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A-S/0010/2011

Rahmenplanung für den Ortsteil Gremmendorf / Angelmodde-West

Antrag an die BV Südost 07.06.2011

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Nächste Beratung: Bezirksvertretung Münster-Südost, Sitzung am 21.06.2011, TOP 5.7

Originalantrag

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Originalantrag

8223 Zeichen

= CDU ....

CDU-Fraktion in der Bezirksvertretung Münster-Südost

STADT MÜNSTER
07. Jun 2011

Antrag der CDU-Fraktion in der BV Münster-Südost 07. Juni 2011

Betr.: Rahmenplanung für den Ortsteil Gremmendorf / Angelmodde -West

Beschlussvorschlag:

Die Bezirksvertretung möge beschließen:

Der weiteren Bearbeitung des Rahmenplanes für den Ortsteil Gremmendorf / Angelmodde -
West werden als Bilanz der bisherigen Diskussionen und Vorüberlegungen über die in naher
Zukunft anstehende Konversion der bislang militärisch genutzten Flächen und der ihnen
zugeordneten Wohnbereiche

folgende Ziele und Leitsätze zugrunde gelegt:

l. Es sind die planungsrechtlichen Voraussetzungen für ein funktionsfähiges
Stadtteilzentrum (neue Mitte) zu schaffen.

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Zu einem solchen Stadtteilzentrum sollten beispielsweise Einzelhandelsflächen,
Gastronomie, Versammlungsstätten, ein dreistufiges Altenzentrum, Jugendeinrichtungen,
ggf. ein Ärztehaus ebenso gehören können wie fußläufige Freiflächen (Marktplatz,
Wochenmarkt),

3. Eine gewerbliche Nutzung des Konversionsbereiches ist (abgeschen vom o.g.
Stadtteilzentrum) planerisch auf eine Zeile entlang dem Albersloher Weg zu
beschränken, soweit dies für Zwecke der Nahversorgung erforderlich und sinnvoll ist.

4. Die großen Frei- und Grünflächen im Nordwesten (Wäldchen), Westen und Süden des
Kasernenbereichs sollen erhalten bleiben, ggf in städtischem Eigentum. Der

CDU-Kreisverband Münster e.V. Peter Bensmann

Mauritzstr. 4-6, 48143 Münster COU-Fraktionsvorsitzender BV Südost

Tel, 0251/1418420, Fax 0251/4184244 Wilkelm-Holthaus-Weg 32, 48167 Münster

gest@sdu-muenster.de Mobit: Drram216a0: | | Privat: 02511615697 /Fax. 0251/015999-15

www cdu-maienster de Büro: 0251 / 915999-0 ! Bensmann®hansekuranz.de

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can.

Rahmenplan wird auszuweisen haben, in welchem Umfang sie auch künftig sportlicher
Nutzung zur Verfügung stehen können.

. Die Umwandlung des großen Bereichs der Hangars und sonstigen Zweckbauten

zwischen den klassischen Kasernen in der Mitte des Konversionsbereiches und der
Wohnbebauung am Letterhausweg im Norden sollte planerisch auf Wohnbebauung
konzentriert werden, deren Erschließung im Interesse der ruhigen Wohnlage am
Letterhausweg nicht über die nördliche „Panzerstraße“ erfolgen sollte.

Ziel der Umwandlung des Kasernenbereichs und der schon bisher zu Wohnzwecken
benutzten Flächen ist in Anpassung an den Charakter des Ortsteils „Wohnen im
Grünen“ („grüne Gartenstadt“).

Durch einen ggf. beschränkten städtebaulichen Wettbewerb(e) unter Beteiligung
regionaler oder auch überregionaler geeigneter Büros sind qualifizierte Vorschläge für
die Bereiche des Stadtteilzentrums und der Hangars einzuholen, ggf. auch für einzelne
der bisherigen Wohnquartiere.

Die weitere Planung bzw. ein städtebaulicher Wettbewerb sollte auch Ideen zur
Überwindung oder Milderung der Trennwirkung des Albersloher Weges aufzeigen,
wenn es darum geht, die Nahversorgungsqualität des Stadtteilzentrums mit der bisherigen
Ladenzeile zu verbinden.

Die Umwandlung der rund 430 Wohneinheiten in den bisherigen Siedlungen für die
Familien der Rheinarmee in allgemeine Wohnlagen ist planungsrechtlich so zu
begleiten, dass die ausgewogene Wohn- und Sozialstruktur im Ortsteil erhalten wird.
Die Substanz erlaubt eine Bildung von Individualeigentum für breite Bevölkerungskreise
zu sozialen Konditionen.

. Die Bevölkerungsprognose für den Ortsteil bedarf auf dem Hintergrund dieses Wandels

einer zeitnahen Aktualisierung,

.Auf der Grundlage der Fortschreibung der Bevölkerungsprognose sind die

Bedarfsplanungen für den U-3-Bereich, Kindergärten und Schulen zu aktualisieren,
damit diese Planungen bei der anstehenden Erstellung der Bebauungspläne ggf. gleich
Berücksichtigung finden

.Die seitens der Stadt und ihrer regionalen Partner angestoßene Debatte über eine

schienengebundene (zusätzliche !) Erschließung und die bislang leistungsfähigen
Verbindungen im ÖPNV müssen diese Bevölkerungsentwicklung ggf. berücksichtigen.

‚Die Planungen sind weiter so voranzutreiben, dass die Entscheidungen in der

laufenden Ratsperiode bis 2014 abgeschlossen werden können.

Co,

Die Zeit drängt: Erst kürzlich bestätigten Sprecher der Rheinarmee erneut, dass hinsichtlich des
Abzugs der Briten alle Daten zwischen 2015 und 2019 denkbar sind. Das entspricht der
Ankündigung des (neuen) britischen Premierministers David Cameron, dass die Hälfte der nur
noch 20.000 Mann starken Rheinarmee bereits bis 2015, der Rest bis 2020 abzichen sollen.

Begründung:

Diese Entscheidungen haben maßgeblichen und nachhaltigen Einfluss auf das Gesicht
Gremmendorf und Angelmodde - Wests im laufenden 21. Jahrhundert.

Die im offenen Arbeitskreis „Gremmendorf 2020“ ebenso wie der Öffentlichkeit breit geführte
Debatte über diese anstehende Entwicklung konzentriert sich
auf zwei Schwerpunkte:

® Die Konversion des eigentlichen Kasernengeländes einerseits und
® Die Umwandlung der „britischen“ Wohnbereiche in allgemeine Wohngebiete.

Im Vergleich zu anderen Ortsteilen ist bisher der Bereich Gremmendorf / Angelmodde - West
mit kommunalen Gemeinschaftseinrichtungen eher stiefmütterlich ausgestattet. Flächen und
Substanz der Kaserne bieten sich geradezu an, hier Überlegungen für ein Stadtteilzentrum
einzuleiten. Die derzeitig allgemein angespannte finanzielle Lage der Stadt ( und eben nicht nur
dieser) darf nicht dazu führen, dieser Frage und entsprechenden Zielsetzungen auszuweichen,
wenn ganz offensichtlich die Gebäudesubstanz der Kaserne hierzu Chancen eröffnet. Die
Nutzungsänderung des Kasernenbereichs muss als Chance zur Schaffung eines
funktionsfähigen Stadtteilzentrums genutzt werden, um die vorhandenen
Nahversorgungstrukturen entsprechend dem Wachstum des Ortsteils in den letzten Jahren und
infolge der erheblichen Erweiterung in den kommenden Jahren anzupassen.

Die Ausweitung des Einzelhandels- und gewerblichen Angebotes entlang dem Albersloher
Weg auf dem Konversionsgelände wird im Interesse der Ortskernbildung und wohnnahen
Versorgung von allen Mitbürgern mit Spannung erwartet und als wichtige Bereicherung
angeschen. Mit einer solchen neuen Mitte würde ein pulsierendes Herz des Stadtteils für alle
Bevölkerungsgruppen entstehen.

Der bisher nur unzulänglich platzierte Wochenmarkt könnte eine wesentliche Aufwertung in
einem neuen Zentrum mit Marktplatz erhalten,

Zu den Defiziten im Ortsteil gehört auch die bisherige Ausstattung mit Senioren- und
Altenpflege-Einrichtungen ebenso wie Einrichtungen für jugendliche Nutzung. Es sollten auch
im Konversionsbereich Alternativen aufgezeigt werden, sofern nicht Flächen im Bereich der
bisherigen Truppensiedlungen südlich des Evangelischen Gemeindezentrums herangezogen
werden können, Letztere genießen vom Zeitablauf u. U. Vorzug, da der Konversionsbereich
nicht (so) kurzfristig zur Verfügung steht, wie es die Aufgabe angemessen erscheinen lässt.

CD.

Bei den vorhandenen Siedlungen mit insgesamt 433 Wohneinheiten ist ein behutsamer Wandel
erforderlich, der Wohnwertverluste ebenso vermeidet wie Degenerationen durch geballte
Vermarktungen an (ortsfremde) Investoren, die nicht an einer nachhaltigen und langfristigen
Entwicklung interessiert wären. Eine qualitativ gesicherte Entwicklung muss den gewachsenen
Charakter des Ortsteils übernehmen bzw. fortschreiben, in dem das „WOHNEN im
GRÜNEN“ wohltuend vorherrscht. Deshalb muss die Stadt mit (bebauungsrechtlichen)
Planungen die Entwicklung begleiten und steuern, die diese Einbindung der erfreulicher weise
ohnehin gestreuten Bereiche sicher stellt. Das Gleiche gilt für die Umwandlung der klassischen
Kasernenbauten, für die die Stadt ja bereits gute Erfahrungen in anderen Ortsteilen (z.B. Coerde
und Steinfurter Straße) gesammelt hat.

Die Stadtverwaltung hat erste Vorüberlegungen unter Beteiligung von Vereinen, Verbänden (s.g.
Schlüsselpersonen vor Ort) für den Rahmenplan im Frühjahr vorgestellt und wird ihr Konzept in
den kommenden Wochen auch noch einmal den Bürgern präsentieren und mit ihnen diskutieren.

In dieser Phase bietet es sich an, Ziele und Leitsätze zur Diskussion zu stellen, die die Planung
der kommenden Monate und Jahre prägen sollten.

Peter Bensmann Dr. Heinrich Hoffschulte
Fraktionsvorsitzender CDU Bezirksvertreter BV Südost

Beratungsverlauf (1)

21.06.2011 Bezirksvertretung Münster-Südost
TOP 5.7 Antrag Entscheidung

Beschluss: mehrheitlich geändert beschlossen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Mauritzstraße 4
  • Albersloher Weg
  • Letterhausweg
  • Steinfurter Straße

Ortsbezüge werden automatisch aus den Dokumenten ermittelt und können unvollständig sein.

Details

Vorlagen-Nr.
A-S/0010/2011
Typ
Antrag an die BV Südost
Datum
07.06.2011
Erstellt
06.10.2020 14:37