AN/1132/2021
Wie können wir den Bedarf an Sexualpädagogik für Jungen und junge Männer decken?
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SPD Anfrage nach § 4
2985 Zeichen
An den Vorsitzenden des Gesundheitsausschusses Herrn Dr. Ralf Unna Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker SPD-Fraktion im Rat der Stadt Köln Rathaus, Spanischer Bau 50667 Köln fon 0221. 221 259 50 fax 0221. 221 246 57 mail fraktion@koelnspd.de web www.koelnspd.de Eingang beim Amt der Oberbürgermeisterin: 26.05.2021 AN/1132/2021 Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates Gremium Datum der Sitzung Gesundheitsausschuss 08.06.2021 Wie können wir den Bedarf an Sexualpädagogik für Jungen und junge Männer decken? Sehr geehrter Herr Vorsitzender, sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin, die SPD-Fraktion bittet Sie, folgende Anfrage auf die Tagesordnung der kommenden Sitzung des Gesundheitsausschusses zu setzen: Seit Jahren arbeiten die „pro familia-Beratungsstellen Zentrum und Chorweiler“ auch sexual- pädagogisch mit Kindern und Jugendlichen. Der Auftrag zu dieser Arbeit ergibt sich dabei nicht nur aus dem Recht von Kindern und Jugendlichen, Zugang zu Wissen über Sexualität, Verhütung, Familienplanung usw. zu erhalten. Es besteht auch ein großer Bedarf an Aufklä- rung über grenzüberschreitendes Verhalten und dessen Prävention. Von Trägern der Bil- dung und Arbeit mit Jugendlichen wird beklagt, dass der Bedarf an sexualpädagogischer Arbeit insbesondere mit Jungen und jungen Männern gestiegen sei, ohne dass sich das An- gebot entsprechend vergrößert habe. Ein Großteil der sexualpädagogischen Bemühungen richtet sich an Mädchen und junge Frauen. Es hat sich aber gezeigt, dass es ebenso unent- behrlich ist, dass Antisexismusarbeit mit Jungen und jungen Männern erfolgt – insbesondere vor dem Hintergrund der Zunahme problematischer Informationsquellen über Sexualität im Internet. Pro familia möchte deshalb in Köln eine zusätzliche Vollzeitstelle zu den bisher bestehenden zwei halben Stellen im Arbeitsfeld schaffen. Diese sind bislang vom Doppelhaushalt 2020/21 gedeckt, aber eine Anschlussfinanzierung der bisherigen Stellen über den bestehenden Haushalt hinaus ist noch nicht sichergestellt. Vor diesem Hintergrund fragen wir die Stadtverwaltung: 1. Welche Präventionsmaßnahmen und Projekte in Köln gegen sexuelle Gewalt richten sich explizit an Jungen und junge Männer? 2. Wie werden diese Projekte und Maßnahmen gefördert? - 2 - 3. Sind aus Sicht der Verwaltung weitere Maßnahmen und Projekte in Köln nötig? 4. Beabsichtigt die Sozialverwaltung, die Finanzierung sexualpädagogischer und - präventiver Arbeit für Jungen und junge Männer im erforderlichen Maß im Haushaltspla- nentwurf 2022 abzubilden? 5. Vor kurzem fand der 26. Deutsche Präventionstag in Köln statt. Dort wurden auch The- men der Prävention von sexueller und häuslicher Gewalt beraten. Hat die Stadtverwal- tung Kenntnisse über Best-Practice-Beispiele gewonnen, die vielleicht auch in Köln sinn- voll umgesetzt werden könnten? Mit freundlichen Grüßen gez. Mike Homann SPD-Fraktionsgeschäftsführer
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: Sache ist erledigt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- AN/1132/2021
- Typ
- SPD Anfrage nach § 4
- Datum
- 20.08.2021
- Erstellt
- 26.05.2021 11:26