1308/2018
Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen; 64494/02; Offenlage
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Anlage 3 Textliche Festsetzungen
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Anlage 3 / 2 Textliche Festsetzungen zum vorhabenbezogenen Bebauungsplan 64494/02 Arbeitstitel: Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/ -Bilderstöckchen A Textliche Festsetzungen 1 Art der baulichen Nutzung Gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 1 BauGB in Verbindung mit § 12 Absatz 3 BauGB wird fol- gendes festgesetzt: 1.1 Autohaus/Kfz-Reparaturwerkstatt Im mit „Autohaus/Kfz-Reparaturwerkstatt“ festgesetzten Bereich sind folgende Nutzungen zulässig: Ausstellungs-/Verkaufsflächen für Kfz-Handel einschließlich Zubehör, Büroflächen mit Nebenräumen, Kfz-Reparaturwerkstätten, Stellplätze. 1.2 Autohaus/Parkpalette Im mit „Parkpalette“ festgesetzten Bereich sind folgende Nutzungen zulässig: Errichtung von maximal 5 Parkebenen (Zufahrtsebene plus 4 Parkdecks) als Neuwagenlager sowie für Kunden- und Mitarbeiterstellplätze. 2 Dachaufbauten 2.1 Autohaus/Kfz-Reparaturwerkstatt Gemäß § 16 Absatz 6 BauNVO dürfen die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile beziehungsweise bauliche Anlagen – zum Beispiel Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter, Photovoltaikanlagen – überschritten werden. Das höchstzu- lässige Maß der Überschreitungen beträgt 3,00 m in der Höhe; der Flächenanteil der Über- schreitungen darf insgesamt 15 % je Dachfläche nicht übersteigen. Die vorgenannten Bauteile und Anlagen müssen vom Rand der baulich zugeordneten Dachflä- che mindestens so weit zurücktreten, wie sie selbst hoch sind. 2.2 Autohaus/Parkpalette Gemäß § 16 Absatz 6 BauNVO dürfen die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen durch un- tergeordnete Bauteile beziehungsweise bauliche Anlagen – zum Beispiel Fahrstuhlüberfahrten oder Treppenhäuser – überschritten werden. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 3,00 m in der Höhe; der Flächenanteil der Überschreitungen darf insgesamt 15 % je Dachfläche nicht übersteigen. Die festgesetzte Gebäudehöhe bezieht sich auf die Umwehrung der obersten Parkebene. - 2 - / 3 3 Stellplätze Gemäß § 12 Absatz 6 BauNVO sind ebenerdige Stellplätze ausschließlich innerhalb der festgesetzten Flächen für Stellplätze (St) und innerhalb der überbaubaren Grundstücksflä- chen zulässig. 4 Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen Gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 24 BauGB sind passive Schallschutzmaßnahmen an Außen- bauteilen gemäß DIN 4109 (Schallschutz im Hochbau vom November 1989, zu erwerben bei Beuth Verlag GmbH, Berlin) entsprechend den in der Planzeichnung dargestellten Lärmpegelbereichen zu treffen. Die aus der vorgenannten Festsetzung resultierenden Bauschalldämmmaße einzelner un- terschiedlicher Außenbauteile oder Geschosse können im Einzelfall unterschritten werden, wenn im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren durch eine schalltechnische Untersu- chung der sich aus der Änderung ergebende Lärmpegelbereich gemäß DIN 4109 nachge- wiesen wird. 5 Begrünungsmaßnahmen gemäß § 9 Absatz 1 Nummer 25 a BauGB Sämtliche Pflanzungen und sonstigen Begrünungsmaßnahmen sind dauerhaft zu erhalten und bei Abgang zu ersetzen. 5.1 Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen - Maßnahme 1 (M1): Parallel zur Heinrich-Pesch-Straße ist eine Fläche mit Bodende- ckern anzulegen. - Maßnahme 2 (M2): Anpflanzung von mindestens 3 großkronigen, 3 mittelkronigen und 5 kleinkronigen Bäumen (GH741/BF31). - Maßnahme (M3): Anpflanzung von 1 mittelkronigen und 5 kleinkronigen Bäumen (GH741/BF31). 5.2 Stellplatzbegrünung Innerhalb der mit St festgesetzten Flächen entlang der Heinrich-Pesch-Straße ist je 5 Stellplät- ze ein mittelkroniger Baum (GH741/BF31) zu pflanzen. 5.3 Dachbegrünung Die Dachflächen des Autohauses/Kfz-Reparaturwerkstatt sind extensiv mit Sedumgesell- schaften (NB6243/DC 1) zu begrünen. Ausgenommen von der Dachflächenbegrünung sind haustechnisch notwendige Dachaufbauten, wie Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter. Die Vegetationstragschicht muss mindestens 10 cm zuzüglich weiterer tech- nisch erforderlicher Schichten (z.B. Drain- und Filterschichten) betragen. 5.4 Baumpflanzungen Im Knotenbereich Ruth-Hallensleben-Straße/Heinrich-Pesch-Straße ist ein großkroniger Baum (GH741/BF31) und im Knotenbereich Ruth-Hallensleben-Straße/Robert-Perthel- Straße sind 2 mittelkronige Bäume (GH741/BF31) zu pflanzen. (siehe Planzeichnung) 5.5 Fassadenbegrünung – Parkpalette - Die Fassaden der Parkpalette, die an die Fläche „M2“angrenzen, sind mit selbstkletternden Pflanzen zu begrünen. Je nach Ausführung sind Rankhilfen vorzusehen. - 3 - / 4 B Gestalterische Festsetzungen Gemäß § 9 Absatz 4 BauGB in Verbindung mit § 86 Absatz 1 und 4 BauO NRW werden folgende gestalterische Festsetzungen getroffen: 1 Dachform Im Plangebiet sind ausschließlich Flachdächer mit einer Dachneigung von maximal 5° zu- lässig. 2 Einfriedungen Einfriedungen sind ausschließlich in Form von Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von maximal 1,8 m zulässig. 3 Werbeanlagen und Wegweiser Es sind ausschließlich folgende Werbeanlagen und Wegweiser zulässig: - Logos an den Gebäudefassaden, - eine freistehende Werbeanlage (Werbepylon) innerhalb des entsprechend fest- gesetzten Baufensters, - maximal 4 Wegweiser mit einer maximalen Höhe von 2,5 m außerhalb der über- baubaren Grundstücksfläche. Werbeanlagen mit wechselnden oder bewegten Sichtflächen sind nicht zulässig. 4 Müllstandort Müllstandorte müssen eingehaust werden. C HINWEISE 1 Laut Artenschutzprüfung Stufe 1 und Brutvogelerfassung vom Kölner Büro für Faunistik vom 28.06.2017 ergeben sich keine Verbotstatbestände gemäß § 44 Absatz 1 Bundesna- turschutzgesetz (BNatSchG). Im Rahmen der avifaunistischen Untersuchung konnten kei- ne planungsrelevanten Brut- und Gastvögel nachgewiesen werden. Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen sind folgende Maßnahmen zu treffen: Die Beseitigung von Vegetation muss außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit wildlebender Vogelarten stattfinden, d.h. außerhalb des Zeitraums 1. März bis 30. September. Falls die Beseitigung von Vegetation innerhalb des Zeitraumes 1. März bis 30. September stattfinden soll, ist vorab eine ökologische Baubegleitung einzurichten, die sicherstellt, dass Individuen sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten von wildlebenden Vogelarten rechtzeitig identifiziert und geschützt werden können. Verbotstatbestände gemäß § 44 BNatschG werden bei Umsetzung der Planung nicht ver- letzt, sofern die genannten Vermeidungsmaßnahmen Berücksichtigung finden. Vorgezoge- ne Ausgleichsmaßnahmen im Sinne des § 44 Abs. 5 BNatSchG sind nicht erforderlich. 2 Das Plangebiet ist bereits vollständig von Kampfmitteln geräumt. Eine Garantie auf Kampfmittelfreiheit kann gleichwohl nicht gewährt werden. Erfolgen Erdarbeiten mit er- heblichen mechanischen Belastungen, wie Rammarbeiten, Pfahlgründungen, Verbau- arbeiten etc., wird eine Sicherheitsdetektion empfohlen. - 4 - / 3 Im Bereich des Grundstücks können archäologische Bodenfunde aus römischer Zeit auftreten. Im Zuge der Neubebauung sind baubegleitende archäologische Überwa- chungen auf der Grundlage von §§ 15 und 16 DSchG NW erforderlich. 4 DIN-Vorschriften und sonstige private Regelwerke, auf die in der Bebauungsplanur- kunde verwiesen wird, finden jeweils in der bei Erlass dieser Satzung geltenden Fas- sung Anwendung. Sie werden beim Amt für Liegenschaften, Vermessung und Kataster der Stadt Köln, Plankammer, Zimmer 06.E 05, Stadthaus, Willy-Brandt Platz 2, 50679 Köln, während der Öffnungszeiten zur Einsichtnahme bereitgehalten. D Rechtsgrundlagen 1 Es gilt das Baugesetzbuch (BauGB) in der Fassung der Bekanntmachung vom 3. November 2017 (BGBl. I S. 3634) 2 Es gilt die Baunutzungsverordnung (BauNVO) in der Fassung der Bekanntmachung vom 21. November 2017 (BGBl. I S. 3786). 3 Es gilt die Planzeichenverordnung (PlanzV) vom 18. Dezember 1990 (BGBl. 1991 I S. 58). 4 Es gilt die Bauordnung Nordrhein-Westfalen (BauO NRW) in der Fassung der Bekanntmachung vom 01.03.2000 (GV. NRW. S. 256). 5 Für die Rechtsgrundlagen unter 1–4 gelten jeweils die bei Erlass dieser Satzung gel- tenden Fassungen. 6 Für die Pflanzmaßnahmen gilt die Satzung der Stadt Köln zur Erhebung von Kostener- stattungsbeiträgen vom 15. Dezember 2011 und den dort formulierten Gestaltungs- grundsätzen und Biotopkürzeln (Amtsblatt der Stadt Köln Nr. 1 vom 04. Januar 2012). 7 Innerhalb des Plangebietes bestehende Rechtssetzungen aufgrund des Preußischen Fluchtliniengesetzes, des Aufbaugesetzes NW, des Bundesbaugesetzes oder des Baugesetzbuches treten mit der Rechtsverbindlichkeit dieses Bebauungsplanes außer Kraft.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle VI/61/1 612 solb ma Vorlagen-Nummer 07.06.2018 1308/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Bezirksvertretung 5 (Nippes) 21.06.2018 Stadtentwicklungsausschuss 28.06.2018 Bebauungsplan-Entwurf (vorhabenbezogener Bebauungsplan) 64494/02 Arbeitstitel: Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen hier: Offenlage nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB Mitteilungstext: Mit Schreiben vom 21.03.2017 hat die Matzker KFZ Technik GmbH, vertreten durch Frau Nina Matz- ker, Robert-Perthel-Straße 31, 50739 Köln, bei der Verwaltung die Einleitung eines Verfahrens ge- mäß § 12 Absatz 2 BauGB zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beantragt. Das Verfahren soll in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB durchgeführt werden. Die Vorhabenträgerin beabsichtigt, ihren Unternehmenssitz von der Robert-Perthel-Straße 31 an die Robert-Perthel-Straße südöstlich des Kreuzungsbereiches zur Ruth-Hallensleben-Straße zu verlegen, um sich erweitern zu können. Zu den Geschäftsbereichen der Matzker KFZ-Technik GmbH gehören: - Land Rover Vertragshandel und autorisierter Servicepartner, - Gebrauchtwagen An- und Verkauf, - Restauration und Oldtimer-Service, - Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb von Zubehör- und Tuningteilen, - Individualisierung von Fahrzeugen – Custom-Cars, - Expeditionsmobil MDX, - Motorsport, - Firmen- und Kundenevents. Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich des seit dem 20.05.1997 rechtsgültigen Vorhaben- und Er- schließungsplanes 64496/02. In diesem sind Einzelhandelsbetriebe sowie Verkaufsstellen von Hand- werksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben, die sich ganz oder teilweise an den Endverbraucher wenden, nicht zugelassen. Die geplante Verlegung und Erweiterung des Unternehmenssitzes ist auf der Grundlage des rechts- gültigen Vorhaben- und Erschließungsplanes nicht möglich. Durch die Neuaufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes sollen die planungsrechtli- chen Voraussetzungen für die Errichtung eines Kfz-Handelsbetriebes mit Reparaturwerkstatt sowie für die Errichtung einer zugehörigen Parkpalette geschaffen werden. Geplant ist ein parallel zur südwestlichen Grundstücksgrenze orientierter Gebäuderiegel in einer Ab- messung von maximal 95 m Länge und maximal 40 m Breite. 2 Der nördliche Gebäudeteil des Autohauses (maximale Gebäudehöhe 9 m) ist sowohl in der Gebäu- dehöhe als auch in der Materialität betont. Hier befindet sich im Erdgeschoss eine Ausstellungsfläche, die dreiseitig mit großen Schaufenstern ausgebildet ist. Der südliche Gebäudeteil (geplante Gebäu- dehöhe 7,20 m) umfasst im Wesentlichen die Werkstatt, Pflege- und Serviceflächen sowie Lagerflä- chen. Zur Ruth-Hallensleben-Straße sind der Haupteingang und die Grundstücksein- und -ausfahrt orientiert. Auf dem südlichen Grundstücksteil ist eine Parkpalette mit maximal 4 Parkdecks geplant. Auf den Grundstücksflächen zur Ruth-Hallensleben-Straße und Heinrich-Pesch-Straße sind ebener- dige Stellplätze und Zufahrten zu den Service- und Werkstattflächen vorgesehen. Verfahrensablauf Der Stadtentwicklungsausschuss hat in seiner Sitzung am 06.07.2017 nach § 12 Absatz 2 BauGB in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB die Einleitung eines vorhabenbezo- genen Bebauungsplanes beschlossen. Die Beteiligung der Behörden und sonstiger Träger öffentlicher Belange gemäß § 4 Absatz 1 BauGB erfolgte in der Zeit vom 28.07. bis einschließlich 31.08.2017. Die Öffentlichkeit konnte sich über die allgemeinen Ziele und Zwecke sowie die wesentlichen Auswir- kungen der Planungen beim Stadtplanungsamt unterrichten und sich in der Zeit vom 07.09. bis 20.09.2017 zur Planung äußern. Es sind keine Stellungnahmen eingegangen. Die öffentliche Auslegung des Bebauungsplan-Entwurfes gemäß § 3 Absatz 2 BauGB in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB erfolgt voraussichtlich im zweiten Quartal 2018. Anlagen 1 Geltungsbereich 2 Begründung nach § 3 Absatz 2 BauGB 3 Festsetzungen 4 Bebauungsplan-Entwurf Gez. Greitemann
Zu Anlage 2 ---Urkunde---
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/ 2 Begründung nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan-Entwurf (vorhabenbezogener Bebauungs- plan) 64494/02 Arbeitstitel: Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/- Bilderstöckchen 1 Anlass und Ziel der Planung Mit Schreiben vom 21.03.2017 hat die Matzker KFZ Technik GmbH, vertreten durch Frau Nina Matzker, Robert-Perthel-Straße 31, 50739 Köln, bei der Verwaltung die Einleitung eines Verfah- rens gemäß § 12 Absatz 2 BauGB zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beantragt. Das Verfahren soll in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB durchgeführt werden. Die Vorhabenträgerin beabsichtigt, ihren Unternehmenssitz von der Robert-Perthel-Straße 31 an die Robert-Perthel-Straße südöstlich des Kreuzungsbereiches zur Ruth-Hallensleben-Straße zu verlegen, um sich erweitern zu können. Zu den Geschäftsbereichen der Matzker KFZ-Technik GmbH gehören: - Land Rover Vertragshandel und autorisierter Servicepartner, - Gebrauchtwagen An- und Verkauf, - Restauration und Oldtimer-Service, - Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb von Zubehör- und Tuningteilen, - Individualisierung von Fahrzeugen – Custom-Cars, - Expeditionsmobil MDX, - Motorsport, - Firmen- und Kundenevents. Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich des seit dem 20.05.1997 rechtsgültigen Vorhaben- und Erschließungsplanes 64496/02. In diesem sind Einzelhandelsbetriebe sowie Verkaufsstellen von Handwerksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben, die sich ganz oder teilweise an den Endver- braucher wenden, nicht zugelassen. Die geplante Verlegung und Erweiterung des Unternehmenssitzes ist auf der Grundlage des rechtsgültigen Vorhaben- und Erschließungsplanes nicht möglich. Durch die Neuaufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes sollen die planungsrechtli- chen Voraussetzungen für die Errichtung eines Kfz-Handelsbetriebes mit Reparaturwerkstatt sowie für die Errichtung einer zugehörigen Parkpalette geschaffen werden. Die Vorhabenträgerin ist als Eigentümerin des Grundstücks verfügungsbefugt über das Grund- stück im Gebiet des Vorhaben- und Erschließungsplans. 2 Verfahren Bei dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt es sich um eine Maßnahme der Innenent- wicklung im Sinne des § 13a Absatz 1 Satz 1 BauGB. Die zulässige Grundfläche im Sinne des § 19 Absatz 2 BauNVO im Geltungsbereich beträgt circa 6.000 m² und bleibt damit unter dem maßgeblichen Schwellenwert von 20.000 m² des § 13a Ab- satz 1 Nummer 1 BauGB. Dabei werden keine Bebauungspläne im engen sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang aufgestellt, deren Grundflächen mitzurechnen wäre. Mit dem vorliegenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird keine Zulässigkeit von Vorhaben - 2 - / 3 begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem Ge- setz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) oder nach dem Gesetz über die Umweltver- träglichkeitsprüfung im Lande Nordrhein-Westfalen (UVPG NW) unterliegen. Zudem ist eine Beein- trächtigung der in § 1 Absatz 6 Nummer 7b BauGB genannten Schutzgüter – Gebiete von gemein- schaftlicher Bedeutung oder Europäische Vogelschutzgebiete im Sinne des Bundesnaturschutzge- setzes – nicht zu erwarten. Auch bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflich- ten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schweren Unfällen nach § 50 Satz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zu beachten sind. Da die Voraussetzungen des § 13a Absatz 1 Nummer 1 BauGB vorliegen, soll der vorhabenbezo- gene Bebauungsplan „Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen“ im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Dabei werden die Verfahrenserleichterungen des § 13 Absatz 2 und Absatz 3 Satz 1 BauGB in Anspruch genommen. Von der Umweltprüfung nach § 2 Absatz 4 BauGB, von dem Umweltbericht nach § 2a BauGB und der zusammenfassenden Erklä- rung gemäß § 10a Absatz 1 BauGB wird abgesehen; § 4c BauGB (Monitoring) ist ebenfalls nicht anzuwenden. Die relevanten Umweltbelange werden in die Abwägung eingestellt. 3 Erläuterungen zum Plangebiet 3.1 Abgrenzung des Plangebietes Das Plangebiet weist eine Größe von circa 8.200 m² auf und liegt zwischen der Heinrich-Pesch- Straße, westlichen Grenze der öffentlichen Grünfläche, Robert-Perthel-Straße und Ruth- Hallensleben-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen. Es umfasst das Flurstück 539, Flur 6 in der Gemarkung Longerich. Das Plangebiet grenzt unmittelbar an das nördlich anschließende Ge- werbegebiet entlang der Robert-Perthel-Straße vom Heckweg im Norden bis zur Bahnüberführung zwischen Etzelstraße und Longericher Straße im Süden an. 3.2 Vorhandene Struktur Das Plangebiet ist Teil des südlich der Ruth-Hallensleben-Straße geplanten und östlich der Hein- rich-Pesch-Straße bereits realisierten Gewerbeparks mit Büro- und Hallenflächen. Nördlich der Ruth-Hallensleben-Straße befindet sich ein Handwerkerhof an der Alexe-Altenkirch-Straße. Das Plangebiet selbst ist bisher baulich nicht genutzt. Parallel zur südwestlichen Grundstücksgrenze verläuft eine Wegeparzelle, die bis zur Straße „Am Bilderstöckchen“ führt. An der südwestlichen Grundstücksecke befinden sich dichte Gehölzstrukturen. Das Plangebiet ist –abgesehen von eini- gen Einzelbäumen- frei von Gehölzen. Südlich angrenzend befindet sich eine circa 60 m breite Wiesenfläche, die ursprünglich als Trasse zur Verlängerung der Äußeren Kanalstraße vorgesehen war. Aktuell ist stattdessen vorgesehen, hier einen Fuß- und Radweg zwischen Escher Stra- ße/Robert-Perthel-Straße und der Longericher Straße/Etzelstraße sowie Flächen für „urban garde- ning“ anzulegen. Südlich davon schließt Wohnbebauung an (minimale Entfernung zum geplanten Vorhaben circa 120 m). Die Bebauung an der Straße „Am Bilderstöckchen“ mit den Hausnummern 58–70 soll Richtung Norden um 5-geschossige Wohnriegel beziehungsweise eine Kindertagesstät- te ergänzt werden. Westlich der Robert-Perthel-Straße befinden sich auf Höhe der Einmündung Ruth-Hallensleben-Straße ebenerdige Stellplätze des Autohauses an der Robert-Perthel-Straße 1. Das geplante Vorhaben befindet sich im Nahbereich der Kiesgrube/Inertstoffdeponie Schulz. Der Deponiebetrieb ist bis zum 31.12.2026 befristet. 3.3 Erschließung Das Plangebiet liegt östlich der Anschlussstelle Köln-Bickendorf/A57. Im Kreuzungspunkt Äußere Kanalstraße/Robert-Perthel-Straße führt die Escher Straße in südöstlicher Richtung bis zum Parkgürtel. Das Plangebiet liegt südöstlich des Kreuzungsbereichs der Robert-Perthel-Straße mit der Ruth-Hallensleben-Straße, die in einer Wendeschleife endet. Die Heinrich-Pesch-Straße (Pri- vatstraße) schließt als Ringerschließung an die Ruth-Hallensleben-Straße an und verläuft entlang der östlichen Grundstücksgrenze des Plangebiets. Die Alexe-Altenkirch-Straße erschließt den nördlich angrenzenden Handwerkerhof über die Ruth-Hallensleben-Straße und endet ebenfalls in einer Wendeschleife. - 3 - / 4 Die Wasser- und Energieversorgung ist durch den Anschluss an vorhandene Netze (Trinkwasser und Erdgas) möglich. Abwasser wird im Mischwassersystem entsorgt. Im nordöstlichen Randbe- reich des Plangebietes verlaufen parallel zur Heinrich-Pesch- Straße Stromleitung zur Versorgung des Nachbargrundstücks. Eine privatrechtliche Sicherung in Form einer beschränkten persönlichen Dienstbarkeit ist erfolgt. 3.4 Alternativstandorte Für das Plangebiet existiert der Vorhaben- und Erschließungsplan 64496/02 „Robert-Perthel- Straße“, der bereits ein Gewerbegebiet festsetzt. Der vorhandene Standort des Autohauses an der Robert-Perthel-Straße 31 ist für die geplante Unternehmensentwicklung zu klein. Das Plangebiet liegt in räumlicher Nähe. 3.5 Planungsrechtliche Situation Für das Plangebiet existiert der Vorhaben- und Erschließungsplan 64496/02 „Robert-Perthel- Straße“ (Rechtskraft 20.05.1997), der ein Gewerbegebiet festsetzt. Das Gewerbegebiet ist auf der Grundlage der Abstandsliste vom 22.09.1994 gegliedert, zusätzlich sind immissionswirksame flä- chenbezogene Schallleistungspegel festgesetzt. Einzelhandelsbetriebe sowie Verkaufsstellen von Handwerksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben, die sich ganz oder teilweise an den Endver- braucher wenden nicht zugelassen. Im Wege der Ausnahme nach § 31 Absatz 1 BauGB sind nur solche Verkaufsstellen zulässig, die in unmittelbarem räumlichen und betrieblichen Zusammen- hang mit Handwerks- oder produzierenden Gewerbebetrieben stehen. Als Maß der baulichen Nutzung sind eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,8 und maximale Gebäu- dehöhen (56,00 m - 62,00 m) festgesetzt. Es sind Flachdächer mit 10° Dachneigung festgesetzt. Des Weiteren enthält der Vorhaben- und Erschließungsplan verschiedene Grünfestsetzungen. Angrenzend an den vor genannten Vorhaben- und Erschließungsplan existiert der Bebauungsplan 6450/07 „Robert-Perthel-Str./Longericher Str. in Köln-Longerich/Bilderstöckchen“, der ebenfalls ein Gewerbegebiet festsetzt. 4 Planungsvorgaben 4.1 Regionalplan Das Plangebiet liegt innerhalb eines im Regionalplan dargestellten Bereichs für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB), der die Fläche parallel zur Bahntrasse zwischen Longericher Straße und Robert-Perthel-Straße umfasst. Unmittelbar südlich grenzt ein Allgemeiner Siedlungsbereich (ASB) an. Westlich sind Waldbereiche überlagert mit der Darstellung „regionaler Grünzug“ und „Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung“ festgesetzt. 4.2 Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan der Stadt Köln stellt das Plangebiet als gewerbliche Baufläche dar. Un- mittelbar südlich ist die geplante Trasse zur Verlängerung der Äußeren Kanalstraße über die An- schlussstelle zur A57 Richtung Nord-Osten als „Fläche für Hauptverkehrszüge“ dargestellt. Südlich des geplanten Hauptverkehrszuges schließt die Darstellung einer Grünfläche beziehungsweise Wohnbaufläche an. Östlich der Longericher Straße grenzen Bahnflächen (Verschiebebahnhof Nip- pes) an. Westlich der Robert-Perthel-Straße, angrenzend an die gewerbliche Baufläche, ist eine Grünfläche dargestellt. 4.3 Landschaftsplan Das Plangebiet liegt außerhalb des Geltungsbereiches des Landschaftsplanes. Unmittelbar angrenzend an das Plangebiet ist das Landschaftsschutzgebiet 10 „Erholungsgebiet Bürgerpark-Nord und angrenzende Grünverbindungen“ festgesetzt. Der Landschaftsplan setzt hier - 4 - / 5 unter anderem die Anlage von Schutzpflanzungen mit mehrstufigem Aufbau (Kraut-, Strauch- und Baumschicht) entlang der Robert-Perthel-Straße zwischen Escher Straße und Kiesgrube fest. 4.4 „KlimaPark Bilderstöckchen“ Auf den südlich an das Plangebiet angrenzenden Flächen soll das Projekt „KlimaPark Bilderstöck- chen“ der Initiative „Unternehmen engagiert für´s Veedel“ umgesetzt werden. Geplant sind der Aufbau einer Streuobstwiese, eine Imkerstation, urban gardening oder ein Klimapfad. 5 Städtebauliche Konzeption Geplant ist ein parallel zur südwestlichen Grundstücksgrenze orientierter Gebäuderiegel in einer Abmessung von maximal 100 m Länge und maximal 40 m Breite. Der nördliche Gebäudeteil des Autohauses (geplante Gebäudehöhe 8 m) ist sowohl in der Gebäu- dehöhe als auch in der Materialität betont. Hier befindet sich im Erdgeschoss eine Ausstellungsflä- che, die dreiseitig mit großen Schaufenstern ausgebildet ist. Der südliche Gebäudeteil (geplante Gebäudehöhe 7,20 m) umfasst im Wesentlichen die Werkstatt, Pflege- und Serviceflächen sowie Lagerflächen. Zur Ruth-Hallensleben-Straße sind der Haupteingang und die Grundstücksein- und -ausfahrt orien- tiert. Auf dem südlichen Grundstücksteil ist eine Parkpalette mit maximal 5 Parkebenen (Zufahrts- ebene plus 4 Parkdecks, geplante maximale Höhe des obersten Parkdecks (OKFF) = 11 m plus Umwehrung) geplant. Es ist keine Überdachung des letzten Parkdecks geplant. Auf den Grund- stücksflächen zur Ruth-Hallensleben-Straße und Heinrich-Pesch-Straße sind ebenerdige Stellplät- ze und Zufahrten zu den Service- und Werkstattflächen vorgesehen. Entlang der Grundstücks- grenzen sind Begrünungen geplant. 6 Begründung der Planinhalte 6.1 Art der baulichen Nutzung Es ist die Errichtung eines Kfz-Handelsbetriebes mit Reparaturwerkstatt und einer zugehörigen Parkpalette geplant. Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines Gebäudes, das parallel zur Robert-Perthel-Straße steht. Im nördlichen Gebäudeteil sind Ausstellungs- und Büroflächen mit Nebenräumen (rund 1.500 m² Ausstellungsfläche für Neuwagen, rund 350 m² Büroflächen) und im südlichen Gebäude- teil die Kfz-Reparaturwerkstätten (rund 1.300 m²) vorgesehen. Des Weiteren ist die Errichtung ei- ner Parkpalette mit maximal 5 Parkebenen (rund 25 Stellplätze/Parkebene) geplant. Die Zulässigkeit der Einzelhandelsnutzung auf rund 1.500 m² Geschossfläche umfasst nicht- zentrenrelevante Sortimente (Kfz-Handel und Zubehör), daher sind keine negativen Auswirkungen im Sinne des § 11 Absatz 3 BauNVO zu erwarten. Auf der Verkaufsfläche werden rund 22 Kfz ausgestellt, woraus sich die Größe der Verkaufsfläche ergibt (betriebliche Atypik). Nachteilige Auswirkungen im Sinne von § 11 Absatz 3 BauNVO sind auch durch den Kundenverkehr nicht ge- geben. In einer Verkehrsuntersuchung wurde das Verkehrsaufkommen für den Planfall abge- schätzt. Der Abschätzung des Verkehrsaufkommens wurden folgende Parameter zugrunde gelegt. Für den Beschäftigtenverkehr 20 – 30 Beschäftigte, für den Kundenverkehr 10 – 20 Kunden und für den Güterverkehr 3 Lkw-Fahrten. Hieraus ergibt sich ein mittlerer Quell- bzw. Zielverkehr je Werktag von 21 Kfz-Fahrten Beschäftigte, 11 Kfz-Fahrten Kunden und 2 Kfz-Fahrten Güterver- kehr. Demnach sind im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben insgesamt circa 68 Kfz- Fahrten je Werktag zu erwarten (als Summe aus Quell- und Zielverkehr). Dies entspricht 5 Kfz in der Spitzenstunde morgens und 7 Kfz in der Spitzenstunde abends. Auch im nördlich angrenzenden Bebauungsplan 6450/07 „Robert-Perthel-Str./Longericher Str. in Köln-Longerich/Bilderstöckchen“ sind im festgesetzten Gewerbegebiet Kfz-Handelsbetrieben ein- schließlich Zubehörhandel zulässig. - 5 - / 6 Der Werkstattbereich umfasst 10 Arbeitsplätze mit Hebebühne, 1 Arbeitsplatz für Abgasuntersu- chungen sowie einen Arbeitsplatz für TÜV/Bremsprüfstand. Im Werkstattbereich werden Wartung, Service- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Lackierarbeiten oder umfangreiche Karosseriearbei- ten werden nicht in der eigenen Werkstatt vorgenommen, mit diesen Arbeiten werden externe Fachbetriebe beauftragt. Gemäß der Abstandsliste zum Abstandserlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW vom 06.06.2007 ist für Kraftfahrzeug-Reparatur- werkstätten (Lfd. Nr. 220) ein Abstand von 100 m (Abstandsklasse VII) zu nächstgelegenen Wohngebieten aufgeführt. Das Vorhaben hält einen Mindestabstand von 120 m zur nächstgelege- nen Wohnbebauung Vogesenstraße 30 und 34 ein. Südöstlich des geplanten Autohauses / Kfz-Reparaturwerkstatt ist eine offene Parkpalette mit einer Grundfläche von rund 1.000 m² auf maximal 4 Ebenen geplant. Hier sind Stellplätze für Service- Kunden, Vorführfahrzeuge, Werkstattersatzwagen und Mitarbeiter geplant. Gleichzeitig fungiert die Parkpalette als Neuwagenlager. 6.2 Maß der baulichen Nutzung Das Maß der baulichen Nutzung wird durch die Festsetzung der Grundflächenzahl (GRZ) und durch die Höhe der baulichen Anlagen (Gebäudeoberkante) als Höchstmaß bestimmt. Im Plangebiet ist eine GRZ von 0,8 als Maß der baulichen Nutzung festgesetzt. Die Obergrenzen für Gewerbegebiete gemäß § 17 Absatz 1 BauNVO werden eingehalten. es bleiben somit rund 1 600 m² der Grundstücksfläche unversiegelt. Statt einer zulässigen Zahl von Vollgeschossen werden maximale Gebäudehöhen festgesetzt, die sich in das städtebauliche Umfeld des nördlich angrenzenden Gewerbe- und Handwerkerparks einfügen und gleichzeitig einen städtebaulichen Akzent zur Robert-Perthel-Straße erlauben. Für die Kfz-Reparaturwerkstatt ist eine maximale Gebäudehöhe von 57 m über Normalhöhennull (NHN) festgesetzt, dies entspricht einer Gebäudehöhe von circa 8,50 m. Gebäudedächer dienen auch der Unterbringung einer Vielzahl von technischen Anlagen wie bei- spielsweise Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter, Photopholtaikanlagen. Diese baulichen Anlagen sollen grundsätzlich zulässig sein, ohne das städtebauliche Erscheinungsbild nachhaltig zu stören. Daher wird festgesetzt, dass die festgesetzten maximalen Gebäudehöhen durch untergeordnete Bauteile beziehungsweise bauliche Anlagen überschritten werden dürfen. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 3,00 m in der Höhe. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 15% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müs- sen vom Rand der baulich zugeordneten Dachfläche mindestens so weit zurücktreten, wie sie selbst hoch sind. Die maximale Gebäudehöhe der Parkpalette beträgt 61,5 m ü. NHN, dies entspricht einer Höhe von circa 12,5 m. Die festgesetzte Gebäudehöhe bezieht sich auf die Umwehrung des obersten Parkdecks. Durch die Festsetzung ist die Errichtung von vier Parkdecks (Geschosshöhe 2,75 m) möglich. Die festgesetzte maximale Gebäudehöhe darf hier ebenfalls um 3,00 m für notwendige Treppenhäuser und Fahrstuhlüberfahrten überschritten werden. Auf ein Zurücktreten dieser Bau- teile wird verzichtet. Die überbaubaren Grundstücksflächen sind durch die Festsetzung von Baugrenzen definiert. In der Gestalt der Baugrenzen spiegelt sich die Gebäudeanordnung des Vorhabens mit geringfügigen Erweiterungen beziehungsweise Verschiebungen wieder. 6.3 Erschließung Das Plangebiet wird über die Ruth-Hallensleben-Straße, wo sich auch der Haupteingang zur Aus- stellungsfläche befindet erschlossen. Direkte Ein- und Ausfahrten von beziehungsweise auf die Robert-Perthel-Straße sind aus Verkehrssicherheitsgründen nicht möglich. Verkehrsuntersuchung - 6 - / 7 Im Rahmen der verkehrlichen Untersuchung (brenner BERNARD ingenieure GmbH, 15.12.2017) wurden die verkehrlichen Auswirkungen des Vorhabens ermittelt und bewertet. Dafür wurden an den Knotenpunkten Ruth-Hallensleben-Straße/Robert-Perthel-Straße, Ruth-Hallensleben- Straße/Heinrich-Pesch-Straße und Robert-Perthel-Straße/Anbindung des heutigen Autohauses vom 28. bis 30.11.2017 Verkehrszählungen durchgeführt. In einem weiteren Schritt wurde das Verkehrsaufkommen für den Planfall sowie dessen räumliche Verteilung abgeschätzt. Der Abschätzung des Verkehrsaufkommens wurden folgende Parameter zugrunde gelegt. Für den Beschäftigtenverkehr 20 – 30 Beschäftigte, für den Kundenverkehr 10 – 20 Kunden und für den Güterverkehr 3 Lkw-Fahrten. Hieraus ergibt sich ein mittlerer Quell- bzw. Zielverkehr je Werktag von 21 Kfz-Fahrten Beschäftigte, 11 Kfz-Fahrten Kunden und 2 Kfz-Fahrten Güterverkehr. Demnach sind im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben insgesamt circa 68 Kfz-Fahrten je Werktag zu erwarten (als Summe aus Quell- und Zielverkehr). Dies entspricht 5 Kfz in der Spitzenstunde morgens und 7 Kfz in der Spitzenstunde abends. Aus den Ergebnissen der Abschätzung des Verkehrsaufkommens sowie der Annahme der räumli- chen Verteilung ließen sich die Prognosebelastungen im Netz für drei Zeitbereiche (DTVw, Mor- genspitze, Abendspitze) ermitteln. Diese wurden für die Ermittlung der Leistungsfähigkeit an den drei untersuchten Knotenpunkten herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Knotenpunkte sowohl in der Morgenspitze als auch in der Abendspitze als leistungsfähig (mindestens Qualitäts- stufe D) bewertet werden können. Zwischen dem Bestand und dem Planfall ergeben sich keine Unterschiede in den Qualitätsstufen, da es nur zu geringen Verkehrszunahmen während der Spit- zenstunden kommt. Insgesamt sind aus verkehrsplanerischer Sicht durch das Bauvorhaben im Vergleich zum Bestand keine merklichen Änderungen zu erwarten. Die Beschickung des Ausstellungsbereichs im Kopfgebäude, die Zulieferung der östlich anschlie- ßenden Werkstätten sowie die Entsorgung durch Müllfahrzeuge erfolgen sowohl über die Ruth- Hallensleben-Straße als auch über eine weiter Zu-/Abfaht an der Heinrich-Pesch-Straße. Des Weiteren wurde die Befahrbarkeit der Zufahrten mit Hilfe von dynamischen Schleppkurven- nachweisen geprüft (brenner BERNARD ingenieure GmbH, Stand: 20.12.2017). Diese zeigen, dass die verkehrliche Abwickelbarkeit sowohl für Pkw, den Lieferverkehr, den Entsorgungsverkehr als auch für Feuerwehrfahrzeuge gegeben ist. Das Ein- und Ausfahren ist an den entsprechend vorgesehenen Zufahrten (an der Ruth-Hallensleben-Straße oder der Heinrich-Pesch-Straße) mit ausreichender Qualität möglich. Stellplätze Stellplätze sind nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche sowie in den gesondert festge- setzten Bereichen zulässig. Es sind insgesamt 55 ebenerdige Stellplätze geplant. Die Stellplätze unmittelbar vor dem Haupteingang an der Ruth-Hallensleben-Straße sind für Vorführwagen und Kundenstellplätze vorgesehen. Die Stellplätze senkrecht zur Heinrich-Pesch-Straße werden durch eine Pflanzfläche mit Bodendeckern eingefasst, um sicherzustellen, dass diese nicht von der Hein- rich-Pesch-Straße angefahren werden. Die Parkpalette auf dem südlichen Grundstücksteil beinhal- tet 5 Parkebenen (Zufahrtsebene plus 4 Parkdecks mit 25 Stellplätzen je Parkebene). Hier sind Stellplätze für Service-Kunden, Vorführfahrzeuge, Werkstattersatzwagen und Mitarbeiter geplant. Gleichzeitig fungiert die Parkpalette als Neuwagenlager. 6.4 Immissionsschutzbezogene Festsetzungen In zwei schalltechnischen Untersuchungen (ADU cologne, 22.12.2017 –Verkehrslärm- und 25.07.2017 –Gewerbelärm-) wurden die auf das Plangebiet einwirkenden bzw. von diesem ausge- henden Straßenverkehrs- und Gewerbelärmimmissionen rechnerisch ermittelt und bewertet. Auf eine Untersuchung für den Nachtzeitraum Lärmimmissionen öffentlicher Straßenverkehr Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet wird durch die Straßenabschnitte Robert-Perthel- Straße, Ruth-Hallensleben-Straße, Heinrich-Pesch-Straße und BAB A57 bestimmt. - 7 - / 8 Die Daten für den Straßenverkehr auf den umliegenden Straßen basieren auf Angaben der bren- ner BERNHARD ingenieure GmbH. Die Daten für die BAB A%/ ist der Bundesanstalt für Straßen- wesen entnommen worden. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des Plangebietes Beurteilungspegel von bis zu 70 dB(A) am Tag im Bereich der Westfassade des Autohauses erreicht werden und somit die Orientie- rungswerte der DIN 18005 von 65 dB(A) für Gewerbegebiete um bis zu 5 dB überschritten werden. An allen anderen Fassaden liegen keine Überschreitungen vor. In der Nacht werden Beurteilungs- pegel von bis zu 63 dB(A) erreicht und somit die Orientierungswerte von 55 dB(A) um bis zu 8 dB überschritten. Veränderung der Lärmimmissionen des Straßenverkehrs durch das Vorhaben Für verschiedene Immissionsorte (Ruth-Hallensleben-Straße 3 und 6, Heinrich-Pesch-Straße 5 und Vogesenstraße 30 und 34) sind die Veränderungen der Straßenverkehrsgeräusche durch die Planung untersucht worden. Die Ergebnisse zeigen, dass an der Bestandsbebauung keine Erhö- hung der Lärmimmissionen aus dem Straßenverkehr zu erwarten ist. Gewerbelärm Der Planbereich liegt innerhalb des Vorhaben- und Erschließungsplanes (VEP) 64496/02 „Robert- Perthel-Straße“, der ein Gewerbegebiet festsetzt. Für die Gewerbeflächen enthält der VEP textli- che Festsetzungen bezüglich der Lärmimmissionen. In dem Gutachten der ADU cologne wurde der Nachweis geführt, dass durch das geplante Vorhaben die im VEP festgesetzten immissions- wirksamen flächenbezogenen Schallleistungspegel (IFSP) eingehalten werden. Anhand der im VEP festgesetzten zulässigen IFSP wurden die an der nächstgelegenen schutz- würdigen Bebauung (Vogesenstraße 30 und 34)) zulässigen Immissionsanteile berechnet. Die Lärmsituation im Planbereich wird u.a. bestimmt durch Kundenstellplätze, den Werkstattbe- reich, Fahrzeug- und Teileanlieferung Haustechnik und die Parkpalette. Kundenverkehre finden werktags im Tagzeitraum (09.00 – 18:00 Uhr) statt. Anlieferungen von Fahrzeugen und Autoteilen finden werktags nicht vor 06.00 Uhr statt. Die berechneten Beurteilungspegel der Geräusche aus dem geplanten Vorhaben zeigen, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte gemäß den textlichen Festsetzungen des VEP 64496/02 „Robert- Perthel-Straße“ an allen betrachteten Immissionsorten unterschritten werden. Da die Festsetzungen und vertraglichen Regelungen im / zum vorhabenbezogenen Bebauungs- plan „Autohaus Robert-Perthel-Straße sicherstellen, dass keine andere als die schalltechnisch un- tersuchten Nutzungen dort stattfinden wird kann auf die Übernahme der im VEP festgesetzten IFSP verzichtet werden. Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen Die Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außenlärm werden im vorhabenbezogenen Bebauungsplan zeichnerisch als Lärmpegelbereiche IV und V bei freier Schallausbreitung dargestellt. Die Lärmpegelbereiche stellen somit den „worst case“ dar. Textlich festgesetzt wird, dass entsprechend den dargestellten Lärmpegelbereichen Schallschutz- maßnahmen an Außenbauteilen gemäß DIN 4109 zu treffen sind. Anhand dieser im vorhabenbe- zogenen Bebauungsplan dargestellten Lärmpegelbereiche können im konkreten Einzelfall (bau- aufsichtliches Genehmigungsverfahren) gemäß DIN 4109 die Anforderungen an die Luftschall- dämmung und das erforderliche resultierende Schalldämmmaß von verschiedenen Wand-/ Fens- terkombinationen ermittelt werden. Ergänzend wird textlich festgesetzt, dass die Bauschalldämm- maße einzelner unterschiedlicher Außenbauteile oder Geschosse im Einzelfall unterschritten wer- den können, wenn im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren durch eine schalltechnische Un- tersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich nachgewiesen wird. Abwägung Die Festsetzung passiver Schallschutzmaßnahmen stellt sicher, dass den schallimmissions- schutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Gewerbenutzung zur Erzielung gesunder Ar- beitsverhältnisse Rechnung getragen werden kann. - 8 - / 9 6.5 Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege Auf der Grundlage des Begrünungsplanes (Günter Kursawe, 23. März 2018) werden im vorhaben- bezogenen Bebauungsplan Begrünungsmaßnahmen festgesetzt. Die Festsetzungen dienen der Berücksichtigung der Belange von Natur und Landschaft. Aus Gesichtspunkten des Wasserhaushalts (Rückhaltung von Niederschlagswasser) und des Kli- maschutzes wird festgesetzt, dass die Dachflächen „Autohaus/Kfz-Reparaturwerkstatt“ extensiv zu begrünen sind. Ausgenommen von der Dachbegrünung sind haustechnisch notwendige Dachauf- bauten, wie Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter. Die Stellplätze parallel zur Heinrich-Pesch-Straße sollen durch Bodendecker eingefasst werden. Zusätzlich werden durch die Pflanzung von 6 mittelkronigen Bäumen (je 5 Stellplätze ein Baum) die Stellplätze rhythmisiert und ergänzen die vorhandenen Baumpflanzungen entlang der Heinrich- Pesch-Straße. Entlang der südlichen beziehungsweise westlichen Grundstücksgrenze sind weitere Baumpflan- zungen sowie die teilweise Begrünung der geplanten Parkpalette mit Kletterpflanzen vorgesehen, um einen gestalteten Übergang zum angrenzenden Freiraum (öffentliche Grünfläche mit Geh- und Radweg, urban gardening) herzustellen. Entlang der westlichen, südlichen und östlichen Grundstücksgrenze sind entsprechend Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen festgesetzt. Die festgesetzten Maßnahmen sollen der Durchgrünung des Plangebietes, zur Verbesserung des Kleinklimas im Plangebiet und zur Minderung des Niederschlagswasserabflusses dienen. 6.6 Bauordnungsrechtliche Festsetzungen Im vorhabenbezogenen Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (gestalterische Festset- zungen) gemäß § 86 BauO NRW) getroffen. Es werden Regelungen zu der Dachform, zur Einhausung der Abfallbehälter und Wertstofftonnen, zu Einfriedungen sowie zu Werbeanlagen getroffen. Es sind nur Flachdächer mit einer Dachneigung von maximal 5° zulässig. Abfallbehälter und Wert- stofftonnen sind einzuhausen. Einfriedungen sind ausschließlich in Form von Stabgitterzäunen bis zu einer Höhe von maximal 1,8 m zulässig. Im Kreuzungsbereich zur Ruth-Hallensleben-Straße ist die Errichtung eines Werbepylons in den festgesetzten Abmessungen bis zu einer maximalen Höhe von 6 m zulässig. Hier befindet sich bereits eine Werbetafel für den Gewerbepark. Des Weitern sind Logos an den Gebäudefassaden sowie maximal 4 Wegweiser mit einer maximalen Höhe von 2,5 m außerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche zulässig. Neben dem Erscheinungsbild von Gebäuden beeinflussen Werbeanlagen das Ortsbild, weil sie im Hinblick auf eine starke Auffälligkeit gestaltet werden. Mit den Festsetzungen wird den Erfordernis- sen des Vorhabens zur Außendarstellung Rechnung getragen und gleichzeitig ein Rahmen zur Vermeidung negativer stadtgestalterischer Einflüsse vorgegeben. 7 Sonstige Umweltbelange Im Folgenden werden die Umweltbelange betrachtet, für die eine erhebliche Betroffenheit nicht aus zu schließen ist. Weitere Umweltbelange aus dem Regelungskanon der §§ 1 und 1a BauGB sind nicht betroffen. 7.1 Tiere Durch das Kölner Büro für Faunistik wurde im Juni 2017 eine Artenschutzprüfung Stufe I durchge- führt – einmalige Begehung und Potenzialabschätzung 13.06.2017. Bei der Begehung wurden im Plangebiet unter anderem folgende Vogelarten beobachtet bzw. ver- hört: - 9 - / 10 - Grünfink – Brut möglich - Mönchsgrasmücke – Brut möglich - Ringeltaube – Brut möglich - Mauersegler - Überflug - Kormoran - Überflug Es fanden sich Hinweise auf eine Nutzung der Fläche durch artenschutzrechtlich relevante Arten. Dabei handelte es sich allerdings nur um verbreitete, siedlungstypische Vogelarten. Es wurden weder Hinweise auf Ansiedlungen planungsrelevanter Vogelarten noch auf Vorkommen von An- hang IV-Arten der FFH-Richtlinie gefunden. Mit den im Gebiet vorhandenen Vorwirkungen durch Störungen infolge der benachbarten Gewerbegebietsnutzung, der regelmäßigen Anwesenheit des Menschen im Planwirkungsbereich ist dies auch nicht anzunehmen. Für Arten des Anhang IV der FFH-Richtlinie fehlen im Gebiet geeignete Strukturen. Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen sind folgende Maßnahmen zu treffen: Die Beseitigung von Vegetation muss außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit wildlebender Vogelar- ten stattfinden, d.h. außerhalb des Zeitraums 1. März bis 30. September. Falls die Beseitigung von Vegetation innerhalb des Zeitraumes 1. März bis 30. September stattfin- den soll, ist vorab eine ökologische Baubegleitung einzurichten, die sicherstellt, dass Individuen sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten von wildlebenden Vogelarten rechtzeitig identifiziert und geschützt werden können. Verbotstatbestände gemäß § 44 BNatschG werden bei Umsetzung der Planung nicht verletzt, so- fern die genannten Vermeidungsmaßnahmen Berücksichtigung finden. In den vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird ein entsprechender Hinweis aufgenommen. 7.2 Pflanzen Der Biotopbestand im Plangebiet stellt sich heute als Grünlandbrache dar mit randlich einheimi- schen Gehölzen am Südwestrand des Plangebietes. Aufgrund des vorhandenen Planungsrechts kann in diese Biotope eingegriffen werden, ohne dass ein Ausgleich gemäß § 1 a Absatz 3 Satz 6 erforderlich ist. Gemäß § 13 a Absatz 2 Nummer 4 BauGB gelten Eingriffe, die auf Grund der Aufstellung des Be- bauungsplans zu erwarten sind, als im Sinne des § 1a Absatz 3 Satz 6 vor der planerischen Ent- scheidung erfolgt oder zulässig. Die Pflanzfestsetzungen des Vorhaben- und Erschließungsplans Nummer 64496/02 wurden im Planbereich noch nicht umgesetzt. Es handelt sich dabei um die Pflanzung von drei Bäumen (1x großkronig, 2 x mittelkronig), die Anlage einer Fläche zum Anpflanzen von Bäumen und Sträu- chern mit Gehölzen, eine Dach- und Fassadenbegrünung und eine Stellplatzbegrünung; je 5 Stell- plätze eine Baumpflanzung. Im Zuge der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Autohaus Robert-Perthel- Straße wurde ein Begrünungsplan erstellt (Günter Kursawe 23. März 2018). Dieser stellt die pla- nungsrechtlich festgesetzten Pflanzmaßnahmen den geplanten Pflanzmaßnahmen gegenüber und weist nach, dass mit den geplanten Pflanzmaßnahmen eine gleichwertige Begrünung erzielt wird. Folgende Pflanzmaßnahmen werden im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzt: - 27 Baumpflanzungen; - Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen; - Stellplatzbegrünung; - Dach- und Fassadenbegrünung. 7.3 Immissionen - 10 - / 11 Staub- und Lärmimmissionen durch Deponiebetrieb Das Plangebiet befindet sich im Nahbereich der Kiesgrube/Inertstoffdeponie Schulz. Der Deponie- betrieb ist bis zum 31.12.2026 befristet. Im abgrabungsrechtlichen Genehmigungsverfahren sind u.a. auch Auflagen zum Immissions- schutz (Betriebszeiten, Lärmimmissionen) sowie zu den Staubimmissionen getroffen worden, so dass eine Beeinträchtigung des Plangebietes bei Einhaltung der Auflagen durch den Deponiebe- trieb ausgeschlossen werden kann. Der Abgrabungs- bzw. Verfüllbetrieb darf nur werktags in der Zeit zwischen 7:00 und 22:00 Uhr stattfinden. Des Weiteren wird hier festgelegt, dass der Richtwert der TA-Lärm von 60 dB(A) am nächstgelegenen Wohnhaus nicht überschritten werden darf. Staubbelästigungen für die Nachbarschat sind durch Vorkehrungen (z.B. ein Schutzwall mit Be- grünung oder Schutzpflanzung) zu verhindern. Aufkommende Staubbelästigungen sind durch Be- feuchten mit Wasser zu unterbinden. Eine Beeinträchtigung des Plangebietes durch den Deponiebetrieb kann bei Einhaltung der Aufla- gen ausgeschlossen werden kann. Luftschadstoff-Immissionen Gemäß Luftgüteindex 2001–2013 (Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln) liegt das Plangebiet in einer Zone mit mittlerer Luftgüte. Vom Vorhaben selbst werden nur geringe Luft- schadstoff-Emissionen (Hausbrand, verkehrsbedingte Emissionen) ausgehen. Minderungsmaß- nahmen über die geplante Begrünung (siehe Punkt 7.2 Pflanzen) sind daher nicht notwendig. Aufgrund der guten Durchlüftung im Nahbereich des Plangebietes ist auf der Robert-Perthel- Straße die Einhaltung der Grenzwerte der 39. BImSchV für Feinstaub und Stickoxide sicher anzu- nehmen. - 11 - / 12 Lichtimmissionen Die Beleuchtung der Parkpalette führt zu Lichtimmission, die insbesondere im Winterhalbjahr die südlich angrenzende Wohnbebauung betreffen können. Die geplante Parkpalette steht in rund 100 m Entfernung zur nächstgelegenen Wohnbebauung (Vogesenstraße 30 und 34) und wird werktags in der Zeit von 09:00 bis 18:00 Uhr genutzt. Die Beleuchtung der Parkpalette wird mit der nach Garagenverordnung notwendigen Mindestbeleuch- tungsstärke von 20 Lux für die Betriebszeiten ausgerüstet. Die Fassaden der Parkpalette, die an die Fläche „M2“angrenzen werden begrünt. Des Weiteren sind Baumpflanzungen (fünf Laubbäume) auf dem an die öffentliche Grünfläche angrenzenden Grundstücksteil vorgesehen. Die der Parkpalette zugewandten Giebelseiten der nächstgelegenen Wohngebäude weisen insge- samt nur kleine Fensteröffnungen auf, die den Schluss zulassen, dass es sich hierbei um Neben- räume und nicht um Aufenthaltsräume (Wohn-, Kinder- oder Schlafzimmer) handelt. Aufgrund der Entfernung, der geplanten Umwehrungen der Parkpalette und der Begrünungsmaß- nahmen sind störende oder belästigende Einflüsse durch Lichtimmissionen auf die schutzwürdige Nachbarschaft nicht zu erwarten. Daher wurde auf eine gutachterliche Erfassung und Bewertung der Lichtimmissionen gemäß dem sogenannten „Lichterlass“ NW verzichtet. 7.4 Altlastverdacht Das Altlastenkataster der Stadt Köln weist Im Plangebiet keine Altlastenverdachtsflächen aus. Das Plangebiet liegt auch außerhalb des Nahbereichs der Altablagerungen 50709 und 50711, die sich südwestlich und nordwestlich der Robert-Perthel-Straße befinden. Entsprechend kann eine Kenn- zeichnung des Nahbereiches, wie sie im rechtskräftigen Vorhaben- und Erschließungsplan einge- tragen ist, entfallen. 7.5 Boden / Wasser Im Plangebiet liegt ein Braunerdeboden mit mittlerer Ertragsfähigkeit vor, der gemäß Bodenkarten NW 1:50.000 des Geologischen Dienstes NW als nicht schutzwürdig bewertet ist. Die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes wird zu einer dauerhaften Störung der natürlichen Bo- deneigenschaften führen. Aufgrund des vorhandenen Planungsrechtes ist dieser Eingriff bereits zulässig und nicht ausgleichspflichtig. Wegen der heute unversiegelten Oberfläche ist die versickerndes Niederschlagswasser eine Grundwasserneubildung im Plangebiet anzunehmen. Dies kann bereits heute auf der Grundlage des vorhandenen Planungsrechts durch Bebauung und Versiegelung eingeschränkt werden. Re- gelungen zur Versickerung des Niederschlagswassers von Dachflächen treffen weder der rechts- kräftige noch der neu aufzustellende Bebauungsplan. Da das Plangebiet eine relativ geringe Grö- ße aufweist und westlich und südlich Freiflächen angrenzen mit Grundwasserbildungspotenzial kann die im Plangebiet zu erwartende Einschränkung der Grundwasserneubildung hingenommen werden. Der Grundwasserflurabstand bei mittleren Grundwasserständen (GW-Messungen Rheinenergie 2002) beträgt > 10 m. Damit ist eine direkte Beeinträchtigung des Grundwasserkörpers durch die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ausgeschlossen. 7.6 Klima Sommerliche Hitzebelastung: Das Plangebiet liegt am Rande der lokalen Wärmeinsel von Bilder- stöcken Die westlich angrenzende Freifläche wird gemäß der Planungshinweiskarte zukünftige Wärmebelastung (Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln, 2013) als klimaaktive Flä- che (Klasse 4) eingestuft. Das Plangebiet selbst wird als (wärme)belastete Siedlungsfläche (Klas- se 3) eingestuft. Die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes wird nicht zu einer Änderung der Kaltluftentstehung und Ventilation auf der westlich angrenzenden Freifläche führen. Entsprechend sind hier keine zusätzlichen Maßnahmen zum Umgang mit der Klimawandelfolge „Hitzebelastung“ über die geplanten Begrünungsmaßnahmen hinaus, vorzusehen. - 12 - Starkregenereignisse: Das oberflächig abfließende Niederschlagswasser aus Starkregenereignis- sen kann in die geplanten Pflanzflächen abgeleitet werden, sofern ein entsprechendes Geländege- fälle geplant wird. Die Regelung dieses Belangs wird im Baugenehmigungsverfahren erfolgen. 8 Planverwirklichung Das Planungsrecht wird in Form eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gemäß § 12 BauGB geschaffen. Die Aufstellung erfolgt auf der Grundlage des § 13a BauGB (Bebauungspläne der In- nenentwicklung). Zwischen der Stadt Köln und der Vorhabenträgerin wird ein städtebaulicher Vertrag als Durch- führungsvertrag abgeschlossen. Dieser stellt sicher, dass es zur Realisierung des Vorhabens kommen wird. Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt, werden die Planungs- und Er- schließungskosten von der Vorhabenträgerin übernommen. Kosten für die Stadt Köln entstehen nicht. Der Bebauungsplan-Entwurf (vorhabenbezogener Bebauungsplan) Nr. 64494/02 wird gemäß § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch in Anwendung des be- schleunigten Verfahrens nach § 13 a (BauGB) mit dieser Begründung öffent- lich ausgelegt. Köln, den Beigeordneter
Anlage 4 Plan
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Anlage 4 Vorhaben- und ErschließungsplanVorhabenbezogener Bebauungsplan
Anlage 2 Begründung
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Anlage 2 / 2 Begründung nach § 3 Absatz 2 Baugesetzbuch (BauGB) zum Bebauungsplan-Entwurf (vorhabenbezogener Bebauungs- plan) 64494/02 Arbeitstitel: Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/- Bilderstöckchen 1 Anlass und Ziel der Planung Mit Schreiben vom 21.03.2017 hat die Matzker KFZ Technik GmbH, vertreten durch Frau Nina Matzker, Robert-Perthel-Straße 31, 50739 Köln, bei der Verwaltung die Einleitung eines Verfah- rens gemäß § 12 Absatz 2 BauGB zur Aufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes beantragt. Das Verfahren soll in Anwendung des beschleunigten Verfahrens nach § 13a BauGB durchgeführt werden. Die Vorhabenträgerin beabsichtigt, ihren Unternehmenssitz von der Robert-Perthel-Straße 31 an die Robert-Perthel-Straße südöstlich des Kreuzungsbereiches zur Ruth-Hallensleben-Straße zu verlegen, um sich erweitern zu können. Zu den Geschäftsbereichen der Matzker KFZ-Technik GmbH gehören: - Land Rover Vertragshandel und autorisierter Servicepartner, - Gebrauchtwagen An- und Verkauf, - Restauration und Oldtimer-Service, - Entwicklung, Konstruktion und Vertrieb von Zubehör- und Tuningteilen, - Individualisierung von Fahrzeugen – Custom-Cars, - Expeditionsmobil MDX, - Motorsport, - Firmen- und Kundenevents. Das Plangebiet liegt im Geltungsbereich des seit dem 20.05.1997 rechtsgültigen Vorhaben- und Erschließungsplanes 64496/02. In diesem sind Einzelhandelsbetriebe sowie Verkaufsstellen von Handwerksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben, die sich ganz oder teilweise an den Endverbraucher wenden, nicht zugelassen. Die geplante Verlegung und Erweiterung des Unternehmenssitzes ist auf der Grundlage des rechtsgültigen Vorhaben- und Erschließungsplanes nicht möglich. Durch die Neuaufstellung eines vorhabenbezogenen Bebauungsplanes sollen die planungs- rechtlichen Voraussetzungen für die Errichtung eines Kfz-Handelsbetriebes mit Reparaturwerk- statt sowie für die Errichtung einer zugehörigen Parkpalette geschaffen werden. Die Vorhabenträgerin ist als Eigentümerin des Grundstücks verfügungsbefugt über das Grund- stück im Gebiet des Vorhaben- und Erschließungsplans. 2 Verfahren Bei dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt es sich um eine Maßnahme der Innen- entwicklung im Sinne des § 13a Absatz 1 Satz 1 BauGB. Die zulässige Grundfläche im Sinne des § 19 Absatz 2 BauNVO im Geltungsbereich beträgt circa 6.000 m² und bleibt damit unter dem maßgeblichen Schwellenwert von 20.000 m² des § 13a Absatz 1 Nummer 1 BauGB. Dabei werden keine Bebauungspläne im engen sachlichen, räumlichen und zeitlichen Zusammenhang aufgestellt, deren Grundflächen mitzurechnen wäre. - 2 - / 3 Mit dem vorliegenden vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird keine Zulässigkeit von Vorha- ben begründet, die einer Pflicht zur Durchführung einer Umweltverträglichkeitsprüfung nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVPG) oder nach dem Gesetz über die Umweltverträglichkeitsprüfung im Lande Nordrhein-Westfalen (UVPG NW) unterliegen. Zudem ist eine Beeinträchtigung der in § 1 Absatz 6 Nummer 7b BauGB genannten Schutzgüter – Ge- biete von gemeinschaftlicher Bedeutung oder Europäische Vogelschutzgebiete im Sinne des Bundesnaturschutzgesetzes – nicht zu erwarten. Auch bestehen keine Anhaltspunkte dafür, dass bei der Planung Pflichten zur Vermeidung oder Begrenzung der Auswirkungen von schwe- ren Unfällen nach § 50 Satz 1 des Bundes-Immissionsschutzgesetzes zu beachten sind. Da die Voraussetzungen des § 13a Absatz 1 Nummer 1 BauGB vorliegen, soll der vorhabenbe- zogene Bebauungsplan „Autohaus Robert-Perthel-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen“ im beschleunigten Verfahren aufgestellt werden. Dabei werden die Verfahrenserleichterungen des § 13 Absatz 2 und Absatz 3 Satz 1 BauGB in Anspruch genommen. Von der Umweltprü- fung nach § 2 Absatz 4 BauGB, von dem Umweltbericht nach § 2a BauGB und der zusammen- fassenden Erklärung gemäß § 10a Absatz 1 BauGB wird abgesehen; § 4c BauGB (Monitoring) ist ebenfalls nicht anzuwenden. Die relevanten Umweltbelange werden in die Abwägung einge- stellt. 3 Erläuterungen zum Plangebiet 3.1 Abgrenzung des Plangebietes Das Plangebiet weist eine Größe von circa 8.200 m² auf und liegt zwischen der Heinrich-Pesch- Straße, westlichen Grenze der öffentlichen Grünfläche, Robert-Perthel-Straße und Ruth- Hallensleben-Straße in Köln-Longerich/-Bilderstöckchen. Es umfasst das Flurstück 539, Flur 6 in der Gemarkung Longerich. Das Plangebiet grenzt unmittelbar an das nördlich anschließende Gewerbegebiet entlang der Robert-Perthel-Straße vom Heckweg im Norden bis zur Bahnüber- führung zwischen Etzelstraße und Longericher Straße im Süden an. 3.2 Vorhandene Struktur Das Plangebiet ist Teil des südlich der Ruth-Hallensleben-Straße geplanten und östlich der Heinrich-Pesch-Straße bereits realisierten Gewerbeparks mit Büro- und Hallenflächen. Nördlich der Ruth-Hallensleben-Straße befindet sich ein Handwerkerhof an der Alexe-Altenkirch-Straße. Das Plangebiet selbst ist bisher baulich nicht genutzt. Parallel zur südwestlichen Grundstücks- grenze verläuft eine Wegeparzelle, die bis zur Straße „Am Bilderstöckchen“ führt. An der süd- westlichen Grundstücksecke befinden sich dichte Gehölzstrukturen. Das Plangebiet ist – abgesehen von einigen Einzelbäumen- frei von Gehölzen. Südlich angrenzend befindet sich eine circa 60 m breite Wiesenfläche, die ursprünglich als Trasse zur Verlängerung der Äußeren Kanalstraße vorgesehen war. Aktuell ist stattdessen vorgesehen, hier einen Fuß- und Radweg zwischen Escher Straße/Robert-Perthel-Straße und der Longericher Straße/Etzelstraße sowie Flächen für „urban gardening“ anzulegen. Südlich davon schließt Wohnbebauung an (minimale Entfernung zum geplanten Vorhaben circa 120 m). Die Bebauung an der Straße „Am Bilderstö- ckchen“ mit den Hausnummern 58–70 soll Richtung Norden um 5-geschossige Wohnriegel be- ziehungsweise eine Kindertagesstätte ergänzt werden. Westlich der Robert-Perthel-Straße be- finden sich auf Höhe der Einmündung Ruth-Hallensleben-Straße ebenerdige Stellplätze des Autohauses an der Robert-Perthel-Straße 1. Das geplante Vorhaben befindet sich im Nahbe- reich der Kiesgrube/Inertstoffdeponie Schulz. Der Deponiebetrieb ist bis zum 31.12.2026 befris- tet. 3.3 Erschließung Das Plangebiet liegt östlich der Anschlussstelle Köln-Bickendorf/A57. Im Kreuzungspunkt Äuße- re Kanalstraße/Robert-Perthel-Straße führt die Escher Straße in südöstlicher Richtung bis zum Parkgürtel. Das Plangebiet liegt südöstlich des Kreuzungsbereichs der Robert-Perthel-Straße - 3 - / 4 mit der Ruth-Hallensleben-Straße, die in einer Wendeschleife endet. Die Heinrich-Pesch-Straße (Privatstraße) schließt als Ringerschließung an die Ruth-Hallensleben-Straße an und verläuft entlang der östlichen Grundstücksgrenze des Plangebiets. Die Alexe-Altenkirch-Straße er- schließt den nördlich angrenzenden Handwerkerhof über die Ruth-Hallensleben-Straße und endet ebenfalls in einer Wendeschleife. Die Wasser- und Energieversorgung ist durch den Anschluss an vorhandene Netze (Trinkwas- ser und Erdgas) möglich. Abwasser wird im Mischwassersystem entsorgt. Im nordöstlichen Randbereich des Plangebietes verlaufen parallel zur Heinrich-Pesch- Straße Stromleitung zur Versorgung des Nachbargrundstücks. Eine privatrechtliche Sicherung in Form einer beschränk- ten persönlichen Dienstbarkeit ist erfolgt. 3.4 Alternativstandorte Für das Plangebiet existiert der Vorhaben- und Erschließungsplan 64496/02 „Robert-Perthel- Straße“, der bereits ein Gewerbegebiet festsetzt. Der vorhandene Standort des Autohauses an der Robert-Perthel-Straße 31 ist für die geplante Unternehmensentwicklung zu klein. Das Plan- gebiet liegt in räumlicher Nähe. 3.5 Planungsrechtliche Situation Für das Plangebiet existiert der Vorhaben- und Erschließungsplan 64496/02 „Robert-Perthel- Straße“ (Rechtskraft 20.05.1997), der ein Gewerbegebiet festsetzt. Das Gewerbegebiet ist auf der Grundlage der Abstandsliste vom 22.09.1994 gegliedert, zusätzlich sind immissionswirksa- me flächenbezogene Schallleistungspegel festgesetzt. Einzelhandelsbetriebe sowie Verkaufs- stellen von Handwerksbetrieben und anderen Gewerbebetrieben, die sich ganz oder teilweise an den Endverbraucher wenden nicht zugelassen. Im Wege der Ausnahme nach § 31 Absatz 1 BauGB sind nur solche Verkaufsstellen zulässig, die in unmittelbarem räumlichen und betriebli- chen Zusammenhang mit Handwerks- oder produzierenden Gewerbebetrieben stehen. Als Maß der baulichen Nutzung sind eine Grundflächenzahl (GRZ) von 0,8 und maximale Ge- bäudehöhen (56,00 m - 62,00 m) festgesetzt. Es sind Flachdächer mit 10° Dachneigung festge- setzt. Des Weiteren enthält der Vorhaben- und Erschließungsplan verschiedene Grünfestsetzungen. Angrenzend an den vor genannten Vorhaben- und Erschließungsplan existiert der Bebauungs- plan 6450/07 „Robert-Perthel-Str./Longericher Str. in Köln-Longerich/Bilderstöckchen“, der ebenfalls ein Gewerbegebiet festsetzt. 4 Planungsvorgaben 4.1 Regionalplan Das Plangebiet liegt innerhalb eines im Regionalplan dargestellten Bereichs für gewerbliche und industrielle Nutzungen (GIB), der die Fläche parallel zur Bahntrasse zwischen Longericher Straße und Robert-Perthel-Straße umfasst. Unmittelbar südlich grenzt ein Allgemeiner Sied- lungsbereich (ASB) an. Westlich sind Waldbereiche überlagert mit der Darstellung „regionaler Grünzug“ und „Schutz der Landschaft und der landschaftsorientierten Erholung“ festgesetzt. 4.2 Flächennutzungsplan Der Flächennutzungsplan der Stadt Köln stellt das Plangebiet als gewerbliche Baufläche dar. Unmittelbar südlich ist die geplante Trasse zur Verlängerung der Äußeren Kanalstraße über die Anschlussstelle zur A57 Richtung Nord-Osten als „Fläche für Hauptverkehrszüge“ dargestellt. Südlich des geplanten Hauptverkehrszuges schließt die Darstellung einer Grünfläche bezie- hungsweise Wohnbaufläche an. Östlich der Longericher Straße grenzen Bahnflächen (Ver- - 4 - / 5 schiebebahnhof Nippes) an. Westlich der Robert-Perthel-Straße, angrenzend an die gewerbli- che Baufläche, ist eine Grünfläche dargestellt. 4.3 Landschaftsplan Das Plangebiet liegt außerhalb des Geltungsbereiches des Landschaftsplanes. Unmittelbar angrenzend an das Plangebiet ist das Landschaftsschutzgebiet 10 „Erholungsge- biet Bürgerpark-Nord und angrenzende Grünverbindungen“ festgesetzt. Der Landschaftsplan setzt hier unter anderem die Anlage von Schutzpflanzungen mit mehrstufigem Aufbau (Kraut-, Strauch- und Baumschicht) entlang der Robert-Perthel-Straße zwischen Escher Straße und Kiesgrube fest. 4.4 „KlimaPark Bilderstöckchen“ Auf den südlich an das Plangebiet angrenzenden Flächen soll das Projekt „KlimaPark Bilder- stöckchen“ der Initiative „Unternehmen engagiert für´s Veedel“ umgesetzt werden. Geplant sind der Aufbau einer Streuobstwiese, eine Imkerstation, urban gardening oder ein Klimapfad. 5 Städtebauliche Konzeption Geplant ist ein parallel zur südwestlichen Grundstücksgrenze orientierter Gebäuderiegel in ei- ner Abmessung von maximal 100 m Länge und maximal 40 m Breite. Der nördliche Gebäudeteil des Autohauses (geplante Gebäudehöhe 8 m) ist sowohl in der Ge- bäudehöhe als auch in der Materialität betont. Hier befindet sich im Erdgeschoss eine Ausstel- lungsfläche, die dreiseitig mit großen Schaufenstern ausgebildet ist. Der südliche Gebäudeteil (geplante Gebäudehöhe 7,20 m) umfasst im Wesentlichen die Werkstatt, Pflege- und Service- flächen sowie Lagerflächen. Zur Ruth-Hallensleben-Straße sind der Haupteingang und die Grundstücksein- und -ausfahrt orientiert. Auf dem südlichen Grundstücksteil ist eine Parkpalette mit maximal 5 Parkebenen (Zufahrtsebene plus 4 Parkdecks, geplante maximale Höhe des obersten Parkdecks (OKFF) = 11 m plus Umwehrung) geplant. Es ist keine Überdachung des letzten Parkdecks geplant. Auf den Grundstücksflächen zur Ruth-Hallensleben-Straße und Heinrich-Pesch-Straße sind eben- erdige Stellplätze und Zufahrten zu den Service- und Werkstattflächen vorgesehen. Entlang der Grundstücksgrenzen sind Begrünungen geplant. 6 Begründung der Planinhalte 6.1 Art der baulichen Nutzung Es ist die Errichtung eines Kfz-Handelsbetriebes mit Reparaturwerkstatt und einer zugehörigen Parkpalette geplant. Das Vorhaben umfasst die Errichtung eines Gebäudes, das parallel zur Robert-Perthel-Straße steht. Im nördlichen Gebäudeteil sind Ausstellungs- und Büroflächen mit Nebenräumen (rund 1.500 m² Ausstellungsfläche für Neuwagen, rund 350 m² Büroflächen) und im südlichen Ge- bäudeteil die Kfz-Reparaturwerkstätten (rund 1.300 m²) vorgesehen. Des Weiteren ist die Er- richtung einer Parkpalette mit maximal 5 Parkebenen (rund 25 Stellplätze/Parkebene) geplant. Die Zulässigkeit der Einzelhandelsnutzung auf rund 1.500 m² Geschossfläche umfasst nicht- zentrenrelevante Sortimente (Kfz-Handel und Zubehör), daher sind keine negativen Auswirkun- gen im Sinne des § 11 Absatz 3 BauNVO zu erwarten. Auf der Verkaufsfläche werden rund 22 Kfz ausgestellt, woraus sich die Größe der Verkaufsfläche ergibt (betriebliche Atypik). Nach- teilige Auswirkungen im Sinne von § 11 Absatz 3 BauNVO sind auch durch den Kundenverkehr nicht gegeben. In einer Verkehrsuntersuchung wurde das Verkehrsaufkommen für den Planfall - 5 - / 6 abgeschätzt. Der Abschätzung des Verkehrsaufkommens wurden folgende Parameter zugrun- de gelegt. Für den Beschäftigtenverkehr 20 – 30 Beschäftigte, für den Kundenverkehr 10 – 20 Kunden und für den Güterverkehr 3 Lkw-Fahrten. Hieraus ergibt sich ein mittlerer Quell- bzw. Zielverkehr je Werktag von 21 Kfz-Fahrten Beschäftigte, 11 Kfz-Fahrten Kunden und 2 Kfz- Fahrten Güterverkehr. Demnach sind im Zusammenhang mit dem geplanten Vorhaben insge- samt circa 68 Kfz-Fahrten je Werktag zu erwarten (als Summe aus Quell- und Zielverkehr). Dies entspricht 5 Kfz in der Spitzenstunde morgens und 7 Kfz in der Spitzenstunde abends. Auch im nördlich angrenzenden Bebauungsplan 6450/07 „Robert-Perthel-Str./Longericher Str. in Köln-Longerich/Bilderstöckchen“ sind im festgesetzten Gewerbegebiet Kfz-Handelsbetrieben einschließlich Zubehörhandel zulässig. Der Werkstattbereich umfasst 10 Arbeitsplätze mit Hebebühne, 1 Arbeitsplatz für Abgasunter- suchungen sowie einen Arbeitsplatz für TÜV/Bremsprüfstand. Im Werkstattbereich werden War- tung, Service- und Reparaturarbeiten durchgeführt. Lackierarbeiten oder umfangreiche Karos- seriearbeiten werden nicht in der eigenen Werkstatt vorgenommen, mit diesen Arbeiten werden externe Fachbetriebe beauftragt. Gemäß der Abstandsliste zum Abstandserlass des Ministeriums für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz NRW vom 06.06.2007 ist für Kraftfahrzeug-Reparatur- werkstätten (Lfd. Nr. 220) ein Abstand von 100 m (Abstandsklasse VII) zu nächstgelegenen Wohngebieten aufgeführt. Das Vorhaben hält einen Mindestabstand von 120 m zur nächstgele- genen Wohnbebauung Vogesenstraße 30 und 34 ein. Südöstlich des geplanten Autohauses / Kfz-Reparaturwerkstatt ist eine offene Parkpalette mit einer Grundfläche von rund 1.000 m² auf maximal 4 Ebenen geplant. Hier sind Stellplätze für Service-Kunden, Vorführfahrzeuge, Werkstattersatzwagen und Mitarbeiter geplant. Gleichzeitig fungiert die Parkpalette als Neuwagenlager. 6.2 Maß der baulichen Nutzung Das Maß der baulichen Nutzung wird durch die Festsetzung der Grundflächenzahl (GRZ) und durch die Höhe der baulichen Anlagen (Gebäudeoberkante) als Höchstmaß bestimmt. Im Plangebiet ist eine GRZ von 0,8 als Maß der baulichen Nutzung festgesetzt. Die Obergren- zen für Gewerbegebiete gemäß § 17 Absatz 1 BauNVO werden eingehalten. es bleiben somit rund 1 600 m² der Grundstücksfläche unversiegelt. Statt einer zulässigen Zahl von Vollgeschossen werden maximale Gebäudehöhen festgesetzt, die sich in das städtebauliche Umfeld des nördlich angrenzenden Gewerbe- und Handwerker- parks einfügen und gleichzeitig einen städtebaulichen Akzent zur Robert-Perthel-Straße erlau- ben. Für die Kfz-Reparaturwerkstatt ist eine maximale Gebäudehöhe von 57 m über Normalhö- hennull (NHN) festgesetzt, dies entspricht einer Gebäudehöhe von circa 8,50 m. Gebäudedächer dienen auch der Unterbringung einer Vielzahl von technischen Anlagen wie beispielsweise Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter, Photopholtaikanlagen. Diese baulichen Anlagen sollen grundsätzlich zulässig sein, ohne das städtebauliche Erschei- nungsbild nachhaltig zu stören. Daher wird festgesetzt, dass die festgesetzten maximalen Ge- bäudehöhen durch untergeordnete Bauteile beziehungsweise bauliche Anlagen überschritten werden dürfen. Das höchstzulässige Maß der Überschreitungen beträgt 3,00 m in der Höhe. Der Flächenanteil der Überschreitungen je Dachfläche darf insgesamt 15% nicht übersteigen. Die Dachaufbauten müssen vom Rand der baulich zugeordneten Dachfläche mindestens so weit zurücktreten, wie sie selbst hoch sind. Die maximale Gebäudehöhe der Parkpalette beträgt 61,5 m ü. NHN, dies entspricht einer Höhe von circa 12,5 m. Die festgesetzte Gebäudehöhe bezieht sich auf die Umwehrung des obersten Parkdecks. Durch die Festsetzung ist die Errichtung von vier Parkdecks (Geschosshöhe 2,75 m) möglich. Die festgesetzte maximale Gebäudehöhe darf hier ebenfalls um 3,00 m für - 6 - / 7 notwendige Treppenhäuser und Fahrstuhlüberfahrten überschritten werden. Auf ein Zurücktre- ten dieser Bauteile wird verzichtet. Die überbaubaren Grundstücksflächen sind durch die Festsetzung von Baugrenzen definiert. In der Gestalt der Baugrenzen spiegelt sich die Gebäudeanordnung des Vorhabens mit geringfü- gigen Erweiterungen beziehungsweise Verschiebungen wieder. 6.3 Erschließung Das Plangebiet wird über die Ruth-Hallensleben-Straße, wo sich auch der Haupteingang zur Ausstellungsfläche befindet erschlossen. Direkte Ein- und Ausfahrten von beziehungsweise auf die Robert-Perthel-Straße sind aus Verkehrssicherheitsgründen nicht möglich. Verkehrsuntersuchung Im Rahmen der verkehrlichen Untersuchung (brenner BERNARD ingenieure GmbH, 15.12.2017) wurden die verkehrlichen Auswirkungen des Vorhabens ermittelt und bewertet. Dafür wurden an den Knotenpunkten Ruth-Hallensleben-Straße/Robert-Perthel-Straße, Ruth- Hallensleben-Straße/Heinrich-Pesch-Straße und Robert-Perthel-Straße/Anbindung des heuti- gen Autohauses vom 28. bis 30.11.2017 Verkehrszählungen durchgeführt. In einem weiteren Schritt wurde das Verkehrsaufkommen für den Planfall sowie dessen räumli- che Verteilung abgeschätzt. Der Abschätzung des Verkehrsaufkommens wurden folgende Pa- rameter zugrunde gelegt. Für den Beschäftigtenverkehr 20 – 30 Beschäftigte, für den Kunden- verkehr 10 – 20 Kunden und für den Güterverkehr 3 Lkw-Fahrten. Hieraus ergibt sich ein mittle- rer Quell- bzw. Zielverkehr je Werktag von 21 Kfz-Fahrten Beschäftigte, 11 Kfz-Fahrten Kunden und 2 Kfz-Fahrten Güterverkehr. Demnach sind im Zusammenhang mit dem geplanten Vorha- ben insgesamt circa 68 Kfz-Fahrten je Werktag zu erwarten (als Summe aus Quell- und Zielver- kehr). Dies entspricht 5 Kfz in der Spitzenstunde morgens und 7 Kfz in der Spitzenstunde abends. Aus den Ergebnissen der Abschätzung des Verkehrsaufkommens sowie der Annahme der räumlichen Verteilung ließen sich die Prognosebelastungen im Netz für drei Zeitbereiche (DTVw, Morgenspitze, Abendspitze) ermitteln. Diese wurden für die Ermittlung der Leistungsfä- higkeit an den drei untersuchten Knotenpunkten herangezogen. Die Ergebnisse zeigen, dass alle Knotenpunkte sowohl in der Morgenspitze als auch in der Abendspitze als leistungsfähig (mindestens Qualitätsstufe D) bewertet werden können. Zwischen dem Bestand und dem Plan- fall ergeben sich keine Unterschiede in den Qualitätsstufen, da es nur zu geringen Verkehrszu- nahmen während der Spitzenstunden kommt. Insgesamt sind aus verkehrsplanerischer Sicht durch das Bauvorhaben im Vergleich zum Be- stand keine merklichen Änderungen zu erwarten. Die Beschickung des Ausstellungsbereichs im Kopfgebäude, die Zulieferung der östlich an- schließenden Werkstätten sowie die Entsorgung durch Müllfahrzeuge erfolgen sowohl über die Ruth-Hallensleben-Straße als auch über eine weiter Zu-/Abfaht an der Heinrich-Pesch-Straße. Des Weiteren wurde die Befahrbarkeit der Zufahrten mit Hilfe von dynamischen Schleppkur- vennachweisen geprüft (brenner BERNARD ingenieure GmbH, Stand: 20.12.2017). Diese zei- gen, dass die verkehrliche Abwickelbarkeit sowohl für Pkw, den Lieferverkehr, den Entsor- gungsverkehr als auch für Feuerwehrfahrzeuge gegeben ist. Das Ein- und Ausfahren ist an den entsprechend vorgesehenen Zufahrten (an der Ruth-Hallensleben-Straße oder der Heinrich- Pesch-Straße) mit ausreichender Qualität möglich. Stellplätze Stellplätze sind nur innerhalb der überbaubaren Grundstücksfläche sowie in den gesondert festgesetzten Bereichen zulässig. Es sind insgesamt 55 ebenerdige Stellplätze geplant. Die Stellplätze unmittelbar vor dem Haupteingang an der Ruth-Hallensleben-Straße sind für Vor- führwagen und Kundenstellplätze vorgesehen. Die Stellplätze senkrecht zur Heinrich-Pesch- - 7 - / 8 Straße werden durch eine Pflanzfläche mit Bodendeckern eingefasst, um sicherzustellen, dass diese nicht von der Heinrich-Pesch-Straße angefahren werden. Die Parkpalette auf dem südli- chen Grundstücksteil beinhaltet 5 Parkebenen (Zufahrtsebene plus 4 Parkdecks mit 25 Stell- plätzen je Parkebene). Hier sind Stellplätze für Service-Kunden, Vorführfahrzeuge, Werkstatter- satzwagen und Mitarbeiter geplant. Gleichzeitig fungiert die Parkpalette als Neuwagenlager. 6.4 Immissionsschutzbezogene Festsetzungen In zwei schalltechnischen Untersuchungen (ADU cologne, 22.12.2017 –Verkehrslärm- und 25.07.2017 –Gewerbelärm-) wurden die auf das Plangebiet einwirkenden bzw. von diesem ausgehenden Straßenverkehrs- und Gewerbelärmimmissionen rechnerisch ermittelt und bewer- tet. Auf eine Untersuchung für den Nachtzeitraum Lärmimmissionen öffentlicher Straßenverkehr Die Lärmsituation im Untersuchungsgebiet wird durch die Straßenabschnitte Robert-Perthel- Straße, Ruth-Hallensleben-Straße, Heinrich-Pesch-Straße und BAB A57 bestimmt. Die Daten für den Straßenverkehr auf den umliegenden Straßen basieren auf Angaben der brenner BERNHARD ingenieure GmbH. Die Daten für die BAB A%/ ist der Bundesanstalt für Straßenwesen entnommen worden. Die Ergebnisse zeigen, dass innerhalb des Plangebietes Beurteilungspegel von bis zu 70 dB(A) am Tag im Bereich der Westfassade des Autohauses erreicht werden und somit die Orientie- rungswerte der DIN 18005 von 65 dB(A) für Gewerbegebiete um bis zu 5 dB überschritten wer- den. An allen anderen Fassaden liegen keine Überschreitungen vor. In der Nacht werden Beur- teilungspegel von bis zu 63 dB(A) erreicht und somit die Orientierungswerte von 55 dB(A) um bis zu 8 dB überschritten. Veränderung der Lärmimmissionen des Straßenverkehrs durch das Vorhaben Für verschiedene Immissionsorte (Ruth-Hallensleben-Straße 3 und 6, Heinrich-Pesch-Straße 5 und Vogesenstraße 30 und 34) sind die Veränderungen der Straßenverkehrsgeräusche durch die Planung untersucht worden. Die Ergebnisse zeigen, dass an der Bestandsbebauung keine Erhöhung der Lärmimmissionen aus dem Straßenverkehr zu erwarten ist. Gewerbelärm Der Planbereich liegt innerhalb des Vorhaben- und Erschließungsplanes (VEP) 64496/02 „Ro- bert-Perthel-Straße“, der ein Gewerbegebiet festsetzt. Für die Gewerbeflächen enthält der VEP textliche Festsetzungen bezüglich der Lärmimmissionen. In dem Gutachten der ADU cologne wurde der Nachweis geführt, dass durch das geplante Vorhaben die im VEP festgesetzten im- missionswirksamen flächenbezogenen Schallleistungspegel (IFSP) eingehalten werden. Anhand der im VEP festgesetzten zulässigen IFSP wurden die an der nächstgelegenen schutzwürdigen Bebauung (Vogesenstraße 30 und 34)) zulässigen Immissionsanteile berech- net. Die Lärmsituation im Planbereich wird u.a. bestimmt durch Kundenstellplätze, den Werkstattbe- reich, Fahrzeug- und Teileanlieferung Haustechnik und die Parkpalette. Kundenverkehre finden werktags im Tagzeitraum (09.00 – 18:00 Uhr) statt. Anlieferungen von Fahrzeugen und Autotei- len finden werktags nicht vor 06.00 Uhr statt. Die berechneten Beurteilungspegel der Geräusche aus dem geplanten Vorhaben zeigen, dass die zulässigen Immissionsrichtwerte gemäß den textlichen Festsetzungen des VEP 64496/02 „Robert-Perthel-Straße“ an allen betrachteten Immissionsorten unterschritten werden. Da die Festsetzungen und vertraglichen Regelungen im / zum vorhabenbezogenen Bebau- ungsplan „Autohaus Robert-Perthel-Straße sicherstellen, dass keine andere als die schalltech- nisch untersuchten Nutzungen dort stattfinden wird kann auf die Übernahme der im VEP fest- gesetzten IFSP verzichtet werden. - 8 - / 9 Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen Die Mindestanforderungen an die Luftschalldämmung von Außenbauteilen gegenüber Außen- lärm werden im vorhabenbezogenen Bebauungsplan zeichnerisch als Lärmpegelbereiche IV und V bei freier Schallausbreitung dargestellt. Die Lärmpegelbereiche stellen somit den „worst case“ dar. Textlich festgesetzt wird, dass entsprechend den dargestellten Lärmpegelbereichen Schallschutzmaßnahmen an Außenbauteilen gemäß DIN 4109 zu treffen sind. Anhand dieser im vorhabenbezogenen Bebauungsplan dargestellten Lärmpegelbereiche können im konkreten Einzelfall (bauaufsichtliches Genehmigungsverfahren) gemäß DIN 4109 die Anforderungen an die Luftschalldämmung und das erforderliche resultierende Schalldämmmaß von verschiedenen Wand-/ Fensterkombinationen ermittelt werden. Ergänzend wird textlich festgesetzt, dass die Bauschalldämmmaße einzelner unterschiedlicher Außenbauteile oder Geschosse im Einzelfall unterschritten werden können, wenn im bauaufsichtlichen Genehmigungsverfahren durch eine schalltechnische Untersuchung ein niedrigerer Lärmpegelbereich nachgewiesen wird. Abwägung Die Festsetzung passiver Schallschutzmaßnahmen stellt sicher, dass den schallimmissions- schutzrechtlichen Anforderungen an die geplante Gewerbenutzung zur Erzielung gesunder Ar- beitsverhältnisse Rechnung getragen werden kann. 6.5 Maßnahmen des Naturschutzes und der Landschaftspflege Auf der Grundlage des Begrünungsplanes (Günter Kursawe, 23. März 2018) werden im vorha- benbezogenen Bebauungsplan Begrünungsmaßnahmen festgesetzt. Die Festsetzungen dienen der Berücksichtigung der Belange von Natur und Landschaft. Aus Gesichtspunkten des Wasserhaushalts (Rückhaltung von Niederschlagswasser) und des Klimaschutzes wird festgesetzt, dass die Dachflächen „Autohaus/Kfz-Reparaturwerkstatt“ ex- tensiv zu begrünen sind. Ausgenommen von der Dachbegrünung sind haustechnisch notwendi- ge Dachaufbauten, wie Antennen, Kamine, Lüftungseinrichtungen, Oberlichter. Die Stellplätze parallel zur Heinrich-Pesch-Straße sollen durch Bodendecker eingefasst werden. Zusätzlich werden durch die Pflanzung von 6 mittelkronigen Bäumen (je 5 Stellplätze ein Baum) die Stellplätze rhythmisiert und ergänzen die vorhandenen Baumpflanzungen entlang der Hein- rich-Pesch-Straße. Entlang der südlichen beziehungsweise westlichen Grundstücksgrenze sind weitere Baum- pflanzungen sowie die teilweise Begrünung der geplanten Parkpalette mit Kletterpflanzen vor- gesehen, um einen gestalteten Übergang zum angrenzenden Freiraum (öffentliche Grünfläche mit Geh- und Radweg, urban gardening) herzustellen. Entlang der westlichen, südlichen und östlichen Grundstücksgrenze sind entsprechend Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen festgesetzt. Die festgesetzten Maßnahmen sollen der Durchgrünung des Plangebietes, zur Verbesserung des Kleinklimas im Plangebiet und zur Minderung des Niederschlagswasserabflusses dienen. 6.6 Bauordnungsrechtliche Festsetzungen Im vorhabenbezogenen Bebauungsplan werden örtliche Bauvorschriften (gestalterische Fest- setzungen) gemäß § 86 BauO NRW) getroffen. Es werden Regelungen zu der Dachform, zur Einhausung der Abfallbehälter und Wertstoffton- nen, zu Einfriedungen sowie zu Werbeanlagen getroffen. Es sind nur Flachdächer mit einer Dachneigung von maximal 5° zulässig. Abfallbehälter und Wertstofftonnen sind einzuhausen. Einfriedungen sind ausschließlich in Form von Stabgitter- zäunen bis zu einer Höhe von maximal 1,8 m zulässig. - 9 - / 10 Im Kreuzungsbereich zur Ruth-Hallensleben-Straße ist die Errichtung eines Werbepylons in den festgesetzten Abmessungen bis zu einer maximalen Höhe von 6 m zulässig. Hier befindet sich bereits eine Werbetafel für den Gewerbepark. Des Weitern sind Logos an den Gebäudefassa- den sowie maximal 4 Wegweiser mit einer maximalen Höhe von 2,5 m außerhalb der überbau- baren Grundstücksfläche zulässig. Neben dem Erscheinungsbild von Gebäuden beeinflussen Werbeanlagen das Ortsbild, weil sie im Hinblick auf eine starke Auffälligkeit gestaltet werden. Mit den Festsetzungen wird den Erfor- dernissen des Vorhabens zur Außendarstellung Rechnung getragen und gleichzeitig ein Rah- men zur Vermeidung negativer stadtgestalterischer Einflüsse vorgegeben. 7 Sonstige Umweltbelange Im Folgenden werden die Umweltbelange betrachtet, für die eine erhebliche Betroffenheit nicht aus zu schließen ist. Weitere Umweltbelange aus dem Regelungskanon der §§ 1 und 1a BauGB sind nicht betroffen. 7.1 Tiere Durch das Kölner Büro für Faunistik wurde im Juni 2017 eine Artenschutzprüfung Stufe I durch- geführt – einmalige Begehung und Potenzialabschätzung 13.06.2017. Bei der Begehung wurden im Plangebiet unter anderem folgende Vogelarten beobachtet bzw. verhört: - Grünfink – Brut möglich - Mönchsgrasmücke – Brut möglich - Ringeltaube – Brut möglich - Mauersegler - Überflug - Kormoran - Überflug Es fanden sich Hinweise auf eine Nutzung der Fläche durch artenschutzrechtlich relevante Ar- ten. Dabei handelte es sich allerdings nur um verbreitete, siedlungstypische Vogelarten. Es wurden weder Hinweise auf Ansiedlungen planungsrelevanter Vogelarten noch auf Vorkommen von Anhang IV-Arten der FFH-Richtlinie gefunden. Mit den im Gebiet vorhandenen Vorwirkun- gen durch Störungen infolge der benachbarten Gewerbegebietsnutzung, der regelmäßigen An- wesenheit des Menschen im Planwirkungsbereich ist dies auch nicht anzunehmen. Für Arten des Anhang IV der FFH-Richtlinie fehlen im Gebiet geeignete Strukturen. Zur Vermeidung von Beeinträchtigungen sind folgende Maßnahmen zu treffen: Die Beseitigung von Vegetation muss außerhalb der Brut- und Aufzuchtzeit wildlebender Vo- gelarten stattfinden, d.h. außerhalb des Zeitraums 1. März bis 30. September. Falls die Beseitigung von Vegetation innerhalb des Zeitraumes 1. März bis 30. September statt- finden soll, ist vorab eine ökologische Baubegleitung einzurichten, die sicherstellt, dass Indivi- duen sowie Fortpflanzungs- und Ruhestätten von wildlebenden Vogelarten rechtzeitig identifi- ziert und geschützt werden können. Verbotstatbestände gemäß § 44 BNatschG werden bei Umsetzung der Planung nicht verletzt, sofern die genannten Vermeidungsmaßnahmen Berücksichtigung finden. In den vorhabenbezogenen Bebauungsplan wird ein entsprechender Hinweis aufgenommen. 7.2 Pflanzen Der Biotopbestand im Plangebiet stellt sich heute als Grünlandbrache dar mit randlich einheimi- schen Gehölzen am Südwestrand des Plangebietes. - 10 - / 11 Aufgrund des vorhandenen Planungsrechts kann in diese Biotope eingegriffen werden, ohne dass ein Ausgleich gemäß § 1 a Absatz 3 Satz 6 erforderlich ist. Gemäß § 13 a Absatz 2 Nummer 4 BauGB gelten Eingriffe, die auf Grund der Aufstellung des Bebauungsplans zu erwarten sind, als im Sinne des § 1a Absatz 3 Satz 6 vor der planerischen Entscheidung erfolgt oder zulässig. Die Pflanzfestsetzungen des Vorhaben- und Erschließungsplans Nummer 64496/02 wurden im Planbereich noch nicht umgesetzt. Es handelt sich dabei um die Pflanzung von drei Bäumen (1x großkronig, 2 x mittelkronig), die Anlage einer Fläche zum Anpflanzen von Bäumen und Sträuchern mit Gehölzen, eine Dach- und Fassadenbegrünung und eine Stellplatzbegrünung; je 5 Stellplätze eine Baumpflanzung. Im Zuge der Aufstellung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes Autohaus Robert-Perthel- Straße wurde ein Begrünungsplan erstellt (Günter Kursawe 23. März 2018). Dieser stellt die planungsrechtlich festgesetzten Pflanzmaßnahmen den geplanten Pflanzmaßnahmen gegen- über und weist nach, dass mit den geplanten Pflanzmaßnahmen eine gleichwertige Begrünung erzielt wird. Folgende Pflanzmaßnahmen werden im vorhabenbezogenen Bebauungsplan festgesetzt: - 27 Baumpflanzungen; - Flächen zum Anpflanzen von Bäumen, Sträuchern und sonstigen Bepflanzungen; - Stellplatzbegrünung; - Dach- und Fassadenbegrünung. 7.3 Immissionen Staub- und Lärmimmissionen durch Deponiebetrieb Das Plangebiet befindet sich im Nahbereich der Kiesgrube/Inertstoffdeponie Schulz. Der Depo- niebetrieb ist bis zum 31.12.2026 befristet. Im abgrabungsrechtlichen Genehmigungsverfahren sind u.a. auch Auflagen zum Immissions- schutz (Betriebszeiten, Lärmimmissionen) sowie zu den Staubimmissionen getroffen worden, so dass eine Beeinträchtigung des Plangebietes bei Einhaltung der Auflagen durch den Depo- niebetrieb ausgeschlossen werden kann. Der Abgrabungs- bzw. Verfüllbetrieb darf nur werktags in der Zeit zwischen 7:00 und 22:00 Uhr stattfinden. Des Weiteren wird hier festgelegt, dass der Richtwert der TA-Lärm von 60 dB(A) am nächstgelegenen Wohnhaus nicht überschritten werden darf. Staubbelästigungen für die Nachbarschat sind durch Vorkehrungen (z.B. ein Schutzwall mit Begrünung oder Schutzpflanzung) zu verhindern. Aufkommende Staubbelästigungen sind durch Befeuchten mit Wasser zu unterbinden. Eine Beeinträchtigung des Plangebietes durch den Deponiebetrieb kann bei Einhaltung der Auf- lagen ausgeschlossen werden kann. Luftschadstoff-Immissionen Gemäß Luftgüteindex 2001–2013 (Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln) liegt das Plangebiet in einer Zone mit mittlerer Luftgüte. Vom Vorhaben selbst werden nur geringe Luft- schadstoff-Emissionen (Hausbrand, verkehrsbedingte Emissionen) ausgehen. Minderungs- maßnahmen über die geplante Begrünung (siehe Punkt 7.2 Pflanzen) sind daher nicht notwen- dig. Aufgrund der guten Durchlüftung im Nahbereich des Plangebietes ist auf der Robert-Perthel- Straße die Einhaltung der Grenzwerte der 39. BImSchV für Feinstaub und Stickoxide sicher anzunehmen. - 11 - / 12 Lichtimmissionen Die Beleuchtung der Parkpalette führt zu Lichtimmission, die insbesondere im Winterhalbjahr die südlich angrenzende Wohnbebauung betreffen können. Die geplante Parkpalette steht in rund 100 m Entfernung zur nächstgelegenen Wohnbebauung (Vogesenstraße 30 und 34) und wird werktags in der Zeit von 09:00 bis 18:00 Uhr genutzt. Die Beleuchtung der Parkpalette wird mit der nach Garagenverordnung notwendigen Mindestbe- leuchtungsstärke von 20 Lux für die Betriebszeiten ausgerüstet. Die Fassaden der Parkpalette, die an die Fläche „M2“angrenzen werden begrünt. Des Weiteren sind Baumpflanzungen (fünf Laubbäume) auf dem an die öffentliche Grünfläche angrenzenden Grundstücksteil vorgesehen. Die der Parkpalette zugewandten Giebelseiten der nächstgelegenen Wohngebäude weisen insgesamt nur kleine Fensteröffnungen auf, die den Schluss zulassen, dass es sich hierbei um Nebenräume und nicht um Aufenthaltsräume (Wohn-, Kinder- oder Schlafzimmer) handelt. Aufgrund der Entfernung, der geplanten Umwehrungen der Parkpalette und der Begrünungs- maßnahmen sind störende oder belästigende Einflüsse durch Lichtimmissionen auf die schutz- würdige Nachbarschaft nicht zu erwarten. Daher wurde auf eine gutachterliche Erfassung und Bewertung der Lichtimmissionen gemäß dem sogenannten „Lichterlass“ NW verzichtet. 7.4 Altlastverdacht Das Altlastenkataster der Stadt Köln weist Im Plangebiet keine Altlastenverdachtsflächen aus. Das Plangebiet liegt auch außerhalb des Nahbereichs der Altablagerungen 50709 und 50711, die sich südwestlich und nordwestlich der Robert-Perthel-Straße befinden. Entsprechend kann eine Kennzeichnung des Nahbereiches, wie sie im rechtskräftigen Vorhaben- und Erschlie- ßungsplan eingetragen ist, entfallen. 7.5 Boden / Wasser Im Plangebiet liegt ein Braunerdeboden mit mittlerer Ertragsfähigkeit vor, der gemäß Bodenkar- ten NW 1:50.000 des Geologischen Dienstes NW als nicht schutzwürdig bewertet ist. Die Um- setzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes wird zu einer dauerhaften Störung der na- türlichen Bodeneigenschaften führen. Aufgrund des vorhandenen Planungsrechtes ist dieser Eingriff bereits zulässig und nicht ausgleichspflichtig. Wegen der heute unversiegelten Oberfläche ist die versickerndes Niederschlagswasser eine Grundwasserneubildung im Plangebiet anzunehmen. Dies kann bereits heute auf der Grundla- ge des vorhandenen Planungsrechts durch Bebauung und Versiegelung eingeschränkt werden. Regelungen zur Versickerung des Niederschlagswassers von Dachflächen treffen weder der rechtskräftige noch der neu aufzustellende Bebauungsplan. Da das Plangebiet eine relativ ge- ringe Größe aufweist und westlich und südlich Freiflächen angrenzen mit Grundwasserbil- dungspotenzial kann die im Plangebiet zu erwartende Einschränkung der Grundwasserneubil- dung hingenommen werden. Der Grundwasserflurabstand bei mittleren Grundwasserständen (GW-Messungen Rheinenergie 2002) beträgt > 10 m. Damit ist eine direkte Beeinträchtigung des Grundwasserkörpers durch die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes ausgeschlossen. 7.6 Klima Sommerliche Hitzebelastung: Das Plangebiet liegt am Rande der lokalen Wärmeinsel von Bil- derstöcken Die westlich angrenzende Freifläche wird gemäß der Planungshinweiskarte zukünf- tige Wärmebelastung (Umwelt- und Verbraucherschutzamt der Stadt Köln, 2013) als klimaakti- ve Fläche (Klasse 4) eingestuft. Das Plangebiet selbst wird als (wärme)belastete Siedlungsflä- che (Klasse 3) eingestuft. Die Umsetzung des vorhabenbezogenen Bebauungsplanes wird nicht zu einer Änderung der Kaltluftentstehung und Ventilation auf der westlich angrenzenden Frei- - 12 - / fläche führen. Entsprechend sind hier keine zusätzlichen Maßnahmen zum Umgang mit der Klimawandelfolge „Hitzebelastung“ über die geplanten Begrünungsmaßnahmen hinaus, vorzu- sehen. Starkregenereignisse: Das oberflächig abfließende Niederschlagswasser aus Starkregenereig- nissen kann in die geplanten Pflanzflächen abgeleitet werden, sofern ein entsprechendes Ge- ländegefälle geplant wird. Die Regelung dieses Belangs wird im Baugenehmigungsverfahren erfolgen. 8 Planverwirklichung Das Planungsrecht wird in Form eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans gemäß § 12 BauGB geschaffen. Die Aufstellung erfolgt auf der Grundlage des § 13a BauGB (Bebauungs- pläne der Innenentwicklung). Zwischen der Stadt Köln und der Vorhabenträgerin wird ein städtebaulicher Vertrag als Durch- führungsvertrag abgeschlossen. Dieser stellt sicher, dass es zur Realisierung des Vorhabens kommen wird. Da es sich um einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan handelt, werden die Planungs- und Erschließungskosten von der Vorhabenträgerin übernommen. Kosten für die Stadt Köln entste- hen nicht.
Anlage 1 Geltungsbereich
385 Zeichen
Planwirkungsbereich der Vorlage zur Orientierung von 0LWJOLHGHUQGHV5DWHVGHU$XVVFKVVHXQGGHU%H]LUNVYHU tretungen, die wegen Befangenheit an den Beratungen zu GLHVHP7DJHVRUGQXQJVSXQNWQLFKWWHLOQHKPHQGUIHQ Anlage 1 0 5025 100 150 Meter N Stadtplanungsamt Vorhabenbezogener Bebauungsplan Autohaus Robert-Perthel-Straße LQ.|OQ/RQJHULFK%LOGHUVW|FNFKHQ 0DVWDE
Beratungsverlauf (2)
Beschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungBeschluss: Kenntnis genommen
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 1308/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 07.06.2018
- Erstellt
- 20.04.2018 10:48