V/0038/2014
Entlastung der Königsberger Straße
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Berichtsvorlage
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V/0038/2014 DER OBERBÜRGERMEISTER Amt für Stadtentwicklung, Stadtplanung, Verkehrsplanung Betrifft Entlastung der Königsberger Straße Anträge lfd. Nr. A-N/0014/2013 vom 10.06.2013 "Entlastung der Königsberger Straße" und lfd. Nr. A-N/0015/2013 vom 24.06.2013 "Verkehrszählungen an der Königsberger Straße" Beratungsfolge 25.03.2014 Bezirksvertretung Münster-Nord Bericht Bericht: Mit den beiden Anträgen Nr. A -N/0014/2013 vom 10.06.2013 „Entlastung der Königsberger Str a- ße“ und Nr. A -N/0015/2013 vom 24.062013 „Verkehrszählungen an der Königsberger Straße“ wurde die Verwaltung gebeten zu prüfen, mit welchen Maßnahmen die Königsberger Straße ent- lastet werden kann. Hierfür sollten entsprechende Verkehrserhebungen im Zuge der Königsbe r- ger Straße durchgeführt werden. Zur Beantwortung werden die beiden Anträge inhaltlich zusa m- mengefasst. Im Haup tverkehrsstraßennetz der Stadt Münster werden in regelmäßigen Abständen die Ve r- kehrsbelastungen erhoben. Diese Daten liegen mittlerweile für über zwei Jahrzehnte in digitaler Form vor. Für die aktuelle Fragestellung, Entlastung der Königsberger Straße im S tadtteil Coer- de, wurden die vorhandenen Daten ergänzt. Somit ist es möglich die Verkehrsentwicklung für den Holtmannsweg/die Königsberger Straße von 1991 bis 2013 aufzuzeigen. Die Ergebnisse sind in der Anlage zusammenfassend dargestellt. Danach stellten sich die Verkehrsentwicklung und die aktuelle Verkehrsbelastung in der Ort s- durchfahrt von Coerde wie folgt dar: Die Verkehrsbelastungen des Holtmannsweges sind von 1991 bis zum Jahr 2000 spürbar angestiegen. 1991 wurden in der Spitzenstunde 783 Kfz/h erfa sst und im Jahr 2000 wu r- den 922 Kfz/h gezählt. Dies ist eine Zunahme um fast 18 %. Seit 2000 nehmen die erh o- benen Verkehrsbelastungen jedoch wieder ab. Im Jahr 2008 wurden 799 Kfz/h gezählt und im Jahr 2013 lag der ermittelte Belastungswert bei 812 Kfz/h. Eine ähnliche Entwicklung kann auch im Kreuzungsbereich Königsberger Straße / Hoher Heckenweg analysiert werden. In den Jahren von 1991 bis 2000 stieg das Verkehrsau f- kommen um über 41 %, von 838 Kfz/h auf 1.185 Kfz/h an. Dieses Belastungsniveau wu r- de im Zuge der Königsberger Straße im Wesentlichen bis heute gehalten. Vorlagen-Nr.: V/0038/2014 Auskunft erteilt: Herr Renkhoff Ruf: 492 61 52 E-Mail: Renkhoff@stadt-muenster.de Datum: 27.02.2014 Öffentliche Berichtsvorlage 2 V/0038/2014 Für den Kreuzungsbereich Königsberger Straße / An der Kleimannbrücke liegen erst ab 2000 Zähldaten vor. Ab dem Jahr 2000 nehmen auch hier die Verkehrsbelastungen im Zuge der Königsberger Stra ße leicht ab. Wurden im Jahr 2000 noch 1.080 Kfz/24h g e- zählt, lag die Spitzenstundenbelastung im Jahr 2013 bei 918 Kfz/h. Aus den vorliegenden Verkehrserhebungen können für den Zeitraum bis zum Jahr 2000 tägliche Verkehrsbelastungen von 8.000 bis 10.000 Kfz/Tag abgeleitet werden. Obwohl die Spitzenstu n- denbelastungen zum Teil rückläufig waren bzw. seit dem Jahr 2000 kaum weiter angestiegen sind, liegen die aktuellen Verkehrsbelastungen der Königsberger Straße bei ca. 10.000 bis 12.000 Kfz/24h. Während es in den 90 -ziger Jahren noch die sehr ausgeprägten Spitzenstu n- denbelastungen gab, verteilen sich die Verkehre heute insbesondere am Nachmittag auf deutlich mehr Stunden. Hieraus erklärt sich, dass obwohl der Verkehr in der eigentlichen Spitzenstunde zwischen 16.00 und 17.00 Uhr abgenommen hat, das tägliche Verkehrsaufkommen insgesamt zugenommen hat. Es ist nicht auszuschließen, dass sich diese Tendenz in den nächsten Jahren bedingt durch das Wachstum der Stadt Münster fortsetzen wird. Die Königsberger Straße gehört als Kreisstraße zum Hauptverkehrsstraßennetz der Stadt Mün s- ter. Sie verbindet die Stadtteile Coerde und Kinderhaus. Darüber hinaus ist die Königsberger Straße eine wichtige West -Ost-Verbindung, ausgehend von der Steinfurter Straße bis hin zum Schifffahrter Damm. Die planerische Option, diese Verkehrsverbindung möglicherweise auf die Entlastungsstraße Nord verlagern zu können und damit die Königsberger Straße zu entlasten, wurde Ende 2013 mit dem Ratsbeschluss, die Trasse aus dem FNP heraus zu nehm en, aufge- geben (siehe hierzu auch V/0531/2013 38. Änderung des Flächennutzungsplans in den Stadtb e- zirken Mitte, Nord und Ost –Herausnahme der Entlastungsstraße Nord -). Unter anderem auch, weil die vorhandenen und zukünftigen Verkehrsmengen verkehrstechnisch von der Königsberger Straße abgewickelt werden können. Die Verkehrsbelastungen von ca. 12.000 Kfz/Tag sind für eine Hauptverkehrsstraße, wie die Königsberger Straße mit entsprechenden Verbindungsfunktio- nen im Stadtgebiet nicht ungewöhnlich. So werden die Roxeler Straße im Stadtteil Roxel täglich von 12.000 Kfz belastet, die Altenberger Straße in Nienberge täglich von 14.500 Kfz, die Dülm e- ner Straße in A lbachten täglich von 12.000 Kfz, die Westhoffstraße in Kinderhaus täglich von 11.000 Kfz, die Münsterstraße in Wolbeck täglich von über 11.000 Kfz belastet. Gleichzeitig wird über die Königsberger Straße die Zentraldeponie erschlossen. Entsprechend hoch sind die Schwerverkehrsanteile der Königsberger Straße im Vergleich anderer Straßen im Stadtgebiet von Mü nster. Der Schwerverkehrsanteil der Königsberger Straße liegt bei m aximal 7,5 %. Dieser Wert ist zwar für Münsters Hauptverkehrsstraßen relativ hoch, jedoch können nach den gängigen Richtlinien 20 % Schwerverkehrsanteil für Kreisstraßen angesetzt werden, w enn keine Verkehrserhebungen vorliegen. Somit liegen 7,5 % Schwerverkehrsanteil für die Königsbe- rger Straße im Rahmen des Vertretbaren. Eine Ausweitung des 20 -min-Taktes und damit eine bessere tangentiale ÖPNV -Verbindung zwi- schen Kinderhaus und Coerde mit dem Ziel, das Verkehrsaufkommen im motorisiertem Individ u- alverkehr zwischen den beiden Stadtteilen zu reduzieren, musste auf Grund mangelnder Fah r- gastnachfrage nach zwei Jahren im Modellversuch wieder zurück genommen werden. Im Fazit ist festzustellen, d ass die tatsächlichen Verkehrsbelastungen im Zuge der Königsbe rger Straße keinen Handlungsbedarf auslösen. Ob sich zukünftig ein Handlungsbedarf ergibt, hängt von der weiteren Verkehrsentwicklung ab. Da nach Auskunft der Polizei sowohl in der Ein - als auch in der Drei-Jahresbetrachtung keine auffällige Unfalllage besteht, und dies gilt auch für den Kreuzungsbereich Königsberger Straße / Hoher Heckenweg, besteht keine rechtliche Grundl age für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 km/h. 3 V/0038/2014 Hiermit sind die Anträge lfd. Nr. A-N/0014/2013 „Entlastung der Königsberger Straße“ und lfd. Nr. A-N/0015/2013 „Verkehrszählungen an der Königsberger Straße“ der CDU -Fraktion in der B e- zirksvertretung Münster-Nord erledigt. In Vertretung gez. Schultheiß Anlage Verkehrsentwicklung Königsberger Straße
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (12)
- Königsberger Straße
- Steinfurter Straße
- Roxeler Straße
- Altenberger Straße
- Westhoffstraße
- Münsterstraße
- Holtmannsweg
- Heckenweg
- Schifffahrter Damm
- Hoher Heckenweg
- An der Kleimannbrücke
- Kinderhaus
Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.
Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0038/2014
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 24.02.2014
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37