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A-R/0016/2013

Ein saniertes Stadthaus 1 - mehr Service für Münsters Bürgerinnen und Bürger

Antrag an den Rat 10.04.2013

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Nächste Beratung: Rat, Sitzung am 17.04.2013, TOP 14.2

Originalantrag

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Originalantrag

6275 Zeichen

Antrag an den Rat Nr. A-R/0016/2013 
 
 
 
 
Ratsantrag 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
SPD-Fraktion 
im Rat der Stadt Münster  
 
 
Bahnhofstraße 9 
48143 Münster 
Telefon: 0251/ 45 314 
Fax: 0251/ 511 750 
spdfrak@muenster.de  
     www.spd-muenster.de  
                                                                                                                   09.04.2013 
 
Ein saniertes Stadthaus 1 – mehr Service für Münsters Bürgerinnen und Bürger 
 
Der Rat der Stadt Münster möge beschließen: 
 
Der Rat beauftragt die Verwaltung, bei den weiteren  Planungen zur Sanierung des 
Stadthauses 1 folgende Punkte handlungsleitend zu Grunde zu legen: 
 
I. Mehr Service für die Bürgerinnen und Bürger in Münster 
 
Mit der Sanierung des Stadthauses 1 soll eine grund legende Verbesserung des 
Serviceangebotes für Bürgerinnen und Bürger erreich t werden. An zentralem 
Standort in der Innenstadt sollen zu diesem Zweck m öglichst viele Dienstleistungen 
der Stadt Münster in einem Behördengang erreichbar sein. Dabei soll der Grundsatz 
gelten, dass unabhängig vom Standort der jeweiligen  Ämter deren Dienstleistungen 
im Stadthaus 1 erreichbar bzw. die  Anforderungen d er Bürgerinnen und Bürger hier 
aufzunehmen und dann weiter zu erledigen sind. Inso weit handelt es sich um eine 
grundlegende Erweiterung der bisherigen Verwaltungs konzeption, wie sie im 
Angebot des Amtes für Bürgerangelegenheiten ihren N iederschlag findet. Im 
Einzelnen sollen dabei folgende Überlegungen berück sichtigt werden: 
 
1. Es wird angestrebt, möglichst viele - perspektiv isch alle - mit direktem 
Bürgerkontakt verbundene Dienstleistungen der Stadt  in einem neuen 
Servicezentrum  – „one face to the customer“ – abru fbar zu machen. Als 
möglicher Raum für das neue Servicezentrum kommt de r bisherige 
Stadthaussaal in Betracht; aber auch andere Räumlic hkeiten mit Zugang vom 
Erdgeschoss her sind für das neue Zentrum in Betrac ht zu ziehen. Die 
Ausweitung von Angeboten des eGovernments ist in di ese Strategie eines 
umfassenden Servicezentrums einzubeziehen. 
 
2. Eine Integration von Leistungen städtischer Toch terunternehmen in dieses 
Bürgerservicezentrum ist ausdrücklich, auch unter d em Gesichtspunkt einer 
teilweisen Refinanzierung der Baumaßnahmen, zu prüf en (Stadtwerke-
Cityshop, Wohn- und Stadtbau, WBI). Gegebenenfalls sind hierfür weitere 
Gebäudeteile des Stadthauses 1 zu betrachten.

3. Die städtische Dominikanerkirche übernimmt für d en Fall der Umnutzung des 
Stadthaussaales dessen bisherige Funktion. Das bish er zwar städtisch 
finanzierte, aber nicht städtisch genutzte Kircheng ebäude an der Salzstraße 
erfährt auf diese Weise eine Nutzungsänderung hin z u einem multifunktional 
ausgerichteten Angebot: Die Stadt Münster erhält eine attraktive Ausstellungs- 
und Veranstaltungsfläche, die auch als Raum für das  Wahlbüro und ähnliche 
Zwecke genutzt werden kann. Die Verwaltung wird bea uftragt, von den 
entsprechenden kirchlichen Stellen eine Profanierung vornehmen zu lassen. 
 
II. Grundsatzentscheidung: Sanierung im Bestand statt Neubau 
 
Die Sanierung des Stadthauses 1 erfolgt durch eine grundlegende Sanierung im 
Bestand, Neubauoptionen werden nicht weiterverfolgt . Die Sanierung bezieht sich 
auf den gesamten Bestand (alle Bauteile), Pläne zur  Veräußerung und zur 
Vermarktung werden nicht weiterverfolgt. Die Sanier ungsentscheidung folgt dem 
Grundsatz, dass Verwaltungsdienstleistungen möglich st umfassend an einer 
zentralen Stelle der Innenstadt konzentriert sein s ollen. Im einzelnen werden 
folgende Überlegungen dem Sanierungsplan zugrundegelegt: 
 
1. Die Sanierung des Stadthauses 1 erfolgt unter de r Maßgabe, ein modernes 
und dauerhaft nutzbares Dienstleistungszentrum im H erzen der Stadt zu 
schaffen. Dazu verbleibt das Stadthaus 1 vollständi g im Eigentum der Stadt 
und wird schrittweise saniert. Die Festlegung einze lner Sanierungsschritte soll 
auch dazu beitragen, dass Anmietungskosten für Büro flächen für die 
Umbauzeit möglichst minimiert werden. 
 
2. Die Sanierung des Stadthauses 1 wird im Hinblick  auf 
Konsolidierungserfordernisse als gleichwertig zu ei nem Neubau betrachtet; 
dementsprechend ist eine 20%ige Reduktionsvariante zu erstellen, bezogen 
auf die normale Kostenschätzung. 
 
3. Im Rahmen der mittelfristigen Büroflächenplanung  soll zudem eine Reduktion 
der bisherigen Büroflächen um 20% erreicht werden. Grundlage dafür soll ein 
verbindlicher und einheitlicher Belegungsstandard f ür Büroräume in der 
gesamten Verwaltung sein, der eine effektive Flächennutzung sicher stellt. 
 
4. Zur Gegenfinanzierung der Investitionskosten wir d das Gebäude 
Prinzipalmarkt 5 vermarktet. Die bisher dort ansäss igen Teile der Verwaltung 
werden in das dann sanierte Stadthaus 1 oder andere Standorte integriert. Die 
Verwaltung wird beauftragt, weitere Gegenfinanzieru ngsvorschläge zur 
Deckung der angenommenen Finanzierungslücke von 9 M illionen EUR zu 
erbringen. Diese Vorschläge sollen sich vor allem a uf die Aufgabe der 
Anmietung weiterer Büroflächen beziehen, die dann i m sanierten Stadthaus 1 
konzentriert werden können. 
 
5. Ein mit der Planung nicht befasstes, qualifizier tes, externes Büro wird 
beauftragt, ein Bauinvestitionskostencontrolling zu  betreiben und den 
Sanierungsprozess eng zu begleiten. Hauptaufgaben s ollen die 
Kostenkontrolle, Einhaltung der Termine und die Qua litätssicherung sein und 
bei Bedarf soll der Controller steuernd eingreifen können. Die Vergütung

dieses Büros soll ggf. erfolgsabhängig von der Höhe  der realisierten 
Einsparvorschläge gemacht werden. 
 
6.   Der Arbeitskreis Sanierung Stadthaus 1 wird die Planungs- und   
      Sanierungsphase eng begleiten. Ihm berichtet das unter Punkt 5 genannte   
      Büro direkt. 
 
Begründung:  erfolgt mündlich 
 
 
     
Holger Wigger   Anne Hakenes                       Kurt Pölling 
Dr. Michael Jung   Ralf Hubert           Friedhelm Schade 
Dr. Fritz Baur                      Mathias Kerstin g      Anne Schulze Wintzler 
Stephan Brinktrine                       Marianne K och                Petra Seyfferth 
Thomas Fastermann  Gaby Kubig-Steltig      Beate Vi lhjalmsson 
Philipp Gabriel   Doris Lammert               Maria  Winkel 
Beanka Ganser                      Robert von Olber g

Beratungsverlauf (1)

17.04.2013 Rat
TOP 14.2 Antrag Entscheidung

Beschluss: verwiesen

Zur Sitzung

Orte (3)

  • Bahnhofstraße 9
  • Salzstraße
  • Prinzipalmarkt 5

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Details

Vorlagen-Nr.
A-R/0016/2013
Typ
Antrag an den Rat
Datum
10.04.2013
Erstellt
06.10.2020 14:37