Mandari Insight

AN/0285/2017

Keine Verlagerung des städtischen Großmarkts nach Lindweiler/Volkhoven/Weiler!

Antrag nach § 3 BV6 (SPD) 23.02.2017

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Bezirksvertretung 6 (Chorweiler), Sitzung am 09.03.2017, TOP 8.3.2

Antrag nach § 3 (SPD BV6)

· application/pdf

Ansehen

Antrag nach § 3 (SPD BV6)

5972 Zeichen

SPD Fraktion BV 6 Bezirksrathaus Chorweiler Pariser Platz 1 50765 Köln (Chorweiler) 
 
 
 
SPD Fraktion BV 6 Bezirksrathaus Chorweiler Pariser Platz 1 50765 Köln (Chorweiler) 
 
 
 
 
 
 
Gleichlautend 
Frau Oberbürgermeisterin 
Henriette Reker 
 
Herrn Bezirksbürgermeister 
Reinhard Zöllner 
 Eingang beim Bezirksbürgermeister:  
AN/0285/2017 
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates 
Gremium Datum der Sitzung 
Bezirksvertretung 6 (Chorweiler) 09.03.2017 
 
Keine Verlagerung des städtischen Großmarkts nach Lindweiler/Volkhoven/Weiler! 
Sehr geehrter Herr Bezirksbürgermeister, 
sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, 
die Antragsteller bitten Sie, folgenden Antrag in die Sitzung der Bezirksvertretung Chorweiler 
am 09.03.2017 aufzunehmen: 
 
Begründung: 
Die Bezirksvertretung Chorweiler lehnt eine Verlagerung des Großmarkts und den Neubau des 
Frische-/ Logistikzentrumsauf eine ca. 52 ha große, im städtischen Eigentum stehende Fläche 
nördlich Lindweiler/ westlich Volkhoven/Weiler, östlich der A57 ausgesprochen. 
 
Wie die Verwaltung bereits 2007 in ihrer Standortempfehlung zur Verlagerung des Kölner 
Großmarkts ausgeführt hat, ist diese Fläche auch aus Sicht der Antragstellenden keinesfalls ein 
geeigneter Standort für ein neues Frischezentrum, und zwar unter mehreren Gesichtspunkten: 
 
Ein Frischezentrum/Großmarkt dient dem Verkauf von Lebensmitteln an 
Lebensmittelunternehmen, jedoch nicht an Endverbraucher. Das Logistikzentrum ist somit nicht 
auf die unmittelbare Versorgung der Bevölkerung vor Ort ausgerichtet, sondern soll 
Händlerinnen und Händler aus Köln und der Region mit Waren beliefern, die diese dann an die 
Verbraucherinnen und Verbraucher im gesamten Raum Köln weiterverkaufen. Ein 
Großmarkt/Frischezentrum ist deshalb ein großflächiger Gewerbetrieb und erzeugt einen 
erheblichen Transportverkehr, in der Regel mit Lkws und Transportern rund um die Uhr, 
vornehmlich aber in den Morgenstunden. Ein erhebliches Verkehrsaufkommen und erhebliche 
Lärm- und Abgasemissionen sind die Folge. Im Umkreis des Standorts 
Lindweiler/Volkhoven/Weiler leben 70.000 davon unmittelbar betroffene Menschen, d.h. vor 
 
SPD Fraktion Stadtbezirk Köln-Chorweiler 
 
23. Februar 2017 
 
 0221/221 96303   0221/221 96304    spd-bv6@stadt-koeln.de

SPD Fraktion BV 6 Bezirksrathaus Chorweiler Pariser Platz 1 50765 Köln (Chorweiler 
 2 
allem in Volkhoven/Weiler, Lindweiler, Pesch und Esch/Auweiler, darüber hinaus aber auch in 
Heimersdorf, Chorweiler, Seeberg und Blumenberg.  
 
Eine zusätzliche Verkehrsbelastung im städtischen, vor allem auch innerstädtischen Raum 
entsteht dadurch, dass die Anlieferung des Logistikzentrums häufig vom Kölner Süden ( z.B. 
durch vom Frachtverkehr vom Flughafen, durch Obst- und Gemüsetransporte aus dem 
Vorgebirge und aus den Mittelmeerländern wie Spanien) her erfolgt und so zusätzlicher Verkehr 
durch das Stadtgebiet von Köln (z.B. bei Staus auf der BAB1 und BAB 57 und den daraus 
resultierenden Umleitungs-/ Ausweichrouten) erzeugt wird. 
Auch die Verteilung der Waren aus dem Logistikzentrum führt zu zusätzlichem 
Verkehrsaufkommen.  
 
Die Verkehrsbelastung des Stadtbezirks ist durch die Neuansiedlung des Containerstandortes 
an der Industriestraße ohnehin erheblich angewachsen. Auch die Situation an der Leverkusener 
Brücke durch LKW-Sperrungen sowie durch den geplanten Neubau verursacht ständige Staus 
im gesamten Stadtbezirk Chorweiler und führt die bereits jetzt zu unerträglichen Lärm- und 
Umweltbelastungen der Menschen. 
 
Der Standort ist aus Gründen des Natur-, Landschafts- und Klimaschutzes abzulehnen. 
Negative Auswirkungen eines Frischezentrums auf die umgebenden Siedlungen und damit auf 
eine große Zahl von Menschen wären wahrscheinlich. Heute besteht ein Freilandklima guter 
Ausprägung - der Bau eines Frischezentrums bedeutet hingegen einen Klimaumschwung in ein 
„Innenstadtklima“, d.h.der Bereich wird zu einer intensiven Wärmeinsel und trägt so zu einer 
weiteren Umweltbelastung des gesamten Gebiets bei.Über den weiter nördlich bestehenden 
Feldern gebildete Kaltluft würde beim Überstreichen des Logistikzentrums aufgewärmt. Dies 
würde zu einem Abriegeln der verbleibenden klimatischen Ausgleichsflächen von den Ortsteilen 
Lindweiler und Volkhoven führen. Die große, ausgeräumte Ackerfläche ist zudem in 
Zusammenhang mit den umgebenden Flächen (Gehölze, Wald, Baggersee, weitere Felder) als 
Freiraum und als Nahrungsbiotop wichtig. Folgerichtig ist die in Rede stehende Fläche im 
Regionalplan als Allgemeiner Freiraum- und Agrarbereich mit regionalem Grünzug und im 
Flächennutzungsplan als Grünfläche festgesetzt. 
Ebenso ist die verkehrliche Anbindung negativ. Eine Autobahnabfahrt auf der BAB 57 von 
Norden kommend fehlt ebenso wie eine Zufahrt Richtung Norden. Eine ordentliche Anbindung 
an die A 57 ist daher nicht gegeben, der Verkehr würde über die innerörtlichen Straßen fließen. 
Der Standort würde daher zu einem weiteren Verkehrschaos im Kölner Norden führen. 
Grundsätzlich macht es wenig Sinn, in die unmittelbare Nähe des Neußer Hafens mit seinen 
Logistikangeboten ein weiteres Logistikzentrum anzusiedeln.  
Im Kontext des Integrierten Handlungskonzepts Lindweiler wurde zudem auf die katastrophale 
Insellage des Stadtteils Lindweiler durch den Umgebungsverkehr auf der BAB57, der 
Eisenbahnlinie, dem Zubringer Chorweiler und dem übrigen Straßennetz verwiesen. Sollte eine 
Verlagerung des Logistikzentrums nördlich Lindweiler erfolgen, dann werden jahrelange 
Bemühungen der Politik und der Verwaltung den Stadtteil Lindweiler lebenswerter zu gestalten, 
ad absurdum geführt.   
 
Zudem sprechen sich die Händlerinnen und Händler klar gegen den Standort eines 
Logistikzentrums im Kölner Norden aus.  
 
 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Für die SPD-Fraktion 
 
Inan Gökpinar                                             Friedhelm Ottenberg 
Fraktionsvorsitzender                                   Bezirksvertreter

Beratungsverlauf (1)

09.03.2017 Bezirksvertretung 6 (Chorweiler)
TOP 8.3.2 Entscheidung Entscheidung

Beschluss: geändert beschlossen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0285/2017
Typ
Antrag nach § 3 BV6 (SPD)
Datum
23.02.2017
Erstellt
03.08.2017 00:27