Informationskampagne „Halten auf Zuruf“ in Bussen – für mehr Sicherheit, Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit
SPD Antrag nach § 3 AN/0877/2025 vom 12.06.2025
Stand: Am 30.06.2025 im Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern endgültig abgelehnt.
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SPD Antrag nach § 3
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Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker An die Vorsitzende des Ausschusses für die Gleichstellung von Frauen und Männern Teresa De Bellis-Olinger SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 12.06.2025 AN/0877/2025 Antrag gem. § 3 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern 30.06.2025 Informationskampagne „Halten auf Zuruf„ in Bussen – für mehr Sicherheit, Sichtbarkeit und Gendergerechtigkeit Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, sehr geehrte Ausschussvorsitzende, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgenden Antrag in die Tagesordnung der kommenden Ausschusssitzung aufzunehmen: Beschluss: 1. Der Gleichstellungsausschuss beauftragt die Verwaltung, in enger Zusam- menarbeit mit den örtlichen Verkehrsbetrieben eine zielgerichtete Informati- onskampagne zum Angebot „Halten auf Zuruf“ in Bussen zu initiieren. 2. Die Kampagne soll insbesondere Frauen und andere vulnerable Gruppen an- sprechen, um zur Stärkung der subjektiven Sicherheit beizutragen und einen weiteren Schritt in Richtung einer gendergerechten Stadt- und Mobilitätspla- nung zu leisten. Begründung: Der öffentliche Nahverkehr ist ein zentraler Bestandteil städtischer Daseinsvorsorge – insbesondere für Frauen und Mädchen. Laut dem Mobilitätsbericht Köln 2022 nut- zen weiblich gelesene Personen den ÖPNV häufiger als Männer und legen mehr - 2 - Strecke zu Fuß zurück. Gleichzeitig belegen zahlreiche Studien, dass Frauen über- proportional von Unsicherheitsgefühlen und Ängsten im öffentlichen Raum betroffen sind, vor allem in den Abend- und Nachtstunden.[1] Hier kann das Angebot „Halten auf Zuruf“ (auch „Wunschausstieg“ genannt) konkrete Unterstützung bieten, denn es ermöglicht Fahrgästen nach 21 Uhr die Möglichkeit, auf Zuruf an sicheren, individuell gewünschten Orten zwischen regulären Haltestellen auszusteigen. Es ist ein niedrigschwelliges und wirksames Instrument, um Wege zu verkürzen, Sichtkontakte zu sichern und das Sicherheitsgefühl zu erhöhen. Trotzdem ist das Angebot weitgehend unbekannt, offenbar auch beim Fahrpersonal. Durch die SPD-Anfrage an die Verwaltung wurde deutlich, dass das Angebot zwar vorgehalten wird, aber nicht genutzt werden kann, weil es weitgehend unbekannt ist und nicht aktiv beworben wird. Es gibt keine Öffentlichkeitskampagne und keine dau- erhafte Sichtbarkeit in der KVB-App oder im Stadtbild. Dies führt dazu, dass eine wichtige Maßnahme zur Geschlechtergerechtigkeit und zum Schutz von insbeson- dere Frauen, Mädchen, Senior*innen und queeren Personen unzureichend genutzt wird. Zudem wurde das Angebot nie evaluiert. Mit freundlichen Grüßen gez. Thomas Breustedt SPD-Fraktionsgeschäftsführer [1] Z. B.: https://www.heidelberg.de/site/Heidelberg2021/get/documents_E -1575381299/heidel- berg/PB5Documents/pdf/Sicherheitsstudie -Kurzf.p65.pdf?utm_source=chatgpt.com
Beratungsverlauf
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30.06.2025
Ausschuss für die Gleichstellung von Frauen und Männern
TOP 2.1, Antrag / Anfrage. Ergebnis: endgültig abgelehnt
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