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1092/2022

Sachstand Planungsfortschritt Wasserstoff-Pipeline AN/0266/2022

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 06.04.2022

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Nächste Beratung: Wirtschaftsausschuss, Sitzung am 18.08.2022, TOP 15.1

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

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Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

7330 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
VI/VI/2 
 
Vorlagen-Nummer 06.04.2022 
 1092/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Stadtentwicklungsausschuss 07.04.2022 
Wirtschaftsausschuss 12.05.2022 
Ausschuss Klima, Umwelt und Grün 19.05.2022 
 
Sachstand Planungsfortschritt Wasserstoff-Pipeline AN/0266/2022 
Die SPD-Fraktion bittet um Beantwortung der folgenden Fragen:  
 
1. Sieht die Oberbürgermeisterin eine Wasserstoff-Pipeline weiterhin als einen wichtigen Im-
puls für eine Antriebswende und ist das Pipeline-Projekt Bestandteil des angekündig-
ten Förderantrages zu HyPerformer?  
 
Antwort der Verwaltung 
Für einen Wechsel zu erneuerbaren Energien spielt der Energieträger Wasserstoff u.a. eine 
wichtige Aufgabe als Speichermedium für Strom, der z.B. aus Windenergieanlagen gewonnen 
und nicht unmittelbar ins Stromnetz eingespeist wird. Das in der Anfrage zitierte Feinkonzept 
H2R Wassestoff Rheinland beleuchtet auf S. 45. 
- die Nachteile von Trailerbelieferung (CO2-Bilanz der Dieselverkehre zur Anlieferung von 
Druckbehältern, die als Trailer bis zur Folgelieferung vor Ort bleiben) und  
- die Vorteile einer Pipeline-Andienung insbesondere bei hohem Wasserstoffdurchsatz, wie er 
mit der allseits angestrebten stärkeren Wasserstoffnutzung angestrebt wird. 
 
Die Bedeutung einer Wasserstoffpipeline dürfte vor dem Hintergrund des deutlich gewordenen 
Diversifizierungsbedarfs der von der Bundesrepublik benötigten Energieträger unvermindert ge-
geben sein. 
Zum angekündigten Förderantrag HyPerformer  s. Antwort zu Frage 2. 
 
2. Wie ist der Stand der angekündigten Prüfung zur Einreichung für den zweiten Förderaufruf 
des Bundes in der Kategorie HyPerformer, insbesondere bezogen auf die Planung der 
Wasserstoff-Pipeline? 
 
Antwort der Verwaltung 
Die „HyLand“-Regionenförderung des Nationalen Innovationsprogramm Wasserstoff und Brenn-
stoffzellentechnologie (NIP) umfasst die Kategorien HyStarter, HyExperts, HyPerformer.  
„Die Regionenförderung reicht damit von der Unterstützung bei der Sensibilisierung für das The-
ma bzw. der initialen Organisation der Akteurslandschaft (HyStarter), über die Erstellung von in-
tegrierten Konzepten und tiefergehenden Analysen (HyExperts) bis zur tatsächlichen Umsetzung 
vielversprechender und bereits gut ausgearbeiteter Konzepte mit Förderung der notwendigen In-

2 
 
vestitionen (HyPerformer). Damit wird am praktischen Bedarf orientiert eine wichtige Lücke ge-
schlossen, die in vielen Regionen bislang den Einstieg in die Wasserstoff- und Brennstoffzellen-
technologie verhindert.“ (HyLand – Regionenförderung des NIP, Auslobungsunterlagen zur Wett-
bewerbsrunde Frühjahr 2021) 
Während in der Wettbewerbsrunde HyLand Frühjahr 2021 die beiden Kategorien HyStarter und 
HyExperts eine Neuauflage erfahren haben, ist eine erneute Auslobung des Wettbewerbs in der 
Kategorie HyPerformer, der im Frühjahr letzten Jahres für einen späteren Zeitpunkt angekündigt 
war, bislang nicht erfolgt. Zurzeit steht noch kein Termin für einen Förderaufruf fest, die Zeit-
schiene ist unklar. 
Da es bei der Förderrichtlinie HyPerformer um Investitionsförderung geht, müssen Projekte, die 
im Rahmen eines entsprechenden Antrags platziert werden sollen, einen entsprechenden Ent-
wicklungsstand erreicht haben. 
Eine Entscheidung, ob eine HyPerformer-Förderung für das Wasserstoff-Pipeline-Projekt geprüft 
werden soll, wenn es zu einem neuen Förderaufruf HyPerformer kommt und das Projekt zu dem 
Zeitpunkt den erforderlichen Entwicklungsstand erreicht hat, liegt in Händen der Unternehmen, 
die eine entsprechende Investition tragen und damit auch den erforderlichen Eigenanteil einer 
Projektrealisierung einbringen. 
Unabhängig davon gilt mit Blick auf etwaige zukünftige Förderaufrufe HyPerformer ggf. ein-
schränkend, dass der regionale Ansatz der Förderlinie einerseits eine ausreichende Menge in-
vestitionsreifer Projekte voraussetzt, denen andererseits in der bislang einzig erfolgten Förder-
runde – trotz der mit den Projekten verbundenen hohen Investitionssummen – eine maximale 
Fördersumme von 20 Millionen Euro gegenüberstand. 
 
3. Wie ist der Planungsstand der Wasserstoffpipeline, insbesondere wie sieht der Zeitplan 
zur Prüfung, Offenlage und Erörterung von Varianten sowie notwendige Einbeziehung der 
politischen Gremien in Bezug auf die spätere Trassenführung aus, um eine Inbetriebnah-
me spätestens 2030 zu sichern? 
 
Antwort der Verwaltung 
Im Projekt HyPipCo kooperieren das Netzwerk HyCologne Wasserstoff Rheinland e.V. und ein-
schlägig aktive Unternehmen.  
Die Projektkonstellation HyPipCo stellt sich nach Auskunft der RheinEnergie wie folgt dar:  
„Das von GVG Rhein-Erft GmbH, Open Grid Europe GmbH, RheinEnergie AG, Rheinische 
NETZGesellschaft mbH, Stadtwerke Brühl GmbH, Thyssengas GmbH und Westnetz GmbH be-
auftragte Gutachten (EMCEL GmbH, ETC Energy Transition Consulting GmbH, Fraunhofer 
SCAI, HyCologne – Wasserstoff Region Rheinland e.V. (Federführung)) befindet sich in der Fina-
lisierung und soll in den nächsten Wochen veröffentlicht werden. Da alle führenden Energieex-
perten bei einem dekarbonisierten Energiesystem davon ausgehen, dass eine auf Elektronen ba-
sierende Versorgung (all electric) nicht trägt, wird für mehrere Anwendungen/Sektoren (grüner) 
Wasserstoff für eine gesicherte und kosteneffiziente Versorgung erwartet. 
Ziel des Gutachtens ist es, für den verdichteten Ballungsraum Köln und Umland eine mögliche 
Wasserstoff-Infrastruktur aufzuzeigen. Ausgangspunkt bildet die potenzielle Wasserstoffnachfra-
ge aus der (petro-)chemischen Industrie, von Heiz-Kraftwerken (inkl. BHKW), aus dem Gebäu-
deheizungssektor und weitere gewerbliche Anwendungen. Anschließend werden verschiedene 
mögliche “Kandidatennetze“ (in erster Linie Transport-, aber schematisch auch Verteilnetz) opti-
mal ermittelt, die obigen Bedarfe kosteneffizient bedienen können. Aus Kostengründen, zeitlichen 
und genehmigungsrechtlichen Fragestellungen bietet sich die Umwidmung bestehender Erdgas-
Infrastruktur vorzugswürdig an. Das Gutachten weist auch auf eine mögliche Wasserstoff-
Unterdeckung hin und regt die Diskussion von regionaler Produktionskapazität und weiteren Im-

3 
 
portmöglichkeiten (Schiff, …) an.“ 
Zum Sachstand des Projekts hat HyCologne mitgeteilt:  
„Aktuell sind wir noch in der Studienphase mit insgesamt 7 Partnern und werden diese Studie im 
März auch noch finalisieren. Mit dem Abschluss der Studie werden dann auch gemeinsam mit al-
len beteiligten Partnern die Informationen abgestimmt, die dann auch öffentlich zugänglich sein 
werden, und die auch Basis sind, für unseren weiteren Aktivitäten im Projekt HyPipCo.“ HyCo-
logne gehe aktuell davon aus, dass die abgestimmten Ergebnisse voraussichtlich Ende des ers-
ten Quartals vorliegen können, so dass dann weitere Informationen zum Projekt zur Verfügung 
gestellt werden könnten. 
4. Welche Maßnahmen zur Trassensicherung auf Kölner Stadtgebiet werden aktuell seitens 
der Verwaltung verfolgt?  
 
Antwort der Verwaltung 
Gemäß den Stellungnahmen von HyCologne und RheinEnergie geht KölnBusiness davon aus, 
dass die Einbindung von Fachdienststellen der Stadt Köln erst mit Blick auf nächste Schritte zur 
Fortführung des HyPipCo-Projekts zu erwarten ist. 
 
 
gez. Greitemann

Beratungsverlauf (3)

07.04.2022 Stadtentwicklungsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
19.05.2022 Ausschuss Klima, Umwelt und Grün
TOP 7.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
18.08.2022 Wirtschaftsausschuss
TOP 15.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
1092/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
06.04.2022
Erstellt
30.03.2022 12:42