3993/2023
Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO - Parkplätze am Südfriedhof, Aktenzeichen: 86/23
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Anlage 3 Weiteres Schreiben
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Von: Gesendet: Mittwoch, 22. November 2023 17:49 An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Cc: Grüne Fraktion <Gruene-Fraktion@STADT-KOELN.DE>; ksta-lokales-koeln@mds.de; ksta- stadtteile@mds.de; info@report-k.de; koeln@express.de; Koeln@kr-redaktion.de Betreff: Fwd: Bürgereingabe nach § 24 GO– Parkplätze am Südfriedhof, Aktenzeichen: 86/23 S Sehr geehrte Frau, vielen Dank, für Ihre Antwort. Im Antrag von Bündnis 90/Die Grünen (siehe im Anhang und unter https://ratsinformation.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=335155) war die Begründung jedoch eine andere: “Parkplätze rund um den Südfriedhof werden zunehmend von Dauerparkern beansprucht oder als Park & Ride für die Linie 12 genutzt. Insbesondere ältere Friedhofsbesucher finden dort keinen Parkplatz mehr und müssen weite Fußwege in Kauf nehmen. Die Parkplätze in der Mitte der Kendenicher Straße liegen gegenüber des Nebeneingangs zum Südfriedhof und sollten vornehmlich Besuchern zur Verfügung stehen. Die bewirtschafteten Parkplätze am Höninger Platz reichen nicht mehr aus.” Jetzt sind es also doch die Anwohner*innen die die Parkplätze den Menschen mit Behinderungen wegnehmen, die den Friedhof besuchen möchten? Das stimmt schlicht nicht, denn tagsüber, wenn der Friedhof geöffnet ist und besucht wird, gibt es hier keine Parkplatznot! Wieso wurden keine Parkplätze für Menschen mit Behinderungen eingerichtet, die zumindest tagsüber nur von Menschen mit Behinderungen belegt werden dürfen? Das wäre doch eine logische Lösung gewesen. Denn gerade diese Menschen sollten für das Parken nicht zahlen und noch den Umweg zum Parkscheinautomaten machen müssen. Davon abgesehen dürfen Menschen mit einem Behindertenausweis doch mi t dem Auto den Friedhof befahren. Ja, es ist ein anderes soziales und politisches Problem, dass Menschen mit Behinderungen nicht so leicht an einen Behindertenausweis und den dazugehörigen berechtigten Privilegien kommen. Menschen die den Friedhof besuchen suchen sich allerdings allgemein bevorzugt einen kostenfreien Parkplatz, nehmen demnach Anwohner*innen tagsüber eher Parkplätze weg - was aber nie ein Problem darstellte. Die kostenpflichtigen Parkplätze sind nun tagsüber oft leer. Abends suchen sich die Anwohner*innen ebenfalls kostenlose Parkplätze, wenn sie morgens nicht so früh raus müssen. Und hier entsteht jetzt einmal mehr die Parkplatznot - weil mit der Neuregelung weitere kostenlose Parkplätze fehlen. Ich unterstelle, dass das das Ziel war, es Autofahrer*innen immer schwieriger und das eigene Auto zum Privileg der Wohlhabenden und Reichen zu machen. Eine andere Logik kann ich in diesem Vorgehen nicht erkennen. Jetzt fahren die Anwohner*innen abends unnötige Runden, um einen kostenlosen Parkplatz zu finden - super für die Umwelt (Ironie)! Statt das Fahren eines eigene Autos immer mehr zum Privileg zu machen, sollte die Stadt die Öffentlichen Verkehrsmittel und CarSharing ausbauen. Es gibt Menschen, die aus beruflichen oder/ und gesundheitlichen und diversen privaten Gründen auf ihr Auto angewiesen sind. Das sind nicht immer Menschen, denen Klimaschutz unwichtig ist. Klimapolitik sollte aber sozial sein. Abgesehen von den unnötigen Kosten, für die Aufstellung und Wartung dieser Parkscheinautomaten, ist es sehr traurig, wie hier Menschen mit Behinderungen als Grund vorgeschoben werden und das angebliche Problem auch noch kapitalistisch gelöst wird. Mir geht es NICHT um Anwohnerparken, bei der geplanten Preiserhöhung ist das hier definitiv von keinem*keiner Anwohner*in erwünscht. Hier wurden Anwohner*innen einfach grundlos Parkplätze genommen! Und natürlich sind Anwohner*innen Dauerparker, es ist nicht jeder Mensch privilegiert und kann sich einen eigenen Parkplatz leisten oder wohnt in Marienburg mit eigener Tiefgarage, das Auto parkt täglich in Wohnungsnähe. Während die einen Menschen immer mehr Existenzängste haben (der Verzicht auf ein Auto kann Existenzängste mit sich bringen, denn jeder Alltag sieht anderes aus), leben die anderen Menschen immer mehr im Überfluss. Es gibt auch Menschen mit Behinderungen die finanziell unterprivilegiert sind, die jetzt für ihren praktischen Parkplatz am Friedhof plötzlich Geld zahlen müssen. Das hat alles absolut keine soziale Logik. Mit freundlichen Grüßen
Anlage 2 Antwortschreiben
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Die Ämter und Dienststellen der Stadtverwaltung finden Sie unter www.stadt-koeln.de. Fragen zu den Dienstleistungen der Stadt Köln beantwortet Ihnen montags - freitags von 7 - 18 Uhr das Bürgertelefon unter der einheitlichen Behördenrufnummer 115 oder 0221/221-0 / 2 Stadt Köln, 02-1-4, 50605 Köln Bürgeramt Innenstadt Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretungen Bezirksrathaus Innenstadt Ludwigstraße 8, 50667 Köln www.stadt.koeln Auskunft Frau T: 0221 221- geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt- koeln.de Sprechzeiten Montag bis Freitag : 08.00 bis 12.00 Uhr und nach Vereinbarung Frau Ihr Schreiben Mein Zeichen Datum 86/23 21.11.2023 Bürgereingabe nach § 24 GO– Parkplätze am Südfriedhof, Aktenzeichen: 86/23 S Sehr geehrte Frau, vielen Dank für Ihr Schreiben vom 11.05.2023. Das Amt für nachhaltige Mobilitätsentwicklung hat Ihr Anliegen geprüft und teilt mit, dass die Entscheidung des bewirtschafteten Parkens am Südfriedhof durch einen Be- schluss der Bezirksvertretung Rodenkirchen bereits am 08.11.2021 getroffen wurde https://buergerinfo.stadt-koeln.de/to0050.asp?__ktonr=335155 Vor allem für ältere oder gehbehinderte Besucher*innen des Südfriedhofs standen zu- letzt wenige bis gar keine Parkplätze am Friedhof mehr zur Verfügung, da diese durch Dauerparker belegt wurden. Die Auslastung der Parkplätze im gesamten Stadtteil Zollstock liegt bei über 100% über den gesamten Tag und auch in der Nacht. Ausgelöst ist dieser Parkdruck von den Anwohnern selbst und nicht durch externe Parker, weswegen die rechtliche Lage ein Anwohnerparken ausschließt. Ich hoffe, dass ich Ihnen mit diesen Informationen weiterhelfen konnte. Falls Sie noch fachliche Fragen haben, wenden Sie sich gerne an das Amt für nachhaltige Mobilitäts- entwicklung, Herrn , unter der Telefonnummer: 0221/221- oder per E-Mail: park- raumkonzepte@stadt-koeln.de. Ihre Eingabe sowie dieses Antwortschreiben werden der Bezirksvertretung Rodenkir- chen zur Kenntnis gegeben. Sollten Sie eine Beratung der Angelegenheit in der Bezirksvertretung Rodenkirchen wünschen, teilen Sie dies bitte der Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden an Rat und Bezirksvertretung, geschaeftsstelle-anregungen-beschwerden@stadt- koeln.de mit. - 2 - Für Ihr bürgerschaftliches Engagement danke ich Ihnen. Mit freundlichen Grüßen Im Auftrag gez. Dr. Ulrich Höver
Mitteilung BV
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Dezernat, Dienststelle I/02/02-1 Vorlagen-Nummer 3993/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 2 (Rodenkirchen) 22.01.2024 Mitteilung zur Bürgereingabe nach § 24 GO - Parkplätze am Südfriedhof, Aktenzeichen: 86/23 Die Bürgereingabe und das Antwortschreiben werden der Bezirksvertretung Rodenkirchen hiermit zur Kenntnis gegeben. Hinweis: Sofern eine Beschlussvorlage gewünscht wird, kann diese über die Geschäftsfüh- rung der Bezirksvertretung mit einem entsprechenden Auszug aus der Niederschrift bei der Geschäftsstelle für Anregungen und Beschwerden angefordert werden. Darüber hinaus steht es der Bezirksvertretung selbstverständlich frei - auch ohne Vorliegen einer Beschlussvorlage – die Petenten oder die Fachverwaltung zur Sitzung einzuladen und einen politischen Beschluss zu fassen. gez. Dr. Ulrich Höver
Anlage 1 Eingabe
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Von: online-formularversand@stadt-koeln.de <online-formularversand@stadt-koeln.de> Gesendet: Donnerstag, 11. Mai 2023 14:58 An: 02-1/4 Geschäftsstelle Anregungen und Beschwerden <geschaeftsstelle-anregungen- beschwerden@stadt-koeln.de> Betreff: Kontakt Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden Folgende Information oder Nachricht wurde über das Online-Formular 'Kontakt Ausschuss für Bürgerbeteiligung, Anregungen und Beschwerden' am 11.05.2023 14:58:01 an Sie geschickt Anliegen: Sehr geehrte Bezirksvertretung Rodenkirchen, ich bin sehr verärgert, dass von heute auf morgen, ohne scheinbar irgendwen zu informieren, die Parkplätze am Südfriedhof (Kendenicher Straße) kostenpflichtig gemacht wurden. Zwischen 9 und 18 Uhr muss dort jetzt ein Parkschein gezogen werden. Die Parkplätze sind für uns Anwohner*innen in Zollstock so schon sehr knapp und ich kurve zu manchen Zeiten 10 bis 20 Minuten herum, bis ich einen freien Parkplatz gefunden habe. Auch nicht gerade gut für die Umwelt! Ich bin die letzte Person, die gegen die Verkehrswende ist und das Klima nicht schützen möchte. Aber Autofahrer, die teilweise aus diversen Gründen auf ihr Auto angewiesen sind, jetzt an allen Ecken mehr und mehr zu bestrafen, statt Anreize zu schaffen (die Öffentlichen Verkehrsmittel auszubauen), schafft nur Frust - nicht nur bei mir. Deshalb wähle ich Bündnis 90/Die Grünen nicht mehr. Vor Jahren war ich noch in den Arbeitskreisen von Bündnis 90/Die Grünen aktiv. Aber da ich als Geringverdienerin immer weiter abgehängt werde, wähle ich lieber eine soziale Partei. Was die Politik, auch von Bündnis 90/Die Grünen (!), Jahrzehnte versäumt hat und weiterhin versäumt, sollen jetzt die "kleinen Bürger" ausbaden? Die sowieso schon privilegierten Menschen, die die größten Klimasünder sind, werden hier wieder nicht erreicht. Gestern erst bin ich durch Marienburg gefahren, dort haben alle Villenbesitzer weiterhin kostenlose Parkplätze vor ihren privaten Parkplätzen. Es trifft immer die Menschen, die sich sowieso schon nur über Wasser halten können. Ich möchte Sie bitten, mir hier eine Lösung zu nennen. Wo sollen meine Nachbarn und ich jetzt parken? Hier gehen nicht wenige Parkplätze für uns verloren! Davon abgesehen ist es einfach auch geschmacklos an einem Friedhof weitere Parkplätze kostenpflichtig zu machen! Mit freundlichen Grüßen
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 3993/2023
- Typ
- Mitteilung BV
- Datum
- 04.12.2023
- Erstellt
- 30.11.2023 11:47