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Kulturgut für Köln erhalten – die vier historischen Rathausteppiche retten!, gem. Dringlichkeitsantrag Grüne, CDU, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei

Gem. Dringlichkeitsantrag BV 1 (Grüne) AN/2079/2022 vom 17.11.2022

Stand: Am 01.12.2022 in der Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) ungeändert beschlossen.

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    Hupke, Andreas, Bezirksbürgermeister Grüne BV 1 CDU BV 1 SPD BV 1 Die Linke BV 1 KlimaFreunde BV 1 Die Partei BV 1 Herrn Bezirksbürgermeister Andreas Hupke Herrn Bürgeramtsleiter Dr. Ulrich Höver Frau Oberbürgermeisterin Henriette Reker Eingang beim Bezirksbürgermeister: AN/2079/2022 Gemeinsamer Dringlichkeitsantrag Gremium Datum der Sitzung Bezirksvertretung 1 (Innenstadt) 01.12.2022 Kulturgut für Köln erhalten – die vier historischen Rathausteppiche retten!, gem. Dringlichkeitsantrag Grüne, CDU, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die Partei Kulturgut für Köln erhalten – die vier historischen Ratshausteppiche retten! Vier historische Teppiche aus dem Historischen Rathaus wurden durch die Oberbürgermeis- terin der Stadt Köln ohne Vorbefassung der politischen Gremien beim Kunstauktionshaus Lempertz in Köln zur Versteigerung am 17.11.2022 eingeliefert und sind im dortigen Aukti- onskatalog unter den Nummern 481-484 verzeichnet. Daher ist die Notwendigkeit einer Dringlichkeitsentscheidung der Bezirksvertretung gegeben. Diese Perserteppiche der Stadt Köln wurden in den 1940er Jahren im Nordiran geknüpft. Um die überdimensionalen, extrem seltenen Formate überhaupt umsetzen zu können, musste eigens eine neue Halle für die dementsprechend gewaltigen Knüpfstühle gebaut werden. Danach wechselten die Stücke mehrfach die Besitzer, bis zehn Teppiche 1962 im Kölner Kaufhof ausgestellt und vier von der Stadt Köln erworben wurden, um die Empfangs- und Repräsentati- onsräume im teilweise neuerbauten und rekonstruierten Historischen Rathaus der Stadt Köln zu schmücken. Der größte der vier angebotenen Teppiche (Nr. 481) und ein weiterer Teppich (Nr. 482) lagen im Hansasaal der Stadt Köln. Das Rheinische Bildarchiv Köln verwahrt Fotografien, die Ehrengäste der Stadt auf eben dem Teppich Nr. 481 zeigen. Zu den prominentesten zählen die englische Königin und John F. Ken- nedy. Elizabeth II. besuchte mit ihrem Mann, Prinz Philip am 25. Mai 1965 die rheinische Metro- pole, wurde dort vom damaligen Oberbürgermeister Theo Burauen und geschätzten 200.000 Kölnern empfangen. Auf dem Foto sieht man sie auf dem Teppich im Hansasaal, nachdem sie - 2 - sich im Goldenen Buch der Stadt Köln eingetragen hat. 1992 hatte die Stadt Köln erneut die Eh- re, die Queen zu empfangen. Auch von diesem Besuch existiert ein Foto, wo sie lächelnd auf dem Teppich steht. 1963 empfing Köln als erste deutsche Stadt den amerikanischen Präsidenten John F. Kennedy, der ebenfalls über den Teppich schritt, begleitet von Bundeskanzler Konrad Adenauer und Ober- bürgermeister Theo Burauen. Die Teppiche haben, wie bereits die kurze historische Skizze beweist, historischen und erinne- rungsstiftenden Wert über fast sechzig Jahre und sind somit unverzichtbarer Teil der Erinne- rungskultur dieser Stadt, ihrer Bürger und deren Vertreter. Sie sind Zeugnis der Bedeutung der Stadt Köln und des Rathauses neben Bonn als Bundes- hauptstadt als Ort der internationalen Neupositionierung und Zusammenarbeit Deutschlands. Sie sind unverzichtbarer und originärer Teil der Gesamtkonzeption der Repräsen tations- und Empfangsräume des Historischen Rathauses und verkörpern die Positionierung und den An- spruch Köln und seiner Bürgerschaft als aufstrebende und internationale Großstadt des Wirt- schaftswunders und damit Teil des zeitgeschichtlichen Diskurses. Darüber hinaus haben sie, was auch die inhaltlichen Bewertungen des Kunsthauses Lempertz zeigen, einen erheblichen kunst- und kulturhistorischen Wert. Denn nicht nur das Alter der Teppiche und ihre Motive machen sie zu einem bedeutenden Werk angewandter Kunst sondern insbesondere auch ihre außerordentliche Größe, die sogar die Neu- konzeption entsprechender Knüpfstühle und Werkshallen erfordert Da es sich somit unbestreitbar um Kunstwerke mit erheblichem Wert im Eigentum der Stadt Köln aus dem denkmalgeschützten Historischen Rathaus handelt, sieht die Bezirksvertretung Innen- stadt als Vertreter der Bürger die Verpflichtung und Notwendigkeit als gegeben an, im Rahmen ihrer Aufgaben und gesetzlicher Zuständigkeit (§ 37 Abs. 1 litt. b. GO NW) dieses materielle und immaterielle Kulturgut zu schützen und für Köln zu erhalten und zu bewahren. Es wird daher beschlossen: 1. Die Bezirksvertretung Innenstadt der Stadt Köln begreift die vier vorgenannt en histori- schen Teppiche als materielles und immaterielles Kulturgut, Bestandteile und notwendi- ges, unveräußerliches Zubehör des Denkmals Historisches Rathaus der Stadt Köln, stellt dies ausdrücklich und damit die Denkmaleigenschaft dieser Teppiche fest. 2. Die Bezirksvertretung Innenstadt der Stadt Köln stimmt einer Veräußerung der vier Histo- rischen Teppiche des Historisches Rathauses nicht zu. Sie haben im Eigentum der Stadt Köln zu verbleiben Dementsprechend bittet die Bezirksvertretung Innenstadt die Verwaltung, von jeder Veräußerung abzusehen, die Versteigerungsaufträge unverzüglich ersatzlos zurück zu nehmen und die vier Teppiche in den städtischen Besitz zurückzuführen. Mit freundlichen Grüßen Andreas Hupke Julie Cazier Günter Leitner Tim Cremer Bezirksbürgermeister Grüne CDU SPD Michael Scheffer Emanuel Florakis Sabine Kader Die Linke KlimaFreunde Die Partei
  • Sachstandsbericht BV

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    Dezernat, Dienststelle VI/26 Vorlagen-Nummer AN/2079/2022 Stand: 06.02.2023 Sachstandsbericht Kulturgut für Köln erhalten – die vier historischen Rathausteppiche retten!, gem. Dringlichkeitsantrag Grüne, CDU, SPD, Die Linke, KlimaFreunde und Die ParteiBe- schluss: 1. Die Bezirksvertretung Innenstadt der Stadt Köln begreift die vier vorgenannten historischen Teppiche als materielles und immaterielles Kulturgut, Bestandteile und notwendiges, unveräußerliches Zubehör des Denkmals Historisches Rat- haus der Stadt Köln, stellt dies ausdrücklich und damit die Denkmaleigenschaft dieser Teppiche fest. 2. Die Bezirksvertretung Innenstadt der Stadt Köln stimmt einer Veräußerung der vier Historischen Teppiche des Historisches Rathauses nicht zu. Sie haben im Eigentum der Stadt Köln zu verbleiben Dementsprechend bittet die Bezirksvertretung Innenstadt die Verwaltung, von jeder Veräuße- rung abzusehen, die Versteigerungsaufträge unverzüglich ersatzlos zurück zu nehmen und die vier Teppiche in den städtischen Besitz zurückzuführen. Status in Bearbeitung erledigt Aktueller Bearbeitungsstand: Das Büro der Oberbürgermeisterin hat in der Mitteilung 4077/2022 zur Anfrage AN/2196/2022 ausführlich und abschließend zum Antrag Stellung genommen und die Irrtümer der Bezirks- vertretung Innenstadt aufgeklärt. Nächste Schritte: z.d.A. Der nächste Sachstandsbericht ist geplant für den:

Beratungsverlauf

  1. 01.12.2022

    Bezirksvertretung 1 (Innenstadt)

    TOP 5.2.1, Entscheidung. Ergebnis: ungeändert beschlossen

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