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AN/0299/2019

Anfrage zur Interkulturellen Öffnung der Seniorenberatungsstellen

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 07.03.2019

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AK 4 - Anfrage zur Interkulturellen Öffnung der Seniorenberatungsstellen

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AK 4 - Anfrage zur Interkulturellen Öffnung der Seniorenberatungsstellen

4170 Zeichen

AK 4 – Gesundheit, Soziales und Senioren      05.03.2019 
Figen Maleki, Stella Shcherbatova, Nebil Bayrakcioglu 
 
 
An den  
Vorsitzenden des Integrationsrates 
Herrn Tayfun Keltek 
 
An die  
 
Geschäftsstelle des Integrationsrates 
Herrn Andreas Vetter 
 
 
Anfrage gem. § 3 der Geschäftsordnung des Integrationsrates 
 
Gremium  Datum der Sitzung  
Integrationsrat 12.3.2018 
 
 
Interkulturelle Öffnung der Seniorenberatungsstellen – AN/0299/2019 
 
Sehr geehrter Herr Vorsitzender Keltek, 
in einer Beantwortung der Verwaltung zur Sitzung am 22.01.19 (4284/2018) erläutert die 
Verwaltung, dass sich bei den Sprachkompetenzen der Seniorenberater*innen seit der letz-
ten Abfrage in 2017 (AN 0749/2017) keine Änderungen ergeben haben. 
Das bedeutet, dass in den knapp 40 Seniorenberatungsstellen (davon neun in den Bezirks-
ämtern) lt. Verwaltung weiterhin nur auf folgende Sprachkompetenzen zurückgegriffen wer-
den kann: 
 Russisch – in den Beratungsstellen der Synagogengemeinde in Porz und Chorweiler 
 Türkisch – in der Beratungsstelle „Veedel für alle“ in Ehrenfeld  
 Des Weiteren gibt es Sprachkompetenzen in englischer, französischer, niederländi-
scher und griechischer Sprache in unterschiedlichen Ausprägungen. 
In Köln leben ca. 190.000 über 65jährige Personen - ca. 50.300 (26 %) von ihnen haben eine 
Zuwanderungsgeschichte.  
Von den 190.000 über 65jährigen Kölner*innen haben 12.400 (6,5 %) eine türkische, 11.500 
(6,0 %) eine polnische, 3.100 (1,6 %) eine italienische und 2.400 (1,3 %) eine russische Zu-
wanderungsgeschichte. 
Gerade die ältere Generation der Kölner*innen mit Zuwanderungsgeschichte (‚Gastarbeiter-
generation‘) verfügt nicht über ausreichend deutsche Sprachkenntnisse, um die oftmals sehr 
komplexen Sachverhalte einer Seniorenberatung angemessen nachvollziehen zu können. 
Vor diesem Hintergrund ist eine Interkulturelle Öffnung der Beratungssysteme dringend er-
forderlich. Wesentlich ist – um auch der älteren Generation von Kölner*innen mit Migrations-
hintergrund einen gleichberechtigten Zugang zu städtischen Angeboten zu gewährleisten – 
der Abbau von Verständigungsschwierigkeiten bzw. kulturellen Barrieren. 
Vor diesem Hintergrund wird die Verwaltung gebeten folgende Fragen zu beantworten: 
1. Sieht die Verwaltung die fachliche Notwendigkeit eine sprach- bzw. kultursensible Bera-
tung für Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte in Köln in den vier größten Sprach-
gruppen anzubieten?

2. Wie hoch wäre der finanzielle Aufwand, wenn in den neun Seniorenberatungsstellen in 
den Bezirksämtern, an einzelnen festen Tagen im Monat für die vier o.g. Sprachgruppen, 
gemäß ihres prozentualen Anteils im Stadtbezirk, eine Beratung durch professionelle tür-
kisch-, polnisch-, italienisch- und russischstämmige Seniorenberater durchgeführt werden 
würde?  
Beim Einsatz sollte darauf geachtet werden, dass die o.g. Personengruppen je nach 
Stadtbezirk stark variieren (siehe Tabelle) 
3. Sieht die Verwaltung die Möglichkeit ein solches Angebot kurzfristig zu realisieren, um 
Erfahrungswerte bzgl. der Annahme durch Senior*innen mit Zuwanderungsgeschichte zu 
sammeln? 
4. Falls eine kurzfristige Umsetzung finanziell nicht möglich ist - sieht die Verwaltung die 
Möglichkeit die hierfür benötigten Finanzmittel im nächsten Haushalt vorzusehen? 
 
Mit freundlichen Grüßen 
Figen Maleki 
Stella Shcherbatova 
Nebil Bayrakcioglu 
 
 
 
Zahlenmäßige Verteilung der stadtweit vier größten Gruppen in den neun Stadtbezirken: 
 Stadt 
Köln  
Bez. 
Mül-
heim  
Bez. 
Kalk  
Bez. 
Porz 
Bez. 
Chorwei-
ler  
Bez. 
Ni p-
pes  
Bez. 
Inne n-
stadt  
Bez. 
Lin-
dent hal 
Bez. 
Ehre n-
feld  
Bez. R o-
denkirchen  
Kölner*innen 
über 65 Jahre  
189.872 26.535 20.37
0 
23.25
4 
16.295 21.20
8 
17.737 26.785 16.177 21.511 
Kölner*innen 
mit Zuw.ges. 
über 65 Jahre  
50.268 7.284 6.934 6.263 5.811 5.810 4.723 4.727 4.486 4.230 
davon aus 
der Türkei  
12.407 2.205 2.112 860 1.436 2.243 1.043 431 1.466 611 
davon aus 
Polen  
11.438 1.810 1.457 1.805 1.521 1.053 746 1.228 697 1.121 
davon aus 
Italien  
3.149 387 520 301 330 357 439 246 358 211 
davon aus 
der Russ. 
Förderation  
2421 369 368 408 545 123 96 136 237 139

Beratungsverlauf (1)

12.03.2019 Integrationsrat
TOP 4.1 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0299/2019
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
07.03.2019
Erstellt
07.03.2019 10:29