V/0153/2006
Abfallstatistik 2005
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Berichtsvorlage
613 Zeichen
V/0153/2006 DER OBERBÜRGERMEISTER Abfallwirtschaftsbetriebe Münster Betrifft Abfallstatistik 2005 Beratungsfolge 30.03.2006 Werksausschuss der Abfallwirtschaftsbetriebe Bericht Bericht: Im Rahmen des Berichtswesens der Abfallwirtschaftsbetriebe Münster wird dem Werksaus- schuss mit der Anlage die Abfallbilanz 2005 vorgelegt. I. V. gez. Joksch Stadtbaurat Anlagen: Abfallbilanz 2005 Vorlagen-Nr.: V/0153/2006 Auskunft erteilt: Frau Peters Ruf: 60 52 14 E-Mail: peters@awm.stadt-muenster.de Datum: 15.03.2006 Öffentliche Berichtsvorlage
Anlage
19695 Zeichen
1 Abfallbilanz 2005
11 11. Zusammenfassung................................ ....................3
22 22. Siedlungsabfälle und Wertstoffe ..........................4
2.1 Siedlungsabfälle.............................. ....................................4
2.2 Siedlungsabfälle aus Haushalten……………………………5
2.3 Wertstoffe..................................... .........................................5
2.4 Recyclinghöfe................................. ......................................6
2.5 Problemabfälle................................. ....................................7
2.6 Sperrgut....................................... ...........................................7
3. Restabfallbehandlung, Verwertung
und Deponierung................................... ....................8
3.1 Restabfallvorbehandlung....................... .........................8
3.2 Wertstoffsortierung............................ ..............................9
3.3 Verwertung organischer Abfälle................. ...............10
3.4. Deponierung................................... .....................................11
4. Abfallwirtschaftliche Entwicklung............... .........12
4.1 Siedlungsabfälle............................... ..................................12
4.2 Wertstoffe............................................................................13
Inhaltsverzeichnis
2 Abfallbilanz 2005
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 2005
in t nach Abfallart……………………………………………………….4
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2005
in kg pro Einwohner............................... ............................4
Abb. 3: Aufkommen Siedlungsabfälle aus
Haushalten 2005 in t…………………………………………….……5
Abb. 4: direkte Verwertung und Verwertung
in der MBRA in %.................................. ................................5
Abb. 5: Verwertete Abfallarten in kg
pro Einwohner und Jahr............................. .......................5
Abb. 6: Zusammensetzung der
verwerteten Sieldungsabfälle in %.................... ..........6
Abb. 7: Erfasste Mengen an den Recyclinghöfen
2005 in t......................................... .........................................6
Abb. 8: Erfasste und entsorgte Mengen
Problemabfälle 2005 in t............................. ....................7
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2005 in %............... ......................7
Abb. 10: Input MBRA 2005 in t….................... .................................8
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2005 in %............ ................8
Abb. 12: Hauptfraktionen Input
Wertstoffsortieranlage 2005 in %.................... ...........9
Abb. 13: Output
Wertstoffsortieranlage 2005 in %.................... ...........9
Abb. 14: Input
Grünabfallkompostierungsanlage 2005 in %.......10
Abb. 15: Absatzbereiche Grünkompost 2005 in %...... ..........10
Abb. 16: 2005 deponierte Siedlungsabfälle
in kg je Einwohner ............................... ..............................11
Abb. 17: Entwicklung deponierter
Siedlungsabfälle 1990 -2005 in t...................... ...........12
Abb. 18: Entwicklung der erfassten
Wertstoffmengen 1990-2005 in t..................... ..........12
Abb. 19: Verwertete Mengen Bio- und
Grünabfälle 1990 - 2005 in t........................ .................13
Abb. 20: Altglassammelmengen 1990 - 2005 in t....... ...........13
Abb. 21: Sammelmengen Papier, Pappe,
Kartonagen 1990-2005 in t........................... .................13
Abb. 22: Sammelmengen
Verpackungswertstoffe 1990 - 2005 in t............... ..14
Abb. 23: Altholzmengen 1990 - 2005 in t........... .......................14
Abbildungsverzeichnis
3 Abfallbilanz 2005
Die Entwicklung der Abfallwirtschaft hat sich in den
vergangenen Jahren vor allem durch Konstanz ausge-
zeichnet. Der Anteil der deponierten Abfälle und der
Wertstoffe unterlag nur noch geringfügigen Schwan-
kungen.
Im Bereich der häuslichen Abfälle hat der Anteil der
deponierten Mengen in den letzten 10 Jahren stetig
abgenommen. Diese Entwicklung verlangsamt sich seit
einigen Jahren. Insgesamt befinden sich die Sammel-
mengen für Wertstoffe in Münster nach wie vor auf
einem sehr hohen Niveau.
Im Juni 2005 hat die mechanisch-biologische Restab-
fallbehandlungsanlage (MBRA) ihren Vollbetrieb aufge-
nommen. Das jetzt alle Abfälle vorbehandelt wurden,
schlug sich bereits im laufenden Jahr nieder: Während
sich die Menge der zu deponierenden Abfälle weiter
reduzierte, stieg die Menge der Wertstoffe im Gegenzug
an.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die Einwoh-
ner Münsters mit ihrer ausgeprägten Bereitschaft zur
Abfalltrennung und die AWM mit ihren ausdifferenzier-
ten abfallwirtschaftlichen Angeboten die Möglichkeiten
der Abfallvermeidung, Abfalltrennung und Verwertung
nahezu ausgeschöpft haben.
1. Zusammenfassung
4 Abfallbilanz 2005
2.1 Siedlungsabfälle
Das Gesamtaufkommen an Siedlungsabfällen, die im
Verantwortungsbereich der Abfallwirtschaftsbetriebe
Münster entsorgt bzw. verwertet wurden, betrug 2005
insgesamt
169.427 t Siedlungsabfälle.
Der größte Anteil entfiel dabei auf den Haus- und
Sperrmüll mit 129.427 t. Die Gewerbeabfallmenge be-
trug 20.912 t, an Baurestabfällen fielen insgesamt
12.580 t an. Zudem wurden 6.005 t Rückstände aus der
Stadtreinigung und 502 t Rückstände aus der Abwasser-
reinigung durch die Abfallwirtschaftsbetriebe Münster
entsorgt oder verwertet.
68,6%
7,8%
12,3%
7,4% 3,5% 0,3%
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung Rückstände Abwasserreinigung
Abb. 1: Gesamtabfallaufkommen 20o5 in % nach Abfallart
Bezogen auf die Einwohner der Stadt Münster ergibt
sich folgende Aufteilung des Abfallaufkommens:
417
47
75
45 22 2
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Baurestabfälle
Rückstände Stadtreinigung
Abb. 2: Gesamtabfallaufkommen 2005 in kg pro Einwohner
Das Aufkommen an Baurestabfällen spiegelt die ver-
wertete Boden- und Bauschuttmenge im Bereich der
Zentraldeponie Münster II wider.
2. Siedlungsabfälle und Wertstoffe
5 Abfallbilanz 2005
2.2 Siedlungsabfälle aus Haushalten
Im Jahr 2005 wurden insgesamt
125.010 t Haushaltsabfälle
eingesammelt.
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
35.000
40.000
Hausmüll Papier
Bioabfälle
Grün
abfälle
Verp
ackungen
Sperr
mü
ll
Glas Ho
lz
sonst.
Wertst
offe
Metal
l
Abb. 3: Aufkommen Siedlungsabfälle aus Haushalten 2005 in t
Den größten Teil der Abfallmenge macht hierbei der
Hausmüll mit 35.285 t aus. Als nächst größte Fraktionen
folgen getrennt gesammelte Wertstoffe wie Papier,
Bioabfälle und Grünabfälle. Diese vier Fraktionen ma-
chen 75 % des Gesamtaufkommens aus.
Das Pro-Kopf-Aufkommen liegt in Münster bei
448 kg pro Einwohner und Jahr.
Davon konnten durch die getrennte Erfassung 293 kg
verwertet werden.
Zum Vergleich: Deutschlandweit lag das Pro-Kopf-
Aufkommen im Jahr 2004 bei 456 kg.
2.3 Wertstoffe
Von den Siedlungsabfällen wurden
142.747 t verwertet,
davon über 41.000 t über die MBRA. Der restliche ver-
wertbare Anteil stammt hauptsächlich aus der getrenn-
ten Wertstofferfassung im Rahmen der Abfallabfuhr.
Die Verwertungsquote liegt bei 84,3 %.
26.680 t mussten im Jahr 2005 auf der Deponie abgela-
gert werden.
29%
71%
Verwertung MBRA direkte Verwertung
Abb. 4: direkte Verwertung und Verwertung in MBRA in %
Bezogen auf die verschiedenen Wertstoffarten wurden
pro Einwohner folgende Mengen verwertet:
0 20 40 60 80 100
Metalle
Holz
Glas
Kunststoffe
Verpackung
Bioabfälle
Grünabfälle
Papier/Pappe
Abb. 5: Verwertete Abfallarten in kg pro Einwohner und Jahr
6 Abfallbilanz 2005
Im Jahr 2005 wurden keine abfallwirtschaftlichen Maß-
nahmen im Bereich der Privathaushalte (Bio- und Pa-
piertonne, getrennte Sperrmüllabfuhr, Recyclinghof-
netz, DSD Sammlung) verändert oder neu eingeführt.
Bei den erfassten Mengen ergaben sich nur geringfügi-
ge Abweichungen zum Vorjahr. Erwähnenswert ist je-
doch in diesem Zusammenhang, dass durch den Betrieb
der MBRA die Menge der erfassten Kunststoffe um wei-
tere 36,5 % (= ca. 2000 t) angestiegen ist.
26%
22%
18%
10%
7%
7%
3% 7%
Papier/Pappe Grünabfälle Bioabfälle Verpackung
Glas Holz Metalle Kunststoffe
Abb. 6: Zusammensetzung der verwerteten Siedlungsabfälle in %
2.4 Recyclinghöfe
Die Recyclinghöfe in Münster sind ein wichtiger Bau-
stein zur Erfassung von Abfällen. Insgesamt wurden im
Jahr 2005
23.150 t Abfälle
an den Recyclinghöfen von den Münsteranern abgege-
ben, die sich in folgende Hauptfraktionen aufteilen
8978
491
1307
3300
423
2785
599
5267
0
2000
4000
6000
8000
10000
Grünabfälle
Sperrgut / Hausmüll
Altholz
Papier
Metall
Verpackung (DSD)
Elekronikschrott
sonstige
Abb. 7: Erfasste Mengen an den Recyclinghöfen 2005 in t
Die größten Wertstofffraktionen bilden:
die Grünabfälle mit 8.978 t
das Altholz mit 3.300 t und
Papier mit 2.785 t.
Neben diesen Hauptfraktionen wurden auch geringere
Mengen Elektroschrott, Styropor, Korken, Altreifen etc.
abgegeben. Zudem wurden an den Recyclinghöfen grö-
ßere Mengen Sperrgut und Hausmüll angenommen.
7 Abfallbilanz 2005
2.5 Problemabfälle
Über die Schadstoffsammlung auf den Recyclinghöfen
wurden
221 t Problemabfälle
aus Haushalten gesammelt und über die Problemab-
fallzwischenläger am Standort Rösnerstraße. verschie-
denen Beseitigung- und Verwertungswegen zugeführt.
0 10 20 30 40 50 60 70 80
Lacke, Löse-,
Holzschutzmittel
Altöl
Akkumulatoren
ölhaltige Abfälle
Batterien incl.
Knopfzellen
Leuchtstoffröhren
Abb. 8: Erfasste und entsorgte Mengen Problemabfälle 2005 in t
Neben den dargestellten Hauptfraktionen wurden ge-
ringe Mengen Säuren, Laugen, Entwickler, Fixierer,
Pflanzenschutzmittel, Chemikalien, Quecksilberabfälle,
PCB-haltige Kondensatoren, Feuerlöschpulver und
Spraydosen an den Recyclinghöfen angenommen und
fachgerecht entsorgt.
Die Kühlgeräteerfassung erfolgte über die Recyclinghö-
fe, die Sperrmüllabfuhr und durch Direktanlieferung von
Gewerbebetrieben. Insgesamt wurden 9.598 Stück
(336 t) gesammelt. In den Wiederverkauf gelangten
1.239 Geräte (43 t). Die restlichen Geräte wurden ent-
sorgt bzw. der Metallverwertung zugeführt.
2.6 Sperrgut
Im Rahmen der monatlichen Sperrgutabfuhr wurden
insgesamt
13.370 t Abfälle
erfasst.
Bei der Sperrgutsammlung werden vier Abfallfraktionen
getrennt erfasst: der typische Sperrmüll wie Möbel und
größere Haushaltgegenstände, Elektronikschrott, Kühl-
geräte und Grünabfälle.
7.956 t Sperrmüll
macht den größten Anteil aus.
37%
2%
1%
60%
Grünabfall Elektronikschrott Kühlgeräte Sperrmüll
Abb. 9: Fraktionen Sperrgut 2005 in %
Über die Gartenabfallsäcke und Bündelsammlung wur-
den
5.009 t Grünabfälle
eingesammelt.
Aufgrund der Schadstoffbelastung wurden 211 t Elekt ro-
nikschrott und ca. 5543 Kühlgeräte (194 t) getrennt ge-
sammelt und schadlos wiederverwertet.
8 Abfallbilanz 2005
3.1 Restabfallvorbehandlung
Die biologische Behandlungsstufe ging am 1. Juni 2005
in Betrieb, so dass die MBRA ihren Vollbetrieb aufneh-
men konnte. Es wurden im Jahr 2005 insgesamt
62.141 t Restabfall
behandelt. Die Hauptfraktionen bilden der Hausmüll
mit 35.285 t, 7.956 t Sperrmüll, 7.044 t Gewerbeabfall
und 4.044 t Rückstände aus der Stadtreinigung.
69%
13%
11% 7%
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände aus der Stadtreinigung
Abb. 10: Input MBRA 2005 in % (Hauptfraktionen)
Insgesamt wurden in der MBRA
30.941 t Wertstoffe
aussortiert. Berücksichtigt man die biologischen Ab bau-
produkte in der 2. Stufe der MBRA (Wasser, CO
2, Me-
thangas), ergibt sich rechnerisch eine gesamt verwe rte-
te Menge von 41.000 t.
Die verwertete Gesamtmenge setzt sich aus 7.105 t
Kunststoffen, 2.926 t Holz 1.721 t Eisenmetall. 575 t Pa-
pier, 387 t Nichteisenmetall sowie geringen Mengen
Steine zusammen. Einer thermischen Verwertung (heiz-
wertreiche Fraktion) wurden 18.192 t zugeführt.
58%
10% 2% 6% 1%
23%
Papier/Pappe Eisenmetall
Nichteisenmetall Kunststoffe
Heizwertreiche Fraktion Holz, Steine
Abb. 11: Wertstoff-Output MBRA 2005 in %
3. Restabfallbehandlung,
Verwertung und Deponierung
9 Abfallbilanz 2005
3.2 Wertstoffsortierung
Die Wertstoffsortieranlage stellt aus verschiedenen
Wertstoffanlieferungen wie z. B. Papier, Kunststoffen,
Metallen oder Holz sortenreine Fraktionen für die Ver-
wertung bereit.
Im Jahr 2005 wurden insgesamt
20.795 t Wertstoffe
in der Sortieranlage angeliefert.
5% 2%
71%
3%
16%
3%
Gewerbeabfälle - Wertstoffe - Gewerbeabfälle - Altholz -
Papiertonne Papier Recyclinghöfe
Holz Recyclinghöfe Metall Recyclinghöfe
Abb. 12: Hauptfraktionen Input Wertstoffsortieranlage 2005 in %
Nach der Sortierung konnten
20.295 t Wertstoffe
für die weitere Verwertung bereitgestellt werden.
79,0%
0,2%
17,6% 0,4%
2,7%
Altpapier Styropor Altmetall Altholz Flachglas
Abb. 13: Output Wertstoffsortieranlage 2005 in %
Abb.sverzeichnis
10 Abfallbilanz 2005
3. 3 Verwertung organischer Abfälle
In der Grünabfallkompostierungsanlage wurden im Jahr
2005
27.662 t Grünabfälle
zu Kompost weiter verarbeitet.
Davon wurden rund 9.0oo t Grünabfälle an den Recyc-
linghöfen abgegeben, ca. 6000 t stammen aus dem
Gewerbe, 5.000 t wurden bei der Sperrgutabfuhr einge-
sammelt und 5300 t waren Gärrückstände aus der Bio-
vergärungsanlage.
22%
8%
32%
18%
1%
19%
Grünabfälle Gewerbe Grünabfälle Privat
Grünabfälle Recyclinghöfe Grünabfälle Sperrgut
Laub Straßenreinigung Gärrückstand
Abb. 14 Input Grünabfallkompostierungsanlage 2005 in %
Als Anlagenoutput wurden 13.974 t Kompost und 4.368 t
aufbereiteter Boden vermarktet. Die Zahlen sprechen
für eine am Verwertungsmarkt orientierte Anlage.
Der produzierte Kompost wurde vor allem im Bereich
von Landwirtschaft und Gartenbau abgesetzt.
44%
7%
37%
6% 5% 1%
Landwirtschaft Erwerbgartenbau Landschaftsbau
Kleingartenanlagen Hobbygartenbau Erdenwerk
Abb. 15: Absatzbereiche Grünkompost 2005 in %
Die Bioabfallvergärungsanlage verarbeitete insgesamt
17.983 t organische Abfälle
aus der Biotonne. Der erzeugte Gärrückstand von 5.350 t
wurde in der Grünabfallkompostierungsanlage zu Kom-
post weiterverarbeitet.
11 Abfallbilanz 2005
3.4 Deponierung
Bis zum 31. Mai 2005 konnten die AWM Gewerbeabfälle
und den Feinmüll aus der MBRA auf dem 2. Baubschnitt
der Zentraldeponie Münster II ablagern. Insgesamt
wurden dort in diesem Zeitraum Siedlungsabfälle in
Höhe von
18.847 t abgelagert .
Im Vergleich zum Jahr 2004 verringerte sich die Ablage-
rungsmenge um weitere 49,8 %.
Am 1. Juni 2005 ging die MBRA in den Vollbetrieb. Al le
Abfälle durchliefen nun die beiden Behandlungsstufe n.
Die Reststoffe wurden nun auf dem 3. Bauabschnitt d er
Zentraldeponie Münster II abgelagert. Insgesamt
10.970 t behandelte Reststoffe
wurden auf diesem Abschnitt deponiert.
72,0
6,3
20,7
1,3
0,8
0,3 5,4
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände aus Stadtreinigung
Baurestabfälle Rückstände Abwasserreinigung
Feinmüll MBRA
Abb. 16: 2005 deponierte Siedlungsabfälle in kg je Einwohner
12 Abfallbilanz 2005
4. 1 Siedlungsabfälle
Die Menge der deponierten Sieldungsabfälle ist weiter
gesunken. Dies ist auf die Vorbehandlung der Abfälle in
der MBRA zurückzuführen.
0
50000
100000
150000
200000
250000
300000
350000
1990 1993 1996 1999 2002 2005
Hausmüll Sperrmüll
Gewerbeabfall Rückstände Abwasserreinig.
Rückstände Stadtreinigung Baurestabfälle
Feinmüll MBRA
Abb. 17: Entwicklung deponierter Siedlungsabfälle 1990 - 2005 in t
Die Verwertungsrate im Jahr 2005 ist leicht angestie-
gen. Durch die ganzjährige mechanische Vorbehand-
lung des Restabfalls in der MBRA konnten weitere Wert-
stoffe einer Verwertung zugeführt werden. Die Menge
der aussortierten Kunststoffe und die sogenannte Heiz-
wertreiche Fraktion sind nochmals angestiegen.
Die Mengen der anderen Wertstoffe sind ungefähr
gleich geblieben.
0
20000
40000
60000
80000
100000
120000
140000
1990 1993 1996 1999 2002 2005
Glas Papier/Pappe Verpackung
Metalle Grünabfälle Bioabfälle
Kunststoffe Heizwertreiche Fraktion Holz
Abb. 18: Entwicklung der erfassten Wertstoffmengen 1990 - 2005 in t
4. Abfallwirtschaftliche
Entwicklung
13 Abfallbilanz 2005
4.2 Wertstoffe
Im Jahr 2005 ist die Gesamtmenge der erfassten
Bio- und Grünabfälle
gleich geblieben, auch die Einzelmengen sind zum Vor-
jahr konstant.
0
5000
10000
15000
20000
25000
30000
35000
40000
45000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Grünabfälle Bioabfälle
Abb. 19: Verwertete Mengen Bio- und Grünabfälle 1990 - 2005 in t
Bei dem 2005 gesammelten
Altglas
ist ein weiterer leichter Rückgang zu verzeichnen. Dieser
Trend dauert seit der Zunahme von PET-Flaschen an.
0
1.000
2.000
3.000
4.000
5.000
6.000
7.000
8.000
9.000
10.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Abb. 20: Altglassammelmengen 1990 - 2005 in t
Papier, Pappe, Kartonagen
Die Gesamtmenge ist im Vergleich zum Vorjahr gleich
geblieben. Die Sammelmenge aus der Papiertonne ist
konstant hoch geblieben. Auffällig sind die
zurückgehenden Mengen aus dem gewerblichen
Bereich besonders in den letzten zwei Jahren.
0
5.000
10.000
15.000
20.000
25.000
30.000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Depotcont. / Papiertonne Recyclinghöfe Gewerbe Verwertung MBRA
Abb. 21: Sammelmengen Papier, Pappe, Kartonagen 1990 - 2005 in t
14 Abfallbilanz 2005
Die Menge der gesammelten
Verpackungsleichtstoffe
sind zum Vorjahr gleich geblieben.
0
2000
4000
6000
8000
10000
12000
1990
1992
1994
1995
1996
1997
1998
1999
2000
2001
2002
2003
2004
2005
Abb. 22: Sammelmengen Verpackungswertstoffe 1990 - 2005 in t
Auch bei der gesammelten Menge
Altholz
ist nach dem kontinuierlichen Rückgang der vergange -
nen Jahre wieder ein Anstieg zu verzeichnen.
0
1000
2000
3000
4000
5000
6000
7000
8000
1990
1993
1996
1999
2002
2005
Abb. 23: Altholzmengen 1990 - 2005 in t
Bei vielen Wertstofffraktionen sind die Mengen im Jahr
2005 im Vergleich zu den letzten Jahren mehr oder we-
niger gleich geblieben. Die eingeführten Sammelsyste-
me haben sich bei den Münsteraner Bürgerinnen und
Bürgern etabliert. Mit der Inbetriebnahme der MBRA
pendeln sich die gesammelten Abfallmengen auf ein
bestimmtes Niveau ein.
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zur Kenntnis genommen
Zur SitzungOrte (1)
- Rösnerstraße
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Details
- Vorlagen-Nr.
- V/0153/2006
- Typ
- Vorlage
- Datum
- 24.02.2006
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37