1237/2023
Ergebnisse Antragsrunde Fonds Kulturelle Bildung 2023
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Überblick Projekte 2023
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Überblick Projekte 2023 Antragsteller Projekt Kooperationspartner Kurzbeschreibung Sparten Projektzeitraum Beantragt Bemerkungen 1 Sandy Craus Streifzüge - Stadt erobern Sandkastenfeger Kita Sandkastenfeger Vorschulkinder sollen einen spielerischen künstlerlischen Zugang zur Stadtumgebung erhalten. Was umgibt mich, wie erlebe ich das, was kann ich/ habe ich damit (zu) tun? Mit Mitteln der Kunst, der Theater- & Spielpädagogik werden die Kinder zum Ausdruck ihrer Wahnrnehmung in Kunst und Spiel geleitet. Nach Ausflügen in den Stadtteil folgt der Umgang mit dem gesammelten Material. Spiele u. Übungen führen zur Fokussierung auf Geruch, Geräusch, Tasteindruck, Farben u.Formen. Gemeinsame Abschlussausstellung der Kinder beider Kitas. bildende Kunst/Theater März bis Juni 2023 1x wöchentlich 2 Std. 12 Termine + 2x Ausstellung 4.106,00 € 2 Sandy Craus Streifzüge - Stadt erobern Ludwigsburgerstraße Kita Ludwigsburgerstraße s.o. Die Kooperation der beiden Kitas wird inhaltlich in das Projekt integriert. bildende Kunst/Theater April bis Juni 2023 1x wöchentlich 2 Stunden, 11 Termine 3.396,00 € 3 Hölderlin Gymnasium Kreativität leben Bühnen der Stadt Köln Schauspiel Köln, Oper Köln Comedia Colonia Landesbüro Tanz NRW WDR Medien und Bildung Gürzenich Orchester Filmhaus Köln Der Schwerpunkt Kunst und Kultur (KUKU) in der SEK I (Jahrgang 7- 10) der Schule ist auf Dauer angelegt und soll weiterhin fester Bestandteil des Schulprofils sein. Das Profil wird für jeweils eine gesamte Klasse eines Jahrgangs ab Kl. 7 angeboten. Jeder Jahrgang arbeitet intensiv zu einem eigenen Schwerpunkt. Jahrgang 7: Theatertraining, Stimme und Schauspiel.Jahrgang 8 Tanz, Musik und Bewegung. Jahrgang 9 bildende Kunst und Film; Text und Bild. Jahrgang 10 Projekttage. Die Schüler*innen entwickeln im Rahmen ihrer Schauspiel- ,Film-, Tanztrainingseinheiten eigene Projekte, Präsentationen und Veranstaltungen, angeleitet von professionellen Künstler*innen. Die SuS erleben eine Mischung aus Training, kreativer Arbeit, Rezeption von und Auseinandersetzung mit Kunst u. Kultur. Das Programm ermöglicht Kreativität, schafft besondere Verknüpfungen von kreativen Prozessen, macht Kunst und Kulturorte für Jugendliche erfahrbar. Akteure und Kultureinrichungen werden in unterschiedlichster Art in Beziehung gebracht. Ohne Drittmittel sind Finanzierung und Umsetzung des Schwerpunktes Kunst und Kultur nicht möglich . Bildende Kunst/Theater/Film/ Musik Schuljahr 2023/2024 begleitende rez. Angebote wie Besuch der lit. Cologne, Ausstellungen, Cinepänz 10.000,00 € 4 Museumspädagogische Gesellschaft e. V. Trauer, Abschied und Erinnern , ein aktives intergeneratives Begegnungsangebot in den städtischen Museen in 3 Modulen stehen noch nicht fest aufgeführt werden Vereine/ Hospizdienste Selbsthilfegruppen (TrauBe e. V., Aidshilfe Köln e. V., Onkologie Uniklinik) In dafür ausgewählten Kölner Museen sollen in geschlossenen Gruppen ausgesuchte Werke zu den Themenfeldern a) Tod und Trauer, b) Abschiednehmen, c) Erinnern betrachtet und vermittelt werden. Die dialogische Führung soll die Begegnungen unterstüzen und mit zentralen Informationen zu den Objekten begleiten. Im Anschluss erhalten die Teilnehmenden Gelegenheit, ihre Eindrücke aktiv in einer Werkstatt im kreativen und biografischen Schreiben auszutauschen, zu teilen und weiter zu verarbeiten. bildende Kunst/kreatives Schreiben April bis Dezember 2023, dialogische Vermittlung 1x monatlich/ bzw. 2x monatlich, ebenso Führung und Werkstatt 7.000,00 € Pilotprojekt, Kooperationspartner sind bestätigt, Verinbarung liegt noch nicht vor 5 Museumsdienst Köln Mein Köln 68 - Eine Zeitreise AWO - Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Köln e. V. Zentrum für Senioren Arnold- Overzier- Haus Outreach- Angebot des Kölnischen Stadtmuseums. Senior*innen können vor Ort in ihrer Pflegeeinrichtung das Stadtmuseum erleben. Einige Objekte aus den zwei Sonderausstellungen "Köln 68! Protest. Pop. Provokation" und "Made in Cologne. Kölner Marken für die Welt" werden zu den Senior*innen in die Pflegeeinrichtung gebracht. Die Ereignisse der späten 1960er Jahre sind Themenmittelpunkt. Anekdoten, Erinnerung oder Assoziationen aus der Vergangenheit der Teilnehmer*innen sollen zu Gesprächen, Dialogen und Erinnerungen führen. Auseinandersetzung mit Kunst, Kultur und Zeitgeschichte März bis Dezember 2023, 15 Workshops 4.807,00 € Angebot mit städtischen Mitteln nicht finanzierbar. Die Mittel dienen zur Honorierung von freiberuflichen Kräften der Kulturellen Bildung und der Anschaffung von Materialien zur Durchführung garantieren die kostenfreie Teilnahme der Senioren. Überblick Projekte 2023 Antragsteller Projekt Kooperationspartner Kurzbeschreibung Sparten Projektzeitraum Beantragt Bemerkungen 6 Katerina Giannakopoulou Mensch sein - Zusammen sind wir stark! Adolph- Kolping- Schule Im Projekt sollen Lehrkräfte und Schüler*innen zusammengeführt werden, um eine gemeinsame, generationsübergreifende Performance zu entwickeln und darzustellen mit folgenden Schwerpunkten: - Schauspiel/ Theater - Tanz - Film Das Gesamtwerk fließt ein in die Social Impact- Kampagne "Only HUMAN" für Toleranz und Vielfalt und soll Teil eines Langfilms werden. Schauspiel, Tanz, Film Schuljahr 2023/2024 als AG alle 2 Wochen 90 Minuten (2 Schulstunden), rezeptives Angebot: experimenteller Kurzfilm 10.000,00 € 7 Bürgerzentrum Ehrenfeld Klänge des Lebens - Erinnerungskulturprojekt in Ehrenfeld Maro Drom - Kölner Sinte und Freunde e. V. - Markus Reinhardt und Krystiane Vajda (durchführende Künstler*in) Helios Schule AWO Jugendeinichtungen Ossendorfweg, Frohnstr., Ossendorfpark Das Pilotprojekt verfolgt 3 Ziele: 1. Gedenken an die Deportation u. Ermordung Kölner Roma und Sinti mittels einer Veranstaltungsreihe in Schulen, Jugendeinrichtungen, im NS DOK , im Leo-Amman-Park, 2. Vermittlung ihrer Geschichte und Kultur über Musik, Speisen, Kunst, 3. Verstetigung einer Veranstaltungsreihe gegen Ausgrenzung u. Hass. Klänge des Lebens ist Ausdruck von Überleben, Erinnern und Weitertragen. Gegen das Vergessen. Im Mai 1940 wurden über tausend Sinti und Roma aus Ehrenfeld/Bickendorf über den Bahnhof Deutz in verschiedene Vernichtungslager deportiert und ermordet. Die Familien der Initiatoren Markus Reinhardt u. Krystiane Vajda sind selbst betroffen. Bildende Kunst, Musik 02.05.2023 - 11.06.2023 rezeptives Angebot: Veranstaltungsreihe im NS DOK 10.000,00 € 2. überarbeiteter Antrag, Pilotprojekt 8 Judith Ganz & Peter Halves Größer werden - Miteinander Kunst erleben Förderschule Sprache Brehmstraße Förderschule Sprache Alter Mühlenweg Projekt an 2 Förderschulen mit dem Schwerpunkt Sprache. Auf großformatigen Leinwänden kann mit viel Acrylfarbe mutig und frei gestaltet werden. Es sollen Techniken ausprobiert werden, die den Kindern helfen, Gefühle in Kunst umzusetzen. Mal was platzen lassen, mal draufhauen, mal ganz zart streicheln, Struktur geben. Die Ergebnisse werden dann in wechselseitigen Ausstellungen der jeweils anderen Schule präsentiert. Über eine Vielzahl an Medien (Brief, Video, Bild, etc) können die Kinder sich gegenseitig Feedback geben und in einen Dialog kommen, weiteren Austausch anregen, Erfahrungen teilen und neue Anregungen erhalten. Öffentlichkeitswirksame große Abschlussausstellung. Malerei, Zeichnung, Grafik, feedback verschiedene Medien März bis Oktober 2023, 8-11 jährige Kiinder, je 5 Termine à 3 Stunden, 2 Ausstellungen, Abschlussausstellung, rez. Angebot: Besuche in den Ateliers und in den Kölner Museen 9.700,00 € Projekt an 2 Schulen 9 COMEDIA Colonia Theater gGmbH Theaterkaleidoskop Henry Ford Realschule Mit dem Projekt soll die Darstellende Kunst an der Henry Ford Realschule (in einem bildungsfernen Sozialraum) in allen Klassen und Jahrgängen verankert und Theater in versch. Bereichen der Schule eingesetzt werden. Über die Rezeption von Inszenierungen als auch Austauschformate, Workshops (auch für Lehrkräfte als Multiplikatoren) und eigenes Theaterspielen werden die Jugendlichen erreicht. Das Medium Theater wird aktiv und in eigenem künstlerischem Erleben kennengelernt. Jeder Jahrgang erhält unterschiedliche Workshops in Umfang und Frequenz. theatrale Darstellung (Schauspiel, Tanz, Musik) Schuljahr 2023/2024, alle 650 SuS, 10 - 16 Jährige, rez. Angebot: Theaterpädagogische Angebote wie Nachgesprächsformate u. Workshops zu Inszenierungen 10.000,00 € Hohe Sachkosten begründen sich mit nötigen Schülertickets zu den Fahrten in die Comedia 10 Offene Kunstwerkstatt Köln Süd e. V. Brigitte Maxrath- Enger Susana Nazario Trippel Frauke Stärk Kreativ, intuitiv, inklusiv - Vielfalt im Atelier Diakonie Michaelshoven (aber auch Seniorennetzwerk, Verein Miteinander Leben e.V., Künstlerinnengruppe Mixed Pickles) Künstler*innen und Bürger*innen setzen sich kreativ mit Fragen u.Problemen unserer Gesellschaft auseinander. Fokus auf Kennenlernen verschiedener künstlerischer Techniken u. kreativen Ausdrucksmöglichkeiten. Das Projekt umfasst eine Kennenlernphase (6 Wochen), Vertiefungsphase und eine Präsentation der entstandenen Arbeiten in einer Abschlussausstellung Malerei, Bildhauerei, Fotografie März bis Oktober 2023, rez. Angebot: themenbezogen Besuch von Ausstellungen 9.460,00 € Überblick Projekte 2023 Antragsteller Projekt Kooperationspartner Kurzbeschreibung Sparten Projektzeitraum Beantragt Bemerkungen 11 Deutsch-Georgische-Kulturbegegnungen e. V. Tbilisoba Kulturfestival Opernwerkstatt am Rhein e. V. Tanzperformance (Georgischer Nationaltanz) mit bilateraler Besetzung Musikdarbietungen (deutsche Musikgruppen erlernen & spielen georgisches Liedgut; georgische Musiker präsentieren deutsche Folklore) Lesungen georgischer Schriftsteller*innen Kinder/Jugendlichen- Workshop zur georgischen Sprache Musik, Tanz 10/2023 - 10/2026 9.765,00 € 12 KUNTS e. V. Am Wasserturm Integrationshaus e. V. Kulturprogramm im Kalker Wasserturm rund um Literatur, Musik und Kunst für verschiedene Generationen (3 - 99), das kostenfrei und mehrsprachig zur Verfügung stehen soll. Angedacht ist ein diverses Programm hinsichtlich Mehrsprachigkeit und Kunstformaten. Monatlich sollen Lesungen, Ausstellungen, Workshops und Musikevents stattfinden, inhaltliche u. planerische Beteiligung von Kunst- und Kulturschaffenden und überhaupt Interessenten. Ziel ist ein neues Kunstzentrum auf der Schäl Sick. Literatur, Musik, bildende Kunst 04/2023 - 12/2025, rez. Angebot: Workshops zum kreativen Schreiben und zur Organisation soziokultureller Veranstaltungen 30.000,00 € Institutionelle Förderung 13 Álvaro Parrilla Álvarez Idee, Kamera ab und Aktion! (Idea, cámara y acción!) Neues Kölner Filmhaus e. V. Das Projekt zielt darauf ab, die spanischsprachige Gemeinschaft (ab 16) in Köln und an der spanischen Kultur Interessierten durch eine Reihe von audiovisuellen Kursen in Drehbuchschreiben und Kurzfilmproduktion zu stärken und zu aktivieren. Die Abschlussarbeiten werden in einer Veranstaltung präsentiert. Handyfilmkurs, Drehbuchkurs (12 TN), Geschichte des spanischen und lateinamerikanischen Films. Drehbuch, Film 09/2023 - 02/2024 rez. Angebot: Filmvorführungen (Spanien u. Lateinamerika) 10.000,00 € Durchführungsmodus Workshops? 14 Jugend- Kunstschule Rodenkirchen e. V. Zukunftsvisionnen Was bringt die Zukunft? Gesamtschule Rodenkirchen Ausgehend vom ambivalenten Thema Zukunft sollen die Schüler*innen bei Exkursionen, Museumsbesuchen und Ortserkundungen neue Blickwinkel entwickeln und so ihre Wahrnehmung in Bezug auf Kunst und Lebenswelt schärfen. Die neuen Begegnungen und Erfahrungen sollen in verschiedenen künstlerischen Verfahren umgesetzt und verarbeitet werden. Es sollen ein oder mehrere große Würfel gebaut und malerisch, grafisch und plastisch gestaltet werden. Performances und digitale Beiträge - über QR Codes auf dem Würfel abrufbar - sind außerdem möglich. Die Würfel sollen sich im Laufe des Projektes mit den Beiträgen der Jugendlichen verändern, Zukunftsvisionen in ihrer Pluralität dargestellt werden. Zeichnung, Siebdruck, Malerei, Skulptur, Performance, Medien 18.04.2023 - 31.01.2024 in den Schulwochen Dienstags, 14-16 Uhr (27 Tage) Schüler*innen der 5. u. 6. Jahrgänge., rez. Angebot: Besuche im Musem Ludwig oder MAKK und Skulpturenparks 9.552,00 € 15 Juze Meschenich "Du kannst dir Zeit nehmen" oder "Tu peux prendre ton temps" Kolumba - Kunstmuseum des Erzbistums Köln 1wöchiger Ferienworkshop; die Teilnehmer*innen richten einen Ausstellungsraum ein, der den Arbeitsprozess widerspiegelt. In diesem Ausstellungsraum werden die Stimmen Jugendlicher sicht- und hörbar - in Form von Audioarbeiten, Kurzvideos, Texten, Fotografien, Objekten. Schreiben, Fotografie,Medien, Objektbau 03.04. 2023 - 11.04.2023, Ferienprojekt, 12-18 Jahre, 4.341,00 € Überblick Projekte 2023 Antragsteller Projekt Kooperationspartner Kurzbeschreibung Sparten Projektzeitraum Beantragt Bemerkungen 16 Jörg Smock Kunststücke - Vielfalt künstlerischen Schaffens Max-Planck-Realschule Es werden Methoden des Kompetenznachweis Kultur (KNK) der Bundesvereinigung Kinder- und Jugendbildung (BKJ)angewandt. Das Projekt gliedert sich in die Module 1. Einstieg, 2. Spezialisierung und Aneignung, 3. Fixierung und Zusammenführung, 4. Abschluss und Reflexion. Die Schüler*innen lernen zunächst die vielfältigen Angebote kennen. Sie entwickeln aus zunächst gesetzten Themen eigene Ideen und Themen. In der 3. Phase werden darstellerische Schnittmengen experimentell bewegt. Bspl.: Ein großformatiges Bild wird bewegt präsentiert, flankiert von einer musikalischen Performance. 4. Den Abschluss bildet eine Gesamtperformance aus den zusammengeführten Ergebnissen und Erfahrungen. Schauspiel, Musik 17.04.2023 - 21.06.2023, (14 Termine) Klasse 7a, 12- 14 Jahre 9.826,00 € 17 Freunde der artothek e.V. Gesprächsforum statements Köln Orga-Team statements Ulli Böhmelmann, Hannah Schneider, Nicola Schudy Hinter dem Gesprächsforum "statements Köln" verbirgt sich ein Vortrags- und Gesprächsforum zu Fragestellungen der zeitgenössischen bildenden Kunst von und für Künstler*innen und Fachpublikum in der artothek. Das Format existiert seit 2016. Pro Veranstaltung werden 4 Künstler*innen eingeladen, die in 7 minütigen Kurzvorträgen ihre Arbeit in Bezug auf das Thema vorstellen. Für 2023 sind 2 Veranstaltungen zu den Themen Kunst+Bau und Kunst+Mode geplant. Die gewählten Themen sind spartenübergreifend zu Themen gewählt, die ein Spannungsverhältnis auftun. Über ein fachkundig moderiertes Gespräch werden Gegensätze, Gemeinsamkeiten und die vielfältigen Aspekte künstlerischer Herangehensweisen zunächst auf dem Bildende Kunst + Bau, Bildende Kunst + Mode, April -Dezember, 2 Termine 5.000,00 € anteilige Finanzierung, Antrag vom 09.02. am 27.02. eingegangen
Richtlinie Kommunaler Fonds Kulturelle Bildung_2023_03_17
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1 Förderrichtlinie „Kommunaler Fonds Kulturelle Bildung“ 1. Einleitung Mit Beschluss des Ausschusses Kunst und Kultur vom 03.05.2022 wurde die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung (KuBiK) aufgefordert, ein Konzept zur Einrichtung der neuen Förderschiene vorzulegen. Der Fonds Kulturelle Bildung schließt eine große Lücke in der städtischen Förderstruktur. So können innovative Projekte und längerfristige Programme Kultureller Bildung realisiert werden. Eine eigene Förderschiene bedeutet zudem, die unterschiedlichen Aspekte Kultureller Bildung abbilden zu können und das Thema als lebenslangen Prozess zu initiieren. 2. Förderziele Neue Projektformen und neue Zugänge zu Kunst und Kultur stehen im Fokus des geplanten Fonds Kulturelle Bildung. Gefördert werden Projekte, die innovativ und spartenüberwindend über singuläre Events hinausgehen und sich von einer Fokussierung auf Kunstproduktion oder Rezeption oder Kunstvermittlung lösen, um neue Ideen zu entwickeln und sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragen auseinanderzusetzen. Die Teilhabe von Kindern, Jugendlichen, Erwachsenen und Senior*innen an Kunst und Kultur und eine Kunstvermittlung mit hohem ästhetischem Anspruch sollen in vernetzten Strukturen innovativ und spartenübergreifend erreicht werden. Ein weiteres Ziel des Fonds Kulturelle Bildung ist es, möglichst nachhaltige Vernetzungen von Bildungseinrichtungen, Künstler*innen und Einrichtungen der freien Szene und ggf. weiteren Institutionen zu schaffen. 3. Förderkriterien Gefördert werden ausschließlich Kooperationsprojekte. Mindestens eine Partie muss dem Bereich Kunst und Kultur angehören und mindestens eine Partie dem Bereich Bildung, Jugend, Familie und Senior*innen zuzuordnen sein. Antragsberechtigt sind Künstler*innen oder Einrichtungen der freien Szene und Bildungseinrichtungen gemeinsam. Schulen sind selbst antragsberechtigt, wenn sie ein Projekt im Bündnis mit mehreren Kooperationspartnern planen. Ansonsten gilt, dass Schulen als Kooperationspartner für Künstler*innen, Einrichtungen der freien Szene und Kultureinrichtungen möglich sind, jedoch nicht als Antragsteller (aber Fördervereine, OGTs oder Familiengrundschulzentren im Bündnis mit Künstler*innen, Einrichtungen der freien Szene und Kultureinrichtungen). Die kulturpädagogischen Einrichtungen der AG 78 (§ 78 SGB VIII) werden z.T. von Kunstschaffenden organisiert und beschäftigen teilweise auch Künstler*innen. Diese Träger sind antragsberechtigt, wenn sie Kooperationsprojekte mit einer reinen Bildungseinrichtung oder weiteren Kunstschaffenden anderer Sparten bzw. Einrichtungen der freien Szene einreichen. Gemeinnützige Vereine kommen als Kooperationspartner von Künstler*innen und Einrichtungen der freien Szene in Betracht, wenn sie auch kulturell ausgerichtet sind. Unter diesem Gesichtspunkt sind auch Sportvereine oder die SpoHo antragsberechtigt (siehe 2 North Brigade e.V. Skaterpark, Abenteuerhalle Kalk, Kicken und Lesen). Der pädagogische Aspekt erfordert evtl. einen weiteren Partner. Städtische Institutionen wie z.B. der Museumsdienst Köln, die VHS, Stadtbibliothek oder Rheinische Musikschule sind als Bündnispartner von Bildungseinrichtungen und Kunstschaffenden wie auch Einrichtungen der freien Szene ebenfalls denkbar und antragsberechtigt. Allerdings werden lediglich max. 20% des gesamten Fördervolumens für städtische Vorhaben zugelassen. Neue Akteure und Kooperationspartner*innen sind ausdrücklich erwünscht. Vorrangig werden als Kooperationspartner*innen der Kunstschaffenden Institutionen, Vereine und Kulturbetriebe unterstützt, die als gemeinnützig anerkannt sind. Die Projekte sollten aktive, kreative und künstlerische Begegnungsformen und einen Anteil rezeptiver Teilhabe kombinieren. Die Ausrichtung des Fonds Kulturelle Bildung ist intergenerativ, interkulturell, inklusiv und integrativ. Die Zielgruppe wird altersoffen verstanden. Die Altersspanne reicht von Kindern und Jugendlichen bis zu Senior*innen. Senior*innen können sowohl Nutzer*innen als auch Antragsteller*innen sein. Konzepte sollten „als Plan B“ eine Corona-Anpassung mitdenken und möglichst Online- Szenarien einbeziehen. Es besteht keine Innovationspflicht. Bewährte, in das Konzept des Fonds Kulturelle Bildung passende Kooperationsprojekte, die eine Anschlussfinanzierung suchen, sind ausdrücklich willkommen. Gefördert werden professionelle Kunst- und Kulturprojekte, die nicht vorrangig profitorientiert oder kommerziell ausgerichtet sind. Die Zulassung von Künstler*innen ist nicht auf akademische Lebensläufe beschränkt. Die Professionalität der antragstellenden Künstler*innen ergibt sich aus ihrer Biographie und wird durch die Jury geprüft. 3.1. Kooperationen Kooperationen bestehen mindestens zu einem Teil aus dem Bereich Kunst und Kultur und mindestens zu einem Teil aus dem Bereich Bildung, Jugend, Familie, Senior*innen. Dazu zählen: Künstler*innen, Initiativen, Einrichtungen der freien Szene Bildungseinrichtungen Träger der freien Jugendhilfe kulturpädagogische Einrichtungen gemeinnützige Vereine mit kultureller Ausrichtung interkulturelle Zentren städtische Institutionen Bildungseinrichtungen Antragstellende Künstlergruppen, freie Institutionen und Initiativen müssen in der Regel mehrjährige Förderungen von Stiftungen, einer Kommune, Land oder Bund nachweisen. 3 Der Wohn – bzw. Geschäftssitz der Antragstellenden muss sich im PLZ-Gebiet Köln befinden. 4 3.2. Projekte Die Konzepte beinhalten aktive, kreative und künstlerische Begegnungsformen oder Module, die - ergänzt um rezeptive Teilhabe - neue Zugangswege zu Kunst und Kultur ermöglichen. Eigene künstlerische Ideen sollten den Diskurs gesellschaftlicher Fragestellungen aufgreifen und thematisieren. Die Förderungen sollen insbesondere im sozialräumlichen Kontext stattfinden. Außerhalb der 15 definierten Sozialräume des Programms „Lebenswerte Veedel“ müssen Projekte inhaltlich und strukturell einen niederschwelligen Zugang mit sozialräumlichem Bezug gewährleisten Die Jury kann thematische Fokussierungen und Sonderthemen für die jeweiligen Bewerbungsrunden festlegen. 3.3. Formale Kriterien Gefördert werden ausschließlich Kooperationsprojekte. Die Dauer einer Projektförderung beträgt maximal 3 Jahre. Für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein erweitertes polizeiliches Führungszeugnis erforderlich, das regelmäßig aktualisiert werden muss. Ein Projekt wird in der Regel mit 5.000 bis max. 10.000 € unterstützt. Projektauswahl und Entscheidung über die Höhe der Fördersumme trifft die Jury, die sich aus den Mitgliedern des Steuerungskreises KuBiK zusammensetzt. Die Förderempfehlungen der Jury werden den Ausschüssen Jugendhilfe, Schule und Weiterbildung sowie Kunst und Kultur zur Bestätigung vorgelegt. Im Jahr sind 2 Förderrunden (Frühling und Herbst) geplant. 4. Zuwendungsverfahren Der Eigenanteil der Antragsteller*innen gilt mit der Eigenleistung der Künstler*innen und Kooperationspartner*innen als erfüllt. Die Zuwendung darf nur zur Erfüllung des im Zuwendungsbescheid bestimmten Zwecks verwendet werden. Sie ist wirtschaftlich und sparsam zu verwenden. 4.1. Antrag Eine Kooperationsvereinbarung zwischen den antragstellenden Künstler*innen und den Bildungseinrichtungen ist Voraussetzung für eine Förderung. Im Antrag müssen dargelegt werden: Inhalt des Projektes, Projektbeschreibung Zielgruppe und Erreichbarkeit der Zielgruppe Zielsetzung und Zielerreichung Planung einzelner Projektschritte Wirksamkeit des Vorhabens möglicher Modellcharakter und Innovation des Projektes Perspektive möglicher Nachhaltigkeit der Kooperation Detaillierter Kosten- und Finanzierungsplan 5 Sofern das Projekt für eine Förderung ausgewählt wurde, erhalten die Antragsteller*innen einen Bewilligungsbescheid. 4.2. Berichte und Nachweise Spätestens 3 Monate nach Projektende muss ein Verwendungsnachweis eingereicht werden. Der Abgabetermin findet sich im Bewilligungsbescheid. Mit dem Verwendungsnachweis wird dokumentiert, ob das Projekt inhaltlich erfolgreich war und die Mittel zweckgebunden verwendet wurden. Er besteht aus einem zahlenmäßigen Nachweis der Projektkosten sowie der Gesamteinnahmen, einer Aufstellung der Sachkosten einem ausführlichen Sachbericht und weiteren Anlagen (z.B. Pressetexte, Programmhefte, Werbeplakate o.ä.). Der Verwendungsnachweis kann grundsätzlich zunächst ohne Belege eingereicht werden. Die Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung prüft den Verwendungsnachweis auf Plausibilität. Sollte im Einzelfall weitergehender Klärungsbedarf bestehen, können zusätzlich Belege angefordert werden. Die Buchführung und die Belege sind 5 Jahre nach Vorlage des Verwendungsnachweises aufzubewahren, sofern nicht nach steuerrechtlichen oder anderen Vorschriften eine längere Aufbewahrungsfrist bestimmt ist. Sind die nachgewiesenen Kosten geringer, als die mit dem Bewilligungsbescheid anerkannten Kosten, reduziert sich die Zuwendung entsprechend. Ebenso besteht eine Rückzahlungspflicht von Fördermitteln z.B. bei Abbruch des Projektes oder zweckfremder Verwendung der Förderung. Mehrjährige Projekte Die bewilligte Fördersumme wird in Raten ausgezahlt. Vor den Auszahlungsterminen sind Zwischenberichte in schriftlicher Form (per Mail) über den Sachstand und Projektfortgang einzureichen. Nach Abschluss des Projektes ist ein Gesamtverwendungsnachweis notwendig. Öffentlichkeitsarbeit Die Zuwendungsempfänger*innen sind für die Öffentlichkeitsarbeit selbst verantwortlich. Auf allen Ankündigungen (Plakate, Programme, Broschüren, Presseveröffentlichungen, Internetpräsentationen etc.) sowie Katalogen ist mit dem Logo der Stadt Köln an deutlich sichtbarer Stelle auf die Förderung hinzuweisen. Das Logo wird auf Anfrage zur Verfügung gestellt. (Februar 2023)
Mitteilung Ausschuss
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Dezernat, Dienststelle IV/40/404 Vorlagen-Nummer 21.04.2023 1237/2023 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Schule und Weiterbildung 24.04.2023 Jugendhilfeausschuss 02.05.2023 Ergebnisse der Antragsrunde zum Fonds Kulturelle Bildung 2023 Ergebnisse der Antragsrunde des kommunalen Fonds Kulturelle Bildung 2023 Kunst und Kultur sollen bereits frühzeitig in den Bildungsprozess eingebunden werden und eine Grundlage für alle weiteren Lern- und Bildungsprozesse schaffen. Ebenso sollen ältere Bevölkerungsgruppen die Möglichkeit erhalten, sich kulturell und ästhetisch entwickeln zu können. Kulturelle Bildung wird so zu einem lebenslangen Thema. Durch die synergetische Arbeit zwischen Bildungspartie und künstlerischer Einrichtung bzw. Künstler*in entsteht eine Kooperation auf Augenhöhe. Dabei wird insbesondere angestrebt, Vernetzungen zu fördern, die nachhaltig darauf angelegt sind, Projekte Kultureller Bildung gemeinsam mit freien Künst- lerinnen und Künstlern und Institutionen der freien Szene zu entwickeln und zu begleiten. Für die Haushaltsjahre 23/24 wurden der Koordinierungsstelle Kulturelle Bildung im Amt für Schulentwicklung je 100.000 € aus Mitteln des Kulturentwicklungsplans (KEP) für den Fonds Kulturelle Bildung zugesetzt. Eine erste Ausschreibungsrunde wurde Anfang des Jahres 2023 durchgeführt. In der Zeit von Mitte Januar bis Ende Februar 2023 erreichten die Koordinierungsstelle KuBiK 17 Förderanträge, die der Jury vorgelegt werden konnten. Von den eingereichten und in der Fach-Jury diskutierten Anträge wurden 12 Vorhaben befür- wortet. Diese Projekte überzeugen inhaltlich, stellen die Nachhaltigkeit der gewählten Koope- rationen glaubwürdig dar, sind spartenübergreifend und innovativ. Mit Umsetzung dieser Pro- jekte werden die Mittel des Kommunalen Fonds für 2023 bis auf einen Rest von 12.098 € ausgeschöpft. Nr. 8, 14 und 15: Die Beträge wurden den korrigierten Finanzplänen angepasst. (siehe auch Anlage „Überblick der Projekte“ ) Nr. 01 Sandy Craus/ KiTa Sandkas- tenfeger Streifzüge – Stadt erobern 4.106 € Nr. 02 Sandy Craus/ KiTa Ludwigs- burger Straße Streifzüge – Stadt erobern 3.396 € Nr. 03 Hölderlin Gymnasium/div. Partner Kreativität leben 10.000 € Nr. 04 Museumspädagogische. Gesellschaft/Hospizdienst West Tod, Abschied und Erinnern 7.000 € Nr. 05 Museumsdienst/AWO - Arnold-Overzier-Haus Mein Köln 68 – Eine Zeitreise ..4.807 € Nr. 06 K. Giannakopulo/Adolph- Kolping-Schule Mensch sein- zusammen sind wir stark 10.000 € Nr. 07 Bürgerzentrum Ehrenfeld/ Klänge des Lebens 10.000 € 2 Maro Drom e.V. Nr. 08 Judith Ganz&Peter Hal- ves/Förderschulen Brehmstr. und Alter Mühlenweg Größer werden – Miteinander Kunst erleben 9.700 € Nr. 09 Comedia Theater/Henry Ford Realschule Theaterkaleidoskop 10.000 € Nr. 14 Jugend-Kunstschule Ro- denkirchen e.V./ Gesamt- schule Rodenkirchen Zukunftsvisionen/Was bringt die Zukunft 9.552 € Nr. 15 JuZe Meschenich /Kolumba Museum Du kannst Dir Zeit nehmen 4.341 € Nr. 17 Freunde der artothek e.V./statements Köln Gesprächsforum statements Köln 5.000 € Die abgelehnten Projekte Nr. 10, 11, 12, 13, 16 entsprechen nach Auffassung der Jury ent- weder nicht der Idee des Fonds KuBiK, sind nicht als Projekte im Rahmen des Fonds erkenn- bar oder werden von der Ausrichtung der Konzepte her bei anderen Fördermittelgebern gese- hen. Unter den 12 bewilligten Konzepten befinden sich auch 3 Anträge städtischer Institutionen (Nr. 4, Nr. 5 und Nr. 17). Zusammengerechnet benötigen diese Projekte weniger als 20% des jähr- lichen Fördervolumens. Gleichwohl wurde auf Vorschlag der Jury die Richtlinie des Fonds um den Passus ergänzt, max. 20% des Fördervolumens für städtische Vorhaben zuzulassen. Präzisiert wurde in der Richtlinie ebenfalls die mögliche Bewerbung von Schulen um Mittel aus dem Fonds Kulturelle Bildung. Wenn eine Schule federführend ein Projekt mit mehreren Kooperationspartnern plant, sollte die Schule selbst einen Antrag stellen können. Zum Ablauf der Förderrunde des kommunalen Fonds Kulturelle Bildung 2023 Kommunikation des neuen kommunalen Fonds Folgende Kommunikationswege zur Bekanntmachung wurden genutzt: 1. Die Mitglieder des Steuerungskreises KuBiK informierten wie in der ersten Antragsrun- de 2022 ihren jeweiligen Adressatenkreis potenzieller Antragsteller*innen über die Fördermöglichkeit. 2. Die Unterlagen wurden auf musenkuss-koeln.de eingestellt. 3. Potenzielle Interessenten wurden direkt angeschrieben. Zusammensetzung Jury Die Richtlinie betrachtet den gesamten Steuerungskreis als Verteiler für die eingesandten Förderanträge, während in der operativen Jury folgende Fachstellen vertreten sind: • 404/5 (Amt f. Schulentwicklung, KuBiK • 41 (Kulturamt) • 4522 (Museumsdienst, Kulturelle Vermittlung und Bildung) • 42/2 (VHS, politische und kulturelle Bildung) • 512/2 (Kinderinteressen u. Jugendförderung) • 162/2 (Kommunales Integrationszentrum, schulische Bildung) Damit ist die notwendige hohe Fachkompetenz gewährleistet und der unterschiedliche Ansatz bzw. unterschiedliche Ausrichtung kultureller Bildung in den einzelnen Dienststellen werden kompetent vertreten. Die Jury tagte am 02.03.2023 digital. Der Ausschuss Kunst und Kultur bestätigte die Förderempfehlungen der Jury am 14.März und beschloss die Umsetzung der empfohlenen Projekte. Ebenso beauftragte der Ausschuss Kunst und Kultur die Koordinierungsstelle KuBiK mit der unterjährigen Vergabe der Restmittel entsprechend der Richtlinie des Kommunalen Fonds KuBiK. Gez. Voigtsberger
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1237/2023
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 21.04.2023
- Erstellt
- 12.04.2023 19:36