AN/0877/2025
Informationskampagne „Halten auf Zuruf“ in Bussen – für mehr Sicherheit, Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit
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SPD Antrag nach § 3
3154 Zeichen
Frau Oberbürgermeisterin
Henriette Reker
An die Vorsitzende des Ausschusses
für die Gleichstellung von Frauen und Männern
Teresa De Bellis-Olinger
SPD-Fraktion
im Rat der Stadt Köln
Rathaus, Spanischer Bau
50667 Köln
fon 0221. 221 259 50
fax 0221. 221 246 57
mail fraktion@koelnspd.de
web www.koelnspd.de
Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.06.2025
AN/0877/2025
Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates
Gremium Datum der Sitzung
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 30.06.2025
Informationskampagne „Halten auf Zuruf„ in Bussen – für mehr Sicherheit,
Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Ausschussvorsitzende,
die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der kommenden
Ausschusssitzung aufzunehmen:
Beschluss:
1. Der Gleichstellungsausschuss beauftragt die Verwaltung, in enger Zusam-
menarbeit mit den örtlichen Verkehrsbetrieben eine zielgerichtete Informati-
onskampagne zum Angebot „Halten auf Zuruf“ in Bussen zu initiieren.
2. Die Kampagne soll insbesondere Frauen und andere vulnerable Gruppen an-
sprechen, um zur Stärkung der subjektiven Sicherheit beizutragen und einen
weiteren Schritt in Richtung einer gendergerechten Stadt- und Mobilitätspla-
nung zu leisten.
Begründung:
Der öffentliche Nahverkehr ist ein zentraler Bestandteil städtischer Daseinsvorsorge
– insbesondere für Frauen und Mädchen. Laut dem Mobilitätsbericht Köln 2022 nut-
zen weiblich gelesene Personen den ÖPNV häufiger als Männer und legen mehr
- 2 -
Strecke zu Fuß zurück. Gleichzeitig belegen zahlreiche Studien, dass Frauen über-
proportional von Unsicherheitsgefühlen und Ängsten im öffentlichen Raum betroffen
sind, vor allem in den Abend- und Nachtstunden.[1]
Hier kann das Angebot „Halten auf Zuruf“ (auch „Wunschausstieg“ genannt) konkrete
Unterstützung bieten, denn es ermöglicht Fahrgästen nach 21 Uhr die Möglichkeit,
auf Zuruf an sicheren, individuell gewünschten Orten zwischen regulären Haltestellen
auszusteigen. Es ist ein niedrigschwelliges und wirksames Instrument, um Wege zu
verkürzen, Sichtkontakte zu sichern und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen.
Trotzdem ist das Angebot weitgehend unbekannt, offenbar auch beim Fahrpersonal.
Durch die SPD-Anfrage an die Verwaltung wurde deutlich, dass das Angebot zwar
vorgehalten wird, aber nicht genutzt werden kann, weil es weitgehend unbekannt ist
und nicht aktiv beworben wird. Es gibt keine Öffentlichkeitskampagne und keine dau-
erhafte Sichtbarkeit in der KVB-App oder im Stadtbild. Dies führt dazu, dass eine
wichtige Maßnahme zur Geschlechtergerechtigkeit und zum Schutz von insbeson-
dere Frauen, Mädchen, Senior*innen und queeren Personen unzureichend genutzt
wird. Zudem wurde das Angebot nie evaluiert.
Mit freundlichen Grüßen
gez. Thomas Breustedt
SPD-Fraktionsgeschäftsführer
[1] Z. B.: https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg2021/get/documents_E -1575381299/heidel-
berg/PB5Documents/pdf/Sicherheitsstudie -Kurzf.p65.pdf?utm_source=chatgpt.com
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: endgültig abgelehnt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/0877/2025
- Typ
- SPD Antrag nach § 3
- Datum
- 12.06.2025
- Erstellt
- 12.06.2025 13:26