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0795/2025

Ortswechsel der Jugendwerkstatt Berliner Straße nach Neubrück

Mitteilung Ausschuss 03.04.2025

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Nächste Beratung: Jugendhilfeausschuss, Sitzung am 20.05.2025, TOP 8.4.1

Mitteilung Ausschuss

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Mitteilung Ausschuss

7077 Zeichen

Dezernat, Dienststelle  
IV/512/4 
 
Vorlagen-Nummer 03.04.2025 
 0795/2025 
Mitteilung 
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Bezirksvertretung 9 (Mülheim) 12.05.2025 
Bezirksvertretung 8 (Kalk) 15.05.2025 
Jugendhilfeausschuss 20.05.2025 
 
Ortswechsel der Jugendwerkstatt Berliner Straße nach Neubrück 
 
Zum Schuljahr 2025/2026 wird die Jugendwerkstatt Berliner Straße 31-33, 51063 Köln ihre 
Arbeit an den Standort Neubrücker Ring 30, 51109 Köln verlegen. Dort befindet sich bereits 
das Jugend- und Gemeinschaftszentrum EnBe - beide Einrichtungen werden den Standort ge-
meinsam nutzen. Träger der Jugendwerkstatt ist die Jugendhilfe Köln e.V. Die Jugendwerk-
statt wird gemeinsam vom Landschaftsverband Rheinland und der Stadt Köln gefördert. 
 
Was ist eine Jugendwerkstatt und was bietet sie? 
 
Die Jugendwerkstatt ist ein tagesstrukturierendes Angebot für junge Menschen im Übergang 
von der Schule in den Beruf. Die Kernzielgruppe sind Jugendliche (gut 70% mit Migrationshin-
tergrund) im Alter von 14-21 Jahre mit Jugendhilfebedarf. Dieser betrifft die Schwerpunktbe-
reiche: problematischer Schulverlauf, Armutserfahrung, gesundheitliche (meist psychische) 
Belastungen, fehlende Unterstützung in den Herkunftsfamilien. Das Angebot umfasst sozial-
pädagogische Begleitung, werkpädagogische Angebote und Schulbesuch mit der Möglichkeit 
den ersten Schulabschluss zu erreichen. Die Einrichtung hat 18 Teilnehmendenplätze verteilt 
auf die Werkbereiche „Zweirad“ und „Kreatives Arbeiten“. Die Jugendwerkstatt ist eine Kombi-
Einrichtung aus klassischer Jugendwerkstatt und Schulmüdeneinrichtung. Die Schulmüden-
einrichtung ermöglicht es schulaversen Jugendlichen ihre Beschulung im außerschulischen 
Lernort wahrzunehmen und sich auf den Schulabschluss in einem geschützten Rahmen in 
Kleingruppen vorzubereiten. Die Teilnehmenden der Jugendwerkstatt besuchen an 2 Tagen 
die Woche das Berufskolleg. Ziel der Teilnahme ist die Förderung und Stärkung der persönli-
chen und beruflichen Kompetenzen und die Integration in Arbeitswelt und Gesellschaft. Es 
handelt sich um ein ganzheitliches und lebensweltnahes Förderangebot im Sinne des § 13 
SGB VIII. Das Angebot ist für alle jungen Menschen freiwillig und kostenlos. 
 
Warum war ein Ortswechsel notwendig? 
 
Der Mietvertrag an der Berliner Straße läuft aus. Aufgrund eines mangelhaften Zustandes der 
Liegenschaft, einer unbefriedigenden Raumaufteilung, schlechter Heizmöglichkeiten und der 
Höhe der Miete hat die Jugendhilfe Köln mit Unterstützung der Fördermittelgeber in Land und 
Kommune nach einer Alternative gesucht. Ein Ortswechsel wurde von beiden Seiten unter-
stützt, wenn der neue Standort entsprechend geeignet ist, sich weiterhin auf der rechten 
Rheinseite befindet und im Einzugsgebiet junge Menschen mit Förderbedarf im Übergang

2 
Gez. Voigtsberger 
Schule-Beruf wohnen. Die Jugendhilfe Köln e.V. schlug den Standort in Neubrück vor, der 
nach einer gemeinsamen Begehung durch Vertreter der örtlichen und des Landesjugendam-
tes als gut geeignet bewertet wurde. 
 
Was sind die Vorteile des Ortswechsels? 
 
Neben der Eignung der Örtlichkeit und der Erreichbarkeit mit dem ÖPNV können hier ver-
schiedene Synergieeffekte erreicht werden. Das Jugendzentrum EnBe sowie die Jugendwerk-
statt wenden sich an eine jugendliche Zielgruppe, die Örtlichkeit ist auf deren Bedürfnisse 
ausgelegt und Räumlichkeiten wie Küche und Aufenthaltsraum können gemeinsam genutzt 
werden. Der Übergang Schule-Beruf ist auch Querschnittsthema der Jugendfreizeiteinrich-
tung- die Jugendwerkstatt bietet die Möglichkeit der Förderung nach der Regelschulzeit sowie 
bei verfestigter Schulmüdigkeit. Durch die Sichtbarkeit im Jugendzentrum kann die Jugend-
werkstatt in neuen Stadtteil schnell an Bekanntheit gewinnen. In der Jugendwerkstatt können 
auch Gegenstände gefertigt werden, die dann von allen jungen Menschen in der Einrichtung 
genutzt werden, auch gemeinsame Projekte können geplant und durchgeführt werden. Gleich-
zeitig ist es für die Teilnehmenden der Jugendwerkstatt eine Chance, das Jugendzentrum 
EnBe besser kennenzulernen und hier an sinnvollen Angeboten der Freizeitgestaltung teilzu-
nehmen und ihre informelle Bildung sowie Sozialkompetenz weiter zu verbessern. Die Hemm-
schwelle, ein Jugendzentrum zu besuchen, wird herabgesetzt. Damit kann den zunehmend 
wahrgenommenen Einsamkeitsgefühlen von Jugendlichen begegnet werden. Die Besu-
cher*innen des Jugendzentrums können sich über das Angebot der Jugendwerkstatt informie-
ren und leichten Zugang finden, wenn sie eine Förderung benötigen. Zeitlich ergibt sich auch 
eine Synergie: die Jugendwerkstatt wird die Räumlichkeiten vom Vormittag bis zum frühen 
Nachmittag nutzen, danach beginnt das Hauptprogramm des Jugendzentrums, so dass der 
Standort ganztägig belegt ist. Ein weiterer Vorteil ist, dass man mit dieser Jugendwerkstatt nä-
her an die jungen Menschen heranrückt, die weiter außerhalb im Bezirk Kalk wohnen. Das 
Einzugsgebiet Ostheim/Neubrück/Merheim/Rath ist nun erstmalig mit einem ortsnahen Ange-
bot versorgt. Bisher lagen die Jugendwerkstätten an zentralen Orten in den Bezirken- nun 
wird versucht näher an die junge Menschen heranzurücken. Die kommunale Jugendberufs-
hilfe verspricht sich davon eine bessere Versorgung und leichteren Zugang der dort lebenden 
Zielgruppe mit Unterstützungsbedarf.  
 
Zugänglichkeit für junge Menschen aus dem Bezirk Mülheim 
 
Der Ortswechsel vom Bezirk Mülheim in den Bezirk Kalk beschränkt nicht die Möglichkeit der 
Teilnahme für die jungen Menschen. Jeder interessierte junge Mensch kann sich in der Ju-
gendwerkstatt Neubrück anmelden, solange der Wohnsitz in Köln ist. Der Verwaltung war es 
aber wichtig, dass die rechte Rheinseite weiterhin mit der gleichen Anzahl von Plätzen ver-
sorgt ist. Die Kombi-Einrichtung aus Jugendwerkstatt und Schulmüdeneinrichtung in Mülheim-
Pfälzischer Ring 100-102 (Träger: Internationaler Bund) bleibt erhalten und bietet Mülheimer 
jungen Menschen weiterhin die Möglichkeit eines ortsnahen Angebotes in ihrem Bezirk. Die 
Jugendwerkstatt Neubrück kann über eine Busverbindung ab der Haltestelle Ostheim leicht 
erreicht werden. Zur Wahl der geeigneten Jugendwerkstatt bieten die Beratungsstellen der Ju-
gendberufshilfe Unterstützung an. Junge Menschen und ihre Eltern können sich aber auch di-
rekt an die Einrichtung wenden. 
 
Auswirkungen auf den bisherigen Mieter: Spielgruppe Spatzennest 
 
Im Jugend- und Gemeinschaftszentrum EnBe wurden die Räumlichkeiten bisher an die Spiel-
gruppe „Spatzennest“ vermietet. Um den Einzug der Jugendwerkstatt zu ermöglichen, wurde 
der Mietvertrag mit dem Spatzennest gekündigt. Das Spatzennest bietet Betreuung von 1-4-
jährigen Kleinkindern im Vormittagsbereich und kann bis zu 20 Kinder an bis zu 5 Tagen in 
der Woche aufnehmen. Da sich hier keine Synergieeffekte der Einrichtungen ergeben haben, 
wurde die Umnutzung zur Jugendwerkstatt von der Verwaltung befürwortet. Die Verwaltung ist 
bemüht, bei der Suche nach alternativen Raumoptionen behilflich zu sein und nimmt Hinweise 
gern entgegen.

Beratungsverlauf (3)

12.05.2025 Bezirksvertretung 9 (Mülheim)
TOP 10.2.5 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
15.05.2025 Bezirksvertretung 8 (Kalk)
TOP 10.2.7 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung
20.05.2025 Jugendhilfeausschuss
TOP 8.4.1 Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Orte (4)

  • Berliner Straße 31
  • Pfälzischer Ring 100
  • Neubrücker Ring 30
  • Straße 3

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Details

Aktenzeichen
0795/2025
Typ
Mitteilung Ausschuss
Datum
03.04.2025
Erstellt
13.03.2025 15:14