsichten insbesondere in Münster-Mitte (35%) und in den Münsteraner 
Außenstadtbezirken (19%) 
Konkrete Pläne, den Wohnort zu wechseln: 
• Hoher Anteil von den 26% der Befragten mit Umzugsabsichten hat noch keine konkreten 
Vorstellungen bezüglich des Wohnortes 
• Verbleib am Wohnort hängt hauptsächlich von der persönlichen Situation der Bürgerinnen und 
Bürger ab 
• Das „Wohnungs- bzw. Baulandangebot“ ist insbesondere für Familien und für 
einkommensstärkere Haushalte / Schwellenhaushalte von Belang  
Gewünschte Wohnsituation bei einem Umzug: 
• Wohnart „zur Miete“ bei Umzug aktueller Mietbewohner in Münster deutlich vor 
Eigentumsbildung (34% Wunschwohnart „zur Miete“ zu 20% „im Eigentum“), in den 
Umlandkommunen nur knapp dahinter (24% zu 27%) 
• „Wohnung im Mehrfamilienhaus“ mit 15% daher am häufigsten genannte Wunschwohnform 
• Auch freistehendes Einfamilienhaus sehr häufig genannte Wunschwohnform bei Umzug (13%) 
• Doppel- und Reihenhäuser zumindest bei den Wunschvorstellungen weniger gefragt (6%) 
 
Wichtige Kriterien für einen Umzug 
• Infrastrukturelle Kriterien liegen vor wohnbezogenen Kriterien. Hauptkriterien: 
- „Nähe zu guten Einkaufsmöglichkeiten“ 
- „gute Verbindungen über Busse und Bahnen“ 
- „Angebot an medizinischer Versorgung“

IV Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
 
- „gute Anbindung an das Hauptverkehrsstraßennetz“ 
 
Perspektiven – Wohnen im Alter (Kapitel 5) 
Nur Antworten der Bürgerinnen und Bürger ab 55 Jahren ausgewertet 
• Der derzeitige Wohnort ist zu einem sehr großen Anteil auch der gewünschte Wohnort im Alter, 
es findet also keine Wanderung in Richtung Münster oder in andere Kommunen in der 
Stadtregion statt 
• Eigenständiges Wohnen mit Serviceleistung steht bei den Wunschwohnformen an erster Stelle 
• An zweiter Stelle stehen in den Umlandkommunen und in den Münsteraner 
Außenstadtbezirken barrierefreie Eigenheime, aber auch barrierefreie Mietwohnungen sind 
gefragt 
• In Münster-Mitte liegen barrierefreie Mietwohnungen, vorzugsweise in Obergeschossen mit 
Aufzug, an zweiter Stelle 
• Seniorenstifte und -heime sowie Wohngemeinschaften älterer Menschen werden weniger 
nachgefragt 
• Selbstständigkeit in den eigenen vier Wänden und Unterstützung bei eintretender 
Hilfsbedürftigkeit sind wichtige Kriterien für die Wohnsituation im Alter

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
Inhaltsverzeichnis 
 
1. Ziele, Fragestellung und Methodik .......................................................................... 1 
1.1 Ziel der Auswertung ..................................................................................................... 1  
1.2 Aufbau des Fragebogens............................................................................................. 1  
1.3 Methodik ................................................................................................................... ..... 3 
1.4 Repräsentativität.......................................................................................................... .4  
1.5 Weitere Auswertungsmöglichkeiten........................................................................... 5  
1.6 Haushaltsstruktur der befragten Personen................................................................ 6  
2 Wohnen / Wohnumfeld ............................................................................................. 8 
2.1 Aktuelle Wohnsituation................................................................................................ 8  
2.2 Wohndauer .................................................................................................................. 10 
2.2.1 Wohndauer im Stadt-/Ortsteil .............................................................................. 10 
2.2.2 Wohndauer in der aktuellen Wohnung ................................................................ 11 
2.3 Wohnzufriedenheit ..................................................................................................... 13  
2.3.1 Zufriedenheit mit der aktuellen Wohnung............................................................ 13  
2.3.2 Zufriedenheit mit der Wohngegend ..................................................................... 17 
2.4 Gründe für den Zuzug in den aktuellen Stadt-/Ortsteil ........................................... 20  
3 Wohnen mit Familien / Familienfreundlichkeit ..................................................... 23 
3.1 Schul- und Betreuungsangebote .............................................................................. 23  
3.2 Freizeit- und Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche ................................ 25  
3.3 Verkehrssicherheit ..................................................................................................... 25  
4 Perspektiven – Zukunftspläne................................................................................ 28 
4.1 Umzugsabsichten in eine andere Wohnung ............................................................ 28  
4.2 Konkrete Pläne, den Wohnort zu wechseln ............................................................. 31  
4.3 Zielorte innerhalb der Stadtregion ............................................................................ 33  
4.4 Gewünschte Wohnsituation bei einem Umzug........................................................ 35  
4.5 Wichtige Kriterien für einen Umzug.......................................................................... 37  
5 Perspektiven – Wohnen im Alter............................................................................ 39 
5.1 Gewünschter Wohnort im Alter................................................................................. 39  
5.2 Gewünschte Wohnform im Alter ............................................................................... 40  
5.3 Wichtigkeit einzelner Kriterien für das Wohnen im Alter........................................ 41  
6 Schlussfolgerungen................................................................................................ 43

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 43 
6 Schlussfolgerungen 
Bei der vorliegenden Betrachtung der Kommunen in der Stadtregion untereinander ergeben sich in 
den Bewertungen und Perspektiven der Bewohner keine besonders herausragenden Unterschiede 
zwischen den Gemeinden. Dass der Stadtbezirk Münster-Mitte aufgrund der deutlich anderen 
Wohnungs- und Bevölkerungsstruktur eine Sonderstellung einnimmt, war zu erwarten und hat sich 
bestätigt. Ansonsten liegen die Umlandkommunen und auch die Außenstadtbezirke der Stadt 
Münster in vielen Bewertungen auf etwa gleichem Niveau. In einigen Fragestellungen lassen sich 
Unterschiede zwischen den größeren, eher verstädterten Kommunen und den eher dörflich 
geprägten Gemeinden der Stadtregion erkennen. Eine weitere Differenzierung der Betrachtung 
auf die einzelnen Ortsteile kann weitere Aufschlüsse für kommunalpolitische 
Handlungsfelder liefern. 
Eine generell hohe Wohnzufriedenheit zeigte sich darin, dass die Wohndauer der Befragten in den 
Umlandgemeinden und den Außenstadtbezirken der Stadt Münster sehr hoch ist. Der große Anteil 
an ihre Wohnung bzw. ihr Haus selbst nutzenden Eigentümern außerhalb der Münsteraner 
Innenstadt trägt eindeutig zu dieser starken Standortbindung bei. Einen wichtigen Beitrag zur 
Wohnzufriedenheit leisten auch die Freizeitangebote der Gemeinden, Kirchen und Vereine, die für 
ihre Arbeit mit Kindern und Jugendlichen überwiegend gute Bewertungen erhielten.  
Bei den Mängeln der Wohnung wurde an erster Stelle der Modernisierungsbedarf genannt. Neben 
den Mietern haben insbesondere die Bewohnerinnen und Bewohner von Eigenheimen dieses 
problematisiert. Die Kommunen der Stadtregion sollten ein besonderes Augenmerk auf die in 
den Wohnquartieren der 50er- und 60er Jahre stattfindenden Umstrukturierungsprozesse 
legen und dort die Eigentümer – auch in Kooperation mit der örtlichen Kreditwirtschaft – 
hinsichtlich der Möglichkeiten einer  nachfragegerechten Modernisierung und Anpassung 
ihrer Wohnungsbestände beraten.  
Sowohl von den Eigentümern als auch von den Mi etern wurde “Lärmbelästigung” häufig als 
Mangel genannt. Eine Betrachtung der Stadt- und Ortsteile kann weitere Informationen dazu 
liefern, welche Quellen und Ursachen die empfundene Lärmbelästigung hatte. Bei der Frage nach 
den Mängeln im Wohnungsumfeld wurde vorrangig der Verkehrslärm genannt – dies weist 
auf kommunalpolitischen Handlungsbedarf hin.  
Insbesondere von Eigentümern in den Umlandgemeinden wurden die mangelhaften 
Einkaufsmöglichkeiten kritisiert. Es ist zu vermuten, dass im Zuge einer Konzentration von 
Einzelhandelseinrichtungen die Wohnquartiere für die Bewohner spürbar an Versorgungsqualität 
verloren haben. Auf den Fortbestand des noch vorhandenen kleinteiligen 
Einzelhandelsbesatzes sollte insbesondere unter dem Aspekt einer alternden Bevölkerung 
besonderes Augenmerk gelegt werden. Eine fußläufige Erreichbarkeit von 
Versorgungseinrichtungen wird möglicherweise auch für die Wohnstandortwahl eine neue 
Bedeutung bekommen 
– in der Befragung sind von älteren Menschen die kurzen Wege zum 
Einkaufen als Kriterium für eine gute Wohnsituation im Alter als besonders wichtig eingeschätzt 
worden.  
Trotz genannter Unzufriedenheiten mit der Wohnung bei einer insgesamt hohen 
Wohnzufriedenheit wurden konkrete Umzugsabsichten als Reaktion auf die Mängel nur von sehr 
wenigen der Befragten angegeben. Der Mietwohnungsmarkt scheint noch nicht so durchlässig zu 
sein, dass bei Mängeln der Wohnung sofort mit einem Umzug reagiert wird. Bei den Eigentümern

44 Stadtregionale Bürgerumfrage 2006  
 
ist die Bindung an das Eigentum überwiegend; viele gaben an, nach Möglichkeit die Mängel in 
Eigeninitiative beseitigen zu wollen.  
Für die Wahl des aktuellen Wohnortes waren die räumliche Nähe zu Grün- und Erholungsflächen, 
zum Arbeitsplatz sowie zu Verwandten, Freunden und Bekannten besonders wichtig. Aber auch 
die “guten Lebensbedingungen” am jetzigen Wohnort sowie der preiswerte Wohnraum bzw. die 
günstigen Grundstückspreise wurden von den Befragten als Grund für die Wahl des Wohnortes 
genannt. Der Zuzug in den aktuellen Wohnort wurde sehr vielschichtig begründet, bemerkenswert 
ist aber, dass die Verfügbarkeit preisgünstigen Baulandes erst nachrangig gegenüber den anderen 
Standortqualitäten oder persönlichen Präferenzen genannt worden ist. Dies deutet darauf hin, 
dass das Image und die Qualitäten einer Gemeinde für Zuwanderer aus der Stadtregion 
wichtigere Kriterien sind als das Wohnungs- und Baulandangebot. 
Der Familiengerechtigkeit der Stadt-/Ortsteile wurde ein eigener Fragenkomplex gewidmet. Die 
Antworten machen deutlich, dass die Betreuungsangebote überwiegend dann gut bewertet 
wurden, wenn sie im Stadt-/Ortsteil (auf den die Frage abzielte) vorhanden sind. Eine vertiefende 
Betrachtung der Kommunen der Stadtregion kann den örtlichen Handlungsbedarf verdeutlichen. 
Für fast alle Orte gilt, dass das Betreuungsangebot für die Kinder unter 3 Jahren sehr 
schlecht bewertet wird – hier ist weiterer Handlungsbedarf zu sehen . Die Kinderfreundlichkeit 
der Ortsteile wurde in der Gesamtbewertung etwa gleich der Verkehrssicherheit gesetzt, was 
Hinweise darauf gibt, dass die Reduzierung der Gefahren des Straßenverkehrs – und damit 
verbunden auch die sichere fußläufige Erreichbarkeit von täglichen Zielen – zur 
Kinderfreundlichkeit beiträgt. 
Sowohl beabsichtigte Umzüge in nennenswert em Umfang zwischen den Umlandgemeinden als 
auch von Münster in die Umlandgemeinden sind nicht aus den Befragungsergebnissen ablesbar. 
Es gibt daher auch keine Anzeichen dafür, dass künftig Wanderungsbewegungen zwischen der 
Kernstadt und dem Umland in nennenswertem Umfang zu erwarten sind. Daher sollten sich die 
Kommunen in der Stadtregion auf ihre örtlichen Qualitäten, die von den Befragten 
überwiegend gut bewertet wurden, konzentrieren und weitere Anstrengungen unternehmen, 
ihren Bürgerinnen und Bürgern auch in Zukunft attraktive Wohnangebote machen zu 
können.  
Insbesondere für die Personen mit Umzugsabsichten in den Umlandgemeinden und in den 
Außenstadtbezirken der Stadt Münster muss weit erhin Mietwohnraum verfügbar sein, um 
diese Personengruppe am Wohnort zu halten  
– eine in Zukunft vorhandene Nachfrage nach 
Mietwohnraum in den Umlandkommunen lässt sich aus der Befragung ableiten. Eine 
Ausdifferenzierung der Lebensstile und eine weiter ansteigende Zahl von “neuen 
Haushaltsformen” führt auch zu einer Ausdifferenzierung der Wohnungsnachfrage , verbunden 
mit einer höheren Flexibilität. Wohnraum zur Miete,  ob im Mehrfamilienhaus oder im vermieteten 
Einfamilienhaus, wird auch 
zukünftig ein wichtiges Teilsegment des Wohnungsmarktes in der 
Stadtregion bilden.  
Selbst wenn die Zahl der Haushalte in der Gründungs- und Aufbauphase (20- bis 45-jährige 
Erwachsene) in den nächsten Jahren zurückgehen wird, ist besonders bei diesen Haushalten der 
Wunsch nach Wohneigentumsbildung immer noch ausgeprägt. Inwieweit diese Wünsche realisiert 
werden können, hängt von vielen Faktoren ab: neben den individuellen wirtschaftlichen 
Perspektiven (Arbeitsplatz, Vermögen, Erbschaften etc.) und den Entwicklungen der 
Kreditwirtschaft (Darlehenszins, Sonderförderprogramme etc.) auch vom Angebot an preiswertem

Stadtregionale Bürgerumfrage 2006 45 
Bauland und langfristig betrachtet preisgünstigen Bauweisen. Aus diesem geäußerten 
Wohnwunsch könnte abgeleitet werden, dass das gebrauchte Einfamilienhaus, das in der 
Stadtregion in der Regel auch mit einem entsprechend großen Grundstück vorzufinden ist, in 
Zukunft bei einer entsprechenden Preisgestaltung nachgefragt werden könnte. Die Planungs- und 
Bauämter sollten, auch aus Gründen eines konkurrenzfähigen Grundstückpreises, 
Vorstellungen zu einer moderaten Nachverdi chtung der Wohnquartiere der 50er und 60er 
Jahre erarbeiten. 
Auch verkehrliche Aspekte wurden vielfach genannt: die gute Anbindung an das 
Hauptverkehrsstraßennetz, die gute Erreichbarkeit von Infrastruktureinrichtungen etc. spielen bei 
der Wohnstandortbewertung eine wesentliche Rolle. Insbesondere die gute Verbindung mit 
Bussen und Bahnen, die gerade in der stadtregionalen Zusammenarbeit aufrechterhalten 
und ausgebaut werden sollte , wurde schon in der Vergangenheit bei der Wahl des neuen 
Wohnortes hoch bewertet. Einige Kommunen im Umland haben unter anderem diesen Angeboten 
den Erfolg ihrer Baulandentwicklung zu verdanken. 
Die Erhaltung und Verbesserung der örtlichen Qualitäten gilt unter dem Aspekt des 
demographischen Wandels mehr denn je, wurden doc h gerade von den älteren Menschen zwei 
wesentliche Kriterien für das Wohnen im Alter genannt: selbstständig in der eigenen Wohnung zu 
wohnen und Dienstleistungs- und Versorgungseinrichtungen in der Nähe finden zu können. Eine 
Weiterentwicklung von Beratungs- und Dienstleistungsangeboten speziell für ältere 
Menschen ist auch eine Aufgabe für die Kommunen in der Stadtregion. 
Der Wunsch nach einem Verbleib im Wohnquartier steht für die ältere Bevölkerung an erster 
Stelle. Umzugswünsche werden äußerst selten formuliert. Diese Haltung korrespondiert mit dem 
geringen Interesse an einen Wechsel in eine stationäre Pflegeeinrichtung und unterstreicht 
wiederholt den Wunsch nach selbstständiger und selbstbestimmter Lebensführung auch bei 
nachlassender Mobilität und eintretender Pflegebedürftigkeit. 
Die Wohnortbindung der älteren Menschen ist extrem hoch: aus der Befragung ist nicht erkennbar, 
dass es in Zukunft Wanderungsbewegungen in nennenswertem Umfang – z.B. auf die Stadt 
Münster gerichtet – geben wird.  
Das Vorhalten und der gezielte und nachfragegerechte Ausbau von stadtteilbezogenen 
Verbundsystemen im Bereich Pflege und Wohnen ist vor dem Hintergrund der 
demographischen Entwicklung als wesentliches Handlungsfeld der Kommunen zu 
betrachten, und die Versorgungs- und Infrast rukturangebote müssen an die Bedarfe der 
älter werdenden Menschen angepasst werden. 
 
Bei den möglichen vertiefenden Auswertungen in den Kommunen der Stadtregion sollte 
besonderes Augenmerk auf folgende Themen gelegt werden: 
ƒ Wohnzufriedenheit 
ƒ Beurteilung der Wohnumgebung, der Versorgungs- und Infrastrukturangebote 
ƒ Lärmbelästigung 
ƒ Familienfreundlichkeit und Betreuungssituation für Kinder und Jugendliche 
Eine kleinräumige Auswertung auf Ebene der Stadt-/Ortsteile erlaubt es, weitere Handlungs-
ansätze für die kommunalpolitische Arbeit zu formulieren.

Beratungsverlauf (1)

22.03.2007 Ausschuss für Stadtplanung, Stadtentwicklung, Verkehr und Wirtschaft
TOP 5.2 Bericht Entscheidung

Beschluss: zur Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Vorlagen-Nr.
V/0194/2007
Typ
Vorlagen
Datum
06.03.2007
Erstellt
06.10.2020 14:37