0936/2022
Pilot- Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche: "Hey Mülheim! - Check mit uns dein Veedel!"
KI-Zusammenfassung
Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.
KI-Analyse läuft...
vergangen
Was passiert gerade?
- 📄 Dokumente werden analysiert...
- 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
- ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
- ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...
Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.
Mitteilung Ausschuss
6711 Zeichen
Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle IV/51 Vorlagen-Nummer 22.03.2022 0936/2022 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Jugendhilfeausschuss 05.04.2022 Pilot- Beteiligungsverfahren für Kinder und Jugendliche: "Hey Mülheim! - Check mit uns dein Veedel!" Städtisches Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ Im Rahmen des Zertifizierungsverfahrens für das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ hat der Rat der Stadt Köln die Verwaltung im Juli 2017 mit der Erstellung eines Aktionsplanes beauftragt. Dieser „Aktionsplan kinder- und jugendfreundliche Kommune“ wurde am 19. Dezember 2017 durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Am 1. Juni 2018 folgte unter §12b die Aufnahme der Kinderrechte in die Hauptsatzung der Stadt Köln durch den Rat. Seit 2018 ist Köln die erste Millionenstadt Deutschlands, die das Siegel „Kinderfreundliche Kommune“ trägt. Die erste Siegelphase endet zum 20. Mai 2022. In dem für die zweite Siegelphase nötigen Aktionsplan sollen Kinder und Jugendliche in Köln, die zentraler Ausgangspunkt einer kinder- und jugendfreundlichen Kommune sind, von Anfang an mit einbezogen werden. Die jungen Menschen haben einen Anspruch auf Beteiligung in allen sie betref- fenden Bereichen. Daher werden ihre Bedürfnisse, Wünsche, Anliegen und Themen ernst genommen und in den Mittelpunkt der Bemühungen gerückt. Die Ergebnisse des „Veedels-Checks“ münden in die Handlungsfelder des neuen Aktionsplans ein. Systematische Öffentlichkeitsbeteiligung Das städtische Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kommune Köln“, welches im Amt für Kinder, Ju- gend und Familie verortet ist, wurde als Projekt der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung zur Entwicklung eines Großgruppenbeteiligungsformats ausgewählt. Der Rat der Stadt Köln hat am 12.05.2020 den Ausbau der Systematischen Öffentlichkeitsbeteiligung beschlossen (siehe Vorlage 1056/2020). Ziel ist es, einen systematischen Umgang mit der Öffentlich- keitsbeteiligung in Köln zu gestalten und die Beteiligungskultur in Köln weiter zu stärken. Auf der Grundlage von Qualitätsstandards werden auch in der Ausbauphase konkrete Beteiligungs- verfahren getestet. Eines davon soll entsprechend des Ratsauftrages aus dem Bereich Kinder, Ju- gend und Familie sein. Das Gesamtvorhaben „Kinderfreundliche Kommune“ wurde als gut geeignetes Projekt ausgewählt, da es ein wesentliches Ziel des Querschnittsthemas „Kinderfreundliche Kommu- ne“ darstellt, Kinder und Jugendliche frühzeitig und in geeigneter Weise aktiv an gesellschaftlichen Prozessen, Planungen oder Entscheidungen zu beteiligen. Der JHA hat das Beteiligungskonzept in seiner Sitzung am 26.10.2021 (siehe Vorlage 3600/2021) beschlossen. Das vorliegende Beteiligungsverfahren gibt somit eine Antwort für eine standardisierte, verfahrensbe- zogene Kinder- und Jugendbeteiligung. Pilotprojekt "Hey Mülheim! - Check mit uns dein Veedel!" - Veedels-Check Das Pilotprojekt wird in folgenden vier Schritten umgesetzt und besteht aus folgenden Bausteinen: 2 1. Beteiligungsebene „ Vor Ort“: „Veedels Spaziergang“ im gesamten Stadtbezirk Köln- Mülheim vom 28.03. bis 08.04.2022 Dieser Baustein beinhaltet eine „Ortsspionage“, das heißt eine Sozialraumbegehung durch Kinder und Jugendliche in ihren Veedeln. Hier wird mit Hilfe eines Online-Kartendialogs ein niedrigschwelli- ges Beteiligungsformat umgesetzt, welches den Zielgruppen die Möglichkeit einer Bewertung ihres direkten Lebensumfeldes ermöglicht. 2. Beteiligungsebene „Großgruppe“: „Veedels-Konferenz“ in Köln-Mülheim am 20.05.2022 In dieser Veranstaltung werden die Ergebnisse des Kartendialogs der „Veedels-Erkundung“ vorge- stellt. Gemeinsam mit Kindern und Jugendlichen, Akteur*innen aus Verwaltung und Politik und Sta- keholdern der Kinder- und Jugendhilfe aus dem Pilot-Bezirk werden die Ergebnisse diskutiert und in unterschiedlichen Live-Formaten ausgewertet. Verbindliche erste Maßnahmen, sogenannte „Quick Wins,“ werden gemeinsam abgeleitet und „machbare“ Maßnahmen priorisiert. Den Kindern und Jugendlichen wird von Beginn an kommuniziert, wie und von wem die Ergebnisse nach der Beteiligung weiter genutzt werden und in welcher Weise sie in nachgelagerte Entschei- dungsprozesse einfließen. Es herrscht Prozesstransparenz. 3. Beteiligungsebene stadtweite Multiplikator*innen: Stadtweite „Multiplikator*innen- Konferenz“ am 31.05.2022 Hier werden die Ergebnisse des „Veedels-Spaziergangs“ und der „Veedels-Konferenz“ sowie der Ge- samtprozess des „Veedels-Check“ stadtweiten Mulitplikator*innen der Kinder- und Jugendhilfe und Akteur*innen aus Verwaltung und Politik präsentiert und mit verschiedenen Methoden ausgewertet. Es wird überprüft, ob der „Veedels-Check“ als skalierbares Beteiligungsformat auf andere Stadtbezir- ke übertragbar ist und als jährliches Projekt etabliert werden kann. 4. Der Re- Check nach 100 Tagen Nach 100 Tagen möchten wir eine erste Auswertung vornehmen. Wir möchten dazu nochmal mit den beteiligten Ämtern und der Politik ins Gespräch gehen. Welche Ideen konnten bereits erfolgreich in Mülheim umgesetzt werden? Woran wird gerade noch aktiv gearbeitet? Was konnte noch nicht um- gesetzt werden? Was kann warum nicht umgesetzt werden? Dieser Schritt dient der Transparenz und Information. Die Zielsetzung des Gesamtprojekts sieht wie folgt aus: 1. Es entsteht ein „machbares“ und priorisiertes Maßnahmenpaket, in dem durch junge Men- schen angeregte Verbesserungen in ihrem Stadtbezirk mit kurz- und mittelfristiger Perspektive formuliert werden. 2. Es wird ein Beteiligungsformat für Kinder und Jugendbeteiligung erprobt, welches perspekti- visch auf unterschiedliche Stadtbezirke und Themenfelder übertragbar ist. 3. Es werden Anforderungen abgeleitet und Erfolgsfaktoren definiert, um die Perspektive von Kindern und Jugendlichen zukünftig „routinierter“ in städtischen Planungen und Konzepten zu berücksichtigen. 4. Die Projektergebnisse fließen unter anderem in die Handlungsfelder des zweiten Aktionsplans „kinder- und jugendfreundliches Köln“ ein. Die Expertise und Unterstützung der Akteur*innen aus (Bezirks-) Politik, Stadtverwaltung, Schule, Kita und Jugendhilfe ist für das Gesamtprojekt „Veedels-Check“ unerlässlich, um kinder- und jugend- relevante Themen fachgerecht und zielgruppenspezifisch bearbeiten zu können. Insgesamt sollen so die einzelnen Bezirke und perspektivisch die ganze Stadt Köln insgesamt kinder- und jugendfreundli- cher gestaltet werden. Weitere Informationen zum „Veedels- Check“ finden sich auch bereits auf dem Beteiligungsportal der Stadt Köln unter folgendem Link: https://www.meinungfuer.koeln/dialoge/hey-koeln#uip-1 gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0936/2022
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 22.03.2022
- Erstellt
- 16.03.2022 15:38