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AN/1475/2024

Erneuerung von zwei bzw. vier Brücken im Autobahnkreuz (AK) Köln-Gremberg 2025

Die Linke. Anfrage nach § 4 28.10.2024

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Nächste Beratung: Ausschuss Klima, Umwelt und Grün, Sitzung am 30.01.2025, TOP 1.3

Linke Anfrage nach § 4

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Linke Anfrage nach § 4

4877 Zeichen

Die Linke.-Fraktion · Postfach 103564 · 50475 Köln  
 
Frau Oberbürgermeisterin  
Henriette Reker  
 
Vorsitzende des Ausschusses  
Klima, Umwelt und Grün  
Denise Abé 
 
Rathaus, Spanischer Bau  
 50667 Köln 
Postanschrift:  
Postfach 103564 · 50475 Köln  
Tel: 0221/221 -27840 · Fax: 0221/221-27841  
E-mail: DieLinke@stadt-koeln.de 
Fraktionsvorstand  
 
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 28.10.2024 
AN/1475/2024 
Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 31.10.2024 
Erneuerung von zwei bzw. vier Brücken im Autobahnkreuz (AK) Köln-Gremberg 2025 
Sehr geehrte Frau Ausschussvorsitzende Abé,  
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin Reker,  
 
DIE LINKE. Fraktion im Rat der Stadt Köln bittet Sie ganz herzlich, die folgende Anfrage 
auf die Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Klima, Umwelt und Grün am 
31.10.2024 zu setzen.  
 
Es handelt sich bei der Baumaßnahme im AK Köln -Gremberg um je zwei Brücken v on 
1939 und von 1963, die durch zwei neue Brücken (Ersatzbauwerke) ersetzt werden sollen. 
Die Bauarbeiten dazu sollen bereits 2025 beginnen.  
Laut Genehmigungsbeschleunigungsgesetz können Ersatzneubauten im Bereich der 
Bundesfernstraßen auch bei baulicher E rweiterung im Vorgriff auf einen späteren Ausbau 
genehmigungsfrei und ohne Umweltverträglichkeitsprüfung errichtet werden, wenn die 
Maßnahme auf das Brückenbauwerk begrenzt ist.  
 
Dieses Genehmigungsbeschleunigungsgesetz wird offensichtlich auf diese 
Baumaßnahme angewandt, weshalb  wenig bis nichts über den Bauumfang in der 
Öffentlichkeit bekannt beziehungsweise in Erfahrung zu bringen ist.  
Zumindest verlautete, dass in 2025 mit den eigentlichen Baumaßnahmen begonnen 
werden soll und Fäll - beziehungsweise Rodungsmaßnahmen gegebenenfalls bereits 2024 
beginnen könnten.  
Für das Bauprojekt sind bisher insgesamt 3 Jahre geplant. Der Neubau soll im laufenden 
Betrieb stattfinden. Dafür werden zuerst Behelfsbrücken errichtet und die 
Verkehrsführung entsprechend angepasst. Anschließend werden die alten Brücken

abgerissen und die neuen Brücken errichtet. Zum Schluss soll der Verkehr auf die neuen 
Brücken geleitet und die Behelfsbrücken entfernt werden.  
 
Die Autobahn GmbH weist ausdrücklich darauf hin, dass diese Ba uarbeiten nichts mit 
einer geplanten Erweiterung der A4 einschließlich der sogenannten Ertüchtigung des AK 
Köln-Gremberg zu tun hätten.  
 
Was nicht bekannt ist, ist die gesamte Logistik der Baustelle. Werden die An - und 
Abfahrten des Baumaterials über die A utobahn und das AK Köln -Gremberg erfolgen oder 
wird - was wahrscheinlicher ist - eine gesonderte An/Anfahrt gebaut werden? Wo wird das 
Baumaterial gelagert? Was wird an weiteren Infrastrukturmaßnahmen für diese 
Baumaßnahme benötigt und welche Flächen werde n dafür in Anspruch genommen 
werden? 
 
Warum ist das so wichtig?  
Der Kiesgrubensee Gremberghoven grenzt unmittelbar an das AK Köln -Gremberg. Er ist 
als Naturschutzgebiet, gesetzlich geschütztes Biotop,  Biotopverbundfläche und 
Biotopkatasterfläche ausgewiese n. 
Das Gremberger Wäldchen, das in der Nähe des AK Köln -Gremberg liegt, ist Bestandteil 
des rechtsrheinischen Grüngürtels und ist als Landschaftsschutzgebiet, 
Biotopverbundfläche und Biotopkatasterfläche ausgewiesen. Er ist der älteste Wald Kölns, 
ein städtisches Naherholungsgebiet und beherbergt eine Rotbuche aus den ersten 
Jahrzehnten des 18. Jahrhunderts, den wahrscheinlich ältesten Baum Kölns.  
Selbst das eigentliche AK Köln -Gremberg liegt im Landschaftsschutzgebiet.  
Alle Flächen liegen auf Kölner Stadt gebiet Gebiet und zum Teil sogar Eigentum der Stadt 
Köln. Die Stadt ist für den Erhalt und Ausbau von Grünflächen zuständig und muss 
Grünflächenzerstörung entgegenwirken. 
 
Darum ist es in unser aller Interesse zu erfahren, was genau die Autobahn GmbH plant , 
wie das Ausbaukonzept aussieht, welche Flächen in Anspruch genommen werden, was 
mit der Natur auf diesen Flächen geschehen und wie mit zerstörte Natur weiter 
umgegangen werden wird.  
 
Daher bitten wir um die Beantwortung der folgenden Fragen:  
 
1. Wie sieht das Ausbaukonzept und der Bauablauf der Autobahn GmbH für den 
Neubau der Brücken aus?  
 
2. Welche Flächen werden insgesamt im Rahmen des Brückenbaus in Anspruch 
genommen werden, wie beispielsweise für An/Abfahrten, für Lagerung von 
Material, für Baumaschinen, für Baucontainer etc. und in welchen Zeiträumen?  
 
3. Wie viele und in welchen Bereichen, werden in welchem Zeitraum für die 
bauvorbereitenden und die eigentlichen Arbeiten, Bäume gefällt beziehungsweise 
gerodet werden? 
 
4. Wem gehören  
a. das Gremberger Wäldchen,  
b. die Kiesgrubenseen Gremberghoven  
c. die Fläche auf der sich das AK Köln -Gremberg befindet?

gez. 
Michael Weisenstein 
Fraktionsgeschäftsführer 
gez. 
Uschi Röhrig 
Umweltpolitische Sprecherin

Beratungsverlauf (1)

30.01.2025 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 1.3 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/1475/2024
Typ
Die Linke. Anfrage nach § 4
Datum
28.10.2024
Erstellt
28.10.2024 11:32