V/0506/2017
"Kultur-Fördertopf stärkt Transparenz und Mitsprache" - Antrag der FDP Fraktion an den Rat Nr. A-R/0026/2010
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Kultur_Foerdertopf_A-R_0026_2010_Originalantrag
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Antrag an den Rat Nr. A-R/0026/2010 F DP - RATSFRAKTION MÜNSTER – DIE LIBERALEN Die FDP - Fraktion im Internet: http://www.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de FDP - Ratsfraktion Geringhoffstraße 48 48163 Münster Tel.: 0251 - 987 30 60 Fax: 0251 - 987 30 61 Email: fraktion@fdp-ms.de Münster, 08.03.2010 Kultur-Fördertopf stärkt Transparenz und Mitsprache Der Rat möge beschließen: Die Stadt Münster schafft einen „Kultur-Fördertopf“ für Vereine und Gruppen der Freien Kunst- und Kulturszene in Münster, in dem die bishe r von der Stadt gezahlten Betriebs- kosten-, Personal- und Mischzuschüsse zusammengefas st werden. Als Vorbild dienen hier der Zuschuss an den Stadtsportbund (SSB) zur Vereinssportförderung und der „Sport- Fördertopf“ für den Ausbau der Sportanlagen, bei de m der SSB und seine Mitgliedsverei- ne jeweils angemessen an der Mittel-Verteilung beteiligt sind. Da eine Dachorganisation der freien Kulturszene in Münster fehlt, die dem SSB vergleich- bar ist, lädt die Verwaltung die bisher durch die S tadt geförderten Freien Gruppen initiativ zu einer gemeinsamen Sitzung ein. Ziel ist es, ein Gremium aus diesen Vertretern zu kon- stituieren, das künftig Vorschläge für die Verteilung der Zuschüsse erarbeitet. Die Stadt Münster beruft als Fachbeirat für dieses Gremium ein Kuratorium aus Vertretern der Freien Kulturszene in Nordrhein-Westfalen, das die Antragsteller begleitet, anregt und berät. Über die zwischen dem neu geschaffenen Gremium und der Fachverwaltung abgestimm- ten Förder-Anträge entscheiden die zuständigen Ratsgremien. Begründung: Die Freie Kultur- und Kunstszene trägt durch ihre O riginalität und Vielfalt erheblich zum „kulturellen Gesicht“ der Stadt Münster bei. Freie Theater, Tanz, bildende Künste und Mu- sik haben sich einen beachteten und anerkannten Rau m neben den etablierten Kultur- Trägern geschaffen. Dies fördert und stärkt die Sta dt durch finanzielle Unterstützung, die ebenso das oft ehrenamtliche Engagement der Beteili gten und ihren häufig auch sozialen und gesellschaftlichen Einsatz anerkennt. Kunst und Kultur haben – ganz ähnlich wie der Sport – großes integratives Potenzial, aber bieten eben auch durch die Kreativität, Spontaneitä t und „Unangepasstheit“ ihrer Protago- nisten ein reizvolles Terrain für Menschen aller Al tersgruppen, die die unterschiedlichsten F DP - RATSFRAKTION MÜNSTER – DIE LIBERALEN Die FDP - Fraktion im Internet: http://www.fdp-ms.de Email: fraktion@fdp-ms.de Sichtweisen auf gesellschaftliche Fragen und Realit äten, aber auch die oft Frucht bringen- de Auseinandersetzung mit unkonventionellen Darstellungsformen schätzen. Gerade in Zeiten von Haushaltskonsolidierungen und notwendigen Einsparungen muss auch die finanzielle Unterstützung der Freien Szene so gerecht und effektiv wie möglich behandelt werden. Deshalb schlägt die FDP-Fraktion die angemessene Beteiligung der Mitglieder dieser Szene an der Mittelvergabe als ei ne Möglichkeit vor, die zur Verfügung stehenden finanziellen Ressourcen nach für diese Gr uppen transparenten Gesichtspunk- ten zu verteilen. In direkten Gesprächen der Gruppe n untereinander werden die Bedarfe ermittelt und zu den zur Verfügung stehenden Zuschüssen in Relation gesetzt. Die Einbindung eines Beirates mit Mitgliedern aus a nderen Städten des Landes erscheint deshalb wünschenswert, weil durch deren Wissen und Anregungen möglicherweise auch Initiativen aufgegriffen werden, bei denen in Münst er noch Entwicklungspotenzial besteht. Hier ist die Chance gegeben, die Freie Szene unserer Stadt weiter zu stärken. Die Richtlinien, nach denen bisher die Zuschüsse ve rgeben wurden, behalten ihre Gel- tung. gez. Carola Möllemann-Appelhoff Hans Varnhagen Jürgen Reuter Dr. Karin Obst Sebastian Steinzen Gisela Geschkewitz Jens Lenski
Beschlussvorlage
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V/0506/2017 DER OBERBÜRGERMEISTER Kulturamt Betrifft "Kultur-Fördertopf stärkt Transparenz und Mitsprache" - Antrag der FDP Fraktion an den Rat Nr. A-R/0026/2010 Beratungsfolge 22.06.2017 Kulturausschuss Entscheidung Beschlussvorschlag: I. Sachentscheidung: 1. Der Kulturausschuss nimmt die Ausführungen zur Entwicklung und zur Umsetzu ng der ko m- munalen Kulturförderung zur Kenntnis. 2. Der Antrag Nr. A-R/0026/2010 der FDP-Ratsfraktion „Kultur-Fördertopf stärkt Transparenz und Mitsprache“ wird nicht aufgegriffen. Begründung: Mit dem Antrag der FDP-Fraktion an den Rat Nr. A -R/0026/2010 „Kulturfördertopf stärkt Transparenz und Mitsprache“ soll die Verwaltung beauftragt werden , einen „Kultur -Fördertopf“ für Vereine und Gruppen der Freien Kunst - und Kulturszene in Münster zu schaffen, in dem die bisher von der Stadt gezahlten Betriebs-, Personal- und Mischzuschüsse nach dem Vorbild des „Sport -Fördertopfes“ zur Vereinsportförderung und zum Ausbau der Sportanlagen zusammengefasst werden. Der Antrag wurde zur weiteren Behandlung an den Kulturausschuss verwiesen (Vorlage an den Hauptausschuss V/0295/2010). Dort wurde das Anliegen dann in das seinerzeitige „Workshopverfa h- ren“ zur Kulturentwicklungsplanung einbezogen und entsprechend zurückgestellt. Das „Workshopver- fahren“ ist abgeschlossen, das Antragsanliegen blieb dabei allerdings im Ergebnis offen. Inzwischen hat die Kulturverwaltung gemeinsam mit dem Kulturausschuss die kommunale Kulturfö r- derung kontinuierlich weiterentwickelt. Die Bildung eines „Kultur -Fördertopfes“ nach dem Vorbild des „Sport -Fördertopfes“ stand dabei nicht im Vordergrund. Eine Vergleichbarkeit lässt sich schon aufgrund der Heterogenität im Kulturförderbe- reich nicht herstellen: Das Spektrum der Förderempfänger reicht von Einzelpersonen über freie Initi a- Vorlagen-Nr.: V/0506/2017 Auskunft erteilt: Herr Ermeling Ruf: 492 41 03 E-Mail: Ermeling@stadt-muenster.de Datum: 31.05.2017 Öffentliche Beschlussvorlage - 2 - V/0506/2017 tiven, Produktionslables, Vereinen und sonstigen Zusammenschlüssen bis hi n zu Dac hverbänden oder gar gGmbHs. Die Förderzielsetzungen gestalten sich in den jeweiligen Sparten zudem unte r- schiedlich. Sowohl die institutionellen Förderungen kultureller Träger als auch die Rahmenbudgets für die spar- tenbezogene Projektförderung werden durch Beschlüsse des Kulturausschusses bzw. des Rates der Stadt Münster festgelegt. Die Einzelfallentscheidungen bei den Projektzuschüssen erfolgen durch das Kulturamt. Diese Kompetenzaufteilung hat sich gerade in den letzten Jahren als effektiv erwiesen, da auf diese Weise schnell und zeitnah auf Entwicklungen in der Kulturlandschaft reagiert werden kann. Die Ver- lagerung des Zebra-Film-Festivals von Berlin nach Münster, die Absicherung des Festivals Flurstücke oder die mit dem Haushalt 2015 beschlossenen neuen Möglichkeiten der Nachwuchsförderung im Projektbereich nur einige Beispiele dafür. Damit erhielten neue und experimentelle Formate eine Chance, sich zu erproben und zu bewähren. Diese neuen Möglichkeiten verhelfen den Projektideen von bislang unerfahrenen aber vielversprechenden Newcomern zum Start, bieten aber auch Profis die Möglichkeit, Programme für Nachwuchskünstlerinen und –künstler zu entwickeln. Darüber hinaus entwickelt das Kulturamt im Dialog mit der Initiative MoNOkultur zurzeit Zielsetzungen und Vergabe- kriterien für die mit dem Haushalt 2017 eingerichtete Präsentationsförderung für freie Kulturschaffen- de. Eine Berichterstattung hierzu wird im Kulturausschuss zu Beginn des zweiten Quartals 2018 er- folgen. Den in dem Antrag innewohnenden Anliegen der Transparenz und Mitsprache im Kulturbereich wurde durch eine im Kulturausschuss intensivierte Thematisierung der Freien Kulturszene in den letzten Jahren Rechnung getragen. Die Verwaltung legt regelmäßig Berichte über die Arbeit der freien Kultur- träger und die realisierten Projektförderungen vor. Förderkriterien in den unterschiedl ichen Bereichen werden dargestellt (siehe auch Vorlage an den Kulturausschuss Nr. V/0883/2016 „Information zu Richtlinien bzw. Kriterien für Zuschussvergaben durch die Fachämter im Kulturdezernat“). Mit der Initiative „MoNOkultur“ gibt es seit 2013 einen konkreten Ansprechpartner für die Anliegen der Freien Kulturszene, mit dem sich sowohl Kulturverwaltung und Kulturpolitik im kontinuierlichen Dialog befinden. Die Kulturverwaltung tauscht sich mit MoNOkultur regelmäßig über alle Aspekte der Kultur- förderung aus. Zudem steht die Initiative im regen Austausch mit Initiativen und Szenen in anderen Städten, um Inputs für die Kulturarbeit vor Ort zu sichern. Auch erhält MoNOkultur anlassbezogen immer wieder Raum für Anregungen im Kulturausschuss und im jährlichen Kulturreport eine Plattform zur Formulierung aktueller Anliegen. Damit erscheint auch der Aspekt der Mitsprache berücksichtigt. Im Sinne dieser Darstellung strebt d ie Kulturverwaltung an, den Kulturförderbereich gemeinsam mit der Kulturpolitik kontinuierlich weiter zu entwickeln. Der Antrag Nr. A-R/0026/2010 ist damit erledigt. I.V. gez. Wilkens Stadträtin Anlagen: Antrag an den Rat Nr. A-R/0026/2010
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: einstimmig beschlossen
Zur SitzungOrte (1)
- Geringhoffstraße 48
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Details
- Aktenzeichen
- V/0506/2017
- Typ
- Vorlagen
- Datum
- 31.05.2017
- Erstellt
- 06.10.2020 14:37