BKA 0866
Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss)
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss)
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Seite 1 von 4 Sitzungsvorlage Braunkohle nausschuss - öffentlich - BKA 0866 Dezernat Regionalplanung, Braunkohlenplanung, Geschäftsstelle Ansprechperson Andreas Krimphoff / Johanna Weber Telefon 0221 – 147 4676 / - 4613 BEZIRKSREGIERUNG Köln Datum 24.06.2026 Beratungsfolge Termin TOP Beratungsaktion Braunkohlenausschuss 21.11.2025 3. beschließend TOP: Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbar ten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ – Vorentwurfsbeschluss Beschlussvorschlag: 1. Der Braunkohlenausschuss nimmt die Unterlage zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit für das Verfahren zum Seeablauf Garzweiler nach § 27 Abs. 3 LPlG NRW zur Kenntnis. 2. Der Braunkohlenausschuss beauftragt die Regionalplanungsbehörde, einen Vorent wurf für die Aufstellung des Braunkohlenplans „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen, Sachlicher Teil plan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ zu erarbei ten. Erläuterungen: I. Hintergrund Als Anschlussplanung an den Tagebau Garzweiler I wurde der Braunkohlenplan Garzweiler II am 31.05.1995 durch das damalige Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft des Lan- des Nordrhein-Westfalen genehmigt. Der Tagebau entwickelte sich im Geltungsbereich von Garz - weiler II ab 2006, die Auskohlung der Lagerstätte war bis 2044 vorgesehen. Am 03.03.2017 stellte der Braunkohlenausschuss auf Grundlage der Leitentscheidung des Landes Nordrhein-Westfalen von 2016 und der Herausnahme der Ortschaft Holzweiler von der Umsiedlung die wesentliche Änderung der Grundannahmen fest und leitete ein Braunkohlenplanänderungsver - fahren für den Tagebau Garzweiler II ein. Eine weitere Leitentscheidung des Landes Nordrhein- Westfalen zum Braunkohlenabbau erfolgte 2021. Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss BKA 0866 Seite 2 von 4 Nachdem das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) für den Tagebau Garzweiler zu - nächst eine Beendigung der Kohlegewinnung im Jahr 2038 vorsah, verständigten sich das Bundes- ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz, das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und die RWE Power AG am 04.10.2022 auf einen vorgezogenen Kohleausstieg im Jahr 2030. Vor diesem Hintergrund fasste der Braunkohlenausschuss am 25.11.2022 den Beschluss, die bis - herigen Arbeiten zur Anpassung des Braunkohlenplanes Garzweiler II einzustellen und das Ände - rungsverfahren neu zu starten. Der Braunkohlenausschuss beauftragte die Regionalplanungsbe - hörde darüber hinaus zu prüfen, wie die sich für den räumlichen Bereich des Braunkohlenplanes Frimmersdorf ergebenden Änderungen für die Wiedernutzbarmachung planerisch und möglichst in einem Verfahren bearbeitet werden können. Durch das Gesetz zur Beschleunigung des Braunkohlenausstiegs im Rheinischen Revier vom 19.12.2022 erfolgte eine Änderung des KVBG. Die energiepolitische und energiewirtschaftliche Not- wendigkeit und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Ener- gieversorgung werden für den Tagebau Garzweiler II nunmehr in den Grenzen der Leitentscheidung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen vom 23. März 2021 festgestellt. Ein Erhalt der Ort - schaften des dritten Umsiedlungsabschnittes (Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sowie der Holzweiler Höfe (Eggerather Hof, Roitzerhof, Weyerhof)), jeweils mit einem angemessenen Abstand, soll bei der weiteren Tagebauführung sichergestellt werden. Am 17.03.2023 beschloss der Braunkohlenausschuss, die Änderung des Braunkohlenplans Garz - weiler II und des Braunkohlenplans Frimmersdorf in einem gemeinsamen Verfahren durch die Än - derung des Braunkohlenplans „Garzweiler II und seine Erweiterung um die Änderung der Wieder - nutzbarmachung im Bereich des Braunkohlenplanes Frimmersdorf“ durchzuführen. Mit der Herstellung des Tagebausees Garzweiler geht auch die Notwendigkeit zur Realisierung ei - nes Ablaufgewässers einher. Entsprechend beschloss der Braunkohlenausschuss am 17.03.2023 ebenfalls, dass für die landesplanerische Sicherung des erforderlichen Seeablaufs des Tagebau - sees Garzweiler in die Niers ein eigenständiges Braunkohlenplanverfahren mit Umweltprüfung durchgeführt wird. Am 19.09.2023 wurde die Leitentscheidung 2023 des Landes Nordrhein-Westfalen veröffentlicht und damit wesentliche landesplanerische Vorgaben für den Tagebau Garzweiler vorgegeben. Die Leitentscheidung stellt durch wasserwirtschaftliche und ökologische Anforderungen für den langfris- tigen Seewasserspiegel das Erfordernis eines oberirdischen Abflusses zur Niers fest. Um eine ge - ordnete Braunkohlenplanung zu gewährleisten gilt es, die dafür erforderliche Trasse für einen See- ablauf frühzeitig und dauerhaft raumordnerisch zu sichern und zum Gegenstand eines Braunkoh - lenplans „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Kohleausstiegs geän - derte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpas - sungen, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler“ zu machen (vgl. Entscheidungssatz 3). II. Vorhabenbeschreibung Die RWE Power AG hat mit Schreiben vom 29.09.2025 die Einleitung eines Braunkohlenplanver - fahrens zur verbindlichen und langfristigen raumordnerischen Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler angeregt und die Regionalplanungsbehörde Köln gemäß § 27 Abs. 2 LPlG NRW über das beabsichtigte Vorhaben informiert. Mit dem Schreiben wurde eine Vorhaben - Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss BKA 0866 Seite 3 von 4 beschreibung mit Machbarkeitsstudie und Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltver- träglichkeit zum Seeablauf Garzweiler eingereicht. Die Unterlagen liegen dieser Vorlage als Anlagen bei. Die Fertigstellung des Tagbausees Garzweiler macht die Errichtung eines Ablaufgewässers erfor - derlich. Die Seebefüllung soll innerhalb von 40 Jahren nach Beendigung der Auskohlung im Tage - bau Garzweiler II abgeschlossen sein. Eine freie Ableitung in die Niers dient vor diesem Hintergrund der Sicherung des Zielwasserspiegels sowie einer natürlichen Einbindung des Tagebausees Garzweiler in den Wasserkreislauf. Die Alternativenprüfung für die Trassenwahl (s. Anlage: Machbarkeitsstudie zum Ablaufgewässer zur Niers, Oktober 2024), die basierend auf einem mehrstufigen Variantenvergleich die Ermittlung einer Vorzugstrasse zum Ziel hatte, stellt im Ergebnis die „Freiablaufvariante Köhm" zur freien Ab - leitung in die Niers als Vorzugsvariante dar. III. Überschlägige Beurteilung der Umweltverträglichkeit Gemäß § 27 Abs. 3 LPlG ist die Bergbautreibende verpflichtet der Regionalplanungsbehörde die erforderlichen Unterlagen für die überschlägige Beurteilung der Umweltverträglichkeit vorzulegen, bevor ein Auftrag zur Erarbeitung eines Vorentwurfs erteilt werden kann. Die Unterlage zur über - schlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit zum Seeablauf Garzweiler liegt dieser Vorlage ebenfalls als Anlage bei. Im ausschließlich der langfristigen Raumsicherung dienenden Braunkohlenplanverfahren wird eine Umweltprüfung nach § 8 ROG durchgeführt, wie dies bei anderen vergleichbaren Verfahren der Fall und auch europarechtlich vorgegeben ist. Da der Seeablauf erst nach vollständiger Befüllung des Tagebausees benötigt wird, wird das bergrechtliche Genehmigungsverfahren erst rechtzeitig vor diesem Zeitpunkt durchgeführt werden. In diesem Rahmen wird eine detaillierte Projekt Umweltver- träglichkeitsprüfung nach UVPG erfolgen, um so den zu diesem Zeitpunkt geltenden Anforderungen und dem dann vorherrschenden Umweltzustand gerecht zu werden. Die überschlägige Beurteilung der Umweltverträglichkeit zeigt auf, dass sich keine Hinweise auf fachrechtliche und raumordnerische Hindernisse ergeben, die einer Einleitung des Braunkohlen - planverfahrens zur Sicherung der von der RWE Power AG vorgeschlagenen Vorzugsvariante „Frei- ablaufvariante Köhm“ entgegenstehen. Die Regionalplanungsbehörde wird im weiteren Verfahren gemäß § 27 Abs. 2 LPlG NRW mit der Bergbautreibenden sowie weiteren Behörden, Sachverständigen und Dritten Gegenstand, Umfang und Methoden der Umweltprüfung erörtern (Scoping). Anschließend unterrichtet die Regionalpla - nungsbehörde die Bergbautreibende über den voraussichtlichen Untersuchungsrahmen sowie über Art und Umfang der voraussichtlich beizubringenden Unterlagen. IV. Erforderlichkeit des Braunkohlenplanverfahrens Der Seeablauf des Tagebausees Garzweiler stellt eine zum bergbaulichen Vorhaben zugehörige Maßnahme dar und bedarf einer langfristigen raumordnerischen Sicherung, die eine geordnete Braunkohlenplanung nach § 26 Abs. 1 LPlG NRW erforderlich macht. Die knappe Flächenverfüg - barkeit, die vielfältigen Raumansprüche und die bestehende Nutzungskonkurrenz machen eine früh- zeitige raumordnerische Sicherung der Trasse erforderlich. Aufgrund des langfristigen Planungsho- rizontes stellt ein Braunkohlenplanverfahren deshalb das geeignete Planungsinstrument dar. Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss BKA 0866 Seite 4 von 4 Entsprechende Anlagen stehen zum Download unter nachfolgendem Link https://membox.nrw.de/index.php/s/mQDS3esUQBd60QP Passwort: Seeablauf2025 bereit. Anlagen: • Vorhabenbeschreibung der RWE Power AG • Machbarkeitsstudie zum Ablaufgewässer zur Niers, Oktober 2024 • Unterlage zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit zum Seeablauf Ga - rzweiler der RWE Power AG Anlage(n): 1. Anlage 1_Vorhabenbeschreibung_Seeablauf 2. Anlage 2_Machbarkeitsstudie BCE 3. A-1_Grundlagendaten.xlsx 4. Microsoft Word - A-02.1_Fotodokumentation-Trassen.docx 5. Microsoft Word - A-02.2_Fotodokumentation-GwA.docx 6. A-03.1_KOSTRA-DWD-2020 7. A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx 8. A-3.3_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ1.xlsx 9. A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx 10. A-04_Leitbild__.xlsm 11. A-05.1_Trassenanalyst_Nord.xlsx 12. A-05.2_Trassenanalyst_A61.xlsx 13. A-05.3_Trassenanalyst_Laermschutzwall.xlsx 14. A-05.4_Trassenanalyst_Altlast.xlsx 15. A-05.5_Trassenanalyst_Koehm.xlsx 16. A-05.6_Trassenanalyst_Sued-A.xlsx 17. A-05.7_Trassenanalyst_Sued-B.xlsx 18. A-05.8_Trassenanalyst_Zourshof.xlsx 19. A-05.09_Trassenanalyst_PW-Zourshof.xlsx 20. A-05.10_Trassenanalyst_Koehm_m3__.xlsx 21. A-06.1_Gewaesseranschluesse_Entscheidungsgrundlage.xlsx 22. A-06.2_Gewaesseranschluesse_techn-Bauweise.xlsm 23. A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx 24. B-01_Uebersichtskarte 25. B-02.1_Restriktionskarte_Topog. 26. B-02.2_Restriktionskarte_Nutzung 27. B-02.3_Restriktionskarte_Schutzg. 28. B-3.1 29. B-2.2 30. B-3.3 31. B-04_Varianten_Koehm.pdf 32. Anlage 3_Überschlägige Beurteilung Umweltverträglichkeit_Seeablauf
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-04_Varianten_Koehm.pdf)
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Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 1 / 13 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-3.2.1 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: NA-Ermittlung, Tagebausee, Übersicht der Ergebnisse T = 1a T = 100a T = 1a (ohne Ablauf)T = 100a (ohne Ablauf) D D D Qab Qab,Windstau Qab Qab,Windstau hü,Windstau hü,Windstau hü,Windstau hü,Windstau [Min] [Std] [Tage] [l/s] [l/s] [l/s] [l/s] [m] [m] [m] [m] 30 0,5 0,02 219 382 279 454 0,16 0,16 0,18 0,18 60 1 0,04 227 391 302 481 0,16 0,16 0,19 0,19 120 2 0,08 235 402 329 512 0,17 0,17 0,20 0,20 240 4 0,17 246 414 361 549 0,17 0,17 0,21 0,21 540 9 0,38 260 431 408 603 0,17 0,17 0,22 0,22 1080 18 0,75 276 451 457 658 0,18 0,18 0,23 0,23 2880 48 2 303 482 548 760 0,19 0,19 0,25 0,26 4320 72 3 315 496 592 809 0,19 0,19 0,27 0,27 8640 144 6 333 516 684 911 0,20 0,20 0,29 0,29 17280 288 12 363 551 799 1037 0,21 0,21 0,31 0,33 34560 576 24 375 565 886 1131 0,21 0,22 0,33 0,36 69120 1152 48 363 551 911 1159 0,21 0,23 0,34 0,40 010020030040050060070080090010000 10000 20000 30000 40000 50000 60000 70000 80000Abfluss [l/s]Dauer [Min] Abfluss-Dauer-Beziehung für Tagebausee T = 1aT = 100a02004006008001000120014000 10000 20000 30000 40000 50000 60000 70000 80000Abfluss [l/s]Dauer [Min] Abfluss-Dauer-Beziehung für Tagebausee einschließlich WindstauT = 1aT = 100a N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 2 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.2 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] D = 30Minuten (= 0,5 h) 0 0 62,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5 160.849 62,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 48.198.731 48.198.731 0,002 66,00 10 160.849 62,20 2586 192 192 0,5 4,00 65,90 0,10 350 0,05 0,15 48.197.158 96.395.889 0,004 66,00 15 160.849 62,20 2586 197 197 0,5 4,00 65,90 0,10 356 0,05 0,15 48.195.570 144.591.459 0,006 66,01 20 160.849 62,20 2586 203 203 0,5 4,00 65,90 0,11 362 0,05 0,16 48.193.967 192.785.426 0,007 66,01 25 160.849 62,20 2586 208 208 0,5 4,00 65,90 0,11 369 0,05 0,16 48.192.351 240.977.777 0,009 66,01 30 160.849 62,20 2586 213 213 0,5 4,00 65,90 0,11 376 0,05 0,16 48.190.720 289.168.497 0,011 66,01 35 0 0,00 2586 219 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 -65.684 289.102.813 0,011 66,01 40 0 0,00 2586 219 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 -65.682 289.037.131 0,011 66,01 D = 60Minuten (= 1 h) 0 0 38,30 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 15 99.044 38,30 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 88.971.334 88.971.334 0,003 66,00 30 99.044 38,30 2586 196 196 0,5 4,00 65,90 0,10 355 0,05 0,15 88.962.586 177.933.920 0,007 66,01 45 99.044 38,30 2586 206 206 0,5 4,00 65,90 0,11 367 0,05 0,16 88.953.691 266.887.611 0,010 66,01 60 99.044 38,30 2586 216 216 0,5 4,00 65,90 0,11 379 0,05 0,16 88.944.653 355.832.264 0,014 66,01 75 0 0,00 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.946 355.628.318 0,014 66,01 90 0 0,00 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.925 355.424.394 0,014 66,01 105 0 0,00 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.903 355.220.490 0,014 66,01 120 0 0,00 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.882 355.016.608 0,014 66,01 135 0 0,00 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.861 354.812.747 0,014 66,01 150 0 0,00 2586 226 226 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -203.840 354.608.907 0,014 66,01 D = 120Minuten (= 2 h) 0 0 23,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 20 59.995 23,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 71.770.126 71.770.126 0,003 66,00 40 59.995 23,20 2586 195 195 0,5 4,00 65,90 0,10 353 0,05 0,15 71.760.731 143.530.857 0,006 66,01 60 59.995 23,20 2586 203 203 0,5 4,00 65,90 0,11 362 0,05 0,16 71.751.211 215.282.068 0,008 66,01 80 59.995 23,20 2586 211 211 0,5 4,00 65,90 0,11 372 0,05 0,16 71.741.565 287.023.633 0,011 66,01 100 59.995 23,20 2586 219 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 71.731.797 358.755.430 0,014 66,01 120 59.995 23,20 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 392 0,05 0,16 71.721.907 430.477.337 0,017 66,02 160 0 0,00 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -564.686 429.912.651 0,017 66,02 200 0 0,00 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -564.527 429.348.124 0,017 66,02 240 0 0,00 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -564.369 428.783.755 0,017 66,02 280 0 0,00 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -564.210 428.219.545 0,017 66,02 D = 240Minuten (= 4 h) 0 0 14,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 40 36.204 14,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 86.441.371 86.441.371 0,003 66,00 80 36.204 14,00 2586 196 196 0,5 4,00 65,90 0,10 355 0,05 0,15 86.418.711 172.860.082 0,007 66,01 120 36.204 14,00 2586 206 206 0,5 4,00 65,90 0,11 366 0,05 0,16 86.395.686 259.255.768 0,010 66,01 160 36.204 14,00 2586 216 216 0,5 4,00 65,90 0,11 378 0,05 0,16 86.372.305 345.628.073 0,013 66,01 200 36.204 14,00 2586 225 225 0,5 4,00 65,90 0,11 390 0,05 0,16 86.348.572 431.976.644 0,017 66,02 240 36.204 14,00 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 86.324.493 518.301.138 0,020 66,02 280 0 0,00 2586 246 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -589.525 517.711.612 0,020 66,02 320 0 0,00 2586 246 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -589.357 517.122.255 0,020 66,02 360 0 0,00 2586 245 245 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -589.190 516.533.065 0,020 66,02 400 0 0,00 2586 245 245 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -589.022 515.944.044 0,020 66,02 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 3 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.2 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a D = 540Minuten (= 9 h) 0 0 7,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 90 19.912 7,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 106.517.366 106.517.366 0,004 66,00 180 19.912 7,70 2586 198 198 0,5 4,00 65,90 0,10 357 0,05 0,15 106.454.417 212.971.783 0,008 66,01 270 19.912 7,70 2586 210 210 0,5 4,00 65,90 0,11 372 0,05 0,16 106.390.250 319.362.033 0,012 66,01 360 19.912 7,70 2586 222 222 0,5 4,00 65,90 0,11 386 0,05 0,16 106.324.889 425.686.922 0,016 66,02 450 19.912 7,70 2586 235 235 0,5 4,00 65,90 0,12 401 0,05 0,17 106.258.363 531.945.285 0,021 66,02 540 19.912 7,70 2586 247 247 0,5 4,00 65,90 0,12 416 0,05 0,17 106.190.693 638.135.978 0,025 66,02 630 0 0,00 2586 260 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -1.403.975 636.732.004 0,025 66,02 720 0 0,00 2586 260 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -1.403.058 635.328.946 0,025 66,02 810 0 0,00 2586 260 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -1.402.141 633.926.805 0,025 66,02 900 0 0,00 2586 259 259 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -1.401.226 632.525.579 0,024 66,02 D = 1080Minuten (= 18 h) 0 0 4,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 180 12.154 4,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 129.248.332 129.248.332 0,005 66,00 360 12.154 4,70 2586 201 201 0,5 4,00 65,90 0,10 360 0,05 0,15 129.095.241 258.343.573 0,010 66,01 540 12.154 4,70 2586 215 215 0,5 4,00 65,90 0,11 378 0,05 0,16 128.938.650 387.282.223 0,015 66,01 720 12.154 4,70 2586 230 230 0,5 4,00 65,90 0,11 396 0,05 0,16 128.778.660 516.060.882 0,020 66,02 900 12.154 4,70 2586 245 245 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 128.615.367 644.676.250 0,025 66,02 1080 12.154 4,70 2586 261 261 0,5 4,00 65,90 0,12 432 0,05 0,17 128.448.862 773.125.112 0,030 66,03 1260 0 0,00 2586 276 276 0,5 4,00 65,90 0,13 451 0,05 0,18 -2.986.128 770.138.984 0,030 66,03 1440 0 0,00 2586 276 276 0,5 4,00 65,90 0,13 450 0,05 0,18 -2.982.147 767.156.836 0,030 66,03 1620 0 0,00 2586 276 276 0,5 4,00 65,90 0,13 450 0,05 0,18 -2.978.174 764.178.663 0,030 66,03 1800 0 0,00 2586 275 275 0,5 4,00 65,90 0,13 449 0,05 0,18 -2.974.207 761.204.456 0,029 66,03 D = 2880Minuten (= 48 h) 0 0 2,30 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 480 5.948 2,30 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 165.917.898 165.917.898 0,006 66,01 960 5.948 2,30 2586 205 205 0,5 4,00 65,90 0,11 365 0,05 0,16 165.392.031 331.309.929 0,013 66,01 1440 5.948 2,30 2586 224 224 0,5 4,00 65,90 0,11 388 0,05 0,16 164.851.805 496.161.734 0,019 66,02 1920 5.948 2,30 2586 243 243 0,5 4,00 65,90 0,12 411 0,05 0,17 164.297.880 660.459.614 0,026 66,03 2400 5.948 2,30 2586 263 263 0,5 4,00 65,90 0,13 434 0,05 0,18 163.730.873 824.190.487 0,032 66,03 2880 5.948 2,30 2586 283 283 0,5 4,00 65,90 0,13 458 0,05 0,18 163.151.362 987.341.849 0,038 66,04 3360 0 0,00 2586 303 303 0,5 4,00 65,90 0,14 482 0,05 0,19 -8.736.748 978.605.102 0,038 66,04 3840 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -8.704.726 969.900.376 0,038 66,04 4320 0 0,00 2586 301 301 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -8.672.860 961.227.516 0,037 66,04 4800 0 0,00 2586 300 300 0,5 4,00 65,90 0,14 478 0,05 0,19 -8.641.149 952.586.367 0,037 66,04 D = 4320Minuten (= 72 h) 0 0 1,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 720 4.396 1,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 181.847.727 181.847.727 0,007 66,01 1440 4.396 1,70 2586 207 207 0,5 4,00 65,90 0,11 368 0,05 0,16 180.981.911 362.829.638 0,014 66,01 2160 4.396 1,70 2586 227 227 0,5 4,00 65,90 0,11 392 0,05 0,16 180.091.492 542.921.130 0,021 66,02 2880 4.396 1,70 2586 249 249 0,5 4,00 65,90 0,12 418 0,05 0,17 179.177.896 722.099.026 0,028 66,03 3600 4.396 1,70 2586 270 270 0,5 4,00 65,90 0,13 443 0,05 0,18 178.242.451 900.341.477 0,035 66,03 4320 4.396 1,70 2586 292 292 0,5 4,00 65,90 0,13 469 0,05 0,18 177.286.400 1.077.627.877 0,042 66,04 5040 0 0,00 2586 315 315 0,5 4,00 65,90 0,14 496 0,05 0,19 -13.604.928 1.064.022.950 0,041 66,04 5760 0 0,00 2586 313 313 0,5 4,00 65,90 0,14 494 0,05 0,19 -13.529.215 1.050.493.735 0,041 66,04 6480 0 0,00 2586 311 311 0,5 4,00 65,90 0,14 492 0,05 0,19 -13.454.063 1.037.039.671 0,040 66,04 7200 0 0,00 2586 310 310 0,5 4,00 65,90 0,14 490 0,05 0,19 -13.379.468 1.023.660.204 0,040 66,04 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 4 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.2 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a D = 8640Minuten (= 144 h) 0 0 1,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 1440 2.586 1,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 207.294.174 207.294.174 0,008 66,01 2880 2.586 1,00 2586 210 210 0,5 4,00 65,90 0,11 371 0,05 0,16 205.315.572 412.609.746 0,016 66,02 4320 2.586 1,00 2586 233 233 0,5 4,00 65,90 0,12 399 0,05 0,17 203.282.067 615.891.813 0,024 66,02 5760 2.586 1,00 2586 257 257 0,5 4,00 65,90 0,12 428 0,05 0,17 201.198.879 817.090.691 0,032 66,03 7200 2.586 1,00 2586 282 282 0,5 4,00 65,90 0,13 457 0,05 0,18 199.070.837 1.016.161.529 0,039 66,04 8640 2.586 1,00 2586 307 307 0,5 4,00 65,90 0,14 486 0,05 0,19 196.902.433 1.213.063.961 0,047 66,05 10080 0 0,00 2586 333 333 0,5 4,00 65,90 0,15 516 0,05 0,20 -28.732.546 1.184.331.416 0,046 66,05 11520 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -28.407.204 1.155.924.212 0,045 66,04 12960 0 0,00 2586 325 325 0,5 4,00 65,90 0,14 507 0,05 0,19 -28.086.762 1.127.837.449 0,044 66,04 14400 0 0,00 2586 321 321 0,5 4,00 65,90 0,14 503 0,05 0,19 -27.771.129 1.100.066.320 0,043 66,04 D = 17280Minuten (= 288 h), extrapoliert 0 0 0,64 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 2880 1.651 0,64 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 252.947.001 252.947.001 0,010 66,01 5760 1.651 0,64 2586 215 215 0,5 4,00 65,90 0,11 377 0,05 0,16 248.097.987 501.044.988 0,019 66,02 8640 1.651 0,64 2586 244 244 0,5 4,00 65,90 0,12 412 0,05 0,17 243.127.059 744.172.047 0,029 66,03 11520 1.651 0,64 2586 273 273 0,5 4,00 65,90 0,13 446 0,05 0,18 238.057.781 982.229.828 0,038 66,04 14400 1.651 0,64 2586 303 303 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 232.911.416 1.215.141.245 0,047 66,05 17280 1.651 0,64 2586 333 333 0,5 4,00 65,90 0,15 516 0,05 0,20 227.707.224 1.442.848.468 0,056 66,06 20160 0 0,00 2586 363 363 0,5 4,00 65,90 0,16 551 0,05 0,21 -62.756.772 1.380.091.697 0,053 66,05 23040 0 0,00 2586 355 355 0,5 4,00 65,90 0,15 542 0,05 0,20 -61.296.168 1.318.795.529 0,051 66,05 25920 0 0,00 2586 347 347 0,5 4,00 65,90 0,15 532 0,05 0,20 -59.880.669 1.258.914.860 0,049 66,05 28800 0 0,00 2586 339 339 0,5 4,00 65,90 0,15 523 0,05 0,20 -58.508.543 1.200.406.317 0,046 66,05 D = 34560Minuten (= 576 h), extrapoliert 0 0 0,39 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5760 1.005 0,39 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 282.728.609 282.728.609 0,011 66,01 11520 1.005 0,39 2586 218 218 0,5 4,00 65,90 0,11 381 0,05 0,16 271.859.270 554.587.878 0,021 66,02 17280 1.005 0,39 2586 250 250 0,5 4,00 65,90 0,12 419 0,05 0,17 260.889.056 815.476.934 0,032 66,03 23040 1.005 0,39 2586 282 282 0,5 4,00 65,90 0,13 457 0,05 0,18 249.904.565 1.065.381.499 0,041 66,04 28800 1.005 0,39 2586 313 313 0,5 4,00 65,90 0,14 494 0,05 0,19 238.979.362 1.304.360.861 0,050 66,05 34560 1.005 0,39 2586 345 345 0,5 4,00 65,90 0,15 530 0,05 0,20 228.175.637 1.532.536.498 0,059 66,06 40320 0 0,00 2586 375 375 0,5 4,00 65,90 0,16 565 0,05 0,21 -129.727.954 1.402.808.544 0,054 66,05 46080 0 0,00 2586 358 358 0,5 4,00 65,90 0,15 545 0,05 0,20 -123.647.112 1.279.161.432 0,049 66,05 51840 0 0,00 2586 341 341 0,5 4,00 65,90 0,15 526 0,05 0,20 -117.942.586 1.161.218.845 0,045 66,04 57600 0 0,00 2586 326 326 0,5 4,00 65,90 0,14 508 0,05 0,19 -112.585.582 1.048.633.263 0,041 66,04 D = 69120Minuten (= 1152 h), extrapoliert 0 0 0,24 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 11520 612 0,24 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 293.738.619 293.738.619 0,011 66,01 23040 612 0,24 2586 219 219 0,5 4,00 65,90 0,11 383 0,05 0,16 271.130.802 564.869.421 0,022 66,02 34560 612 0,24 2586 251 251 0,5 4,00 65,90 0,12 421 0,05 0,17 249.210.412 814.079.833 0,031 66,03 46080 612 0,24 2586 282 282 0,5 4,00 65,90 0,13 457 0,05 0,18 228.210.497 1.042.290.330 0,040 66,04 57600 612 0,24 2586 310 310 0,5 4,00 65,90 0,14 490 0,05 0,19 208.291.416 1.250.581.745 0,048 66,05 69120 612 0,24 2586 337 337 0,5 4,00 65,90 0,15 522 0,05 0,20 189.554.681 1.440.136.426 0,056 66,06 80640 0 0,00 2586 363 363 0,5 4,00 65,90 0,16 551 0,05 0,21 -250.773.659 1.189.362.767 0,046 66,05 92160 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -227.712.683 961.650.084 0,037 66,04 103680 0 0,00 2586 300 300 0,5 4,00 65,90 0,14 478 0,05 0,19 -207.424.644 754.225.440 0,029 66,03 115200 0 0,00 2586 274 274 0,5 4,00 65,90 0,13 448 0,05 0,18 -189.501.589 564.723.851 0,022 66,02 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 5 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.3 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] D = 30Minuten (= 0,5 h) 0 0 170,60 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5 441.172 170,60 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 132.295.451 132.295.451 0,005 66,01 10 441.172 170,60 2586 201 201 0,5 4,00 65,90 0,11 361 0,05 0,16 132.291.097 264.586.549 0,010 66,01 15 441.172 170,60 2586 216 216 0,5 4,00 65,90 0,11 379 0,05 0,16 132.286.636 396.873.185 0,015 66,02 20 441.172 170,60 2586 231 231 0,5 4,00 65,90 0,12 397 0,05 0,17 132.282.071 529.155.256 0,020 66,02 25 441.172 170,60 2586 247 247 0,5 4,00 65,90 0,12 416 0,05 0,17 132.277.403 661.432.658 0,026 66,03 30 441.172 170,60 2586 263 263 0,5 4,00 65,90 0,13 435 0,05 0,18 132.272.634 793.705.293 0,031 66,03 35 0 0,00 2586 279 279 0,5 4,00 65,90 0,13 454 0,05 0,18 -83.711 793.621.581 0,031 66,03 40 0 0,00 2586 279 279 0,5 4,00 65,90 0,13 454 0,05 0,18 -83.708 793.537.873 0,031 66,03 D = 60Minuten (= 1 h) 0 0 105,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 15 271.530 105,00 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 244.208.914 244.208.914 0,009 66,01 30 271.530 105,00 2586 214 214 0,5 4,00 65,90 0,11 376 0,05 0,16 244.184.551 488.393.465 0,019 66,02 45 271.530 105,00 2586 242 242 0,5 4,00 65,90 0,12 410 0,05 0,17 244.159.115 732.552.580 0,028 66,03 60 271.530 105,00 2586 271 271 0,5 4,00 65,90 0,13 445 0,05 0,18 244.132.651 976.685.231 0,038 66,04 75 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -271.803 976.413.428 0,038 66,04 90 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -271.772 976.141.656 0,038 66,04 105 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -271.741 975.869.916 0,038 66,04 120 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -271.710 975.598.206 0,038 66,04 135 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -271.679 975.326.527 0,038 66,04 150 0 0,00 2586 302 302 0,5 4,00 65,90 0,14 480 0,05 0,19 -271.647 975.054.880 0,038 66,04 D = 120Minuten (= 2 h) 0 0 63,80 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 20 164.987 63,80 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 197.760.046 197.760.046 0,008 66,01 40 164.987 63,80 2586 209 209 0,5 4,00 65,90 0,11 370 0,05 0,16 197.733.852 395.493.898 0,015 66,02 60 164.987 63,80 2586 231 231 0,5 4,00 65,90 0,12 397 0,05 0,17 197.706.715 593.200.612 0,023 66,02 80 164.987 63,80 2586 255 255 0,5 4,00 65,90 0,12 425 0,05 0,17 197.678.665 790.879.278 0,031 66,03 100 164.987 63,80 2586 279 279 0,5 4,00 65,90 0,13 453 0,05 0,18 197.649.734 988.529.012 0,038 66,04 120 164.987 63,80 2586 304 304 0,5 4,00 65,90 0,14 482 0,05 0,19 197.619.947 1.186.148.959 0,046 66,05 160 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -789.660 1.185.359.300 0,046 66,05 200 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -789.412 1.184.569.888 0,046 66,05 240 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -789.164 1.183.780.724 0,046 66,05 280 0 0,00 2586 329 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -788.916 1.182.991.808 0,046 66,05 D = 240Minuten (= 4 h) 0 0 38,50 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 40 99.561 38,50 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 238.498.171 238.498.171 0,009 66,01 80 99.561 38,50 2586 213 213 0,5 4,00 65,90 0,11 375 0,05 0,16 238.434.755 476.932.927 0,018 66,02 120 99.561 38,50 2586 241 241 0,5 4,00 65,90 0,12 408 0,05 0,17 238.368.619 715.301.546 0,028 66,03 160 99.561 38,50 2586 269 269 0,5 4,00 65,90 0,13 442 0,05 0,18 238.299.876 953.601.422 0,037 66,04 200 99.561 38,50 2586 299 299 0,5 4,00 65,90 0,14 477 0,05 0,19 238.228.625 1.191.830.047 0,046 66,05 240 99.561 38,50 2586 330 330 0,5 4,00 65,90 0,15 513 0,05 0,20 238.154.956 1.429.985.003 0,055 66,06 280 0 0,00 2586 361 361 0,5 4,00 65,90 0,16 549 0,05 0,21 -867.451 1.429.117.552 0,055 66,06 320 0 0,00 2586 361 361 0,5 4,00 65,90 0,16 549 0,05 0,21 -867.170 1.428.250.383 0,055 66,06 360 0 0,00 2586 361 361 0,5 4,00 65,90 0,16 549 0,05 0,21 -866.889 1.427.383.494 0,055 66,06 400 0 0,00 2586 361 361 0,5 4,00 65,90 0,16 549 0,05 0,21 -866.608 1.426.516.886 0,055 66,06 NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 6 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.3 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie D = 540Minuten (= 9 h) 0 0 21,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 90 54.823 21,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 295.036.766 295.036.766 0,011 66,01 180 54.823 21,20 2586 220 220 0,5 4,00 65,90 0,11 383 0,05 0,16 294.859.341 589.896.107 0,023 66,02 270 54.823 21,20 2586 254 254 0,5 4,00 65,90 0,12 424 0,05 0,17 294.672.697 884.568.804 0,034 66,03 360 54.823 21,20 2586 290 290 0,5 4,00 65,90 0,13 467 0,05 0,18 294.477.301 1.179.046.105 0,046 66,05 450 54.823 21,20 2586 328 328 0,5 4,00 65,90 0,15 511 0,05 0,20 294.273.562 1.473.319.666 0,057 66,06 540 54.823 21,20 2586 367 367 0,5 4,00 65,90 0,16 556 0,05 0,21 294.061.840 1.767.381.506 0,068 66,07 630 0 0,00 2586 408 408 0,5 4,00 65,90 0,17 603 0,05 0,22 -2.202.822 1.765.178.685 0,068 66,07 720 0 0,00 2586 408 408 0,5 4,00 65,90 0,17 602 0,05 0,22 -2.201.150 1.762.977.535 0,068 66,07 810 0 0,00 2586 407 407 0,5 4,00 65,90 0,17 602 0,05 0,22 -2.199.480 1.760.778.055 0,068 66,07 900 0 0,00 2586 407 407 0,5 4,00 65,90 0,17 602 0,05 0,22 -2.197.811 1.758.580.244 0,068 66,07 D = 1080Minuten (= 18 h) 0 0 12,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 180 32.842 12,70 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 352.678.732 352.678.732 0,014 66,01 360 32.842 12,70 2586 226 226 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 352.252.344 704.931.076 0,027 66,03 540 32.842 12,70 2586 268 268 0,5 4,00 65,90 0,13 441 0,05 0,18 351.800.101 1.056.731.177 0,041 66,04 720 32.842 12,70 2586 312 312 0,5 4,00 65,90 0,14 492 0,05 0,19 351.323.587 1.408.054.764 0,054 66,05 900 32.842 12,70 2586 358 358 0,5 4,00 65,90 0,15 546 0,05 0,20 350.824.162 1.758.878.926 0,068 66,07 1080 32.842 12,70 2586 407 407 0,5 4,00 65,90 0,17 601 0,05 0,22 350.303.018 2.109.181.944 0,082 66,08 1260 0 0,00 2586 457 457 0,5 4,00 65,90 0,18 658 0,05 0,23 -4.934.553 2.104.247.390 0,081 66,08 1440 0 0,00 2586 456 456 0,5 4,00 65,90 0,18 657 0,05 0,23 -4.926.776 2.099.320.614 0,081 66,08 1620 0 0,00 2586 455 455 0,5 4,00 65,90 0,18 656 0,05 0,23 -4.919.015 2.094.401.598 0,081 66,08 1800 0 0,00 2586 455 455 0,5 4,00 65,90 0,18 656 0,05 0,23 -4.911.271 2.089.490.328 0,081 66,08 D = 2880Minuten (= 48 h) 0 0 6,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 480 16.033 6,20 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 456.377.418 456.377.418 0,018 66,02 960 16.033 6,20 2586 238 238 0,5 4,00 65,90 0,12 405 0,05 0,17 454.892.471 911.269.889 0,035 66,04 1440 16.033 6,20 2586 294 294 0,5 4,00 65,90 0,14 471 0,05 0,19 453.296.914 1.364.566.803 0,053 66,05 1920 16.033 6,20 2586 353 353 0,5 4,00 65,90 0,15 539 0,05 0,20 451.600.058 1.816.166.861 0,070 66,07 2400 16.033 6,20 2586 415 415 0,5 4,00 65,90 0,17 610 0,05 0,22 449.809.742 2.265.976.603 0,088 66,09 2880 16.033 6,20 2586 480 480 0,5 4,00 65,90 0,19 684 0,05 0,24 447.932.724 2.713.909.327 0,105 66,10 3360 0 0,00 2586 548 548 0,5 4,00 65,90 0,20 760 0,05 0,25 -15.781.221 2.698.128.106 0,104 66,10 3840 0 0,00 2586 546 546 0,5 4,00 65,90 0,20 758 0,05 0,25 -15.710.787 2.682.417.319 0,104 66,10 4320 0 0,00 2586 543 543 0,5 4,00 65,90 0,20 755 0,05 0,25 -15.640.772 2.666.776.547 0,103 66,10 4800 0 0,00 2586 541 541 0,5 4,00 65,90 0,20 752 0,05 0,25 -15.571.173 2.651.205.373 0,103 66,10 D = 4320Minuten (= 72 h) 0 0 4,60 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 720 11.896 4,60 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 505.821.807 505.821.807 0,020 66,02 1440 11.896 4,60 2586 244 244 0,5 4,00 65,90 0,12 412 0,05 0,17 503.342.387 1.009.164.194 0,039 66,04 2160 11.896 4,60 2586 306 306 0,5 4,00 65,90 0,14 485 0,05 0,19 500.664.566 1.509.828.760 0,058 66,06 2880 11.896 4,60 2586 372 372 0,5 4,00 65,90 0,16 562 0,05 0,21 497.807.852 2.007.636.612 0,078 66,08 3600 11.896 4,60 2586 442 442 0,5 4,00 65,90 0,18 641 0,05 0,23 494.788.566 2.502.425.178 0,097 66,10 4320 11.896 4,60 2586 515 515 0,5 4,00 65,90 0,20 724 0,05 0,25 491.620.737 2.994.045.914 0,116 66,12 5040 0 0,00 2586 592 592 0,5 4,00 65,90 0,22 809 0,05 0,27 -25.573.246 2.968.472.668 0,115 66,11 5760 0 0,00 2586 588 588 0,5 4,00 65,90 0,21 805 0,05 0,26 -25.397.645 2.943.075.023 0,114 66,11 6480 0 0,00 2586 584 584 0,5 4,00 65,90 0,21 800 0,05 0,26 -25.223.650 2.917.851.373 0,113 66,11 7200 0 0,00 2586 580 580 0,5 4,00 65,90 0,21 796 0,05 0,26 -25.051.241 2.892.800.132 0,112 66,11 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 7 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.3 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie D = 8640Minuten (= 144 h) 0 0 2,80 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 1440 7.241 2,80 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 609.468.894 609.468.894 0,024 66,02 2880 7.241 2,80 2586 257 257 0,5 4,00 65,90 0,12 427 0,05 0,17 603.440.459 1.212.909.353 0,047 66,05 4320 7.241 2,80 2586 333 333 0,5 4,00 65,90 0,15 516 0,05 0,20 596.874.328 1.809.783.681 0,070 66,07 5760 7.241 2,80 2586 414 414 0,5 4,00 65,90 0,17 609 0,05 0,22 589.843.789 2.399.627.470 0,093 66,09 7200 7.241 2,80 2586 500 500 0,5 4,00 65,90 0,19 707 0,05 0,24 582.409.577 2.982.037.047 0,115 66,12 8640 7.241 2,80 2586 590 590 0,5 4,00 65,90 0,22 807 0,05 0,27 574.623.648 3.556.660.695 0,138 66,14 10080 0 0,00 2586 684 684 0,5 4,00 65,90 0,24 911 0,05 0,29 -59.073.675 3.497.587.020 0,135 66,14 11520 0 0,00 2586 674 674 0,5 4,00 65,90 0,24 900 0,05 0,29 -58.223.564 3.439.363.456 0,133 66,13 12960 0 0,00 2586 664 664 0,5 4,00 65,90 0,23 889 0,05 0,28 -57.389.716 3.381.973.740 0,131 66,13 14400 0 0,00 2586 655 655 0,5 4,00 65,90 0,23 879 0,05 0,28 -56.571.742 3.325.401.998 0,129 66,13 D = 17280Minuten (= 288 h), extrapoliert 0 0 1,74 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 2880 4.506 1,74 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 746.287.725 746.287.725 0,029 66,03 5760 4.506 1,74 2586 273 273 0,5 4,00 65,90 0,13 447 0,05 0,18 731.353.555 1.477.641.281 0,057 66,06 8640 4.506 1,74 2586 368 368 0,5 4,00 65,90 0,16 557 0,05 0,21 714.988.710 2.192.629.991 0,085 66,08 11520 4.506 1,74 2586 469 469 0,5 4,00 65,90 0,18 672 0,05 0,23 697.493.141 2.890.123.132 0,112 66,11 14400 4.506 1,74 2586 576 576 0,5 4,00 65,90 0,21 791 0,05 0,26 679.111.503 3.569.234.635 0,138 66,14 17280 4.506 1,74 2586 686 686 0,5 4,00 65,90 0,24 913 0,05 0,29 660.049.874 4.229.284.508 0,164 66,16 20160 0 0,00 2586 799 799 0,5 4,00 65,90 0,26 1037 0,05 0,31 -138.075.041 4.091.209.467 0,158 66,16 23040 0 0,00 2586 775 775 0,5 4,00 65,90 0,26 1011 0,05 0,31 -133.900.345 3.957.309.122 0,153 66,15 25920 0 0,00 2586 752 752 0,5 4,00 65,90 0,25 985 0,05 0,30 -129.892.882 3.827.416.240 0,148 66,15 28800 0 0,00 2586 729 729 0,5 4,00 65,90 0,25 961 0,05 0,30 -126.044.336 3.701.371.904 0,143 66,14 D = 34560Minuten (= 576 h), extrapoliert 0 0 1,06 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5760 2.741 1,06 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 882.746.671 882.746.671 0,034 66,03 11520 2.741 1,06 2586 290 290 0,5 4,00 65,90 0,13 467 0,05 0,18 847.019.948 1.729.766.619 0,067 66,07 17280 2.741 1,06 2586 403 403 0,5 4,00 65,90 0,17 597 0,05 0,22 808.134.237 2.537.900.856 0,098 66,10 23040 2.741 1,06 2586 521 521 0,5 4,00 65,90 0,20 730 0,05 0,25 767.271.779 3.305.172.635 0,128 66,13 28800 2.741 1,06 2586 642 642 0,5 4,00 65,90 0,23 865 0,05 0,28 725.358.611 4.030.531.247 0,156 66,16 34560 2.741 1,06 2586 764 764 0,5 4,00 65,90 0,26 999 0,05 0,31 683.132.983 4.713.664.230 0,182 66,18 40320 0 0,00 2586 886 886 0,5 4,00 65,90 0,28 1131 0,05 0,33 -306.107.180 4.407.557.050 0,170 66,17 46080 0 0,00 2586 831 831 0,5 4,00 65,90 0,27 1071 0,05 0,32 -287.055.832 4.120.501.218 0,159 66,16 51840 0 0,00 2586 780 780 0,5 4,00 65,90 0,26 1016 0,05 0,31 -269.564.814 3.850.936.404 0,149 66,15 57600 0 0,00 2586 733 733 0,5 4,00 65,90 0,25 965 0,05 0,30 -253.476.685 3.597.459.719 0,139 66,14 D = 69120Minuten (= 1152 h), extrapoliert 0 0 0,64 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 11520 1.668 0,64 2586 187 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 1.023.501.030 1.023.501.030 0,040 66,04 23040 1.668 0,64 2586 308 308 0,5 4,00 65,90 0,14 487 0,05 0,19 939.718.154 1.963.219.184 0,076 66,08 34560 1.668 0,64 2586 436 436 0,5 4,00 65,90 0,18 634 0,05 0,23 851.391.180 2.814.610.364 0,109 66,11 46080 1.668 0,64 2586 564 564 0,5 4,00 65,90 0,21 778 0,05 0,26 762.995.769 3.577.606.133 0,138 66,14 57600 1.668 0,64 2586 687 687 0,5 4,00 65,90 0,24 914 0,05 0,29 677.582.206 4.255.188.339 0,165 66,16 69120 1.668 0,64 2586 804 804 0,5 4,00 65,90 0,26 1042 0,05 0,31 597.138.877 4.852.327.216 0,188 66,19 80640 0 0,00 2586 911 911 0,5 4,00 65,90 0,29 1159 0,05 0,34 -629.741.198 4.222.586.018 0,163 66,16 92160 0 0,00 2586 798 798 0,5 4,00 65,90 0,26 1036 0,05 0,31 -551.486.111 3.671.099.907 0,142 66,14 103680 0 0,00 2586 703 703 0,5 4,00 65,90 0,24 932 0,05 0,29 -485.857.399 3.185.242.508 0,123 66,12 115200 0 0,00 2586 623 623 0,5 4,00 65,90 0,22 843 0,05 0,27 -430.381.081 2.754.861.426 0,107 66,11 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 8 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.4 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] D = 30Minuten (= 0,5 h) 0 0 62,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5 160.849 62,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 48.218.760 48.218.760 0,002 66,00 10 160.849 62,20 2586 120 192 0,5 4,00 65,90 0,10 350 0,05 0,15 48.218.760 96.437.520 0,004 66,00 15 160.849 62,20 2586 120 197 0,5 4,00 65,90 0,10 356 0,05 0,15 48.218.760 144.656.280 0,006 66,01 20 160.849 62,20 2586 120 203 0,5 4,00 65,90 0,11 362 0,05 0,16 48.218.760 192.875.040 0,007 66,01 25 160.849 62,20 2586 120 208 0,5 4,00 65,90 0,11 369 0,05 0,16 48.218.760 241.093.800 0,009 66,01 30 160.849 62,20 2586 120 213 0,5 4,00 65,90 0,11 376 0,05 0,16 48.218.760 289.312.560 0,011 66,01 35 0 0,00 2586 120 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 -36.000 289.276.560 0,011 66,01 40 0 0,00 2586 120 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 -36.000 289.240.560 0,011 66,01 D = 60Minuten (= 1 h) 0 0 38,30 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 15 99.044 38,30 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 89.031.420 89.031.420 0,003 66,00 30 99.044 38,30 2586 120 196 0,5 4,00 65,90 0,10 355 0,05 0,15 89.031.420 178.062.840 0,007 66,01 45 99.044 38,30 2586 120 206 0,5 4,00 65,90 0,11 367 0,05 0,16 89.031.420 267.094.260 0,010 66,01 60 99.044 38,30 2586 120 216 0,5 4,00 65,90 0,11 379 0,05 0,16 89.031.420 356.125.680 0,014 66,01 75 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 356.017.680 0,014 66,01 90 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 355.909.680 0,014 66,01 105 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 355.801.680 0,014 66,01 120 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 355.693.680 0,014 66,01 135 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 355.585.680 0,014 66,01 150 0 0,00 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 -108.000 355.477.680 0,014 66,01 D = 120Minuten (= 2 h) 0 0 23,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 20 59.995 23,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 71.850.240 71.850.240 0,003 66,00 40 59.995 23,20 2586 120 195 0,5 4,00 65,90 0,10 353 0,05 0,15 71.850.240 143.700.480 0,006 66,01 60 59.995 23,20 2586 120 203 0,5 4,00 65,90 0,11 362 0,05 0,16 71.850.240 215.550.720 0,008 66,01 80 59.995 23,20 2586 120 211 0,5 4,00 65,90 0,11 372 0,05 0,16 71.850.240 287.400.960 0,011 66,01 100 59.995 23,20 2586 120 219 0,5 4,00 65,90 0,11 382 0,05 0,16 71.850.240 359.251.200 0,014 66,01 120 59.995 23,20 2586 120 227 0,5 4,00 65,90 0,11 392 0,05 0,16 71.850.240 431.101.440 0,017 66,02 160 0 0,00 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -288.000 430.813.440 0,017 66,02 200 0 0,00 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -288.000 430.525.440 0,017 66,02 240 0 0,00 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -288.000 430.237.440 0,017 66,02 280 0 0,00 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 -288.000 429.949.440 0,017 66,02 D = 240Minuten (= 4 h) 0 0 14,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 40 36.204 14,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 86.601.600 86.601.600 0,003 66,00 80 36.204 14,00 2586 120 196 0,5 4,00 65,90 0,10 355 0,05 0,15 86.601.600 173.203.200 0,007 66,01 120 36.204 14,00 2586 120 206 0,5 4,00 65,90 0,11 366 0,05 0,16 86.601.600 259.804.800 0,010 66,01 160 36.204 14,00 2586 120 216 0,5 4,00 65,90 0,11 378 0,05 0,16 86.601.600 346.406.400 0,013 66,01 200 36.204 14,00 2586 120 226 0,5 4,00 65,90 0,11 390 0,05 0,16 86.601.600 433.008.000 0,017 66,02 240 36.204 14,00 2586 120 236 0,5 4,00 65,90 0,12 402 0,05 0,17 86.601.600 519.609.600 0,020 66,02 280 0 0,00 2586 120 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -288.000 519.321.600 0,020 66,02 320 0 0,00 2586 120 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -288.000 519.033.600 0,020 66,02 360 0 0,00 2586 120 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -288.000 518.745.600 0,020 66,02 400 0 0,00 2586 120 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 -288.000 518.457.600 0,020 66,02 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a, ohne Ablauf N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 9 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.4 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a, ohne Ablauf D = 540Minuten (= 9 h) 0 0 7,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 90 19.912 7,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 106.877.880 106.877.880 0,004 66,00 180 19.912 7,70 2586 120 198 0,5 4,00 65,90 0,10 357 0,05 0,15 106.877.880 213.755.760 0,008 66,01 270 19.912 7,70 2586 120 210 0,5 4,00 65,90 0,11 372 0,05 0,16 106.877.880 320.633.640 0,012 66,01 360 19.912 7,70 2586 120 223 0,5 4,00 65,90 0,11 387 0,05 0,16 106.877.880 427.511.520 0,017 66,02 450 19.912 7,70 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 401 0,05 0,17 106.877.880 534.389.400 0,021 66,02 540 19.912 7,70 2586 120 248 0,5 4,00 65,90 0,12 416 0,05 0,17 106.877.880 641.267.280 0,025 66,02 630 0 0,00 2586 120 260 0,5 4,00 65,90 0,12 432 0,05 0,17 -648.000 640.619.280 0,025 66,02 720 0 0,00 2586 120 260 0,5 4,00 65,90 0,12 432 0,05 0,17 -648.000 639.971.280 0,025 66,02 810 0 0,00 2586 120 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -648.000 639.323.280 0,025 66,02 900 0 0,00 2586 120 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 -648.000 638.675.280 0,025 66,02 D = 1080Minuten (= 18 h) 0 0 4,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 180 12.154 4,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 129.969.360 129.969.360 0,005 66,01 360 12.154 4,70 2586 120 201 0,5 4,00 65,90 0,11 360 0,05 0,16 129.969.360 259.938.720 0,010 66,01 540 12.154 4,70 2586 120 216 0,5 4,00 65,90 0,11 378 0,05 0,16 129.969.360 389.908.080 0,015 66,02 720 12.154 4,70 2586 120 231 0,5 4,00 65,90 0,12 396 0,05 0,17 129.969.360 519.877.440 0,020 66,02 900 12.154 4,70 2586 120 246 0,5 4,00 65,90 0,12 414 0,05 0,17 129.969.360 649.846.800 0,025 66,03 1080 12.154 4,70 2586 120 261 0,5 4,00 65,90 0,13 433 0,05 0,18 129.969.360 779.816.160 0,030 66,03 1260 0 0,00 2586 120 277 0,5 4,00 65,90 0,13 452 0,05 0,18 -1.296.000 778.520.160 0,030 66,03 1440 0 0,00 2586 120 277 0,5 4,00 65,90 0,13 451 0,05 0,18 -1.296.000 777.224.160 0,030 66,03 1620 0 0,00 2586 120 277 0,5 4,00 65,90 0,13 451 0,05 0,18 -1.296.000 775.928.160 0,030 66,03 1800 0 0,00 2586 120 277 0,5 4,00 65,90 0,13 451 0,05 0,18 -1.296.000 774.632.160 0,030 66,03 D = 2880Minuten (= 48 h) 0 0 2,30 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 480 5.948 2,30 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 167.840.640 167.840.640 0,006 66,01 960 5.948 2,30 2586 120 205 0,5 4,00 65,90 0,11 366 0,05 0,16 167.840.640 335.681.280 0,013 66,01 1440 5.948 2,30 2586 120 224 0,5 4,00 65,90 0,11 389 0,05 0,16 167.840.640 503.521.920 0,019 66,02 1920 5.948 2,30 2586 120 244 0,5 4,00 65,90 0,12 412 0,05 0,17 167.840.640 671.362.560 0,026 66,03 2400 5.948 2,30 2586 120 264 0,5 4,00 65,90 0,13 436 0,05 0,18 167.840.640 839.203.200 0,032 66,03 2880 5.948 2,30 2586 120 285 0,5 4,00 65,90 0,13 460 0,05 0,18 167.840.640 1.007.043.840 0,039 66,04 3360 0 0,00 2586 120 306 0,5 4,00 65,90 0,14 485 0,05 0,19 -3.456.000 1.003.587.840 0,039 66,04 3840 0 0,00 2586 120 305 0,5 4,00 65,90 0,14 485 0,05 0,19 -3.456.000 1.000.131.840 0,039 66,04 4320 0 0,00 2586 120 305 0,5 4,00 65,90 0,14 484 0,05 0,19 -3.456.000 996.675.840 0,039 66,04 4800 0 0,00 2586 120 305 0,5 4,00 65,90 0,14 484 0,05 0,19 -3.456.000 993.219.840 0,038 66,04 D = 4320Minuten (= 72 h) 0 0 1,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 720 4.396 1,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 184.731.840 184.731.840 0,007 66,01 1440 4.396 1,70 2586 120 207 0,5 4,00 65,90 0,11 368 0,05 0,16 184.731.840 369.463.680 0,014 66,01 2160 4.396 1,70 2586 120 228 0,5 4,00 65,90 0,11 393 0,05 0,16 184.731.840 554.195.520 0,021 66,02 2880 4.396 1,70 2586 120 250 0,5 4,00 65,90 0,12 419 0,05 0,17 184.731.840 738.927.360 0,029 66,03 3600 4.396 1,70 2586 120 272 0,5 4,00 65,90 0,13 446 0,05 0,18 184.731.840 923.659.200 0,036 66,04 4320 4.396 1,70 2586 120 295 0,5 4,00 65,90 0,14 473 0,05 0,19 184.731.840 1.108.391.040 0,043 66,04 5040 0 0,00 2586 120 319 0,5 4,00 65,90 0,14 500 0,05 0,19 -5.184.000 1.103.207.040 0,043 66,04 5760 0 0,00 2586 120 318 0,5 4,00 65,90 0,14 499 0,05 0,19 -5.184.000 1.098.023.040 0,042 66,04 6480 0 0,00 2586 120 318 0,5 4,00 65,90 0,14 499 0,05 0,19 -5.184.000 1.092.839.040 0,042 66,04 7200 0 0,00 2586 120 317 0,5 4,00 65,90 0,14 498 0,05 0,19 -5.184.000 1.087.655.040 0,042 66,04 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 10 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.4 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=1a, ohne Ablauf D = 8640Minuten (= 144 h) 0 0 1,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 1440 2.586 1,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 213.062.400 213.062.400 0,008 66,01 2880 2.586 1,00 2586 120 210 0,5 4,00 65,90 0,11 372 0,05 0,16 213.062.400 426.124.800 0,016 66,02 4320 2.586 1,00 2586 120 235 0,5 4,00 65,90 0,12 401 0,05 0,17 213.062.400 639.187.200 0,025 66,02 5760 2.586 1,00 2586 120 260 0,5 4,00 65,90 0,12 431 0,05 0,17 213.062.400 852.249.600 0,033 66,03 7200 2.586 1,00 2586 120 286 0,5 4,00 65,90 0,13 462 0,05 0,18 213.062.400 1.065.312.000 0,041 66,04 8640 2.586 1,00 2586 120 313 0,5 4,00 65,90 0,14 494 0,05 0,19 213.062.400 1.278.374.400 0,049 66,05 10080 0 0,00 2586 120 341 0,5 4,00 65,90 0,15 526 0,05 0,20 -10.368.000 1.268.006.400 0,049 66,05 11520 0 0,00 2586 120 340 0,5 4,00 65,90 0,15 524 0,05 0,20 -10.368.000 1.257.638.400 0,049 66,05 12960 0 0,00 2586 120 338 0,5 4,00 65,90 0,15 523 0,05 0,20 -10.368.000 1.247.270.400 0,048 66,05 14400 0 0,00 2586 120 337 0,5 4,00 65,90 0,15 521 0,05 0,20 -10.368.000 1.236.902.400 0,048 66,05 D = 17280Minuten (= 288 h), extrapoliert 0 0 0,64 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 2880 1.651 0,64 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 264.483.454 264.483.454 0,010 66,01 5760 1.651 0,64 2586 120 216 0,5 4,00 65,90 0,11 379 0,05 0,16 264.483.454 528.966.907 0,020 66,02 8640 1.651 0,64 2586 120 247 0,5 4,00 65,90 0,12 416 0,05 0,17 264.483.454 793.450.361 0,031 66,03 11520 1.651 0,64 2586 120 279 0,5 4,00 65,90 0,13 454 0,05 0,18 264.483.454 1.057.933.815 0,041 66,04 14400 1.651 0,64 2586 120 312 0,5 4,00 65,90 0,14 493 0,05 0,19 264.483.454 1.322.417.269 0,051 66,05 17280 1.651 0,64 2586 120 347 0,5 4,00 65,90 0,15 533 0,05 0,20 264.483.454 1.586.900.722 0,061 66,06 20160 0 0,00 2586 120 383 0,5 4,00 65,90 0,16 574 0,05 0,21 -20.736.000 1.566.164.722 0,061 66,06 23040 0 0,00 2586 120 380 0,5 4,00 65,90 0,16 571 0,05 0,21 -20.736.000 1.545.428.722 0,060 66,06 25920 0 0,00 2586 120 377 0,5 4,00 65,90 0,16 567 0,05 0,21 -20.736.000 1.524.692.722 0,059 66,06 28800 0 0,00 2586 120 374 0,5 4,00 65,90 0,16 564 0,05 0,21 -20.736.000 1.503.956.722 0,058 66,06 D = 34560Minuten (= 576 h), extrapoliert 0 0 0,39 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5760 1.005 0,39 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 305.801.515 305.801.515 0,012 66,01 11520 1.005 0,39 2586 120 221 0,5 4,00 65,90 0,11 384 0,05 0,16 305.801.515 611.603.029 0,024 66,02 17280 1.005 0,39 2586 120 257 0,5 4,00 65,90 0,12 427 0,05 0,17 305.801.515 917.404.544 0,035 66,04 23040 1.005 0,39 2586 120 294 0,5 4,00 65,90 0,14 472 0,05 0,19 305.801.515 1.223.206.059 0,047 66,05 28800 1.005 0,39 2586 120 334 0,5 4,00 65,90 0,15 518 0,05 0,20 305.801.515 1.529.007.574 0,059 66,06 34560 1.005 0,39 2586 120 375 0,5 4,00 65,90 0,16 565 0,05 0,21 305.801.515 1.834.809.088 0,071 66,07 40320 0 0,00 2586 120 417 0,5 4,00 65,90 0,17 613 0,05 0,22 -41.472.000 1.793.337.088 0,069 66,07 46080 0 0,00 2586 120 412 0,5 4,00 65,90 0,17 607 0,05 0,22 -41.472.000 1.751.865.088 0,068 66,07 51840 0 0,00 2586 120 406 0,5 4,00 65,90 0,17 600 0,05 0,22 -41.472.000 1.710.393.088 0,066 66,07 57600 0 0,00 2586 120 400 0,5 4,00 65,90 0,17 593 0,05 0,22 -41.472.000 1.668.921.088 0,065 66,06 D = 69120Minuten (= 1152 h), extrapoliert 0 0 0,24 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 11520 612 0,24 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 339.884.431 339.884.431 0,013 66,01 23040 612 0,24 2586 120 225 0,5 4,00 65,90 0,11 389 0,05 0,16 339.884.431 679.768.861 0,026 66,03 34560 612 0,24 2586 120 265 0,5 4,00 65,90 0,13 437 0,05 0,18 339.884.431 1.019.653.292 0,039 66,04 46080 612 0,24 2586 120 307 0,5 4,00 65,90 0,14 487 0,05 0,19 339.884.431 1.359.537.723 0,053 66,05 57600 612 0,24 2586 120 352 0,5 4,00 65,90 0,15 538 0,05 0,20 339.884.431 1.699.422.153 0,066 66,07 69120 612 0,24 2586 120 398 0,5 4,00 65,90 0,17 592 0,05 0,22 339.884.431 2.039.306.584 0,079 66,08 80640 0 0,00 2586 120 447 0,5 4,00 65,90 0,18 647 0,05 0,23 -82.944.000 1.956.362.584 0,076 66,08 92160 0 0,00 2586 120 435 0,5 4,00 65,90 0,18 633 0,05 0,23 -82.944.000 1.873.418.584 0,072 66,07 103680 0 0,00 2586 120 423 0,5 4,00 65,90 0,17 620 0,05 0,22 -82.944.000 1.790.474.584 0,069 66,07 115200 0 0,00 2586 120 411 0,5 4,00 65,90 0,17 606 0,05 0,22 -82.944.000 1.707.530.584 0,066 66,07 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 11 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.5 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] D = 30Minuten (= 0,5 h) 0 0 170,60 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5 441.172 170,60 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 132.315.480 132.315.480 0,005 66,01 10 441.172 170,60 2586 120 201 0,5 4,00 65,90 0,11 361 0,05 0,16 132.315.480 264.630.960 0,010 66,01 15 441.172 170,60 2586 120 216 0,5 4,00 65,90 0,11 379 0,05 0,16 132.315.480 396.946.440 0,015 66,02 20 441.172 170,60 2586 120 231 0,5 4,00 65,90 0,12 397 0,05 0,17 132.315.480 529.261.920 0,020 66,02 25 441.172 170,60 2586 120 247 0,5 4,00 65,90 0,12 416 0,05 0,17 132.315.480 661.577.400 0,026 66,03 30 441.172 170,60 2586 120 263 0,5 4,00 65,90 0,13 435 0,05 0,18 132.315.480 793.892.880 0,031 66,03 35 0 0,00 2586 120 279 0,5 4,00 65,90 0,13 454 0,05 0,18 -36.000 793.856.880 0,031 66,03 40 0 0,00 2586 120 279 0,5 4,00 65,90 0,13 454 0,05 0,18 -36.000 793.820.880 0,031 66,03 D = 60Minuten (= 1 h) 0 0 105,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 15 271.530 105,00 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 244.269.000 244.269.000 0,009 66,01 30 271.530 105,00 2586 120 214 0,5 4,00 65,90 0,11 376 0,05 0,16 244.269.000 488.538.000 0,019 66,02 45 271.530 105,00 2586 120 242 0,5 4,00 65,90 0,12 410 0,05 0,17 244.269.000 732.807.000 0,028 66,03 60 271.530 105,00 2586 120 272 0,5 4,00 65,90 0,13 445 0,05 0,18 244.269.000 977.076.000 0,038 66,04 75 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.968.000 0,038 66,04 90 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.860.000 0,038 66,04 105 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.752.000 0,038 66,04 120 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.644.000 0,038 66,04 135 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.536.000 0,038 66,04 150 0 0,00 2586 120 302 0,5 4,00 65,90 0,14 481 0,05 0,19 -108.000 976.428.000 0,038 66,04 D = 120Minuten (= 2 h) 0 0 63,80 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 20 164.987 63,80 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 197.840.160 197.840.160 0,008 66,01 40 164.987 63,80 2586 120 209 0,5 4,00 65,90 0,11 370 0,05 0,16 197.840.160 395.680.320 0,015 66,02 60 164.987 63,80 2586 120 231 0,5 4,00 65,90 0,12 397 0,05 0,17 197.840.160 593.520.480 0,023 66,02 80 164.987 63,80 2586 120 255 0,5 4,00 65,90 0,12 425 0,05 0,17 197.840.160 791.360.640 0,031 66,03 100 164.987 63,80 2586 120 279 0,5 4,00 65,90 0,13 453 0,05 0,18 197.840.160 989.200.800 0,038 66,04 120 164.987 63,80 2586 120 304 0,5 4,00 65,90 0,14 482 0,05 0,19 197.840.160 1.187.040.960 0,046 66,05 160 0 0,00 2586 120 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -288.000 1.186.752.960 0,046 66,05 200 0 0,00 2586 120 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -288.000 1.186.464.960 0,046 66,05 240 0 0,00 2586 120 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -288.000 1.186.176.960 0,046 66,05 280 0 0,00 2586 120 329 0,5 4,00 65,90 0,15 512 0,05 0,20 -288.000 1.185.888.960 0,046 66,05 D = 240Minuten (= 4 h) 0 0 38,50 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 40 99.561 38,50 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 238.658.400 238.658.400 0,009 66,01 80 99.561 38,50 2586 120 213 0,5 4,00 65,90 0,11 375 0,05 0,16 238.658.400 477.316.800 0,018 66,02 120 99.561 38,50 2586 120 241 0,5 4,00 65,90 0,12 408 0,05 0,17 238.658.400 715.975.200 0,028 66,03 160 99.561 38,50 2586 120 269 0,5 4,00 65,90 0,13 442 0,05 0,18 238.658.400 954.633.600 0,037 66,04 200 99.561 38,50 2586 120 299 0,5 4,00 65,90 0,14 477 0,05 0,19 238.658.400 1.193.292.000 0,046 66,05 240 99.561 38,50 2586 120 330 0,5 4,00 65,90 0,15 513 0,05 0,20 238.658.400 1.431.950.400 0,055 66,06 280 0 0,00 2586 120 362 0,5 4,00 65,90 0,16 550 0,05 0,21 -288.000 1.431.662.400 0,055 66,06 320 0 0,00 2586 120 362 0,5 4,00 65,90 0,16 550 0,05 0,21 -288.000 1.431.374.400 0,055 66,06 360 0 0,00 2586 120 362 0,5 4,00 65,90 0,16 550 0,05 0,21 -288.000 1.431.086.400 0,055 66,06 400 0 0,00 2586 120 362 0,5 4,00 65,90 0,16 550 0,05 0,21 -288.000 1.430.798.400 0,055 66,06 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a, ohne Ablauf N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 12 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.5 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a, ohne Ablauf D = 540Minuten (= 9 h) 0 0 21,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 90 54.823 21,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 295.397.280 295.397.280 0,011 66,01 180 54.823 21,20 2586 120 220 0,5 4,00 65,90 0,11 383 0,05 0,16 295.397.280 590.794.560 0,023 66,02 270 54.823 21,20 2586 120 254 0,5 4,00 65,90 0,12 424 0,05 0,17 295.397.280 886.191.840 0,034 66,03 360 54.823 21,20 2586 120 291 0,5 4,00 65,90 0,13 467 0,05 0,18 295.397.280 1.181.589.120 0,046 66,05 450 54.823 21,20 2586 120 328 0,5 4,00 65,90 0,15 511 0,05 0,20 295.397.280 1.476.986.400 0,057 66,06 540 54.823 21,20 2586 120 368 0,5 4,00 65,90 0,16 557 0,05 0,21 295.397.280 1.772.383.680 0,069 66,07 630 0 0,00 2586 120 409 0,5 4,00 65,90 0,17 603 0,05 0,22 -648.000 1.771.735.680 0,069 66,07 720 0 0,00 2586 120 409 0,5 4,00 65,90 0,17 603 0,05 0,22 -648.000 1.771.087.680 0,068 66,07 810 0 0,00 2586 120 408 0,5 4,00 65,90 0,17 603 0,05 0,22 -648.000 1.770.439.680 0,068 66,07 900 0 0,00 2586 120 408 0,5 4,00 65,90 0,17 603 0,05 0,22 -648.000 1.769.791.680 0,068 66,07 D = 1080Minuten (= 18 h) 0 0 12,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 180 32.842 12,70 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 353.399.760 353.399.760 0,014 66,01 360 32.842 12,70 2586 120 226 0,5 4,00 65,90 0,11 391 0,05 0,16 353.399.760 706.799.520 0,027 66,03 540 32.842 12,70 2586 120 268 0,5 4,00 65,90 0,13 441 0,05 0,18 353.399.760 1.060.199.280 0,041 66,04 720 32.842 12,70 2586 120 313 0,5 4,00 65,90 0,14 493 0,05 0,19 353.399.760 1.413.599.040 0,055 66,05 900 32.842 12,70 2586 120 359 0,5 4,00 65,90 0,15 547 0,05 0,20 353.399.760 1.766.998.800 0,068 66,07 1080 32.842 12,70 2586 120 408 0,5 4,00 65,90 0,17 602 0,05 0,22 353.399.760 2.120.398.560 0,082 66,08 1260 0 0,00 2586 120 459 0,5 4,00 65,90 0,18 660 0,05 0,23 -1.296.000 2.119.102.560 0,082 66,08 1440 0 0,00 2586 120 458 0,5 4,00 65,90 0,18 660 0,05 0,23 -1.296.000 2.117.806.560 0,082 66,08 1620 0 0,00 2586 120 458 0,5 4,00 65,90 0,18 660 0,05 0,23 -1.296.000 2.116.510.560 0,082 66,08 1800 0 0,00 2586 120 458 0,5 4,00 65,90 0,18 659 0,05 0,23 -1.296.000 2.115.214.560 0,082 66,08 D = 2880Minuten (= 48 h) 0 0 6,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 480 16.033 6,20 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 458.300.160 458.300.160 0,018 66,02 960 16.033 6,20 2586 120 239 0,5 4,00 65,90 0,12 406 0,05 0,17 458.300.160 916.600.320 0,035 66,04 1440 16.033 6,20 2586 120 294 0,5 4,00 65,90 0,14 472 0,05 0,19 458.300.160 1.374.900.480 0,053 66,05 1920 16.033 6,20 2586 120 354 0,5 4,00 65,90 0,15 541 0,05 0,20 458.300.160 1.833.200.640 0,071 66,07 2400 16.033 6,20 2586 120 417 0,5 4,00 65,90 0,17 613 0,05 0,22 458.300.160 2.291.500.800 0,089 66,09 2880 16.033 6,20 2586 120 484 0,5 4,00 65,90 0,19 688 0,05 0,24 458.300.160 2.749.800.960 0,106 66,11 3360 0 0,00 2586 120 554 0,5 4,00 65,90 0,21 766 0,05 0,26 -3.456.000 2.746.344.960 0,106 66,11 3840 0 0,00 2586 120 553 0,5 4,00 65,90 0,21 766 0,05 0,26 -3.456.000 2.742.888.960 0,106 66,11 4320 0 0,00 2586 120 552 0,5 4,00 65,90 0,21 765 0,05 0,26 -3.456.000 2.739.432.960 0,106 66,11 4800 0 0,00 2586 120 552 0,5 4,00 65,90 0,21 765 0,05 0,26 -3.456.000 2.735.976.960 0,106 66,11 D = 4320Minuten (= 72 h) 0 0 4,60 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 720 11.896 4,60 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 508.705.920 508.705.920 0,020 66,02 1440 11.896 4,60 2586 120 244 0,5 4,00 65,90 0,12 413 0,05 0,17 508.705.920 1.017.411.840 0,039 66,04 2160 11.896 4,60 2586 120 307 0,5 4,00 65,90 0,14 487 0,05 0,19 508.705.920 1.526.117.760 0,059 66,06 2880 11.896 4,60 2586 120 374 0,5 4,00 65,90 0,16 564 0,05 0,21 508.705.920 2.034.823.680 0,079 66,08 3600 11.896 4,60 2586 120 446 0,5 4,00 65,90 0,18 646 0,05 0,23 508.705.920 2.543.529.600 0,098 66,10 4320 11.896 4,60 2586 120 522 0,5 4,00 65,90 0,20 731 0,05 0,25 508.705.920 3.052.235.520 0,118 66,12 5040 0 0,00 2586 120 601 0,5 4,00 65,90 0,22 820 0,05 0,27 -5.184.000 3.047.051.520 0,118 66,12 5760 0 0,00 2586 120 600 0,5 4,00 65,90 0,22 819 0,05 0,27 -5.184.000 3.041.867.520 0,118 66,12 6480 0 0,00 2586 120 600 0,5 4,00 65,90 0,22 818 0,05 0,27 -5.184.000 3.036.683.520 0,117 66,12 7200 0 0,00 2586 120 599 0,5 4,00 65,90 0,22 817 0,05 0,27 -5.184.000 3.031.499.520 0,117 66,12 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-03.2_N-A-Ermittlung_See__.xlsx Seite 13 / 13 Auftraggeber: Anlage: A-3.2.5 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Betrifft: D Qzu rn A Qab QabSchw. m b1 Schwelle1 hü Qab,Windst. Windstau hüWindst. dV V H H [Min] [l/s] [l/s/ha] [ha] [l/s] [l/s] [-] [m] [m NHN] [m] [l/s] [m] [m] [l] [l] [m] [m NHN] RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Tagebausee, T=100a, ohne Ablauf D = 8640Minuten (= 144 h) 0 0 2,80 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 1440 7.241 2,80 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 615.237.120 615.237.120 0,024 66,02 2880 7.241 2,80 2586 120 257 0,5 4,00 65,90 0,12 428 0,05 0,17 615.237.120 1.230.474.240 0,048 66,05 4320 7.241 2,80 2586 120 335 0,5 4,00 65,90 0,15 519 0,05 0,20 615.237.120 1.845.711.360 0,071 66,07 5760 7.241 2,80 2586 120 419 0,5 4,00 65,90 0,17 615 0,05 0,22 615.237.120 2.460.948.480 0,095 66,10 7200 7.241 2,80 2586 120 509 0,5 4,00 65,90 0,20 717 0,05 0,25 615.237.120 3.076.185.600 0,119 66,12 8640 7.241 2,80 2586 120 605 0,5 4,00 65,90 0,22 824 0,05 0,27 615.237.120 3.691.422.720 0,143 66,14 10080 0 0,00 2586 120 706 0,5 4,00 65,90 0,24 935 0,05 0,29 -10.368.000 3.681.054.720 0,142 66,14 11520 0 0,00 2586 120 705 0,5 4,00 65,90 0,24 934 0,05 0,29 -10.368.000 3.670.686.720 0,142 66,14 12960 0 0,00 2586 120 703 0,5 4,00 65,90 0,24 932 0,05 0,29 -10.368.000 3.660.318.720 0,142 66,14 14400 0 0,00 2586 120 701 0,5 4,00 65,90 0,24 930 0,05 0,29 -10.368.000 3.649.950.720 0,141 66,14 D = 17280Minuten (= 288 h), extrapoliert 0 0 1,74 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 2880 4.506 1,74 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 757.824.178 757.824.178 0,029 66,03 5760 4.506 1,74 2586 120 275 0,5 4,00 65,90 0,13 448 0,05 0,18 757.824.178 1.515.648.357 0,059 66,06 8640 4.506 1,74 2586 120 373 0,5 4,00 65,90 0,16 563 0,05 0,21 757.824.178 2.273.472.535 0,088 66,09 11520 4.506 1,74 2586 120 481 0,5 4,00 65,90 0,19 685 0,05 0,24 757.824.178 3.031.296.713 0,117 66,12 14400 4.506 1,74 2586 120 598 0,5 4,00 65,90 0,22 816 0,05 0,27 757.824.178 3.789.120.892 0,147 66,15 17280 4.506 1,74 2586 120 723 0,5 4,00 65,90 0,25 954 0,05 0,30 757.824.178 4.546.945.070 0,176 66,18 20160 0 0,00 2586 120 856 0,5 4,00 65,90 0,28 1098 0,05 0,33 -20.736.000 4.526.209.070 0,175 66,18 23040 0 0,00 2586 120 852 0,5 4,00 65,90 0,28 1094 0,05 0,33 -20.736.000 4.505.473.070 0,174 66,17 25920 0 0,00 2586 120 848 0,5 4,00 65,90 0,27 1090 0,05 0,32 -20.736.000 4.484.737.070 0,173 66,17 28800 0 0,00 2586 120 844 0,5 4,00 65,90 0,27 1086 0,05 0,32 -20.736.000 4.464.001.070 0,173 66,17 D = 34560Minuten (= 576 h), extrapoliert 0 0 1,06 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 5760 2.741 1,06 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 905.819.577 905.819.577 0,035 66,04 11520 2.741 1,06 2586 120 293 0,5 4,00 65,90 0,14 470 0,05 0,19 905.819.577 1.811.639.153 0,070 66,07 17280 2.741 1,06 2586 120 414 0,5 4,00 65,90 0,17 610 0,05 0,22 905.819.577 2.717.458.730 0,105 66,11 23040 2.741 1,06 2586 120 549 0,5 4,00 65,90 0,21 761 0,05 0,26 905.819.577 3.623.278.306 0,140 66,14 28800 2.741 1,06 2586 120 695 0,5 4,00 65,90 0,24 923 0,05 0,29 905.819.577 4.529.097.883 0,175 66,18 34560 2.741 1,06 2586 120 852 0,5 4,00 65,90 0,28 1095 0,05 0,33 905.819.577 5.434.917.459 0,210 66,21 40320 0 0,00 2586 120 1020 0,5 4,00 65,90 0,31 1277 0,05 0,36 -41.472.000 5.393.445.459 0,209 66,21 46080 0 0,00 2586 120 1012 0,5 4,00 65,90 0,31 1268 0,05 0,36 -41.472.000 5.351.973.459 0,207 66,21 51840 0 0,00 2586 120 1004 0,5 4,00 65,90 0,31 1260 0,05 0,36 -41.472.000 5.310.501.459 0,205 66,21 57600 0 0,00 2586 120 997 0,5 4,00 65,90 0,31 1251 0,05 0,36 -41.472.000 5.269.029.459 0,204 66,20 D = 69120Minuten (= 1152 h), extrapoliert 0 0 0,64 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 0 0 0,000 66,00 11520 1.668 0,64 2586 120 187 0,5 4,00 65,90 0,10 343 0,05 0,15 1.069.646.841 1.069.646.841 0,041 66,04 23040 1.668 0,64 2586 120 314 0,5 4,00 65,90 0,14 494 0,05 0,19 1.069.646.841 2.139.293.683 0,083 66,08 34560 1.668 0,64 2586 120 461 0,5 4,00 65,90 0,18 663 0,05 0,23 1.069.646.841 3.208.940.524 0,124 66,12 46080 1.668 0,64 2586 120 626 0,5 4,00 65,90 0,22 847 0,05 0,27 1.069.646.841 4.278.587.365 0,165 66,17 57600 1.668 0,64 2586 120 808 0,5 4,00 65,90 0,27 1046 0,05 0,32 1.069.646.841 5.348.234.206 0,207 66,21 69120 1.668 0,64 2586 120 1004 0,5 4,00 65,90 0,31 1259 0,05 0,36 1.069.646.841 6.417.881.048 0,248 66,25 80640 0 0,00 2586 120 1213 0,5 4,00 65,90 0,35 1484 0,05 0,40 -82.944.000 6.334.937.048 0,245 66,24 92160 0 0,00 2586 120 1197 0,5 4,00 65,90 0,34 1466 0,05 0,39 -82.944.000 6.251.993.048 0,242 66,24 103680 0 0,00 2586 120 1180 0,5 4,00 65,90 0,34 1448 0,05 0,39 -82.944.000 6.169.049.048 0,239 66,24 115200 0 0,00 2586 120 1163 0,5 4,00 65,90 0,34 1430 0,05 0,39 -82.944.000 6.086.105.048 0,235 66,24
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Microsoft Word - A-02.1_Fotodokumentation-Trassen.docx)
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RWE Power AG Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung TAGEBAUSEE GARZWEILER Ablaufgewässer zur Niers MACHBARKEITSSTUDIE Anlage A-2.1 Fotodokumentation der Trassen (Ortsbegehungen am 15.09.2022 und 01.12.2023) Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Niederlassung Köln Karlstraße 40-44, 50679 Köln Telefon +49 221 689308-0, bce-koeln@bjoernsen.de Okt. 2022, EB, TSc, US, 202217121 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-02.1_Fotodokumentation-Trassen.docx I Inhaltsverzeichnis Fotodokumentation 1 Fotodokumentation 1 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH II Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Autobahnbrücke (A46) über die Niers 1 Abbildung 2: Hinweisschild zur Ferngasleitung südlich A46 1 Abbildung 3: Abschnitt der renaturierten Niers südlich der A46 nahe beim Kappelshof, Blickrichtung Süden 2 Abbildung 4: Straßenbrücke Plattenstraße (Öffnung ca. 3 m) 2 Abbildung 5: Straßenbrücke Schweinemarkt und Rohrleitung, Blickrichtung Norden 3 Abbildung 6: Verlauf der Niers Höhe der Straße Schweinemarkt, Blickrichtung Norden 3 Abbildung 7: Straßenbrücke Schweinemarkt, Blickrichtung Süden 4 Abbildung 8: Straßenbrücke Kuckumer Straße, Blickrichtung Nordwesten 4 Abbildung 9: Verlauf der Niers Höhe Kuckumerstraße Nr. 51, Blickrichtung Süden 5 Abbildung 10: Verlauf der Niers Höhe Kuckumerstraße Nr. 51, Blickrichtung Norden 5 Abbildung 11: Straßenbrücke L354n, Blickrichtung Norden 6 Abbildung 12: Verlauf der Niers Höhe L354n, Blickrichtung Süden 6 Abbildung 13: Transformatorenstation süd-östlich des Kreuzungsbauwerks von Niers und L354n, Blickrichtung Süden 7 Abbildung 14: Sohlabsturz an der Köhm 7 Abbildung 15: Durchlass an der Köhm, Blickrichtung Osten 8 Abbildung 16: Verlauf der Köhm kurz vor der Einmündung in die Niers 8 Abbildung 17: Durchlass an der Köhm, Blickrichtung Westen 9 Abbildung 18: Flussbett der Niers oberhalb Zusammenfluss mit der Köhm 9 Abbildung 19: Verlauf der Niers vor Zusammenfluss mit der Köhm, Blickrichtung Norden 10 Abbildung 20: Zusammenfluss Niers und Köhm 10 Abbildung 21: Wahnbuschgraben Durchlass und Baumbestand, Blickrichtung Südwesten 11 Abbildung 22: Ackerflächen und Wahnbuschgraben, Blickrichtung Süden 11 Abbildung 23: Ackerflächen und Wahnbuschgraben, Blickrichtung Norden 12 Abbildung 24: Wahnbuschgraben zwischen Keyenberg und Oberwestrich, Blickrichtung Nordosten 12 Abbildung 25: Baumbestand am Wahnbuschgraben, Blickrichtung Südwesten 13 Abbildung 26: Einfahrt zum Haus Keyenberg 13 Abbildung 27: Verlauf der Köhm am Haus Keyenberg, Blickrichtung Osten 14 Abbildung 28: Durchlass Köhm am Haus Keyenberg 14 Abbildung 29: Baumbestand an der Köhm beim Haus Keyenberg, Blickrichtung Nordwesten 15 Abbildung 30: Verlauf der Köhm östlich des Haus Keyenbergs 15 Abbildung 31: Bestandsgebäude an der Köhm nördlich des Haus Keyenbergs 16 Abbildung 32: Wassergraben am Haus Keyenberg 16 Abbildung 33: Verlauf der Köhm zwischen der L277 und dem Haus Keyenberg 17 Abbildung 34: Durchlass an der Köhm (unter L277) 17 Abbildung 35: Verlauf der Köhm zwischen der L277 und dem Tagebau Garzweiler 18 Abbildung 36: Blick auf die Obstbäume (geschützter Landschaftsbestandteil) am Friedhof Wanlo, Blickrichtung Norden 18 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH III Abbildung 37: Aussichtspunkt Tagebau Garzweiler Blickrichtung Keyenberg (Südwesten) 19 Abbildung 38: Angrenzende Flächen am Tagebau Garzweiler, Blickrichtung Norden 19 Abbildung 39: Ackerflächen an Hochstraße, Blickrichtung Norden 20 Abbildung 40: Ackerflächen an Wockerather Fließ oberhalb Zourshof, Blickrichtung in Fließrichtung (Nordost) 20 Abbildung 41: Ackerfläche mit Blick auf Wahnbuschgraben entlang Bewuchsstreifen, Blickrichtung Nordwesten 21 Abbildung 42: Angrenzende Ackerflächen an Wahnbuschgraben, Blickrichtung in Fließrichtung (Nordost) 21 Abbildung 43: Ackerflächen nordöstlich von Beverath, Blickrichtung Südosten 22 Abbildung 44: Böschung des Wahnbuschgrabens im unteren Bildabschnitt, südwestlicher Bereich von Keyenberg, Blickrichtung in Richtung Tagebau (Südosten) 22 Abbildung 45: Weideland an Straße Oberwestricht, Blickrichtung Norden 23 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 1 von 23 1 Fotodokumentation Abbildung 1: Autobahnbrücke (A46) über die Niers Abbildung 2: Hinweisschild zur Ferngasleitung südlich A46 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 2 von 23 Abbildung 3: Abschnitt der renaturierten Niers südlich der A46 nahe beim Kappelshof, Blickrichtung Süden Abbildung 4: Straßenbrücke Plattenstraße (Öffnung ca. 3 m) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 3 von 23 Abbildung 5: Straßenbrücke Schweinemarkt und Rohrleitung, Blickrichtung Norden Abbildung 6: Verlauf der Niers Höhe der Straße Schweinemarkt, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 4 von 23 Abbildung 7: Straßenbrücke Schweinemarkt, Blickrichtung Süden Abbildung 8: Straßenbrücke Kuckumer Straße, Blickrichtung Nordwesten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 5 von 23 Abbildung 9: Verlauf der Niers Höhe Kuckumerstraße Nr. 51, Blickrichtung Süden Abbildung 10: Verlauf der Niers Höhe Kuckumerstraße Nr. 51, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 6 von 23 Abbildung 11: Straßenbrücke L354n, Blickrichtung Norden Abbildung 12: Verlauf der Niers Höhe L354n, Blickrichtung Süden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 7 von 23 Abbildung 13: Transformatorenstation süd-östlich des Kreuzungsbauwerks von Niers und L354n, Blickrichtung Süden Abbildung 14: Sohlabsturz an der Köhm RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 8 von 23 Abbildung 15: Durchlass an der Köhm, Blickrichtung Osten Abbildung 16: Verlauf der Köhm kurz vor der Einmündung in die Niers RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 9 von 23 Abbildung 17: Durchlass an der Köhm, Blickrichtung Westen Abbildung 18: Flussbett der Niers oberhalb Zusammenfluss mit der Köhm RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 10 von 23 Abbildung 19: Verlauf der Niers vor Zusammenfluss mit der Köhm, Blickrichtung Norden Abbildung 20: Zusammenfluss Niers und Köhm RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 11 von 23 Abbildung 21: Wahnbuschgraben Durchlass und Baumbestand, Blickrichtung Südwesten Abbildung 22: Ackerflächen und Wahnbuschgraben, Blickrichtung Süden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 12 von 23 Abbildung 23: Ackerflächen und Wahnbuschgraben, Blickrichtung Norden Abbildung 24: Wahnbuschgraben zwischen Keyenberg und Oberwestrich, Blickrichtung Nordosten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 13 von 23 Abbildung 25: Baumbestand am Wahnbuschgraben, Blickrichtung Südwesten Abbildung 26: Einfahrt zum Haus Keyenberg RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 14 von 23 Abbildung 27: Verlauf der Köhm am Haus Keyenberg, Blickrichtung Osten Abbildung 28: Durchlass Köhm am Haus Keyenberg RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 15 von 23 Abbildung 29: Baumbestand an der Köhm beim Haus Keyenberg, Blickrichtung Nordwesten Abbildung 30: Verlauf der Köhm östlich des Haus Keyenbergs RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 16 von 23 Abbildung 31: Bestandsgebäude an der Köhm nördlich des Haus Keyenbergs Abbildung 32: Wassergraben am Haus Keyenberg RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 17 von 23 Abbildung 33: Verlauf der Köhm zwischen der L277 und dem Haus Keyenberg Abbildung 34: Durchlass an der Köhm (unter L277) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 18 von 23 Abbildung 35: Verlauf der Köhm zwischen der L277 und dem Tagebau Garzweiler Abbildung 36: Blick auf die Obstbäume (geschützter Landschaftsbestandteil) am Friedhof Wanlo, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 19 von 23 Abbildung 37: Aussichtspunkt Tagebau Garzweiler Blickrichtung Keyenberg (Südwesten) Abbildung 38: Angrenzende Flächen am Tagebau Garzweiler, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 20 von 23 Abbildung 39: Ackerflächen an Hochstraße, Blickrichtung Norden Abbildung 40: Ackerflächen an Wockerather Fließ oberhalb Zourshof, Blickrichtung in Fließrichtung (Nordost) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 21 von 23 Abbildung 41: Ackerfläche mit Blick auf Wahnbuschgraben entlang Bewuchsstreifen, Blickrichtung Nordwesten Abbildung 42: Angrenzende Ackerflächen an Wahnbuschgraben, Blickrichtung in Fließrichtung (Nordost) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 22 von 23 Abbildung 43: Ackerflächen nordöstlich von Beverath, Blickrichtung Südosten Abbildung 44: Böschung des Wahnbuschgrabens im unteren Bildabschnitt, südwestlicher Bereich von Keyenberg, Blickrichtung in Richtung Tagebau (Südosten) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 23 von 23 Abbildung 45: Weideland an Straße Oberwestricht, Blickrichtung Norden Aufgestellt: Elena Brüggemeier, M.Sc. Anna-Lena Flegelskamp, M.Sc.
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.8_Trassenanalyst_Zourshof.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.8_Trassenanalyst_Zourshof.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.8 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Zourshof" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 4+547,00 73,93 75,43 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 4+552,00 73,87 75,37 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 4+547,00 73,93 75,43 Gewässeranschluss Wahnbuschgraben GSK3e 4 V.003 3+997,00 75,84 77,34 Berverath (Kuckumer Quellenweg) ABK 5 V.004 3+730,00 74,44 75,94 L354 (Unterwestrich) ABK 6 G.002 3+552,00 72,87 74,37 Gewässeranschluss Wockerather Fließ GSK3e 7 V.005 3+356,00 71,88 73,38 Kuckumer Quellenweg ABK 8 V.006 2+920,00 70,21 71,71 Kuckumer Niersstraße ABK 9 G.003 2+060,00 67,57 69,07 Gewässeranschluss Köhm GSK3e 10 V.007 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK 11 V.008 1+316,00 66,51 68,01 Kuckumer Straße ABK 12 V.009 0+986,00 64,86 66,36 Schweinemarkt ABK 13 G.004 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 14 V.010 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.8_Trassenanalyst_Zourshof.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.8 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Zourshof" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.8_Trassenanalyst_Zourshof.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Zourshof" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.8 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001V.003V.004G.002V.00550,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+00.0000+00.5000+01.0000+01.5000+02.0000+02.5000+03.0000+03.5000+04.0000+04.500Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK -50,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,0050,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,003+500,004+000,004+500,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anlage 2_Machbarkeitsstudie BCE)
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RWE Power AG Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung TAGEBAUSEE GARZWEILER Ablaufgewässer zur Niers Anlage 2 - MACHBARKEITSSTUDIE Erläuterungsbericht B jörnsen Beratende Ingenieure GmbH Niederlassung Köln Karlstraße 40-44, 50679 Köln Telefon +49 221 689308-0, bce-koeln@bjoernsen.de Dez. 2024, TSc, US, 202308521 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\20241203_TSc.docx I Inhaltsverzeichnis Abbildungsverzeichnis IV Tabellenverzeichnis VI Anlagen VII Verwendete Unterlagen und Informationsdienste X 1 Einleitung 1 1.1 Veranlassung und Aufgabenstellung 1 1.2 Vorgehensweise 1 2 Grundlagen und Restriktionen 2 2.1 Kulisse 2 2.1.1 Lage und Abgrenzung 2 2.1.2 Topografie 4 2.1.3 Nutzungen 5 2.2 Bestehende Bauwerke und Anlagen 8 2.3 Planungen und planerische Vorgaben Dritter 9 2.3.1 Raumordnungs-/ Regionalplanung 9 2.3.2 Flächennutzungspläne 10 2.3.3 Bebauungspläne 12 2.3.4 Landschaftspläne 14 2.3.5 Planungen im Rahmen des Tagebaus Garzweiler 16 2.3.6 Sonstige Planungen Dritter 16 2.4 Natur und Landschaft 17 2.4.1 Naturräumliche Gegebenheiten 17 2.4.2 Vorhandene Biotopstrukturen 17 2.4.3 Arten 21 2.4.4 Geologie und Boden 22 2.4.5 Schutzgebiete 23 2.5 Baugrund 26 2.5.1 Verfügbare Unterlagen 26 2.5.2 Bergbauliche Besonderheiten 27 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH II 2.5.3 Mechanische Baugrundbeschaffenheit 27 2.5.4 Chemische Baugrundbeschaffenheit 27 2.6 Vorbelastungen 27 2.6.1 Altlasten, Verunreinigungen und Verfüllungen 27 2.6.2 Kampfmittel 27 2.7 Wasserwirtschaft 28 2.7.1 Niederschlag 28 2.7.2 Hydrologie von Köhm und Niers 28 2.7.3 Sohl- und Wasserspiegellagen von Köhm und Niers 31 2.7.4 Grundwasser 35 2.7.5 Überschwemmungsgebiete 36 3 Leitbilder, Entwicklungs- und Planungsziele 37 3.1 Überblick 37 3.2 Leitbilder 37 3.2.1 Fließgewässertypologisches Leitbild 37 3.2.2 Fischökologisches Leitbild 41 3.3 Entwicklungs- und Planungsziele 43 4 Niederschlags- und Abfluss-Ermittlung 46 4.1 Allgemeines 46 4.2 Methodik 46 4.3 Ergebnisse 50 4.3.1 Tagebausee 50 4.3.2 Direkteinzugsgebiet und Gesamtergebnis 51 5 Variantenstudium 52 5.1 Gesamtüberblick 52 5.2 Vorauswahl: Ablaufbauwerk 53 5.2.1 Überblick 53 5.2.2 Übersicht der Bauwerksvarianten 53 5.2.3 Auswirkungen auf den Wasserhaushalt 55 5.2.4 Auswirkungen auf die Wasserqualität 57 5.2.5 Trennwirkung auf die Gewässerzönosen 58 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH III 5.2.6 Zwischenbewertung und Fazit 59 5.3 Betrachtete Varianten 60 5.3.1 Überblick 60 5.3.2 Beschreibung der Trassenlinien 62 5.3.3 Ortsbegehung 68 5.4 Stufe 1: Bewertung der Längsschnittgestaltung 68 5.4.1 Überblick 68 5.4.2 Direkteinzugsgebiete und Abflüsse 69 5.4.3 Grundwasserkontakt 72 5.4.4 Leitbildkonformität 73 5.4.5 Sohllage der Niers im renaturierten Abschnitt „Stahlenend“ 76 5.4.6 Wasserhäuser 76 5.4.7 Zwischenbewertung und Fazit 77 5.5 Stufe 2: Trassenanalyse 77 5.5.1 Überblick 77 5.5.2 Anbindung bestehender Gewässer 78 5.5.3 Gewässerkreuzungen (Kreuzungsbauwerke) 81 5.5.4 Beschreibung der Varianten 85 5.5.5 Eingriffe 94 5.5.6 Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge 96 5.5.7 Zwischenbewertung und Fazit 97 5.6 Stufe 3: Bewertung der Auswirkungen auf die Gewässerabschnitte der Köhm und Niers 97 5.6.1 Überblick 97 5.6.2 Voraussichtliche Entwicklung des Wasserhaushalts 97 5.6.3 Auswirkungen auf die Wasserführung 98 5.6.4 Zwischenbewertung und Fazit 100 5.7 Stufe 4: Gesamtbewertung 100 5.7.1 Planungsziele 100 5.7.2 Bewertung der Zielkonformität der Varianten 102 5.7.3 Ergebnis des Variantenvergleichs – Ermittlung der Vorzugsvariante 107 5.8 Prüfung eines erforderlichen Sicherheitsstreifens (nur Freigefällevarianten) 108 6 Fazit 110 7 Zusammenfassung 111 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH IV Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Suchraum [rot gestrichelt] und zukünftiger Tagebausee Garzweiler [blau] 3 Abbildung 2: Prognostizierte Geländetopografie im Suchraum bis zum Jahr 2200 [62,59 (blau) – 90,30 (rot) m NHN], Datenquelle: LANUV-Prognose-DGM, Stand 2022. 5 Abbildung 3: Übersicht über die Erschließungsstraßen im Suchraum [17] 6 Abbildung 4: Übersicht der Landnutzung (ATKIS, Stand 09/2023) im Suchraum 7 Abbildung 5: Ausschnitt aus den Regionalplänen der BR Köln und der BR Düsseldorf [1] 10 Abbildung 6: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Erkelenz [2] 11 Abbildung 7: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Mönchengladbach [3] 12 Abbildung 8: Überblick über die Gebiete mit vorhandenen Bebauungsplänen (blau) der Stadt Mönchengladbach [3] 13 Abbildung 9: Überblick über die Gebiete mit vorhandenen Bebauungsplänen (rot) und Innenbereichssatzungen (grau), Stadt Erkelenz [18] 14 Abbildung 10: Ausschnitt aus dem Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach [14] 15 Abbildung 11: Landschaftsplan Stadt Erkelenz im Suchraum [18] 16 Abbildung 12: Biotoptypen im Suchraum [15] 18 Abbildung 13: Biotopverbundflächen mit besonderer Bedeutung [grün] [15] 19 Abbildung 14: Alleen [pink] im Umfeld des Planungsraums [15] 20 Abbildung 15: Renaturierter Niersabschnitt „Stahlenend“ (Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach [14]) 21 Abbildung 16: Schutzwürdige Böden im Suchraum. fruchtbare Böden mit hoher bzw. sehr hoher Funktionserfüllung [braun bzw. braun und schwarz gestreift], Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen [orange gestreift], Moorböden [grün] und Sand- oder Schuttböden mit hoher Schutzwürdigkeit [hellgelb]. Datengrundlage: [15] 22 Abbildung 17: Lage des Naturschutzgebiets „Finkenberger Bruch“ (MG-010) 24 Abbildung 18: Wasserschutzgebiete im Umfeld des Planungsraums [15] 25 Abbildung 19: Auszug aus dem Bohrprofil Nr. 14/361/2015 (s. Karte B-2.1) 26 Abbildung 20: Direkteinleitungen von aufbereitetem (ND0051, ND0052) und nicht aufbereitetem (GF0008) Sümpfungswasser des Tagebaus Garzweiler (RWE). 29 Abbildung 21: Teileinzugsgebiete [Magenta] im Suchraum (vgl. Tabelle 1). Quelle: Niersverband 31 Abbildung 22: Die Köhm westlich der L277. 32 Abbildung 23: Die Köhm auf Höhe des Haus Keyenberg 32 Abbildung 24: Längsschnitt der Sohlhöhen der Niers zwischen Flusskilometer rd. 110,5 – 114,5 (GSK3e) 33 Abbildung 25: Die Niers oberhalb der Köhmmündung (Blickrichtung Süden). 34 Abbildung 26: Die Niers unterhalb der Köhmmündung (Blickrichtung Süden). 34 Abbildung 27: Grundwassergleichen im stationären Endzustand [dunkelblau: mit Geländeeinschnitt; grün: ohne Geländeeinschnitt] (Quelle: RWE) 35 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH V Abbildung 28: Auszug aus der Karte der Fließgewässertypen in NRW [10]. 38 Abbildung 29: Links: Typisches löß-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften mit unregelmäßig geschlängeltem Verlauf, großer Einschnittstiefe und steilen Uferböschungen. Das Wasser ist häufig milchig-trüb (Quelle: [11]). Rechts: Löss-lehmgeprägter Tieflandbach bei leichtem Hochwasser (Quelle: [12]) 39 Abbildung 30: Fischgewässertypologische Zuordnung des geplanten Gewässers (grün- schwarze Linie = Schmerlen-Stichlingstyp Niers) im Suchraum (rote Box) [15] 42 Abbildung 31: Überschlägige Ermittlung des Seeeinzugsgebiets [hellgrün], basierend auf der Seefläche [hellblau] und der angrenzenden 48 Abbildung 32: Abfluss-Dauer-Beziehung für den Tagebausee einschließlich Windstau 50 Abbildung 33: Feste Ablaufschwelle (Quelle: springer.com) 53 Abbildung 34: Regulierbare Ablaufschwelle (Quelle: springer.com) 54 Abbildung 35: Regulierbares Mönchsbauwerk (Quelle: Wasserwirtschaftsamt Ansbach) 54 Abbildung 36: Pumpstation (Quelle: WSA Westdeutsche Kanäle) 55 Abbildung 37: Überblick über die Lage der Trassenverläufe sowie Ablaufbauwerke im Suchraum 61 Abbildung 38: Schematische Darstellung einer Gewässerkreuzung in Form eines offenen Rechteckdurchlasses (oben) einer Betonbalkenbrücke (Mitte) und in Form einer Furt (unten). 83 Abbildung 39: Längsschnitt der Trasse „Nord“ (s. Anlage A-5.1) 85 Abbildung 40: Längsschnitt der Trasse "A61" (s. Anlage A-5.2) 87 Abbildung 41: Längsschnitt der Trasse "Lärmschutzwall" (s. Anlage A-5.3) 88 Abbildung 42: Längsschnitt der Trasse "Nördlich Altlast" (s. Anlage A-5.4) 89 Abbildung 43: Längsschnitt der Trasse „Köhm“ (s. Anlage A-5.5) 90 Abbildung 44: Längsschnitt der Trasse "Süd A" (s. Anlage A-5.6) 91 Abbildung 45: Längsschnitt der Trasse "Süd B" (s. Anlage A-5.7) 92 Abbildung 46: Längsschnitt der Trasse "Zourshof" (s. Anlage A-5.8) 93 Abbildung 47: Längsschnitt der Druckrohrleitung für die Variante "PW Zourshof" (s. Anlage A-5.9) 94 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH VI Tabellenverzeichnis Tabelle 1: Abflüsse (MQ, HQ1) der Niers und ihrer Nebengewässer im Suchraum. Gewässer-Stationen in GSK3c. Quelle: Niersverband 30 Tabelle 2: Referenzzönose (Dominanzspannen Referenzzustand, technische Referenz) für den Fischgewässertyp 16 „Schmerlen-Stichlingstyp Niers“ (FiGt-Steckbrief, [22]). 43 Tabelle 3: Zusammenfassung der Bewertung von Bauwerksvarianten des Ablaufbauwerks hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Ablaufgewässers (+: positiv; o: neutral; -: negativ), 56 Tabelle 4: Zusammenfassung der Bewertung von Bauwerksvarianten des Ablaufbauwerks hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wasserqualität des Ablaufgewässers (+: positiv; o: neutral; -:negativ). 58 Tabelle 5: Zusammenstellung der Abflüsse (MQ, HQ1, HQ100) der Freiablaufvarianten. (*) Bestandsdaten des Niersverband + . (**) Angepasste Abflusswerte, s. Erläuterung im Text. 71 Tabelle 6: Übersicht über die ermittelten Leitbildparameter (Länge, Sohlgefälle, Sohlbreite, Breite der Sekundäraue = Breite des Entwicklungskorridors = 5 x Sohlbreite) für die Freiablaufvarianten. Für weitere Informationen siehe Anlage A-4. 74 Tabelle 7: Varianten mit anzuschließenden Nebengewässern 80 Tabelle 8: Gestaltungskriterien für den Neubau von Kreuzungsbauwerken (Quelle: DWA-M 509) 82 Tabelle 9: Prognostizierte Geländeeingriffe [ha] und Aushubvolumina [m³] für die Trassenvarianten bis zum Anschlusspunkt A46 95 Tabelle 10: Auswirkungen der Varianten auf die Wasserführung von Niers, Wahnbuschgraben (WBG) und Köhm [rot: Wegfall der Wasserführung; orange: Reduzierung der Wasserführung; grün: Stärkung der Wasserführung; weiß: keine Veränderung] 99 Tabelle 11: Auswirkungen der Varianten und zusätzlichen Grundwasserbrunnen auf die Wasserführung von Niers, Wahnbuschgraben (WBG) und Köhm [grün: Stärkung der Wasserführung; weiß: keine Veränderung] 100 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH VII Anlagen Reihe A: Übersichten und Fachberechnungen A-1 Grundlagenverzeichnis A-2 Fotodokumentation der Ortsbegehung A-2.1 Trassen A-2.2 Gewässeranschlüsse A-3 Niederschlags-Abfluss-Ermittlung A-3.1 KOSTRA-Datenblatt A-3.2 Tagebausee Garzweiler A-3.2.1 Übersicht der Ergebnisse A-3.2.2 T=1a A-3.2.3 T=100a A-3.3 Direkteinzugsgebiete der Ableitungstrassen, T=1a A-3.3.1 Variante „Nord“ A-3.3.2 Variante „A61“ A-3.4 Direkteinzugsgebiete der Ableitungstrassen, T=100a A-3.4.1 Ist-Zustand A-3.4.2 Variante „Nord“ A-3.4.3 Variante „A61“ A-3.4.4 Variante „Lärmschutzwall“ A-3.4.5 Variante „Nördlich Altlast“ A-3.4.6 Variante „Köhm“ A-3.4.7 Variante „Süd A“ A-3.4.8 Variante „Süd B“ A-3.4.9 Variante „Zourshof“ A-4 Leitbildermittlung A-4.1 Bestand “Köhm” A-4.2 Bestand “Niers” A-4.3 Variante „Nord“ (bis A46) A-4.4 Variante „A61“ (bis A46) A-4.5 Variante „Lärmschutzwall“ (bis A46) A-4.6 Variante „Lärmschutzwall“ (bis Plattenstraße) A-4.7 Variante „Nördlich Altlast“ (bis A46) A-4.8 Variante „Nördlich Altlast“ (bis Plattenstraße) A-4.9 Variante „Köhm“ (bis A46) A-4.10 Variante „Köhm“ (bis Plattenstraße) Björnsen Beratende Ingenieure GmbH VIII A-4.11 Variante „Süd A“ (bis A46) A-4.12 Variante „Süd A“ (bis Plattenstraße) A-4.13 Variante „Süd B“ (bis A46) A-4.14 Variante „Süd B“ (bis Plattenstraße) A-4.15 Variante „Zourshof“ (bis A46) A-4.16 Variante „Zourshof“ (bis Plattenstraße) A-4.17 Variante “Köhm” (See bis Wahnbuschgraben) A-4.18 Variante “Köhm” (Wahnbuschgraben bis Niers) A-4.19 Variante “Köhm” (Niers bis Plattenstraße) A-5 Trassenanalyse A-5.1 Variante “Nord” (bis A46) A-5.2 Variante “A61” (bis A46) A-5.3 Variante “Lärmschutzwall” (bis A46) A-5.4 Variante “Nördlich Altlast” (bis A46) A-5.5 Variante “Köhm” (bis A46) A-5.6 Variante “Süd A” (bis A46) A-5.7 Variante “Süd B” (bis A46) A-5.8 Variante “Zourshof” (bis A46) A-5.9 Variante „PW Zourshof“ (Kanaltrasse) A-5.10 Variante „Köhm“ (bis A46, Böschungsneigung 1:3) A-6 Gewässeranschlüsse A-6.1 Entscheidungsgrundlagen A-6.2 Technische Bauweise A-7 Kreuzungsbauwerke A-8 Variantenvergleich Björnsen Beratende Ingenieure GmbH IX Reihe B: Übersichten und Pläne Maßstab B-1 Übersichtskarte 1 : 15.000 B-2 Restriktionskarten B-2.1 Topografie 1 : 5.000 B-2.2 Nutzung 1 : 5.000 B-2.3 Schutzgebiete 1 : 5.000 B-3 Vorzugsvariante B-3.1 Lageplan 1 : 2.500 B-3.2 Längsschnitt 1 : 5.000 / 500 B-3.3 Querprofile 1 : 250 B-4 Vergleich Trassenkorridore (m=2, m=3) 1 : 5.000 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH X Verwendete Unterlagen und Informationsdienste [1] Geoportal NRW, Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2022 https://www.geoportal.nrw/fachportale [Abgerufen August 2022] [2] Flächennutzungsplan Stadt Erkelenz (08.04.2022) https://www.o-sp.de/erkelenz/plan?pid=62173 [Abgerufen Oktober 2022] [3] Geoportal Mönchengladbach https://geoportal.moenchengladbach.de/geo/resources/apps/Planungsuebersichten/index.ht ml?lang=de [Abgerufen Oktober 2022] [4] KOSTRA-DWD https://www.dwd.de/DE/leistungen/kostra_dwd_rasterwerte/kostra_dwd_rasterwerte.html [Abgerufen Januar 2024] [5] DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Arbeitsblatt DWA-A 117 Bemessung von Regenrückhalteräumen Dezember 2013 [6] Blaue Richtlinie: Richtlinie für die Entwicklung naturnaher Fließgewässer in Nordrhein-Westfalen – Ausbau und Unterhaltung Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 6. Auflage, 2010 [7] Handbuch zur naturnahen Entwicklung von Fließgewässern, Band 1 und 2 Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen, 2003 [8] LANUV-Arbeitsblatt 25: Fließgewässertypenkarten Nordrhein-Westfalens Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 2015 [9] Karte der „Fließgewässertypen in NRW“ (LAWA-Typologie) Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 2013 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH XI [10] Fließgewässertypenkarten Nordrhein-Westfalens (NRW-Fließgewässertypen) Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz Nordrhein-Westfalen 2014 [11] LUA-Merkblatt Nr.17: Leitbilder für kleine bis mittelgroße Fließgewässer in Nordrhein- Westfalen – Gewässerlandschaften und Fließgewässertypen Landesumweltamt Nordrhein-Westfalen (LUA) 1999 [12] Hydromorphologische Steckbriefe der deutschen Fließgewässertypen – Anhang 1 von „Strategien zur Optimierung von Fließgewässer-Renaturierungsmaßnahmen und ihrer Erfolgskontrolle“ Umweltbundesamt (UBA) 2014 [13] Hydrologie und Wasserwirtschaft – Einführung für Ingenieure Maniak, U. 6. Auflage, Springer, Heidelberg 2010 [14] Landschaftsplan Mönchengladbach (3. Änderung) https://www.moenchengladbach.de/de/rathaus/buergerinfo-a-z/planen-bauen-mobilitaet- umwelt-dezernat-vi/fachbereich-umwelt-64/landschaft-luftklima- immissionen/buergerbeteiligung-3-landschaftsplan-aenderung-1 Stand: 15.12.2023 [Abgerufen Januar 2024] [15] Ministerium für Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MULNV NRW) Fachinformationssystem ELWAS-WEB Service, online abrufbar unter: http://www.elwasweb.nrw.de/elwas-web/index.jsf Stand: 04.12.2023 [Abgerufen Dezember 2023] [16] Kölner Büro für Faunistik Entwässerung Erkelenz-Holzweiler am Tagebau Garzweiler II – Artenschutzrechtliche Prüfung April 2022 [17] Straßen.NRW. (Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen) Straßeninformationsbank NRW (NWSIB), abrufbar unter: https://www.nwsib-online.nrw.de/ [Abgerufen Oktober 2022] [18] Stadt Erkelenz Interaktive Karte abgerufen unter https://www.o-sp.de/erkelenz/karte [Abgerufen November 2023] Björnsen Beratende Ingenieure GmbH XII [19] Kölner Büro für Faunistik Maßnahmenumsetzung und Monitoring – Ergebnisbericht für das Untersuchungsjahr 2017 (gemäß Nebenbestimmung zum Sonderbetriebsplan 2013/05 betreffend die artenschutzrechtlichen Belange bei der Fortführung des Tagebaus Garzweiler bis 2030 März 2018 [20] DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Merkblatt DWA-M 509 Fischaufstiegsanlagen und fischpassierbare Bauwerke – Gestaltung, Bemessung, Qualitätssicherung Mai 2014 [21] DWA – Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. Arbeitsblatt DWA-A 112 Hydraulische Dimensionierung und Leistungsnachweis von Sonderbauwerken in Abwasserleitungen und -kanälen August 2007 [22] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MKULNV NRW) Erarbeitung von Instrumenten zur gewässerökologischen Beurteilung der Fischfauna. Bericht mit Anhängen. Bearbeitung: NZO GmbH und Institut für angewandte Ökologie 2007 [23] Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Handbuch Querbauwerke 1. Auflage, 2005 [24] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Erlass „Bau von Fischaufstiegsanlagen“ AZ IV-6 02.11.2012 [25] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Erlass „Durchgängigkeit der Gewässer“ AZ IV-6 26.06.2012 [26] Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen Erlass „Sohlgleiten und Fischaufstiegsanlagen; Bemessung und Unterhaltung“ AZ IV-5- Björnsen Beratende Ingenieure GmbH XIII 2011-34.918 27.10.2010 RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 1 von 113 1 Einleitung 1.1 Veranlassung und Aufgabenstellung Die RWE Power AG betreibt als eines der führenden Unternehmen der Energiegewinnung und - erzeugung in Deutschland den Braukohletagebau Garzweiler im Rheinischen Braunkohlerevier. Nach Abschluss des Braunkohleabbaus im Tagebau Garzweiler soll die verbleibende Restkubatur voraussichtlich ab 2036 mit Wasser aus dem Rhein sowie der nachlaufenden Sümpfung gefüllt werden und so ein künstlicher See entstehen. Der avisierte Zielwasserspiegel beträgt +66 m NHN. Nach Erreichen des Zielwasserspiegels soll ein freier Seeablauf in die Niers gewährleistet werden. Durch das geänderte Abbauvorhaben schließt der künftige Tagebausee nicht mehr direkt an die Niers an, so dass eine Ableitungsstrecke zwischen Tagebausee und der Niers geschaffen werden muss. Die zukünftige Ableitungsstrecke zur Niers ist als naturnahes, längsdurchgängiges Gewässer vorgesehen, das in den 2030iger Jahren im Zuge der Böschungsgestaltung als Landschaftselement hergestellt werden soll. Die Björnsen Beratende Ingenieure GmbH ist beauftragt, im Zuge einer Machbarkeitsstudie zunächst unter Berücksichtigung technischer und ökonomischer Gesichtspunkte sowie einer Restriktionsanalyse zu raumordnerischen und umweltfachlichen Belangen zu klären, welche Ableitungstrasse vom Tagebausee Garzweiler zur Niers sich unter diesen Randbedingungen als machbar herausstellt und als Vorzugsvariante anbietet. Im Rahmen der Variantenprüfung ist insbesondere ein geeigneter Anschlusspunkt an die bestehende Niers zu ermitteln. 1.2 Vorgehensweise Die Untersuchung möglicher Gewässertrassen erfolgt in Form eines mehrstufigen Verfahrens, das von einem zunächst offenen Raum in mehreren Schritten zu einer einzelnen Vorzugsvariante führt. Im ersten Schritt wird zunächst ein Suchraum argumentativ und auf Grundlage von Schlüsselrestriktionen abgegrenzt (Kap. 2.1). Auf Basis der von RWE Power AG und aus öffentlichen Quellen bezogenen Daten und Informationen sowie einer Ortsbesichtigung des Suchraums werden anschließend alle wesentlichen Grundlagen zum planerischen Umfeld und zum Bestand zusammengetragen. Besondere Berücksichtigung finden dabei diejenigen Grundlagen, die Aussagen über den Zustand und die Nutzung des Planungsraums zum Bau- und Betriebszeitpunkt des Ableitungsgerinnes vor Beendigung der Befüllung des Tagebausees Garzweiler zulassen. Relevante Restriktionen und Vorteile werden zusammengestellt (Kap. 2) und in den Restriktionskarten (Anlage B-2) dargestellt. Als Auftakt für die Trassenbewertung wird zunächst nach Maßgabe der Blauen Richtlinie NRW (2010) und anderer einschlägiger Vorschriften ein Gewässerleitbild entwickelt (Kap. 3). Auf dessen Grundlage werden unter Einbeziehung der verbleibenden Restriktionen im Sinne der Regelwerke RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 2 von 113 Entwicklungs- und Planungsziele formuliert. In Kap. 4 werden die Grundlagen und Ergebnisse der Ermittlung von Niederschlags- und Grundwasser-Abfluss beschrieben. Anschließend werden im eigentlichen Variantenstudium (Kap. 5), vor dem Hintergrund der ermittelten Restriktionen, mögliche Trassen für das Ableitungsgewässer zur Niers ermittelt. Die Trassen werden zunächst unter Einbeziehung des zuvor ermittelten Gewässerleitbildes anhand ihrer Längsschnittgestaltung untersucht (Stufe 1) und es erfolgt eine Vorauswahl der weiter zu betrachtenden Varianten. In der zweiten Stufe erfolgt die Ausarbeitung der verbliebenen Varianten (Trassenanalyse) gefolgt von einer erneuten Zwischenbewertung. Die dritte Stufe dient der abschnittsweisen Betrachtung und Bewertung der ausgearbeiteten Varianten für die Gewässerabschnitte der Köhm und Niers. Eine abschließende Gesamtbewertung (Stufe 4) auf Basis zuvor festgelegter Planungsziele dient der Ermittlung einer Vorzugsvariante. Die Ergebnisse des Variantenstudiums werden in Kap. 6 (Fazit) im Kontext der Aufgabenstellung bewertet und in Kap. 7 abschließend zusammengefasst. 2 Grundlagen und Restriktionen 2.1 Kulisse 2.1.1 Lage und Abgrenzung Der Planungs- bzw. Suchraum erstreckt sich zwischen dem zukünftigen Tagebausee Garzweiler im Osten, der nördlich verlaufenden A46 und der Niers im Westen (s. Anlage B-1 und Abbildung 1). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 3 von 113 Abbildung 1: Suchraum [rot gestrichelt] und zukünftiger Tagebausee Garzweiler [blau] Im Einzelnen begründet sich die Begrenzung des Suchraums argumentativ (Schlüsselrestriktionen sind fett und in Abbildung 1 dargestellt) wie folgt: - im Süden und Osten durch die Abbaugrenze des Tagebaus bzw. die Uferlinie des zukünftigen Tagebausees, - im Norden durch die Autobahn A46 - im Nordwesten durch den Verlauf der Niers, die das einzige größere natürliche Gewässer im Umfeld darstellt (Gewässer 2. Ordnung nach Anlage 1 zu § 2 LWG NRW) - im Westen geradlinig auf Niveau der Ortschaft Berverath um einen Gewässeranschluss an den Wahnbuschgraben und die Niers auf Höhe ihrer Quelle (Zourshof) zu ermöglichen - im Süden zudem durch das natürliche Gefälle, Richtung Norden Berverath A46 Niers Zourshof Tagebausee (Zielwasserspiegel +66 m NHN) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 4 von 113 Verwaltungstechnisch liegt der Suchraum teilweise auf Flächen der Gemeinde Erkelenz (Bezirksregierung Köln) und der Stadt Mönchengladbach (Bezirksregierung Düsseldorf) (s. Anlage B- 1). 2.1.2 Topografie Zum heutigen Zeitpunkt ist der Suchraum mit Ausnahme des Tagebaus Garzweiler in ein insgesamt vergleichsweise flaches Relief eingebunden. Das umliegende Gefälle fällt vom Tagebau kommend in Richtung Nordwesten ab. Die größten Geländehöhen betragen am nördlichen Tagebaurand rd. 90 m NHN. Die Geländetiefpunkte des Suchraums liegen am nördlichen Rand bei rd. 62,5 m NHN, wo die Niers die Autobahn A46 kreuzt. Aufgrund der bergbaulichen Beeinflussung sind im Zuge des Grundwasserwiederanstiegs weitere Geländebewegungen zu erwarten. Dies wird in der vorliegenden Studie durch ein digitales Geländemodell des LANUV berücksichtigt, im Folgenden als „LANUV-Prognose-DGM“ bezeichnet, das Geländebewegungen bis zum Jahr 2200 quantifiziert und für den Suchraum mit dem Grundwasserwiederanstieg Geländehebungen zwischen 0,15 und 0,25 m prognostiziert. Mit den beschriebenen Geländebewegungen ergibt sich auf Grundlage mit der heutigen Geländetopografie die in Abbildung 2 und in Karte B-2.1 dargestellte Geländetopografie. Alle topografischen Darstellungen und Auswertungen in dieser Studie, insbesondere die Trassenlängsschnitte, basieren auf dem LANUV-Prognose-DGM. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 5 von 113 Abbildung 2: Prognostizierte Geländetopografie im Suchraum bis zum Jahr 2200 [62,59 (blau) – 90,30 (rot) m NHN], Datenquelle: L ANUV- Prognose-DGM, Stand 2022. 2.1.3 Nutzungen Im Suchraum liegen die Ortschaften Wanlo und Keyenberg. Die Ortschaften werden durch mehrere Erschließungsstraßen verbunden. Es sind Land- und Kreisstraßen vorhanden, sowie Autobahnen (s. Abbildung 3). Die Autobahn A46 verläuft im Norden an den Suchraum angrenzend von Ost nach West. Die ehemalige A61, die östlich von Keyenberg rückgebaut wurde, dient nunmehr als Autobahnzubringer zur nördlichen A46 zum bestehenden Autobahnkreuz Mönchengladbach-Wanlo. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 6 von 113 Die Landstraße L354 kommt aus Westen und verbindet Unterwestrich und Keyenberg. Mit ihrem verschwenkenden Verlauf Richtung Norden wird sie zur L277 und erschließt Wanlo. Die Landstraße L354n wurde aufgrund der Planungen im Rahmen der Entwicklung des Tagebaus Garzweiler neugebaut. In älteren Planungen verlief ursprünglich die Grenze des Tagebaus parallel zur L354n. Die Kreisstraße K19 verläuft zwischen Kuckum und Wanlo und kreuzt die L354n. Weiterhin verbindet sie die L277 mit dem Autobahnzubringer der ehemaligen A61 und wird nördlich des Tagebaus als Hochstraße weitergeführt. Abbildung 3: Übersicht über die Erschließungsstraßen im Suchraum [17] Im betrachteten Raum liegen unterschiedliche Nutzungsarten vor. Sie sind in Abbildung 4 und in An- lage B-2.2 dargestellt. Weiterhin sind die bestehenden Gewässer dargestellt. Die Niers fließt von Süd- westen nach Norden, westlich von Wanlo. Der Wahnbuschgraben entwässert das südliche Gebiet von Keyenberg und mündet südlich von Keyenberg in das Holzweiler Fließ, das wiederum innerhalb der Ortschaft in die Köhm mündet. Diese fließt vom Rand des Tagebaus Richtung Westen, wo sie kurz hinter Keyenberg in die Niers mündet. Die Köhm wird durch eine Einleitung aus den Randgale- rien der Sümpfungsbrunnen gespeist. Der Großteil der umliegenden Flächen der Fließgewässer Köhm und Niers wird landwirtschaftlich genutzt. Kleinere Flächen gemischter Nutzung bestehen zudem unmittelbar an den beiden RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 7 von 113 Gewässern. Diese bestehen aus Wohngebäuden und Gebäuden anderweitiger Nutzung. Weiterhin sind Sport- und Freizeitflächen bspw. ein Golfplatz zwischen der L354n und Kuckumer Straße, sowie eine Sportplatzfläche rd. 50 m von der Köhm entfernt vorhanden (ca. Fkm 0+100 bis Fkm 0+200). An der Niers besteht zwischen dem Abschnitt der Plattenstraße (Fkm 111+552) und der A46 (Fkm 110+725) ein renaturierter Gewässerverlauf mit linksseitig angrenzenden Gehölzflächen. Ein Windpark besteht zwischen der A61, A46 und dem nördlichen Rand des Tagebausees (s. Anlage B-2.2). Abbildung 4: Übersicht der Landnutzung (ATKIS, Stand 09/2023) im Suchraum RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 8 von 113 2.2 Bestehende Bauwerke und Anlagen Relevante Bauwerke und Anlagen im Suchraum bestehen überwiegend aus Kreuzungsbauwerken der Verkehrsinfrastruktur mit den vorhandenen Gewässern (Brücken und Durchlässe). Bei den Straßen handelt es sich um Wirtschaftswege, Gemeinde-, Kreis- und Landstraßen, sowie Autobahnen. Die Durchlasse der Kreuzungsbauwerke sind größtenteils als Kastenprofil ausgebaut. Im Falle eines Wirtschaftsweges (Fkm 0+113 der Köhm) liegt ein doppelter Rohrdurchlass vor (Anlage A-2, Abb. 17). Die L277 als eine wichtige Verbindungsstraße der Ortschaften Keyenberg und Wanlo kreuzt die Köhm bei rund Fkm 0+981. Der Durchlass in Form eines Kastenprofils ist in der Fotodokumentation (Anlage A-2) Abb. 34 dargestellt. Bei Fkm 112+685 der Niers besteht eine Kreuzung mit der L354n, die im Rahmen der Verkehrsanbindungen der umliegenden Ortschaften des Tagebaus erst kürzlich neu gebaut wurde. Zum Zeitpunkt der durchgeführten Ortsbegehung war der Neubauabschnitt bereits fertiggestellt (s.a. Anlage A-2, Abb. 11). Die Kreisstraße Kuckumer Straße (K19) kreuzt bei Fkm 112+155 den bestehenden Gewässerverlauf der Niers. Am Durchlassprofil (s. Anlage A-2, Abb. 8) besteht eine gewässernahe Bebauung auf Höhe der Hausnummern 49-51 und 998. Das Wohngebäude (Nr. 49-51) befindet sich linksseitig der Niers. Die Hausnummer 998 besteht aus einer Halle mit gewerblichen Nutzungen und grenzt rechtsseitig an die Niersböschung. Bei Fkm 111+831 der Niers kreuzt die Straße Schweinemarkt. Das Wohngebäude und anschließende Hallen am Schweinemarkt mit der Hausnummer 42 erstreckt sich rechtsseitig entlang der Niers. Der Durchlass ist hier im Trapezprofil ausgebildet (s.a. Anlage A-2, Abb. 7). Die Niers kreuzt bei Fkm 111+552 die Plattenstraße in Form eines Kastendurchlass (Anlage 2, Abbildung 4). Das nördlichste Kreuzungsbauwerk im Suchraum ist die Autobahn A46, diese quert bei Fkm 110+725 die Niers. Neben einem ausgebauten Trapezprofil für die Niers führt zudem ein Wirtschaftsweg durch die Unterführung (s.a. Anlage A-2, Abb. 1). Neben den Kreuzungsbauwerken der Verkehrsinfrastruktur bestehen im Suchraum Kreuzungen mit bestehender Versorgungsinfrastruktur. Südlich der A46 verläuft parallel zur Autobahn die Niers kreuzend eine Ferngasleitung von Thyssengas (s. Anlage B-2.2). Nördlich der L354n verläuft parallel eine Abwasserleitung, die zuerst aus Westen kommend die Niers kreuzt und anschließend nach Norden verschwenkt und östlich der Niers verläuft. Sie reicht auf ca. zwischen den Fkm 112+250 und 112+300 bis auf rd. 50 m an die Niers heran. Der weitere Verlauf wird dem der Kuckumer Straße angenommen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 9 von 113 Eine Hochspannungsleitung quert die Niers bei Fkm 112+637. Im Bereich der Niers parallel zur L354n verlaufend, verschwenkt sie auf Höhe der ehemaligen A61 parallel zur Hochstraße weiter gen Osten. Der unter Kapitel 2.1.3 erwähnte Windpark im Norden des Tagebau Garzweiler besteht aus sieben Windrädern. Davon befinden sich drei Windräder südlich der Hochstraße und vier nördlich der Hochstraße (s. Anlage B-2.2). 2.3 Planungen und planerische Vorgaben Dritter 2.3.1 Raumordnungs-/ Regionalplanung Die Bezirksregierungen Köln und Düsseldorf stellen die Regionalpläne für den betrachteten Suchraum auf. Beide Regionalpläne sind in Abbildung 5 dargestellt. In den Regionalplänen werden Flächen für die folgenden Schutzgüter sowie Nutzungen festgelegt: x Schutz der Landschaft und landschaftsorientierte Erholung x Grundwasser- und Gewässerschutz x Regionale Grünzüge x Freiraumbereich für zweckgebundene Nutzung, Wald x Vorwiegend überregionale und regionale Verkehrsinfrastruktur Der Vollständigkeit halber sei darauf hingewiesen, dass die ausgewiesenen Abbauflächen für den Braunkohletagebau nicht mehr dem aktuellen Stand entsprechen. Die ausgewiesenen Straßen für den vorwiegend überregionalen und regionalen Verkehr stellen die L354n im Bestand (durchgezogen rot) und die Bedarfsplanmaßnahmen ohne räumliche Festlegung (gestrichelt rot) dar. Entlang der Niers auf dem Teilabschnitt zwischen der Köhmmündung und der A46 ist ein rund 500 m breiter Streifen als regionaler Grünzug ausgewiesen. Dieser grenzt östlich an die L277 und umschließt Teile der Ortschaft Wanlo. Flächen zum Schutz der Landschaft und für landschaftsorientierte Erholung liegen entlang der Gewässer Wahnbuschgraben, Holzweiler Fließ, Köhm und Niers im Bereich des Suchraums vor. Sie umschließen teilweise größere Vorländer als auch Flächen mit Wohnbebauung. Südlich der L354n sind Flächen zum Grundwasser- und Gewässerschutz ausgewiesen. Diese umfassen die Ortschaft Keyenberg, Unterwestrich und Teilgebiete von Kuckum. Der Wahnbuschgraben, das Holzweiler Fließ sowie Abschnitte der Niers liegen innerhalb der ausgewiese- nen Flächen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 10 von 113 Abbildung 5: Ausschnitt aus den Regionalplänen der BR Köln und der BR Düsseldorf [1] 2.3.2 Flächennutzungspläne Die relevanten Flächennutzungspläne (FNP) für den Suchraum wurden von den Städten Erkelenz und Mönchengladbach aufgestellt. Die FNP stellen die festgelegte Flächennutzung bereits bebauter Gebiete und zukünftig vorgesehene Nutzungen in der städtebaulichen Entwicklung dar. Im Flächennutzungsplan der Stadt Erkelenz [2] sind im Suchraum geschützte Landschaftsbestandteile und Wasserschutzgebiete vorhanden (s. Abbildung 6). Das Haus Keyenberg im Norden der Ortschaft Keyenberg und an der Köhm gelegen ist als geschützter Landschaftsbestandteil ausgewiesen. Geschützte Landschaftsbestandteile sind Einzelelemente wie Bäume, Baumgruppen oder Obstwiesen, die dem Schutzzweck der Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushaltes sowie der Erhaltung und Wiederherstellung von Vielfalt, Eigenart und Schönheit der Landschaft dienen. Südlich von Keyenberg liegt ein Wasserschutzgebiet mit den Zonen I bis III. Die Zonen I und II liegen teilweise in der zukünftigen Seefläche des Tagebausees. Die Zone II erstreckt sich von Keyenberg bis Unterwestrich. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 11 von 113 Abbildung 6: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Erkelenz [2] Der FNP der Stadt Mönchengladbach (s. Abbildung 7) sieht auf den umliegenden Flächen der Ortschaft Wanlo größtenteils landwirtschaftliche Nutzung vor. Ein geschützter Landschaftsbestandteil liegt auf der Fläche des Wanloer Friedhofs vor, sowie auf den östlich und westlich liegenden Flächen mit Obstbaumbestand. Die im FNP dargestellten Hauptabwasserleitung (AW), Hochspannungsleitung (110 KV) und Flächen des Windparks sind in Kapitel 2.2 beschrieben. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 12 von 113 Abbildung 7: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der Stadt Mönchengladbach [3] 2.3.3 Bebauungspläne Ergänzend zu den Informationen aus den Flächennutzungsplänen liegen aus allen betroffenen Verwaltungsbereichen aktuelle Bebauungspläne vor. Sie stellen im Rahmen der Bauleitplanung eine weitere Konkretisierung der geplanten Flächennutzung gemäß FNP dar. Bei der Stadt Mönchengladbach liegen für die Ortschaft Wanlo Bebauungspläne vor (s. Abbildung 8). Im Bereich des Niersverlaufs liegt im Bereich des Golfplatzes ein Bebauungsplan vor, der auf einem kurzen Abschnitt an die Niers grenzt [3]. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 13 von 113 Abbildung 8: Überblick über die Gebiete mit vorhandenen Bebauungsplänen (blau) der Stadt Mönchengladbach [3] Bebauungspläne der Stadt Erkelenz sind im Bereich der Köhm oder Niers nicht vorhanden. Es bestehen aber eine Innenbereichssatzung und ein Bebauungsplan für die Ortschaft Keyenberg (s. Ab- bildung 9). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 14 von 113 Abbildung 9: Überblick über die Gebiete mit vorhandenen Bebauungsplänen (rot) und Innenbereichssatzungen (grau), Stadt Erkelenz [18] 2.3.4 Landschaftspläne Im Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach (s. Abbildung 10) ist eine Festlegung von Schutzgebieten, geschützter Landschaftsbestandteile und Maßnahmenvorhaben enthalten. Seit Ende 2023 ist die 3. Änderung des Landschaftsplanes Mönchengladbach in Kraft getreten [14]. Die Inhalte der Landschaftspläne mit Restriktionswirkung für das hier verfolgte Vorhaben sind zudem in Karte B-2.3 dargestellt. Im Gebiet der Stadt Mönchengladbach liegt der geschützte Landschaftsbestandteil LB80 (nach § 29 BNatSchG). Weiterhin liegen im Suchraum Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen vor, die aus dem Anlegen von Biotopen, Anpflanzungen von Baumgruppen und Einzelbäumen bestehen. Östlich von Wanlo liegt ein Maßnahmenraum für Fließgewässer und ihre Auen im Entwurf vor. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 15 von 113 Abbildung 10: Ausschnitt aus dem Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach [14] Der Landschaftsplan der Stadt Erkelenz (Stand: 26.07.2017, s. Abbildung 11) weist das Haus Keyenberg (Velderhof) als geschützten Landschaftsbestandteil (LB 2.4-14) aus. Die Hofeingrünungsbestandteile mit Grabenanlage, Park und Allee stellen den geschützten Bestandteil dar. Der Schutzzweck des LB gemäß § 21 LG wird begründet durch: x die Erhaltung oder Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts oder der Nutzungsfähigkeit der Naturgüter, x wegen der Vielfalt, Eigenart oder Schönheit des Landschaftsbildes oder x wegen ihrer besonderen Bedeutung für die Erholung. Maßnahmen zum Baumbestand und/ oder Wiederaufforstungen werden im Landschaftsplan dokumentiert. Ebenso ist der Zourshof als geschützter Landschaftsbestandteil (LB 2.4-13) ausgewiesen. Hier stellt die Hofeingrünung mit Grabenanlage, Teich und Park den geschützten Bestandteil dar. Folgende Alleen werden mit ihren Maßnahmen in den Landschaftsplan mit aufgenommen: x 5.1-33 Hochstammreihe mit Bäumen aus Arten der Gehölzliste II (langfristige Maßnahme) x 5.1-34 Ergänzung der vorhandenen Lindenallee mit Hochstämmen, Linde (vordringliche Maßnahme) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 16 von 113 Zur Wiederaufforstung zählen die Maßnahmen 4.3-2 und 4.3-3. Sie sehen die Beibehaltung des Bestandes mit Laubholz (§ 25 Buchst. b. LG) und des Landschaftsschutzgebietes (§ 21 LG) vor. Das Landschaftsschutzgebiet „Niersquellgebiet“ (2.2-1) ist in Abbildung 11 im Bereich der Köhm und Niers dargestellt. Abbildung 11: Landschaftsplan Stadt Erkelenz im Suchraum [18] 2.3.5 Planungen im Rahmen des Tagebaus Garzweiler Im Rahmen der Planung des Tagebaus Garzweiler ist nach Informationen der RWE Power AG der Bau der Tagebaurandstraße L354n zwischen Venrath und Wanlo vorgesehen (s. Kap. 2.2 und 2.3.1). Zum Zeitpunkt der Ortsbegehung war ein Teil der Neubaustrecke bereits umgesetzt. Sie ist in der ursprünglichen Planung vorgesehen zum Ersatz der K19 und L277 und zur Anbindung der Ortschaften Kaulhausen, Venrath und Wanlo an die A46. Weiterhin sind Planungen zu Ver- und Entsorgungsleitungen der umliegenden Ortschaften sowie der Tagebaurandgewässer zu erwarten. Hierzu lagen zum Zeitpunkt der Studie keine weiteren Informationen vor. In weiteren Planungsschritten sollte die möglichen Planungen Berücksichtigung finden. 2.3.6 Sonstige Planungen Dritter Planungen Dritter sind zum Zeitpunkt der vorliegenden Machbarkeitsstudie nicht bekannt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 17 von 113 2.4 Natur und Landschaft 2.4.1 Naturräumliche Gegebenheiten Das Landschaftsbild ist durch den Charakter der Niederrheinischen Bucht mit einem relativ flachen Gelände und breiten Talniederungen mit Terrassenflächen des Rheins geprägt. Aufgrund der Lössvorkommen wird intensiv Landwirtschaft betrieben – so auch im Bereich des Suchraums, der heute durch intensive Landwirtschaft und den Braunkohleabbau geprägt ist. Das Landschaftsbild unterliegt durch den Braunkohletagebau auch in den kommenden Jahrzehnten einer fortlaufenden Abweichung von den ursprünglichen Gegebenheiten. 2.4.2 Vorhandene Biotopstrukturen Für die vorliegende Studie wurden zu Dokumentation der vorhandenen Biotopstrukturen die einschlägigen vom Land NRW (LANUV) veröffentlichten Geodaten (Stand: 11/2023) berücksichtigt. Eine Zusammenstellung dokumentierter Biotopstrukturen befindet sich zudem in Karte B-2.3. Geschützte Biotope Gemäß Geodaten sind im Suchraum keine gesetzlich geschützten Biotope nach § 30 BNatSchG i. V. m. § 42 LNatSchG NRW vorhanden. Schutzwürdige Biotope (Biotopkataster) Schutzwürdige Biotope sind nicht gesetzlich geschützt, werden hier aber aufgrund des fachlichen Zusammenhangs mit aufgeführt, wenngleich ihnen keine qualifizierte Bedeutung zukommt. Im Suchraum befinden sich drei schutzwürdige Biotope. Das Biotop mit der Bezeichnung „Niersniederung bei Wanlo“ (BK-4904-100) befindet sich mit der gesamten Fläche von rd. 21,5 ha im Suchraum. Als Schutzziel ist definiert „der Erhalt eines vielfältig strukturierten Kulturlandschaftskomplexes im Nierstal als Refugialbiotop innerhalb einer weiträumigen, intensiv ackerbaulich genutzten Bördelandschaft“. Das zweite Biotop „Niersaue westlich von Keyenberg“ (BK-4904-014) befindet sich mit einer Teilfläche von rd. 13 ha (Gesamtfläche: 16 ha) im südwestlichen Teil des Suchraums zwischen den Ortschaften Keyenberg und Kuckum. Hier lautet das Schutzziel „Erhaltung und Optimierung eines sich aus der extrem verarmten Ackerbaulandschaft heraushebenden Wald-Grünlandbereiches mit Fließ- und Stillgewässern als Lebensraum u. a. für Pirol und Hohltaube“. Das dritte Biotop „Baumbestand am Zourshof“ (BK-4904-011) befindet sich mit einer Fläche von rd. 2 ha am südwestlichen Rand des Suchraums. Das Schutzziel lautet „Erhalt und Optimierung des alten Gehölzbestandes und des Grabens am Zourshof als Trittsteinbiotop in der überwiegend intensiv landwirtschaftlich genutzten bzw. besiedelten Umgebung und als Lebensraum u.a. für Höhlenbrüter und Amphibien“. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 18 von 113 Biotoptypen Im Suchraum der vorliegenden Studie sind vier Streuobstwiesen (BT-MG-00306, BT-MG-00307, BT- MG-00308, BT-MG-00309) und ein Streuobstgarten (BT-HS-01103) im Verzeichnis der Biotoptypen in den Geodaten eingetragen (s. Abbildung 12). Abbildung 12: Biotoptypen im Suchraum [15] Biotopverbundflächen Im und um den Planungsraum befinden sich drei Biotopverbundflächen mit besonderer Bedeutung (s. Anlage B-2.3 und Abbildung 12). Den Biotopverbundflächen wird ein langfristiger Fortbestand unterstellt, sodass sie hier planerisch berücksichtigt werden. In den heutigen Biotopverbundflächen sind für die Zukunft, ihrer Funktion entsprechend, weitere Entwicklungen von Biotopstrukturen zu erwarten. Dem Verlauf der Niers folgend von der Mündung der Köhm bis zur A46 liegt die Verbundfläche VB-D- 4904-001 „Niersniederung“ vor. Die Fläche der Verbundfläche umfasst rd. 39,7 ha. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 19 von 113 Weiterhin liegt von der Niersquelle bei Kuckum entlang der Niers und dann der Köhm folgend bis zur L277 die Verbundfläche VB-K-4904-001 „Niersaue bei Keyenberg“ mit einer Fläche von rd. 66,8 ha vor. Zwischen der L277 und der ehemaliger Autobahntrasse, nach Süden fortsetzend, sowie Flächen im Tagebau sind als Verbundfläche VB-K-4905-100 „Gehölz- und Grabenstrukturen bei Keyenberg und Borschemich“ ausgewiesen, die eine Fläche von rd. 36,5 ha umfasst. Biotopverbundflächen mit herausragender Bedeutung liegen im Suchraum gemäß Geodaten nicht vor. Abbildung 13: Biotopverbundflächen mit besonderer Bedeutung [grün] [15] Alleen Im Umfeld des Suchraums sind drei eingetragene Alleen vorhanden (s. Abbildung 13). Sie verlaufen entlang der Straße L277 (AL-MG-0043, AL-HS-0023) und der Hochstraße südlich der A46 (AL-MG- 0033). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 20 von 113 Abbildung 14: Alleen [pink] im Umfeld des Planungsraums [15] Renaturierter Niersabschnitt „Stahlenend“ Die Renaturierung der Niers im Bereich Stahlenend ist die zweite Maßnahme am Oberlauf, die nach den Vorgaben des Gewässerauenkonzeptes des Niersverband 2008 umgesetzt wurde. Der insgesamt 1,6 km lange Abschnitt beginnt südlich der A46 im Ortsteil Wanlo und endet nördlich der Plattenstraße. Das mäandrierende Gewässer wurde seitdem sich selbst überlassen. Es steht eine breite Primäraue als Entwicklungsraum zur Verfügung. Gehölzpflanzungen wurden nur punktuell als Initialmaßnahmen durchgeführt. Zur strukturellen Anreicherung wurde örtlich Totholz eingebracht. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 21 von 113 Abbildung 15: Renaturierter Niersabschnitt „Stahlenend“ (Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach [14]) Vorhandene Kartierungen Floristische Kartierungen oder Biotoptypenkartierungen liegen zum Zeitpunkt der Erstellung dieser Studie für den Suchraum nicht vor. 2.4.3 Arten Es liegt eine Kartierung vor [16], die im Rahmen einer artenschutzrechtlichen Prüfung anlässlich des geplanten Neubaus einer Abwassertransportleitung zwischen Erkelenz-Holzweiler und Mönchengladbach-Wanlo durchgeführt wurde. Der Untersuchungsraum der Kartierung deckt den Suchraum dieser Studie ab. Die vorhabenbezogene Erfassung der Artengruppe Vögel und planungsrelevanter Amphibienarten erfolgte im Jahr 2020. Es wurden verschiedene nicht-planungsrelevante und planungsrelevante Renaturierter Niersabschnitt „Stahlenend“ RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 22 von 113 Brutvogelarten kartiert. Für die planungsrelevanten Amphibienarten sind keine Bereiche vorhanden, in denen mit Individuen zu rechnen ist. Eine weitere Studie [19] wurde im Rahmen der bergbaulichen Inanspruchnahme (Stand 2013) zur Maßnahmenumsetzung und Monitoring im Tagebauvorfeld im Jahr 2017 vorgelegt. Diese Studie umfasst auch die Ortschaft Keyenberg und südlichere Flächen. Sie kommt zu dem Schluss, dass keine Änderungen oder Ergänzung der Maßnahmenplanung im artenschutzrechtlichen Fachbeitrag mit dem dazugehörigen Schutzmaßnahmenkonzept notwendig werden. 2.4.4 Geologie und Boden Im Suchraum und im Umfeld liegen verschiedene schutzwürdige naturnahe Bodenarten vor (s. Abbildung 14). Größtenteils ist Boden mit natürlicher Bodenfruchtbarkeit vorhanden. Dieser stellt eine hohe und sehr hohe Schutzwürdigkeit dar. Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen, die eine wichtige Kühlfunktion besitzen, liegen entlang der Niers im Bereich der Ortschaft Wanlo vor. Vereinzelt liegen Sand- oder Schuttböden mit hoher Schutzwürdigkeit gewässernah an der Köhm und der Niers vor. Abbildung 16: Schutzwürdige Böden im Suchraum. fruchtbare Böden mit hoher bzw. sehr hoher Funktionserfüllung [braun bzw. braun und schwarz gestreift], Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen [orange gestreift], Moorböden [grün] und Sand- oder Schuttböden mit hoher Schutzwürdigkeit [hellgelb]. Datengrundlage: [15] RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 23 von 113 2.4.5 Schutzgebiete Schutzgebiete sind in Karte B-2.3 dargestellt. Eine Beschreibung der Gebiete getrennt nach Schutzzweck erfolgt an dieser Stelle. Landschaftsschutzgebiete Im Planungsraum befinden sich die zwei Landschaftsschutzgebiete, die sich entlang der Köhm und der Niers erstrecken. Das LSG-4904-0003 „LSG-Niersquellgebiet“ umfasst mit einer Größe von rd. 161 ha die Flächen der Niersquelle bei Kuckum und das erweiterte Köhmtal nördlich der Ortschaft Keyenberg. Der Schutzstatus besteht seit 1985. Das LSG-4804-0007 „LSG-Niersaue Wickrath“ umfasst die Mündung der Köhm in die Niers und erstreckt sich entlang der Niers in nördlicher Richtung bis über die A46 hinaus. Das Schutzgebiet hat eine Größe von rd. 317 ha. Der Schutzstatus besteht seit 1995. Das Schutzziel der sich im Suchraumraum befindenden Landschaftsschutzgebiete ist die Erhaltung und Wiederherstellung der Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, insbesondere wegen der Bedeutung für den Biotopverbund zum Erfttal und den Bördenbereichen, der vorhandenen Reststrukturen naturnaher Lebensräume für Pflanzen und Tiere sowie der wasserwirtschaftlichen Bedeutung (Selbstreinigungsvermögen, Grundwasserneubildung, Retentionsfunktion) zur Erhaltung des Fließgewässerökosystems. So ist im LSG-4804-0007 innerhalb des Suchraums bereits bspw. ein Abschnitt der Niers auf einem rd. 500 m langen Teilabschnitt oberhalb der A46 renaturiert worden. Der Teilabschnitt zeichnet sich durch ein weitgehend naturnahes Quer- und Längsprofil aus (Sohl- und Uferstrukturen überwiegend maximal mäßig verändert gem. Gewässerstrukturkartierung 2020; ELWAS). Weitere Informationen zu vorkommenden Tier- und Pflanzenarten in diesem Abschnitt liegen nicht vor. Der Teilabschnitt ist in den Geodaten des Landes nicht als geschützt oder schutzwürdig geführt. Naturschutzgebiete Im Suchraum befinden sich keine Naturschutzgebiete. Unmittelbar nördlich des Suchraums grenzt jenseits der Autobahn A46 das Naturschutzgebiet „Finkenberger Bruch“ (MG-010) an die Niers mit einer Fläche von rd. 30 ha. Als Schutzzwecke sind ausgewiesen u.a. „Schutz, Erhaltung und Regeneration des Feuchtgebietes als Quellbereich der RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 24 von 113 Niers“ sowie „Sicherung und Entwicklung der Auen- und Bruchwald-Vegetation, der standorttypischen Hochstaudenfluren, der Kleingewässer und Teiche“. Abbildung 17: Lage des Naturschutzgebiets „Finkenberger Bruch“ (MG-010) FFH- und Vogelschutzgebiete (Natura 2000) FFH- oder Vogelschutzgebiete liegen im Suchraum, sowie im nahen Umfeld, nicht vor. Wasserschutzgebiete Trinkwasserschutzgebiete sind im erweiterten Umfeld des Suchraums vorhanden (s. Abbildung 18). Das festgesetzte Trinkwasserschutzgebiet Wickrath (Objekt-ID 2226) liegt nördlich der A46 und westlich der Niers und damit außerhalb des Suchraums. Die Schutzzone III erstreckt sich nach Süden bis auf Höhe des Parkplatzes Herrather Linde an der A46. Das geplante Trinkwasserschutzgebiet Holzweiler (Objekt-ID 194) grenzt mit der Schutzzone III südlich an die Köhm und schließt die Quellregion der Niers mit ein. Außerhalb des Suchraums schließen im Norden bei Wickrath und im Westen nahe Erkelenz weitere Wasserschutzgebiete an. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 25 von 113 Abbildung 18: Wasserschutzgebiete im Umfeld des Planungsraums [15] Denkmalschutz Im Suchraum liegen sowohl Denkmäler als auch Bodendenkmäler vor. Diese sind in Anlage B-2.3 dargestellt. Im Gebiet der Stadt Mönchengladbach liegen im Suchraum Denkmäler als bestehende Bebauung vor wie beispielsweise Hofanlagen, Kirchen oder Wohngebäude, sowie Wegekreuze und Friedhöfe vor. Die Denkmäler befinden sich hauptsächlich innerhalb der Ortslage Wanlo. Der Friedhof und ein Wegekreuz liegen östlich von Wanlo nahe der ehemaligen A61. Nach Informationen der Stadt Erkelenz liegt ein Bodendenkmal im Bereich des Haus Keyenberg vor. Im Rahmen von Ausschachtungen auf dem Grundstück wurden ehemalige Bestandteile historischer Bebauung gefunden. Der Gesamtkomplex ist gemäß Auskunft von erheblicher archäologischer Relevanz, dar mit einer Siedungskontinuität spätestens seit dem 9. Jh. zu rechnen ist. Weiterhin sind das Haus Keyenberg (Wohnhaus und Vorhof) und der Zourshof (Wohnhaus) in der Liste der Baudenkmäler eingetragen und stehen unter Denkmalschutz. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 26 von 113 2.5 Baugrund 2.5.1 Verfügbare Unterlagen Seitens RWE Power stehen exemplarisch acht Bohrprofile bis zu einer Tiefe von maximal 227 m zur Verfügung, die Informationen zur Baugrundzusammensetzung im Suchraum liefern. Die Standorte der Bohrungen sind in Anlage B–2.1 dargestellt. Des Weiteren steht ein Lagerstättenmodell zur Verfügung, in dem alle Bohrungsdaten von diesem Bereich enthalten sind. Exemplarisch ist in Abbildung 16 ein Auszug aus einem Bohrprofil (Nr. 14/361/2015) bis zu einer Tiefe von 50 m dargestellt. Bei den vorliegenden Bohrprofilen handelt es sich vorwiegend um sandige und kiesige Böden. Bindige Substrate wie Lößlehm oder Schluff, stehen unterhalb des Mutterbodens mit einer Mächtigkeit von rd. 4,0 m an. Die Mächtigkeit des Oberbodens beträgt im Mittel rd. 0,5 m. Abbildung 19: Auszug aus dem Bohrprofil Nr. 14/361/2015 (s. Karte B-2.1) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 27 von 113 2.5.2 Bergbauliche Besonderheiten Als bergbauliche Besonderheit treten im gesamten Suchraum langfristige Geländebewegungen auf. Diese werden auf Grundlage des LANUV-Prognose-DGM berücksichtigt (s. Kap. 2.1.2). Weitere Informationen zu bergbaulichen Besonderheiten liegen nicht vor. 2.5.3 Mechanische Baugrundbeschaffenheit Besondere Informationen zur mechanischen Baugrundbeschaffenheit liegen nicht vor. Für die vorliegende Bearbeitung wird von typischen Baugrundeigenschaften der gemäß Kap. 2.5.1 anzutreffenden Substrate ausgegangen. 2.5.4 Chemische Baugrundbeschaffenheit Informationen zur chemischen Baugrundbeschaffenheit liegen nicht vor. Vorhandene Angaben zu Altlasten und Bodenverunreinigungen sind in Kap. 2.6.1 zusammengefasst. 2.6 Vorbelastungen 2.6.1 Altlasten, Verunreinigungen und Verfüllungen Im Suchraum sind nach jetzigem Kenntnisstand mehrere Altlast- / Altlastverdachtsflächen vorhanden. Diese sind in Anlage B-2.2 dargestellt. Im Suchraum sind zwei Altlast- / Altlastverdachtsflächen relevant. Für den Kreis Heinsberg liegt eine vollständige Auskunft vor. Bei der Altlastverdachtsfläche nördlich der Köhm und südlich der L 354n handelt es sich um eine Altablagerung, die primär mit Hausmüll verfüllt wurde und ca. 6 m tief ist. Eine abschließende Untersuchung der Altablagerung ist noch nicht erfolgt. Im Gebiet der Stadt Mönchengladbach befindet sich eine Altablagerung nördlich der L 354n und östlich der Niers. Sie reicht bis auf rd. 40 m an den Verlauf der Niers heran. Die Altablagerung wurde zwischen 1965 und 1973 als Abfalldeponie betrieben. Weitere vorhandene Altlastverdachtsflächen befinden sich in der Ortslage Wanlo. 2.6.2 Kampfmittel Angaben zu Kampfmittel standen für die vorliegende Studie nicht zur Verfügung. Anfragen zu konkreten Luftbildauswertungen unterbleiben im Rahmen dieser Studie, weil die zuständigen Ordnungsämter erst mit einem konkreten Trassenverlauf kontaktiert werden sollen, wie sie als Ergebnis eines raumordnerischen Verfahrens vorliegen werden. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 28 von 113 2.7 Wasserwirtschaft 2.7.1 Niederschlag Niederschlagshöhen und -spenden nach KOSTRA-DWD [4] sind Anlage A-3.1 zu entnehmen. 2.7.2 Hydrologie von Köhm und Niers Die Niers entspringt im Suchraum südlich der Ortschaft Kuckum aus dem Kaulhauser Fließ (Fkm 114+200). Die Niers verlässt den Suchraum bei Fkm 110+685 auf Höhe der A46 und nimmt in ihrem Verlauf die Köhm und das Venrather Fließ auf. In die Köhm fließen das Holzweiler Fließ und in dieses der Wahnbuschgraben. Im Verlauf bis zur A46 sind keine Pegel im Gewässer vorhanden. An der Quelle (Zourshof) wird der Abfluss der Niers durch Zugabe von rd. 10 m³/h bzw. 2-3 l/s Sümpfungswasser gestützt. Der Abfluss wird derzeit außerdem hauptsächlich durch Sümpfungswasser des Tagebaus Garzweiler gespeist. Neben einer Einleitung von Sümpfungswasser in die Köhm (Einleitstelle GF0008) wird im Suchraum auch aufbereitetes Sümpfungswasser aus dem Ökowasserwerk Wanlo in die Niers (Einleitstellen ND0051 und ND0052) eingeleitet (s. Abbildung 20). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 29 von 113 Abbildung 20: Direkteinleitungen von aufbereitetem (ND0051, ND0052) und nicht aufbereitetem (GF0008) Sümpfungswasser des Tageba us Garzweiler (RWE). Für die jeweiligen Teileinzugsgebiete (s. Abbildung 21) sind die Abflüsse der Niers (MQ und HQ 1) in der untenstehenden Tabelle 1 aufgeführt. Die Bestandsdaten wurden durch den Niersverband zur Verfügung gestellt. Auf Höhe der Plattenstraße führt die Niers im Falle eines 1-jährlichen Hochwasserereignisses 0,812 m³/s (HQ1). Der Mittelwasserabfluss (MQ) beträgt dort rd. 50 l/s. Die Köhm trägt davon rd. die Hälfte – 24 l/s bei MQ und 0,441 m³/s bei HQ1 – zum Niersabfluss bei. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 30 von 113 Tabelle 1: Abflüsse (MQ, HQ 1) der Niers und ihrer Nebengewässer im Suchraum. Gewässer-Stationen in GSK3c. Quelle: Niersverband Wockerather Fließ Stat. Zufluss Stat. Abfluss MQ- Zufluss HQ1- Zufluss Teileinzugsgebiete [m] [m] [m³/s] [m³/s] 11200_9000 1.293 658 0,013 0,184 11230_1000 658 581 0,013 0,506 11250_1000 581 0 0,021 0,436 Kückhover Fließ Stat. Zufluss Stat. Abfluss MQ- Zufluss HQ1- Zufluss Teileinzugsgebiete [m] [m] [m³/s] [m³/s] 11220_5000 3.730 3.005 0,000 0,117 11220_7000 3.005 1.486 0,000 0,191 11220_9000 1.486 0 0,001 0,408 Köhm Stat. Zufluss Stat. Abfluss MQ- Zufluss HQ1- Zufluss Teileinzugsgebiete [m] [m] [m³/s] [m³/s] 11430_1000 317 0 0,024 0,441 Niers Stat. Zufluss Stat. Abfluss MQ- Zufluss HQ1- Zufluss Teileinzugsgebiete [m] [m] [m³/s] [m³/s] 11270_1000 113.914 113.474 0,024 0,438 11290_9000 113.474 112.722 0,025 0,459 11500_1000 112.722 111.828 0,049 0,820 11500_9000 111.828 111.427 0,050 0,812 Venrather Fließ Stat. Zufluss Stat. Abfluss MQ- Zufluss HQ1- Zufluss Teileinzugsgebiete [m] [m] [m³/s] [m³/s] 11600_9000 1.764 0 0,000 0,210 RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 31 von 113 Abbildung 21: Teileinzugsgebiete [Magenta] im Suchraum (vgl. Tabelle 1). Quelle: Niersverband 2.7.3 Sohl- und Wasserspiegellagen von Köhm und Niers Das Sohlgefälle der Köhm beträgt gemäß LANUV-Prognose-DGM (s. Kap. 2.1.2) etwa 2,0 ‰. Das Querprofil der Köhm stellt sich relativ regelmäßig als steil geböschter (1:1 bis 1:1,2), rd. 1 m breiter Graben mit einer Tiefe von ca. 0,5 bis 1,0 m dar (s. Abbildung 22 und Abbildung 23). Der bordvolle Abfluss der Köhm ergibt sich unter der Annahme einer absoluten Rauheit von 0,1 m überschlägig zu 2,2 m³/s. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 32 von 113 Abbildung 22: Die Köhm westlich der L277. Abbildung 23: Die Köhm auf Höhe des Haus Keyenberg Es liegen Vermessungsdaten der Niers vor, die vom Niersverband zur Verfügung gestellt wurden. In Abbildung 24 sind die derzeitigen Sohlhöhe der Niers im Suchraum dargestellt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 33 von 113 Im Bereich der Niers treten gemäß LANUV-Prognose-DGM Geländehebungen auf, die zwischen 0,03 und 0,26 m liegen (vgl. Kap. 2.1.2). Diese Geländehebungen wurden bei der Ermittlung von Trassenvarianten in der Form berücksichtigt, dass sie durch räumliche Verschneidung auf die Bestandshöhen der Nierssohle hinzuaddiert wurden. Insgesamt überwindet die Niers im Suchraum auf einer Strecke von rd. 4 km einen Höhenunterschied von rd. 10 m. Das mittlere Sohlgefälle beträgt damit rd. 2,5 ‰ und ist damit etwas größer als das Sohlgefälle der Köhm im Suchraum. Abbildung 24: Längsschnitt der Sohlhöhen der Niers zwischen Flusskilometer rd. 110,5 – 114,5 (GSK3e) Das Querprofil der Niers stellt sich oberhalb der Köhmmündung als rd. 0,5 Meter breiter flacher Graben (Tiefe < 0,5 m) mit breiten Auen dar (s.). Unterhalb der Köhmmündung ist der Graben deutlich breiter (rd. 1,0 m). Die Ufer sind weiterhin relativ flach (Tiefe < 1 m) und die Auen breit (s. Abbildung 25 und Abbildung 26). Der bordvolle Abfluss der Niers ergibt sich unter der Annahme einer absoluten Rauheit von 0,1 m überschlägig zu 2,4 m³/s. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 34 von 113 Abbildung 25: Die Niers oberhalb der Köhmmündung (Blickrichtung Süden). Abbildung 26: Die Niers unterhalb der Köhmmündung (Blickrichtung Süden). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 35 von 113 2.7.4 Grundwasser Die RWE Power AG betreibt zur Berechnung von Grundwasserständen eigene numerische Grundwassermodelle. Vorläufige Ergebnisse zur aktuellen Tagebauplanung mit einem finalen Seewasserspiegel von +66 m NHN liegen für zwei unterschiedliche Szenarien vor (s. Abbildung 27): x Ableitungstrasse im Geländeeinschnitt (freier Ablauf) x Ableitungstrasse an der Geländeoberfläche (ohne Geländeeinschnitt) Abbildung 27: Grundwassergleichen im stationären Endzustand [dunkelblau: mit Geländeeinschnitt; grün: ohne Geländeeinschnitt] ( Quelle: RWE) Im Südwesten des Suchraums liegen mit rd. 67,5 m NHN die höchsten Grundwasserstände vor. Nach Nordosten hin – parallel zur Nordwestflanke des Tagebausees – nehmen die Grundwasserstände bis auf rd. 63 m NHN auf Höhe der A46 ab. Bedingt durch den Geländeeinschnitt liegen die Grundwassergleichen bei freiem Ablauf lokal etwas tiefer. Die im Suchraum vorhanden Gewässer werden vor dem Hintergrund dieser Ergebnisse auch in Zukunft keinen Grundwasseranschluss erhalten. Die einzige Ausnahme stellt die Niers dar, die auf ihrem Fließweg etwa ab der Höhe Plattenstraße (mit Geländeeinschnitt) bzw. der Autobahn A46 (ohne Geländeeinschnitt) wieder Anschluss an das Grundwasser erhalten wird. Das NSG Finkenberger Bruch nördlich des Suchraums (s. Kap. 2.4.5) wird demnach unabhängig von der Ablauftrasse wieder an das Grundwasser angeschlossen. Die Berechnungen von RWE legen dar, dass am Pegel Wickrathberg, der zur Prüfung des Mindestabflusses im NSG herangezogen wird, in beiden Fällen die A46 RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 36 von 113 erforderlichen 5,7 Mio. m³ pro Jahr erreicht werden (mit Geländeeinschnitt: ~6 Mio. m³ pro Jahr; ohne Geländeeinschnitt: ~5,7 Mio. m³ pro Jahr). Im Vorgriff auf die Ergebnisse des Variantenstudiums sei an dieser Stelle bereits erwähnt, dass die ermittelten Freiablauftrassen, im Gegensatz zu den bestehenden bzw. sich an der Geländeoberfläche befindenden Gewässern, durch ihren Geländeeinschnitt in unterschiedlichem Maße Grundwasserkontakt erhalten werden. Das Grundwassermodell prognostiziert für diese Varianten einen Grundwasserzustrom (Exfiltration) über die Fließstrecke von ca. 1 Mio. m³ pro Jahr, also rd. 30 l/s im Betrachtungsraum und etwa 60 l/s bis zum Pegel Wickrathberg. Die Varianten ohne Geländeeinschnitt erhalten dagegen im Suchraum keinen Grundwasserkontakt. Hier sind im weiteren Planungsverlauf ggf. Maßnahmen zur Reduzierung von Grundwasserinfiltration z. B. durch Abdichtung auf der Fließstrecke zu ergreifen. Eine Beeinflussung der aufgestellten Trassenvarianten durch Grundwasserexfiltration wird auf Grundlage der Grundwassergleichen im Rahmen des Variantenvergleichs in Kap. 5.4.2 ermittelt und mit den Ergebnissen des RWE-Grundwassermodells validiert. 2.7.5 Überschwemmungsgebiete Im Suchraum liegen keine festgesetzten Überschwemmungsgebiete der Niers oder anderer Fließgewässer vor. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 37 von 113 3 Leitbilder, Entwicklungs- und Planungsziele 3.1 Überblick Im Folgenden werden die Entwicklungsziele für das Gewässerausbauvorhaben hergeleitet. Das Vorgehen erfolgt in Anlehnung an die „Blaue Richtlinie NRW“. Demnach findet im ersten Schritt die Bestimmung des naturwissenschaftlichen Leitbilds statt. Die Entwicklungsziele ergeben sich im nächsten Schritt aus dem Verschnitt des Leitbilds mit den bestehenden Restriktionen. 3.2 Leitbilder 3.2.1 Fließgewässertypologisches Leitbild Die Bestimmung des Leitbildes für ein Fließgewässer ist einer von drei zentralen Verfahrensschritten bei der Planung von Maßnahmen für die naturnahe Entwicklung von Fließgewässern [6]. Das Leitbild fungiert dabei in dieser Studie, die den Neu- bzw. Umbau eines Gewässers zum Ziel hat, als Grundlage für die Entwicklungs- und Planungsziele. Allgemein beschreibt das Leitbild nach einer Definition der Länderarbeitsgemeinschaft Wasser (LAWA) „den heutigen potenziell natürlichen Gewässerzustand anhand des Kenntnisstandes über die natürliche Funktion des Ökosystems Fließgewässer“ [7]. Es stellt das Naturpotenzial des Gewässerökosystems auf der Grundlage des Kenntnisstandes über dessen natürliche Funktionen dar. Sozioökonomische Einschränkungen sowie Kosten-Nutzenbetrachtungen werden dabei nicht berücksichtigt. Das Leitbild schließt insofern nur irreversible anthropogene Einflüsse auf das Gewässerökosystem ein. Hierzu zählen beispielsweise Auelehmsedimentation, Bergsenkungen oder großflächige Abgrabungen wie z. B. Tagebaue. Allgemeine Veränderungen der Sohllage werden jedoch nicht als irreversibel angesehen [8]. Das Leitbild ist nicht mit dem natürlichen oder historischen Zustand gleichzusetzen, sondern ein theoretisches Konstrukt des heutigen potenziell natürlichen Gewässerzustandes. Es entspricht den Referenzbedingungen, die in den Vorgaben der EG-Wasserrahmenrichtlinie festgelegt sind. Grundlage für die Erarbeitung des gewässerspezifischen Leitbildes ist die typologische Zuordnung. Zur Entwicklung des Leitbilds wird für den Gewässerausbau die „Blaue Richtlinie“ herangezogen, diese gibt idealplanerische Vorstellungen wider, setzt aber keinen verbindlichen Rahmen. So kann bei Abweichung von den idealplanerischen Vorstellungen dennoch ein ökologisch wertvolles Gewässer entstehen. Die konkrete Leitbildentwicklung ist in Anlage A-4 enthalten. Die einzelnen Schritte werden nachfolgend erläutert. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 38 von 113 Einordnung und allgemeine Eigenschaften nach Typenkarten Der Planungsraum liegt in der naturräumlichen Haupteinheit der Jülicher Börde innerhalb der Großlandschaft Niederrheinische Bucht. Zu den dort befindlichen Fließgewässern, deren vorhandene Größenordnung dem hier verfolgten Gewässerausbau ähnelt, sind Niers, Köhm und Kelzenberger Bach zu zählen (s. Abbildung 27). Alle diese Gewässer entsprechen nach [10] dem NRW- Fließgewässertyp „löß-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften“. Abbildung 28: Auszug aus der Karte der Fließgewässertypen in NRW [10]. Insofern ist es naheliegend, dass auch das Leitbild des neu anzulegenden Fließgewässers im betrachteten Planungsraum einem „löß-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften“ folgt. Dieser Gewässertyp entspricht nach der parallel existierenden, länderübergreifenden Nomenklatur der LAWA dem Gewässertyp 18 „löß-lehmgeprägter Tieflandbach“ [8]. Er ist wie folgt charakterisiert. „Das Löss-lehmgeprägte Fließgewässer der Bördelandschaften ist an seiner natürlichen, stets milchig-trüben Wasserfärbung und an den bindigen, feinklastischen Uferböschungen und Sohlsubstraten zu erkennen, die überwiegend aus feinen, zum Teil zu Klumpen verbackenen Ton- und Schluffteilchen bestehen. Löss-lehmgeprägte Fließgewässer der Bördelandschaften haben eine ausgeprägte Kastenform mit nahezu senkrechten, stabilen Uferkanten und einer uneinheitlichen Uferlinie im Längsverlauf. In Mäanderbögen ist häufig eine Unterschneidung des Prallufers anzutreffen, die im bindigen RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 39 von 113 Lössmaterial jedoch stabil ist. Im Querprofil zeigt das löss-lehmgeprägte Fließgewässer ausgeprägte Tiefenrinnen im Stromstrich mit flachen Uferabschnitten. Die Wassertiefe wechselt auch im Längsverlauf des Gewässers zwischen tiefen und flach überströmten Bereichen. Der Einschnitt des Wasserlaufs im Gelände durch Tiefenerosion ist mit 0,8-1,5 m beträchtlich, weil der Bach selbst bei Niedrigwasser Material von der Sohle aufnimmt. Entsprechend selten und nur bei den höchsten Hochwässern wird die umgebende Aue überflutet. Im Grundwasserarmen / Oberflächenwassergeprägten Bach wechselt regelmäßig ein geringer Trockenwetterabfluss im hydrologischen Sommerhalbjahr mit einem hohen Abfluss im Winterhalbjahr. Dementsprechend ist die Niedrigwasserführung im Verhältnis zum Mittelwasserabfluss gering. Überflutung der Aue bei langjährigem Hochwasser. Sein Wasser ist kalkreich, neutral bis leicht basisch und nährstoffreich.“ Quelle: [8] Abbildung 22 zeigt zwei Fotos von typischen löß-lehmgeprägten Fließgewässern. Abbildung 29: Links: Typisches löß-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften mit unregelmäßig geschlängeltem Verlauf, g roßer Einschnittstiefe und steilen Uferböschungen. Das Wasser ist häufig milchig-trüb (Quelle: [11]). Rechts: Löss-lehmgeprägter Tieflandbach bei leichtem Hochwasser (Quelle: [12]) Neben der rein textlichen Beschreibung lassen sich nach LUA M-17 [11] folgende Merkmale steckbriefhaft festhalten (vgl. auch Anlage A-4, dort Ziff. 3): RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 40 von 113 Morphologie Sohlbreite: 1 – 10 m Talform: Muldental, Sohlen-Muldental Talbodengefälle: 1 – 12 ‰ Sohlgefällestruktur: längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten Strömungscharakteristik Strömungsbild: gemächlich fließend Fließgeschwindigkeit: < 0,1 – 0,6 m/s (0,2 – 0,4 m/s) Kritische Sohlschubspannung: 1 – 12 N/m² Strömungsdiversität: gering bis mäßig Laufentwicklung Laufkrümmung: unregelmäßige Mäander, geschlängelter Verlauf Windungsgrad: 1,5 – 2,0 Längsbänke: Krümmungsbänke Inselbänke (Ansätze) Besondere Laufstrukturen: Totholzverklausungen, Sturzbäume Längsprofil Tiefenvarianz: mäßig bis groß (bei Lößaggregation Wechsel von Schnellen und Stillen; bei großen FG tiefe Kolke hinter Totholzbarrieren, überwiegend Fließstrecken mittlerer Tiefe) Querprofil Bachbettform: Kastenform, unregelmäßige Uferlinie; stabile Steilhänge und Uferunterspülungen Breitenvarianz: gering Einschnittstiefe: 40 – 150 cm (kleine FG), 120 – 200 cm (große FG) Profiltiefe: mäßig tief bis sehr tief Querbänke: selten (Wurfbänke durch Totholzbarrieren) Erosion: vornehmlich Tiefenerosion, stetige Erosion der Sohle auch bei Niedrigwasserführung; beidseitig stabile, gleichförmige Ufer, keine bis schwache Krümmungserosion, keine Breitenerosion Sohlenstruktur Sohlsubstrate: Dominanz von Schluff und Ton, geringe organische Anteile Steine + Kies: 0 – 10 % Sand: 10 – 30 % Schluff + Ton: 60 – 80 %, Tonanteil > 50 %, teilweise Plattenbildung Sohlendynamik: Sohle formstabil; ständige Suspension von Tonpartikeln aus der Sohloberfläche (milchige Wassertrübung) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 41 von 113 Substratdiversität: gering bis mäßig Besondere Sohlenstrukturen: Stillwasserpools, durchströmte Pools, Schnellen Uferstruktur Besondere Uferstrukturen: Nistwände Ausuferungscharakteristik: Überflutung der Aue bei langjährigem Hochwasser Ableitung der potenziell natürlichen Sohlbreite Die Ableitung der potenziell natürlichen Sohlbreite basiert auf der Herstellung einer leitbildkonformen Ausuferungsdynamik. Grundlagen sind x die leitbildkonforme Profiltiefe und Profilform nach den gewässertypspezifischen Leitbildeigenschaften (s. oben), x der Ansatz einer leitbildkonformen Ausuferungsjährlichkeit und x das realisierbare Längsgefälle, das im Idealfall ebenfalls dem Leitbild entspricht. Für den maßgeblichen Ausuferungsabfluss wird diejenige Sohlbreite ermittelt, die unter Normalabflussverhältnissen (Manning-Strickler) soeben zur Ausuferung führt (Fließtiefe = Profiltiefe). Diese Sohlbreite ist eine gute Annäherung an die potenziell natürliche Sohlbreite. Sofern das realisierbare Längsgefälle aufgrund irreversibler Restriktionen vom Leitbildgefälle abweicht, wird die resultierende Sohlbreite in diesem Prozess derart nachjustiert, dass ungeachtet dessen eine leitbildkonforme Ausuferungsdynamik auch ohne weitere Eintiefung des Abflussprofils erhalten bleibt. Die konkreten Berechnungen sind infolge der dargestellten Abhängigkeiten direkt den einzelnen Trassenvarianten zugeordnet und in Kapitel 5.4.4 dokumentiert. Erforderliche Breite des Entwicklungskorridors Die erforderliche Breite des Entwicklungskorridors ergibt sich in Abhängigkeit von der potenziell natürlichen Sohlbreite nach den Empfehlungen der Blauen Richtlinie NRW [6]. Wiederum sind die Ergebnisse in Kapitel 5.2 dokumentiert. 3.2.2 Fischökologisches Leitbild Fischökologisch wird der geplante Gewässerausbau im Planungsraum dem „Schmerlen-Stichlingstyp Niers“ (Fischgewässertyp 16 – FiGt 16) zugeordnet [15] (s. Abbildung 30). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 42 von 113 Abbildung 30: Fischgewässertypologische Zuordnung des geplanten Gewässers (grün-schwarze Linie = Schmerlen-Stichlingstyp Niers) im Suchraum (rote Box) [15] Der Schmerlen-Stichlingstyp Niers umfasst den Oberlauf (Bachbereich) der Niers. In diesem Abschnitt weist die Niers ein mittleres (2,5 – 6‰) bis geringes (0,5 – 2,5‰) Gefälle auf. Die Wassertemperaturen werden als sommerkühl oder sommerkühl-sommerwarm angegeben. Die Sohle besteht überwiegend aus sandigen Substratanteilen. Es liegt eine von den umliegenden Fließgewässern abweichende Fischfauna vor. [22] Die Referenzzönose für diesen Fischgewässertyp gibt Tabelle 2 wieder. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 43 von 113 Tabelle 2: Referenzzönose (Dominanzspannen Referenzzustand, technische Referenz) für den Fischgewässertyp 16 „Schmerlen- Stichlingstyp Niers“ (FiGt-Steckbrief, [22]). Die Schleie stellt die für die Bemessung maßgebliche Fischart dar (s. Anlage A-6.2.2). Gemäß des Fließgewässerleitbilds entspricht die Gefällekategorie der Äschen- bzw. Barbenregion, sodass diesbezüglich die Anforderungen an den Fischaufstieg in die nachfolgenden Betrachtungen eingehen. 3.3 Entwicklungs- und Planungsziele Die Entwicklungs- bzw. Planungsziele für die naturnahe Entwicklung des Fließgewässers orientieren sich am Leitbild sowie an den vorhandenen Restriktionen. Aufgrund irreversibler Restriktionen ist eine Umsetzung des Leitbildes nur eingeschränkt möglich. Wesentliche Restriktionen für die hier vorliegende Gewässerentwicklungsaufgabe sind: x Das mögliche Sohlgefälle ergibt sich geometrisch aus der Höhendifferenz zwischen dem Seewasserspiegel (abzüglich einer Höhe für das Seeablaufbauwerk und den Profileinschnitt) und der Sohlhöhe im Mündungsbereich des Anschlussgewässers (Niers) sowie der Länge der Gewässerstrecke. Die Höhendifferenzen liegen im Bereich weniger Meter. Über mindestens rund 5 km Fließstrecke resultieren daraus grundsätzlich sehr niedrige Gefällewerte am unteren Rand des leitbildgerechten Talbodengefälles von 1 – 12 ‰ oder noch darunter. An dieser Stelle sei nochmal einmal darauf hingewiesen, dass die Anforderungen des Leitbildes aufgrund irreversibler Restriktionen teilweise nur eingeschränkt erfüllt werden können. Grundsätzlich gilt: Umso niedriger das Sohlgefälle in flachen Gewässerabschnitten ausfällt, umso schwieriger ist einerseits die bauliche Herstellung und umso größer wird die Wahrscheinlichkeit, dass infolge späterer Eigendynamik lokale oder abschnittsweise Gefällestörungen mit Gegengefälle und fließgewässeruntypischen Stillgewässerzonen entstehen. Sohlgefälle ≤ 0,1 ‰ werden im RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 44 von 113 Rahmen der Studie grundsätzlich ausgeschlossen. Sohlgefälle > 0,1 ‰ fließen in die abschließende Variantenbewertung ein. Niedrige Werte werden dort entsprechend negativ bedacht. x Gleichzeitig ist die Tiefe des erforderlichen Geländeeinschnitts von den großräumigen topografischen Gegebenheiten abhängig. Bei freiem Seeablauf ist es nicht möglich, einen leitbildkonformen Profileinschnitt von 40 bis 150 cm unmittelbar an der GOK zu realisieren. x Die topografische Situation (Geländehöhen bis 90 m NHN, vgl. Kap. 2.1.2) in Kombination mit dem Seewasserspiegel von 66 m NHN lassen bei freiem Seeablauf Einschnittstiefen der Gewässertrassen bis zu maximal 25 m erwarten. Auf mittlerem Niveau werden sich voraussichtlich Einschnittstiefen in Höhe von rd. 8 m einstellen (Mittelwert über alle Varianten). Im Vorgriff auf das Ergebnis des Variantenvergleichs (s. Kap. 5.7) soll hier auch die mittlere Einschnittstiefe der Variante „Köhm“ angegeben werden, die deutlich geringer ausfällt und rd. 4,8 m beträgt. Das heißt, dass sich die Sekundäraue in diesem Fall rd. 4,8 m unterhalb der GOK befindet und entsprechende Böschungen vorgesehen werden müssen. x Aus dem Tagebausee sind aufgrund der Grundwasservorflutwirkung und des großen Einzugsgebiets kontinuierliche und infolge Seeretention (rd. 2.586 ha Seefläche, s. Übersichtskarte B-1) relativ gleichmäßige, weniger stark durch Niederschlagsereignisse geprägte Abflüsse zu erwarten. Aussagen zu Grundwasserspiegeln im Direkteinzugsgebiet des zukünftigen Ablaufgewässers sind aufgrund der vorgenommenen, nur orientierend zu verstehenden Abschätzung (vgl. Kap. 2.7.4) nur sehr begrenzt möglich. Konkret werden damit vor dem Hintergrund des Leitbilds nach Kapitel 4.1 und den zuvor genannten irreversiblen Restriktionen folgende Entwicklungs- und Planungsziele formuliert: x Das Sohlgefälle wird im Rahmen der jeweiligen Anschlusshöhen jeweils maximal ausgebildet. Auf Steilgefällestrecken, die Höhendifferenzen auf kurze Abschnitte konzentrieren und jenseits dieser Abschnitte nochmals niedrigeres Sohlgefälle verursachen, wird nach Möglichkeit verzichtet. x Im Fall eines erforderlichen Gewässerausbaus wird das Gewässerprofil mit dem natürlich in den oberen Bodenschichten anstehenden Löß-Lehm profiliert. Das am Gewässerbett anstehende Substrat entspricht damit auch dem Gewässerleitbild. Gleichzeitig wird hierdurch eine abdichtende Wirkung erzielt. x Der Abfluss bei Ausuferungsbeginn wird mit HQ1 im moderaten Hochwasserabflussspektrum gewählt, um in Anbetracht der Unsicherheiten hinsichtlich der Abflussspreizung eine Überdimensionierung des Abflussprofils zu vermeiden und gewünschte eigendynamische Prozesse sowie eine Aueninteraktion auch schon bei niedrigeren Abflusszuständen zu ermöglichen. Abweichend von den Kenndaten des LUA- Steckbriefs nach Kap. 3.2.1 ist für Fließgewässer der gegebenen Größenordnung ohnehin eine höhere Ausuferungsjährlichkeit zu erwarten. x Innerhalb des erforderlichen Gesamteinschnitts wird eine Sekundäraue auf niedrigerem Niveau hergestellt, soweit der Anschluss an eine Primäraue nicht möglich ist. Die Breite RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 45 von 113 der Sekundäraue orientiert sich am erforderlichen Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [5]. x Gemäß der Bachbettform des Leitbildes wird für das Mittelwasserabflussprofil innerhalb der Sekundäraue eine Kastenform gewählt. x Die Einschnittstiefe des Mittelwasserabflussprofils wird gemäß Leitbild zu 0,5 m gewählt. x Die Sohlbreite des Mittelwasserabflussprofils ergibt sich aus der Festlegung der vorherigen Querprofileigenschaften wie Sohlgefälle, Abfluss bei Ausuferungsbeginn, Bachbettform und Profiltiefe. x Die Breite des Entwicklungskorridors ergibt sich aus der Festlegung der Sohlbreite nach den Empfehlungen der Blauen Richtlinie NRW [5]. x Die generelle Böschungsneigung der Sekundäraue wird zu 1:2 gewählt. Böschungen mit einer Neigung von 1:2 (oder flacher) sind in der Regel ohne spezifische Sicherungsmaßnahmen standsicher und erzeugen in Anbetracht der hier vorliegenden großen Geländeeinschnitte einen verhältnismäßig geringen Flächeneingriff. Eine Unterhaltung von Böschungen mit einer Neigung von 1:2 kann sich im Vergleich zu einer flacheren Böschung aufwendiger darstellen, jedoch würden flachere Böschungen (z. B. 1:2,5) zu einem größeren Flächeneingriff führen und sich damit unmittelbar negativ auf die Schutzgüter (z. B. Natur und Landschaft, Boden) auswirken. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 46 von 113 4 Niederschlags- und Abfluss-Ermittlung 4.1 Allgemeines Die Abflussmengen im Ableitungsgerinne entstammen aus vier primären Quellen: x Grundwasser aus dem Einzugsgebiet des Tagebausees Garzweiler x Grundwasser aus dem Direkteinzugsgebiet x Niederschlagswasser aus dem Tagebausee Garzweiler und x Niederschlagswasser aus dem Direkteinzugsgebiet. Das Wasser aus dem Tagebausee wird über ein Ablaufbauwerk in das Gewässer eingeleitet. Zur Dimensionierung des Gewässers sowie zur überschlägigen Dimensionierung des Ablaufbauwerks ist neben der Ermittlung der grundwasserbürtigen Abflüsse aus dem Tagebausee und dem Direkteinzugsgebiet eine Niederschlags- und Abflussberechnung für den späteren Tagebausee und das Direkteinzugsgebiet der jeweiligen Gewässerstrecke erforderlich. Die Abflüsse aus dem Tagebausee und dem Direkteinzugsgebiet werden zunächst getrennt ermittelt und dann vereinfachend, auf der sicheren Seite liegend, algebraisch addiert. Die Vorgehensweise wird nachfolgend genauer erläutert. Insgesamt ist das Verfahren zur Abflussermittlung grob überschlägig und nur orientierend zu verstehen. Es dient zur quantitativen Einordnung der Abflüsse und beinhaltet eine Abschätzung nach oben. Das verwendete Curve-Number-Verfahren für die Direkteinzugsgebiete ist weltweit etabliert und für Planungszwecke hinreichend genau. Im Rahmen dieser Studie ist das gewählte Vorgehen damit vertretbar. In weiteren Untersuchungen und konkreteren Planungsschritten sind die hier ermittelten Abflusswerte durch eine vollständige Niederschlags-Abflussmodellierung zu konkretisieren. 4.2 Methodik Niederschlagsdaten Der Abfluss aus dem Tagebausee und dem Direkteinzugsgebiet wird jeweils für eine Wiederkehrzeit von Tn = 1 Jahr (HQ1) und Tn = 100 Jahre (HQ100) auf Grundlage von Daten des aktuellen KOSTRA-Atlas 2020 [4] abgeschätzt. Für eine Wiederkehrzeit von Tn = 1 Jahr (HQ1) werden, insofern vorliegend, für das Direkteinzugsgebiet der Gewässertrassen die Abflusswerte des Niersverband übernommen (vgl. Kap. 2.7.2). In Anbetracht der insgesamt vorliegenden Unschärfe bei der Abflussermittlung und vor dem Hintergrund, dass die ermittelten Abflüsse gemäß nachfolgender Darstellung Abschätzungen nach oben darstellen, wird darauf verzichtet, zusätzlich etwaige Effekte von Klimaveränderungen in Ansatz zu bringen, die ihrerseits wiederum Unschärfen unterliegen. Seeabfluss Aus dem numerischen Grundwassermodell von RWE Power, basierend auf mittleren RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 47 von 113 Annahmen, ergibt sich der Grundwasserzufluss zum See, aus dem (als Überschuss) ca. 4,8 Mio. m³ jährlich (150 l/s) abgegeben werden. In dieser Zahl ist nach Auskunft von RWE Power auch die mittlere Neubildung aus Niederschlag über dem See enthalten, d. h. der mittlere Niederschlag und die Verdunstung über die Seefläche fließen hier bereits ein und die Grundwasserzuflüsse sind gleichzeitig als seebürtige Mittelwasserabflüsse des Ablaufgewässers zu verstehen. Daher wird für den Mittelwasserabfluss der Wert MQ = 150 l/s angesetzt. Für Starkregenereignisse und deren Auswirkungen muss eine gesonderte Betrachtung vorgenommen werden. Tatsächlich findet auch im Starkniederschlagsfall eine Interaktion mit dem Grundwasser statt. Über die kurze Dauer des Ereignisses werden diese Prozesse hier aber in grober Abschätzung vernachlässigt und die einzelnen Abflussanteile einfach addiert. Die Berechnung der Seeabflüsse infolge von Starkregenereignissen folgt dabei dem z. B. mit DWA- A117 [5] vergleichbaren Grundprinzip, wonach sich der maximale rechnerische Füllstand, der sich unmittelbar im maximalen Seeablauf (ungeregelter Überlauf) niederschlägt, für einen Niederschlag fest-gelegter Jährlichkeit und bestimmter, zu ermittelnder Dauer einstellt. Niedrigere Dauern gehen zwar mit größerer Intensität, aber geringerer Fülle einher. Bei größeren Dauern wiederum verliert die Re-genspende an Gewicht gegenüber der Abflussspende. Die maßgebliche Regendauer wird schrittweise durch Berechnung mit unterschiedlichen KOSTRA-Dauerstufen ermittelt. Der Seeabfluss erfolgt mittels eines freien Wehrüberfalls und wird durch Anwendung der Wehrüberfallformel nach Poleni berechnet. Die Überfallbreite wird hier rechnerisch mit 4 m angesetzt. Ein breiterer Wehrüberfall führt in der Spitze zu höheren, aber weniger dauerhaften Abflüssen. Ein engerer Wehrüberfall verursacht niedrigere Abflussspitzen und Abflussereignisse von größerer Dauer. Die Abflussdynamik des zukünftigen Gewässers kann also durch die Festlegung der Überfallbreite maßgeblich gestaltet werden. Eine im Hinblick auf die Abflussdynamik des Ablaufgewässers ideale Überfallbreite sollte zu einem deutlich späteren Zeitpunkt z. B. im Rahmen des Genehmigungsverfahrens für den Gewässerausbau durch detaillierte Niederschlags- Abflussberechnungen ermittelt werden. Die Überfallhöhe ermittelt sich aus der Differenz zwischen dem Seewasserspiegel und dem Niveau der Überlaufschwelle. Die Schwelle wird dabei so angeordnet, dass sich bei mittlerem Abfluss (MQ) der avisierte Seewasserspiegel von 66 m NHN einstellt. Mit einem Überfallbeiwert von 0,5 ergibt sich für eine 4 m Breite Überlaufschwelle mit MQ = 150 l/s eine Überfallhöhe von rd. 0,1 m. Die Höhenlage der Überlaufschwelle resultiert damit zu 66,0 – 0,10 = 65,9 m NHN. Die zeitliche Entwicklung des Seewasserspiegels infolge Niederschlags wird mithilfe einer einfachen Seewasservolumenbilanz ermittelt, wobei die nach KOSTRA ermittelten Niederschlagsmengen zu einer Füllung des Sees führen und andere Quellen / Senken hier vollständig vernachlässigt werden (In-filtration, Verdunstung). Als maßgeblicher Abflusswert wird der jeweils maximale sich einstellende Seeabfluss im zeitlichen Verlauf des Niederschlagsereignisses gewählt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 48 von 113 Als Fläche für das direkte Seeeinzugsgebiet wird ein konstanter Wert von rd. 2.586 ha verwendet (vgl. Anlage A-3.2), der sich überschlägig aus der Seefläche von rd. 2.215 ha und den angrenzenden Seeböschungsflächen ergibt (s. Abbildung 31). Abbildung 31: Überschlägige Ermittlung des Seeeinzugsgebiets [hellgrün], basierend auf der Seefläche [hellblau] und der angren zenden Seeböschung [braun] Grundwasserexfiltration im Direkteinzugsgebiet der Gewässertrassen Die Abschätzung des grundwasserbürtigen Zustroms aus dem Direkteinzugsgebiet der Gewässertrassen basiert auf dem Leakage-Ansatz nach Darcy: RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 49 von 113 Q = q · A = λ (H – h) B L (Gl. 1) mit Q = Grundwasserzustrom zum Gewässer, in m³/s λ = Leakage-Koeffizient, in s-1 H = Grundwasserspiegel, in m NHN h = Wasserspiegel im Fließgewässer, in m NHN B = Breite der Gewässersohle, in m L = Länge des Gewässerabschnitts, in m Durch abschnittsweise Auswertung von Gleichung (1) entlang der gesamten Gewässertrasse wird der grundwasserbürtige Gesamtzustrom ermittelt. Der Leakage-Koeffizient λ = k s / d setzt sich zusammen aus der hydraulischen Durchlässigkeit der das Fließgewässer und den Grundwasserleiter trennenden halbdurchlässigen Schicht k s und ihrer Dicke d. Er wird – basierend auf Erfahrungswerten – durchgehend zu 10-6 gewählt. Niederschlag im Direkteinzugsgebiet der Gewässertrassen Die Abschätzung der Niederschlagsabflüsse aus den Direkteinzugsgebieten der Gewässertrassen erfolgt nach der Rationalen Methode [13] mit Abflussbeiwerten nach SCS-Verfahren (US Soil Conserva-tion Service). Neben den einzugsgebietsspezifischen Eingangsgrößen (Fläche des Einzugsgebiets, Länge des Vorfluters, Gefälle des Vorfluters, Gefälle des Einzugsgebiets) sind dazu noch zwei weitere Eingangsgrößen anzugeben: x die Regenspende in l/(s ha) nach KOSTRA Atlas, x der Rauheitsbeiwert des Geländes (gewählt: 25-28 m 1/3/s) und x die Curve-Number (gewählt: 64, Getreide herkömmlich, Böden mit großem Versickerungsvermögen, z. B. Sand- und Kiesböden), die Abflusseigenschaften des Bodens beschreibt. Aus den erwähnten Eingangsgrößen werden zunächst Anfangsverluste [mm] sowie der potenzielle Rückhalt [mm] berechnet. Aus diesen Größen wird ein Abflussbeiwert ψ0 < 1 ermittelt, der den Anteil der tatsächlich zum Abfluss beitragenden Regenspende beschreibt. Die Abflusswerte für HQ1 und HQ100 ergeben sich durch Berücksichtigung der entsprechenden KOSTRA-Regenspenden (Jährlichkeit T=1a bzw. T=100a). Das SCS-Verfahren bringt denjenigen Niederschlagsanteil in Abzug, der infolge Bodenspeicherung nicht zum Abfluss kommt, d.h. es wird der direkte Oberflächenabfluss ausgewertet. Bei hohen Jährlichkeiten und zunehmender bis vollständiger Bodensättigung nehmen die ermittelten Abflüsse daher gegenüber geringeren Niederschlagsspenden stark zu. Insbesondere bei niedrigen Jährlichkeiten ist grundsätzlich eine Unterschätzung des Gesamtabflusses möglich, sofern nicht zusätzlich Exfiltration aus Grundwasser oder Interflow berücksichtigt wird. Im gegebenen Fall wird aber angenommen, dass das rechnerisch abgebildete Verhalten den zu erwartenden RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 50 von 113 Abflussverhältnissen durchaus entgegenkommt, soweit signifikante Änderungen der Grundwasserzuflüsse im Niederschlagsfall nicht zu erwarten sind. 4.3 Ergebnisse 4.3.1 Tagebausee Die vollständige Niederschlags-Abfluss-Berechnung des Tagebausees ist der Anlage A-3.2 zu entnehmen. Das Ergebnis ist in Abbildung 32 dargestellt. Abbildung 32: Abfluss-Dauer-Beziehung für den Tagebausee einschließlich Windstau Der maximale Abfluss aus dem Tagebausee ergibt sich hier in Anbetracht der großen beaufschlagten Seefläche theoretisch für eine Regendauer von rd. 24 aufeinander folgenden Tagen (HQ1 = 0,375 m³/s) bzw. 48 aufeinander folgenden Tagen (HQ100 = 0,911 m³/s). Dazu ist es erforderlich, die vorhandenen KOSTRA-Daten zu extrapolieren, da gemäß KOSTRA-Atlas nur Daten für maximale Regendauern von 3 Tagen (72 h bzw. 4320 Minuten) zur Verfügung stehen. Abbildung 24 zeigt aber, dass die gegenüber der größten KOSTRA-Dauerstufe zusätzlich ermittelten Abflussmengen prozentual nicht erheblich ins Gewicht fallen und in Anbetracht der nur orientierenden Genauigkeit des Gesamtverfahrens gleichwohl auch vollständig vernachlässigt werden könnten. Auf der sicheren Seite liegend, wird dennoch die Extrapolation durchgeführt und in Ansatz gebracht. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 51 von 113 Zusätzlich wird in Anbetracht der vor Ort möglichen Streichlänge ein Windstaueffekt an der Überfallschwelle des Ablaufs berücksichtigt, d.h. die Überfallhöhe und der Abfluss erhöhen sich infolge des Windstaus. Der Windstau wird nach DVWK-M 246 [6] pauschal mit 0,05 m angesetzt. Die maximale Überfallhöhe beträgt bei den beiden Regenereignissen inklusive Windstau damit 21 cm (HQ1) bzw. 32 cm (HQ100). Der gesamte Seeabfluss (inklusive Windstau) resultiert damit zu rd. 0,150 m³/s (MQ), 0,565 m³/s (HQ1) bzw. 1,159 m³/s (HQ100). Durch Vergleich dieser Zahlen mit direkt aus Seeoberfläche und KOSTRA-Niederschlagsspenden ermittelten Abflusswerten zeigt sich, dass der Tagebausee eine signifikante Retentionswirkung aufweist (HQ1: 0,39 l/s/ha x 2.586 ha = 1,009 m³/s, HQ100: 0,64 l/s/ha x 2.586 ha = 1,655 m³/s). Eine weitere Stärkung der Retentionswirkung, also Abflachung und Angleichung der Hochwasserabflüsse, kann, wie oben beschrieben, nach Bedarf durch eine breitere Ausbildung der Überlaufschwelle (derzeit 4 Meter) erzielt werden. 4.3.2 Direkteinzugsgebiet und Gesamtergebnis Die Direkteinzugsgebiete der Gewässertrassen sind variantenspezifisch. Die dazugehörige Abflussermittlung und die resultierenden Gesamtabflüsse sind daher in Kapitel 5.4.2 dargestellt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 52 von 113 5 Variantenstudium 5.1 Gesamtüberblick Das Variantenstudium ist als mehrstufiges Verfahren aufgebaut. Jede Stufe behandelt einen abgegrenzten Themenkomplex. Am Ende der Stufen 1-3 wird jeweils eine Teilbewertung der Varianten durchgeführt, die – im Sinne einer Machbarkeitsprüfung – den Ausschluss von Varianten aus dem weiteren Verfahren aufgrund mangelnder Umsetzbarkeit zur Folge haben kann. In den Stufen 1-3 erfolgt damit zunächst eine Abschichtung von Varianten, denen eine grundsätzliche Machbarkeit nicht attestiert werden kann. In einem ersten Bearbeitungsschritt werden vorgelagert zum gestuften Variantenvergleich mögliche Seeablaufbauwerke vorgestellt. Das Ablaufbauwerk stellt sowohl in der Lage als auch in der Höhe einen der beiden Zwangspunkte der Ablauftrasse dar (der zweite Zwangspunkt befindet sich an einem der beiden Anschlusspunkte zur Niers) und hat daher entscheidenden Einfluss auf die Gestaltungsmöglichkeiten der Trasse. Die Ablaufbauwerke werden hinsichtlich ihrer etwaigen Restriktionswirkungen auf die Ablauftrasse sowie die Möglichkeiten zur Steuerung des Wasserhaushalts und der Wasserqualität des Ablaufgewässers bewertet und es erfolgt eine Vorauswahl möglicher Bauwerkstypen. Ausgehend von den möglichen Ablaufbauwerken erfolgt die Ermittlung von Trassenvarianten. Die Grundlage hierfür sind die Restriktionskarten zu Topografie, Nutzung und Schutzgebieten (Blätter B-2) sowie eine Ortsbegehung. In der Stufe 1 werden die Varianten anhand ihrer Längsschnittgestaltung bewertet. Konkret wird das ermittelte Sohlgefälle auf Leitbildkonformität überprüft sowie der Einfluss der resultierenden Wasserspiegel auf den Wasserhaushalt im Suchraum (Wasserhäuser). In der Stufe 2 werden weitere allgemeine Aspekte der Trassenführung wie z. B. die Anbindung an bestehende Gewässer und Gewässerkreuzungen einer Bewertung unterzogen. In der Stufe 3 werden Effekte der Varianten auf die gewässerökologische Entwicklung von Teilabschnitten der Niers und Köhm beleuchtet und bewertet. In der Stufe 4 erfolgt die abschließende Gesamtbewertung der Varianten unter Einbeziehung von definierten Planungszielen. Das Ziel der Gesamtbewertung ist es, qualitative Unterschiede zwischen den Varianten bzgl. der Planungsziele herauszuarbeiten. Die Planungsziele decken dabei inhaltlich sowohl die bereits in den Stufen 1-3 behandelten Aspekte ab als auch weitere Aspekte, die für die reine Machbarkeitsprüfung zwar von untergeordneter Bedeutung sind (z. B. planerische Hürden), aber dennoch einen wichtigen Beitrag zum Gesamtbild der Varianten beitragen. Aus der Gesamtbewertung ergibt sich insgesamt die Vorzugsvariante. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 53 von 113 5.2 Vorauswahl: Ablaufbauwerk 5.2.1 Überblick Vorgelagert zum Variantenvergleich der Ablaufgewässer wird eine Beschreibung und Bewertung möglicher Ablaufbauwerke durchgeführt. Am Ablaufbauwerk wird das Wasser aus dem See in das Ableitungsgewässer überführt. Für die technische Umsetzung bieten sich unterschiedliche Bauwerksvarianten an, die auf unterschiedlichen physikalischen bzw. technischen Konzepten aufbauen und sich insbesondere hinsichtlich der folgenden drei Aspekte unterscheiden: x Wasserhaushalt, x Wasserqualität und x Trennwirkung auf die Gewässerzönose. Da sich das Ablaufgewässer unmittelbar an das Ablaufbauwerk anschließt, beeinflussen die am Ablaufbauwerk vorhandenen betrieblichen Möglichkeiten zur Einflussnahme auf diese Aspekte natürlich auch unmittelbar den Zustand und die Entwicklung des Ablaufgewässers. Die Wahl des Ablaufbauwerks ist damit von großer Bedeutung für das Ablaufgewässer. In den folgenden Kapitel werden die möglichen Ablaufbauwerke kurz vorgestellt und die Unterscheidungsmerkmale hinsichtlich der zuvor genannten Aspekte herausgearbeitet. 5.2.2 Übersicht der Bauwerksvarianten Feste Ablaufschwelle Abbildung 33: Feste Ablaufschwelle (Quelle: springer.com) Bei der festen Ablauf- oder Wehrschwelle (s. Abbildung 32) handelt es sich – wie der Name schon sagt – über eine fest installierte Schwelle im Uferbereich des Sees, über die in Abhängigkeit vom Seewasserspiegel das Wasser in das anschließende Gewässer frei (also ohne Energieeinsatz) abläuft. Um den freien Ablauf zu ermöglichen, muss das Ablaufgewässer unterhalb des Seewasserspiegels angeordnet werden. Die feste Schwelle ist – technisch gesehen – das am einfachsten herzustellende und zu betreibende Bauwerk. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 54 von 113 Regulierbare Ablaufschwelle Abbildung 34: Regulierbare Ablaufschwelle (Quelle: springer.com) Technisch gesehen deutlich aufwendiger ist die regulierbare Ablauf- oder Wehrschwelle (s. Abbildung 34). Konstruktiv ähnelt sie der festen Ablaufschwelle (s. Abbildung 33). Ein entscheidender Vorteil be- steht jedoch darin, dass auf der festen Schwelle (die als Unterbau dient) ein steuerbares Verschlus- selement angebracht ist, z. B. eine Klappe oder ein Segmentschütz, über deren Stellung die Entnah- memenge kontrolliert werden kann. Genau wie bei der festen Schwelle erfolgt der Ablauf ohne Ener- gieeinsatz (bis auf die Energie zur Steuerung des Verschlusselements). Regulierbares Mönchsbauwerk Abbildung 35: Regulierbares Mönchsbauwerk (Quelle: Wasserwirtschaftsamt Ansbach) Hydraulisch gesehen ähnlich zur regulierbaren Ablaufschwelle funktioniert auch das regulierbare Mönchsbauwerk (s. Abbildung 35). Mithilfe einer höhenverstellbaren Stauwand oder eines Drosselorgans kann die Entnahmemenge kontrolliert werden. Im Gegensatz zur Ablaufschwelle wird das ablaufende Wasser beim Mönch jedoch nicht unmittelbar (z. B. Klappe) bzw. dicht (z. B. Schütz) unter der Oberfläche entnommen, sondern kann aus beliebiger Tiefe entnommen werden. Der Ablauf erfolgt ohne Energieeinsatz. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 55 von 113 Pumpstation Abbildung 36: Pumpstation (Quelle: WSA Westdeutsche Kanäle) Aus technischer Sicht am aufwendigsten ist der Einsatz von Pumpen im Rahmen einer Pumpstation (s. Abbildung 36). Dafür kann hier die zu fördernde Wassermenge unabhängig vom Seewasserspiegel bei entsprechender Auslegung der Pumpen frei gewählt werden. Zusätzlich kann das Wasser auf ein (beliebiges) Niveau oberhalb des Seewasserspiegels angehoben werden, um von dort z. B. im Freigefälle abzufließen. 5.2.3 Auswirkungen auf den Wasserhaushalt Hinsichtlich des Wasserhaushalts für das Ableitungsgewässer ist sowohl die verfügbare Wassermenge als auf die zeitliche Variabilität bzw. Dynamik des Abflusses von entscheidender Bedeutung. Die verfügbare Wassermenge im Ablaufbauwerk ergibt sich (zumindest auf Jahressicht gesehen) direkt aus dem Seeüberschuss (150 l/s), der sich als Bilanzsumme aus den Anteilen Niederschlag, Verdunstung und Grundwasseraustausch zusammensetzt. Die Funktion des Ablaufbauwerks ist es, genau diesen Seeüberschuss abzuleiten. Die Wahl des Ablaufbauwerks kann demnach keinen Einfluss auf die jährliche verfügbare Wassermenge haben. Anders sieht es bei der Abflussdynamik aus. Hierbei ist zwischen unterjährigen Abflussereignissen und Hochwasserereignissen (also n-jährliche Abflussereignisse) zu unterscheiden. Für eine gute ökologische Entwicklung ist hinsichtlich der Abflussdynamik im Bereich unterjähriger Abflussereignisse vor allem das wiederholte Auftreten von Abflüssen entscheidend, die eine hohe morphodynamische Aktivität des Gewässers und den ein Einstau der Auen hervorrufen (s. Kap. 3.2.1). Das Ablaufbauwerk sollte demnach in der Lage sein, Abflüsse bis mindestens zum bordvollen Abfluss zu erzeugen. Das Trockenfallen des Gewässers ist zu vermeiden. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 56 von 113 Hochwasserereignisse jenseits von HQ1 (z. B. HQ10 und mehr) haben aus gewässerökologischer Sicht einen deutlich geringeren Anteil an der positiven Entwicklung als die unterjährigen Abflüsse und sind aus siedlungswasserwirtschaftlicher Sicht zu begrenzen. Die Möglichkeit zur Reduzierung von Hochwasserabflüssen im Ablaufgewässer durch das Ablaufbauwerk ist demnach als positiv zu bewerten. Hierzu sei angemerkt, dass eine Reduzierung der Wasserabgabe über das Ablaufbauwerk im Hochwasserfall zu einem Verbleib des Wassers im See und damit zu einem Wasserspiegelanstieg (bzw. zu einer Reduktion des Wasserspiegelabfalls) kommt. Die überschlägige Prüfung zeigt jedoch, dass der in diesem Fall zu erwartende Anstieg des Seewasserspiegels, selbst bei einer deutlichen Begrenzung des Seeablaufs auf maximal 150 l/s (= MQ), erst ab einer Regendauer von 12 bzw. 24 Tagen überhaupt messbar (> 1 cm) wird (s. Anlage A-3.2.1) und damit zu vernachlässigen ist. Bezüglich Abflussdynamik haben die regulierbaren Ablaufbauwerke (regulierbare Schwelle, regulierbarer Mönch, Pumpstation) einen klaren Vorteil gegenüber der festen Schwelle, bei der eine feste Beziehung zwischen Seewasserspiegel und Ablauf vorliegt: Sie ermöglichen durch den zusätzlichen Freiheitsgrad eines regulierbaren Verschlusselements bzw. technischer Ausrüstung eine wesentlich größere Bandbreite an Abflüssen bei gegebenem Seewasserspiegel. Bei der Pumpstation ist diese Bandbreite nach oben, durch die erforderliche Auslegung der Pumpentechnik, stärker beschränkt als bei regulierbarer Schwelle oder regulierbarem Mönch. Die beiden zuletzt genannten Bauwerksvarianten erlauben dafür nur einen Ablauf bei positivem Wasserspiegelgefälle vom See in Richtung Ablaufgewässer (Seewasserspiegel > Wasserspiegel im Ablaufgewässer), was insbesondere in trockenen Sommermonaten problematisch sein kann. Eine Dämpfung von Hochwasserabflüssen ist mit den regulierbaren Bauwerksvarianten, im Gegensatz zur festen Schwelle, hingegen gleichermaßen möglich. Tabelle 3: Zusammenfassung der Bewertung von Bauwerksvarianten des Ablaufbauwerks hinsichtlich der Auswirkungen auf den Wasserhaushalt des Ablaufgewässers (+: positiv; o: neutral; -: negativ), Bauwerksvariante Hohe Abflussdynamik Sicherheit gegenüber Trockenfallen des Ablaufgewässers Dämpfung von Hochwasserspi tzen Summe Feste Ablaufschwelle + - - - Regulierbare Ablaufschwelle Regulierbares Mönchsbauwerk + o + ++ Pumpstation + + + +++ Eine Zusammenfassung der oben erläuterten Bewertung liefert Tabelle 3. Es kann festgehalten werden, dass die Pumpstation in Summe die meisten Vorteile hinsichtlich eines guten Wasserhaushalts für das Ablaufgewässer bietet, wohingegen die feste Schwelle mit deutlichem Abstand am nachteiligsten bewertet wird. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 57 von 113 Für den weiteren Verlauf der Studie wird darüber hinaus noch festgehalten, dass eine Pumpstation auf eine maximale Fördermenge oberhalb des bordvollen Abflusses des anschließenden Gewässers auszulegen sind, um eine entsprechende Überstauhäufigkeit der angrenzenden Auen und eine eigendynamische Entwicklung zu fördern. In dieser Studie wird als Ausbaugröße der Fördermenge überschlägig das Zweifache des bordvollen Abflusses angesetzt. 5.2.4 Auswirkungen auf die Wasserqualität Neben der Bereitstellung einer dynamisch verfügbaren und stets ausreichenden Wassermenge ist auch die Wasserqualität am Ablaufbauwerk von großer Bedeutung für das Ablaufgewässer. Stellvertretend für eine große Bandbreite an Qualitätsmerkmalen werden hier die Merkmale Wassertemperatur, Sauerstoffgehalt und Nährstoffgehalt als Bewertungskriterien für das Ablaufbauwerk hinzugezogen, da sie großen Einfluss auf diverse Prozesse im Gewässer sowie auf die Besiedlung des Gewässers haben. Die Wassertemperatur hat einen entscheidenden Einfluss auf die Qualität von Fließgewässern und beeinflusst sowohl physikalisch-chemische Eigenschaften als auch die biologischen Prozesse in aquatischen Ökosystemen. Eine stabile, moderate Temperatur fördert die Sauerstofflöslichkeit im Wasser, die für das Überleben vieler Organismen unerlässlich ist. Steigende Temperaturen hingegen verringern den Sauerstoffgehalt, was insbesondere in wärmeren Monaten zu Sauerstoffmangel führen kann. Dies kann negative Folgen für empfindliche Fischarten und andere Wasserlebewesen haben, die auf gut belüftete Gewässer angewiesen sind. Außerdem beschleunigen hohe Wassertemperaturen die Stoffwechselprozesse von Mikroorganismen, was z. B, zu einer erhöhten Zersetzung von organischem Material und damit zu einer erhöhten remineralisierten Nährstoffbelastung führen kann. Dies begünstigt die Entstehung von Algenblüten, die die Wasserqualität weiter verschlechtern können. Die Ablaufbauwerke können vor diesem Hintergrund in zwei Gruppen aufgeteilt werden. Bauwerke mit oberflächennahmen Ablauf (Ablaufschwelle, Tiefe < 5 m) und Bauwerke mit Ablauf bzw. Entnahme aus einer Tiefe größer als 5 m (Mönch, Pumpstation). Bei einem oberflächennahen Ablauf wird Wasser aus dem Epilimnion entnommen. Das Epilimnion bezeichnet die oberste Wasserschicht eines Sees und ist durch große tages- und jahreszeitliche Temperaturschwankungen gekennzeichnet, inklusive der oben genannten Begleiterscheinungen hinsichtlich Sauerstoff- und Nährstoffgehalt. Das Epilimnion weist aufgrund der mit der Wassertiefe abnehmenden Lichtintensität den größten Gehalt an Phytoplankton und Wasserpflanzen auf. Ein tiefliegender Ablauf bietet zahlreiche Vorteile hinsichtlich der Regulierung von Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt. Durch die Entnahme von Wasser aus tieferen Schichten kann kühleres Wasser gefördert werden, das im Vergleich zu Oberflächenwasser eine stabilere Temperatur und oft auch einen höheren Sauerstoffgehalt aufweist. Dies ist besonders vorteilhaft in wärmeren Monaten, wenn Oberflächenwasser überhitzt und sauerstoffarm sein kann, was die Lebensbedingungen für aquatische Organismen erschwert. Die kontrollierte Entnahme aus tieferen, kühleren Schichten kann RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 58 von 113 somit dazu beitragen, eine Überhitzung von Fließgewässern oder Bewässerungssystemen zu verhindern und gleichzeitig den Sauerstoffgehalt stabil zu halten. Tabelle 4: Zusammenfassung der Bewertung von Bauwerksvarianten des Ablaufbauwerks hinsichtlich der Auswirkungen auf die Wasserqualität des Ablaufgewässers (+: positiv; o: neutral; -:negativ). Bauwerksvariante Wassertemperatur Sauerstoffgehalt Nährstoffbelast ung Summe Feste Ablaufschwelle - o - -- Regulierbare Ablaufschwelle - o o - Regulierbares Mönchsbauwerk + o + ++ Pumpstation + o + ++ Insgesamt kann festgehalten werden, dass Mönchsbauwerk und Pumpstation die meisten Vorteile hinsichtlich einer guten Wasserqualität aufweisen, gefolgt von der regulierbaren Ablaufschwelle (s. Tabelle 4), die aufgrund ihrer Möglichkeit zur Regulierung der Entnahmemenge (z. B. Einstellen der Entnahme bei Algenblüte) noch geringfügige Vorteile gegenüber der festen Ablaufschwelle aufweist. 5.2.5 Trennwirkung auf die Gewässerzönosen Fließgewässer wie das Ablaufgewässer sind lineare Landschaftsstrukturen mit Vernetzungswirkung und daher von besonderer Bedeutung für den Biotopverbund. Für aquatische Arten kann das Ablaufgewässer einen Verbundkorridor zwischen dem Stillgewässerökosystem der Niers und dem entstehenden Tagebausee bilden. Insbesondere unter sich ändernden klimatischen Rahmenbedingungen kann die Vernetzung aquatischer Lebensräume von Bedeutung sein, um den Arten in Zeiten geringer Wasserführung stets ausreichende Ausweichhabitate zu bieten. Aus rein ökologischer Sicht ist ein Erfordernis zur Verbindung der Ökosysteme nicht offensichtlich abzuleiten und bedarf genauerer Auswertungen zu den vorkommenden und zu fördernden Arten in der Niers im Hinblick auf die Nutzungen des Tagebausees aus gewässerökologischer Sicht. Es ist durchaus möglich, dass der Tagebausee im Kontext der tieflandgeprägten Fließgewässer eine Habitatfunktion einnehmen kann. Für den aquatischen Biotopverbund ist eine beidseitig durchgängige Anbindung der Vorflut an den Tagebausee erforderlich. Die bauliche Ausgestaltung richtet sich dabei nach den zu definierenden Zielarten für den Biotopverbund, anhand derer konkrete konstruktive Anforderungen abgeleitet werden. Grundsätzlich liegen bislang keine Hinweise vor, die auf wesentliche Unterschiede in den Zönosen zwischen den Ökosystemen schließen ließen, infolge dessen eine relevante Beeinflussung von Räuber-Beute-Beziehungen durch einen Austausch der Arten zu besorgen wäre. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 59 von 113 Es ist bislang davon auszugehen, dass sich die beiden Ökosysteme selbst regulieren und sich die Bestände innerhalb der Ökosysteme von selbst so entwickeln, dass entsprechende Wechselwirkungen zwischen den Ökosystemen nicht entstehen. Detaillierte Gegenüberstellungen der zu erwartenden Zönosen können diesbezüglich Klarheit verschaffen. Nachteile Auswirkungen sind bislang diesbezüglich nicht offensichtlich. Hiervon auszunehmen sind etwaige Auswirkungen durch die Einwanderung invasiver Arten aus bzw. in den Tagebausee. Es ist nicht auszuschließen, dass sich im Tagebausee invasive Arten ansiedeln, die beispielsweise mit Wasservögeln in den See gelangen. Diese könnten sodann in die Vorflut einwandern. Gleichzeitig ist denkbar, dass invasive Arten aus der Niers in den Tagebausee gelangen. Ob und inwiefern diesbezüglich indes ein relevantes, über natürliche Ausbreitungsmechanismen hinaus bestehendes Risiko abzuleiten ist, bedarf detaillierter Auswertungen zum Bestand der Neobiota unter besonderer Einbeziehung der langen zeitlichen Perspektive. Vor dem Hintergrund der gegebenen potenziellen Vor- und Nachteile kann eine aquatische Durchgängigkeit durch die Wahl eines entsprechenden Bauwerks somit gezielt ermöglicht oder unterbunden werden. Grundsätzlich lässt sich dazu festhalten, dass die Pumpe die größte aquatische Trennwirkung aufweist - unabhängig davon, ob diese Trennwirkung am Ende gewünscht wird. Der terrestrische Biotopverbund, also entlang der Uferstrukturen des Ablaufs, kann weitestgehend unabhängig von der Art der Anbindung der Vorflut an den Tagebausee entwickelt werden. Mit ihren Ufergehölzsäumen fungieren Fließgewässer als Leitstrukturen und gliedernde Elemente, die in ausgeräumten Kulturlandschaften zumeist fehlen. Insbesondere für Fledermäuse werden so z. T. weit auseinander liegende Lebensräume verknüpft. 5.2.6 Zwischenbewertung und Fazit Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass grundsätzlich vier Bauwerksvarianten für die Realisierung des Seeablaufs in Betracht gezogen werden können. Die Bauwerksvarianten unterscheiden sich auf vielfältige Weise hinsichtlich ihrer Auswirkungen auf den Wasserhaushalt und die Wasserqualität des Ablaufgewässers. Die Wahl des Ablaufbauwerks ist damit von großer Bedeutung für die naturnahe Entwicklung des Fließgewässers. Technisch gesehen werden alle Bauwerksvarianten als realisierbar erachtet. Die regulierbaren Varianten haben aber insbesondere hinsichtlich des Wasserhaushalts deutliche Vorteile gegenüber der festen Ablaufschwelle. Die Pumpstation hat darüber hinaus das Alleinstellungsmerkmal, dass nur mit ihr die Möglichkeit zur Ableitung des Seewassers an der Geländeoberfläche besteht. Alle anderen Bauwerksvarianten erfordern tiefe Geländeeinschnitte zur Schaffung einer neuen Gewässertrasse mit freiem Ablauf zur Niers. Die Pumpstation sollte im Variantenstudium daher unbedingt berücksichtigt werden. Bei den Bauwerksvarianten mit freiem Ablauf bietet das regulierbare Mönchsbauwerk die meisten Vorteile und sollte daher ebenfalls, im Rahmen einer möglichen Variante mit freiem Seeablauf, weiter RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 60 von 113 berücksichtigt werden. Die feste und regulierbare Ablaufschwelle werden hingegen aufgrund ihrer Nachteile im Variantenstudium nicht weiter berücksichtigt. 5.3 Betrachtete Varianten 5.3.1 Überblick Im Folgenden werden die Seeablaufvarianten vorgestellt, die unter Einbeziehung der beiden möglichen Anschlusspunkte an die Niers und die zuvor vorgestellten Bauwerksvarianten für den Seeablauf ermittelt wurden. Acht der elf Varianten sind als freier Ablauf (regulierbares Mönchsbauwerk) über eine neu angelegte oder ausgebaute Gewässertrasse mit Anschluss an die Niers vorgesehen. Als Anschlusspunkte werden zunächst sowohl die Plattenstraße als auch die A46 berücksichtigt. Die Trassenverläufe der Varianten mit freiem Ablauf sind in Abbildung 37 dargestellt. Die drei übrigen Varianten bedienen sich jeweils einer Pumpstation am Seeufer, die das Wasser entweder in bereits vorhandene Gerinnestrukturen an der Geländeoberfläche fördert, von wo aus der natürlichen Vorflut folgend zur Niers abgeleitet wird, oder über eine Rohrleitung direkt zur Niers. Die Standorte der Pumpstationen sowie die Lage der Rohrleitung sind ebenfalls in Abbildung 37 dargestellt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 61 von 113 Abbildung 37: Überblick über die Lage der Trassenverläufe sowie Ablaufbauwerke im Suchraum Folgende Freiablaufvarianten orientieren sich in ihrer Trasse an dem bestehenden Verlauf der Gewässer Niers und Köhm (von Süden nach Norden): x Zourshof x Süd A/B x Köhm x Nördlich Altlast x Lärmschutzwall Anschlusspunkt Plattenstraße Anschluss- punkt A46 RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 62 von 113 Für diese Varianten werden jeweils zwei Längsschnittvarianten betrachtet. Zum einen wird ein Anschluss an die Niers auf Höhe der Autobahn A46 (Fkm 110+725) geprüft. Zum anderen wird der Anschluss an die Niers bereits auf Höhe der Plattenstraße (Fkm 111+552) geprüft. Zwei weitere Freiablaufvarianten, die abseits bestehender Gewässer verlaufen, sind: x A61 x Nord Bei diesen beiden Varianten wird aufgrund des Trassenverlaufs nur der weiter unten liegende Anschlusspunkt an die Niers auf Höhe der A46 in Betracht gezogen. Die drei Varianten mit Pumpwerk (PW) sind x PW Köhm (mit Einleitung in die Köhm), x PW Holzweiler Fließ (mit Einleitung in das Holzweiler Fließ) und x PW Zourshof (mit Rohrleitung zum Zourshof und dortiger Einleitung in die Niers). Im folgenden Kapitel werden die Bestandteile und Verläufe der Varianten ausführlich beschrieben. 5.3.2 Beschreibung der Trassenlinien Freiablaufvariante „Zourshof“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Am südlichen Rand des Suchraums, zwischen den Ortschaften Berverath und Oberwestrich, beginnt die Trasse „Zourshof“. In knapp 220 m Entfernung von der künftigen Seeböschung kreuzt die Trasse den Wahnbuschgraben (Station 4+550, s. Karte B-2.1-3). Von dort verläuft sie in direkter Verbindung zum Zourshof bzw. der Niers über landwirtschaftlich genutzte Flächen. Bei Station 4+000 kreuzt die Trasse die Verbindungsstraße zwischen Unterwestrich und Berverath und bei Station 3+730 die L354 (Unterwestrich). Von dort an befindet sich der Trassenverlauf bis zur Grenze der Verwaltungsbezirke Köln und Düsseldorf (Station 2+300) im Landschaftsschutzgebiet „Niersquellgebiet“ (LSG-4904-0003) und der Biotopverbundfläche „Niersaue bei Keyenberg“ (VB-K-4904-001). Unmittelbar nach der Kreuzung der L354 schwenkt die Trasse nach Nordosten und schließt bei Station 3+560, südwestlich des Zourshof, an das heutige Wockerather Fließ an, das nach rd. 200 m in die Niers übergeht. Der Zourshof ist sowohl ein geschützter Landschaftsbestandteil (Hofeingrünung mit Grabenanlage, Teich und Park) sowie ein eingetragenes Baudenkmal (Wohnhaus). Unterhalb des Zourshof verläuft die geplante Trasse in der heutigen Trasse der Niers. Nach der Querung des Quellenweg (Station 3+360) befindet sich bis zur Querung der Niersstraße (Station 2+920) rechts der Trasse die Ortschaft Unterwestrich. Es folgt beidseitig überwiegend bewaldete Fläche. Den nördlichen Verlauf fortsetzend, nimmt die Niers bei Fkm 112+900 (Station 2+060) die Köhm auf. Zwischen der Mündung der Köhm und der RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 63 von 113 Kreuzung mit der neugebauten L354n (Station 1+890) bestehen beidseitig überwiegend Wiesenflächen. Mit der L354n kreuzt der Trassenverlauf eine Abwasserdruckrohrleitung; eine Trafostation befindet sich südlich der L354n (beides s. Karte B-2.2). Im weiteren Verlauf Richtung Norden grenzt westlich an die Niers das Gelände eines Golfplatzes. Östlich der Trasse befindet sich eine Altlast-/ Altlastverdachtsfläche und die jetzt parallel zur Trasse verlaufende Abwasserdruckrohrleitung. Im weiteren Verlauf, nunmehr westlich der Ortschaft Wanlo, kreuzt die Trasse die Kuckumer Straße (Station 1+310). Hier besteht eine Engstelle am vorhandenen Durchlass. Linksseitig ist eine Wohnbebauung sowie dahinterliegend der Wilderathshof vorhanden und rechtsseitig ein landwirtschaftliches genutztes Gebäude. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wohngebäudes ist eine freie bzw. landwirtschaftlich genutzte Fläche vorhanden. Dem landwirtschaftlich genutzten Gebäude gegenüber liegt eine Wiese mit Obstbaumbeständen (vgl. Kap. 2.4.2) ohne besonderen Schutzstatus nahe der Gewässerböschung. Linksseitig der Trasse befindet sich auf Höhe der Engstelle neben dem Wilderathshof auch das Schwalmerhaus. Beide Hofanalagen werden von einem Wassergraben umfasst. Im weiteren Verlauf der Niers folgt beidseitiger Baumbestand bis zur Kreuzung mit der Straße Schweinemarkt (s. Karte B-2.3, Station 0+980). Auf dem folgenden Abschnitt bis zur Kreuzung mit der Plattenstraße besteht rechtsseitig des Gewässers eine Wohnbebauung. Zwischen Plattenstraße (Station 0+690) und A46 liegt linksseitig ein bereits ökologisch umgestalteter Abschnitt der Niers vor. Rechtsseitig grenzen die Flächen des umgestalteten Bereichs an landwirtschaftliche Flächen. Bei Fkm 110+725 endet die Trasse vor der Autobahn A46. Freiablaufvariante „Süd A“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Südlich von der Ortschaft Keyenberg, am Rand des zukünftigen Tagebausees in landwirtschaftlich genutzten Flächen, beginnt die Trasse „Süd A“. Sie verläuft zu Beginn Richtung Norden, um östlich ein vorhandenes Naturdenkmal zu umgehen (s. Karte B-2.3). Nach rd. 70 m kreuzt die Trasse den Wahnbuschgraben und einen Wirtschaftsweg. Mit der weiterhin in nördlicher Richtung verlaufenden Achse westlich von Keyenberg bis zur Westricher Straße werden weiterhin unbebaute landwirtschaftliche Flächen in Anspruch genommen. Die Trasse „Süd A“ trifft bei Fkm 113+182 auf die bestehende Niers und entspricht im weiteren Verlauf der Variante „Zourshof“. Die Trasse verläuft größtenteils in Böden hoher Schutzwürdigkeit. Im südlichen Abschnitt bis zur bestehenden Niers ist ein Boden mit sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, der eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzt. Im Verlauf der bestehenden Niers oder auch auf Höhe der Kreuzung mit dem bestehenden Wahnbuschgraben liegen Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen vor, die eine Kühlfunktion aufweisen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 64 von 113 Neben der Querung schutzwürdiger Böden bestehen die folgenden Konflikte mit Schutzgebieten bzw. vorhandenen Biotopstrukturen: x Kreuzung VB-K-4903-017 auf einer Länge von rd. 50 m x Verlauf durch LSG-4904-0003 auf einer Länge von rd. 480 m x Verlauf durch BK-4904-100 auf einer Länge von rd. 1,2 km x Verlauf durch LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 2,2 km x Verlauf durch VB-D-4904-001 auf einer Länge von rd. 2,2 km Freiablaufvariante „Süd B“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Die Trasse „Süd B“ verläuft auf den ersten rd. 300 m vom Tagebausee kommend identisch mit der Trasse „Süd A“. Bei Station 3+720 (s. Karte B-2.1-3) läuft sie jedoch geradlinig weiter bis zum Marienhof (Station 3+380) wohingegen die Trasse „Süd A“ nach Norden umschwenkt. Vor dem Marienhof kreuzt die Trasse noch das Holzweiler Fließ (Station 3+540) sowie den Biotopverbund „Bördedörfer und Fließe östlich von Erkelenz“ (VB-K-4903-017). Nach der Kreuzung der Verbindungsstraße von Oberwestrich und Marienhof verläuft die Trasse östlich einer Altlast über offenes Gelände wiederum durch den Biotopverbund VB-K-4903-017 und kreuzt dann bei Station 3+050 die Westricher Straße (L354). Hinter der L354 befindet sich die Trasse innerhalb des LSG-4904-0003, schließt bei Station 2+800 an die bestehende Niers an und folgt im weiteren Verlauf der Trasse „Zourshof“. Freiablaufvariante „Köhm“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Die Trasse „Köhm“ verläuft größtenteils in den bestehenden Gewässertrassen der Köhm und Niers. Sie beginnt am westlichen Rand des Tagebausees im bestehenden Gewässerbett der Köhm und verläuft von dort aus in westlicher Richtung die L277 kreuzend. Bei ca. Köhm-km 1+100 ist die heutige Einleitungsstelle des Sümpfungswassers in die Köhm positioniert (s. a. B-2.2). Auf dem Weg bis zu Köhm-km 0+750 sind beidseitig landwirtschaftliche Flächen vorhanden. Vereinzelt ist einseitiger Uferbewuchs vorhanden. Die Trasse verlässt dann den ursprünglichen Verlauf der Köhm und schwenkt nach Norden aus, um ein Bestandsgebäude (vermutlich eine Reithalle) nördlich des Hauses Keyenberg zu umgehen. Kurz vor dem Zufluss des Wahnbuschgrabens (Köhm-km 0+400) in die Köhm liegt das Grundstück des Haus Keyenberg, das sich im Privatbesitz befindet. Die ursprüngliche Köhm fließt hier zwischen Bestandsgebäude und Wohn- und Stallgebäuden. Das Haus Keyenberg ist mit einem wasserführenden Graben umgeben. Ein Weg kreuzt die Köhm bei Köhm-km 0+500, der die Reithalle und die Wohn- und Stallgebäude verbindet. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 65 von 113 Mit dem Verlassen des ursprünglichen Gewässerbetts wird die Trasse durch eine Engstelle zwischen dem erwähnten Bestandsgebäude und einer vorhandenen Altlablagerung (Kreis Heinsberg, primär Hausmüll, ca. 6 m tief) geführt. Bei Köhm-km 0+300 führt die Trasse von Norden kommend zurück in den bestehenden Verlauf der Köhm. Auf dem weiteren Verlauf erstreckt sich die Trasse weitestgehend auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Linksseitig der Köhm bestehen Baumreihen. Die Trasse „Köhm“ übernimmt den natürlichen Verlauf der Niers bei km 111+783 und verläuft weiter bis zur A46 wie die zuvor beschriebene Trasse „Süd“. Die Trasse verläuft größtenteils in Böden hoher Schutzwürdigkeit. Im Verlauf der bestehenden Niers liegen Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen vor, die eine Kühlfunktion aufweisen Im südlichen Abschnitt der bestehenden Köhm ist ein Boden mit sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, der eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzt. Neben schutzwürdigen Böden kreuzt die Variante noch die Allee entlang der L277 und eine geplante Baumreihe (LP Erkelenz) in unmittelbarer Umgebung des Haus Keyenberg. Zudem werden die Landschaftsschutzgebiete LSG-4904-0003 und LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 700 bzw. 2.000 m gekreuzt. Hinsichtlich der bestehenden Biotopverbünde bestehen Querungen des VB-K- 4904-001 (rd. 1,2 km) und VB-D-4904-001 (rd. 2 km). Zuletzt ist noch die Querung des schutzwürdigen Biotops BK-4904-100 auf einer Länge von rd. 950 m zu nennen. Freiablaufvariante „Nördlich Altlast“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Die Trasse „Nördlich Altlast“ beginnt wie die Variante „Köhm“ am Tagebauseerand auf Höhe der bereits bestehenden Köhm. Die Trasse verläuft rd. 100 m in nördlicher Richtung und schwenkt danach nach Westen um. Sie verläuft von dort aus auf einer Anhöhe in landwirtschaftlichen Flächen und kreuzt die L277. Der weitere Verlauf setzt sich nördlich der zuvor genannten Altlast- /Altlastverdachtsfläche fort. Um in den bestehenden Verlauf der Niers einzubinden, verläuft sie bis zur Niers süd-westlich. Der weitere Verlauf im Bestandsbett der Niers entspricht den Trassen „Köhm“ und „Süd“. Die Trasse verläuft größtenteils in Böden hoher Schutzwürdigkeit. Im Verlauf der bestehenden Niers liegen Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen vor, die eine Kühlfunktion aufweisen Im südlichen Abschnitt der bestehenden Köhm ist ein Boden mit sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, der eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzt. Neben der Querung schutzwürdiger Böden bestehen die folgenden Konflikte mit Schutzgebieten bzw. vorhandenen Biotopstrukturen: x Kreuzung der Allee entlang der L277 RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 66 von 113 x Verlauf durch LSG-4904-0003 auf einer Länge von rd. 650 m x Kreuzung von Baumbestand (Ortsbegehung) vor der Mündung in die Niers x Verlauf durch BK-4904-100 auf einer Länge von rd. 950 m x Verlauf durch LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 2 km x Verlauf durch VB-D-4904-001 auf einer Länge von rd. 2 km Freiablaufvariante „Lärmschutzwall“ (Anschluss Plattenstraße + Anschluss A46) Die Anschlussstelle der Trassen „Köhm“ und „Nördlich Altlast“ entspricht auch der Anschlussstelle der Trasse „Lärmschutzwall“ an den Tagebausee. Sie verläuft in Richtung Norden in der Trasse der ehemaligen A61 auf einer Länge von rd. 160 m. In der Trasse der ehemaligen A61 besteht bereits eine Verwallung der rückgebauten Autobahn die ggf. weiterhin genutzt werden kann. Anschließend schwenkt die Trasse nach Westen und verläuft südseitig parallel zu einem bestehenden Lärmschutzwall. Auf dem Verlauf bis zur bestehenden Gewässerachse der Niers verläuft die Trasse des Seeablaufgewässers in landwirtschaftlichen Flächen. Bei Niers-km 111+674 trifft die Trasse auf den bestehenden Verlauf der Niers und folgt dem zuvor beschriebenen Verlauf der Varianten „Köhm“, „Süd“ und „Nördlich Altlast“ bis zur A46 bzw. Plattenstraße. Die Trasse verläuft größtenteils in Böden hoher Schutzwürdigkeit. Im Verlauf der bestehenden Niers liegen Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen vor, die eine Kühlfunktion aufweisen Im südlichen Abschnitt der bestehenden Köhm ist ein Boden mit sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, der eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzt. Neben der Querung schutzwürdiger Böden bestehen die folgenden Konflikte mit Schutzgebieten bzw. vorhandenen Biotopstrukturen: x Kreuzung der Allee entlang der L277 x Verlauf durch LSG-4904-0003 (randl.) auf einer Länge von rd. 630 m x Kreuzung von Baumbestand (Ortsbegehung) vor der Mündung in die Niers x Verlauf durch BK-4904-100 auf einer Länge von rd. 930 m x Verlauf durch LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 2 km x Verlauf durch VB-D-4904-001 auf einer Länge von rd. 2 km Freiablaufvariante „A61“ Die Trasse „A61“ beginnt an der Anschlussstelle der Variante „Köhm“ und verläuft von dort aus auf einer Länge von rd. 500 m in nördlicher Richtung in der ehemaligen Trasse der A61. Anschließend schwenkt die Trasse nach Westen aus, um danach wieder einen nördlichen Verlauf aufzunehmen. Hier kreuzt die Trasse einen Zubringer (K19) zur Autobahn A61. Kurz nach der Kreuzung befindet sich RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 67 von 113 eine Engstelle der Trasse. Westlich und östlich der Trasse bestehen Wohnbebauungen und bieten einen ca. 50 m breiten Korridor für die Trasse. Daraufhin kreuzt der Verlauf die Hochstraße und einen geschützten Landschaftsbestandteil (Obstwiese) westlich des Wanloer Friedhofs. Weiterhin besteht ein Verlauf nach Norden östlich der Ortschaft Wanlo. Auf diesem Abschnitt kreuzt die Trasse mehrere Wirtschaftswege und verläuft in landwirtschaftlich genutzten Flächen. Vor der Autobahn A46 verschwenkt die Trasse in Richtung Westen um und verläuft zwischen der A46 im Norden und dem Gut Kappelshof im Süden bis sie bei Fkm 110+725 an die bestehende Niers anschließt. Im Verlauf der Trasse sind Böden sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, die eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzen. Neben der Querung schutzwürdiger Böden bestehen die folgenden Konflikte mit Schutzgebieten bzw. vorhandenen Biotopstrukturen: x Verlauf durch LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 270 m x Kreuzung einer Obstwiese (geschützter Landschaftsbestandteil) x Verlauf durch VB-D-4904-001 auf einer Länge von rd. 80 m Freiablaufvariante „Nord“ Die Anschlussstelle der Trasse „Nord“ befindet sich am nördlichen Rand des Tagebausees (s. Anlage Blätter B-2), ca. 500 m östlich der Autobahn A61. Die Trasse verläuft weiter Richtung Norden quer über eine Anhöhe (s. Anlage Blatt B-2.1) und kreuzt im weiteren Verlauf einen Windpark und die Hochstraße. Südlich des Autobahnkreuz Mönchengladbach-Wanlo verschwenkt die Trasse nach Westen und kreuzt die Autobahn A61. Durch landwirtschaftlich genutzte Flächen verläuft die Trasse weiter parallel zur Autobahn A46 bis sie bei Fkm 110+725 an die Niers anbindet. Im Verlauf der Trasse sind Böden sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, die eine besonders ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzen. Neben der Querung schutzwürdiger Böden bestehen die folgenden Konflikte mit Schutzgebieten bzw. vorhandenen Biotopstrukturen: x Kreuzung der Allee entlang der Hochstraße x Verlauf durch LSG-4804-0007 auf einer Länge von rd. 170 m x Verlauf durch VB-D-4904-001 auf einer Länge von rd. 80 m Pumpvariante „PW Köhm“ RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 68 von 113 Die Variante mit Pumpstation an der Köhm sieht die Errichtung einer Pumpstation am zukünftigen Ufer des Tagebausees in unmittelbarer Nähe der Köhm vor. Das Wasser wird bei dieser Variante mit einer noch festzulegenden Rate aus dem See entnommen und über einen Höhenunterschied von rd. 7 m in die heutige Köhm gefördert. Von dort folgt es der natürlichen Vorflut über die Köhm zur Niers. Die Errichtung künstlicher Leitungen ist nicht erforderlich. Pumpvariante „PW Holzweiler Fließ“ Die Variante mit Pumpstation am Holzweiler Fließ sieht analog zur Variante „PW Köhm“ die Errichtung einer Pumpstation am Ufer des Tagebausees und die Einleitung von Wasser in das Holzweiler Fließ vor. Die Förderhöhe fällt bei dieser Variante aufgrund der natürlichen Topografie mit rd. 10 Metern etwas größer aus als bei der Variante „PW Köhm“ (7 m). Von der Einleitstelle folgt das Wasser der natürlichen Vorflut über Wahnbuschgraben, Köhm und Niers. Die Errichtung von künstlichen Leitungen ist auch hier nicht erforderlich. Pumpvariante „PW Zourshof“ Die Variante „PW Zourshof“ bedient sich ebenfalls einer Pumpstation am Holzweiler Fließ. Im Gegensatz zur Variante PW Holzweiler Fließ“ wird das Wasser jedoch nicht direkt in das Holzweiler Fließ eingeleitet, sondern über eine Druckrohrleitung mit noch festzulegendem Querschnitt in die Niers auf Höhe des Zourshof. 5.3.3 Ortsbegehung Am 15.09.2022 und am 01.12.2023 wurden Ortsbegehungen des Suchraums durchgeführt. Die Anlage A-2 enthält eine Bilddokumentation dieser Begehungen. Die Ortsbegehungen dienen der Inaugenscheinnahme, Verifizierung und ggf. Anpassung der potenziellen Trassenkorridore. Vor Ort erkennbare Restriktionen (z. B. Baumbestand) wurden dokumentiert (vgl. Karte B-2.3). 5.4 Stufe 1: Bewertung der Längsschnittgestaltung 5.4.1 Überblick In der ersten Stufe des Variantenstudiums erfolgt zunächst die Längsschnittgestaltung der Varianten, die sich bei den Freiablaufvarianten aus der Ermittlung der Abflüsse und des Sohlgefälles zusammensetzt. Für die so ermittelten Freiablaufvarianten und die bestehenden Gewässerstrukturen, deren Nutzung im Rahmen der Pumpvarianten vorgesehen ist, werden leitbildkonforme Gewässerquerschnitte abgeleitet und bewertet. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 69 von 113 Darüber hinaus werden weitere längsschnittbezogene Aspekte wie Grundwasserkontakt, die Sohllage im renaturierten Niersabschnitt Stahlenend und Auswirkungen auf die angrenzenden Wasserhäuser diskutiert. Als Fazit der Diskussion erfolgt eine Festlegung von Planungsrandbedingungen für das weitere Variantenstudium und eine Vorauswahl der weiter zu betrachtenden Varianten. 5.4.2 Direkteinzugsgebiete und Abflüsse Auf Grundlage der in Kapitel 4 dargestellten Methodik werden die Abflüsse aller Freiablaufvarianten bestimmt (s. Tabelle 5, Anlagen A-3). Die ermittelten HQ1-Abflüsse liegen demnach zwischen 0,60 m³/s und 1,62 m³/s. Die HQ100-Abflüsse bewegen sich zwischen 1,38 m³/s und 11,14 m³/s. Die ermittelten Grundwasserzuströme der Freiablauftrassen liegen dabei zwischen 0 l/s und 30 l/s bzw. 50 l/s für die Variante „Zourshof“ und befinden sich damit in sehr guter Übereinstimmung zu den Ergebnissen des numerischen Modells (s. Kap. 2.7.4). Nachfolgend wird der Grundwasserzustrom vereinfachend für alle Varianten zu 32 l/s angenommen, da die hier durchgeführten Berechnungen nur orientierenden Charakter haben und zum größten Teil niedriger ausfallen als die Ergebnissen der numerischen Modellierung, deren Ergebnissen derzeit eine größere Zuverlässigkeit zugeschrieben wird. Durch die Berücksichtigung der größeren Werte aus der Numerik wird das Mittelwasserbett des geplanten Ablaufgewässers damit tendenziell überdimensioniert. Da der Grundwasserzustrom zum Ablaufgewässer im Verhältnis zum Gesamtabfluss nur einen geringen Teil ausmacht (Q GW / HQ1 < 5 %), wird sich die geringfügige Überschätzung jedoch nicht merklich auswirken. Gemäß den Erläuterungen in Kap. 2.7.4 wird die Niers etwa auf Höhe der Plattenstraße Grundwasserkontakt haben und damit deutlich später als die im Einschnitt verlaufenden Freiablaufvarianten. Die Pumpvarianten erfahren daher durch ihre Lage in den bestehenden Gewässerstrukturen an der Geländeoberkante einen geringeren Grundwasserzustrom auf der Fließstrecke. Entsprechend der vorherigen Argumentation wird bei den Pumpvarianten dennoch rechnerisch ein Grundwasserzustrom von 32 l/s angenommen und das Mittelwasserbett damit tendenziell überdimensioniert. Die mit * markierten Werte (MQ, HQ1) aus dem Direkteinzugsgebiet der Trassen setzen sich aus den Bestandsdaten des Niersverband (s. Tabelle 1) und dem Grundwasserzustrom von 32 l/s (vgl. Kap. 2.7.4) zusammen. Der HQ1-Abfluss auf Höhe der Plattenstraße (0,85 m³/s) entspricht dabei der Summe aus dem Abfluss aus dem Teileinzugsgebiet 11500_9000 (Niers; 0,812 m³/s) und dem Grundwasserzustrom. Der Abfluss auf Höhe der A46 (1,05 m³/s) setzt sich aus den Abflüssen der Teileinzugsgebiete 11500_9000 (Niers; 0,812 m³/s) und 11600_9000 (Venrather Fließ; 0,210 m³/s) sowie dem Grundwasserzustrom zusammen. Die übrigen Werte der HQ1- und HQ100-Abflüsse wurden mit der vorgestellten Methodik (s. Kap. 4.2) berechnet (s. Anlage A-3.3), da für diese Trassen keine Werte des Niersverbands vorliegen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 70 von 113 Für die mit ** markierten Werte ergeben sich rechnerisch aus der NA-Ermittlung auf Höhe der A46 zunächst geringere Abflusswerte als auf Höhe der Plattenstraße (vgl. Summe HQ100 aus Tagebausee und Direkteinzugsgebiet). Da sich die A46 entlang der Niers weiter unterhalb befindet als die Plattenstraße, wird auf der sicheren Seite liegend für den Abfluss auf Höhe der A46 reine Translation des Abflusses auf Höhe der Plattenstraße angesetzt. Das heißt, der (größere) Abfluss auf Höhe der Plattenstraße wird übernommen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 71 von 113 Tabelle 5: Zusammenstellung der Abflüsse (MQ, HQ1, HQ100) der Freiablaufvarianten. (*) Bestandsdaten des Niersverband + . (**) Angepasste Abflusswerte, s. Erläuterung im Text. Trasse Tagebausee Direkteinzugsgebiet Summe MQ [m³/s] HQ1 [m³/s] HQ100 [m³/s] MQ [m³/s] HQ1 [m³/s] HQ100 [m³/s] MQ [m³/s] HQ1 [m³/s] HQ100 [m³/s] Ist-Zustand bis A46 - - - *0,05 *1,02 9,78 0,05 1,02 **10,46 bis Plattenstraße - - - *0,05 *0,81 10,46 0,05 0,81 10,46 Nord bis A46 (Niers) 0,15 0,57 1,16 0,03 0,03 9,98 0,18 0,60 11,14 nur Trasse 0,15 0,57 1,16 0,03 0,03 0,41 0,18 0,60 1,57 A61 bis A46 (Niers) 0,15 0,57 1,16 0,03 0,03 9,91 0,18 0,60 11,07 nur Trasse 0,15 0,57 1,16 0,03 0,03 0,22 0,18 0,60 1,38 Lärmschutzwall bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,04 0,23 1,62 9,20 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 7,63 0,23 1,42 8,79 Nördlich Altlast bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,06 0,23 1,62 9,22 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 7,69 0,23 1,42 8,85 Köhm bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,02 0,23 1,62 9,18 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 7,55 0,23 1,42 8,71 Süd A bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,59 0,23 1,62 **10,80 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 9,64 0,23 1,42 10,80 Süd B bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,50 0,23 1,62 **10,70 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 9,54 0,23 1,42 10,70 Zourshof bis A46 0,15 0,57 1,16 *0,08 *1,05 8,52 0,23 1,62 **10,58 bis Plattenstraße 0,15 0,57 1,16 *0,08 *0,85 9,42 0,23 1,42 10,58 Hinsichtlich der Abflüsse aus den Direkteinzugsgebieten der Trassen ist noch anzumerken, dass bei allen Trassenvarianten nur Teileinzugsgebiete (bzw. Teile davon) an der Abflussbildung beteiligt sind, die auch im Bestand bereits Vorflut über die Niers finden. Durch die Trasse des Ablaufgewässers werden keine zusätzlichen Einzugsgebiete an die Niers angeschlossen, was ansonsten grundsätzlich zu einer Erhöhung der Abflusswerte führen könnte. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 72 von 113 Bei den zur Auswahl stehenden Trassen kommt es im Einzugsgebiet jedoch zu einer Veränderung im Prozess der Abflusskonzentration und -transformation. Bei dem Vergleich der HQ100-Werte der Trassen „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ mit dem Ist-Zustand wird deutlich, dass die Trassen etwas geringere Werte aufweisen als der Ist-Zustand. Die Trassen bewirken also sogar eine Retention des Hochwasserabflusses, was sich durch das geringe Sohlgefälle der Trassen begründen lässt (s. Tabelle 6). Die übrigen Varianten führen rechnerisch zu einer geringfügigen Erhöhung der HQ100-Abflüsse im Vergleich zum Ist-Zustand. Die ermittelten Abflüsse dienen entsprechend Kapitel 4.2 im weiteren Verlauf der Festlegung der Gerinneabmessungen. Der HQ1-Abfluss ist dabei Grundlage für die Dimensionierung der Sohlbreite und des Entwicklungskorridors. Der ermittelte HQ100-Abfluss dient der Überprüfung der Abflusskapazität des Gesamtgerinnes inkl. Sekundäraue für den Hochwasserfall. Auf die Unsicherheiten in der Ermittlung der Niederschlags-Abflusswerte insbesondere aus den Direkteinzugsgebieten wird an dieser Stelle ebenfalls noch einmal hingewiesen (vgl. Kap. 4.3.2). 5.4.3 Grundwasserkontakt Grundwasser beeinflusst kleine Fließgewässer in mehrfacher Hinsicht. Es trägt wesentlich zur Wasserführung bei, insbesondere in Trockenperioden, indem es kontinuierlich Wasser zuführt und so den Basisabfluss aufrechterhält. Dies verhindert das Austrocknen der Gewässer und sorgt für stabile Lebensbedingungen für aquatische Organismen. Darüber hinaus beeinflusst Grundwasser die Wassertemperatur, da es oft kühler als Oberflächenwasser ist und somit zur Temperierung des Gewässers beiträgt. Dies ist besonders in heißen Sommermonaten von Bedeutung, da zu hohe Wassertemperaturen die Sauerstoffverfügbarkeit und damit die Lebensbedingungen für viele Fischarten und Insekten beeinträchtigen können. Zudem wirkt sich Grundwasser auf die chemische Zusammensetzung des Fließgewässers aus. Es kann Mineralien und Nährstoffe, aber auch Schadstoffe eintragen, was sowohl positive als auch negative Auswirkungen auf die Wasserqualität und die ökologische Balance haben kann. Die Interaktion zwischen Grundwasser und Fließgewässern ist daher ein wesentlicher Faktor für das Funktionieren und die Stabilität dieser Ökosysteme. Kleine Fließgewässer ohne Grundwasserkontakt sind stark auf direkte Niederschläge, Oberflächenabfluss und saisonale Zuflüsse angewiesen, was ihren Wasserhaushalt besonders anfällig für klimatische Schwankungen macht. In Trockenperioden kann der Wasserstand schnell sinken oder das Gewässer komplett austrocknen, was zu drastischen Veränderungen der Lebensbedingungen führt. Solche Gewässer zeigen oft große Temperaturschwankungen, da sie keine kühlenden Effekte durch den Grundwassereinstrom erfahren. Dies kann zu erhöhter Verdunstung, einer Verringerung des Sauerstoffgehalts und einer Verschlechterung der Wasserqualität führen, was das Überleben vieler aquatischer Arten erschwert. Darüber hinaus fehlt die konstante Nährstoffzufuhr durch das Grundwasser. Die Lebensgemeinschaften in diesen Fließgewässern sind häufig spezialisierter und widerstandsfähiger gegenüber extremen Bedingungen, reagieren aber auch besonders sensibel auf anthropogene Eingriffe wie Entwässerung, Wasserentnahme oder Verschmutzung. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 73 von 113 In der Natur existieren sowohl Gewässer mit Grundwassereinfluss als auch solche, die ohne direkten Kontakt zum Grundwasser auskommen – beides stellt natürliche und ökologisch wichtige Varianten dar. Diese Vielfalt ist das Ergebnis unterschiedlicher geologischer und hydrologischer Gegebenheiten, wie Bodenbeschaffenheit, Topografie und Klimaverhältnisse. Dieser Sachverhalt spiegelt sich auch in den fließgewässertypologischen Leitbilddefinitionen wieder, die für jeden Gewässertyp sowohl grundwassergeprägte wie auch grundwasserarme Verhältnisse berücksichtigen. Beide Verhältnisse bieten Lebensraum für spezialisierte Arten und tragen zur biologischen Vielfalt bei, da sie jeweils unterschiedliche ökologische Nischen schaffen. Die Koexistenz dieser verschiedenen Fließgewässerformen ist daher ein natürlicher Bestandteil des Landschaftswasserhaushalts und spiegelt die Anpassungsfähigkeit der Ökosysteme an lokale Umweltbedingungen wider. Die betrachteten Varianten mit Pumpstation erhalten aufgrund ihrer Lage an der Geländeoberfläche im Suchraum keinen Grundwasserkontakt (vgl. Kap. 2.7.4). Die Varianten mit freiem Ablauf erhalten aufgrund der tiefen Geländeeinschnitte hingegen Kontakt zum Grundwasser. Gemäß der Erläuterungen in Kap. 5.2.3 und 5.2.4 besteht aber auch bei den Pumpvarianten durch die gezielte Steuerung der Entnahmemenge und -tiefe hinsichtlich des Wasserhaushalts die Möglichkeit, künstlich den Charakter eines grundwassergeprägten Gewässers zu schaffen. Auf Grundlage dieser Erläuterungen lassen sich keine grundsätzlichen Vor- oder Nachteile der betrachteten Varianten hinsichtlich des Kontakts mit dem Grundwasser benennen. Alle Varianten – mit oder ohne Grundwasserkontakt – bieten auf grundsätzlicher Ebene die Voraussetzungen für eine leitbildnahe Entwicklung der Fließgewässersysteme. Eine differenzierte Betrachtung mit Bezug auf die realisierbaren Sohlgefälle folgt im nächsten Kapitel. 5.4.4 Leitbildkonformität Für die in Kap. 5.3.2 beschriebenen Freiablaufvarianten werden zunächst die Leitbildparameter Sohlgefälle, Sohlbreite und Mindestbreite des Entwicklungskorridors ermittelt (s. Anlage A-4 und Tabelle 6). Das Sohlgefälle der Freiablaufvarianten ergibt sich aus den Höhen der beiden Anschlussstellen und der Länge der Trasse. Die Sohlhöhe des Ablaufgewässers unmittelbar hinter dem Ablaufbauwerk wird für alle Varianten auf 65,50 m NHN festgelegt. Diese ergibt sich aus der Schwellenhöhe von 65,90 m NHN, über die bei Mittelwasserabfluss (MQ) ein vollkommener Überfall (ohne Rückstau in den Tagebausee) ermöglicht werden soll. Hierfür wird eine maximale Fließtiefe von 0,4 m angesetzt. Die unterwasserseitige Anschlusshöhe der Varianten in der Niers ist von der gemäß LANUV-DGM prognostizierten Sohlhöhe des jeweiligen Anschlusspunktes abhängig. Für den Anschluss an die Niers auf Höhe der A46 wird eine Sohlhöhe von 61,78 m NHN prognostiziert und für den Anschluss Höhe Plattenstraße eine Sohlhöhe von 64,22 m NHN. Es ergeben sich für die Varianten „Nord“, „A61“, „Lärmschutzwall“, „Nördlich Altlast“, „Köhm“ und „Süd A“ (jeweils mit Anschlusspunkt A46) Sohlgefälle größer oder gleich 1,0 ‰. Für die übrigen Varianten, insbesondere alle Varianten mit Anschlusspunkt Plattenstraße, ergeben sich Sohlgefälle < 1,0 ‰ (0,3 bis 0,5 ‰). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 74 von 113 Tabelle 6: Übersicht über die ermittelten Leitbildparameter (Länge, Sohlgefälle, Sohlbreite, Breite der Sekundäraue = Breite de s Entwicklungskorridors = 5 x Sohlbreite) für die Freiablaufvarianten. Für weitere Informationen siehe Anlage A-4. Trasse Länge Sohlgefälle Pot. nat. Sohlbreite Breite der Sekundäraue (Entwicklungskorridor) [m] [‰] [m] [m] Nord (bis A46) 1.798 2,1 2,0 10,0 A61 (bis A46) 2.353 1,6 2,0 10,0 Lärmschutzwall bis A46 3.300 1,1 6,0 30,0 bis Plattenstraße 2.610 0,5 7,0 35,0 Nördlich Altlast bis A46 3.200 1,2 6,0 30,0 bis Plattenstraße 2.510 0,5 7,0 35,0 Köhm bis A46 3.270 1,1 6,0 30,0 bis Plattenstraße 2.580 0,5 7,0 35,0 Süd A bis A46 3.605 1,0 6,0 30,0 bis Plattenstraße 2.915 0,4 8,0 40,0 Süd B bis A46 3.992 0,9 6,0 30,0 bis Plattenstraße 3.302 0,4 8,0 40,0 Zourshof bis A46 4.768 0,8 7,0 35,0 bis Plattenstraße 4.078 0,3 9,0 45,0 Mit den gewählten Profilparametern aus dem Leitbild, dem Sohlgefälle und dem ermittelten HQ1- Abfluss wird jeweils die potentiell natürliche Sohlbreite ermittelt (bordvoller Abfluss) und die Mindestbreite des Entwicklungskorridors (= 5 x Sohlbreite) nach Blauer Richtlinie NRW [6] bestimmt (s. Anlage A-4 und Tabelle 6). Die potenziell natürliche Sohlbreite wird anhand der aus dem Leitbild vorgegebenen Profilgeometrie und dem Abfluss bei Ausuferungsbeginn (HQ1) ermittelt. Die Sohlbreiten der Varianten liegen in der Bandbreite von 2 – 9 m vor und sind auf diesem Wege unmittelbar vom Sohlgefälle abhängig (höheres Gefälle, niedrigere Sohlbreite). Die minimale Breite des Entwicklungskorridors ergibt sich nach dem ungünstigsten Verhältnis der potenziellen natürlichen Gerinnebreite zur Breite des Entwicklungskorridors. Nach Blauer Richtlinie [6] (Anhang 1, Tabelle 2) ergibt sich das Verhältnis zu 1:5. Somit liegen die Mindestbreiten des Entwicklungskorridors im Bereich 10 - 45 m, wiederum direkt vom Längsgefälle abhängig. Die Mindestbreite der Varianten „Nord“ und „A61“ hat daher den geringsten Wert (10 m), wohingegen die Variante „Zourshof“ die größten Werte von 35 bzw. 45 m aufweist. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 75 von 113 Das im Leitbild aufgeführte Sohlgefälle (1-12 ‰, s. Kap. 3.1.2) ist als Orientierung zur naturnahen Gewässerentwicklung zu verstehen und dient in planerischer Hinsicht in erster Linie der Bestimmung des erforderlichen Flächenbedarfs zum naturnahen Gewässerausbau (s. o.). Restriktionen (u. a. aufgrund räumlicher Zwangslagen) bleiben im Leitbild unberücksichtigt und fließen erst in die Ableitung des Entwicklungsziels ein (hier: Herstellung des maximal möglichen Sohlgefälles, s. Kap. 3.2; vgl. „Grundsätze der naturnahmen Gewässerentwicklung“ gem. Blauer Richtlinie [6]). Wasserrechtlich bemisst sich die naturnahe Gewässerentwicklung nach dem sich einstellenden ökologischen Zustand, bewertet anhand der biologischen Qualitätskomponenten. Die entsprechenden Referenzzönosen (Bewertungsmaßstab) werden u. a. unter Berücksichtigung der erreichbaren hydromorpholgischen Ausprägung bestimmt. Hierbei fließt das Sohlgefälle mittelbar ein, entfaltet selbst jedoch keine wasserrechtlich bindende Wirkung. Sehr wohl hängt aber die Ausbildung der Zönose eines Fließgewässers eng mit den benannten Gefällewerten zusammen. Insbesondere bei niedrigen mittleren Gefällewerten < 1 ‰ ist in der Praxis nicht einmal mit einem faktisch durchgehenden Längsgefälle zu rechnen, d. h. es kann zu örtlichen Rückstausituationen und / oder Reduzierung der Fließgeschwindigkeit mit allen Konsequenzen für die Ausbildung der Habitatausstattung und sich entwickelnden Biozönosen kommen. Die Freiablaufvarianten mit einem Anschluss an der Plattenstraße weisen durchgehend deutlich kleinere Sohlgefälle auf als die entsprechenden Varianten mit Anschluss auf Höhe der A46 (s. o.), d. h. sie sind diesbezüglich systematisch im Nachteil. Zusätzlich – und direkt daraus folgend - werden bei den Varianten mit Anschluss auf Höhe der Plattenstraße durchweg größere Mindestbreiten des Entwicklungskorridors erforderlich. Die größere Breite des Entwicklungskorridors bedingt damit auch eine größere Flächeninanspruchnahme des Seeablaufgewässers. Die Pumpvarianten nutzen die vorhandenen Gewässerstrukturen zur Ableitung des Seewassers. Eine hohe Leitbildkonformität ist im Fall der Pumpvarianten also für die genutzten vorhandenen Gewässerstrukturen darzulegen. Hinsichtlich der Morphologie (z. B. Sohlbreite und -gefälle) und des Querprofils (z. B. Einschnittstiefe) weisen die bestehenden Gewässerstrukturen eine gute Übereinstimmung mit dem Leitbild auf. Defizite liegen hingegen z. B. bei der Bachbettform (Leitbild: Kastenprofil) und der Laufentwicklung (Leitbild: unregelmäßige Mäander) vor. Hinsichtlich der Ausuferungscharakteristik ist neben dem Sohlgefälle und der Sohlbreite noch die Abflusscharakteristik entscheidend, die durch einen entsprechenden Ausbau der Pumpstation (maximale Förderkapazität) und Abflussregulierung positiv beeinflusst werden kann. Grundsätzlich ist zur Herstellung des Seeablaufs ein Ausbau der maximalen Pumpenleistung auf 150 l/s ausreichend (vgl. Kap. 4.3.1). Soll eine zusätzliche Dynamisierung des unterjährigen Abflussspektrums erzielt werden, wären als nächstes, gemäß Leitbilddefinition, die Hochwasserabflüsse HQ1 von Köhm und Niers – 0,44 m³/s bzw. 0,81 m³/s als Ausbaugrößen für die Pumpenleistung anzustreben. Eine darüber hinaus gehende Förderung der Aueninteraktion durch regelmäßigen Überstau erfordert einen Ausbau auf eine maximale Pumpenleistung in der Größenordnung des bordvollen Abflusses, der in Kap. 2.7.3 überschlägig zu 2,2 m³/s (Köhm) bzw. 2,4 m³/s (Niers) ermittelt wurde. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 76 von 113 Zusammenfassend kann festgehalten werden, dass die überschlägige Förderkapazität in dem Bereich 0,15 m³/s bis rd. 2,5 m³/s liegt. Höhere Förderkapazitäten erfordern einen größeren Ausbau der Pumpstation, haben jedoch – vereinfacht gesagt – Vorteile hinsichtlich des ökologischen Entwicklungspotentials der Gewässer. 5.4.5 Sohllage der Niers im renaturierten Abschnitt „Stahlenend“ Die Trassen „Zourshof“, „Süd A“, „Süd B“, „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ erfordern als Freiablaufvarianten jeweils bis zur A46 eine Anpassung der Sohllage der Niers im renaturierten Abschnitt Stahlenend (s. Kap. 2.4.2) zur Gewährleistung eines hinreichenden Sohlgefälles. Sie führen damit zum Verlust der bestehenden gewässerstrukturellen Verhältnisse (Sohl- und Uferstrukturen) einschließlich der vorhandenen Vegetation. Auf die im Fall der Inanspruchnahme des renaturierten Abschnitts zu erwartende, bauzeitliche Zerstörung des Biotops würde eine leitbildkonforme Wiederherstellung der Niers vor Ort folgen. Die Quervernetzung zur Aue kann hierbei durch eine entsprechend anzulegende Sekundäraue gewährleistet werden. Zusätzlich würde der oberhalb gelegene Gewässerabschnitt ebenfalls leitbildkonform hergestellt und gegenüber derzeitigen Verhältnissen signifikant aufgewertet. Gewässerstrukturelle Maßnahmen wirken dabei i. d. R. unvermittelt, d. h. es ist zu erwarten, dass sich der Zustand vor Maßnahmenumsetzung kurzfristig in mindestens gleichartiger und gleichwertiger Gestalt vor Ort wiedereinstellt. Zudem würde der oberhalb liegende Abschnitt gewässerstrukturell gleichwertig umgestaltet und die Gesamtfläche des Biotops deutlich ausgedehnt. Die mit den vorher genannten Trassen verbundene Beeinträchtigung des renaturierten Abschnitts der Niers würde somit mindestens ausgeglichen. Der renaturierte Abschnitt der Niers oberhalb der A46 entfaltet daher keine restriktive Wirkung i. S. von Zwangspunkten für die Sohllage des Ablaufgewässers und kann daher im Weiteren vollumfänglich einbezogen werden. 5.4.6 Wasserhäuser Im Suchraum befinden sich entlang der Köhm und Niers die drei Wasserhäuser x Haus Keyenberg (Köhm) x Wilderather Hof (Niers) x Schwalmerhaus (Niers) Baulich handelt es sich bei den drei Anlagen um Burgen bzw. Herrenhäuser, die mit umlaufenden Wassergräben (Gräften) die um das 14. Jahrhundert errichtet wurden. Durch das Absinken des Grundwasserspiegels im Rahmen des Braunkohleabbaus wurde eine künstliche Benetzung der Gräften mit Wasser erforderlich, die bis heute betrieben wird. Alle drei Wasserhäuser werden auch in Zukunft keinen Grundwasseranschluss erhalten (s. Kap. 2.7.4). Eine Benetzung über eine Freigefälleleitung aus der Köhm bzw. Niers ist grundsätzlich nur im Rahmen der Pumpvarianten möglich, da sich die Wasserspiegel in der Niers sonst deutlich unterhalb der Gräften (knapp unterhalb der GOK) befinden. Inwiefern die Benetzung des Wassergräben allein RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 77 von 113 aus den benachbarten Fließgewässern heraus erfolgen kann, ist im weiteren Planungsverlauf technisch zu prüfen. 5.4.7 Zwischenbewertung und Fazit Für die Freiablaufvarianten „Zourshof“, „Süd A“, „Süd B“, „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ kommen jeweils zwei mögliche Anschlusspunkte in der Niers in Betracht. Der Anschlusspunkt Plattenstraße hat den Vorteil, dass keine bauzeitlichen Eingriffe im renaturierten Niersabschnitt „Stahlenend“ erforderlich sind. Das maximal mögliche Sohlgefälle dieser Varianten liegt jedoch deutlich unterhalb der entsprechenden Varianten mit Anschluss auf Höhe der A46 (jeweils 0,5 bis 0,7 ‰ geringer). Hinzu kommt eine größere Flächeninanspruchnahme der Varianten mit Anschluss Plattenstraße durch die breiteren Entwicklungskorridore (5-10 m). Aufgrund des geringeren Sohlgefälles und der damit verbundenen, äußerst gering zu erwartenden Eigendynamik des Ablaufgewässers sowie der hohen Flächeninanspruchnahme durch den breiten Entwicklungskorridor werden die Varianten „Zourshof“, „Süd A“, „Süd B“, „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ mit dem Anschluss auf Höhe der Plattenstraße von der weiteren Betrachtung ausgeschlossen. Die entsprechenden Varianten mit Anschluss auf Höhe der A46 werden hingegen, genauso wie die Varianten „Nord“ und „A61“, in der anschließenden Bewertung weiter betrachtet. Eine bauzeitliche Beeinträchtigung des renaturierten Niersabschnitts, die ohnehin als zulässig einzustufen ist, wird damit im weiteren Verlauf in Betracht gezogen. Bei den Pumpvarianten ist als Ausbaugröße für die Pumpenanlagen in der weiteren Betrachtung eine Förderkapazität in dem Bereich 0,12 - 2,5 m³/s als Planungsrandbedingung zugrunde zu legen. Des Weiteren eignen sich alle drei Pumpvarianten zur weiteren Betrachtung. 5.5 Stufe 2: Trassenanalyse 5.5.1 Überblick In Stufe 2 erfolgt die sog. Trassenanalyse, also die detaillierte Ausarbeitung der Gewässertrassen inklusive ihrer geometrischen Abmessungen und die Berücksichtigung von Sonderbauwerken (Gewässeranschlüsse und Gewässerkreuzungen). Durch Eintragung von Zwangspunkten im Längs- und Querschnitt (z.B. Leitungen, Straßen) werden erforderliche Anpassungen der Gerinneabmessungen sowie Sonderbauwerke wie z.B. Durchlässe oder erforderliche Verlegungen von bestehenden Leitungen ermittelt. Das Vorgehen unterstellt, dass die Zwangspunkte auch noch zu einem späteren Realisierungszeitpunkt in gleicher Form vorhanden und zu beachten sind. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 78 von 113 Auf Grundlage der geometrisch und konstruktiv ausgearbeiteten Varianten erfolgt eine Diskussion und Zwischenbewertung weiterer variantenspezifischer Aspekte wie z. B. der Umfang erforderlicher Eingriffe und die Auswirkungen auf den Hochwasserschutz. 5.5.2 Anbindung bestehender Gewässer Hintergrund Bedingt durch die großen Einschnittstiefen der geplanten Freiablaufvarianten treten im Bereich von Anschlüssen bestehender Nebengewässer, die naturgemäß nahe der Geländeoberfläche verlaufen, unweigerlich große Absturzhöhen auf, die einer ökologischen Durchgängigkeit entgegenstehen können. Grundsätzlich besteht jedoch gemäß Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) das Ziel, Fließgewässer bzw. Oberflächenwasserkörper ökologisch durchgängig zu gestalten, soweit es für einen guten ökologischen Zustand oder ein gutes ökologisches Potenzial des Gewässers erforderlich ist. Aus diesem Grund ist für jedes anzuschließende Nebengewässer individuell zu prüfen, welche ökologischen Anforderungen konkret an den Gewässeranschluss gestellt werden. Im Fall der Pumpvarianten spielen Gewässeranschlüsse keine Rolle, da lediglich die bestehenden Gewässer genutzt aber in ihrer Höhenlage nicht modifiziert werden. Definition und Prüfung der Anforderungen an die ökologische Durchgängigkeit Anhand von Entscheidungskriterien gilt es zu untersuchen, für welches Gewässer ein durchgängiger Anschluss erforderlich und sinnvoll umsetzbar ist. Bei geringer ökologischer Bedeutung und gleichzeitig großem baulichen Maßnahmenbedarf wird andernfalls ein Anschluss über ein technisches Bauwerk favorisiert. Folgende Kriterien dienen als Entscheidungsgrundlage und werden für die einzelnen Gewässer untersucht: x Wasserwirtschaft (Gewässerökologie), x Berichtspflichtig nach EG-WRRL („Zielerreichungsgebot“), x Fisch-Fauna, x ständig / nicht-ständig wasserführend (Abflussregime), x Gewässerstatus (nach § 2 LWG NRW), x Terrestrischer Biotopverbund (landseitige Durchgängigkeit), x Biotopverbund, x Biotope, x Freiraumplanung (Ästhetik), x Besondere Anforderungen an die Ästhetik, x Vorhandene Querbauwerke. Die Ergebnisse sind tabellarisch in Anlage A-6.1 zusammengestellt. Das derzeit einzige berichtspflichtige Gewässer nach EG-WRRL ist die Niers (OWK 286_109828). Es ist möglich, dass der Abschnitt der Niers oberhalb des Gewässerabschnitts, der durch Anschluss des RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 79 von 113 Sees und Herstellung eines neuen Gewässers entsteht, als Wasserkörper der EG-WRRL erhalten bleibt, da die Größe des Einzugsgebiets unabhängig von der Wahl der Ableitungstrasse mehr als 10 km² beträgt und sich der Abschnitt wasserwirtschaftlich hinreichend von dem neu geschaffenen Seeablauf abgrenzen lässt. Eine ökologisch durchgängige Anbindung des Niersoberlaufs wäre dann aufgrund der OWK-Definition zunächst obligatorisch. Alternativ wäre auch denkbar, dass der verbleibende Abschnitt einen anderen Gewässerstatus (sonstiges Gewässer) erhält. Dies ist jedoch nicht Gegenstand der hier vorliegenden Braunkohlenplanung, sondern wäre in anderen Verfahren losgelöst vom Seeablauf des Tagebausees zu prüfen und zu regeln. Hier ist vielmehr zu berücksichtigen, dass die heutige Wasserführung durch Einleitungen vom Niersverband und der RWE Power bestimmt wird. Schon heute hat der OWK 286_1098228 keinen Grundwasseranschluss; ohne die vorgenannten Einleitungen würde er bereits heute – abgesehen von Niederschlagsabflüssen – kein Wasser führen. Da die Niers auch künftig keinen Grundwasseranschluss erhalten wird, wird sie nach Tagebauende nur in den Bereichen des Seeablaufs eine permanente Wasserführung aufweisen, nicht jedoch im Abschnitt oberhalb der Mündung in den Seeablauf (Oberlauf). Eine Fischdurchgängigkeit des Gewässeranschlusses kann darum schon aufgrund der Abflusssituation, unabhängig von der Fragestellung der OWK-Definition, nicht erreicht werden und ist aus Bewirtschaftungssicht auch nicht anzustreben. Auch die übrigen künftigen Nebengewässer sind ohne Ausnahme nicht ständig wasserführend. Für sie gelten die o. g. Ausführungen zur Niers analog. Ein fischdurchgängiger Gewässeranschluss ist damit für kein Nebengewässer erforderlich (s. Anlage A-6.1). Neben der Fischdurchgängigkeit, stellt die durchgängige Gestaltung des Gewässeranschlusses für benthale Wirbellose (Makrozoobenthos) einen untergeordneten Aspekt der aquatischen Durchgängigkeit dar. Für die Konstruktion von Gewässeranschlüssen gibt es, im Gegensatz zur Fischdurchgängigkeit, für die Wirbellosenfauna keine ausdifferenzierten Gestaltungsregeln mit Ausnahme der Forderung nach einer durchgehenden Gewässersohle, deren Substratzusammensetzung möglichst dem Fließgewässer entsprechen und eine Mächtigkeit von mindestens 20 cm aufweisen soll [23]. Vor diesem Hintergrund wird im weiteren Verlauf zunächst auf eine explizite Anpassung des Gewässeranschlusses auf das Wanderverhalten der Wirbellosenfauna mit dem Hinweis verzichtet, dass eine durchgängige Anbindung im Rahmen des Entwicklungskorridors bzw. der Böschungsgestaltung der Sekundäraue erfolgen kann. Die Anschlusssituationen der einzelnen Nebengewässer sind in Tabelle 7 zusammengestellt. Je Ge- wässeranschluss ist die Sohlhöhe des Ablaufgewässers, die Sohlhöhe des Nebengewässers und die Sohlhöhendifferenz dargestellt. Die zu überwindende Sohlhöhendifferenzen reichen von ca. 2,0 m bis 9,2 m. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 80 von 113 Tabelle 7: Varianten mit anzuschließenden Nebengewässern Ziff. Varianten mit anzuschließenden Nebengewässern Sohlhöhe Ablaufgewässer Sohlhöhe Nebengewässer Sohlhöhen- differenz Fischdurch- gängiger Anschluss m NHN m NHN m 1 Variante “Lärmschutzwall” 1.1 Niers 63,82 67,28 3,46 nicht erforderlich 1.2 Venrather Fließ 62,64 64,60 1,96 nicht erforderlich 2 Variante “Nördlich Altlast” 2.1 Niers 64,05 67,41 3,36 nicht erforderlich 2.2 Venrather Fließ 62,68 64,60 1,92 nicht erforderlich 3 Variante “Köhm” 3.1 Holzweiler Fließ 64,46 69,21 4,75 nicht erforderlich 3.2 Niers 64,04 67,48 3,44 nicht erforderlich 3.3 Venrather Fließ 62,67 64,60 1,93 nicht erforderlich 4 Variante “Süd A” 4.1 Holzweiler Fließ 64,91 71,98 7,07 nicht erforderlich 4.2 Niers 64,15 68,45 4,30 nicht erforderlich 4.3 Köhm 63,85 67,59 3,74 nicht erforderlich 4.4 Venrather Fließ 62,58 64,60 2,02 nicht erforderlich 5 Variante “Süd B” 5.1 Holzweiler Fließ 64,98 72,42 7,44 nicht erforderlich 5.2 Niers 64,33 69,55 5,22 nicht erforderlich 5.3 Köhm 63,65 67,59 3,94 nicht erforderlich 5.4 Venrather Fließ 62,5 64,60 2,10 nicht erforderlich 6 Variante “Zourshof” 6.1 Wahnbuschgraben 65,33 74,50 9,17 nicht erforderlich 6.2 Wockerather Fließ 64,56 72,62 8,06 nicht erforderlich 6.3 Köhm 63,39 67,59 4,20 nicht erforderlich 6.4 Venrather Fließ 62,4 64,60 2,20 nicht erforderlich Nicht-durchgängige (technische) Bauformen Für den Fall, dass ökologisch durchgängige Bauwerke nicht erforderlich oder zweckmäßig sind, werden nicht-durchgängige (technische) Bauwerke eingesetzt. Technische Bauwerke lösen in der Regel einen geringeren Eingriff in Natur und Landschaft aus und können mit weniger Aufwand hergestellt werden als fischpassierbare Raugerinne, die einen verhältnismäßig großen Flächenbedarf aufweisen und durch die naturnahe Bauweise aufwendiger herzustellen sind. Der Nachweis der aquatischen Durchgängigkeit entfällt für diese Bauwerke. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 81 von 113 Gemäß DWA-A 112 [21] kann ein Fallschacht mit Prallplatte bei Sohlhöhendifferenzen unter 5 m und einem Zulauf < DN 800 angeordnet werden. Die Umsetzung des Gewässeranschlusses mittels Schachtbauwerk hat den Vorteil, dass sich der räumliche Eingriff auf das Schachtbauwerk konzentriert und für das Landschaftsbild keine Beeinträchtigung vorliegt. Die Prüfung unter Berücksichtigung eines 100-jährlichen Ereignis ergibt jedoch, dass die oben genannten Kriterien für keinen Anschluss vorliegen (s. Anlage A-6.2). Eine Alternative zum Schachtbauwerk stellt die Anordnung einer festen Schwelle mit nachgeschaltetem befestigtem Kolk dar. Hier wird entweder der gesamte Höhenunterschied lokal über ein einziges Absturzbauwerk oder in mehreren Schritten über eine Absturzkaskade abgebaut. Der befestigte Kolk dient der kontrollierten Energieumwandlung. Die Absturzschwelle(n) und der Kolk können jeweils als Massivbauten aus Stahlbeton hergestellt werden oder in naturnaher Bauweise z. B. als Holzkastensperre mit naturnahem Kolk z. B. aus kiesigem bis felsigem Material. Die Beschleunigungsstrecke oberhalb des Absturzes ist ebenfalls durch entsprechend grobes Sohlmaterial zu befestigen. Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse Die Ergebnisse der Wahl und Gestaltung der Gewässeranschlüsse sind in Kap. 5.5.4 detailliert für jede Trassenvariante und jedes anzuschließende Nebengewässer beschrieben und in der Anlage A- 6.2 zusammengefasst. 5.5.3 Gewässerkreuzungen (Kreuzungsbauwerke) Mit Gewässerkreuzungen sind in dieser Studie räumliche Situationen gemeint, in denen ein Verkehrsweg mithilfe eines Kreuzungsbauwerks über ein Fließgewässer geleitet wird. Aktuelle Vorschriftenlage Hinsichtlich der durchgängigen Gestaltung von Kreuzungsbauwerken sind die folgenden Regelwerke zu beachten: x DWA-M 509 (2014) [20] x Handbuch Querbauwerke NRW (2005) [23] x Blaue Richtlinie NRW (2010) [6] Gemäß DWA-M 509 (2014) [20] gelten für die Dimensionierung von Kreuzungsbauwerken grundsätzlich die gleichen Anforderungen (geometrische und hydraulische Bemessungswerte) wie für Fischaufstiegsanlagen. Konkret sind damit Vorgaben bezüglich Längsgefälle, Bauwerksbreite, Wassertiefe, Anbindung an das Ober- und Unterwasser, Sohlsubstrat und die Bauwerkslänge verbunden (vgl. Kap. 5.3.2). Nach Möglichkeit sind Kreuzungsbauwerke in offener Bauweise als Brücken, als unter die Gewässersohle reichende Rahmendurchlässe ausreichender Breite oder große Durchlässe mit RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 82 von 113 Maulprofil herzustellen. Es ist darauf zu achten, dass der Abflussquerschnitt nicht eingeengt wird und hierbei auch Vegetation und Verlandung Berücksichtigung finden. Des Weiteren sind nach Möglichkeit beidseitig Amphibienbermen vorzusehen. Weitere Gestaltungskriterien beinhaltet Tabelle 8. Tabelle 8: Gestaltungskriterien für den Neubau von Kreuzungsbauwerken (Quelle: DWA-M 509) Das Handbuch Querbauwerke NRW (2005) [23] nennt bis auf die Mindestmächtigkeit des Sohlsubstrats von 20 cm keine weiteren differenzierten Gestaltungskriterien für die durchgängige Gestaltung Kreuzungsbauwerke. Die Forderung nach einer Mindestmächtigkeit entspringt dabei RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 83 von 113 insbesondere der Berücksichtigung der Wirbellosenfauna, die zur Wanderung auf ein ausgebildetes Kieslückensystem (Interstitial) angewiesen ist. Auch die Blaue Richtlinie NRW (2010) [6] greift den Aspekt der Mindestmächtigkeit des Sohlsubstrats auf (ebenfalls 20 cm). Die Gewässersohle im Kreuzungsbauwerk sollte darüber hinaus übergangslos ausgestaltet sein und granulometrisch dem natürlichen Substrat entsprechen. Es sollte vermieden werden, das Mittelwasserbett einzuengen. Auf ausreichende Beleuchtung ist zu achten. Hierfür ist auch der Einsatz lichtdurchlässiger Abdeckungen möglich. Bei Brücken sollte auf eine Befestigung der Sohle nach Möglichkeit verzichtet werden. Gewässer sollen mit Randstreifen durchgeführt werden, sodass auch Tiere unter der Brücke hindurch wandern können. An Stellen die nur gelegentlich gequert werden, sind Furten vorzuziehen. Dabei sind die Belange von Trinkwasserversorgern im Unterwasser unbedingt zu berücksichtigen. Gegenüberstellung und Vorauswahl möglicher Bauformen Grundsätzlich sind folgende Bauformen zur Herstellung eines Kreuzungsbauwerks möglich (s. Abbil- dung 38): x Durchlass, x Brücke, x Furt. Abbildung 38: Schematische Darstellung einer Gewässerkreuzung in Form eines offenen Rechteckdurchlasses (oben) einer Betonbalkenbrücke (Mitte) und in Form einer Furt (unten). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 84 von 113 Durchlässe Kreisprofile sind die am häufigsten anzutreffenden Profile für Durchlässe. In der Regel kommen Beton- oder Stahlbetonrohre zum Einsatz. Für die Durchleitung von Gewässern sind bei Berücksichtigung der o. g. Gestaltungskriterien (z. B. keine Einengung des Mittelwasserbettes, mind. 20 cm hohe Substratschüttung) jedoch große Durchmesser erforderlich, die aufgrund des kreisförmigen Querschnitts große Bauhöhen bedingen. Kreisprofile sind daher am ehesten für kleine Gewässer mit hohen Ufern geeignet und werden im weiteren Verlauf nicht berücksichtigt. Maulprofile bieten durch ihre gedrungene Form im Vergleich zu Kreisprofilen den Vorteil, bei gleicher Breite eine geringere Bauhöhe aufzuweisen (i. d. R. Breite : Höhe = 2,0 : 1,5). Aufgrund der hier vorliegenden minimalen Sohlbreite von 6,0 m scheidet das Maulprofil jedoch aus, da es nur bis zu Größen von rd. 4,0 m erhältlich ist. In allen gewünschten Abmessungen können hingegen Rechteckprofile (auch Rahmendurchlässe genannt) hergestellt werden. Sie werden aus Stahlbetonfertigteilen oder Ortbeton hergestellt, benötigen nur eine geringe oder gar keine Überdeckung und eignen sich daher insbesondere für mittlere Gewässerbreiten und geringe Uferhöhen. Als Sonderform der Rechteckprofile können auch Haubenprofile eingesetzt werden. Im Vergleich zu Rechteckprofilen verfügen Haubenprofile über keinen Boden und können ohne Fundament hergestellt werden, da diese an den Schenkelenden bereits vorprofiliert sind. Die lichte Durchlasshöhe errechnet sich aus der Wasserspiegellage bei HQ100, die hier im ersten Schritt überschlägig als Normalabflusstiefe (stationär, gleichförmig) mit unverbautem Gewässerquerschnitt berechnet wird, und einem Freibord von 0,5 m (gem. DIN 19661-1, Kap. 4.2.1.1). Diese überschlägige Annahme sollte in der konkretisierenden Planung mithilfe einer ungleichförmigen Berechnung der Wasserspiegellagengen prüft werden. Auch Stahlsonderprofile können ohne Boden geliefert werden, um so einen Durchlass mit natürlicher Gewässersohle herzustellen. Aufgrund des fehlenden Bodens werden jedoch beidseitig Streifenfundamente benötigt, die bei mittleren und großen Durchlassweiten schnell unwirtschaftlich werden. Stahlsonderprofile werden daher im weiteren Verlauf nicht berücksichtigt. Brücken Die Anforderungen an die Durchgängigkeit von Kreuzungsbauwerken werden am besten von Brückenbauwerken erfüllt. Sie bieten je nach Tragwerk (z. B. Balken, Rahmen, Bogen) vergleichsweise große freie Abflussquerschnitte und ein großes Lichtraumprofil. Sie unterbrechen die Gewässersohle nicht, vorausgesetzt die Sohle wird unbefestigt hergestellt so wie in der Blauen Richtlinie NRW gefordert. Nachteilig zu nennen sind die vergleichsweise hohen Kosten für den Bau und die Unterhaltung von Brücken. Grundsätzlich können bei den Überlegungen zu jedem einzelnen Kreuzungsbauwerk viele unterschiedliche Brückenarten in Betracht gezogen werden. Am weitesten verbreitet ist jedoch die Betonbalkenbrücke, die auch hier im weiteren Verlauf aufgrund ihrer Flexibilität hinsichtlich Spannweite und Höhe berücksichtigt wird. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 85 von 113 Die lichte Bauwerkshöhe errechnet sich analog zu Rechteckdurchlässen aus der Wasserspiegellage bei HQ100 und einem Freibord von mindestens 0,5 m. Furten Am kostengünstigsten sind Gewässerkreuzungen in Form von Furten. Bei flachen Böschungen und wenig befahrenen Wegen stellen sie eine einfache und kostengünstige Alternative zu den zuvor genannten Bauformen dar. Im weiteren Verlauf der Studie werden die folgenden drei Bauformen weiter berücksichtigt: x Rechteckdurchlass, x Betonbalkenbrücke, x Furt. Betonbalkenbrücken werden alternativ zu den Rechteckdurchlässen berücksichtigt, da sie bei Spannweiten / Uferhöhen > 4 m eingesetzt werden und hochwasserschutztechnische Vorteile hinsichtlich des größeren lichten Abflussquerschnitts aufweisen. Furten werden bei gering frequentierten Wegen (z. B. Wirtschaftsweg) vorgesehen, die im Hochwasserfall nicht gequert werden müssen. Die Zuwegung erfolgt mittels Anrampung im Bereich der Uferböschungen. Eine Übersicht der gewählten Kreuzungsbauwerke enthält Anlage A-7. 5.5.4 Beschreibung der Varianten Freiablaufvariante „Nord“ Für die Variante „Nord“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 10 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 6). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 2 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 4 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen den gesamten Trassenverlauf umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. Abbildung 39: Längsschnitt der Trasse „Nord“ (s. Anlage A-5.1) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 86 von 113 Es ergibt sich der in Abbildung 39 dargestellte Längsschnitt für die Trasse. Die Variante „Nord“ schneidet am Tagebauseerand rd. 24,0 m tief in das Gelände ein. In ihrem Verlauf Richtung Norden quert sie eine Geländeanhöhe (max. Gesamtbreite 100 m), einen Windpark und die Hochstraße. Anschließend verschwenkt die Trasse nach Westen und kreuzt die Autobahn A61. Eine Übersicht der im Verlauf der Variante „Nord“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (10 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 1). Es sind überwiegend Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 3,4 bis 21 m und Spannweiten von rd. 6 m. Im Bereich der Kreuzung von zwei Wirtschaftswegen (Marderweg Station 0+688, Am Kappelshof 0+487) sind jeweils Furten vorgesehen. Im parallelen Verlauf zur Autobahn A46 befindet sich eine Ferngasleitung in der Eingriffsfläche des Ablaufgewässers. Die Breite des Ablaufprofils beträgt in diesem Abschnitt nur noch rd. 27 m. Eine abschnittsweise Verlegung der Leitung ist erforderlich. Bei Fkm 110+725 bindet das Ablaufgewässer an den bestehenden Niersverlauf an. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die weit oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 1,57 m³/s liegt (s. Kap. 5.4.2). In der Niers ergibt sich auf Höhe der A46 im Hochwasserfall (HQ100) ein Abfluss von 11,14 m³/s und damit ein nur unwesentlich höherer Abfluss als im Ist-Zustand (10,46 m³/s; Erhöhung um 7 %). Aufgrund der geringen Erhöhung des Abflusses und der generell überschätzenden Eigenschaft der zugrundeliegenden Methodik der NA-Ermittlung wird unterstellt, dass im Hochwasserfall keine nachteiligen Auswirkungen auf den Hochwasserschutz der Niers zu erwarten sind. Dies ist in einem weiteren Planungsschritt z. B. durch den Einsatz eines NA-Modells, zu prüfen. Freiablaufvariante „A61“ Für die Variante „A61“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 10 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 6). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 2 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 4 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Nord“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (7 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 2). Es sind vier Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 3,5 bis 17 m und Spannweiten von rd. 6 m bzw. 2 m an der Hochstraße (Station 1+330). Im Bereich der Kreuzung von drei Wirtschaftswegen (Auf der Steinbrücke 0+796, Marderweg Station 0+623, Am Kappelshof 0+433) sind jeweils Furten vorgesehen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 87 von 113 Abbildung 40: Längsschnitt der Trasse "A61" (s. Anlage A-5.2) Es ergibt sich der in Abbildung 40 dargestellte Längsschnitt für die Trasse „A61“. Eine Einschnittstiefe von 15,5 m liegt unmittelbar am Tagebausee vor. Das Profil hat dort eine Breite von rd. 70 m. Zwischen Station 1+260 bis 1+500 kann aufgrund der Engstelle einer beidseitigen Wohnbebauung keine Böschungsneigung von 1:2 eingehalten werden. Die Breite der Sekundäraue muss hier abschnittsweise reduziert werden. Es ist eine Böschung von ca. 1:1 herzustellen. Gewässerböschungen mit Neigung 1:1 sind erfahrungsgemäß als Erdböschungen nicht standsicher. Zur Realisierung steilerer Böschungen sind technische Maßnahmen erforderlich. Hier werden Gabionenwände eingesetzt, da diese sich flexibel an die erforderliche Böschungsneigung anpassen lassen. Im parallelen Verlauf zur Autobahn A46 befindet sich eine Ferngasleitung in der Eingriffsfläche des Ablaufgewässers. Die Breite des Ablaufprofils verringert sich hier aufgrund der Einschnittstiefe und der prognostizierten Geländehöhe auf rd. 27 m. Eine Verlegung der Leitung ist abschnittsweise erforderlich. Bei Fkm 110+725 bindet das Ablaufgewässer an den bestehenden Niersverlauf an. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die weit oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 1,38 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). In der Niers ergibt sich auf Höhe der A46 im Hochwasserfall (HQ100) ein Abfluss von 11,07 m³/s und damit ein nur unwesentlich höherer Abfluss als im Ist-Zustand (10,46 m³/s; Erhöhung um 6 %). Des Weiteren gelten die Ausführungen zur Unsicherheit der NA-Ermittlung bei der Beschreibung der Variante „Nord“ analog. Freiablaufvariante „Lärmschutzwall“ Für die Variante „Lärmschutzwall“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 30 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 3). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 6 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 12 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 88 von 113 Abbildung 41: Längsschnitt der Trasse "Lärmschutzwall" (s. Anlage A-5.3) Es ergibt sich der in Abbildung 41 dargestellte Längsschnitt für die Trasse „Lärmschutzwall“. Eine Einschnittstiefe von rd. 16 m liegt unmittelbar am Tagebausee vor. Das Profil hat dort eine Breite von rd. 110 m. Auf der bestehenden Niers verringert sich die Profilbreite auf ca. 58 m. Im weiteren Verlauf werden die Kreuzungen mit Straßen als Kastenprofil und einer Massivbrücke (B = 6 m) ausgeführt. Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite aufgrund der Bebauung auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „A61“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (8 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 3). Es sind fünf Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 1,0 m bis 12 m und Spannweiten von rd. 10 m bzw. 6 m an der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von drei Wirtschaftswegen (Station 3+230, Station 2+330, Station 2+020) sind jeweils Furten vorgesehen. Die Prüfung ergab, dass eine fischdurchgängige Anbindung der bestehenden Fließgewässer nicht erforderlich ist. Alle Gewässeranschlüsse werden über eine feste Schwelle mit nachgeschaltetem befestigtem Kolk ausgeführt. Die Abmessungen sind Anlage A-6.2 zu entnehmen. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die deutlich oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 9,20 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). In der Niers ergibt sich auf Höhe der A46 im Hochwasserfall (HQ100) ein Abfluss von 9,20 m³/s und damit rein rechnerisch ein geringerer Abfluss als im Ist-Zustand (10,46 m³/s). Freiablaufvariante „Nördlich Altlast“ Für die Variante „Nördlich Altlast“ sind dieselben Parameter für das Abflussprofil wie von Trasse „Lärmschutzwall“ aus dem Leitbild abgeleitet worden (s. Kapitel 3.1.2). Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 89 von 113 Abbildung 42: Längsschnitt der Trasse "Nördlich Altlast" (s. Anlage A-5.4) Es ergibt sich der in Abbildung 42 dargestellte Längsschnitt für die Trasse „Nördlich Altlast“. Eine Einschnittstiefe von rd. 16,4 m liegt unmittelbar am Tagebausee vor. Das Profil hat dort eine Breite von rd. 110 m. Auf der bestehenden Niers verringert sich die Profilbreite auf rd. 58 m. Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite aufgrund der Bebauung auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Nördlich Altlast“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (8 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 4). Es sind fünf Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 1.2 m bis 7,6 m und Spannweiten von rd. 10 m bzw. 6 m an der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von drei Wirtschaftswegen (Station 3+120, Station 2+419, Station 2+120) sind jeweils Furten vorgesehen. Es gelten die Ausführungen zur Anbindung der bestehenden Fließgewässer bei der Beschreibung der Variante „Lärmschutzwall“ analog. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die weit oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 9,22 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). Es liegt damit rein rechnerisch ein geringerer Abfluss als im Ist-Zustand vor (10,46 m³/s). Freiablaufvariante „Köhm“ Für die Variante „Köhm“ sind dieselben Parameter für das Abflussprofil wie von Trasse „Lärmschutzwall“ aus dem Leitbild abgeleitet worden (s. Kapitel 3.1.2). Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 90 von 113 Abbildung 43: Längsschnitt der Trasse „Köhm“ (s. Anlage A-5.5) Es ergibt sich der in Abbildung 43 dargestellte Längsschnitt für die Trasse „Köhm“. Unmittelbar am Tagebausee liegt eine Einschnittstiefe von rd. 16,2 m vor. Das Profil hat dort eine Breite von rd. 85 m. Auf der bestehenden Niers verringert sich die Profilbreite auf ca. 56 m. Auf Höhe des Hauses Keyenberg und der rechtsseitigen Altlast wird die Breite der Sekundäraue von 12 auf 7 m verringert (zwischen km 2+403 und 2+636). Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite aufgrund der Bebauung auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Köhm“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (7 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 5). Es sind fünf Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 0,9 m bis 5,5 m und Spannweiten von rd. 10 m bzw. 6 m an der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von zwei Wirtschaftswegen (Station 2+493, Station 2+140) sind jeweils Furten vorgesehen. Es gelten die Ausführungen zur Anbindung der bestehenden Fließgewässer bei der Beschreibung der Variante „Lärmschutzwall“ analog. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die weit oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 9,18 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). Freiablaufvariante „Süd A“ Für die Variante „Süd A“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 30 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 3). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 6 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 12 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. Es ergibt sich der in Abbildung 44 dargestellte Längsschnitt. Unmittelbar an der Seeböschung erge- ben sich in Höhe von rd. 13 m die größten Geländeeinschnitte. Der Gewässerquerschnitt hat hier eine Gesamtbreite (inkl. Böschungen) von rd. 80 m. Zur Niers hin nimmt die Höhe des Geländeeinschnitts RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 91 von 113 kontinuierlich ab. Auf Höhe des Anschlusses an die Niers (Station 2+380) beträgt der Geländeein- schnitt noch rd. 5 m (Gesamtbreite = 50 m). Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite aufgrund der Bebauung auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Süd A“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (10 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 6). Es sind sechs Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 1,0 m bis 7,5 m und Spannweiten von rd. 10 m bzw. 6 m an der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von vier Wirtschaftswegen (Station 3+400, Station 3+150, Station 2+590, Station 2+394) sind jeweils Furten vorgesehen. Abbildung 44: Längsschnitt der Trasse "Süd A" (s. Anlage A-5.6) Es gelten die Ausführungen zur Anbindung der bestehenden Fließgewässer bei der Beschreibung der Variante „Lärmschutzwall“ analog. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die deutlich oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 10,80 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). Freiablaufvariante „Süd B“ Für die Variante „Süd B“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 30 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 3). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 6 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 12 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. Hinsichtlich Geländeeinschnitte und Profilbreite stellt sich an der Seeböschung die gleiche Situation wie bei der Trasse „Süd A“ ein (Einschnitt: rd. 13 m; Gesamtbreite: rd. 80 m). Zur Niers hin nimmt die Tiefe des Einschnitts ebenfalls ab und beträgt am Übergang zur Niers (Station 2+810) noch rd. 6,3 m (Gesamtbreite: rd. 52 m). Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite aufgrund der Bebauung auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 92 von 113 Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Süd B“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (10 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 7). Es sind sechs Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 1,0 m bis 8,3 m und Spannweiten von rd. 10 m bzw. 6 m an der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von vier Wirtschaftswegen (Station 3+792, Station 3+536, Station 2+890, Station 2+812) sind jeweils Furten vorgesehen. Abbildung 45: Längsschnitt der Trasse "Süd B" (s. Anlage A-5.7) Es gelten die Ausführungen zur Anbindung der bestehenden Fließgewässer bei der Beschreibung der Variante „Lärmschutzwall“ analog. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die deutlich oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 10,70 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). Freiablaufvariante „Zourshof“ Für die Variante „Zourshof“ ist abgeleitet aus dem Leitbild ein 35 m breiter Entwicklungskorridor vorgesehen (s. Tabelle 3). Dieser setzt sich aus einer Sohlbreite von 7 m und einer Sekundäraue (jeweils links- und rechtsseitig 14 m) zusammen. Dieses Querschnittsprofil wird mit Ausnahme der Durchlässe zur Kreuzung von Straßen über den Großteil des Trassenverlaufs umgesetzt. Die Böschungen werden mit einer Neigung von 1:2 beidseitig ausgeführt. Unmittelbar an der Seeböschung liegen Geländeeinschnitte in Höhe von rd. 10,5 m vor. Diese nehmen auf den ersten rd. 400 m zunächst bis auf rd. 14 m (Station 4+250) zu. Die Gesamtbreite des Geländeeinschnitts beträgt hier rd. 90 m. Im weiteren Verlauf hin zur Niers nimmt die Tiefe des Geländeeinschnitts kontinuierlich ab. Auf Höhe des Zourshof (Station 3+550) beträgt sie noch rd. 10 Meter. Die Gesamtbreite des Profils inklusive Böschungen beträgt hier 70 Meter. Aufgrund der angrenzenden Bebauung (Zourshof und gegenüberliegende Wohnbebauung) wird in dem folgenden Abschnitt bis Station 3+330 die Breite des Entwicklungskorridors auf 6 m begrenzt und die Böschungsneigung der Sekundäraue auf 1:1 erhöht. Die Böschungen werden mit Gabionen befestigt. Auf dem Abschnitt zwischen Station 1+200 und 1+450 wird die Entwicklungskorridorbreite ebenfalls aufgrund der Bebauung (Schwalmerhaus, Wilderathshof) auf Höhe der Kuckumer Straße auf 6 m reduziert. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 93 von 113 Eine Übersicht der im Verlauf der Trasse „Zourshof“ vorgesehenen Kreuzungsbauwerke (10 Gewässerkreuzungen) liefert Anlage A-7 (Ziff. 8). Es sind acht Betonbalkenbrücken vorgesehen mit lichten Höhen von rd. 1,2 m bis rd. 10,0 m und Spannweiten von rd. 11 m bzw. 7 m am Kuckumer Quellenweg und der Kuckumer Straße. Im Bereich der Kreuzung von zwei Wirtschaftswegen (Station 4+547, Station 4+552) sind jeweils Furten vorgesehen. Abbildung 46: Längsschnitt der Trasse "Zourshof" (s. Anlage A-5.8) Es gelten die Ausführungen zur Anbindung der bestehenden Fließgewässer bei der Beschreibung der Variante „Lärmschutzwall“ analog. Der geplante Gewässerquerschnitt weist auf der gesamten Strecke eine Abflusskapazität auf, die zum größten Teil deutlich oberhalb des ermittelten HQ100-Abflusses von 10,58 m³/s liegt (s. Kap. 5.2.1). In der Niers ergibt sich auf Höhe der A46 im Hochwasserfall (HQ100) ein Abfluss von 10,58 m³/s und damit ein marginal höherer Abfluss im Vergleich zum Ist-Zustand (10,46 m³/s; Erhöhung um 1 %). Des Weiteren gelten die Ausführungen zur Unsicherheit der NA-Ermittlung bei der Beschreibung der Variante „Nord“ analog. Pumpvariante „PW Köhm“ Die Variante „PW Köhm“ sieht die Errichtung einer Pumpstation am zukünftigen Ufer des Tagebausees in unmittelbarer Nähe der Köhm vor. Die maximale Förderleistung beträgt – auf der sicheren Seite liegend – 2,5 m³/s, die mittlere jährliche Förderleistung entspricht 150 l/s (Seeablauf). Der geodätische Höhenunterschied beträgt rd. 7 m. Das Wasser wird aus dem See in ein Auslaufbecken gefördert, von wo aus es im freien Ablauf über die Köhm zur Niers fließt (s. Karten B- 2). Pumpvariante „PW Holzweiler Fließ“ Die Variante „PW Holzweiler Fließ“ ist analog aufgebaut wie die Variante „PW Köhm“. Auch hier fördert eine Pumpstation mit einer maximalen Förderleistung von 2,5 m³/s in ein Auslaufbecken. Der geodätische Höhenunterschied beträgt rd. 10 m. Aus dem Becken läuft das Wasser über das Holzweiler Fließ, den Wahnbuschgraben und die Köhm zur Niers (s. Karten B-2). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 94 von 113 Pumpvariante „PW Zourshof“ Bei der Variante „PW Zourshof“ wird das Wasser im Gegensatz zu beiden übrigen Varianten zunächst über eine rd. 1.100 m lange Rohrstrecke im Druckabfluss zum Zourshof gebracht, wo es in die Niers eingeleitet wird (s. Karten B-2). Die maximale Förderleistung des Pumpwerks beträgt 2,5 m³/s. Die Rohrstrecke (DN 1400) führt zunächst auf gerader Strecke zum Wahnbuschgraben (Station 0+910,00), der mit einem Abstand von 1,5 m (Kanalscheitel - Grabensohle) unterquert wird. Hinter dem Wahnbuschgraben führt die Druckrohrleitung in direkter Verbindung zur Verbindungsstraße von Berverath und Unterwestrich (Station +350,00). Nach der Unterquerung der Verbindungsstraße folgt die Leitung im weiteren Verlauf südwestlich angrenzend dem Kuckumer Quellenweg, den er kurz vor der Überführung der Niers unterquert. Hinter der Unterquerung wird der Druckabfluss in einem Schachtbauwerk am Niersufer über ein Wasserpolster in Freispiegelabfluss überführt. Aus dem Schachtbauwerk erfolgt die Einleitung in die Niers. Abbildung 47: Längsschnitt der Druckrohrleitung für die Variante "PW Zourshof" (s. Anlage A-5.9) Zur Sicherstellung des Seeablaufs bei betriebliche bedingter Stilllegung der Druckrohrleitung (z. B. Wartungsarbeiten) wird eine zweite Rohrleitung reduziertem Querschnitt (DN 300) vorgesehen, über die ein maximaler Abfluss i. H. v. 150 l/s abgeführt werden kann. Als Alternative zu der Pumpstation am Seeufer ist auch eine Pumpstation am Zourshof denkbar. Gegenüberliegend vom Zourshof befindet sich nach erster Inaugenscheinnahme am Kuckumer Quellenweg unmittelbar an der Niers ein geeignetes Flurstück zur Errichtung der Pumpstation. Die Pumpstation an der Niers hätte den Vorteil, dass die Leitungsstrecke vom See als Freigefällekanal hergestellt werden kann, der das Wasser vom See zum Zourshof fördert. Die Kanalstrecke hat einige Vorteile gegenüber der Druckrohrleitung. Außerdem wäre es möglich Wasser aus dem Wahnbuschgraben aufzunehmen, z. B. bei Starkregen oder im Hochwasserfall. 5.5.5 Eingriffe Als Ergebnis der Trassenanalyse werden orientierende Angaben zu dauerhaften Eingriffsflächen an der Geländeoberkante und Aushubvolumina für den Gewässerausbau ermittelt. Diese sind in Tabelle RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 95 von 113 9 für die im Rahmen der Stufe 2 untersuchten Trassenvarianten (bis zum Anschlusspunkt A46) darge- stellt. Tabelle 9: Prognostizierte Geländeeingriffe [ha] und Aushubvolumina [m³] für die Trassenvarianten bis zum Anschlusspunkt A46 Variante Sohlgefälle Länge Breite des Entwicklungs- korridors Flächeneingr iff Aushubvolu men ‰ m m ha m³ Nord bis A46 2,1 1.798 10,0 11,7 1.059.000 A61 bis A46 1,6 2.353 10,0 13,0 1.017.000 Lärmschutzwall bis A46 1,1 3.300 30,0 18,3 1.180.000 Nördlich Altlast bis A46 1,2 3.200 30,0 15,9 815.000 Köhm bis A46 1,1 3.270 30,0 14,1 513.000 Süd A bis A46 1,0 3.605 30,0 17,6 813.000 Süd B bis A46 0,9 3.992 30,0 20,0 981.000 Zourshof bis A46 0,8 4.768 35,0 26,8 1.403.000 PW Köhm - - - 0,5 - PW Holzw. Fließ - - - 0,5 - PW Zourshof - - - 0,5 - Während sich die in Tabelle 9 dargestellten Werte für die Freiablaufvarianten aus der Trassenanalyse ergeben, werden bei den Pumpvarianten keine neuen Gewässer angelegt bzw. ausgebaut. Der Flächeneingriff setzt sich bei den Pumpvarianten nur aus dem Flächenbedarf der Pumpstation von rd. 0,5 ha zusammen Der bauzeitliche Eingriff für die Erstellung der Druckrohrleitung vom Tagebausee zum Zourshof bei Variante „PW Zourshof“ wird hier nicht gesondert berücksichtigt. Den größten Flächeneingriff produziert die Variante „Zourshof“ mit 26,8 ha. Das erforderliche Aushubvolumen ist mit 1.403.000 m³ ebenfalls am größten. Dies ist insbesondere auf die große Länge (4.768 m) der Trasse und die großen Geländeeinschnitte auf dem Verbindungsstück von Tagebausee und Niers (bis zu 14 m) zurückzuführen. Die mit Abstand geringsten Aushubvolumina produziert die Variante „Köhm“, obwohl sie eine vergleichbare Länge wie die Varianten „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ aufweist. Dies ist darauf zurückzuführen, dass die Trasse im Verbindungsstück zwischen Tagebausee und Niers zum größten Teil im heutigen Bett der Köhm verläuft und damit dem natürlichen Geländeverlauf folgt, was zu geringeren Einschnittstiefen führt. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 96 von 113 Die beiden Varianten im Norden des Suchraums („Nord“, „A61“) weisen deutlich größere Aushubvolumina auf, obwohl sie deutlich kürzer sind und auch geringere Eingriffsflächen (11,7 bzw. 13,0 ha) produzieren. Dies ist vor allem auf die enormen Einschnittstiefen bis zu 24 m zurückzuführen. 5.5.6 Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge Die Hochwasserabflüsse der im Suchraum vorliegenden Fließgewässer werden durch (Stark- )Regenereignisse über den Einzugsgebieten ausgelöst. Durch die Trasse des Ablaufgewässers werden keine zusätzlichen Einzugsgebiete an die Niers angeschlossen (vgl. Kap. 5.2.1). Von einer signifikanten Erhöhung der Abflusswerte ist daher nicht auszugehen. Diese Annahme auf grundsätzlicher Ebene wird durch die konkreten Ergebnisse der Abflussberechnungen (s. Kap. 5.2.1) und die Ergebnisse der Trassenanalyse (vgl. Kap. 5.3.2) bestätigt. Der HQ100-Abfluss der Niers am Anschlusspunkt bleibt bei allen Trassenvarianten, ohne Berücksichtigung des neuen Anteils der GW- Exfiltration, quasi unverändert (vgl. Kap. 5.3.2). Eine potentielle Verschlechterung des Hochwasserschutzes ist damit nicht festzustellen oder zu erwarten. Eine allgemeine Verbesserung des Hochwasserschutzes durch signifikante Reduzierung der Hochwasserabflüsse wird ebenso wenig festgestellt. Auf lokaler Ebene ergeben sich im Rahmen des Gewässerausbaus dennoch Potenziale für die Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge durch die Verlegung des Fließwegs, sowie ggf. durch Ausbau des Abflussquerschnitts. Alle vorgestellten Freiablaufvarianten weisen aufgrund der Geländeeinschnitte grundsätzlich eine höhere Abflusskapazität auf als die Bestandsgewässer. Signifikante Unterschiede zwischen den Trassenvarianten sind diesbezüglich nicht auszumachen. Es kann aber festgehalten werden, dass mit dem Ausbau und der Tieferlegung von Köhm und Niers eine lokale Verbesserung des Hochwasserschutzes erreicht wird. Eine weitere Verbesserung des Hochwasserschutzes stellt die Verlegung des Fließwegs aus Bereichen mit mittlerem oder hohem Schadenspotential (z. B. Ortslagen) in Bereiche mit niedrigen Schadenspotentialen (z. B. Ackerflächen) dar. Diesbezüglich sind die Trassen südlich von Keyenberg („Süd A“, „Süd B“ und „Zourshof“) vergleichsweise positiv zu bewerten, da sie die Hochwasserabflüsse des Wahnbuschgrabens bzw. des Holzweiler Fließ (zumindest anteilig) aufnehmen können und damit, vorbehaltlich einer dedizierten Prüfung, zu einer Abflussreduzierung innerhalb der Ortschaft Keyenberg beitragen können. Stromabwärts wirken sich die Varianten („Köhm“, „nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“) positiv auf den Hochwasserschutz von Wanlo aus (s. Kap. 5.3.8). Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass die zuvor beschriebene Umleitung der Hochwasserabflüsse aus Wahnbuschgraben und Holzweiler Fließ auch im Rahmen der Gestaltung der Randgewässer des Tagebausees realisiert werden kann. Für diesen Fall wäre das Seerandgewässer entsprechend zu dimensionieren. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 97 von 113 Die Pumpvarianten nutzen ausschließlich die bestehenden Gewässerstrukturen. Eine Verbesserung des Hochwasserschutzes ist für diese Varianten daher nicht auszumachen. 5.5.7 Zwischenbewertung und Fazit Die Trassenanalyse hat Lösungsmöglichkeiten für die Anbindung bestehender Gewässer sowie Gewässerkreuzungen aufgezeigt. Grundsätzlich sind alle Gewässeranbindungen, aber auch Kreuzungen mit Verkehrswegen in Form technischer Standardbauweisen realisierbar. Der Umfang der erforderlichen Eingriffe ist bei den Freigefällevarianten durch den erforderlichen Gewässerausbau deutlich größer als bei den Pumpvarianten. Dafür bringen diese durch die üppige Dimensionierung der Querschnitte bzw. insbesondere durch die Umleitung von Hochwasserabflüssen gewisse Vorteile hinsichtlich des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge mit sich, mit denen die Pumpvarianten nicht aufwarten können. In Summe ergeben sich aus der Trassenanalyse keine neuen Planungsrandbedingungen. Es werden alle Varianten auch in der nächsten (dritten) Stufe betrachtet. 5.6 Stufe 3: Bewertung der Auswirkungen auf die Gewässerabschnitte der Köhm und Niers 5.6.1 Überblick Die geplanten Freiablauf- und Pumpvarianten bespannen durch ihren spezifischen Trassenverlauf jeweils unterschiedliche Abschnitte der drei im Suchraum befindlichen Gewässer x Niers, x Köhm und x Wahnbuschgraben. Vor dem Hintergrund des derzeit und auch zukünftig fehlenden Grundwasseranschlusses der bestehenden Gewässer (ohne Gewässerausbau) wird sich, bedingt durch den Trassenverlauf, auch die Wasserführung einiger Gewässerabschnitte verändern. 5.6.2 Voraussichtliche Entwicklung des Wasserhaushalts Die Niers entspringt rd. 1,3 km stromaufwärts der Köhmmündung auf Höhe des Zourshof (Ortschaft Kuckum) aus dem Kaulhauser Fließ. Von ihrer Quelle an ist sie als Oberflächenwasserkörper gemäß Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) bzw. Oberflächengewässerverordnung (OGewV) ausgewiesen (Wasserkörper 286_109828 bis zur Unterführung im Zuge der Autobahn A46). Im Suchraum setzt sich ihr Trockenwetterabfluss aktuell überwiegend zusammen aus x Sümpfungswasser des Tagebaus Garzweiler, das ihr von den Einleitstellen in der Köhm (GF8) und in der Niers (ND51 und ND52) kommend zuströmt (s. Kap. 2.7.2), sowie x Sümpfungswasser, das ihr am Zourshof zugeführt wird Niers und Köhm sind durch die genannten Einleitungen dauerhaft wasserführend. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 98 von 113 Dem Wahnbuschgraben wird derzeit kein (Sümpfungs-)Wasser zugeführt. Er führt aufgrund des niedrigen Grundwasserhorizonts nur bei Regenereignissen Wasser. Mit dem Einstellen des Tagebaubetriebs wird auch der Sümpfungsbetrieb sukzessive reduziert und nach Erreichen des Zielwasserspiegels von +66 m NHN endgültig eingestellt. Die heutigen Sümpfungswassereinleitungen in die Köhm und Niers werden dann perspektivisch entfallen. Es ist davon auszugehen, dass der Grundwasserwiederanstieg nach Einstellen der Sümpfungsmaßnahmen nicht derart ausfällt, dass Köhm und Niers (ohne die Vertiefung im Zuge des Gewässerausbaus der Freiablaufvarianten) im Suchraum Grundwasseranschluss erhalten und dadurch auf natürliche Weise das Wegfallen der Einleitungen kompensiert wird. Entsprechend dem hohen Anteil der Einleitungen am Trockenwetterabfluss der Niers, wird sich damit zumindest der Trockenwetterabfluss der Köhm – insofern sie nicht als Ableitungsgewässer genutzt wird – sowie in den Abschnitten der Niers oberhalb des anschließenden Ableitungsgewässers signifikant reduzieren und es ist davon auszugehen, dass die Köhm und streckenweise auch die Niers im Suchraum zumindest temporär trockenfallen werden. 5.6.3 Auswirkungen auf die Wasserführung Die Auswirkungen der Trassenverläufe auf die Wasserführung der Gewässer sind in Tabelle 10 zu- sammengefasst. Die Freiablaufvarianten „A61“ und „Nord“ schließen erst am Nordrand des Suchraums, nördlich der Ortschaft Wanlo, an die Niers an. Köhm und Niers fallen damit aufgrund des Wegfalls der Einleitungen und des fehlenden Grundwasseranschlusses langfristig trocken. Die Varianten wären damit nicht geeignet, den Erhalt von Köhm und Niers sicherzustellen. Die Varianten „Lärmschutzwall“ und „Nördlich Altlast“ schließen bereits südlich von Wanlo an die Niers an und sind daher geeignet, zumindest den unteren Abschnitt der Niers im Suchraum (grob ab Mündung der Köhm) mit Wasser zu bespannen. Durch den natürlichen Seeablauf ist damit zu rechnen, dass der Mittelwasserabfluss im Gegensatz zu den heutigen Verhältnissen (Sümpfungswassereinleitungen) größer ausfällt und auch die Herkunft des Wassers (Oberflächenwasser) besser geeignet ist, die Gewässerqualität zu fördern. Für die Freiablauf- und Pumpvariante „Köhm“ gelten diese Erläuterungen analog. Sie bespannen zusätzlich noch durch ihren Trassenverlauf die gesamte Köhm. Die drei südlichen Freiablaufvarianten „Süd A“, „Süd B“ und „Zourshof“ bespannen in der genannten Reihenfolge zunehmende Anteile der Niers oberhalb der Köhmmündung. Die Köhm fällt dafür aber dauerhaft trocken. Das gleiche gilt für die Pumpvariante „PW Zourshof“. Sie bespannt die gesamte Niers; die Köhm fällt jedoch auf der gesamten Strecke trocken. Die Pumpvariante „PW Holzweiler Fließ“ bespannt durch ihren Verlauf in dem heutigen Bett von Wahnbuschgraben und (unterer) Köhm große Teile der gleichnamigen Gewässer sowie die untere Niers. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 99 von 113 Tabelle 10: Auswirkungen der Varianten auf die Wasserführung von Niers, Wahnbuschgraben (WBG) und Köhm [rot: Wegfall der Wasserführung; orange: Reduzierung der Wasserführung; grün: Stärkung der Wasserführung; weiß: keine Veränderung] Variante Niers Niers Wahnbuschgr aben (WBG) Köhm Köhm (Quelle bis Köhm) (ab Köhm) (Tagebausee bis WBG) (WBG bis Niers) Nord A61 Lärmschutzwall Nördlich Altlast Köhm Süd A (anteilig) Süd B (anteilig) Zourshof PW Köhm PW Holzw. Fließ PW Zourshof Grundsätzlich ist zu erwähnen, dass das Trockenfallen bestimmter Gewässerabschnitte keine Folge des Ablaufgewässers bzw. eines bestimmten Trassenverlaufs ist. Vielmehr ist das Trockenfallen der Gewässerabschnitte dadurch bedingt, dass der durch den Zielwasserspiegel des Tagebausees geprägte Grundwasserspiegel nicht ausreicht, um die o. g. Gewässerstrecken wieder mit Grundwasser zu speisen. Der Wahnbuschgraben hatte auch vorbergbaulich keinen Grundwasseranschluss und diente der Entwässerung der landwirtschaftlichen Flächen. Dies trifft auch streckenweise auf Niers und Köhm zu. Den Ablaufvarianten lässt sich in diesem Kontext demnach, ausgelöst durch das Trockenfallen von Gewässerstrecken, keine mangelnde Machbarkeit anlasten. Anders herum betrachtet, bieten die Ablaufvarianten jedoch die Möglichkeit, bestimmte Gewässerstrecken gezielt zu erhalten bzw. zu fördern. Darüber hinaus bieten die im Rahmen der Seebefüllung ansteigenden Grundwasserstände die Möglichkeit, Brunnen an der Köhm- und Niersquelle (Zourshof) zu errichten und über eine Gewässereinleitung von Grundwasser zumindest den Erhalt einer Wasserführung sicherzustellen. Tabelle 11 fasst die Auswirkungen der Varianten zusammen, wenn gleichzeitig auch Grundwasser- brunnen an der Köhm- oder Niersquelle vorgesehen werden. Bei allen Varianten bis auf „Köhm“, „Lärmschutzwall“, „Nördlich Altlast“ und „Zourshof“ (jeweils Pump- und Freiablauf) könnten dabei je- weils in beiden Quellbereichen Brunnen oder andere technische Maßnahmen zur Wasserbespannung des Abschnittes vorgesehen werden. Bei den zuvor genannten Varianten wäre jeweils nur ein Brun- nen zum Erhalt der Wasserführung erforderlich. Für die Varianten „Lärmschutzwall“ und „Nördlich Alt- last“ wird hierbei unterstellt, dass die neu geschaffenen Gewässertrassen die Köhm in ihrem aktuellen Verlauf ablösen (s. Tabelle 11). Bei der Bespannung durch technische Hilfsmittel ist zu berücksichti- gen, dass z. B. die Ergiebigkeit eines Förderbrunnens limitiert ist und die Köhm (außer in den Varian- ten „Köhm“ und „PW Köhm“) im Vergleich zu heute eine deutlich reduzierte Wasserführung aufweisen würde. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 100 von 113 Tabelle 11: Auswirkungen der Varianten und zusätzlichen Grundwasserbrunnen auf die Wasserführung von Niers, Wahnbuschgraben (WBG) und Köhm [grün: Stärkung der Wasserführung; weiß: keine Veränderung; gelb: reduzierte Wasserführung; *: siehe Erläuterung im Text] Variante Niers Niers Wahnbuschgr aben (WBG) Köhm Köhm (Quelle bis Köhm) (ab Köhm) (Tagebausee bis WBG) (WBG bis Niers) Nord (Brunnen o.Ä.) (Brunnen o.Ä.) A61 (Brunnen o.Ä.) (Brunnen o.Ä.) Lärmschutzwall (Brunnen o.Ä.) (*) Nördlich Altlast (Brunnen o.Ä.) (*) Köhm (Brunnen o.Ä.) Süd A (Brunnen o.Ä.) (Brunnen o.Ä.) Süd B (Brunnen o.Ä.) (Brunnen o.Ä.) Zourshof (Brunnen o.Ä.) PW Köhm (Brunnen o.Ä.) PW Holzw. Fließ (Brunnen o.Ä.) PW Zourshof (Brunnen o.Ä.) 5.6.4 Zwischenbewertung und Fazit Die o. g. Erläuterungen zeigen, dass sich die untersuchten Varianten in unterschiedlicher Weise auf die zukünftige Wasserführung von Niers, Köhm und Wahnbuschgraben auswirken. Machbarkeit lässt sich diesbezüglich allen Varianten attestieren. Eine Vorauswahl von Varianten finden daher nicht statt. Für das weitere Variantenstudium wird als ergänzende Planungsrandbedingung festgehalten, dass alle Varianten grundsätzlich nur mit Berücksichtigung von Grundwasserbrunnen an der Köhm- oder Niersquelle entsprechend Tabelle 11 weiterverfolgt werden. 5.7 Stufe 4: Gesamtbewertung 5.7.1 Planungsziele Zur Ermittlung der Vorzugsvariante wird eine Bewertungsmatrix im Sinne der Blauen Richtlinie NRW [6] erstellt. Die Wertung wird demnach in vier Schritten durchgeführt: 1. Zusammenstellung der Planungsziele, 2. Bestimmung der Zielgewichte für alle Planungsziele, 3. Festlegung der Zielrealisierungsgrade, 4. Ermittlung der Rangordnung. Die Planungsziele (PZ) umfassen sämtliche Belange, die aus technischer und ökologischer Sicht für die Auswahl der Vorzugsvariante als entscheidungsrelevant eingestuft werden. Implizit werden dabei auch die Schutzgüter des UVPG (z. B. Mensch, Tiere / Pflanzen / biologische Vielfalt, Wasser) RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 101 von 113 einbezogen. Auf diese Weise wird bereits frühzeitig gewährleistet, dass etwaige erhebliche Umweltauswirkungen, die im weiteren Verlauf (u. a. im Rahmen von Umweltprüfungen) die Planung erschweren könnten, durch die Auswahl der Vorzugsvariante bereits auf Ebene der Machbarkeitsstudie frühzeitig identifiziert und vermieden werden, zumindest im Vergleich zwischen den betrachteten Varianten. Die Planungsziele und die dazugehörigen Zielgewichtungen sind für die verbliebenen fünf Varianten in der folgenden Auflistung zusammengefasst. Für alle Varianten gelten die gleichen Planungsziele. Das Maß der Erfüllung eines Ziels wird mit dem Zielerreichungsgrad (ZR) festgelegt. Dieser wird auf einer Skala von 0 (keine Zielerreichung) bis 6 (bestmögliche Zielerreichung) bewertet. Bei der Bewertung wird jeweils die gesamte Bewertungsbandbreite ausgenutzt. Insgesamt werden zehn Planungsziele mit der dazu angegebenen Gewichtung berücksichtigt: Planungsziel Gewicht 1. Hohes Maß an Nachhaltigkeit 15 % 2. Geringe Beeinträchtigung des Landschaftsbilds 15 % 3. Hohes leitbildgerechtes Entwicklungspotenzial 10 % 4. Ökologische Aufwertung und Stärkung von Biotopverbundeffekten 10 % 5. Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge 10 % 6. Geringe Eingriffe in den Naturhaushalt 10 % 7. Hohe betriebliche Flexibilität bei Wassermenge und -qualität 10 % 8. Geringe Auswirkungen auf Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur 5 % 9. Geringe Beeinträchtigung von Fremdgrundstücken 5 % 10. Geringer Flächenbedarf 5 % 11. Geringe planerische Hürden 5 % Ein wesentlicher Auslöser für die Überarbeitung der Planung des Ablaufgewässers zur Niers sind die Leitentscheidungen der Landesregierung NRW aus den Jahren 2021 und 2023 zum vorzeitigen Abschluss des Braunkohleabbaus am Tagebau Garzweiler. Der Hintergrund der Leitentscheidung ist der Ausstieg aus der Braunkohleverstromung zugunsten nachhaltiger erneuerbarer Energieformen. Ein wesentliches Planungsziel ist daher die Forderung nach einem Ablaufgewässer mit einem hohen Maß an Nachhaltigkeit (PZ 1, 15 %). Besonders nachhaltige Varianten werden damit grundsätzlich positiv bewertet. Unter dem Begriff der Nachhaltigkeit werden hier die Aspekte: geringer Energie- und Ressourcenverbrauch für Herstellung und Betrieb des Ablaufgewässers, sowie die Schaffung eines zeitlich unbegrenzten selbsttragenden Systems bewertet. In der Leitentscheidung 2023 wird darüber hinaus explizit gefordert, dass der Seeablauf „in landschaftlich integrierter Lage erfolgen“ soll. Eine gute Integration in das landschaftliche Gesamtbild ist damit ebenso erklärtes Ziel der Planung. Das Planungsziel der geringen Beeinträchtigung des Landschaftsbilds wird daher ebenfalls mit einer hohen Gewichtung berücksichtigt (PZ 2, 15 %). Ziel dieser Studie und der weiteren Planungsschritte ist die Herstellung eines naturnahen Ablaufgewässers zur Niers. Eine hohes leitbildgerechtes Entwicklungspotenzial ist damit expliziter Bestandteil der Planung und erhält eine mittlere Gewichtung (PZ 1, 10 %). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 102 von 113 Fließgewässer sind lineare Landschaftsstrukturen mit Vernetzungswirkung und daher von besonderer Bedeutung für den Biotopverbund. Die Herstellung eines naturnahen Ablaufgewässers bietet damit die Chance zur Stärkung und Aufwertung des bestehenden Biotopverbunds. Dieser Aspekt wird ebenfalls mit einer mittleren Gewichtung berücksichtigt (PZ 4, 10 %). Neben den ökologischen Aspekten muss auch der Schutz der Infrastruktur und Bevölkerung vor Hochwässern und Starkregen sowie vor Schäden durch Vernässungen sichergestellt sein. Dieser Aspekt wird daher mit einer mittleren Gewichtung berücksichtigt (PZ 5, 10 %). Eingriffe in den Naturhaushalt (PZ 6, 10 %) treten bei allen flächenbeanspruchenden Maßnahmen auf und steigen i. d. R. mit Zunahme des Flächenbedarfs zur Maßnahmenumsetzung. Neben dem als eigenes Planungsziel berücksichtigten Flächenbedarf (PZ 10, s. u.) richtet sich die Bewertung der Zie- lerreichung in erster Linie nach der Prognose, ob die hervorgerufenen Eingriffe grundsätzlich gleichar- tig und -wertig kompensiert werden können; so wird bspw. der naturnahe Ausbau eines bestehenden Gewässers positiv bewertet, da ein bestehendes Biotop zwar vorübergehend beeinträchtigt wird, der Naturhaushalt nach Maßnahmenumsetzung jedoch höherwertig wiederhergestellt werden kann. Durch die Umsetzung einer Maßnahme zur Verbesserung des ökologischen Zustands eines Gewässers kann folglich ein besserer Biotopzustand erreicht und demnach eine Biotopaufwertung i.S.d. Eingriffs- regelung erzielt werden. Aus betrieblicher wie auch aus gewässerökologischer Sicht ist eine hohe betriebliche Flexibilität bei der Steuerung der Menge und Qualität des Seeablaufs (PZ 7) vorteilhaft, da hierdurch zum einen Unterhaltungsmaßnahmen besser geplant und durchgeführt werden können und zum anderen – vor dem Hintergrund zukünftiger Klimaänderungen – besser auf Extremereignisse reagiert werden kann (z. B. Niedrigwasseranreicherung). Dieser Aspekt wird mit 10 % gewichtet. Mit kleinerer Gewichtung werden außerdem die Vermeidung von Auswirkungen auf die Verkehrs- und Entsorgungsinfrastruktur, ein grundsätzlich geringer Flächenbedarf, die Vermeidung von pla- nerischen Hürden und die Beanspruchungen von Fremdgrundstücken berücksichtigt (übrige PZ, jeweils 5 %). Das Ergebnis der Variantenbewertung ist in Anlage A-8 dargestellt und wird nachfolgend erläutert. 5.7.2 Bewertung der Zielkonformität der Varianten Ein hohes Maß an Nachhaltigkeit (PZ 1) weisen die Freigefällevarianten im Vergleich mit den Pump- varianten auf, da sie dauerhaft mit wesentlich geringerem Energie- und Ressourcenaufwand betrieben werden können. Hinsichtlich der Herstellung liegen die Vorteile hingegen bei den Pumpvarianten, da der Umfang der erforderlichen Baumaßnahmen zur Herstellung der Pumpstationen deutlich geringer ausfallen wird als die Erdarbeiten zur Herstellung der Gewässertrassen mit teils großen Geländeein- schnitten. Während sich die Vor- und Nachteile von Pump- und Freiablaufvarianten bezüglich des Energie- und Ressourcenverbrauchs dementsprechend überschlägig aufheben, besteht der entschei- dende Unterschied darin, dass die Freiablaufvarianten ein Gewässersystem hervorbringen, dass sich RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 103 von 113 zeitlich unbegrenzt selbst trägt, während die Pumpstationen eine Ewigkeitslast darstellen. Die Freige- fällevarianten werden daher mit der maximalen Zielerreichung (ZR = 6) bewertet. Die Pumpvarianten weisen dementsprechend keine Zielrealisierung auf (ZR = 0). Hinsichtlich der Beeinträchtigung des Landschaftsbilds (PZ 2) werden die Pumpvarianten mit der Höchstpunktzahl bewertet (ZR = 6). Im Gegensatz zu den Freiablaufvarianten werden hier keine Ge- ländeeinschnitte produziert, sondern lediglich in ihren räumlichen Abmessungen vergleichsweise überschaubare Pumpstationen am Seeufer errichtet. Die Pumpvarianten sind darüber hinaus zumin- dest grundsätzlich geeignet, den Erhalt der Wasserhäuser zu fördern, die einen prägenden Charakter für das Landschaftsbild haben. Von den Freiablaufvarianten wird die Variante „Köhm“ aufgrund ihrer integrierten Lage im heutigen Köhmtal mit den geringsten Geländeeinschnitten (im Mittel 4,8 m) eben- falls mit einer hohen Punktzahl bewertet (ZR = 5). Die Varianten „Nördlich Altlast“ und „Süd A“ erhal- ten aufgrund ihrer moderaten Geländeeinschnitte noch eine gute Bewertung von ZR = 4, obwohl sie zu großen Teilen abseits bestehender Gewässer verlaufen. Die Variante „Nord“ produziert die größten Geländeeinschnitte und verläuft zudem komplett abseits bestehender Gewässer. Sie erhält daher die schlechteste Bewertung (ZR = 0). Die Varianten „A61“, „Lärmschutzwall“, „Süd B“ und „Zourshof“ wei- sen ebenfalls Geländeeinschnitte im mittleren Bereich auf und erhalten daher Bewertungen im unte- ren bis mittleren Bereich (ZR = 1-3). Bezüglich des hohen leitbildgerechten Entwicklungspotenzials (PZ 3) erreicht die Variante „Nord“ die höchstmögliche Punktzahl (ZR = 6), da sie das im Leitbild geforderte Sohlgefälle mit 2,0 ‰ von den untersuchten Varianten bestmöglich erfüllt und keine nennenswerten Einschränkungen des Ent- wicklungskorridors entlang der Trasse aufweist. Da es sich zudem um eine Freiablaufvariante handelt, kann das neu angelegte Gewässer damit Leitbildvorgaben ohne Einschränkungen umsetzten. Bei der Variante „A61“ ist mit 1,6 ‰ ebenso noch ein leitbildkonformes Gefälle möglich. Sie erreicht jedoch eine geringere Punktzahl (ZR = 5), da eine kritische Engstelle zwischen Wohnbebauung südlich des Wanloer Friedhofs vorliegt, was zu einer lokalen Einschränkung des Entwicklungskorridors führt. Die Pumpvarianten (PW Köhm, PW Holzweiler Fließ und PW Zourshof) nutzen zur Ableitung die bereits bestehenden Gewässerstrukturen der Köhm, des Holzweiler Fließ und der Niers. Die genannten Ge- wässer weisen in ihrem heutigen Zustand in Summe eine gute Übereinstimmung mit dem Leitbild auf (Sohlgefälle > 2,0 ‰). Die Situation wird sich mit der Errichtung von Pumpstationen mit einer entspre- chenden Förderleistung tendenziell noch verbessern, weil gezielt auf die gemäß Leitbild angestrebte Ausuferungscharakteristik eingewirkt werden kann. Im Gegensatz zu den Freiablaufvarianten, für die jeweils ein eigener Entwicklungskorridor angelegt wird, stehen die bestehenden Gewässer – ohne ei- nen eigenen Entwicklungskorridor – jedoch stärker in Konkurrenz zu den angrenzenden Nutzungen. Der abschirmende Effekt des Entwicklungskorridors bei den Freigefällevarianten, wird durch die brei- ten Auenböschungen noch zusätzlich verstärkt. Für die Pumpvarianten wird daher nur eine mittlere Zielerreichung (ZR = 3) festgehalten. Die Varianten „Nördlich Altlast“, „Lärmschutzwall“ und „Köhm“ erhalten aufgrund ihres Gefälles leicht oberhalb der unteren Leitbildvorgabe (jeweils 1,1 ‰) sowie der lokalen Einschränkung des Entwicklungskorridors auf Höhe der Kuckumer Straße eine geringe Punkt- zahl von 2. Die beiden Varianten „Süd A“ und „Süd B“ erhalten aufgrund des noch geringeren Sohlge- fälles (1,0 bzw. 0,9 ‰) lediglich eine Punktzahl von ZR = 1 und die Variante „Zourshof“ erhält als Vari- ante mit dem niedrigsten Sohlgefälle (0,8 ‰) die schlechteste Bewertung (ZR = 0). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 104 von 113 Hinsichtlich der ökologischen Aufwertung und Stärkung von Biotopverbundeffekten (PZ 4) stel- len die Freiablaufvarianten „Köhm“ und „Zourshof“ eine deutliche Aufwertung der Biotopverbünde im Köhm- und Nierstal dar, da sie größtenteils den ursprünglichen Gewässerverläufen folgen, die einen wichtigen Baustein im Biotopverbund darstellen und das geplante naturnahe Ablaufgewässer durch seine leitbildkonforme Gestaltung eine eigendynamische Entwicklung erwarten lässt, die gemäß Leit- bild einen stärkenden Beitrag zum existierenden Biotopkontext leisten kann (beide ZR = 6). Darüber hinaus wird gemäß Ausführungen in Kap. 5.5.2 unterstellt, dass ggf. erforderliche Gewässeran- schlüsse der Freiablaufvarianten alle Anforderungen an eine ökologische Durchgängigkeit erfüllen und sich diesbezüglich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten einstellen. Ähnliches gilt für die Variante „Süd B“, die ebenfalls in großen Teilen entlang bestehender Verbundachsen verläuft. Da dies in nur etwas geringerem Ausmaß der Fall ist als bei den zuvor genannten Varianten, erhält die Variante „Süd B“ mit geringem Punktabzug ebenfalls eine gute Bewertung von ZR = 5. Die Varian- ten „A61“ und „Nord“ stellen im starken Kontrast zu den übrigen Varianten keinerlei ökologische Auf- wertung dar, da im Bestand in den geplanten Gewässerachsen keine Biotopverbunde vorhanden sind (ZR = 0). Im Gegenteil bewirken die Varianten „A61“ und „Nord“ ein Trockenfallen der Köhm und Niers und damit eine signifikante Abwertung bzw. Schwächung des existierenden Biotopverbunds. Die übri- gen Freiablaufvarianten „Nördlich Altlast“, „Lärmschutzwall“ und „Süd A“ erreichen durch ihre ab- schnittsweise Stärkung des Biotopverbunds entlang der Niers eine mittlere Bewertung (ZR = 2-3). Die Pumpvarianten erhalten eine mittlere Bewertung von ZR = 3, da sie durch die Pumpstationen eine starke Trennwirkung auf die aquatischen Zönosen ausüben. Im Hinblick auf die Verbesserung des Hochwasserschutzes und der Starkregenvorsorge (PZ 5) sind die drei südlichen Varianten „Zourshof“, „Süd B“ und „Süd A“ besonders positiv zu bewerten, da sie durch die anteilige Aufnahme der Hochwasserabflüsse aus dem Wahnbuschgraben bzw. dem Hol- zweiler Fließ eine Entlastung der Ortschaft Keyenberg begünstigen und zudem durch den Ausbau der Niers auf einer vergleichsweise langen Strecke zu einer Erhöhung der Abflusskapazität der Niers bei- tragen (vgl. Kap. 5.3.7). Durch die Variante „Zourshof“ profitiert potenziell zusätzlich die Ortschaft Un- terwestrich von dem Gewässerausbau. Die Variante erhält daher die Maximalpunktzahl (ZR = 6). Die beiden Varianten „Süd B“ und „Süd A“ erhalten ebenfalls eine gute Bewertung (ZR = 5). Der Effekt der Erhöhung der Abflusskapazität wird auch durch die Varianten „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärm- schutzwall“ erzielt, wenn auch auf kürzerer Strecke. Diese drei Varianten haben positiven Einfluss auf den Hochwasserschutz in Wanlo und werden daher mit einer mittleren Punktzahl (ZR = 4) bewertet. Die beiden nördlichen Varianten „A61“ und „Nord“ verlaufen abseits der Siedlungsgebiete und schlie- ßen am unteren Ende des Suchraums an. Die erhöhten Abflusskapazitäten innerhalb der Ableitungs- trasse haben damit keinen unmittelbaren Effekt auf die umliegenden Ortschaften und eine Verbesse- rung wird nicht erzielt (jeweils ZR = 0). Ähnliches gilt für die Pumpvarianten (ebenfalls ZR = 0). Durch die Nutzung der bestehenden Gewässer findet kein Ausbau der Abflusskapazitäten statt und noch we- sentlicher: Hochwasserabflüsse werden nicht von vulnerablen Bereichen (z. B. Siedlungsgebiete) ferngehalten. Bei der Bewertung der Eingriffe in den Naturhaushalt (PZ 6) weist wiederum eine Pumpvariante die bestmögliche Zielerreichung auf (ZR = 6). Für die Variante „PW Köhm“ muss lediglich eine Pumpsta- tion am Seeufer errichtet werden. Die Errichtung eines Ablaufbauwerks (regulierbarer Mönch) sowie der umfangreiche Gewässerausbau, der im Rahmen der Freiablaufvarianten durchgeführt werden RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 105 von 113 muss, entfällt komplett. Das Trockenfallen des rd. 800 m langen Köhmabschnitts bis zum Wahnbusch- graben bedingt in der Abwägung mit der Stärkung der Wasserführung im Wahnbuschgraben im Fall der Variante „PW Holzweiler Fließ“ eine etwas schlechtere Bewertung (ZR = 5). Bei der Pumpvariante „PW Zourshof“ führt die Errichtung der Druckrohrleitung (DN 1400) zur Niers, sowie die reduzierte Wasserführung in der Köhm zu einem gleichwertigen Punktabzug (ZR = 5). Ebenfalls mit ZR = 5 wird die Freiablaufvariante „Zourshof“ bewertet. Die Wasserführung der gesamten oberen Niers wird durch diese Variante nachhaltig gestärkt, während die Wasserführung der Köhm durch einen Brunnen am Seerand erhalten bleibt. Von den Freiablaufvarianten weisen weiter die Varianten „Lärmschutzwall“ und „Nördlich Altlast“, unter der Prämisse, dass die Ablaufgewässer die Köhm in ihrer aktuellen Form als Gewässer ersetzen (vgl. Kap. 5.6.3), durch die Stärkung der Wasserführung von Köhm und Niers einen hohen Zielerreichungsgrad auf (ZR = 4). Der Punktabzug begründet sich durch den bauzeitli- chen Eingriff zur Herstellung der Gewässertrasse (schutzwürdiges Biotop). Kleinere Konflikte mit be- stehenden (zwei Biotopverbundflächen, ein schutzwürdiges Biotop) und geplanten Biotopstrukturen (geplante Baumreihe am Haus Keyenberg) bedingen bei der Variante „Köhm“, die ansonsten identi- sche Auswirkungen auf die Wasserführung von Köhm und Niers aufweist, einen Punktabzug in glei- cher Größe (ZR = 4). Die Varianten „Süd A“ und „Süd B“ binden im Vergleich zu der zuvor genannten Variante „Köhm“ einen um rd. 500 m (Süd A) bzw. 900 m (Süd B) längeren Abschnitt der Niers in den Seeablauf mit ein, führen jedoch zu einer reduzierten Wasserführung in der Köhm und werden daher mit ZR = 3 („Süd A“) bzw. ZR = 4 („Süd B“) bewertet. Für die bisher genannten Freiablaufvarianten führt der mögliche Eingriff in den renaturierten Abschnitt der Niers oberhalb der A46 nicht zu einer Ab- wertung, da dieser Abschnitt gleich- oder höherwertig wiederhergestellt werden kann (zu Folgen des möglichen gesetzlichen Schutzes s. u.). Die Variante „Nord“ weist entlang ihrer Trasse zwar keine di- rekten Eingriffe in bestehende landschaftlich oder ökologisch wertvollen Bereiche auf, schneidet lang- fristig jedoch Köhm und Niers von dem Wasserdargebot des Sees ab, wodurch u. a. auch der Wert des renaturierten Niers-Abschnitts „Stahlenend“ reduziert wird, und erhält damit eine Punktzahl von ZR = 1. Die Variante „A61“ verläuft abschnittsweise in der ehemaligen Autobahntrasse, wodurch keine relevanten Konflikte mit Natur und Landschaft ausgelöst werden, kreuzt jedoch im weiteren Verlauf einen geschützten Landschaftsbestandteil (Obstwiese), kann wie die „Nord“-Variante nicht zu einer Einbindung von Niers und Köhm in den natürlichen Seeablauf und damit zu einer Stärkung der Was- serführung beitragen und führt damit zu den umfangreichsten Eingriffen in den Naturhaushalt (ZR = 0). Alle Freiablaufvarianten verlaufen zu überwiegenden Teilen durch schutzwürdige Böden. Diesbe- züglich ergeben sich keine signifikanten Unterschiede zwischen den Varianten. Bei der Bewertung der hohen betriebliche Flexibilität bei Wassermenge und -qualität (PZ 7) he- ben sich die Pumpvarianten erneut deutlich von den Freiablaufvarianten ab. Während die Pumpvari- anten mit Pumpstation am Seeufer die größtmöglichen Freiheitsgrade hinsichtlich Wassermenge und - qualität aufweisen und daher die bestmögliche Bewertung erhalten (ZR = 6), besteht bei den Freiab- laufvarianten mit regulierbarem Mönchsbauwerk aufgrund des Absinkens des Seewasserspiegels grundsätzlich ein größeres Risiko für das Trockenfallen des Ableitungsgewässers. Da dieses Risiko jedoch z. B. durch den Einsatz eines mobilen Pumpaggregats weiter reduziert werden kann, fällt die Bewertung mit ZR = 4 nur in geringem Maße schlechter aus als bei den Pumpvarianten. Die größten Auswirkungen auf die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur (PZ 8) bestehen bei der Variante „Nord“ mit der Kreuzung der Autobahn A61, weiteren Straßen und einer Ferngasleitung RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 106 von 113 kurz vor der Mündung in die Niers (ZR = 0). Die weiteren Varianten weisen deutlich geringere Auswir- kungen auf. Bei der Variante „A61“ ist die Kreuzung des Zubringers (K19) sowie die erforderliche Um- verlegung der Ferngasleitung südlich der A46 zu nennen (ZR = 2). Bei den südlichen Varianten „Süd A“, „Süd B“ und „Zourshof“ sind hingegen jeweils drei Erschließungsstraßen (B, L, K) und drei Ge- meindestraßen oder Wirtschaftswege zu kreuzen, jedoch keine Ferngasleitung (jeweils ZR = 4). Bei den drei Varianten im Köhmtal („Köhm“, „Nördlich Altlast“, „Lärmschutzwall“) ist jeweils noch ein zu- sätzlicher Wirtschaftsweg zu queren (jeweils ZR = 3). Bei den Pumpvarianten „PW Köhm“ und „PW Holzweiler Fließ“ sind keine Auswirkungen auf die Verkehrs- und Versorgungsinfrastruktur festzustel- len (ZR = 6). Bei der Pumpvariante „PW Zourshof“ kommt es im Rahmen der Errichtung der Kanallei- tung zum Zourshof zumindest bauzeitlich zu kleineren Einschränkungen (ZR = 5). Bei der Beanspruchung von Fremdgrundstücken (PZ 9) erhält die Variante „Köhm“ die geringste Punktzahl (ZR = 0), da sie im Bereich der Köhm große Teile privater Liegenschaften belegt, die sich nicht im Besitz der RWE Power AG befinden. Die Variante „Nördlich Altlast“ reduziert das Maß der Be- anspruchung durch den etwas weiter nördlich gelegenen Verlauf (ZR = 1). Die Variante „Lärmschutz- wall“ beansprucht die genannten privaten Liegenschaften in großen Teilen nur randlich und erhält dadurch eine noch höhere Bewertung (ZR = 2). Die Variante „Nord“ verläuft hingegen komplett abseits von Siedlungsgebieten. Hier sind nach Abstimmung mit RWE keine signifikanten Beanspruchungen zu erwarten (ZR = 6). Gleiches gilt für die Pumpvarianten „PW Köhm“ und „PW Holzweiler Fließ“ (ebenfalls ZR = 6). Die Variante „A61“ meidet den problematischen Bereich entlang der Köhm eben- falls komplett. Östlich der Ortschaft Wanlo ist aufgrund der Nähe zur Ortschaft jedoch mit geringfügi- gen Beanspruchungen zu rechnen (ZR = 5). Ähnliches gilt für die beiden Varianten „Süd A“ und „Süd B“. Hier sind aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Bereich der Ortschaft Oberwestrich bzw. des Marienhofs ggf. Fremdliegenschaften zu beanspruchen (jeweils ZR = 4). Für die Variante „Zourshof“ ist dies etwas ausgeprägter im Bereich der Ortschaft Unterwestrich zu erwarten (ZR = 3). Für die Pumpvariante „PW Zourshof“ sind im Bereich der Kanalleitung zumindest Dienstbarkeiten einzurichten (ZR = 5). Hinsichtlich des Flächenbedarfs (PZ 10) gelten die Erläuterungen zu den prognostizierten Eingriffen (s. Kap. 5.5.5). Die Pumpvarianten erhalten aufgrund des deutlich geringeren Flächeneingriffs im Ver- gleich zu den Freiablaufvarianten die Bestbewertung (ZR = 6). Für die übrigen Freiablaufvarianten liegt die Bewertung im Bereich ZR = 0-4) und ergibt sich direkt aus dem erforderlichen numerischen Flächeneingriff (s. Kap. 5.5.5). Bezüglich der geringen planerischen Hürden (PZ 11) erreicht die Variante „PW Köhm“ die beste Be- wertung (ZR = 6). Im Vergleich zu den Freiablaufvarianten sind hier voraussichtlich nur Entnahme- bzw. Einleitgenehmigungen nach §§8 WHG zu beantragen und kein Gewässerausbau nach §68 WHG inklusive eines umfangreichen Planfeststellungsverfahrens durchzuführen. Zusätzlich liegen keine Schutzgebietsbeanspruchungen vor. Die beiden anderen Pumpvarianten erhalten aufgrund der zu- sätzlich erforderlichen Entnahme- bzw. Einleitgenehmigungen (Brunnen Köhm) bzw. Kanalleitungs- verlegung (PW Zourshof) einen geringfügigen Punktabzug (ZR = 4 bzw. 5). Von den Freiablaufvarian- ten erreicht die Variante „Nord“ die beste Bewertung von ZR = 4, da sich die Eingriffe auf ein Land- schaftsschutzgebiet im unmittelbaren Anschlussbereich an die Niers und die Kreuzung einer Allee be- schränkt. Die Variante „A61“ kreuzt zusätzlich zum Anschlussbereich an die Niers ein weiteres RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 107 von 113 Landschaftsschutzgebiet sowie einen geschützten Landschaftsbestandteil (Obstwiese) (ZR = 3). Die Varianten „Lärmschutzwall“, „Nördlich Altlast“, „Köhm“, „Süd A“ und „Süd B“ verlaufen zu großen Tei- len durch ein Landschaftsschutzgebiet (Variante „Lärmschutzwall“ nur randlich) und kreuzen zusätz- lich eine Allee auf Höhe der L277 („Lärmschutzwall“, „Nördlich Altlast“, „Köhm“) bzw. die Gehölzstrei- fen entlang des Holzweiler Fließ („Süd A“, „Süd B“). Sie werden daher mit einer geringen Punktzahl von 2 („Köhm“, „Nördlich Altlast“, „Süd A“, „Süd B“) bis 3 („Lärmschutzwall“) bewertet. Die Variante „Zourshof“ verläuft zusätzlich zu den zuvor genannten Schutzgebieten noch entlang des geschützten Landschaftsbestandteils am Zourshof und erhält daher die schlechteste Bewertung (ZR = 0). Der er- forderliche Eingriff in den renaturierten Abschnitt der Niers oberhalb der A46 aller Varianten bis auf „Nord“ und „A61“ fließt mit dem ihm zukommenden Gewicht in die Bewertung ein und kann vor Ort durch die Maßnahmenumsetzung vollumfänglich kompensiert werden. 5.7.3 Ergebnis des Variantenvergleichs – Ermittlung der Vorzugsvariante Mit einer Punktzahl von 405 Punkten erzielt die Freiablaufvariante „Köhm“ das beste Gesamtergeb- nis. Sie weist bei den Planungszielen zur Nachhaltigkeit (PZ 1) und der Stärkung von Biotopverbunde- ffekten (PZ 4) die höchste Zielerreichung auf. Bei der Beeinträchtigung des Landschaftsbilds (PZ 2) schneidet sie überdurchschnittlich gut ab (ZR = 5). Lediglich bei der Leitbildkonformität (PZ 3), den planerischen Hürden (PZ 11) und der Beeinträchtigung von Fremdgrundstücken (PZ 9) schneidet die Variante mit einer geringen (ZR = 2) bzw. sehr geringen Zielerreichung (ZR = 0) ab. Bei den übrigen Planungszielen 5-8 und 10 erreicht die Variante eine mittlere Zielerreichung (ZR = 3-4). Auf dem zweiten Platz befindet sich mit geringem Abstand die Pumpvariante entlang der Köhm „PW Köhm“ (390 Punkte). Die Variante „PW Köhm“ erreicht, so wie größtenteils auch die übrigen Pumpva- rianten, bei den meisten Planungszielen eine sehr gute Zielerreichung (ZR = 5-6). Der Rückstand ge- genüber der Variante „Köhm“ ergibt sich durch das sehr schlechte Abschneiden beim Thema Nach- haltigkeit sowie des mangelnden Verbesserungspotenzials hinsichtlich Hochwasserschutz. Auf dem dritten Platz befindet sich mit 380 Punkten die Freiablaufvariante „Süd B“, die aufgrund des geringeren Entwicklungspotenzials (PZ 3), der höheren Beeinträchtigung des Landschaftsbildes (PZ 2), sowie Defiziten bei den Eingriffen in den Naturhaushalt (PZ 6) und der mangelnden Flexibilität bei der Wassermenge und -qualität keine bessere Bewertung erreichen kann. Auf dem vierten Platz befindet sich mit 375 Punkten die Pumpvariante „PW Holzweiler Fließ“, die auf- grund des zusätzlichen Brunnens an der Köhm hinsichtlich der planerischer Hürden geringfügig schlechter bewertet wird als die Variante „PW Köhm“. Die Variante „Süd A“ ist die nächstbeste Variante (Platz 5). Für die geringere Gesamtbewertung (370 Punkte) sind insbesondere die höhere Beeinträchtigung des Landschaftsbildes, die etwas geringere Leitbildkonformität sowie die in ihrem Ausmaß etwas geringer ausfallende Aufwertung bestehender Biotopverbünde als Gründe aufzuführen. Auf dem sechsten Platz befindet sich die Variante „Nördlich Altlast“, die im Vergleich zu der benach- barten Variante „Köhm“ (Platz 1), vor allem durch die mangelnde Aufwertung und Stärkung des RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 108 von 113 existieren Biotopverbunds im Köhmtal (PZ 4) sowie geringfügigen Defiziten bei der Beeinträchtigung des Landschaftsbildes (PZ 2) deutlich schlechter abschneidet. Auf den übrigen Plätzen 7-11 befinden sich die Pumpvariante „PW Zourshof“ sowie die Freigefällevari- anten „Zourshof“, „Lärmschutzwall“, „Nord“ und „A 61“. Die Pumpvariante „PW Zourshof“ sortiert sich aufgrund der erforderlichen Rohrleitung vom See zum Zourshof, die bei einigen Planungszielen zum Punktabzug führt (PZ 6, 8, 9, 11), mit einem Abstand von 25 bzw. 30 Punkten zu den übrigen Pump- varianten auf Platz 7 ein. Bei den verbleibenden Freiablaufvarianten führen insbesondere die zuneh- mende Beeinträchtigung des Landschaftsbildes (PZ 2), die geringere Aufwertung und Stärkung von Biotopverbundeffekten (PZ 4) und das mangelnde Potenzial zur Verbesserung des Hochwasserschut- zes (PZ 5) zu einer schlechten Gesamtbewertung. 5.8 Prüfung eines erforderlichen Sicherheitsstreifens (nur Freigefällevarianten) Die Freigefällevariante erzeugen aufgrund der erforderlichen Sohllage zur Herstellung des freien Ab- laufs auf dem Niveau des Seewasserspiegels große Geländeeinschnitte. Der resultierende Trassen- korridor ergibt sich aus den drei Hauptgrößen (i) Geländeeinschnitten, der (ii) Breite des Entwicklungs- korridors und (iii) den Böschungen der Sekundäraue bzw. der Böschungsneigung. Änderungen der in diesem Bericht genannten Werte an einer der drei Größen, ziehen eine Verbreiterung oder Verschlan- kung des Korridors nach sich. Da die Korridore raumordnerisch gesichert werden sollen, wäre eine nachträgliche Verbreiterung problematisch. Im Zuge der weiteren Gewässerplanung können Anpas- sungen des Trassenkorridors aber nicht ausgeschlossen werden. Es sollte daher ein Sicherheitsstrei- fen vorgesehen werden, um den der zu sichernde Trassenkorridor beidseitig verbreitert wird. Die Breite des Sicherheitsstreifens wird im Folgenden exemplarisch für eine Abflachung der Sekun- därauenböschungen ermittelt. Böschungen mit einer Neigung von 1:2 oder flacher sind in der Regel ohne spezifische Sicherungs- maßnahmen standsicher und erzeugen in Anbetracht der teilweise sehr großen Geländeeinschnitte einen verhältnismäßig geringen Eingriff an der Geländeoberkante. Flachere Böschungen führen durch Zunahme der Böschungsbreite zu einem größeren Flächeneingriff und wirken sich damit einerseits unmittelbar negativ auf die Schutzgüter Natur und Landschaft sowie Boden aus, bedingt durch den zusätzlichen Bodenaushub, aber auch auf die Baukosten. Bei einigen Freiablaufvarianten schneiden die Böschungen mehr als 15 m tief in das Gelände ein und damit über große Tiefen in sandige und kiesige Schichten (vgl. Kap. 2.5). Aus Standsicherheitsüberle- gungen heraus kann es in diesen Bereichen erforderlich werden, Böschungen zumindest strecken- weise abzuflachen. Eine Abflachung der Böschungen kann auch aus Unterhaltungssicht vorteilhaft sein, wenn z. B. Pflegefahrzeuge für Böschungen mit 1:2 nicht zur Verfügung stehen. Im Zuge der Ge- wässerplanung ist es denkbar, dass darüber hinaus noch weitere Aspekte an Bedeutung gewinnen, die eine flachere Gestaltung der Böschungen favorisieren oder zusätzlichen Raum in der Breite benö- tigen (z. B. Hochwasserschutzmaßnahmen). RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 109 von 113 Es wird im Folgenden daher überschlägig eine Ermittlung der Eingriffsflächen für Böschungen mit ei- ner Neigung von 1:3 durchgeführt. Die Ermittlung erfolgt exemplarisch anhand der Variante „Köhm“. Die Trasse wird dabei entsprechend der natürlichen Teileinzugsgebiete in vier Gewässerabschnitte unterteilt: x Tagebausee bis Mündung Wahnbuschgraben x Wahnbuschgraben bis Mündung Niers x Mündung Niers bis Plattenstraße x Plattenstraße bis A46 Durch die Unterteilung in vier Gewässerabschnitte ergeben sich für alle bis auf den untersten Gewäs- serabschnitt (Plattenstraße bis A46) geringere Abflüsse entsprechend der Teileinzugsgebietsabflüsse in Kap. 2.7.2 zuzüglich der Anteile aus dem Tagebausee (0,57 m³/s) und Grundwasserzustrom (0,03 m³/s). Um trotz geringerer Abflüsse die beabsichtigte Ausuferungsdynamik zu erzielen, werden die Sohlbreiten in den ersten drei Abschnitten reduziert, wodurch sich auch die Breite des Entwicklungs- korridors reduziert (s. Anlage A-4.17 bis A-4.19). Im ersten Abschnitt (Tagebausee bis Mündung Wahnbuschgraben) ergibt sich die Sohlbreite zu 2,0 m, wodurch die Breite des Entwicklungskorridors zu 10 m resultiert, also 15 m weniger als mit Ansatz des HQ1-Abflusses auf Höhe der A46. Im Verlauf der Gewässerstrecke nimmt der Abfluss mit jedem Abschnitt zu, wodurch die erforderlich Sohlbreite und auch die Breite des Entwicklungskorridors anwächst. Die exakten Werte können Anlage A-4.17 bis A-4.19 entnommen werden. Durch die sukzessive Abnahme der Einschnittstiefe reduziert sich im gleichen Maße auch die Böschungsbreite, wodurch es im weiteren Trassenverlauf lediglich zu einer geringfügigen Überschreitung der ursprünglich geplanten Korridors (m=2) kommt. Eine Lageplandar- stellung liefert Anlage B-4. Dort stellen rote Bereiche Flächen dar, die über den geplanten Korridor hinausgehen, also bei einer durchgehenden Realisierung von Böschungen in 1:3 zusätzlich erforder- lich wären. Insgesamt lässt sich festhalten, dass nur streckenweise geringfügige Verbreiterungen des Trassenkorridors geringer als 5 m erforderlich wären. Im Fall der Freiablaufvarianten wird empfohlen, pauschal einen Sicherungsstreifen von 15 m beidsei- tig des Trassenkorridors vorzusehen, der bereits in einem Verfahren zur vorsorglichen Flächensiche- rung zusätzlich berücksichtigt werden sollte. Lokal kann aufgrund von Restriktionen (Bebauung, Lie- genschaften) von der empfohlenen Streifenbreite abgewichen werden. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 110 von 113 6 Fazit Mit der Maßgabe eines nachhaltigen, naturnahen und längsdurchgängigen Ablaufgewässers vom Ta- gebausee Garzweiler zur Niers werden im Rahmen der Studie und auf der Grundlage des prognosti- zierten Geländeniveaus resultierende, offene Freigefälleabflussgerinne vom Tagebausee Garzweiler zur Niers untersucht. Aufgrund des angestrebten Seewasserspiegels von +66 m NHN und der vorhandenen Topografie re- sultieren Geländeeinschnitte von zum Teil > 20 m, die insbesondere im Nahbereich des Sees zu be- trächtlichen Bodenbewegungen, Flächeneingriffen und Beeinträchtigungen des Landschaftsbilds füh- ren. Die hier identifizierte Vorzugsvariante „Köhm“ stellt unter den betrachteten Randbedingungen die vor- teilhafteste Lösung für die angestrebte, offene Gewässerstrecke dar und ist damit als Grundlage ge- eignet, um vertiefende Abstimmungen mit Trägern öffentlicher Belange und Behörden zu führen und in einem folgenden Schritt die erforderliche Trasse im Rahmen eines raumordnerischen Verfahrens im Regionalplan zu verankern. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 111 von 113 7 Zusammenfassung Nach Abschluss des Braunkohlenabbaus soll die Restkubatur des Tagebaus Garzweiler voraussicht- lich ab 2036 mit Wasser aus dem Rhein sowie der nachlaufenden Sümpfung gefüllt werden und so ein künstlicher See entstehen. Nach Erreichen des Zielwasserspiegels gegen 2063 soll ein freier Ablauf in die Niers gewährleistet werden. Durch das geänderte Abbauvorhaben schließt der künftige Tagebau- see nicht mehr direkt an die Niers an, so dass eine Ableitungsstrecke zwischen Tagebausee und der Niers geschaffen werden muss. Die zukünftige Ableitungsstrecke zur Niers ist als naturnahes, längs- durchgängiges Gewässer nach den Empfehlungen der Blauen Richtlinie NRW (2010) vorgesehen. Der eigentliche Gewässerausbau und das dazugehörige Genehmigungsverfahren werden zwar erst in der mittel- bis langfristigen Zukunft stattfinden. Zur Sicherung der erforderlichen Flächen im Rahmen der Regionalplanung sowie zur Festlegung planerischer Randbedingungen für die zeitnahe Herstel- lung der Seeböschung ist eine technisch umsetzbare und genehmigungsfähige Trasse für das Ablei- tungsgewässer aber bereits frühzeitig zu identifizieren. Gegenstand dieser Studie ist die Darstellung der Machbarkeit für eine Auswahl an Ableitungsvarian- ten. Weiter sind ein Variantenvergleich und die Ermittlung einer Vorzugsvariante für das herzustel- lende Ableitungsgewässer sowie eine überschlägige Dimensionierung des Seeüberlaufs durchgeführt worden. Der Variantenvergleich erfolgt dabei in Form eines mehrstufigen Verfahrens, das von einem offenen Suchraum zu einer einzelnen Vorzugsvariante für das Ableitungsgewässer führt, die alle tech- nischen, hydraulischen und gewässerökologischen Anforderungen erfüllt. Im ersten Schritt wird der Suchraum argumentativ abgegrenzt. Er erstreckt sich grob auf der Nord- Süd-Achse zwischen der Autobahn A46 im Norden und der Ortschaft Berverath im Süden. Auf der Ost-West-Achse wird der Suchraum durch den zukünftigen Tagebausee im Osten und die Niers im Westen bzw. die Ortschaften Kuckum und Unterwestrich im Südwesten eingegrenzt. Auf Basis der von der RWE Power AG und aus öffentlichen Quellen bezogenen Daten und Informatio- nen sowie einer Ortsbesichtigung werden im Suchraum alle wesentlichen Grundlagen zum planeri- schen Umfeld zusammengetragen. Besondere Berücksichtigung finden dabei diejenigen Informatio- nen, die Aussagen über den Zustand und die Nutzung des Suchraums zum Bau- und Betriebszeit- punkt des Ableitungsgerinnes gegen 2060 zulassen. Im ersten Schritt des Variantenstudiums werden geeignete Ablaufbauwerke erläutert und es erfolgt eine Vorauswahl der technisch sinnvollsten Bauformen. Für den Ablauf zur Niers bieten sich insbe- sondere das regulierbare Mönchsbauwerk sowie die Pumpstation an. Der freie Ablauf über eine (regu- lierbare) Schwelle an der Seeoberfläche schneiden aufgrund der vergleichsweise schlechteren Was- serqualität gegenüber einer tiefer liegenden Entnahme schlechter ab. Die ermittelten Grundlagendaten werden daraufhin im Rahmen einer formlosen Restriktionsanalyse hinsichtlich ihrer Restriktionswirkung auf den Bau des naturnahen Ablaufgewässers ausgewertet und in Form von Restriktionskarten (Topografie, Nutzungen, Schutzgebiete) dargestellt. Auf Grundlage der Restriktionskarten werden acht Varianten für einen Ablauf mit Mönchsbauwerk entwickelt, wovon für RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 112 von 113 die sechs Varianten „Zourshof“, „Süd B“, „Süd A“, „Köhm“, „Nördlich Altlast“ und „Lärmschutzwall“ je- weils zwei Anschlusspunkte an die Niers (Höhe Plattenstraße, Höhe Autobahn A46) berücksichtigt werden. Für die beiden Varianten „A61“ und „Nord“ kommt aufgrund des Trassenverlaufs nur der wei- ter nördlich gelegene Anschlusspunkt A46 in Frage. Neben den acht Varianten mit Mönch werden noch drei Varianten mit Pumpwerk am See betrachtet. Diese haben den Vorteil, dass das Wasser über die bereits vorhandenen Gewässerstrukturen abgeleitet werden kann und kein Gewässerausbau erforderlich ist. In dem anschließenden, vierstufigen Variantenstudium werden zunächst die variantenspezifischen Grundlagen für die Längsschnittgestaltung ermittelt (Abfluss, Sohlgefälle) und darauf aufbauend die Vor- und Nachteile der beiden Anschlusspunkte an die Niers diskutiert (Stufe 1). Die Bewertung kommt zu dem Schluss, dass durch den weiter oberstrom liegenden Anschlusspunkt auf Höhe der Plattenstraße zwar eine Beeinträchtigung des bereits renaturierten Bereichs der Niers zwischen Plat- tenstraße und Autobahn A46 vermieden werden kann, die mit diesem Anschlusspunkt realisierbaren Sohlgefälle jedoch unterhalb der Leitbildvorgaben liegen und damit eine stark defizitäre morphodyna- mische Entwicklung zu erwarten ist. Die Varianten mit Anschlusspunkt Plattenstraße werden daher nicht weiter berücksichtigt. In der anschließenden Trassenanalyse (Stufe 2) werden die Varianten mit Blick auf die Anbindung be- stehender Gewässer und die Gestaltung von Kreuzungsbauwerken weiter ausgearbeitet sowie varian- tenspezifische Eingriffe ermittelt. Zu einer Abschichtung weiterer Varianten führen diese Betrachtun- gen nicht. In der dritten Stufe des Variantenstudiums erfolgt die Bewertung der Auswirkungen auf die Gewässer- abschnitte von Niers, Köhm und Wahnbuschgraben. In der Gesamtbewertung (Stufe 4) fließen alle in den davorliegenden Stufen ermittelten Grundlagen und Planungsrandbedingungen mit ein. Im Ergebnis stellt sich die Freiablaufvariante „Köhm“ als Vor- zugsvariante dar. Die Variantenuntersuchung und die ermittelte Vorzugsvariante sollen im nächsten Schritt für eine Ab- stimmung mit Trägern öffentlicher Belange und Behörden genutzt werden. Anschließend ist es beab- sichtigt, die Ergebnisse in eine frühzeitige Sicherung der Gewässertrasse auf Regionalplanungsebene einfließen zu lassen. RWE Power AG – Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer zur Niers Erläuterungsbericht Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 113 von 113 Sachbearbeiter: M.Sc. Elena Brüggemeier Dr.-Ing. Tobias Schruff-Wieneke M.Sc. Anna-Lena Flegelskamp Köln, Oktober 2024 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH i. V. Dr.-Ing. Kaj Lippert ppa. Dr.-Ing. Sebastian Rubbert
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.09_Trassenanalyst_PW-Zourshof.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.09_Trassenanalyst_PW-Zourshof.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.9 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Kanaltrasse "PW Zourshof" Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 0+960,00 74,32 75,32 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 0+915,00 74,17 75,17 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 0+910,00 72,66 75,16 Wahnbuschgraben (UK inkl. Sicherheitsabstand von 1,5 m) GSK3e 4 V.003 0+350,00 75,23 76,23 Berverath (Kuckumer Quellenweg) ABK 5 V.004 0+150,00 73,03 74,03 L354 (Unterwestrich) ABK 6 V.005 0+010,00 72,04 73,04 Quellenweg ABK 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.09_Trassenanalyst_PW-Zourshof.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.9 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Kanaltrasse "PW Zourshof" Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 0+000,00 2,00 -2,00 Kuckumer Quellenweg / Zourshof ABK 2 0+150,00 2,00 -2,00 ABK 3 0+350,00 2,00 ABK 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.09_Trassenanalyst_PW-Zourshof.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Kanaltrasse "PW Zourshof" Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.9 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001 V.003V.004V.00550,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1 10 0+000,000+200,000+400,000+600,000+800,001+000,00Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungFörderleistungPlanung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK0+000,000+150,000+350,00 0+000,000+150,00-2,50-2,00-1,50-1,00-0,500,000,501,001,502,002,500+000,000+200,000+400,000+600,000+800,001+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-1_Grundlagendaten.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 1/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung 1 Vermessung 1.1 Topographie (DGM, terrestrische Vermessung) im Planungsraum, LANUV-Prognose (Prognosezustand Zukunft) NA-Ermittlung, Restriktionsanalyse, Längsschnitte Überleitungsvarianten EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 1.2 Topographie und Bathymetrie (DGM/- W) der Nierssohle und -uferbereiche sowie Nebengewässer im Planungsraum, im Idealfall terrestrische Vermessung Trassenanalyse, Längsschnitte, Darstellung EB 11.8.22 BCE Niersverban d 1.3 Topographie und Bathymetrie (DGM/- W) der Köhmsohle und -uferbereiche im Planungsraum, im Idealfall terrestrische Vermessung Trassenanalyse, Längsschnitte, Darstellung EB 11.8.22 BCE Niersverban d 2 Boden / Grundwasser 2.1 Grundwasserzu- und abstrom der Gewässer im Zeitraum der Ableitung (Niers und Köhm) NA-Ermittlung, Gewässerbilanz EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 2.2 Grundwassergleichen im Planungsraum Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 2/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: 2.3 Baugrundinformationen (mechanische Bodenkennwerte, Bodenanalytik, Schichten) im Planungsraum Trassenanalyse / Kostenermittlung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 3 Wasserwirtschaft / Energiewirtschaft 3.1a Relevante Abflüsse (MQ, HQ1, HQ100) und Wasserspiegellagen in der Niers und Nebengewässern im Prognosezustand Einordnung des Einleitungspotenzials EB 11.8.22 BCE Niersverban d Abflüsse für Holzweiler Fließ, Wahnbuschgraben fehlen 3.1b Relevante Abflüsse (MQ, HQ1, HQ100) und Wasserspiegellagen in der Köhm im Prognosezustand Einordnung des Einleitungspotenzials EB 11.8.22 BCE Niersverban d 3.2 Niederschlagsdaten (Niederschlagsmessstation) NA-Ermittlung EB 11.8.22 BCE KOSTRA 3.3 aktueller Gewässerverlauf (.shp- Datei) und Kilometrierung (mit Berücksichtigung der Renaturierung südlich der A46) Trassenanalyse, Längsschnitte, Darstellung EB 31.8.22 BCE LANUV (GSK3e) 4 Bauwerksbestand 4.1a Leitungskataster (Ver- und Entsorgungsleitungen) in Trassenkorridoren Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE BIL-Online- Auskunft 16.08.22 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 3/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: 4.1b Leitungskataster (Ver- und Entsorgungsleitungen), Bestand von RWE Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 4.2 Bauwerksbestand im Planungsraum Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 5 "Fremdplanungen" 5.1a Fremdplanungen im Planungsbereich, Angaben seitens RWE Lagevarianten / Längsschnittgestaltung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 5.2a Bauleitplanung + Raumordnung (Regionalplan, FNP, B-Pläne etc.) Lagevarianten / Längsschnittgestaltung EB 11.8.22 BCE Gem. Mönchengla dbach 5.2b Bauleitplanung + Raumordnung (Regionalplan, FNP, B-Pläne etc.) Lagevarianten / Längsschnittgestaltung EB 11.8.22 BCE Gem. Erkelenz 5.2c Regionalplan, Teilplan "Nichtenergetische Rohstoffe" Zwischennutzungen, Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE BR Köln 5.3 Bergbauliche Planungen Lagevarianten / Längsschnittgestaltung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 6 Nutzungen 6.1 Tagebaunutzung Endzustand EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 4/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: 6.2a Sonstige Nutzungen (landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, sonstige Flächen), nach Informationen von RWE EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 6.2b Sonstige Nutzungen (landwirtschaftliche, forstwirtschaftliche, sonstige Flächen), nach Dritter EB 11.8.22 BCE ATKIS 7 Vorbelastungen 7.1a Abgrenzung Vorbelastungen/Altlasten und Altlastenverdachtsflächen (GIS Shape-Format), nach Informationen von RWE Trassenanalyse (außerhalb Vorbelastungen) / Trassenbewertung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 7.1b Abgrenzung Vorbelastungen/Altlasten und Altlastenverdachtsflächen (GIS Shape-Format), nach Informationen Dritter Trassenanalyse (außerhalb Vorbelastungen) / Trassenbewertung EB 11.8.22 BCE Stadt Erkelenz 7.1c Abgrenzung Vorbelastungen/Altlasten und Altlastenverdachtsflächen (GIS Shape-Format), nach Informationen Dritter Trassenanalyse (außerhalb Vorbelastungen) / Trassenbewertung EB 11.8.22 BCE Stadt Mönchengla dbach 23.8.22 8 Liegenschaften N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 5/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: 8.1 ALK-Daten (Flurstücksgrenzen) Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE ALKIS 17.8.22 9 Umwelt 9.1 Landschaftsplan (als Shape) - Naturschutzgebiete - Landschaftsschutzgebiete - Naturdenkmäler Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE Stadt Mönchengla dbach / Kreis Heinsberg 9.2 Geschützte Biotope (als Shape) Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE LANUV, Internet 9.3 Natura 2000 Gebiete (als shape) - FFH-Gebiete - Vogelschutzgebiete Restriktionsanalyse EB 11.8.22 BCE LANUV, Internet 9.4 Vorhandene faunistische und floristische Erhebungen im Planungsraum Trassenfindung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 9.5 Denkmalschutzgebiete / Bodendenkmäler Trassenfindung EB 11.8.22 BCE Gemeinden, LVR 29.8.22 (Stadt Erkelenz) 9.6 Relevante Rekultivierungsmaßnahmen Restriktionsanalyse, Trassenfindung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-1_Grundlagendaten.xlsx Seite 6/6 Anlage: A-1 BCE-02001 | V-28.9.2012 fehlt Ergänzungen erforderlich eingeschränkt vorhanden vorhanden / erledigt Nr. Gegenstand Zweck Eintrag von Eintrag am Beschaff. von Beschaff. bei Anfrage gest. am Status benötigt bis / Bemerkung Auftraggeber: Projekt: RWE Power AG Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie BCE-Projektnr.: Bericht: Grundlagendaten Stand: 07.12.2023 Betrifft: 10 Sonstiges 10.1 Formatvorgaben Pläne (z.B. Planstempel) EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 10.2 Plangrundlagen (DGK5, TK25, Luftbilder o.ä.) EB 11.8.22 BCE Internet 10.3 Anforderungen an Zeichnungen und Plandarstellung (z. B. Höhenbezugssystem, Lagebezugssystem) Konforme Darstellung EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 10.4 Berichtsvorlagen (ggf. Mustergliederungen, Formate) EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22 10.5 Technische Vorschriften des AG EB 11.8.22 BCE RWE 17.8.22
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx)
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Übersicht der Kreuzungsbauwerke Anlage: A-07 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Betrifft: Übersicht der Kreuzungsbauwerke Stand: 13.02.2024 Formelzeichen Ziff. Bezeichnung Einheit Beschreibung Formel 1 # - Ziffer 2 Titel - Kurztitel des Kreuzungsbauwerks gem. A-5.1-8 3 Station m Stationierung der Gewässertrasse 4 GOK m NHN Geländeoberkante 5 Beschreibung - Beschreibung / Bezeichnung des zu kreuzenden Verkehrswegs 6 Typ - Gewählte Bauform des Kreuzungsbauwerks: Rahmen(D)urchlass, Betonbalken(B)rücke, (F)urt 7 b m Breite des zu kreuzenden Verkehrswegs (= Breite des Kreuzungsbauwerks) 8 zMW m NHN Sohlhöhe der Gewässertrasse im Bereich der Kreuzung 9 bMW m Breite des Mittelwasserbetts im Bereich der Kreuzung 10 bSA m Breite der Sekundäraue (je Seite) im Bereich der Kreuzung 11 mSA - Böschungsneigung der Sekundäraue im Bereich der Kreuzung 12 HW100 m NHNHochwasserspiegel (HQ100) nach Colebrook-White (ISo s. EB; ks = 0,31 m) 13 t m Tiefe des Geländeeinschnitts = GOK - zMW 14 UKmin m NHN Erforderliche Mindesthöhe der Unterkante des Bauwerks = D/B: HW100 + 0,5 m; F: zMW 15 UK m NHN Tatsächliche Höhenkote der Unterkante des Bauwerks (Grün: UKmin ≤ UK) = D/B: GOK - 1,5 m ; F: z MW 16 lD/B/F m Länge des Kreuzungsbauwerks (Spannweite des Durchlasses oder Länge der Furt)= D/B: bMW + MIN(2; bSA); F: bMW + 2 bSA 17 lZ m Länge der Zufahrt/Rampe zum Kreuzungsbauwerk, je Seite = D/B: (bMW+2bSA+2mt-lD/B/F)/2; F: t/0,065 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx Seite 1 von 5 Übersicht der Kreuzungsbauwerke Anlage: A-07 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Betrifft: Übersicht der Kreuzungsbauwerke Stand: 13.02.2024 Tabellarische Übersicht # Titel Station GOK Beschreibung Typ b z MW bMW bSA mSA HW100 t UKmin UK l D/B/F lZ - - m m NHN - - m m NHN m m - m NHN m m NHN m NHN m m 1 Nord 1.1 V.001 1+780,00 87,00 Wirtschaftsweg B 4,00 65,46 2,00 4,00 2,00 66,17 21,53 66,67 85,50 6,0 46,0 1.2 V.002 1+649,79 88,61 Wirtschaftsweg B 4,00 65,19 2,00 4,00 2,00 65,90 23,42 66,40 87,11 6,0 49,0 1.3 V.003 1+550,00 87,59 Wirtschaftsweg B 4,00 64,99 2,00 4,00 2,00 65,70 22,61 66,20 86,09 6,0 48,0 1.4 V.004 1+466,79 83,16 Hochstraße B 6,00 64,81 2,00 4,00 2,00 65,52 18,35 66,02 81,66 6,0 39,0 1.5 V.005 1+128,79 80,06 Wirtschaftsweg B 4,00 64,11 2,00 4,00 2,00 64,82 15,95 65,32 78,56 6,0 34,0 1.6 V.006 0+880,00 77,21 Wirtschaftsweg B 4,00 63,60 2,00 4,00 2,00 64,31 13,61 64,81 75,71 6,0 30,0 1.7 V.007 0+850,79 76,88 A61 B 60,00 63,54 2,00 4,00 2,00 64,25 13,34 64,75 75,38 6,0 29,0 1.8 V.008 0+688,00 76,99 Wirtschaftsweg (Marderweg) F 4,00 63,20 2,00 4,00 2,00 63,91 13,79 63,2063,20 10,0 213,0 1.9 V.009 0+487,00 73,84 Wirtschaftsweg (Am Kappelshof) F 4,00 62,79 2,00 4,00 2,00 63,50 11,05 62,7962,79 10,0 171,0 1.10 V.010 0+181,00 67,53 L277 (Stahlenend) B 10,00 62,15 2,00 4,00 2,00 62,86 5,38 63,36 66,03 6,0 13,0 2 A61 2.1 V.001 1+657,89 83,78 Zubringer K 19 B 10,00 64,43 2,00 4,00 2,00 65,14 19,35 65,64 82,28 6,0 41,0 2.2 V.002 1+329,89 78,55 Hochstraße B 6,00 63,91 2,00 0,00 1,00 64,88 14,64 65,38 77,05 2,0 15,0 2.3 V.003 0+983,00 76,17 Wirtschaftsweg B 4,00 63,35 2,00 4,00 2,00 64,06 12,82 64,56 74,67 6,0 28,0 2.4 V.004 0+796,00 76,05 Wirt.-weg (Auf d. Steinbrücke) F 4,00 63,05 2,00 4,00 2,00 63,76 13,00 63,0563,05 10,0 200,0 2.5 V.005 0+623,00 75,30 Wirtschaftsweg (Marderweg) F 4,00 62,78 2,00 4,00 2,00 63,49 12,52 62,7862,78 10,0 193,0 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx Seite 2 von 5 Übersicht der Kreuzungsbauwerke Anlage: A-07 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Betrifft: Übersicht der Kreuzungsbauwerke Stand: 13.02.2024 2.6 V.006 0+433,00 73,52 Wirtschaftsweg (Am Kappelshof) F 4,00 62,47 2,00 4,00 2,00 63,18 11,05 62,4762,47 10,0 171,0 2.7 V.007 0+181,00 67,53 L277 (Stahlenend) B 10,00 62,07 2,00 4,00 2,00 62,78 5,46 63,28 66,03 6,0 13,0 3 Lärmschutzwall 3.1 V.001 3+230,00 73,06 Wirtschaftsweg F 4,00 65,37 6,00 12,00 2,00 66,29 7,69 65,37 65,37 30,0 119,0 3.2 V.002 2+604,00 78,68 L277 (Heckstraße) B 10,00 64,67 6,00 12,00 2,00 65,59 14,01 66,09 77,18 10,0 39,0 3.3 V.003 2+330,00 77,93 Wirtschaftsweg F 4,00 64,37 6,00 12,00 2,00 65,29 13,56 64,37 64,37 30,0 209,0 3.4 V.004 2+020,00 70,46 Wirtschaftsweg F 4,00 64,02 6,00 12,00 2,00 64,94 6,44 64,02 64,02 30,0 100,0 3.5 V.005 1+880,00 68,73 L354n B 10,00 63,87 6,00 12,00 2,00 64,79 4,87 65,29 67,23 10,0 20,0 3.6 V.006 1+316,00 68,02 Kuckumer Straße B 6,00 63,24 6,00 0,00 2,00 64,45 4,78 64,95 66,52 6,0 10,0 3.7 V.007 0+986,00 66,66 Schweinemarkt B 6,00 62,88 6,00 12,00 2,00 63,80 3,78 64,30 65,16 10,0 18,0 3.8 V.008 0+688,00 65,50 Plattenstraße B 6,00 62,54 6,00 12,00 2,00 63,46 2,96 63,96 64,00 10,0 16,0 4 Nördlich Altlast 4.1 V.001 3+120,00 75,28 Wirtschaftsweg F 4,00 65,41 6,00 12,00 2,00 66,32 9,87 65,41 65,41 30,0 152,0 4.2 V.002 2+882,00 74,76 L277 B 10,00 65,13 6,00 12,00 2,00 66,04 9,63 66,54 73,26 10,0 30,0 4.3 V.003 2+419,00 77,61 Wirtschaftsweg F 4,00 64,59 6,00 12,00 2,00 65,50 13,02 64,59 64,59 30,0 201,0 4.4 V.004 2+120,00 69,83 Wirtschaftsweg F 4,00 64,24 6,00 12,00 2,00 65,15 5,59 64,24 64,24 30,0 86,0 4.5 V.005 1+880,00 71,38 L354n B 10,00 63,96 6,00 12,00 2,00 64,87 7,42 65,37 69,88 10,0 25,0 4.6 V.006 1+316,00 68,94 Kuckumer Straße B 6,00 63,31 6,00 0,00 2,00 64,49 5,63 64,99 67,44 6,0 12,0 4.7 V.007 0+986,00 66,14 Schweinemarkt B 6,00 62,93 6,00 12,00 2,00 63,84 3,21 64,34 64,64 10,0 17,0 4.8 V.008 0+688,00 65,76 Plattenstraße B 6,00 62,58 6,00 12,00 2,00 63,49 3,18 63,99 64,26 10,0 17,0 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx Seite 3 von 5 Übersicht der Kreuzungsbauwerke Anlage: A-07 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Betrifft: Übersicht der Kreuzungsbauwerke Stand: 13.02.2024 5 Köhm 5.1 V.001 3+021,00 72,72 L277 B 10,00 65,23 6,00 12,00 2,00 66,15 7,49 66,65 71,22 10,0 25,0 5.2 V.002 2+493,00 71,55 Wirtschaftsweg F 4,00 64,63 6,00 4,00 2,00 65,76 6,92 64,63 64,63 14,0 107,0 5.3 V.003 2+140,00 69,67 Wirtschaftsweg F 4,00 64,23 6,00 12,00 2,00 65,15 5,44 64,23 64,23 30,0 84,0 5.4 V.004 1+880,00 68,73 L354n B 10,00 63,93 6,00 12,00 2,00 64,85 4,80 65,35 67,23 10,0 20,0 5.5 V.005 1+316,00 68,01 Kuckumer Straße B 6,00 63,28 6,00 0,00 2,00 64,49 4,73 64,99 66,51 6,0 10,0 5.6 V.006 0+986,00 66,66 Schweinemarkt B 6,00 62,91 6,00 12,00 2,00 63,83 3,75 64,33 65,16 10,0 18,0 5.7 V.007 0+688,00 65,50 Plattenstraße B 6,00 62,57 6,00 12,00 2,00 63,49 2,93 63,99 64,00 10,0 16,0 6 Süd-A 6.1 V.001 3+400,00 76,45 Wirtschaftsweg F 4,00 65,29 6,00 12,00 2,00 66,28 11,16 65,29 65,29 30,0 172,0 6.2 V.002 3+150,00 73,36 Wirtschaftsweg F 4,00 65,03 6,00 12,00 2,00 66,02 8,33 65,03 65,03 30,0 129,0 6.3 V.003 3+109,00 73,53 Wirtschaftsweg (Marienhof) B 4,00 64,99 6,00 12,00 2,00 65,98 8,54 66,4872,03 10,0 28,0 6.4 V.004 2+700,00 74,09 L354 (Westricher Straße) B 10,00 64,57 6,00 12,00 2,00 65,56 9,53 66,0672,59 10,0 30,0 6.5 V.005 2+590,00 72,76 Wirtschaftsweg F 4,00 64,45 6,00 12,00 2,00 65,44 8,31 64,45 64,45 30,0 128,0 6.6 V.006 2+394,00 69,97 Wirtschaftsweg F 4,00 64,25 6,00 12,00 2,00 65,24 5,72 64,25 64,25 30,0 89,0 6.7 V.007 1+880,00 68,73 L354n B 10,00 63,72 6,00 12,00 2,00 64,71 5,01 65,21 67,23 10,0 21,0 6.8 V.008 1+316,00 68,01 Kuckumer Straße B 6,00 63,14 6,00 0,00 2,00 64,49 4,87 64,99 66,51 6,0 10,0 6.9 V.009 0+986,00 66,36 Schweinemarkt B 6,00 62,80 6,00 12,00 2,00 63,79 3,56 64,29 64,86 10,0 18,0 6.10 V.010 0+688,00 65,50 Plattenstraße B 6,00 62,49 6,00 12,00 2,00 63,48 3,01 63,98 64,00 10,0 17,0 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx Seite 4 von 5 Übersicht der Kreuzungsbauwerke Anlage: A-07 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Betrifft: Übersicht der Kreuzungsbauwerke Stand: 13.02.2024 7 Süd-B 7.1 V.001 3+792,00 76,56 Wirtschaftsweg F 4,00 65,31 6,00 12,00 2,00 66,32 11,25 65,31 65,31 30,0 174,0 7.2 V.002 3+536,00 73,82 Wirtschaftsweg F 4,00 65,07 6,00 12,00 2,00 66,08 8,74 65,07 65,07 30,0 135,0 7.3 V.003 3+382,00 75,22 Wirtschaftsweg (Marienhof) B 4,00 64,93 6,00 12,00 2,00 65,94 10,29 66,4473,72 10,0 31,0 7.4 V.004 3+028,00 74,58 L354 (Westricher Straße) B 10,00 64,60 6,00 12,00 2,00 65,61 9,98 66,1173,08 10,0 30,0 7.5 V.005 2+890,00 73,17 Wirtschaftsweg F 4,00 64,47 6,00 12,00 2,00 65,48 8,70 64,47 64,47 30,0 134,0 7.6 V.006 2+812,00 70,87 Wirtschaftsweg F 4,00 64,40 6,00 12,00 2,00 65,41 6,47 64,40 64,40 30,0 100,0 7.7 V.007 1+880,00 68,73 L354n B 10,00 63,53 6,00 12,00 2,00 64,54 5,20 65,04 67,23 10,0 21,0 7.8 V.008 1+316,00 68,01 Kuckumer Straße B 6,00 63,01 6,00 0,00 2,00 64,39 5,00 64,89 66,51 6,0 11,0 7.9 V.009 0+986,00 66,36 Schweinemarkt B 6,00 62,70 6,00 12,00 2,00 63,71 3,66 64,21 64,86 10,0 18,0 7.10 V.010 0+688,00 65,50 Plattenstraße B 6,00 62,42 6,00 12,00 2,00 63,43 3,08 63,93 64,00 10,0 17,0 8 Zourshof 8.1 V.001 4+547,00 75,43 Wirtschaftsweg F 4,00 65,43 7,00 14,00 2,00 66,39 10,00 65,43 65,43 35,0 154,0 8.2 V.002 4+552,00 75,37 Wirtschaftsweg F 4,00 65,43 7,00 14,00 2,00 66,39 9,94 65,43 65,43 35,0 153,0 8.3 V.003 3+997,00 77,34 Berverath (Kuckumer Quellenweg) B 6,00 64,99 7,00 14,00 2,00 65,95 12,36 66,4575,84 11,0 37,0 8.4 V.004 3+730,00 75,94 L354 (Unterwestrich) B 10,00 64,77 7,00 14,00 2,00 65,73 11,17 66,23 74,44 11,0 35,0 8.5 V.005 3+356,00 73,38 Kuckumer Quellenweg B 6,00 64,47 7,00 0,00 1,00 66,00 8,91 66,50 71,88 7,0 9,0 8.6 V.006 2+920,00 71,71 Kuckumer Niersstraße B 6,00 64,12 7,00 14,00 2,00 65,08 7,59 65,58 70,21 11,0 28,0 8.7 V.007 1+880,00 68,73 L354n B 10,00 63,29 7,00 14,00 2,00 64,25 5,45 64,75 67,23 11,0 23,0 8.8 V.008 1+316,00 68,01 Kuckumer Straße B 6,00 62,84 7,00 0,00 2,00 64,25 5,17 64,75 66,51 7,0 11,0 8.9 V.009 0+986,00 66,36 Schweinemarkt B 6,00 62,57 7,00 14,00 2,00 63,53 3,79 64,03 64,86 11,0 20,0 8.10 V.010 0+688,00 65,50 Plattenstraße B 6,00 62,33 7,00 14,00 2,00 63,29 3,17 63,79 64,00 11,0 19,0 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-07_Kreuzungsbauwerke.xlsx Seite 5 von 5
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-03.1_KOSTRA-DWD-2020)
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KOSTRA-DWD 2020 Nach den Vorgaben des Deutschen Wetterdienstes - Hydrometeorologie - itwh KOSTRA-DWD 2020 4.1.1 · Copyright © itwh GmbH 2022 · Engelbosteler Damm 22 · D-30167 Hannover · www.itwh.de Niederschlagshöhen nach KOSTRA-DWD 2020 Rasterfeld : Spalte 94, Zeile 137 Ortsname : Keyenberg Bemerkung : Dauerstufe D Niederschlagshöhen hN [mm] je Wiederkehrintervall T [a] 1 a 2 a 3 a 5 a 10 a 20 a 30 a 50 a 100 a 5 min 5,7 7,0 7,7 8,7 10,1 11,6 12,6 13,9 15,7 10 min 7,7 9,4 10,4 11,7 13,6 15,6 16,9 18,6 21,1 15 min 8,9 10,9 12,0 13,6 15,8 18,1 19,7 21,6 24,5 20 min 9,9 12,0 13,3 15,0 17,5 20,0 21,7 23,9 27,0 30 min 11,2 13,6 15,1 17,1 19,9 22,8 24,7 27,2 30,7 45 min 12,7 15,4 17,1 19,3 22,5 25,7 27,9 30,7 34,7 60 min 13,8 16,7 18,6 21,0 24,4 28,0 30,3 33,4 37,8 90 min 15,5 18,8 20,8 23,5 27,4 31,4 34,0 37,4 42,3 2 h 16,7 20,3 22,5 25,5 29,7 34,0 36,8 40,5 45,9 3 h 18,7 22,7 25,2 28,4 33,1 38,0 41,1 45,3 51,2 4 h 20,2 24,5 27,2 30,7 35,8 41,0 44,5 48,9 55,4 6 h 22,5 27,4 30,4 34,3 39,9 45,7 49,6 54,6 61,7 9 h 25,1 30,5 33,8 38,2 44,5 51,0 55,2 60,8 68,8 12 h 27,1 32,9 36,5 41,2 48,0 55,0 59,6 65,6 74,2 18 h 30,2 36,6 40,6 45,9 53,4 61,2 66,4 73,0 82,6 24 h 32,6 39,5 43,8 49,5 57,7 66,1 71,6 78,8 89,2 48 h 39,1 47,5 52,6 59,4 69,2 79,3 86,0 94,6 107,0 72 h 43,5 52,8 58,6 66,1 77,0 88,3 95,6 105,3 119,1 4 d 46,9 57,0 63,2 71,3 83,1 95,2 103,2 113,6 128,5 5 d 49,8 60,4 67,0 75,7 88,1 101,0 109,4 120,5 136,3 6 d 52,2 63,4 70,3 79,4 92,5 106,0 114,8 126,4 143,0 7 d 54,4 66,0 73,2 82,7 96,3 110,3 119,6 131,6 148,9 Legende T Wiederkehrintervall, Jährlichkeit in [a]: mittlere Zeitspanne, in der ein Ereignis einen Wert einmal erreicht oder überschreitet D Dauerstufe in [min, h, d]: definierte Niederschlagsdauer einschließlich Unterbrechungen hN Niederschlagshöhe in [mm] KOSTRA-DWD 2020 Nach den Vorgaben des Deutschen Wetterdienstes - Hydrometeorologie - itwh KOSTRA-DWD 2020 4.1.1 · Copyright © itwh GmbH 2022 · Engelbosteler Damm 22 · D-30167 Hannover · www.itwh.de Niederschlagsspenden nach KOSTRA-DWD 2020 Rasterfeld : Spalte 94, Zeile 137 Ortsname : Keyenberg Bemerkung : Dauerstufe D Niederschlagspenden rN [l/(s·ha)] je Wiederkehrintervall T [a] 1 a 2 a 3 a 5 a 10 a 20 a 30 a 50 a 100 a 5 min 190,0 233,3 256,7 290,0 336,7 386,7 420,0 463,3 523,3 10 min 128,3 156,7 173,3 195,0 226,7 260,0 281,7 310,0 351,7 15 min 98,9 121,1 133,3 151,1 175,6 201,1 218,9 240,0 272,2 20 min 82,5 100,0 110,8 125,0 145,8 166,7 180,8 199,2 225,0 30 min 62,2 75,6 83,9 95,0 110,6 126,7 137,2 151,1 170,6 45 min 47,0 57,0 63,3 71,5 83,3 95,2 103,3 113,7 128,5 60 min 38,3 46,4 51,7 58,3 67,8 77,8 84,2 92,8 105,0 90 min 28,7 34,8 38,5 43,5 50,7 58,1 63,0 69,3 78,3 2 h 23,2 28,2 31,3 35,4 41,3 47,2 51,1 56,3 63,8 3 h 17,3 21,0 23,3 26,3 30,6 35,2 38,1 41,9 47,4 4 h 14,0 17,0 18,9 21,3 24,9 28,5 30,9 34,0 38,5 6 h 10,4 12,7 14,1 15,9 18,5 21,2 23,0 25,3 28,6 9 h 7,7 9,4 10,4 11,8 13,7 15,7 17,0 18,8 21,2 12 h 6,3 7,6 8,4 9,5 11,1 12,7 13,8 15,2 17,2 18 h 4,7 5,6 6,3 7,1 8,2 9,4 10,2 11,3 12,7 24 h 3,8 4,6 5,1 5,7 6,7 7,7 8,3 9,1 10,3 48 h 2,3 2,7 3,0 3,4 4,0 4,6 5,0 5,5 6,2 72 h 1,7 2,0 2,3 2,6 3,0 3,4 3,7 4,1 4,6 4 d 1,4 1,6 1,8 2,1 2,4 2,8 3,0 3,3 3,7 5 d 1,2 1,4 1,6 1,8 2,0 2,3 2,5 2,8 3,2 6 d 1,0 1,2 1,4 1,5 1,8 2,0 2,2 2,4 2,8 7 d 0,9 1,1 1,2 1,4 1,6 1,8 2,0 2,2 2,5 Legende T Wiederkehrintervall, Jährlichkeit in [a]: mittlere Zeitspanne, in der ein Ereignis einen Wert einmal erreicht oder überschreitet D Dauerstufe in [min, h, d]: definierte Niederschlagsdauer einschließlich Unterbrechungen rN Niederschlagsspende in [l/(s·ha)] KOSTRA-DWD 2020 Nach den Vorgaben des Deutschen Wetterdienstes - Hydrometeorologie - itwh KOSTRA-DWD 2020 4.1.1 · Copyright © itwh GmbH 2022 · Engelbosteler Damm 22 · D-30167 Hannover · www.itwh.de Toleranzwerte der Niederschlagshöhen und -spenden nach KOSTRA-DWD 2020 Rasterfeld : Spalte 94, Zeile 137 Ortsname : Keyenberg Bemerkung : Dauerstufe D Toleranzwerte UC je Wiederkehrintervall T [a] in [±%] 1 a 2 a 3 a 5 a 10 a 20 a 30 a 50 a 100 a 5 min 11 11 11 11 12 13 13 13 14 10 min 11 13 14 14 15 16 17 17 18 15 min 13 14 15 16 17 18 19 19 20 20 min 14 16 16 17 19 19 20 20 21 30 min 15 17 17 18 19 20 21 21 22 45 min 15 17 18 19 20 21 21 22 22 60 min 15 17 18 19 20 21 21 22 22 90 min 14 16 17 18 19 20 21 21 22 2 h 14 16 16 18 19 20 20 21 21 3 h 13 15 16 16 18 19 19 20 20 4 h 12 14 15 16 17 18 18 19 19 6 h 11 13 14 15 16 17 17 18 18 9 h 10 12 13 13 15 15 16 16 17 12 h 10 11 12 13 14 15 15 16 16 18 h 9 10 11 12 13 14 14 14 15 24 h 9 10 11 11 12 13 13 14 14 48 h 9 10 10 11 11 12 12 13 13 72 h 10 10 10 11 11 12 12 12 13 4 d 11 11 11 11 11 12 12 12 12 5 d 12 11 11 11 11 12 12 12 12 6 d 12 12 12 11 12 12 12 12 13 7 d 13 12 12 12 12 12 12 12 13 Legende T Wiederkehrintervall, Jährlichkeit in [a]: mittlere Zeitspanne, in der ein Ereignis einen Wert einmal erreicht oder überschreitet D Dauerstufe in [min, h, d]: definierte Niederschlagsdauer einschließlich Unterbrechungen UC Toleranzwert der Niederschlagshöhe und -spende in [±%]
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-01_Uebersichtskarte)
2868 Zeichen
18.01.2024 Uhr: 10:49:33 brueggemeier 1:15.000
N:\grz2308521\03_Pl\10_GIS\01_Projekte\B-1_Uebersichtskarte.mxd
Keyenberg
Tagebausee Garzweiler
(Seewasserspiegel 66 mNHN)
Rhein-Erft-Kreis
Heinsberg
Mönchengladbach
Rhein-Kreis
Neuss
Düren
Düren
NN
Beeckbach
Kotthundsgraben
Ahlsbruchbach
NN
NN
Alte Niers
(W
ickrathberg)
Die Köhm
NN
Scheulenbendgraben
Hochneukircher
Fließ
Kückhover
Fließ
Alte Niers
(W
ickrath)
Holzweiler
Fließ
Holzw
eiler
Fließ
Baaler Bach
Bottbach
Wockerather
Fließ
Hackauser
Bach
Jüchener Bach
Wahnbuschgraben
Kelzenberger
Bach
Mühlenbach
Niers 16
16,5
17
17,5
18
18,5
19
0,5
0,5
1
0,5
1
1,5
2
2,5
3
4
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5
5,5
6
6,57
7,5
66,57
9,5
10 10,5
5,5
8,5
9
9,5
10
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11
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12
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13
0,5
1,5
105,5106
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108
108,5
109
109,5
110
110,5
111
111,5
112
112,5
113
113,5
114
0,51
1,5
2
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4
0,5
1
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2
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1
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2 2,5
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0,5
1
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1
1,5
Venrather
Fließ
313000
313000
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314000
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315000
316000
316000
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317000
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318000
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319000
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325000
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326000
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327000
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5656000
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5657000
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5658000
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5659000
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5660000
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5662000
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5663000
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5665000
5665000
5666000
5666000
5667000
5667000
±
Zeichenerklärung
Suchraum
Kreisgrenzen
Gewässer (GSK3e)
Gewässerstationierung
Fließgewässer
Gewässerfläche
Gewässer (sonstige)
Tagebausee Garzweiler (Stand: 01/2024)
Seefläche
Weidefläche
Tagebauseeböschungen
0 500 1.000 1.500 2.000250
m
1:15.000
Wasserwirtschaftliche
Planung und Genehmigung
RWE Power
Übersichtskarte
Für die Richtigkeit der markscheiderischen Unterlagen
Bergheim, den ......................................................... Markscheider
Projekt-Nr.:
Plan-/ Anlage-Nr.:
Maßstab:
202308521
Bearb.: Jan 2024 Brüggemeier
GIS: Jan 2024 Breaux
Gepr.: Jan 2024
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Planbezeichnung:
Projekt:
Auftraggeber:
Datengrundlage:
© Geobasisdaten: © Bundesamt für Kartographie und Geodäsie 2022,
Datenquellen: http://sg.geodatenzentrum.de/web_public/Datenquellen_TopPlus_Open.pdf
+ © RWE Power AG
© Zeichnungsinhalt: © RWE Power AG
Björnsen Beratende Ingenieure GmbH
Maria Trost 3, 56070 Koblenz
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B-1
Schruff-Wieneke
Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur Niers
Machbarkeitsstudie (Seewasserspiegel 66 mNHN)
VORABZUG
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-2.2)
2636 Zeichen
50.00 Achse:Achse - Köhm 66Höhenplan:Gewässerplanung Köhm 66Station:0+000.000 - 3+294.76055.0060.0065.0070.0075.0080.0085.00 DHHNGeländehöheBestandX GeländehöhePlanungX Stationierung 61.7861.8962.0162.1262.2362.3462.4662.5762.6862.8062.9163.0263.1363.2563.3663.4763.5963.7063.8163.9364.0464.1564.2664.3864.4964.6064.7264.8364.9465.0565.1765.2865.3965.50 0+000.000+100.000+200.000+300.000+400.000+500.000+600.000+700.000+800.000+900.001+000.001+100.001+200.001+300.001+400.001+500.001+600.001+700.001+800.001+900.002+000.002+100.002+200.002+300.002+400.002+500.002+600.002+700.002+800.002+900.003+000.003+100.003+200.003+294.76 3+021.00 L27772.7271.22 2+493.00 Wirtschaftsweg, Furt (Haus Keyenberg) 2+330.00 Wahnbuschgraben 0+688.00 Plattenstraße65.5064.000+808.50 Venrather Fließ 0+986.00 Schweinemarkt66.6665.16 1+316.00 Kuckumer Straße68.0166.51 1+880.00 L354n68.7367.232+020.70 Niers2+140.00 Wirtschaftsweg, Furt71.55 61.78 69.67 63.1763.1863.7163.8664.7064.5865.4865.3766.0366.3067.2167.3668.0169.6968.5868.0568.4068.6468.7368.9969.2670.4270.8270.9172.0572.8371.6071.7672.0772.9072.9080.6266.61 Blattgröße: 950 x 297 mm, A = 0.28 m²Gespeichert: 11.03.24 17:08:19 / Plotdatum: 12.03.24 09:27:46 korbonitsN:\grz2308521\03_Pl\11_BIM\04_Civil\01_St\B-3.2_Koehm-66_Laengsschnitt.dwg / Layout: B-2.2 Trassenvariante "Köhm", Seewasserspiegel 66 mNHNLängsschnitt B-3.21 : 5 000 / 500 Feb 2024Schruff-Wieneke Projekt: Planbezeichnung: Auftraggeber: Gis/Cad:Bearb.:Gepr.: Projekt-Nr.:2023085.21Plan-/Anlage-Nr.:Maßstab: ©Geobasisdaten: © Land NRW (Daten geändert/ergänzt), Datenlizenz Deutschland, Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) + © RWE Power AG©Topografische Dienst Kadaster, Nederland, Emmen©Zeichnungsinhalt: © RWE Power AGDiese Unterlage darf nur mit vorheriger Zustimmung der RWE Power AG an Dritte weitergegeben,verbreitet, durch Bild- oder sonstige Informationsträger wiedergegeben oder vervielfältigt werden.Sie enthält Betriebs-/Geschäftsgeheimnisse sowie geistiges Eigentum der RWE Power AG imSinne des UIG. Alle Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der RWE Power AG. Datengrundlage: Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur NiersMachbarkeitsstudie RWE PowerWasserwirtschaftlichePlanung und Genehmigung Für die Richtigkeit der markscheiderischen UnterlagenBergheim, den ..................................................... Markscheider Björnsen Beratende Ingenieure GmbHMaria Trost 3, 56070 Koblenz,Telefon +49 261 88 51-0, Telefax +49 261 88 51-191info@bjoernsen.de, www.bjoernsen.deSchruff-Wieneke KorbonitsFeb 2024Feb 2024 00,10,21 : 5 000 0,5 km0,40,3010201 : 500 50 m4030
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-3.3)
3191 Zeichen
64.50 Schnitt A3+206.81 DHHNGeländehöheBestandX Abstand zur Achse 80.3280.3880.4480.5080.5680.6180.6680.6680.6680.7080.7380.7680.7880.7680.7580.7680.7680.9481.2381.2681.2981.3081.1980.9581.00 -50.00-45.00-40.00-35.00-30.00-25.00-20.00-15.00-10.00-5.000.005.0010.0015.0020.0025.0030.0035.0040.0045.0050.0055.0060.0065.0068.20 65.4065.90 64.50 Schnitt B2+979.77DHHNGeländehöheBestandX Abstand zur Achse 73.2073.1573.1173.0373.0372.9873.0573.0873.0773.0573.0072.9173.1573.2273.1773.2673.3373.3673.3773.3573.33 -45.00-40.00-35.00-30.00-25.00-20.00-15.00-10.00-5.000.005.0010.0015.0020.0025.0030.0035.0040.0045.0050.0054.89 65.1565.65 63.50 Schnitt C2+541.63 DHHNGeländehöheBestandX Abstand zur Achse 71.60 76.3375.9675.5575.1074.6774.2673.8773.5073.1372.76 72.1271.8871.6471.4471.4471.4571.5271.5971.60 72.42 48.36 -50.00-45.00-40.00-35.00-30.00-25.00-20.00-15.00-10.00-5.00 5.0010.0015.0020.0025.0030.0035.0040.0045.00 0.00 AltlastflächeBebauung(Reithalle) 64.6565.15 62.50 Schnitt D1+277.87DHHNGeländehöheBestandX Abstand zur Achse 68.2168.3768.4568.4868.4568.4868.3768.2368.1368.0667.8867.6267.5567.5467.5467.5467.5467.5467.5467.6267.7067.71 -50.00-45.00-40.00-35.00-30.00-25.00-20.00-15.00-10.00-5.000.005.0010.0015.0020.0025.0030.0035.0040.0045.0050.0050.83 Bebauung(Halle)Wassergraben Schwalmerhaus(Tiefe unbekannt)Niers(Bestand)63.2263.72 61.50 Schnitt E0+327.04DHHNGeländehöheBestandX Abstand zur Achse 64.2064.1964.1664.1363.9363.8463.8363.8363.8263.7963.7863.8063.8363.8563.8863.9663.9864.0164.0564.0964.10 -45.00-40.00-35.00-30.00-25.00-20.00-15.00-10.00-5.000.005.0010.0015.0020.0025.0030.0035.0040.0045.0050.0050.82 Niers(Bestand) 62.1562.65 Blattgröße: 841 x 594 mm, A = 0.50 m²Gespeichert: 12.03.24 14:30:10 / Plotdatum: 12.03.24 14:41:18 schruffN:\grz2308521\03_Pl\11_BIM\04_Civil\01_St\B-3.3_Koehm-66_Querprofile.dwg / Layout: B-3.3 Trassenvariante "Köhm", Seewasserspiegel 66 mNHNQuerprofile B-3.31 : 250 Feb 2024Schruff-Wieneke Zeichenerklärung:Sohle PlanungGelände Bestand Projekt: Planbezeichnung: Auftraggeber: Gis/Cad:Bearb.:Gepr.: Projekt-Nr.:2023085.21Plan-/Anlage-Nr.:Maßstab: ©Geobasisdaten: © Land NRW (Daten geändert/ergänzt), Datenlizenz Deutschland, Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) + © RWE Power AG©Topografische Dienst Kadaster, Nederland, Emmen©Zeichnungsinhalt: © RWE Power AGDiese Unterlage darf nur mit vorheriger Zustimmung der RWE Power AG an Dritte weitergegeben,verbreitet, durch Bild- oder sonstige Informationsträger wiedergegeben oder vervielfältigt werden.Sie enthält Betriebs-/Geschäftsgeheimnisse sowie geistiges Eigentum der RWE Power AG imSinne des UIG. Alle Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der RWE Power AG. Datengrundlage: Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur NiersMachbarkeitsstudie RWE PowerWasserwirtschaftlichePlanung und Genehmigung Für die Richtigkeit der markscheiderischen UnterlagenBergheim, den ..................................................... Markscheider Björnsen Beratende Ingenieure GmbHMaria Trost 3, 56070 Koblenz,Telefon +49 261 88 51-0, Telefax +49 261 88 51-191info@bjoernsen.de, www.bjoernsen.deSchruff-Wieneke KorbonitsFeb 2024Feb 2024 05101 : 250 25 m2015
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.3_Trassenanalyst_Laermschutzwall.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.3_Trassenanalyst_Laermschutzwall.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Lärmschutzwall" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+230,00 71,56 73,06 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 2+604,00 77,18 78,68 L277 (Heckstraße) ABK 3 V.003 2+330,00 76,43 77,93 Wirtschaftsweg ABK 4 V.004 2+020,00 68,96 70,46 Wirtschaftsweg ABK 5 G.001 1+900,00 67,23 68,73 Gewässeranschluss Niers GSK3ce 6 V.005 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK geschätzte UK/OK 7 V.006 1+316,00 66,52 68,02 Kuckumer Straße ABK 8 V.007 0+986,00 65,16 66,66 Schweinemarkt ABK 9 G.002 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3ce 10 V.008 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.3_Trassenanalyst_Laermschutzwall.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Lärmschutzwall" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.3_Trassenanalyst_Laermschutzwall.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Lärmschutzwall" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt Grundriss Anlage: A-05.3 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002V.003V.004G.001V.005V.00650,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000100.000 0+00.0000+00.5000+01.0000+01.5000+02.0000+02.5000+03.000Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK -60,00-40,00-20,000,0020,0040,0060,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 1/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Ist-Zustand", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 437,71 3042 0,0027 0,0357 700 0,013 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575,41 3944 0,0037 0,0383 650 0,006 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 380,85 2611 0,0031 0,0364 650 0,018 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1294,88 4601 0,0034 0,0385 1120 0,010 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Kö Ho 1294,88 141 0,00 0 72,12 1209 0,0022 0,0369 400 0,015 99.999 50 13 63 127 0,048 6 191 50 0,08 4 3035 5722 5722 191 4 1367,00 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.722 3.035 5.722 191 4 1367,00 Ni2 Ni1 Kö 1393,97 201 1367,00 191 122,18 1283 0,0027 0,0364 600 0,009 99.999 48 18 66 123 0,051 6 249 39 0,09 3 3080 5247 5247 249 3 1516,15 240 41 0,09 4 3126 5503 5503 240 4 1489,18 9.978 10.455 10.455 240 4 2829,29 Ve 0,00 0 0,00 0 419,88 1701 0,0052 0,037 1400 0,008 99.999 47 27 74 114 0,056 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2829,29 240 419,88 74 122,90 750 0,0033 0,0357 254 0,013 99.999 30 11 40 165 0,021 3 269 35 0,08 3 1867 8558 8558 269 3 2952,19 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 9.775 8.783 9.775 269 3 3372,07 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Berechnung: Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2Bezeichnung A-3.4.1 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 2/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Nord", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 381 2611 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1295 4601 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Kö Ho 1294,88 141 0,00 0 72 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,048 6 191 50 0,08 4 3035 5722 5722 191 4 1367,00 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.722 3.035 5.722 191 4 1367,00 Ni2 Ni1 Kö 1393,97 201 1367,00 191 122 1283 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 48 18 66 123 0,051 6 249 39 0,09 3 3080 5247 5247 249 3 1516,15 240 41 0,09 4 3126 5503 5503 240 4 1489,18 9.978 10.455 10.455 240 4 2829,29 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,056 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2829,29 240 419,88 74 123 750 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 30 11 40 165 0,021 3 269 35 0,08 3 1867 8558 8558 269 3 2952,19 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 9.775 8.783 9.775 269 3 3372,07 Tr1 0,00 0 0,00 0 60 1798 0,0020 0,0400 150 0,0150 99.999 70 9 79 107 0,06 6 70 118 0,05 6 375 344 375 79 6 60,16 70 118 0,05 6 375 344 375 79 6 60,16 375 375 375 79 6 60,16 Ni4 Ni3 Tr1 3372,07 269 60,16 79 0 0 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 0 11 11 316 0,00 0 269 35 0,08 3 42 9775 9775 269 3 3372,08 79 107 0,06 6 3 375 375 79 6 60,17 9.949 6.521 9.949 269 3 3432,24 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 nur Trasse Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Niersabfluss Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Ni4 = Niers 4 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: A-3.4.2 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 3/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "A61", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 381 2611 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1295 4601 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Kö Ho 1294,88 141 0,00 0 72 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,048 6 191 50 0,08 4 3035 5722 5722 191 4 1367,00 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.722 3.035 5.722 191 4 1367,00 Ni2 Ni1 Kö 1393,97 201 1367,00 191 122 1283 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 48 18 66 123 0,051 6 249 39 0,09 3 3080 5247 5247 249 3 1516,15 240 41 0,09 4 3126 5503 5503 240 4 1489,18 9.978 10.455 10.455 240 4 2829,29 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,056 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2829,29 240 419,88 74 123 750 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 30 11 40 165 0,021 3 269 35 0,08 3 1867 8558 8558 269 3 2952,19 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 9.775 8.783 9.775 269 3 3372,07 Tr1 0,00 0 0,00 0 35 2326 0,0016 0,0400 120 0,0150 99.999 93 8 101 86 0,06 5 93 91 0,06 5 187 171 187 101 5 34,58 93 91 0,06 5 187 171 187 101 5 34,58 187 187 187 101 5 34,58 Ni4 Ni3 Tr1 3372,07 269 34,58 101 0 0 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 0 11 11 316 0,00 0 269 35 0,08 3 42 9775 9775 269 3 3372,08 101 86 0,06 5 1 187 187 101 5 34,59 9.875 7.041 9.875 269 3 3406,66 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 nur Trasse Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Niersabfluss Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Ni4 = Niers 4 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: A-3.4.3 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 4/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Lärmschutzwall", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 381 2611 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1295 4601 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Kö Ho 1294,88 141 0,00 0 53 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,048 6 191 50 0,08 4 2919 5642 5642 191 4 1348,03 50 146 0,03 5 324 203 324 63 6 53,15 5.642 2.919 5.642 191 4 1348,03 Ni2* Ni1 Kö 1393,97 201 1348,03 191 0 0,01 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 0 18 18 252 0,001 0 201 48 0,09 4 31 5818 5818 201 4 1393,98 191 50 0,08 4 31 5642 5642 191 4 1348,04 11.445 11.197 11.445 201 4 2742,01 Tr1 0,00 0 0,00 0 6 1315 0,0011 0,0370 125 0,0150 99.999 69 8 77 109 0,058 6 69 119 0,05 6 38 35 38 77 6 6,06 69 119 0,05 6 38 35 38 77 6 6,06 38 38 38 77 6 6,06 Ni2 Ni2* Tr1 2742,01 201 6,06 77 122 1283 0,0008 0,0364 600 0,0090 99.999 76 18 94 90 0,059 5 277 34 0,08 3 5640 7581 7581 277 3 2864,19 153 61 0,08 5 676 635 676 94 5 125,89 7.597 5.660 7.597 277 3 2870,25 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,06 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2870,25 277 419,88 74 123 750 0,0008 0,0357 254 0,0130 99.999 50 11 61 129 0,05 6 328 25 0,06 1 3927 4174 4174 328 1 2993,15 124 72 0,07 5 1968 2669 2669 124 5 542,78 4.759 8.010 8.010 124 5 1628,85 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni2* = Hilfs-EZG 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: A-3.4.4 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 5/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Nördlich Altlast", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 381 2611 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1295 4601 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Kö Ho 1294,88 141 0,00 0 53 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,048 6 191 50 0,08 4 2919 5642 5642 191 4 1348,03 50 146 0,03 5 324 203 324 63 6 53,15 5.642 2.919 5.642 191 4 1348,03 Ni2* Ni1 Kö 1393,97 201 1348,03 191 0 0,01 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 0 18 18 252 0,001 0 201 48 0,09 4 31 5818 5818 201 4 1393,98 191 50 0,08 4 31 5642 5642 191 4 1348,04 11.445 11.197 11.445 201 4 2742,01 Tr1 0,00 0 0,00 0 19 1168 0,0011 0,0370 125 0,0150 99.999 63 8 71 117 0,055 6 63 126 0,05 6 122 104 122 71 6 18,98 63 126 0,05 6 122 104 122 71 6 18,98 122 122 122 71 6 18,98 Ni2 Ni2* Tr1 2742,01 201 18,98 71 122 1283 0,0008 0,0364 600 0,0090 99.999 76 18 93 91 0,059 5 277 34 0,08 3 5620 7613 7613 277 3 2864,19 147 64 0,08 5 720 712 720 93 5 134,26 7.663 5.685 7.663 277 3 2883,17 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,06 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2883,17 277 419,88 74 123 750 0,0008 0,0357 254 0,0130 99.999 50 11 61 129 0,05 6 327 25 0,06 1 3921 4226 4226 327 1 3006,07 124 72 0,07 5 1958 2666 2666 124 5 542,78 4.817 8.025 8.025 124 5 1633,64 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni2* = Hilfs-EZG 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: A-3.4.5 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 6/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Köhm", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 381 2611 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 79 15 94 90 0,060 5 190 50 0,08 4 3219 3425 3425 190 4 818,56 201 48 0,09 4 3507 3991 3991 201 4 956,26 5.706 5.818 5.818 201 4 1393,97 Ho 0,00 0 0,00 0 1295 4601 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 118 23 141 66 0,077 5 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 118 74 0,07 5 6576 5315 6576 141 5 1294,88 6.576 6.576 6.576 141 5 1294,88 Tr1 Ho 1294,88 141 0,00 0 72 1220 0,0011 0,0369 400 0,0150 99.999 66 13 79 107 0,058 6 207 47 0,09 4 3515 5662 5662 207 4 1367,00 66 124 0,05 6 450 378 450 79 6 72,12 5.662 3.515 5.662 207 4 1367,00 Ni2 Ni1 Tr1 1393,97 201 1367,00 207 122 1283 0,0008 0,0364 600 0,0090 99.999 77 18 94 90 0,060 5 278 34 0,08 3 3200 3996 3996 278 3 1516,15 284 32 0,08 2 3098 3638 3638 284 2 1489,18 7.522 7.044 7.522 278 3 2853,87 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,056 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni3 Ni2 Ve 2853,87 278 419,88 74 123 750 0,0008 0,0357 254 0,0130 99.999 51 11 61 129 0,046 6 328 25 0,05 1 3930 4117 4117 328 1 2976,77 124 72 0,07 5 1978 2672 2672 124 5 542,78 4.697 7.988 7.988 124 5 1622,78 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Ho = Holzweiler Fließ 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt BCE-03023 | V-14.12.2015 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: A-3.4.6 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 7/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Süd A", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 348 2261 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 71 15 86 98 0,058 6 182 52 0,08 4 3145 3258 3258 182 4 785,27 193 50 0,08 4 3430 3864 3864 193 4 922,97 5.515 5.697 5.697 193 4 1360,68 Tr1 0,00 0 0,00 0 9 485 0,0010 0,0360 80 0,0180 99.999 33 6 39 168 0,020 3 33 182 0,01 2 30 16 30 39 3 9,14 33 182 0,01 2 30 16 30 39 3 9,14 30 30 30 39 3 9,14 Tr2 Tr1 9,14 39 0,00 0 7 753 0,0010 0,0360 200 0,0180 99.999 47 9 56 137 0,041 6 86 98 0,06 6 72 91 91 86 6 16,07 47 150 0,03 4 39 25 39 56 6 6,93 91 72 91 86 6 16,07 Ni2 Ni1 Tr2 1360,68 193 16,07 86 30 350 0,0031 0,0364 300 0,0180 99.999 17 11 28 201 0,005 1 209 47 0,09 4 193 5734 5734 209 4 1390,38 103 84 0,06 5 31 247 247 103 5 45,77 5.800 3.859 5.800 209 4 1406,45 Ho1 0,00 0 0,00 0 1217 3934 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 105 23 128 70 0,071 5 105 83 0,06 5 6080 5347 6080 128 5 1217,20 105 83 0,06 5 6080 5347 6080 128 5 1217,20 6.080 6.080 6.080 128 5 1217,20 Ho2 Ho1 1217,20 128 0,00 0 65 667 0,0034 0,0385 220 0,0150 99.999 27 10 37 174 0,016 3 155 61 0,08 5 993 6318 6318 155 5 1282,57 27 205 0,00 1 183 37 183 37 3 65,37 6.318 993 6.318 155 5 1282,57 Kö Ho2 1282,57 155 0,00 0 72 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,05 6 205 47 0,09 4 2843 5631 5631 205 4 1354,69 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.631 2.843 5.631 205 4 1354,69 Ni3 Ni2 Kö 1406,45 209 1354,69 205 122 1283 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 48 18 66 123 0,05 6 258 37 0,09 3 3023 4938 4938 258 3 1528,61 253 38 0,09 3 2982 4969 4969 253 3 1476,85 9.315 9.612 9.612 253 3 2856,61 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,06 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni4 Ni3 Ve 2856,61 253 419,88 74 123 750 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 30 11 40 165 0,02 3 282 33 0,08 2 1812 7408 7408 282 2 2979,51 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 8.451 8.562 8.562 103 5 1585,57 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Tr2 = Trasse 2 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ho1 = Holzweiler Fließ 1 0,00 0 0,00 0 Ho2 = Holzweiler Fließ 2 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni4 = Niers 4 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 BCE-03023 | V-14.12.2015 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt Berechnung: Auftraggeber: A-3.4.7 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 8/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Süd B", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 309 1920 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 62 15 78 108 0,058 6 174 54 0,08 4 3171 3271 3271 174 4 747,01 184 51 0,08 4 3465 3682 3682 184 4 884,71 5.648 5.504 5.648 174 4 1289,57 Tr1 0,00 0 0,00 0 6 454 0,0009 0,0360 80 0,0180 99.999 33 6 39 169 0,019 3 33 183 0,01 2 18 10 18 39 3 5,60 33 183 0,01 2 18 10 18 39 3 5,60 18 18 18 39 3 5,60 Tr2 Tr1 5,60 39 0,00 0 3 657 0,0009 0,0360 200 0,0180 99.999 44 9 53 141 0,037 5 83 102 0,06 6 37 54 54 83 6 9,06 44 156 0,02 4 18 11 18 53 5 3,46 54 37 54 83 6 9,06 Ni2 Ni1 Tr2 1289,57 174 9,06 83 30 795 0,0031 0,0364 300 0,0180 99.999 32 11 42 160 0,023 4 205 47 0,09 4 1094 5477 5477 205 4 1319,15 114 77 0,07 5 122 196 196 114 5 38,64 5.515 3.851 5.515 205 4 1328,21 Ho1 0,00 0 0,00 0 1212 3900 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 104 23 127 71 0,071 5 104 84 0,06 5 6041 5328 6041 127 5 1212,13 104 84 0,06 5 6041 5328 6041 127 5 1212,13 6.041 6.041 6.041 127 5 1212,13 Ho2 Ho1 1212,13 127 0,00 0 75 650 0,0034 0,0385 220 0,0150 99.999 26 10 36 175 0,015 3 154 61 0,08 5 972 6370 6370 154 5 1287,11 26 208 0,00 1 202 38 202 36 3 74,98 6.370 972 6.370 154 5 1287,11 Kö Ho2 1287,11 154 0,00 0 72 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,05 6 203 48 0,09 4 2866 5659 5659 203 4 1359,23 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.659 2.866 5.659 203 4 1359,23 Ni3 Ni2 Kö 1328,21 205 1359,23 203 122 1283 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 48 18 66 123 0,05 6 254 38 0,09 3 2932 4848 4848 254 3 1450,37 252 39 0,09 3 3001 5033 5033 252 3 1481,39 9.392 9.509 9.509 252 3 2798,92 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,06 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni4 Ni3 Ve 2798,92 252 419,88 74 123 750 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 30 11 40 165 0,02 3 281 33 0,08 3 1790 7378 7378 281 3 2921,82 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 8.438 8.472 8.472 103 5 1568,95 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Tr2 = Trasse 2 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ho1 = Holzweiler Fließ 1 0,00 0 0,00 0 Ho2 = Holzweiler Fließ 2 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni4 = Niers 4 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 Berechnung: Auftraggeber: A-3.4.8 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: BCE-03023 | V-14.12.2015 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.4_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ100.xlsx Seite 9/9 RWE Power AG Anlage: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Zourshof", T=100a Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet: Rationale Methode + SCS-Verfahren nach Maniak (2010) EZG 0EZG 1EZG 2Fläche Zufluss 1Konzentrationszeit Zufluss 1Fläche Zufluss 2Konzentrationszeit Zufluss 2FlächeLänge VorfluterGefälle Vorfluter(Manning-Strickler)^(-1)Länge Fließweg EZGGefälle EZGAbflusskapazitätKonzentrationszeit anteilig Vorfluter= 0,02 x LG^0,77 x IG^-0,385Konzentrationszeit anteilig EZG= (2 x kM x LF/IF^0,5)^0,467KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 alleinKonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG1KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG1KonzentrationszeitRegenspende= (hN-(200/CN-2) x 25,4)^2 /(hN x (hN+4 x (200/CN-2) x 25,4))AbflussspendeEZG0 und EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis EZG0 + EZG2KonzentrationszeitAbflussspendemaßgebl. Ergebnis insgesamt= Ergebnis für EZG0 nnz1nz2Az1tcz1Az2tcz2ALGIGkMLFIFQmaxtcGtcFtc0rc0psi0rc0,efftc01rc0psi01rc01,effQ10Q11Q1tc1rc1,effAu1tc02rc02psi02rc02,effQ20Q22Q2tc2rc2,effAu2Q1,totQ2,totQtcrc,effA [-][-][-][ha][min][ha][min][ha][m][-][s/m^1/3][m][-][l/s][min][min][min][l/s/ha][-][l/s/ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][min][l/s/ha][-][l/s/ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha][l/s][l/s][l/s][min][l/s/ha][ha] Wo 0,00 0 0,00 0 438 3042 0,0027 0,0357 700 0,0130 99.999 94 17 111 79 0,066 5 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 94 90 0,06 5 2278 1992 2278 111 5 437,71 2.278 2.278 2.278 111 5 437,71 Kü 0,00 0 0,00 0 575 3944 0,0037 0,0383 650 0,0060 99.999 101 20 122 72 0,067 5 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 101 85 0,06 5 2801 2592 2801 122 5 575,41 2.801 2.801 2.801 122 5 575,41 Ni1 Wo Kü 437,71 111 575,41 122 219 1152 0,0031 0,0364 650 0,0180 99.999 42 15 58 134 0,043 6 153 61 0,08 5 2189 3251 3251 153 5 656,75 164 58 0,08 5 2405 3736 3736 164 5 794,45 5.916 5.794 5.916 153 5 1195,25 Tr1 0,00 0 0,00 0 2 356 0,0008 0,0360 80 0,0180 99.999 29 6 34 179 0,013 2 29 196 0,01 1 4 1 4 34 2 1,65 29 196 0,01 1 4 1 4 34 2 1,65 4 4 4 34 2 1,65 Tr2 Tr1 1,65 34 0,00 0 17 712 0,0008 0,0360 200 0,0180 99.999 49 9 58 134 0,043 6 83 101 0,06 6 101 108 108 83 6 18,20 49 147 0,03 5 95 65 95 58 6 16,55 108 101 108 83 6 18,20 Ni2 Ni1 Tr2 1195,25 153 18,20 83 145 1564 0,0031 0,0364 300 0,0180 99.999 53 11 64 126 0,049 6 207 47 0,09 4 3190 5554 5554 207 4 1340,33 137 67 0,08 5 951 829 951 64 6 153,61 5.629 3.243 5.629 207 4 1358,53 Ho1 0,00 0 0,00 0 1191 3350 0,0034 0,0385 1120 0,0100 99.999 92 23 116 76 0,066 5 92 91 0,06 5 5981 5072 5981 116 5 1191,00 92 91 0,06 5 5981 5072 5981 116 5 1191,00 5.981 5.981 5.981 116 5 1191,00 Ho2 Ho1 1191,00 116 0,00 0 102 1200 0,0034 0,0385 220 0,0150 99.999 42 10 52 143 0,036 5 158 60 0,08 5 2529 6287 6287 158 5 1293,20 42 161 0,02 4 523 301 523 52 5 102,20 6.287 2.529 6.287 158 5 1293,20 Kö Ho2 1293,20 158 0,00 0 72 1209 0,0022 0,0369 400 0,0150 99.999 50 13 63 127 0,05 6 208 47 0,09 4 2827 5649 5649 208 4 1365,32 50 146 0,03 5 440 276 440 63 6 72,12 5.649 2.827 5.649 208 4 1365,32 Ni3 Ni2 Kö 1358,53 207 1365,32 208 122 1283 0,0027 0,0364 600 0,0090 99.999 48 18 66 123 0,05 6 255 38 0,09 3 2970 4895 4895 255 3 1480,71 256 38 0,09 3 2973 4880 4880 256 3 1487,50 9.393 9.338 9.393 255 3 2841,15 Ve 0,00 0 0,00 0 420 1701 0,0052 0,0370 1400 0,0080 99.999 47 27 74 114 0,06 6 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 47 151 0,03 4 2691 1123 2691 74 6 419,88 2.691 2.691 2.691 74 6 419,88 Ni4 Ni3 Ve 2841,15 255 419,88 74 123 750 0,0033 0,0357 254 0,0130 99.999 30 11 40 165 0,02 3 284 32 0,08 2 1794 7164 7164 284 2 2964,05 103 84 0,06 5 981 2931 2931 103 5 542,78 8.179 8.489 8.489 103 5 1572,04 0,00 0 0,00 0 Wo = Wockerather Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss Plattenstraße Kü = Kückhover Fließ 0,00 0 0,00 0 Anschluss A46 Ni1 = Niers 1 0,00 0 0,00 0 Tr1 = Trasse 1 0,00 0 0,00 0 Tr2 = Trasse 2 0,00 0 0,00 0 Ni2 = Niers 2 0,00 0 0,00 0 Ho1 = Holzweiler Fließ 1 0,00 0 0,00 0 Ho2 = Holzweiler Fließ 2 0,00 0 0,00 0 Kö = Köhm 0,00 0 0,00 0 Ni3 = Niers 3 0,00 0 0,00 0 Ve = Venrather Fließ 0,00 0 0,00 0 Ni4 = Niers 4 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 0,00 0 BCE-03023 | V-14.12.2015 Bezeichnung EZG 0 EZG 0 + EZG 1 EZG 0 + EZG 2 Gesamt Berechnung: Auftraggeber: A-3.4.9 Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht:
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.6_Trassenanalyst_Sued-A.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.6_Trassenanalyst_Sued-A.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.6 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd A" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+400,00 74,95 76,45 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 3+150,00 71,86 73,36 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 3+115,00 72,21 73,71 Gewässeranschluss Holzweiler Fließ GSK3e 4 V.003 3+109,00 72,03 73,53 Wirtschaftsweg (Marienhof) ABK 5 V.004 2+700,00 72,59 74,09 L354 (Westricher Straße) ABK 6 V.005 2+590,00 71,26 72,76 Wirtschaftsweg ABK 7 V.006 2+394,00 68,47 69,97 Wirtschaftsweg ABK 8 G.002 2+368,00 67,78 69,28 Gewässeranschluss Niers GSK3e 9 G.003 2+060,00 67,57 69,07 Gewässeranschluss Köhm GSK3e 10 V.007 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK 11 V.008 1+316,00 66,51 68,01 Kuckumer Straße ABK 12 V.009 0+986,00 64,86 66,36 Schweinemarkt ABK 13 G.004 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 14 V.010 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.6_Trassenanalyst_Sued-A.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.6 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd A" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.6_Trassenanalyst_Sued-A.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd A" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.6 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001V.003V.004V.005V.00650,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+00.0000+00.5000+01.0000+01.5000+02.0000+02.5000+03.0000+03.500Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK -50,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,0050,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,003+500,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-02.3_Restriktionskarte_Schutzg.)
4373 Zeichen
25.01.2024 Uhr: 08:54:32 brueggemeier 1:5.000
\\bce01.de\nas\N\grz2308521\03_Pl\10_GIS\01_Projekte\B-2.3_Restriktionskarte_Schutzgebiete.mxd
Plattenstraße
Schweinemarkt
Kuckumer Straße
L354n
Westricher Straße (L354)
L277
Hochstraße
LSG-4904-0003
1
5.1-26
5.1-34
5.1-37
5.1-30
5.1-32
4.3-2
4.3-2
4.3-3
2.4-14
2.3-10
2.3-11
2.3-12
5.1-31
LSG-4804-0002
LSG-4804-0007
LSG-4804-0011
VB-D-4904-001
VB-K-4904-001
VB-K-4905-100
VB-K-4905-100
VB-K-4905-100
VB-K-4903-017
VB-K-4903-017
VB-K-4903-017
Hochneukircher Fließ
Wockerather Fließ
Wahnbuschgraben
Die Köhm
Holzweiler Fließ
Niers
Venrather
Fließ
BK-4804-023
BK-4904-014
BK-4904-011
BK-4804-0008
BK-4904-100
BK-4804-0007
BK-MG-00014
0+900
1+200
1+100
3+100
1+300
0+000
3+000
1+700
3+400
2+900
0+400
2+400
3+000
1+700
2+400
2+700
1+600
3+200
0+600
1+400
0+400
2+600
3+100
2+300
2+400
2+700
3+100
3+200
3+600
1+000
2+500
2+600
1+200
1+300
2+100
2+300
3+800
0+200
1+400
2+000
2+800
2+900
3+000
0+800
4+100
4+200
0+600
2+200
2+500
2+700
2+100
2+500
2+600
2+800
4+600
0+100
0+200
2+100
3+600
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2+900
3+000
1+900
3+500
0+000
2+700
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0+700
1+200
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3+300
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2+200
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3+100
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0+900
0+500
0+700
1+500
317000
317000
318000
318000
319000
319000
320000
320000
321000
321000
5661000
5661000
5662000
5662000
5663000
5663000
5664000
5664000
±
Zeichenerklärung
Planung
Suchraum
Trassenvarianten
A61
Köhm
Lärmschutzwall
Nord
Nördlich Altlast
Süd A
Süd B
Zourshof
Trassenstationierung
Eingriffsfläche (Geländeoberkanten, orientierend)
A61 (A46)
Köhm (A46)
Lärmschutzwall (A46)
Nord (A46)
Nördlich Altlast (A46)
Süd A (A46)
Süd B (A46)
Zourshof (A46)
Bestand
! ! ! Alleenkataster
!(ND Naturdenkmal
! Standort Naturdenkmal
!(LB Geschützter Landschaftsbestandteil
!(L Landschaftsschutzgebiet
!(P f Pflegemaßnahme
Gewässer (GSK3e)
Gewässerstationierung
Gewässer (sonstige)
Fließgewässer
Gewässerfläche
Tagebausee Garzweiler (Stand: 01/2024)
Seefläche
Weidefläche
Tagebauseeböschungen
Entwicklungsmaßnahmen (Landschaftsplan Erkelenz, Stand: 08/2017))
&& && && Anlage/Erhaltung Gehölzstreifen
&& && && Anlage/Erhaltung Ufergehölz
Anlage/Erhaltung einer Baumreihe oder Allee
" " " " Grenze Geltungsbereich
Schutzgebiete
Geschützter Landschaftsbestandteil
Landschaftsschutzgebiet
Naturschutzgebiet
Biotopkatasterflächen
Biotopverbundflächen
besondere Bedeutung
herausragende Bedeutung
Schutzwürdigkeit der Böden (3. Auflage)
Böden mit großem Wasserrückhaltevermögen (Kühlfunktion, Wasserhaushalt)
Regelung und Puffer / nat. Bodenfruchtbarkeit (hoch)
Regelung und Puffer / nat. Bodenfruchtbarkeit (sehr hoch)
nach obigen Kriterien weniger schutzwürdig bzw. nicht kartiert
Restriktionen (Ortsbegehung)
! ! ! Baumbestand
1:5.000
Wasserwirtschaftliche
Planung und Genehmigung
RWE Power
Restriktionskarte
-Schutzgebiete-
Für die Richtigkeit der markscheiderischen Unterlagen
Bergheim, den ......................................................... Markscheider
Projekt-Nr.:
Plan-/ Anlage-Nr.:
Maßstab:
202308521
Bearb.: Jan 2024 Brüggemeier
GIS: Jan 2024 Breaux
Gepr.: Jan 2024
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Planbezeichnung:
Projekt:
Auftraggeber:
Datengrundlage:
© Geobasisdaten: ABK © Geobasis NRW, 2022, dl-de/by-2-0, www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/
geobasis/webdienste/geodatendienste/, www.govdata.de/dl-de/by-2-0
+ © RWE Power AG
© Zeichnungsinhalt: © RWE Power AG
Björnsen Beratende Ingenieure GmbH
Maria Trost 3, 56070 Koblenz
Telefon +49 261 88 51-0, Telefax +49 261 88 51-191
info@bjoernsen.de, www.bjoernsen.de
B-2.3
Schruff-Wieneke
Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur Niers
Machbarkeitsstudie (Seewasserspiegel 66 mNHN)
0 250 500 750 1.000
m
Tagebausee Garzweiler
(Seewasserspiegel 66 mNHN) VORABZUG
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-3.3_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ1.xlsx)
3954 Zeichen
N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.3_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ1.xlsxSeite 1 / 2 RWE Power AG Anlage: A-3.3.1 Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "Nord", T=1a Eingangsdaten Ziff. Zeichen Beschreibung Wert EinheitBemerkung Einzugsbietsdaten 1 A,EK Fläche EZG 60,16 ha 2 LG Länge Vorfluter 1798 m 3 IG Gefälle Vorfluter 0,0020 - 4 kst Rauheitsbeiwert Gelände EZG nach Strickler 25,00 m^(1/3)/s 5 LF Länge Fließweg EZG 150,00 m 6 IF Gefälle EZG 0,015 - 7 CN Curve-Number 64,00 - Bodengruppe B, Getreide (Maniak, 2010) Niederschlagsdaten 8 D1 Dauerstufe unten 60 min KOSTRA, Tn=1a 9 rc01 Regenspende unten 41,9 l/s/ha KOSTRA, Tn=1a 10 D2 Dauerstufe oben 90 min KOSTRA, Tn=1a 11 rc02 Regenspende oben 30,7 l/s/ha KOSTRA, Tn=1a Berechnung Ziff. Zeichen Beschreibung Wert EinheitFormel Berechnung der Konzentrationszeit 12 tcG Konzentrationszeit anteilig Vorfluter 70 min = 0,02 x LG^ 0,77 x IG^ (- 0,385) 13 tcF Konzentrationszeit anteilig EZG 9 min = (2 x kst ^ (-1) x LF / IF ^ 0,5) ^ 0,467 14 tc0 Gesamte Konzentrationszeit 79 min = tcG + tcF Interpolation der Regenspende 15 D Gesuchte Dauerstufe 79 min 16 - Eingegebene KOSTRA-Intervallabgrenzung korrekt? Ja - Nein? S. Eingangsdaten! 17 rc0 Interpolierte Regenspende 35 l/s/ha = rc01 - ((rc01-rc02) / (D2- D1) x (D-D1)) Berechnung des Abflussbeiwerts 18 IA Anfangsverlust 28,58 mm = 0,2 x (25400/CN - 254) 19 N Regenhöhe 16,49 mm = rc0 x D x 60 / 10000 20 S potenzieller maximaler Rückhalt 142,88 mm = 25400/CN - 254 21 ND effektiver Niederschlag 0,00 mm = (N-IA)^2/[(N-IA)+S] 22 psi0 Abflussbeiwert 0,000 - = ND / N Berechnung des Abflusses 23 q Abflussspende 0,00 l/s/ha = psi0 x rc0 0,00 l/s/km² 24 Q Abfluss 0 l/s = q x A,EK BCE-03026 | V-08.02.17 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet (Rationale Methode + SCS-Verfahren, Maniak 2010) N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-3.3_N-A-Ermittlung_Direkteinzug_HQ1.xlsxSeite 2 / 2 RWE Power AG Anlage: A-3.3.2 Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 Machbarkeitsstudie NA-Ermittlung, Direkteinzugsgebiet "A61", T=1a Eingangsdaten Ziff. Zeichen Beschreibung Wert EinheitBemerkung Einzugsbietsdaten 1 A,EK Fläche EZG 34,58 ha 2 LG Länge Vorfluter 2326 m 3 IG Gefälle Vorfluter 0,0016 - 4 kst Rauheitsbeiwert Gelände EZG nach Strickler 25,00 m^(1/3)/s 5 LF Länge Fließweg EZG 120,00 m 6 IF Gefälle EZG 0,015 - 7 CN Curve-Number 64,00 - Bodengruppe B, Getreide (Maniak, 2010) Niederschlagsdaten 8 D1 Dauerstufe unten 90 min KOSTRA, Tn=1a 9 rc01 Regenspende unten 30,7 l/s/ha KOSTRA, Tn=1a 10 D2 Dauerstufe oben 120 min KOSTRA, Tn=1a 11 rc02 Regenspende oben 24,7 l/s/ha KOSTRA, Tn=1a Berechnung Ziff. Zeichen Beschreibung Wert EinheitFormel Berechnung der Konzentrationszeit 12 tcG Konzentrationszeit anteilig Vorfluter 93 min = 0,02 x LG^ 0,77 x IG^ (- 0,385) 13 tcF Konzentrationszeit anteilig EZG 8 min = (2 x kst ^ (-1) x LF / IF ^ 0,5) ^ 0,467 14 tc0 Gesamte Konzentrationszeit 101 min = tcG + tcF Interpolation der Regenspende 15 D Gesuchte Dauerstufe 101 min 16 - Eingegebene KOSTRA-Intervallabgrenzung korrekt? Ja - Nein? S. Eingangsdaten! 17 rc0 Interpolierte Regenspende 29 l/s/ha = rc01 - ((rc01-rc02) / (D2- D1) x (D-D1)) Berechnung des Abflussbeiwerts 18 IA Anfangsverlust 28,58 mm = 0,2 x (25400/CN - 254) 19 N Regenhöhe 17,27 mm = rc0 x D x 60 / 10000 20 S potenzieller maximaler Rückhalt 142,88 mm = 25400/CN - 254 21 ND effektiver Niederschlag 0,00 mm = (N-IA)^2/[(N-IA)+S] 22 psi0 Abflussbeiwert 0,000 - = ND / N Berechnung des Abflusses 23 q Abflussspende 0,00 l/s/ha = psi0 x rc0 0,00 l/s/km² 24 Q Abfluss 0 l/s = q x A,EK BCE-03026 | V-08.02.17 Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: Abflussermittlung für natürliches Einzugsgebiet (Rationale Methode + SCS-Verfahren, Maniak 2010)
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-04_Leitbild__.xlsm)
95648 Zeichen
N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 1/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.1 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Köhm" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 2/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.1 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Köhm" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 3/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.1 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Köhm" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0020 4.2.2 m³/s 0,44 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 1 Bestandsquerschnitt 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 Mindesttiefe, Bestand 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 0,98 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 0,74 4.2.8 Benetzter Umfang m 2,71 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,27 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 0,44 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 1,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 1,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 10 5.6 m 5 5.7 m 10 5.8 m 5 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 4/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.2 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Niers" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 5/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.2 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Niers" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 6/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.2 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Bestand "Niers" Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0025 4.2.2 m³/s 0,81 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 1 Bestandsquerschnitt 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 Mindesttiefe, Bestand 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 1,69 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 1,09 4.2.8 Benetzter Umfang m 3,42 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,32 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 0,81 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 2,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 2,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 20 5.6 m 10 5.7 m 20 5.8 m 10 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 7/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 8/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 9/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0021 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 0,60 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 1,91 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 0,95 4.2.8 Benetzter Umfang m 3,32 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,29 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 0,60 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 2,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 2,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 20 5.6 m 10 5.7 m 20 5.8 m 10 6 Zeichenerklärungen 6.1 LAWA-Fließgewässertypen [2] Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 10/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 11/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 6.2 NRW-Fließgewässertypen [2] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 12/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.3 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nord" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 6.3 Gegenüberstellung LAWA-Typen und NRW-Typen [2] 7 Quellen [1] UBA (2016): Fließgewässertypenkarte BRD (LAWA) [2] LANUV-A 25 (2015): Fließgewässertypenkarten Nordhrein-Westfalens [3] UBA (2014): Hydromorphologische Steckbriefe der deutschen Fließgewässertypen (43/2014) [4] LUA (1999): Merkblatt Nr. 17, Leitbilder für kleine bis mittelgroße Fließgewässer in NRW [5] LUA (2001): Merkblatt Nr. 34, Leitbilder für die mittelgroßen bis großen Fließgewässer in NRW [6] MUNLV NRW (2010): Blaue Richtlinie (Richtlinie für die Entwicklung naturnaher Fließgewässer in NRW) N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 13/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.4 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "A61" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 14/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.4 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "A61" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 15/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.4 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "A61" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0016 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 0,60 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 2,12 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 1,06 4.2.8 Benetzter Umfang m 3,53 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,30 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 0,60 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 2,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 2,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 20 5.6 m 10 5.7 m 20 5.8 m 10 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 16/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.5 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 17/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.5 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 18/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.5 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0011 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 5,60 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 2,80 4.2.8 Benetzter Umfang m 7,02 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,40 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 6,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 6,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 60 5.6 m 30 5.7 m 60 5.8 m 30 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 19/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.6 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis Plattenstr.) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 20/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.6 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis Plattenstr.) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 21/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.6 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Lärmschutzwall" (bis Plattenstr.) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0005 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 7,22 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,61 4.2.8 Benetzter Umfang m 8,63 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,42 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 7,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 7,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 70 5.6 m 35 5.7 m 70 5.8 m 35 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 22/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.7 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 23/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.7 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 24/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.7 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0012 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 5,53 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 2,76 4.2.8 Benetzter Umfang m 6,94 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,40 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 6,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 6,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 60 5.6 m 30 5.7 m 60 5.8 m 30 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 25/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.8 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 26/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.8 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 27/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.8 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Nördlich Altlast" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0005 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 7,09 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,55 4.2.8 Benetzter Umfang m 8,51 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,42 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 7,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 7,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 70 5.6 m 35 5.7 m 70 5.8 m 35 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 28/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.9 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 29/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.9 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 30/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.9 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0011 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 5,58 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 2,79 4.2.8 Benetzter Umfang m 6,99 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,40 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 6,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 6,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 60 5.6 m 30 5.7 m 60 5.8 m 30 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 31/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.10 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 32/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.10 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 33/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.10 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0005 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 7,18 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,59 4.2.8 Benetzter Umfang m 8,59 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,42 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 7,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 7,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 70 5.6 m 35 5.7 m 70 5.8 m 35Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 34/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.11 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 35/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.11 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 36/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.11 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0010 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 5,82 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 2,91 4.2.8 Benetzter Umfang m 7,24 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,40 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 6,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 6,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 60 5.6 m 30 5.7 m 60 5.8 m 30 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 37/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.12 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 38/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.12 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 39/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.12 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd A" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0004 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 7,59 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,79 4.2.8 Benetzter Umfang m 9,00 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,42 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 8,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 8,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 80 5.6 m 40 5.7 m 80 5.8 m 40Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 40/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.13 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 41/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.13 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 42/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.13 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0009 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 6,09 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,05 4.2.8 Benetzter Umfang m 7,51 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,41 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 6,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 6,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 60 5.6 m 30 5.7 m 60 5.8 m 30 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 43/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.14 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 44/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.14 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 45/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.14 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Süd B" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0004 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 8,03 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 4,01 4.2.8 Benetzter Umfang m 9,44 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,43 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 8,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 8,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 80 5.6 m 40 5.7 m 80 5.8 m 40 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 46/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.15 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 47/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.15 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 48/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.15 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis A46) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0008 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,62 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 6,60 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 3,30 4.2.8 Benetzter Umfang m 8,01 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,41 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,62 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 7,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 7,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 70 5.6 m 35 5.7 m 70 5.8 m 35 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 49/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.16 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 50/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.16 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 51/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.16 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Zourshof" (bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0003 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 gewählt: HQ1 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 8,84 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 4,42 4.2.8 Benetzter Umfang m 10,25 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,43 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 9,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 9,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 90 5.6 m 45 5.7 m 90 5.8 m 45 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 52/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.17 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (See bis Wahnbuschgraben) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 53/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.17 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (See bis Wahnbuschgraben) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 54/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.17 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (See bis Wahnbuschgraben) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0011 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 0,57 HQ1, Seeablauf 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 2,32 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 1,16 4.2.8 Benetzter Umfang m 3,73 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,31 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 0,57 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 2,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 2,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 20 5.6 m 10 5.7 m 20 5.8 m 10Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 55/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.18 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Wahnbuschgraben bis Niers) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 56/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.18 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Wahnbuschgraben bis Niers) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 57/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.18 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Wahnbuschgraben bis Niers) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0011 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,04 HQ1, Seeablauf + 11430_1000 + GW 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 3,80 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 1,90 4.2.8 Benetzter Umfang m 5,22 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,36 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,04 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 4,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 4,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 40 5.6 m 20 5.7 m 40 5.8 m 20 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3] N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 58/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.19 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Niers bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 1 Vorbemerkungen 1.1 Name des Fließgewässers: 1.2 Bestand oder Planung: 1.3 Sonstige Bemerkungen: 2 Fließgewässertyp nach Typenkarte 2.1 LAWA-Fließgewässertypen 2.1.1 Typ-Nr. 18 2.1.2 Bezeichnung Löss-lehmgeprägter Tieflandbach 2.1.3 Ausschnitt Typenkarte [1] [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 2.2 NRW-Fließgewässertypen 2.2.1 Bezeichnung Löss-lehmgeprägtes Fließgewässer der Bördelandschaften 2.2.2 Ausschnitt Typenkarte [2] Zeichenerklärung siehe Ziff. 5 Ablaufgewässer des Tagebausees Garzweiler zur Niers Planung Machbarkeitsstudie, Trasse ggf. unter Nutzung bestehender Gewässer, Anlehnung des Leitbilds an das im Suchraum befindliche Fließgewässer Niers und Köhm N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 59/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.19 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Niers bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 3 Ausgewählte Leitbildeigenschaften (weitere in [3], [4], [5]) Bezeichnung Einheit UBA [3] LUA M17 [4] oder LUA M34 [5] 3.1 Hydrologie und Hydraulik 3.1.1 kritische Sohlschubspannung N/m² k. A. 1 - 12 3.1.2 Wasserführung - permenant, grundwasserarm oder grundwassergeprägt, kleine Bäche auch sommertrocken 3.1.3 Ausuferungscharakteristik - Überflutung der Aue nur bei hohen Hochwasserereignissen Überflutung der Aue bei langjährigem HW 3.2 Querprofil 3.2.1 Sohlbreite m k. A. 1 - 10 3.2.2 Querprofiltyp - Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steinhänge und Uferunterspülungen Kastenform, unregelmäßige Uferlinie, stabile Steilhänge und Uferunterspülungen 3.2.3 Profiltiefe - mäßig tief bis sehr tief mäßig tief bis sehr tief 3.2.4 Einschnittstiefe m k. A. 40 - 150 cm (kleine Fließgewässer) 3.3 Längsschnitt 3.3.1 Talbodengefälle ‰ k. A. 1 - 12 3.3.2 Sohlgefällestruktur - k. A. längere flache Stufen im regelmäßigen Wechsel mit gefälleärmeren Abschnitten 3.3.3 Tiefenvarianz - mäßig bis groß k. A. 3.4 Lageplan 3.4.1 Laufkrümmung - geschlängelt bis mäandrierend unregelmäßige Mänder, geschlängelter Verlauf 3.4.2 Breitenvarianz - gering gering 3.4.3 Notwendiger Entwicklungskorridor % 100 k. A. 3.5 Sonstige 3.5.1 3.5.2 3.5.3 3.5.4 3.5.5 4 Ermittlung der potenziell natürlichen Sohlbreite Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 4.1 Ableitung aus Bestand [6] Anhang 1 4.1.1 m des bestehenden Gewässers (leer: kein Bestand vorhanden) 4.1.2 Vervielfachungsfaktor F - 2 = 2, kohäsives Substrat = 3, nicht-kohäsives Substrat = 5, anastomosierend 4.1.2 m NICHT ANGEWENDET = B x F [6] 4.2 Ableitung aus Leitbildparametern Vorhandene Ausbausohlbreite B pot. nat. Sohlbreite, Bestand N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-04_Leitbild__.xlsm Seite 60/60 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-4.19 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Leitbildermittlung, Variante "Köhm" (Niers bis Plattenstraße) Leitbildermittlung Fließgewässer BCE-03035 | V-06.09.20 4.2.1 Sohlgefälle - 0,0011 wg. Höhenrestriktionen 4.2.2 m³/s 1,42 HQ1, Seeablauf + 11430_1000 + 11500_1000 + 11500_9000 + GW 4.2.3 Böschungsneigung m (1:m) - 0 Kastenprofil 4.2.4 Profiltiefe ausuferungsfrei m 0,50 gewählt 4.2.5 Strickler-Beiwert m1/3/s 31,78 Erdkanal, bewachsen 4.2.6 pot. nat. Sohlbreite, Leitbild m 4,97 iterativ, Manning-Strickler 4.2.7 Durchströmte Querschnittsfläche m² 2,49 4.2.8 Benetzter Umfang m 6,39 4.2.9 Hydraulischer Radius m 0,39 4.2.10 Abfluss, Ist m³/s 1,42 4.2.11 Abfluss, Ist - Soll m³/s 0,00 Soll = 0 durch Iteration (STRG-i) 4.3 Ergebnis 4.3.1 - 2 4.3.1 pot. nat. Sohlbreite, gerundet m 5,00 5 Entwicklungskorridor nach Blauer Richtlinie NRW [6] Bezeichnung Einheit Wert Bemerkung 5.1 m 5,00 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.2 - 1,5 - 2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.3 - 0,1 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.4 - 0,2 [6] Anhang 1, Tab. 2 5.5 m 50 5.6 m 25 5.7 m 50 5.8 m 25 pot. nat. Sohlbreite Gewählte Profilparameter (Auswahl nach Leitbild!) Abfluss bei Ausuferungsbeginn Berechnete Sohlbreite (Abgleich mit Leitbild!) Auswahl: (1) aus Bestand, (2) aus Leitbild Minimale Breite, abgemindert nach UBA [3] pot. nat. Windungsgrad Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, Regelwert Verhältnis pot. nat. Gerinnebreite zu Breite des Entwicklungskorridors, ungünstigster Wert Regelbreite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Minimale Breite des Entwicklungskorridors zur typkonformen Gewässerentwicklung Regelbreite, abgemindert nach UBA [3]
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.4_Trassenanalyst_Altlast.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.4_Trassenanalyst_Altlast.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.4 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Nördlich Altlast" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+120,00 73,68 75,18 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 2+882,00 73,30 74,80 L277 ABK 3 V.003 2+419,00 75,72 77,22 Wirtschaftsweg ABK 4 V.004 2+120,00 68,34 69,84 Wirtschaftsweg ABK 5 G.001 2+000,00 67,46 68,96 Gewässeranschluss Niers GSK3e 6 V.005 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK geschätzte UK/OK 7 V.006 1+316,00 66,52 68,02 Kuckumer Straße ABK 8 V.007 0+986,00 65,16 66,66 Schweinemarkt ABK 9 G.002 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 10 V.008 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.4_Trassenanalyst_Altlast.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.4 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Nördlich Altlast" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.4_Trassenanalyst_Altlast.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Nördlich Altlast" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt Grundriss Anlage: A-05.4 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002V.003V.004G.001V.005V.00650,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+00.0000+00.5000+01.0000+01.5000+02.0000+02.5000+03.000Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK -50,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,0050,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anlage 3_Überschlägige Beurteilung Umweltverträglichkeit_Seeablauf)
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Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher
Teilplan: Sicherung einer Trasse für den
Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Anlage 3 -
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der
Umweltverträglichkeit
Erstellt im Auftrag:
RWE Power AG
[Platzhalter Logo AG]
Verfasser FROELICH & SPORBECK GmbH & Co. KG
Adresse Niederlassung Bochum
Ehrenfeldstr. 34
44789 Bochum
Kontakt T +49.234.95383-0
F +49.234.9536353
bochum@fsumwelt.de
www.froelich-sporbeck.de
Projekt
Projekt-Nr. NW-221019
Status Endbericht
Version 03
Datum 29.09.2025
Bearbeitung
Projektleitung Dipl.-Geograph Jochen Froelich
Bearbeiter/in M.Sc. Raumplanung Leonard Constantin Busch
Freigegeben durch
Geschäftsführung
Björn Mohn
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 3/84
Inhaltsverzeichnis Seite
1 Einleitung 7
1.1 Ausgangslage / Veranlassung 7
1.2 Kurzdarstellung der Inhalte des Braunkohlenplans 8
1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen 8
1.4 Geprüfte Alternativen, einschließlich der wesentlichen Auswahlgründe 9
1.4.1 Vorauswahl des Ablaufbauwerks 9
1.4.2 Geprüfte Alternativen 10
2 Abgrenzung des Untersuchungsraums und räumliche Einordnung des
Vorhabens 14
2.1 Gesetzliche und planerische Ziele des Umweltschutzes, die für die Planaufstellung
von Bedeutung sind 21
2.1.1 Fachgesetzliche Ziele 21
2.1.2 Ziele des Umweltschutzes in Plänen und Programmen / Verhältnis zu diesen
Plänen und Programmen 23
2.1.2.1 Landesentwicklungsplan NRW (LEP NRW) 23
2.1.2.2 Regionalpläne 24
2.1.2.3 Braunkohlenpläne 27
2.1.2.4 Landschaftspläne 35
2.1.2.5 Flächennutzungspläne und Bebauungspläne 37
2.1.2.6 Länderübergreifender Raumordnungsplan für den Hochwasserschutz
(Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz – BRPH), in Kraft getreten am
01.09.2021 40
2.2 Bestehende Umweltprobleme 40
3 Grundlagen der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit 41
3.1 Bewertungsmethodischer Rahmen 41
3.2 Wirkfaktoren 44
3.2.1 WF 4 - Veränderung der topografischen Verhältnisse 45
3.2.2 WF 5 - Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer
in der Ablauftrasse 45
3.2.3 WF 6 - Veränderung der Abflussverhältnisse 45
3.2.4 WF 7 - Veränderung der Wasserbeschaffenheit 46
3.2.5 WF 8 - Regelmäßige Gewässerunterhaltung 46
3.3 Eingrenzung der für die Auswirkungsprognose betrachtungsrelevanten Wirkfaktoren
47
4 Umweltzustand/Bestandsbeschreibung 48
4.1 Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit 48
4.2 Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt 52
4.2.1 Pflanzen und biologische Vielfalt 52
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 4/84
Natura 2000-Gebiete 57
4.2.2 Tiere 57
Artenschutz 57
4.3 Fläche und Boden 59
4.3.1 Fläche 59
4.3.2 Boden 60
4.4 Wasser 63
4.5 Luft und Klima 66
4.6 Landschaft 66
4.7 Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter 67
5 Auswirkungsprognose 67
5.1 Baubedingte Auswirkungen 67
5.2 Anlagenbedingte Auswirkungen 70
5.2.1 Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit 70
5.2.2 Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt 70
5.2.2.1 Pflanzen und biologische Vielfalt 70
5.2.2.2 Tiere 71
5.2.3 Fläche und Boden 72
5.2.3.1 Fläche 72
5.2.3.2 Boden 72
5.2.4 Wasser 73
5.2.5 Luft und Klima 73
5.2.6 Landschaft 73
5.2.7 Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter 74
5.3 Betriebsbedingte Auswirkungen 75
5.3.1 Menschen 75
5.3.2 Pflanzen und biologische Vielfalt 75
5.3.3 Tiere 76
5.3.4 Boden 76
5.3.5 Wasser 76
5.4 Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern 78
6 Überschlägige Gesamtbewertung der Umweltauswirkungen 78
7 Quellenverzeichnis 82
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 5/84
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Technisch-konstruktive und wasserwirtschaftliche Eckdaten der Variante „Köhm“
19
Tabelle 2: Die für den Braunkohlenplan relevanten Ziele des Umweltschutzes nach Maßgabe
des Fachrechts 22
Tabelle 3: Bau-, anlagen- und betriebsbedingte Wirkfaktoren (WF) des Braunkohlenplanes 44
Tabelle 4: Wirkmatrix: Wirkfaktor / Schutzgut 47
Tabelle 5: Klassifizierung der Messstation Jüchen-Hochneukirch 51
Tabelle 6: Entwicklung der Feinstaubbelastung an der Messstation Jüchen-Hochneukirch 51
Tabelle 7: Planungsrelevante Arten für die Messtischblätter 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und
4804-Q4 57
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Darstellung der geprüften Varianten (Vorzugsvariante „Freiablaufvariante
Köhm“ in orange dargestellt) (Quelle: BCE 2024) 11
Abbildung 2: Gesamtübersicht Ergebnisbewertung Variantenvergleich (Quelle: BCE 2024)
13
Abbildung 3: Verlauf der Vorzugsvariante „Köhm“ und Abgrenzung des
Untersuchungsraumes 15
Abbildung 4: Breite des zu sichernden Trassenkorridors mit Gewässertrasse (Gewässer,
Sekundäraue und Böschungsbereich) zzgl. beispielhaft hier beidseitig
angeordnetem Arbeits- und Sicherungsstreifen 16
Abbildung 5: Übersicht über den Verlauf des raumordnerisch zu sichernden
Trassenkorridors der Vorzugsvariante Köhm 18
Abbildung 6: Grundriss der Vorzugsvariante Köhm (BCE 2024) 20
Abbildung 7: Längsschnitt der Vorzugsvariante Köhm mit eingezeichneter Sohlhöhe,
Scheitelhöhe und geplanter Abflussleistung (BCE 2024) 21
Abbildung 8: Verortung von Vorzugsvariante (blau) und Untersuchungsraum im
Landesentwicklungsplan NRW 23
Abbildung 9: Ausschnitt aus dem Regionalplan Köln Teilabschnitt Region Heinsberg
(südlich im UR400 ausgewiesen) und Darstellung Flächenumgriff Variante
Köhm (blau) und UR400 25
Abbildung 10: Ausschnitt aus dem Regionalplan Düsseldorf (nördlich im UR400
ausgewiesen) und Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und
UR400 26
Abbildung 11: Zeichnerische Darstellung Braunkohlenplan Garzweiler II 29
Abbildung 12: Zeichnerische Festlegung der geplanten Wiedernutzbarmachung 30
Abbildung 13: Zeichnerische Darstellung Braunkohlenplan Frimmersdorf 32
Abbildung 14: Zeichnerische Festlegung Braunkohlenplan Garzweiler II Sachlicher Teilplan:
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 6/84
Sicherung einer Trasse für die Rheinwassertransportleitung 34
Abbildung 15: Verortung des UR 400 mit Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und
Darstellung von Landschaftsplan der STADT MÖNCHENGLADBACH (2008) und
Landschaftsplan der STADT ERKELENZ ERKELENZER BÖRDE,
KARTE OST (1989) 36
Abbildung 16: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der STADT MÖNCHENGLADBACH
(2022) mit Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400 38
Abbildung 17: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der STADT ERKELENZ (2001)
Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400 39
Abbildung 18: Übersicht Siedlungsflächen innerhalb des Untersuchungsraums (Quelle:
Digitale topographische Karte 1:25.000;
digitales Basis-Landschaftsmodell) 49
Abbildung 19: Staubniederschlagsmessungen Tagebau Garzweiler 2013 bis 2023 50
Abbildung 20: Übersicht Bestand Pflanzen und biologische Vielfalt 55
Abbildung 21: Waldfunktionen innerhalb des Untersuchungsraumes 56
Abbildung 22: Übersicht Bodentypen innerhalb des Untersuchungsraumes nach IS BK 50
Bodenkarte von NRW 61
Abbildung 23: Übersicht schutzwürdige Böden innerhalb des Untersuchungsraumes nach
IS BK 50 Bodenkarte von NRW 62
Abbildung 24: Ausschnitt aus der Übersichtskarte Gewässerstruktur in NRW
(LANUK 2013), Untersuchungsraum in violett dargestellt 64
Abbildung 25: Übersicht der Überschwemmungsgebiete im Untersuchungsraum 65
Abkürzungsverzeichnis
BKP Braunkohlenplan
Abb. Abbildung
GWK Grundwasserkörper
mHNH Meter über Normalhöhennull
RWE RWE Power AG
i. V. m. In Verbindung mit
Kap. Kapitel
s. Siehe
Tab. Tabelle
pot. potenziell
nat. natürlich
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 7/84
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage / Veranlassung
Der Braunkohlenplan Garzweiler II wurde vom Ministerium für Umwelt, Raumordnung und Land-
wirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen am 31.03.1995 genehmigt (nachfolgend Braunkohlen-
plan Garzweiler II). Er sieht derzeit auf einer Fläche von rund 48 km² im Abbaugebiet Garzweiler II
aus Gründen der Sicherstellung der Energieversorgung die Gewinnung der Braunkohle als vorran-
gige Nutzung vor. In den Geltungsbereich des Braunkohlenplans Garzweiler II entwickelte sich der
Tagebau im Jahr 2006. Die Auskohlung der Lagerstätte sollte gemäß dem Braunkohlenplan Garz-
weiler II bis etwa zur Mitte des Jahrhunderts abgeschlossen sein.
Am 14.08.2020 trat das Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) in Kraft. Für den Tagebau
Garzweiler II ergibt sich aus dem Stilllegungspfad des KVBG (in der damaligen Fassung) und dem
daraus abgeleiteten deutlich verminderten Braunkohlebedarf eine Beendi gung der Kohlegewin-
nung spätestens Ende 2038, ggf. – nach einer noch durchzuführenden Überprüfung des Ab-
schlussdatums – bereits Ende 2035. Im Frühjahr 2021 wurde darauf aufbauend eine weitere Lei-
tentscheidung beschlossen („Leitentscheidung 2021: Neue Persp ektiven für das Rheinische
Braunkohlerevier – Kohleausstieg entschlossen vorantreiben, Tagebaue verkleinern, CO2 noch
stärker reduzieren“ vom 23.03.2021).
Nach einer politischen Verständigung zwischen dem Bundesministerium für Wirtschaft und Klima-
schutz, dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-
Westfalen und der RWE AG vom 04.10.2022 über einen vorgezogenen Koh leausstieg bis zum
Jahr 2030 wurde das KVBG durch das Gesetz zur Beschleunigung des Braunkohleausstiegs im
Rheinischen Revier vom 19.12.2022 (BGBl. I S. 2479) u.a. wie folgt geändert:
• Änderung der Anlage 2 des KVBG bezüglich Kraftwerksblock Niederaußem K, Kraftwerks-
block Neurath F (BoA 2), Kraftwerksblock Neurath G (BoA 3): Änderung des Stilllegungs-
zeitpunkts vom 31.12.2038 auf den 31.03.2030.
• Änderung § 48 KVBG (Energiepolitische und energiewirtschaftliche Notwendigkeit des
Tagebaus Garzweiler II): „Die energiepolitische und energiewirtschaftliche Notwendigkeit
und der vordringliche Bedarf zur Gewährleistung einer sicheren und zuverlässigen Ener-
gieversorgung werden für den Tagebau Garzweiler II in den Grenzen der Leitentschei-
dung der Landesregierung von Nordrhein-Westfalen zur Zukunft des Rheinischen Braun-
kohlereviers/Garzweiler II vom 23. März 2021 festgestellt, soweit durch diese Feststellung
der Erhalt der Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und
Berverath sowie der Holzweiler Höfe (Eggerather Hof, Roitzerhof, Weyerhof), jeweils mit
einem angemessenem Abstand, bei der weiteren Tagebauführung sichergestellt wird.“
Das Land NRW hat daraufhin (19.09.2023) eine nach Maßgabe der neuen Rechtslage angepasste
Leitentscheidung erlassen. Danach ist der Seeablauf zur Niers frühzeitig zu sichern und die Anbin-
dung an die Niers soll möglichst im freien Ablauf erfolgen (siehe Entscheidungssatz 3, Abs. (5)).
Das nach Maßgabe der neuen rechtlichen Rahmenbedingungen erneut verkleinerte Abbauvorha-
ben Garzweiler II (im Folgenden: Vorhaben gemäß Leitentscheidung 2023) sieht u.a. einen Ablauf
des zukünftigen Tagebausees in die Niers vor. Dieser ist auch Gegenstand des laufenden Verfah-
rens zur Änderung des Braunkohlenplanes Garzweiler II, welches die Verkleinerung des Abbau-
vorhabens gemäß Leitentscheidung 2023 zum Gegenstand hat. Die raumordnerische Absicherung
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 8/84
hierzu soll laut Beschluss des Braunkohlenausschusses vom 17.03.2023 (166. Sitzung) in einem
separaten Braunkohlenplanverfahren erfolgen. Dies steht mit der aktuellen Leitentscheidung des
Landes NRW somit in Einklang.
1.2 Kurzdarstellung der Inhalte des Braunkohlenplans
Nach Beendigung des Kohleabbaus soll im Rahmen der Wiedernutzbarmachung der Flächen des
Braunkohlenplans Garzweiler II ein Tagebausee auf einer zusammenhängenden Fläche von rund
2.216 ha (in der 1995 genehmigten Planung waren 2.300 ha vorgesehen) entstehen. Das Gesamt-
tagebauseevolumen beträgt rd. 1.500 Mio. m³ und ergibt sich aus der Kohleentnahme in den Ab-
baubereichen Frimmersdorf und Garzweiler II, aus dem auf Außenkippen verbrachten Abraum und
aus einem geringen Anteil an Abraum - und Rekultivierungsmaterialien, der für die Rekultivierung
in anderen Tagebauen genutzt werden muss.
Im Zuge der Wiedernutzbarmachung soll der Tagebausee durch die Zuleitung von Rheinwasser
über eine Rheinwassertransportleitung und den Wiederanstieg des Grundwassers entstehen.
Ab Erreichen des geplanten Zielwasserstandes des Tagebausees (Füllhöhe ca. +66 m NHN un-
terstellt), welcher bei der im Braunkohlenplan Garzweiler II vorgesehenen Rheinwasserentnahme
etwa Mitte der 2060er Jahre erreicht wird, wird ein kontrollierter Überlauf in die Niers erforderlich.
Bei Umsetzung des Vorhabens gemäß Leitentscheidung 2023 wird der künftige Tagebausee nicht
direkt an die Niers angrenzen, wodurch eine Ableitungsstrecke zwischen dem Tagebausee und
der Niers geschaffen werden muss. Die zukünftige Ableitungsstrecke zur Niers wird als naturna-
hes, längsdurchgängiges Gewässer vorgesehen (siehe Vorhabenbeschreibung in Kap. 3).. Eine
raumordnerische Sicherung der Trasse des Seeablaufs ist zum Zwecke der Ausgestaltung der
Planungen zur Wiedernutzbarmachung des Tagebaus notwendig.
Da der Seeablauf erst mit Erreichen des Zielwasserspiegels notwendig wird, ist vorlaufend eine
raumordnerische Sicherung der Trasse erforderlich. Das Zulassungsverfahren zur Herstellung des
Seeablaufes wird gemäß den dann geltenden Vorschriften vsl. Ende der 2050er Jahre durchzufüh-
ren sein.
1.3 Rechtliche Rahmenbedingungen
Angaben für die überschlägige Beurteilung der Umweltverträglichkeit
Bevor der Braunkohlenausschuss die Regionalplanungsbehörde mit der Erarbeitung eines Vorent-
wurfes für einen Braunkohlenplan beauftragt, der ein Abbauvorhaben betrifft, hat der Bergbautrei-
bende der Regionalplanungsbehörde Köln die für die überschlägige Beur teilung der Umweltver-
träglichkeit und der Sozialverträglichkeit erforderlichen Unterlagen vorzulegen (§ 27 Abs. 3 LPlG
NRW).
Die Verpflichtung zur Vorlage dieser überschlägigen Unterlagen entspringt ausschließlich dem
Landesplanungsrecht. Ihre Intention ist, der Regionalplanungsbehörde bereits in einem frühen Ver-
fahrensstadium einen Überblick über wesentliche Umweltauswirkungen zu geben. Das UVP- bzw.
Raumordnungs-Recht (ROG) verlangt eine derartige frühzeitige Information hingegen nicht und
enthält unmittelbar weder formale noch inhaltliche Vorgaben zur Ausgestaltung und Darstellungs-
tiefe solcher überschlägigen Angaben. Nichtsde stotrotz orientiert sich die vorliegende Unterlage
grob an den Anforderungen des UVP- bzw. Raumordnungs-Rechts, um eine überschlägige Beur-
teilung der Umweltverträglichkeit zu ermöglichen. Im Einzelnen werden die Anforderungen an die
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 9/84
Darlegung der Sachlage für die behördliche Umweltprüfung gem. § 8 Abs. 1 ROG später in sepa-
raten Unterlagen berücksichtigt werden.
Hiermit wird die Unterlage gem. § 27 Abs. 3 LPlG NRW vorgelegt.
Gegenstand der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit
Gegenstand der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit ist die raumordnerische
Sicherung einer Trasse für den Seeablauf Garzweiler in die Niers. Zum Verhältnis dieses
Braunkohlenplans zu anderen Braunkohlenplanverfahren siehe die Ausführungen unter 2.1.2.
1.4 Geprüfte Alternativen, einschließlich der wesentlichen Auswahlgründe
Der Ermittlung der Vorzugstrasse für die Herstellung des Seeablaufes in die Niers war ein Tras-
senfindungsprozess im Rahmen einer Alternativenprüfung („Tagebausee Garzweiler, Ablaufge-
wässer zur Niers, Machbarkeitsstudie“, BCE 2024; s. Anlage) vorgeschaltet.
1.4.1 Vorauswahl des Ablaufbauwerks
Der Alternativenprüfung wurde eine Prüfung verschiedener Ablaufbauwerke vorgeschaltet. Das
Ablaufbauwerk überführt das Wasser aus dem See in das Ableitungsgewässer. Für die technische
Umsetzung bieten sich unterschiedliche Bauwerksvarianten an, die sich im Hinblick auf die physi-
kalischen bzw. technischen Konzepte unterscheiden und sich insbesondere auf den Wasserhaus-
halt, die Wasserqualität und die Trennwirkung auf die Gewässerzönose unterschiedlich auswirken.
Das Ablaufgewässer schließt unmittelbar an das Ablaufbauwerk an. Die durch die Gestaltung des
Ablaufbauwerks vorhandenen Möglichkeiten zur Einflussnahme auf die genannten Auswirkungen
wirken sich daher auch unmittelbar auf den Zustand und damit auf die Entwicklung des Ablaufge-
wässers aus. Aus den genannten Gründen erfolgte durch BCE eine Berücksichtigung und Bewer-
tung von verschiedenen Ablaufbauwerken. Folgende Ablaufbauwerke wurden in die Bewertung
eingestellt:
• Feste Ablaufschwelle
• Regulierbare Ablaufschwelle
• Regulierbares Mönchsbauwerk
• Pumpstation
In der Bewertung der Auswirkungen auf den Wasserhaushalt , auf die Wasserqualität und der
Trennwirkung auf die Gewässerzönose wurden Ablaufbauwerke mit einer festen bzw. einer regu-
lierbaren Ablaufschwelle bewertet und abgeschichtet. Der Alternativenvergleich berücksichtigt da-
her lediglich Freiablaufvarianten mit regulierbarem Mönchsbauwerk und Varianten mit Pumpsta-
tion.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 10/84
1.4.2 Geprüfte Alternativen
Nachfolgend werden die Seeablaufvarianten vorgestellt, die unter Berücksichtigung der beiden po-
tenziellen Anschlusspunkte an die Niers sowie der zuvor beschriebenen Bauwerksvarianten für
den Seeablauf entwickelt wurden.
Von insgesamt elf Varianten sehen acht einen freien Ablauf über ein regulierbares Mönchsbauwerk
vor, das über eine neu hergestellte bzw. ausgebaute Gewässertrasse an die Niers angebunden
wird. Dabei werden zunächst sowohl der Anschluss an der Plattenstraße als auch an der A46
betrachtet. Die Trassenführungen dieser Varianten mit freiem Ablauf sind in Abbildung 1 darge-
stellt.
Die verbleibenden drei Varianten setzen jeweils auf eine Pumpstation am Seeufer. Diese hebt das
Wasser entweder in vorhandene Gerinnestrukturen an der Geländeoberfläche, von wo es der na-
türlichen Vorflut folgend in die Niers gelangt, oder leitet es über eine Rohrleitung unmittelbar dorthin
ab. Sowohl die Standorte der Pumpstationen als auch die Trassen der Rohrleitung sind ebenfalls
in Abbildung 1 veranschaulicht.
Insgesamt wurden elf Alternativen betrachtet (siehe Abbildung 1):
• Alternative Freiablaufvariante „Nord“
• Alternative Freiablaufvariante „A61“
• Alternative Freiablaufvariante „Lärmschutzwall“
• Alternative Freiablaufvariante „Nördlich Altlast“
• Alternative Freiablaufvariante „Köhm“
• Alternative Freiablaufvariante „Süd A“
• Alternative Freiablaufvariante „Süd B“
• Alternative Freiablaufvariante „Zourshof“
• Alternative Pumpvariante „PW Köhm“
• Alternative Pumpvariante „PW Holzweiler Fließ“
• Alternative Pumpvariante „PW Zourshof“
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 11/84
Abbildung 1: Darstellung der geprüften Varianten (Vorzugsvariante „Freiablaufvariante Köhm“ in
orange dargestellt) (Quelle: BCE 2024)
Die Untersuchung möglicher Gewässertrassen erfolgte in Form eines mehrstufigen Verfahrens,
das von einem zunächst offenen Raum in mehreren Schritten zu einer einzelnen Vorzugsvariante
führte. In der nachstehenden Abbildung 2 ist eine Übersicht der Ergebnisse des Alternativenver-
gleichs dargelegt. Sie enthält eine Darstellung der einzelnen Planungsziele, die mit ihrem jeweils
zugeordneten Zielgewicht in den Alternativenvergleich eingestellt wurden. Im Ergebnis der durch-
geführten Untersuchung wurde die Variante „Freiablaufvariante Köhm“ (im Folgenden „Variante
Köhm“) nördlich der Ortschaft Keyenberg als vorzugswürdig ermittelt. Dies ist maßgeblich darauf
zurückzuführen, dass die Variante bei den Zielen zur Nachhaltigkeit und der Stärkung von Bio-
topverbundeffekten die höchste Zielerreichung aufweist. Sie ermöglicht insbesondere im Vergleich
zur Alternative „PW Köhm“, die in de r Bewertung die zweithöchste Punktzahl erzielt hat, die Ge-
staltung eines freien Ablaufs. Auf diese Weise wird eine Pumplösung, die den dauerhaften Betrieb
entsprechender technischer Anlagen bedarf, nicht erforderlich. Bei der Beeinträchtigung des Land-
schaftsbilds erzielt die Vorzugsvariante ein überdurchschnittlich gutes Ergebnis.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 12/84
Nachteile weist die Variante Köhm bei der Leitbildkonformität, den planerischen Hürden und der
Beeinträchtigung von Fremdgrundstücken auf. Lediglich bei diesen Planungsziele schneidet die
Variante Köhm mit einer geringen bzw. sehr geringen Zielerreichung a b. Gleichwohl belegt die
durchgeführte Alternativenprüfung, dass diese Nachteile durch die Vorzüge der Vorzugstrasse
überlagert werden.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 13/84
Abbildung 2: Gesamtübersicht Ergebnisbewertung Variantenvergleich (Quelle: BCE 2024)
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 14/84
2 Abgrenzung des Untersuchungsraums und räumliche Einordnung des
Vorhabens
Abgrenzung des Untersuchungsraums
Die Trasse für die Variante Köhm, die aus dem Trassenfindungsprozess als vorzugswürdig her-
vorging (vgl. Kap. 1.4.2), wird der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit zu Grunde
gelegt. Dafür wird ein Untersuchungsraum mit 400 m Breite (200 m beidseitig der Gewässerachse)
angesetzt (im Folgenden: UR400, siehe Abbildung 3). Der raumordnerisch zu sichernde Trassen-
korridor umfasst die aus heutiger Sicht gebotene Breite des Ablaufgewässers einschließlich Sekun-
däraue und Böschungen sowie eines beidseitigen Arbeits - und Sicherungsstreifens . Die Breite des
Untersuchungsraums deckt die Wirkreichweite des Vorhabens mitsamt einem Puffer ab (zu Wirk-
faktoren siehe Kap. 3.2). Wirkfaktoren, deren maximale Wirkreichweite ggf. über den UR400 hin-
ausreichen können und deren Auswirkungen auf einzelne oder mehrere Schutzgüter dort nicht
eindeutig auszuschließen sind, werden in der Prognose der Umweltauswirkungen gesondert her-
vorgehoben.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 15/84
Abbildung 3: Verlauf der Vorzugsvariante „Köhm“ und Abgrenzung des Untersuchungsraumes
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 16/84
Der UR400 befindet sich somit nördlich der Ortschaft Keyenberg (Gemeinde Erkelenz, Regierungs-
bezirk Köln) sowie südlich und westlich der Ortschaft Mönchengladbach-Wanlo (Stadt Möncheng-
ladbach, Regierungsbezirk Düsseldorf).
Kurzdarstellung der Bestandteile des Trassenkorridors
Der Braunkohlenplan „ Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf
des Tagebausees Garzweiler“ dient der Sicherung des Trassenkorridors für ein Ablaufgewässer
zwischen der Abbaugrenze des Tagebaus Garzweiler im Bereich der Westrandböschung nahe der
Ortschaft Mönchengladbach Wanlo in die Niers bis zu Unterquerung der Autobahn 46.
Die raumordnerische Sicherung des Trassenkorridors umfasst
- einerseits die aus heutiger Sicht gebotene Breite des Ablaufgewässers einschließlich der
Sekundäraue und Gewässerböschung,
- andererseits auch beidseitige Arbeits- und Sicherungsstreifen angrenzend an die Flächen
des Ablaufgewässers.
Der zu sichernde Trassenkorridor besitzt eine Breite von rd. 9 4 - 150 m. Die Breite des Trassen-
korridors nimmt infolge des abnehmenden Geländeeinschnitts für das Ablaufgewässer und der
daraus resultierenden geringeren Böschungsbreiten mit dem Gewässerverlauf sukzessive ab.
Restriktionen im Trassenkorridor ergeben sich beispielsweise durch Wohnbebauungen, Flächen
gemischter Nutzung oder naturschutzfachlich geschützte Bestandteile. In diesen Bereichen erfolgt
soweit möglich eine Anpassung der Breite des Arbeits- und Sicherungsstreifen, oder eine Verlage-
rung der Flächen auf die andere Seite des Ablaufgewässers. Bis zur Herstellung des Seeablaufs
können ggf. a nderweitige (Zwischen-)Nutzungen des raumordnerisch gesicherten Trassenkorri-
dors erfolgen. Hierbei handelt es sich jedoch um mögliche Nutzungen Dritter, die nicht Gegenstand
der vorliegenden Umweltprüfung sind. Über die Zulässigkeit solcher Zwischennutzungen entschei-
det die raumordnungsrechtlich zuständige Behörde sowie die zuständigen Fachbehörden in den
jeweils erforderlichen Genehmigungsverfahren.
In der nachstehenden Abbildung ist eine schematische Übersicht über die Bestan dteile des zu
sichernden Trassenkorridors dargestellt.
Abbildung 4: Breite des zu sichernden Trassenkorridors mit Gewässertrasse (Gewässer, Sekundäraue
und Böschungsbereich) zzgl. beispielhaft hier beidseitig angeordnetem Arbeits - und Si-
cherungsstreifen
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 17/84
In der nachstehenden Abbildung ist eine Übersicht über den Verlauf des Trassenkorridors der Vor-
zugsvariante Köhm dargelegt.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 18/84
Abbildung 5: Übersicht über den Verlauf des raumordnerisch zu sichernden Trassenkorridors der Vor-
zugsvariante Köhm
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 19/84
Räumliche Einordnung des Vorhabens
Der Seeablauf in die Niers ist als naturnahes, längsdurchgängiges Gewässer nach den Vorgaben
der Blauen Richtlinie NRW (2010) vorgesehen. Das Ablaufgewässer soll aus dem leistungsfähigen,
naturnahen Ausbau der Köhm und Niers und dem Anschluss an den Tagebausee entstehen. Der
Seeablauf ist am westlichen Rand des zukünftigen Tagebausees im bestehenden Gewässerbett
der Köhm geplant. Vom westlichen Rand des Tagebausees verläuft das herzustellende Fließge-
wässer zunächst in westlicher Richtung und quert die L 277. Im Bereich der Köhm-km 1+100 ist
die heutige Einleitungsstelle des Sümpfungswassers in die Köhm positioniert. Auf diesem Abschnitt
bis zum Abschnitt Köhm-km 0+750 sind beidseitig landwirtschaftliche Flächen vorhanden, verein-
zelt ist einseitiger Uferbewuchs vorhanden. Die Variante Köhm verlässt dann den ursprünglichen
Verlauf der Köhm und schwenkt nach Norden, um ein Bestandsgebäude nördlich des Hauses
Keyenberg zu umgehen. In diesem Abschnitt wird der ursprüngliche Verlauf der Köhm geändert
und um mehrere Bestandsgebäude (Wohn- und Stallgebäude) herumgeführt. Mit dem Verlassen
des ursprünglichen Verlaufs wird die Trasse durch eine Engstelle zwischen den genannten Be-
standsgebäuden und einer vorhandenen Altablagerung geführt. Im Abschnitt Köhm -km 0 +300
mündet die Trasse von Osten kommend wieder in den bestehenden Verlauf der Köhm und er-
streckt sich im weiteren Verlauf zwischen landwirtschaftlich genutzten Flächen, auf denen linkssei-
tig Baumreihen bestehen. Bei km 111+783 übernimmt die Trasse „Köhm“ den natürlichen Verlauf
der Niers und verläuft weiter in Richtung Bundesautobahn A 46.
Technisch-konstruktive und wasserwirtschaftliche Eckdaten
Die übergeordneten technisch-konstruktiven und wasserwirtschaftlichen Eckdaten sind den Anla-
gen 4 und 5 zum Erläuterungsbericht der Machbarkeitsstudie (BCE 2024) zu entnehmen und nach-
folgend in Tab. 1 zusammengestellt. Die Angaben sind in nachgelagerten Planungsverfahren zu
überprüfen und ggf. anzupassen.
Tabelle 1: Technisch-konstruktive und wasserwirtschaftliche Eckdaten der Variante „Köhm“
Allgemeine Angaben zur Vorzugsvariante „Köhm“
Länge
Bis A46 3.270 m
Raumordnerisch zu sichernder Trassenkorridor
Fläche raumordnerisch zu sichernder Trassenkorridor inkl. Arbeits- und
Sicherungsstreifen 34,05 ha
Flächeninanspruchnahme Seeablaufgewässer
Flächeneingriff (gesamt) 14,1 ha
Fläche Gewässerbett 1,98 ha
Fläche Böschungsbereich 6,09 ha
Fläche Sekundäraue 7,09 ha
Sohlgefälle
Bis A46 1,1 ‰
Potenzielle natürliche Sohlbreite
Bis A46 6 m
Breite der Sekundäraue
Bis A46 30 m
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 20/84
In der folgenden Abbildung 6 ist der Grundriss des geplanten Seeablaufes dargestellt. Die maxi-
male Trassenbreite des Ablaufgewässers (umfasst die Böschungsbereiche, die Sekundäraue und
das Gewässerbett) liegt bei ca. 90 m im Bereich des Tagebausees auf Höhe des Lärmschutzwalles
(ehemalige Trasse A 61). Bereits kurz danach reduziert sich die Trassenbreite auf ca. 60 m und
nimmt in Richtung Anschlusspunkt A 46 aufgrund der vorliegenden topographischen Randbedin-
gungen stetig ab. Die Trasse „Köhm““ erfordert bis zur A46 eine Anpassung der Sohllage der Niers
im renaturierten Abschnitt zur Gewährleistung eines hinreichenden Sohlgefälles; die Trasse führt
damit zum Verlust der bestehenden gewässerstrukturellen Verhältnisse (Sohl- und Uferstrukturen)
einschließlich der vorhandenen Vegetation. Auf Höhe vom Haus Keyenberg 2+493 sowie im Ab-
schnitt der Kuckumer Straße 1+316 weist der Verlauf des Gewässers abschnittsweise eine gerin-
gere Breite auf. Der in Abbildung 7 dargestellte Längsschnitt zeigt die geplante Abflussleistung, die
geplante Scheitelhöhe und Sohlhöhe. Des Weiteren sind die geplanten Anpassungen der Topo-
grafie ersichtlich, die einen Abtrag sowie stellenweise Aufschüttung der Geländeoberfläche zur
Anpassung eines gleichmäßigen Sohlgefälles vorsehen.
Abbildung 6: Grundriss der Vorzugsvariante Köhm (BCE 2024)
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 21/84
Abbildung 7: Längsschnitt der Vorzugsvariante Köhm mit eingezeichneter Sohlhöhe, Scheitelhöhe und
geplanter Abflussleistung (BCE 2024)
2.1 Gesetzliche und planerische Ziele des Umweltschutzes, die für die
Planaufstellung von Bedeutung sind
Gemäß Anlage 1 Nr. 1b zu § 8 Abs. 1 ROG sind in der Umweltprüfung die festgelegten Ziele des
Umweltschutzes darzustellen, die für den Braunkohlenplan von Bedeutung sind.
Unter den Zielen des Umweltschutzes sind alle
• in den einschlägigen Fachgesetzen (siehe Kap. 2.1.1) und
• anderen Plänen und Programmen (siehe Kap. 2.1.2.1 bis 2.1.2.6)
festgelegten fachgesetzlichen und planerischen Zielvorgaben zu verstehen, die auf eine Sicherung
oder Verbesserung des Zustandes der Umwelt gerichtet sind.
2.1.1 Fachgesetzliche Ziele
Aus der Vielzahl der definierten fachgesetzlichen Ziele des Umweltschutzes werden diejenigen
ausgewählt, die für die Umweltprüfung zur Aufstellung des Braunkohleplans von sachlicher Rele-
vanz sind. Dies sind diejenigen Ziele des Umweltschutzes, die durch den Braunkohlenplan positiv
wie negativ beeinflusst werden können, d. h. im Hinblick auf die Auswirkungen des Vorhabens eine
Rolle spielen können.
Darunter fallen alle Ziele des Umweltschutzes, die sich auf die Schutzgüter der Umweltprüfung und
die voraussichtlichen erheblichen Umweltauswirkungen beziehen und die einen dem Braunkohlen-
plan entsprechenden räumlichen Bezug und Abstraktionsgrad besitzen.
In der folgenden Tabelle 2 werden die wesentlichen Umweltziele einschlägiger bundes- und lan-
desrechtlicher Umweltvorschriften aufgeführt. Im Übrigen wird auf die Umweltziele der einzelnen
Fachvorschriften verwiesen, die in den weiteren Ausführungen der vorliegenden Unterlage genannt
werden. Soweit Umweltziele einzelnen Schutzgütern zugeordnet werden können, sind diese in der
nachfolgenden Tabelle zusammengefasst.
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 22/84
Tabelle 2: Die für den Braunkohlenplan relevanten Ziele des Umweltschutzes nach Maßgabe des Fach-
rechts
Vorbemerkung zu den Quellen: keine Benennung von europäischen Richtlinien, die in das nationale Recht umgesetzt sind
Schutzgut Ziele des Umweltschutzes Quelle
Menschen und
menschliche Ge-
sundheit
- Schutz vor schädlichen Umwelteinwirkungen
auf den Menschen durch Lärm, Erschütte-
rungen und Licht
§§ 1, 22 BImSchG, Immissionsschutz-
Richtlinie der Bezirksregierung Arnsberg
vom 01.03.2016, TA Lärm, § 2 Abs. 2 Nr.
6 ROG
- Schutz vor schädlichen Auswirkungen auf
die menschliche Gesundheit durch Luftver-
unreinigungen
§§ 1, 22 BImSchG, 39. BImSchV, TA Luft,
Geruchsimmissionsrichtlinie GIRL, § 2
Abs. 2 Nr. 6 ROG
- Sicherung und Entwicklung des Erholungs-
wertes von Natur und Landschaft
§ 1 BNatSchG, § 10 LNatSchG
Tiere, Pflanzen und
biologische Vielfalt
- Schutz wild lebender Tiere, Pflanzen, ihrer
Lebensstätten und Lebensräume, der biolo-
gischen Vielfalt
§§ 1, 15, 21, 23, 30, 32-34, 44 BNatSchG,
§ 2 Abs. 2 Nr. 6 ROG
- Sicherung sämtlicher Gewässer als Be-
standteil des Naturhaushaltes und als Le-
bensraum für Tiere und Pflanzen
§ 6 WHG, § 1 BNatSchG, § 2 Abs. 2 Nr. 6
ROG
Fläche und Boden - Sparsamer Umgang mit Grund und Boden § 1 LBodSchG
- Sicherung der natürlichen Bodenfunktionen
sowie der Funktion als Archiv der Natur- und
Kulturgeschichte
§ 1 BBodSchG, § 1 BNatSchG,
§ 1 LBodSchG, § 2 Abs. 2 Nr. 6 ROG
- Abwehr schädlicher Bodenveränderungen,
Sanierung von Boden und Altlasten
§ 1 BBodSchG, § 1 LBodSchG
Wasser - Vereinbarkeit mit den Bewirtschaftungszie-
len aus der WRRL: u.a. Erreichen eines gu-
ten mengenmäßigen und chemischen Zu-
stands des Grundwassers sowie eines guten
ökologischen Zustands / Potenzials und ei-
nes guten chemischen Zustands der Ober-
flächengewässer
§ 6 WHG
Grundwasser: u.a. § 47 WHG, GrwV
Oberflächengewässer: u.a. §§ 27 ff.
WHG, OGewV
- Sicherung der öffentlichen Wasserversorgung u.a. §§ 50 ff. WHG
Luft und Klima - Vermeidung von Beeinträchtigungen der Luft
und des Klimas
§ 1 BNatSchG, § 1 BImSchG (siehe zu
„Luft“ auch die Ausführungen oben zum
Schutzgut „Menschen und menschliche
Gesundheit“)
Landschaft - Sicherung der Vielfalt, Eigenart und Schön-
heit der Landschaft sowie des Erholungs-
wertes
§ 1 BNatSchG, § 2 Abs. 2 Nr. 5 ROG
- Bewahrung von Naturlandschaften und his-
torisch gewachsenen Kulturlandschaften vor
Verunstaltung, Zersiedelung und sonstigen
Beeinträchtigungen
§ 1 BNatSchG, § 2 Abs. 2 Nr. 5 ROG
Kulturelles Erbe
und sonstige Sach-
güter
- Schutz der Baudenkmäler, Denkmalberei-
che, Bodendenkmäler / archäologischen
Fundstellen, Kulturdenkmäler
§ 2 Abs. 2 Nr. 5 ROG, § 1 DSchG NRW
- Bewahrung von historisch gewachsenen
Kulturlandschaften vor Verunstaltung, Zer-
siedelung und sonstigen Beeinträchtigungen
§ 1 BNatSchG, § 2 Abs. 2 Nr. 5 ROG
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 23/84
2.1.2 Ziele des Umweltschutzes in Plänen und Programmen / Verhältnis zu
diesen Plänen und Programmen
2.1.2.1 Landesentwicklungsplan NRW (LEP NRW)
Der am 08.02.2017 in Kraft getretene LEP NRW – einschließlich der Änderungen, die am
06.08.2019 und am 01.05.2024 in Kraft getreten sind – weist den Abschnitt des Seeablaufs als
Freiraumgebiet für Braunkohleabbau im südlichen Abschnitt und als Freiraumgebiet im nördlichen
Abschnitt aus (siehe Abbildung 8).
Landesplanerisches Ziel (Z 9.3-1 Braunkohlepläne) der Braunkohlepläne ist die bedarfsgerechte
Sicherung raumbedeutsamer Flächenansprüche, die mit dem Braunkohleabbau im Zusammen-
hang stehen.
Landesplanerisches Ziel (Z 7.4-6) ist ferner, die Überschwemmungsbereiche für den Hochwasser-
rückhalt zu erhalten, zu entwickeln und von Bebauungen und Abflusshindernissen freizuhalten.
Der LEP NRW formuliert zu den energetischen Rohstoffen als raumordnerisches Ziel Nr. 9.3.1,
dass raumbedeutsame Flächenansprüche, die mit dem Braunkohlenabbau im Zusammenhang
stehen, in Braunkohlenplänen bedarfsgerecht zu sichern sind.
Abbildung 8: Verortung von Vorzugsvariante (blau) und Untersuchungsraum im
Landesentwicklungsplan NRW
Das OVG Münster hat mit Urteil vom 21.03.2024 (Az.: 11 D 133/20.NE) die erste vorgenannte
Änderung des LEP (2019) im Hinblick auf bestimmte Ziffern des LEP für unwirksam erklärt (2 -3
und 2-4, 6.6-2, 6.1-2, 7.2-2, 7.3-1, 10.2-2 und 10.2-3, 10.1-4, 8.1-6 und 8.1-7, sowie 9.2-4; diese
betreffen: Erleichterungen bei der Inanspruchnahme von Freiraum, Rn. 312 ff., weniger verbindli-
che Vorgaben zur Unterschutzstellung als Nationalpark, Rn. 342 ff., Erleichterungen für die Flä-
cheninanspruchnahme von WEA, Rn. 349 ff ., Nutzung Abwärme pp. als „Soll“ -Bestimmung, Rn.
366 ff., Vorgaben zu Flughäfen, Rn. 371 ff., Einführung Reservegebiete für Rohstoffversorgung /
bezogen auf nichtenergetische Rohstoffe, Rn. 383 f.). Die vorgenannten hier relevantenZiffern aus
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 24/84
dem LEP sind von der Entscheidung des OVG Münster nicht betroffen. Die Entscheidung des
OVG Münster hat auch im Übrigen keinen Einfluss auf das geplante Braunkohlenplanverfahren
zum Seeablauf Garzweiler.
2.1.2.2 Regionalpläne
Regionalplan Köln
Am 10.12.2021 hat der Regionalrat den Planentwurf zum neuen Regionalplan Köln beschlossen
(Aufstellungsbeschluss). Am 11.07.2025 ist der Feststellungsbesc hluss durch den Regionalrat
Köln erfolgt.
Der derzeit gültige Regionalplan legt im Bereich des UR400 allgemeine Freiraum- und Agrarberei-
che fest (siehe Abbildung 9). Der Freiraum soll als Lebens - und ökologischer Ausgleichraum auf
Basis einer ökologisch nachhaltigen Landwirtschaft erhalten und entwickelt werden.
Die ausgewiesenen Straßen für den vorwiegend überregionalen und regionalen Verkehr stellen die
L277 und die L354n im Bestand (durchgezogen rot) und die Bedarfsplanmaßnahmen ohne räum-
liche Festlegung (gestrichelt rot) dar. Die Straße L354n verläuft in Ost -West-Richtung und wird
durch den Seeablauf gekreuzt.
Nördlich Keyenberg sind im geplanten Trassenverlauf Bereiche für den Schutz der Landschaft und
der landschaftsorientierten Erholung (BSLE) festgesetzt. Gemäß § 7 Abs. 3 Ziff. 2 ROG sind BSLE
Vorbehaltsgebiete. Demnach sind Belange von Landschaft und Natur bei der Abwägung mit kon-
kurrierenden raumbedeutsamen Funktionen oder Nutzungen einem besonderen Gewicht beizu-
messen.
Im Trassenverlauf sind des weiteren Bereiche für den Grundwasser- und Gewässerschutz (BGG)
festgesetzt. Bereiche für Grundwasserschutz und Gewässerschutz (BGG) sind als Vorranggebiete
festgelegt. Sie dienen der öffentlichen Wasserversorgung und sind so zu schützen und zu entwi-
ckeln, dass die Wassergewinnung und Versorgung der Bevölkerung mit Trink - und Heilwasser
dauerhaft gesichert werden. Planungen und Maßnahmen, die mit der Funktion Grundwasser- und
Gewässerschutz nicht vereinbar sind, sind ausgeschlossen. Ausnahmsweise ist eine Inanspruch-
nahme möglich, wenn wasserrechtliche Ausnahmen bestehen.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 25/84
Abbildung 9: Ausschnitt aus dem Regionalplan Köln Teilabschnitt Region Heinsberg (südlich im UR400
ausgewiesen) und Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400
Der sachliche Teilabschnitt "Vorbeugender Hochwasserschutz" zum Regionalplan Köln Teil 2 er-
gänzt den GEP um die Darstellung von Überschwemmungsbereichen .. Der Bereich des UR400
liegt außerhalb von potenziellen Überflutungs- und Überschwemmungsbereichen, sodass über die
Fläche keine Festlegungen getroffen wurden.
Die geplante Trasse des Seeablaufgewässers liegt im Bereich allgemeiner Freiraum - und Agrar-
flächen des Regionalplans Köln. Konflikte ergeben sich insbesondere mit den festgesetzten Berei-
chen für den Schutz der Landschaft und Erholung (BSLE, Vorbehaltsgebie te) sowie mit den Vor-
ranggebieten für Grundwasser- und Gewässerschutz (BGG). Während Belange des Hochwasser-
schutzes nicht betroffen sind, ist im weiteren Verfahren eine vertiefte Abstimmung und Abwägung
erforderlich. Insgesamt erscheint die Maßnahme raumor dnerisch grundsätzlich vereinbar, sofern
die Belange des Natur -, Landschafts - und Gewässerschutzes angemessen berücksichtigt und
durch geeignete Maßnahmen gesichert werden.
Regionalplan Düsseldorf
Die zeichnerischen Festlegungen des Regionalplans Düsseldorf weisen den im Kreis Möncheng-
ladbach gelegenen Abschnitt als allgemeinen Freiraum - und Agrarbereich, regionale Grünzüge,
Waldbereiche und für den Schutz der Landschaft und landschaftsorientierter Erholung aus (siehe
Abbildung 10). Darüber hinaus sind im Bereich der Niers vereinzelt Überschwemmungsbereiche
festgesetzt.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
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Abbildung 10: Ausschnitt aus dem Regionalplan Düsseldorf (nördlich im UR400 ausgewiesen) und
Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400
Die textlichen Festlegungen des Regionalplans Düsseldorf definieren für diesen Abschnitt folgende
Ziele und Grundsätze:
• Gemäß des Regionalplans Düsseldorf sollen nach Grundsatz zum Schutz der Landschaft
und landschaftsorientierten Erholung G1, Kap. 4.2.3, die mit „natürlichen Landschaftsbe-
standteilen landschaftstypisch ausgestatteten Räume erhalten werden. Die für die Bio-
topvernetzung wesentlichen Landschaftsstrukturen, Verbindungselemente und Trittsteine
sollen erhalten, untereinander verbunden sowie durch geeignet e Maßnahmen auch im
Rahmen der vorhandenen Nutzungen entwickelt und gesichert oder wiederhergestellt wer-
den. Im Rahmen raumbedeutsamer Planungen und Maßnahmen sollen Beeinträchtigun-
gen der natürlichen Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, der erhaltenswerten Kulturland-
schaft oder der Erholungseignung der Landschaft vermieden werden.“
• Gemäß des Grundsatzes G1, Kap. 4.3, sollen die zeichnerisch dargestellten Waldbereiche
für die Sicherung und Verbesserung der mit dem Wald verbundenen Nutz ‐, Schutz‐ und
Erholungsfunktionen erhalten und entwickelt werden.
• Nach Ziel Z1, Kap. 4.1.2, sind Regionale Grünzüge im Hinblick auf ihre freiraum‐ und sied-
lungsbezogenen Funktionen vor einer siedlungsräumlichen Inanspruchnahme zu schüt-
zen. Sie dürfen für siedlungsräumliche Entwicklungen ausnahmsweise in Anspruch ge-
nommen werden, wenn hierfür keine Alternativen außerhalb des betroffenen Grünzuges
bestehen und die Funktionsfähigkeit des Grünzuges erhalten bleibt.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 27/84
• Gemäß des Grundsatzes G1, Kap. 4.1.1, sollen die Freiraumbereiche (Allgemeine Frei-
raum‐ und Agrarbereiche, Wald, Oberflächengewässer) als großräumiges, übergreifendes
regionales Freiraumsystem erhalten und entwickelt werden.
• Gemäß des Grundsatzes G1, Kap. 4.4.4, soll in Überschwemmungsbereichen bei der Auf-
gabe oder Änderung einer raumbedeutsamen Nutzung oder einer Siedlungsnutzung auf
der Ebene der Bauleitplanung die Möglichkeit geprüft werden, ob die freiwerdende Fläche
als Nachnutzung dem Retentionsraum zugeführt werden kann. Sofern das Retentionsvo-
lumen erhalten bleibt oder vergrößert werden kann, soll im Rahmen der Bauleitplanung
auch eine Nachverdichtung auf Flächen mit bestehenden Baurechten zulässig sein. Die in
den Überschwemmungsbereichen zulässigen und unzulässigen Nutzungen ergeben sich
gemäß Ziel 7.4‐6 Absatz 1 ‐ 4 des LEP NRW.
Das geplante Seeablaufgewässer steht im Einklang mit den Zielen und Grundsätzen der Regio-
nalplanung. Es trägt zur Erhaltung und Entwicklung der natürlichen Landschaftsbestandteile sowie
der für die Biotopvernetzung wesentlichen Strukturen bei und unterstützt damit den Grundsatz G1,
Kap. 4.2.3. Ebenso bleibt die Funktionsfähigkeit der regionalen Grünzüge nach Ziel Z1, Kap. 4.1.2
gewahrt, da die Maßnahme keine siedlungsräumliche Inanspruchnahme darstellt und vielmehr der
Sicherung ökologischer und landschaftlicher Funktionen dient.
Die Freiraumbereiche werden gemäß Grundsatz G1, Kap. 4.1.1 als Teil des großräumigen Frei-
raumsystems erhalten und ökologisch aufgewertet. Auch die angrenzenden Waldbereiche (G1,
Kap. 4.3) erfahren keine Beeinträchtigung, sondern werden in ihren Schutz- und Erholungsfunkti-
onen unterstützt. Darüber hinaus wird der Grundsatz G1, Kap. 4.4.4 berücksichtigt, da das Seeab-
laufgewässer potenziell zur Sicherung oder Verbesserung des Retentionsraums beitragen kann.
Insgesamt ist festzustellen, dass das Vorhaben raumordnungskonform ist und die übergeordneten
Ziele des Regionalplans Düsseldorf unterstützt.
2.1.2.3 Braunkohlenpläne
Eine Besonderheit der Raumplanung im Regierungsbezirk Köln, ebenso wie im Regierungsbezirk
Düsseldorf, sind die Braunkohlenpläne. In diesen Plänen werden innerhalb des „Braunkohlenplan-
gebietes“ Ziele der Raumordnung und Landesplanung festgelegt, soweit es für eine geordnete
Braunkohlenplanung erforderlich ist.
Die Festlegungen der Ziele in den Regionalplänen und in den Braunkohlenplänen sind gemäß
textlicher Darstellung der Regionalpläne Köln (Teilabschnitte Köln und Aachen) und Düsseldorf
miteinander abzustimmen. Dies wird planungsmethodisch dadurch sichergestellt, dass der Regio-
nalplan den für die Braunkohlenplan -Zielsetzungen notwendigen Gestaltungsraum belässt (z. B.
die Abgrenzung der Tagebaugebiete und der Umsiedlungsstandorte). Dies trifft auch vorliegend zu
und verursacht keine Konflikte zwischen Regionalplanung und Braunkohlenplanung, weil die bei-
den Planungen aufeinander abgestimmt wurden.
Soweit im Braunkohlenplan Zielsetzungen über die Entwicklungen im Vorfeld des Braunkohlen -
tagebaus nicht getroffen werden, leistet der Regionalplan diese Aufgabe. Wegen der z. T. weitrei-
chenden Planhorizonte der Braunkohlenpläne werden im Regionalplan Köln, dessen Teilabschnitte
Köln und Aachen in den Jahren 2001 bzw. 2003 bekannt gemacht wurden, die zeitlich entfernt
liegenden „Zwischenzeiten“ mit Zielsetzungen ausgefüllt, um die Entwicklungen bis zur Inan-
spruchnahme durch den Tagebau zu steuern. Das Ineinandergreifen der zeitlich weit über das Jahr
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 28/84
2010 hinausreichenden Braunkohlenpläne und der mittelfristig orientierten Regionalpläne wurde
im Regionalplan durch entsprechende Darstellungen und Zielformulierungen gelöst.
Die Ziele der Regionalplanung werden auch bei der vorliegend geplanten Aufstellung des Braun-
kohlenplans berücksichtigt.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
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Braunkohlenplan Garzweiler II
Der aktuell geltende Braunkohlenplan Garzweiler II, der Gegenstand eines separaten Änderungs-
verfahrens ist, wurde mit Erlass vom 31.03.1995 für verbindlich erklärt und bildet mit der darin
dargestellten Abbaugrenze und Sicherheitslinie die Grundlage für die Zulassung des Rahmenbe-
triebsplans für den Tagebau Garzweiler II. Der Braunkohlenplan Garzweiler II erstreckt sich über
eine für den Abbau von Braunkohle vorgesehene Gesamtfläche von rund 48 km². Neben einer
zeichnerischen Darstellung enthält der Plan textliche Darstellungen bezüglich Abbaumaßnahmen,
Wasserhaushalt, Naturhaushalt, Emissionen und Reststoffe, Kultur- und sonstige Sachgüter, Um-
siedlung, Verkehr und Leitungen sowie Oberflächengestaltung und Wiedernutzbarmachung des
Tagebaus.
Abbildung 11: Zeichnerische Darstellung Braunkohlenplan Garzweiler II
Durch veränderte energiepolitische Rahmenbedingungen wurde die Änderung des Braunkohlen-
plans Garzweiler auf Basis der Leitentscheidung 2016 erstmals in 2017 eingeleitet. Hier stand
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 30/84
zunächst die Aussparung der Ortschaft Holzweiler im Vordergrund. Während des eingeleiteten
Braunkohlenplanänderungsverfahrens trat am 14.08.2020 das Kohleverstromungsbeendigungs-
gesetz (KVBG) in Kraft. Für den Tagebau Garzweiler II er gab sich daraus die Vorziehung des
Endes der Kohlegewinnung von 2045 auf Ende 2038 und aus der darauf aufbauenden Leitent-
scheidung 2021 eine weitere Verkleinerung des Abbaufeldes.
Wie auch bereits oben unter 1.1. dargestellt, haben sich die Rahmenbedingungen für den Betrieb
des Tagebaus Garzweiler II durch die Ende 2022 beschlossene Änderung des KVBG (Ausstieg
aus der Kohleverstromung bis 2030) nochmals grundlegend geändert . Die hieraus entstehenden
raumbedeutsamen Aspekte hat die Landesregierung NRW in der „Leitentscheidung 2023: Meilen-
stein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in
der Region“ umgesetzt. Vor diesem Hintergrund ist der Braunkohlenplan Garzweiler II erneut an-
zupassen bzw. zu ändern. Der geänderte Braunkohlenplan wird den Tagebausee-Zuschnitt festle-
gen, der Ausgangspunkt für den Seeablauf ist, der raumordnerische mit dem vorliegenden Braun-
kohlenplanverfahren gesichert werden soll. In seiner 176. Sitzung am 26.09.2025 hat der Braun-
kohlenausschuss Köln den Aufstellungsbeschluss über das geänderte Abbauvorhaben gefasst.
Dies sieht eine Verkleinerung des Abbaubereich Garzweiler II von ursprünglich rund 4.800 ha auf
rund 2.420 ha vor.
Abbildung 12: Zeichnerische Festlegung der geplanten Wiedernutzbarmachung
Braunkohlenplan Frimmersdorf (Garzweiler I)
Der aktuell geltende Braunkohlenplan Frimmersdorf wurde am 19.9.1984 auf Grundlage des da-
mals geltenden Landesplanungsgesetzes NW vom 28.11.1979 genehmigt. (siehe Abbildung 13).
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 31/84
Das Abbaugebiet Frimmersdorf entwickelte sich u.a. aus dem sog. Westfeld Frimmersdorf und dem
sog. Südfeld Frimmersdorf und dehnte sich weiter in Richtung Westen aus. Der Braunkohlenplan
Frimmersdorf erstreckt sich über eine für den Abbau von Braunkohle vorgesehene Gesamtfläche
von rund 56 km². Neben einer zeichnerischen Darstellung enthält der Plan textliche Darstellungen
bezüglich Abbaumaßnahmen, Verkippung, Oberfläch engestaltung und Wiedernutzbarmachung
des Tagebaus sowie Ersatzverbindungen und -trassen.
Für den Tagebau Garzweiler (I und II) gibt es darüber hinaus verschiedene bergrechtliche Rah-
menbetriebspläne. Der Rahmenbetriebsplan für einen Teilbereich des Tagebaus Garzweiler I
(Frimmersdorf) für den Zeitraum 1996 bis 2001 wurde am 29.07.1994 zugelassen. Der daran an-
schließende Rahmenbetriebsplan für den Zeitraum 2001 bis 2045 für einen Teilbereich des Tage-
baus Garzweiler I (Frimmersdorf) und für den Tagebau Garzweiler II wurde am 22.12.1997 zuge-
lassen.
Die Wiedernutzbarmachung im Geltungsbereich des Braunkohlenplans Frimmersdorf ist noch nicht
vollständig abgeschlossen, da unter anderem das sogenannte „östliche Restloch“, östlich der be-
reits wieder errichteten A 44n, noch mit Abraummassen aus dem Tagebau Garzweiler zu verfüllen
ist. Dies soll nach aktueller Planung und in Abhängigkeit von der Entwicklung des Tagebaus bis
2030 erfolgen. Ebenfalls noch nicht verfüllt und rekultiviert ist der Bereich der Tagesanlagen, des
Kohlebunkers und der Verbindungsbandanlage, über die Kohle, Abraum und Löss vom Bandsam-
melpunkt entweder ins östliche Restloch (Abraum und Löss), zu den Lössdepots oder zum Kohle-
bunker und zur Verladestation der Nord-Süd-Bahn verbracht wird.
Wie bereits oben dargelegt, werden durch das geplante Änderungsverfahren zum Braunkohlenplan
Garzweiler II auch Änderungen der Wiedernutzbarmachungsvorgaben auf Teilflächen im räumli-
chen Geltungsbereich des Braunkohlenplans Frimmersdorf geregelt. Wie angesprochen, wird ein
Teil des Tagebausees mit einer Größe von rund 306 ha in den Geltungsbereich des Braunkohlen-
plans Frimmersdorf hineinragen.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 32/84
Abbildung 13: Zeichnerische Darstellung Braunkohlenplan Frimmersdorf
Braunkohlenplan Garzweiler II – Sicherung einer Trasse für die Rheinwassertransportlei-
tung
Mit dem Erlass zur Genehmigung des Braunkohlenplans Garzweiler II Sachlicher Teilplan: Siche-
rung einer Trasse für die Rheinwassertransportleitung vo m 17.06.2020 hat die Landes planungs-
behörde des Landes NRW die Befüllung des Restsees Garzweiler II mit Rheinwasser sowie die
Bereitstellung von Ersatz-, Ausgleichs- und Ökowasser mit Rheinwasser nach 2030 als Ziele der
Raumordnung festgelegt (siehe Abbildung 14). Neben einer zeichnerischen Darstellung enthält der
Plan räumliche, zeitliche und umweltbezogene Festlegungen. Um auch die Trasse für die Rhein-
wassertransportleitung zum Tagebau Hambach raumordnerisch zu sichern, wurde anschließend
ein Verfahren zur Änderung des v.g. genehmigten Braunkohlenplans durchgeführt. Der geänderte
Braunkohlenplan sichert raumordnerisch beide Trassen zu den Tagebauen Garzweiler und Ham-
bach. Der Braunkohlen ausschuss hat in seiner 168. Sitzung am 27.10.2023 den geänderten
Braunkohlenplan festgestellt. Die Genehmigung der Änderung des Braunkohlenplans ist mit der
Bekanntmachung im Gesetz - und Verordnungsblatt (GV.NRW.) Ausgabe 2024 Nr. 17 vom
28.06.2024 Seite 349 bis 369 wirksam geworden (vgl. § 10 Absatz 1 des Raumordnungsgesetzes
(ROG)).
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 33/84
Da die raumordnerische Sicherung durch den Braunkohle nplan noch keine fachrechtliche Zulas-
sung für die Errichtung und den Betrieb der Rheinwassertransportleitung darstellt, ist noch ein ent-
sprechendes bergrechtliches Zulassungsverfahren durchzuführen, welches zurzeit bei der Bezirks-
regierung Arnsberg anhängig ist.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 34/84
Abbildung 14: Zeichnerische Festlegung Braunkohlenplan Garzweiler II Sachlicher Teilplan: Sicherung
einer Trasse für die Rheinwassertransportleitung
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 35/84
2.1.2.4 Landschaftspläne
Innerhalb des UR400 liegen Teilbereiche der Landschaftspläne der Städte Mönchengladbach und
Erkelenz. Die Betroffenheit der beiden Landschaftspläne ist in Abbildung 15 dargestellt. Die Be-
troffenheit des Landschaftsplans der Stadt Erkelenz Erkelenzer Börde, Karte Ost, ergibt sich ledig-
lich für den südlichen Verlauf des Seeablaufes. Die übrigen Landschaftsteile des Untersuchungs-
raumen sind durch den Landschaftsplan der Stadt Mönchengladbach betroffen.
Der Landschaftsplan der STADT MÖNCHENGLADBACH (Stand 2008) weist bestimmte geschützte
Teile von Natur und Landschaft gem. § 20 Absatz 2, §§ 23, 26, 28, 29 des Bundesnaturschutzge-
setzes (BNatSchG) aus.
Für die vom Vorhaben betroffenen Landschaftsteile ist im Bereich der Niers ein Landschaftsschutz-
gebiet gem. § 26 BNatSchG ausgewiesen.
Des Weiteren werden Entwicklungs-, Pflege- und Erschließungsmaßnahmen gem. § 13 LNatSchG
NRW im UR400 durchgeführt, die nahe der Trasse die Anlage von Biotopen, im Verlauf der Niers
einen naturnahen Ausbau von Gräben und Bächen und die Anlage mehrerer Kopfbäume vorsehen.
Gemäß § 11 LNatSchG NRW sind die in der Nähe der Niers befindlichen Brachflächen einer na-
türlichen Entwicklung zu unterziehen.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 36/84
Abbildung 15: Verortung des UR 400 mit Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und Darstellung von
Landschaftsplan der STADT MÖNCHENGLADBACH (2008) und Landschaftsplan der STADT ER-
KELENZ ERKELENZER BÖRDE, KARTE OST (1989)
Der Landschaftsplan der STADT ERKELENZ (1989) I/1 Erkelenzer Börde erlangte am 09.04.1985
Rechtskraft. Am 06.11.1989 trat die 1. Änderung in Kraft. Im Bereich der zu entwickelnden Trasse
ist gem. § 26 des Bundesnaturschutzgesetzes ein Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen . Der
Gutshof von Haus Keyenberg wird als geschützter Landschaftsbestandteil gem. § 29 BNatSchG
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 37/84
ausgewiesen. Im Einzugsbereich der Köhm und der Straße L277 ist gem. § 13 Abs. 2 LNatSchG
NRW die Anlage bzw. der Erhalt von Baumreihen und Alleen festgesetzt.
2.1.2.5 Flächennutzungspläne und Bebauungspläne
Im Folgenden werden die innerhalb des UR befindlichen Flächennutzungspläne sowie Bebauungs-
pläne aufgeführt. Sofern Konflikte zwischen dem Vorhaben und den aufgeführten Plänen bestehen,
werden diese in der Überschlägigen Gesamtbewertung wiedergegeben (vgl. Kap. 6).
Der Untersuchungsraum überschneidet sich teilweise mit den Flächen der Flächennutzungspläne
der Stadt Mönchengladbach und der Stadt Erkelenz.
Die Siedlungsbereiche der Ortschaft Wanlo werden nach dem derzeit gültigen Flächennutzungs-
plan der Stadt Mönchengladbach gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 1 BauGB als Dorfgebiet dargestellt (STADT
MÖNCHENGLADBACH 2022). Die Flächen, welche westlich und östlich der Niers angrenzen, werden
gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 9 BauGB als Flächen für die Landwirtschaft, im Bereich der Niersaue ab-
schnittsweise als Waldflächen dargestellt (siehe Abbildung 16). Im Südwesten sind die an die Niers
angrenzenden Grünflächen zur Nutzung als Golfplatz dargestellt. In diesem Abschnitt sind westlich
der Niers Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Boden, Natur
und Landschaft dargestellt.
Für die innerhalb des UR400 gelegenen Siedlungsbereiche der Ortschaft Mönchengladbach Wanlo
wurde 1978 gem. § 34 Abs. 4 BauGB eine Satzung über die Abgrenzung des im Zusammenhang
bebauten Ortsteiles Wanlo festgelegt. Im südwestlichen Bereich des UR400 ist die Wanlo-Golfan-
lage Wilderathshof nach dem 1996 aufgestellten Bebauungsplan Nr. 470/X gem. § 9 Abs. 1 BauGB
als Sondergebiet Golf (SO Golf), i.V.m. § 9 Abs. 1 Nr. 15 BauGB als private Grünfläche, ausgewie-
sen, welche der Unterbringung von Anlagen des Golfsportes und der Gastronomie dient. Im süd-
östlichen Bereich werden Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung
von Natur und Landschaft gem. § 9 Abs. 1 Nr. 20 BauGB festgesetzt. Der Bebauungsplan Nr.
470/X wurde 2001 um die Erweiterung eines Hotels und weiterer Nebengebäude geändert.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 38/84
Abbildung 16: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der STADT MÖNCHENGLADBACH (2022) mit
Darstellung Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400
Für die Stadt Erkelenz wurde 2001 ein rechtswirksamer Flächennutzungsplan aufgestellt ( STADT
ERKELENZ 2001). Für die Flächen innerhalb des Untersuchungsraumes werden vorwiegend Flä-
chen für die Landwirtschaft und Wald gem. § 5 Abs. 2 Nr. 9 a/b BauGB sowie Grünflächen gem. §
5 Abs. 2 Nr. 5 BauGB dargestellt (siehe Abbildung 17). Das Haus Keyenberg ist gemäß § 5 Abs. 4
BauGB nach Vorgabe des derzeit gültigen Landschaftsplans als geschützter Landschaftsbestand-
teil nachrichtlich übernommen. Südlich der Köhm sind Flächen für die Planung einer Wasser-
schutzzone IIIa gem. § 5 Abs. 4 BauGB nachrichtlich übernommen. Nördlich der Köhm sind die
landwirtschaftlichen Flächen für Maßnahmen zum Schutz, zur Pflege und Entwicklung von Boden,
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 39/84
Natur und Landschaft gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 10 BauGB dargestellt. Die Ortschaft Keyenberg, wel-
che südlich der geplanten Trasse befindlich ist, weist gemäß § 5 Abs. 2 Nr. 1 BauGB überwiegend
Wohnbauflächen und gemischte Bauflächen auf.
Die Stadt Erkelenz hat für die Siedlungsbereiche der Ortschaft Keyenberg gem. § 34 eine Satzung
über die Abgrenzung des im Zusammenhang bebauten Ortsteiles festgelegt. Der UR400 überlagert
kleinräumig den durch die Satzung abgegrenzten Innenbereich der Ortschaft Keyenberg. In der
Überlagerung sind ausschließlich gemischte Bauflächen ausgewiesen.
Abbildung 17: Ausschnitt aus dem Flächennutzungsplan der STADT ERKELENZ (2001) Darstellung
Flächenumgriff Variante Köhm (blau) und UR400
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 40/84
2.1.2.6 Länderübergreifender Raumordnungsplan für den Hochwasser-
schutz (Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz – BRPH), in Kraft getre-
ten am 01.09.2021
Der Länderübergreifende Raumordnungsplan für den Hochwasserschutz (als Verordnung in Kraft
getreten am 01.09.2021) ergänzt die Ziele der Raumordnung in Bezug auf den Hochwasserschutz,
ohne diese räumlich darzustellen. Er ist als Anlage zur Verordnung über die Raumordnung im Bund
für einen länderübergreifenden Hochwasserschutz rechtsverbindlich.
Entsprechend der Präambel des BRPH liegt diesem ein eigenständiges gesamträumliches Pla-
nungskonzept zugrunde, „das die Fachplanung für den Hochwasserschutz (Wasserwirtschaft) und
die räumliche Planung auf Landes-, Regional- und Kommunalebene weder ersetzt noch (lediglich)
[nachzeichnet]“.
In räumlicher Hinsicht beziehen sich die Festlegungen des Bundesraumordnungsplans Hochwasser in
erster Linie auf die auch im Wasserhaushaltsgesetz (WHG) in Bezug genommenen Gebietskategorien
und Abgrenzungen des Hochwasserschutzes. So sieht der Bundesraumordnungsplan Hochwasser Fest-
legungen für Einzugsgebiete nach § 3 Nummer 13 WHG, für Überschwemmungsgebiete nach § 76 Abs.
1 WHG und Risikogebiete außerhalb von Überschwemmungsgebieten nach § 78b WHG vor. Im Rah-
men der überschlägigen Umweltprüfung sind zu diesem Zeitpunkt keine Anhaltspunkte ersichtlich,
dass die Herstellung des Seeablaufs nicht mit den Zielen des BRPH vereinbar erfolgen kann. Im
nachgelagerten Genehmigungsverfahren wer den die wasserrechtlichen Hochwasserschutzvor-
schriften zu beachten sein.
2.2 Bestehende Umweltprobleme
Im UR400 ist der Landschaftsraum durch die Siedlungsstruktur der Ortschaften Mönchengladbach
Wanlo und Keyenberg sowie der Verkehrsflächen für die Erschließung der Ortschaften durch einen
anthropogenen Eingriff geprägt. Insbesondere durch die im Norden des UR befindliche A 46 und
der im Osten befindlichen Bundesstraße L277 unterliegt der Landschaftsraum des UR400 diversen
Trennungswirkungen und visuellen Einflüssen, die durch die linearen Infrastrukturen hervorgerufen
werden.
Die umliegenden Flächen und mehrere Landschaftsteile innerhalb des UR400 unterliegen vorran-
gig einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Die Flächen werden regelmäßig bewirtschaftet,
was einen Einsatz von Dünger und Pflanzenschutzmitteln hervorruft, w elcher für die Böden und
den Wasserhaushalt innerhalb des UR400 eine zusätzliche Belastung darstellt. Zusätzlich wirkt
sich auf den Landschaftsraum des UR400 der Betrieb der Verkehrsflächen aus, wodurch erhöhte
Lärm- und Luftschadstoffemissionen aus dem Kraftfahrzeugverkehr und eine stoffliche Belastung
des Oberflächenabflusses (durch Reifenabrieb, Tropfverluste von Fahrzeugen und dem Einsatz
von Tausalz im Winter) hervorgerufen werden.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 41/84
3 Grundlagen der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit
3.1 Bewertungsmethodischer Rahmen
Gegenstand der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit nach Maßgabe von § 27
Abs. 3 LPlG NRW ist die geplante Aufstellung des Braunkohlenplans zur raumordnerischen Siche-
rung einer Trasse für den Seeablauf in die Niers. Wie bereits dargelegt, werden die konkreten
Anforderungen an die Darlegung der Sachlage für die behördliche Umweltprüfung gem. § 8 Abs. 1
ROG in separaten Unterlagen dargelegt werden. Betrachtet werden die in § 8 Abs. 1 ROG genann-
ten Schutzgüter einschließlich der Wechselwirkungen zwischen diesen Schutzgütern.
Als Untersuchungsraum für die überschlägige Beurteilung der Umweltverträglichkeit wird der
UR400 zu Grunde gelegt (siehe Kap . 2). Wirkfaktoren, deren maximale Wirkreichweite ggf. über
den UR400 hinausreichen können und deren Auswirkungen auf einzelne oder mehrere Schutzgü-
ter dort nicht eindeutig auszuschließen sind, werden in der Prognose der Umweltauswirkungen
gesondert hervorgehoben.
Das Kap. 3.2 stellt die vom Braunkohlenplan ausgehenden Wirkfaktoren dar. Im Rahmen der
überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit werden ausschließlich diejenigen schutzgut-
spezifischen Flächen und Funktionen untersucht, welche im Wirkzusammenhang zu den planbe-
dingten Wirkfaktoren stehen. In diesem Sinne werden Wirkfaktoren aufgegriffen und beschrieben,
bei denen voraussichtliche erhebliche Umweltauswirkungen zu erwarten sind.
Im daran anschließenden Kap. 4 wird für die Schutzgüter jeweils zunächst der derzeitige Umwelt-
zustand ermittelt und beschrieben. Anschließend werden die Umweltauswirkungen überschlägig
ermittelt und bewertet ( Auswirkungsprognose). Anhand der ermittelten Wirkfaktoren werden
Maßnahmen zur Minderung bzw. Vermeidung von erheblichen Umweltauswirkungen dargestellt.
Umweltauswirkungen beschreiben planbedingte Beeinflussungen von Flächen oder Funktionen
der Schutzgüter i. S. d. § 8 Abs. 1 i. V. m. Anlage 1 ROG:
• Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit,
• Tiere, Pflanzen und die biologische Vielfalt,
• Fläche, Boden, Wasser, Luft, Klima und Landschaft,
• kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sowie
• Wechselwirkung zwischen den vorgenannten Schutzgütern.
Umweltauswirkungen können durch das Vorhaben mittels bau-, anlagen- und betriebsbedingten
Wirkfaktoren hervorgerufen werden. Diese werden in Anlehnung an die Systematik einschlägiger
umweltfachlicher Methodenansätze hergeleitet, beschrieben und überschlägig quantifiziert. Die
Quantifizierung der Wirkfaktoren basiert dabei im Wesentlichen auf den Angaben der Machbar-
keitsstudie (BCE 2024).
Besondere fachliche Anforderungen an die Auswirkungsprognose ergeben sich durch den Zeitho-
rizont von mehreren Jahrzehnten zwischen der voraussichtlichen Aufstellung des Braunkohlen-
plans (Mitte der 2020er Jahre) sowie dem Verfahren und der Umsetzung des darin geregelten
Vorhabens zur Herstellung des Ablaufs des Tagebausees Garzweiler (frühestens 2060er Jahre).
Der maßgebliche Ausgangszustand der Bewertung für die überschlägige Beurteilung der Umwelt-
verträglichkeit entspricht dem aktuellen IST-Zustand im Jahr 2024; soweit Änderungen der Sach-
lage konkret absehbar sind, werden diese mitberücksichtigt. Grundlage bilden die im
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 42/84
Zusammenhang mit der Alternativenprüfung erarbeiteten Angaben, die von RWE bereitgestellte
Daten sowie die frei zugängliche Landesdaten.
In Anbetracht des genannten Zeithorizonts wird eine fachlich vertretbare überschlägige Bewertung
der Umweltverträglichkeit durch die Einordnung der Auswirkungsprognose gegenüber dem Um-
weltzustand erreicht, die zum Zeitpunkt der Umsetzung des geplanten Vorh abens und der damit
hervorgerufenen anlagen- und betriebsbedingten Wirkfaktoren zu erwarten sind. Der Umwelt-
zustand entspricht einer Projektion der Entwicklung der Umwelt anhand gesteuerter und ungesteu-
erter Faktoren. Eine „gesteuerte“ Entwicklung erfolgt aus der Umsetzung der nach dem derzeitigen
Stand der planerischen und rechtlichen Vorgaben und Anforderungen, welche sich beispielsweise
aus Schutzgebietszielen oder Bewirtschaftungszielen ergeben. Innerhalb des UR400 fließen die
raumordnerischen Festlegungen des Braunkohlenplans Garzweiler II ein, da sich dieser aufgrund
der raumplanerisch verbindlichen Regelung bereits vorlaufend zum Seeablauf in Form des fort-
schreitenden Abbaus und der anschließenden Herstellung des Tagebausees auf die Umweltent-
wicklung auswirkt. Weitere ungesteuerten Entwicklungen werden als sonstige eigendynamische
Veränderungen der Funktionsweise und -fähigkeit der Umwelt (bspw. Klimawandel, nachbergbau-
liche topographische oder hydrogeologische Veränderungen im UR400) berücksichtigt.
Bauzeitliche Wirkfaktoren und Wirkungen bedürfen auf der Ebene des vorliegenden Braunkoh-
lenplanverfahrens keiner detaillierten Prüfung und sind insoweit auch nicht Gegenstand näherer
Betrachtungen im Rahmen der Umweltprüfung (nur an einigen ausgewählten Stellen wird die The-
matik etwas eingehender behandelt). Dies ergibt sich daraus, dass sich auf der Ebene der Raum-
ordnungsplanung (Braunkohlenpläne sind Raumordnungspläne, siehe § 2 Abs. 1 LPlG NRW) die
Prüfung darauf beschränken kann, ob umweltbezogene Probleme auf der Fachplanungsebene be-
herrschbar sein werden („Machbarkeit“). Die Prüfung örtlicher Einzelheiten und die Erfüllung spe-
zifisch fachgesetzlicher Anforderungen bleibt der Entscheidung über die Zulässigkeit des Vorha-
bens im (späteren) einschlägigen F achzulassungsverfahren vorbehalten, in dem auch die erfor-
derlichen technischen oder betrieblichen Schutzvorkehrungen festzulegen sind.
Die maßgeblichen Elemente der Bauausführung lassen sich nach vorläufiger Einschätzung wie
folgt skizzieren:
• Entfernung von Vegetation im Bereich der zukünftigen Gewässertrasse,
• Entfernung von Oberboden im Bereich der zukünftigen Gewässertrasse, anschließende
Lagerung in Mieten im Arbeitsstreifen.
• Entfernung von Unterboden- und Untergrundmaterial im Bereich der zukünftigen Gewäs-
sertrasse,
• Errichtungstätigkeiten im Hinblick auf Überlauf (Tagebausee) und Einleitung (Niers)
• Soweit erforderlich Anpassung von Querungsbauwerken (Brücken, sonstige Unterführun-
gen etc.) und umgebender Infrastruktur (insb. Wege),
• Im Zusammenhang mit allen vorgenannten Maßnahmen: Einsatz von Arbeitsgerät, LKW-
Verkehr, Lagerung von Arbeitsmaterial und Oberboden (s.o.); dabei jeweils Flächen- und
Bodenbeanspruchung. Anmerkung: Dauerhafte Veränderungen der Flächen werden über
die anlagebedingten Wirkfaktoren abgebildet,
• Wasserhaltungsmaßnahmen im Rahmen der Maßnahmenumsetzung.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 43/84
Weder die Intensität der Auswirkungen (s. o.; insbesondere jeweils nur vorübergehend) noch die
Qualität der betroffenen Schutzgüter lassen erkennen, dass es in der Bauphase im Rahmen der
Umsetzung des vorliegenden Braunkohlenplans unter Berücksichtigung von möglichen Vermei-
dungs- und Verminderungsmaßnahmen zu erheblich nachteiligen Auswirkungen kommt.
Zur Bauausführung stehen Instrumente zum Schutz der relevanten Schutzgüter zur Verfügung,
insbes. bzgl.
• Baustellen-Immissionen (generell): § 22 BimSchG,
• Lärm: Allgemeine Verwaltungsvorschrift zum Schutz gegen Baulärm – Geräuschimmissi-
onen – (AVV),
• Erschütterungen: DIN 4150 (Erschütterungen im Bauwesen), Teil 2 (Einwirkungen auf
Menschen in Gebäuden) und Teil 3 (Einwirkungen auf bauliche Anlagen),
• Einwirkungen auf den Boden: DIN 19639 (Bodenschutz bei Planung und Durchführung
von Bauvorhaben)
Die vorstehenden Ausführungen verdeutlichen, dass geeignete Mittel zur Verfügung stehen, damit
durch die Realisierung des Vorhabens (Bauausführung) keine erheblichen nachteiligen Umwelt-
auswirkungen hervorgerufen werden. Insoweit ist eine Machbarkeit zu bejahen. Vor diesem Hin-
tergrund wird im Folgenden nicht näher auf bauzeitliche Auswirkungen eingegangen. Nur an eini-
gen ausgewählten Stellen wird die Thematik etwas eingehender behandelt.
Zur Bewertung der Erheblichkeit von Umweltauswirkungen werden in erster Linie die schutzgut-
spezifischen fachrechtlichen Vorgaben als Bewertungsmaßstab herangezogen. Die Auswir-
kungsprognose wird dafür bis auf ein für die überschlägige Beurteilung hinreichendes Maß durch-
geführt. Sind mögliche beurteilungsrelevante Entwicklungen zu erwarten, wird darauf an relevanter
Stelle hingewiesen. Im Rahmen der Auswirkungsprogose kommt der Umsetzbarkeit von Maßnah-
men zu Vermeidung, Minimierung und ggf. der vorlaufenden K ompensation eine besondere Be-
deutung zu.
Im Ergebnis der überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit werden die zu erwartenden,
aggregierten Auswirkungen auf die Schutzgüter zusammengestellt und die Umweltauswirkungen
des Braunkohlenplanes in Bezug auf die Umweltschutzziele zusammengefasst sowie in Bezug zu
den raumordnerischen Planungen gesetzt (Überschlägige Gesamtbewertung der Umweltaus-
wirkungen, siehe Kapitel 6).
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 44/84
3.2 Wirkfaktoren
In der nachstehenden Tab. 3 sind die vom Vorhaben ausgehenden Wirkfaktoren zusammenge-
stellt, die aus der Umsetzung des Vorhabens resultieren (vgl. Kap. 2). Sie werden in den folgenden
Unterkapiteln jeweils kurz beschrieben und einer Prüfung unterzogen, ob sie für die weitere Be-
trachtung, d. h. für die überschlägige Ermittlung der Umweltauswirkungen, von Bedeutung sind.
Unterschieden wird zwischen den bau-, anlagen- und betriebsbedingten Auswirkungen, die wäh-
rend der Vorhabenumsetzung auftreten können:
• Baubedingte Wirkfaktoren umfassen auftretende Wirkung während der Bauzeit in der Vorha-
benumsetzung. Es handelt sich hier um Faktoren, die selbst nach Maßgabe des geltenden
Fachzulassungsrechts grundsätzlich nicht Gegenstand des Fachzulassungsverfahrens sein
müssen, sondern Gegenstand der anschließenden Ausführungsplanung sein können. Vor die-
sem Hintergrund sind sie für die überschlägige Umweltprüfung auf Planebene mit Blick auf die
Machbarkeit von nachgeordneter Bedeutung (siehe schon die Ausführungen oben unter 3.1).
• Anlagenbedingte Wirkfaktoren entsprechen dauerhaften landschaftsstrukturellen Veränderun-
gen, welche auf der Planebene überwiegend mit der vorgesehenen Flächeninanspruchnahme
gleichgesetzt werden können.
• Betriebsbedingte Wirkfaktoren resultieren aus der Funktionsweise des Ablaufgewässers ein-
schließlich seiner Unterhaltung und Instandhaltung.
Tabelle 3: Bau-, anlagen- und betriebsbedingte Wirkfaktoren (WF) des Braunkohlenplanes
Wirkfaktoren baube-
dingt
anlagen-
bedingt
betriebs-
bedingt
WF-1 - Flächeninanspruchnahme x* - -
WF 2 - Mechanische Bodenbeanspruchung x* - -
WF 3 – Emissionen von Luftschadstoffen, Lärm, Erschütterungen
und Licht x* - -
WF 4 - Veränderung der topografischen Verhältnisse x* x -
WF 5 -Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen
inkl. Gewässer in der Ablauftrasse x
WF 6 - Veränderung der Abflussverhältnisse - - x
WF 7 - Veränderung der Wasserbeschaffenheit - - x
WF 8 - Regelmäßige Gewässerunterhaltung - - x
WF 9 – Grundwasserhaltung x* - -
* Keine nähere Prüfung von bauzeitlichen Wirkfaktoren und Wirkungen nach Maßgabe der Ausführungen unter 3.1
Im Folgenden werden die in Tabelle 3 aufgeführten Wirkfaktoren des Braunkohlenplanes einzeln
aufgeführt und beschrieben. Baubedingte Wirkfaktoren (WF 1-3 und 9) , welche keiner näheren
Prüfung unterliegen, werden im Folgenden nicht näher erläutert (siehe dazu Ausführungen unter
3.1).
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 45/84
3.2.1 WF 4 - Veränderung der topografischen Verhältnisse
baubedingt anlagebedingt betriebsbedingt
- X -
→ erhebliche Umweltauswirkungen möglich; Wirkfaktor ist in der Auswirkungsprognose zu betrachten
Beschreibung des Wirkfaktors
Auf einer Fläche von rd. 14,1 ha wird das Gelände um bis zu maximal rd. 16 m abgesenkt, um das
Ablaufgewässer mitsamt Sekundäraue herstellen zu können (vgl. Tabelle 1). Die Einschnittstiefen
nehmen dem Gelände folgend von Südosten nach Nordwesten ab.
3.2.2 WF 5 - Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen
inkl. Gewässer in der Ablauftrasse
baubedingt anlagebedingt betriebsbedingt
- X -
→ erhebliche Umweltauswirkungen möglich; Wirkfaktor ist in der Auswirkungsprognose zu betrachten
Beschreibung des Wirkfaktors
Durch den Einschnitt und die Verbreiterung der Trasse gibt es eine dauerhaften Veränderung der
Flächennutzung. Anlagebedingt treten Veränderungen der Flächennutzung und Landschaftsstruk-
turen inklusive der Gewässer in der Ablauftrasse auf. Der Tagebausee Garzweiler wird durch den
Ausbau der Niers und Köhm an die überörtlichen Fließgewässer angebunden. Das Ablaufgewäs-
ser wird naturnah nach dem hydromorphologischen Leitbild des Gewässertyps „löss-lehmgepräg-
ter Tieflandbach“ (siehe Anlage 4 zum Erläuterungsbericht der Machbarkeitsstudie, BCE 202 4)
hergestellt.
3.2.3 WF 6 - Veränderung der Abflussverhältnisse
baubedingt anlagebedingt betriebsbedingt
- - X
→ erhebliche Umweltauswirkungen möglich; Wirkfaktor ist in der Auswirkungsprognose zu betrachten
Beschreibung des Wirkfaktors
Durch den Ausbau der Köhm und Niers zu einem Seeablauf werden die Abflussverhältnisse be-
triebsbedingt verändert.
Der Abfluss der Niers von ca. 5 Mio.m³/a am Pegel Wickrathberg wird derzeit über die Einleitung
von Sümpfungswasser sichergestellt. Die Einleitung wird nach Einstellung der Sümpfung durch
den Überlauf des Sees bzw. übergangsweise durch die Einleitung von Rheinwasser oder Sümp-
fungswasser sichergestellt bis der See ausreichend Zustrom über das Grundwasser erfährt. Im
stationären Endzustand wird sich der Seeablauf vollständig aus dem Grundwasserzustrom des
Sees speisen. Neben dem Seezustrom wird die Niers über Grundwasseranschluss sowie bei Re-
gen, durch zufließende Gräben , Wasser erhalten. Der Seeablauf wird dauerhaft wasserführend
sein.
Die Abflussverhältnisse werden in diesem Sinne durch einen vergleichsweise homogenen Seeab-
lauf geprägt werden, d.h. der Seeablauf fungiert hydrogeologisch voraussichtlich vergleichbar zum
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Gewässertyp des seeausflussgeprägten Gewässers. Folglich werden Abflussschwankungen in der
Regel durch Niederschlagsereignisse geprägt werden.
3.2.4 WF 7 - Veränderung der Wasserbeschaffenheit
baubedingt anlagebedingt betriebsbedingt
- - X
→ erhebliche Umweltauswirkungen möglich; Wirkfaktor ist in der Auswirkungsprognose zu betrachten
Beschreibung des Wirkfaktors
Betriebsbedingt wird die Wasserbeschaffenheit des Ablaufs überwiegend durch die Seewasser-
qualität des Tagebausees Garzweiler geprägt werden. Bei Trockenwetterabfluss bestehen keine
relevanten Zuflüsse (Nebengewässer, Grundwasser), welche auf die Wasserbesc haffenheit des
Seeablaufs Einfluss nehmen können. Stoffeinträge durch bspw. Nährstoffe und Pestizide können
aufgrund der intensiv landwirtschaftlich genutzten Direkteinzugsgebiete nicht ausgeschlossen wer-
den.
Mit Erreichen des Zielwasserspiegels wird das Wasser aus dem See in die Niers eingespeist. Die
Wasserqualität des Tagebausees wird sich hierbei über einen langen Zeitraum hinweg verändern.
Mit Beginn des Seeüberlaufs wird die Wasserbeschaffenheit durch das eingeleitete Rheinwasser
dominiert, während sich die Wasserbeschaffenheit des Sees über einen langen Zeitraum nach und
nach der umgebenden Grundwasserbeschaffenheit angleichen wird. Grundsätzlich ist jedoch da-
von auszugehen, dass sich die Wasserbeschaffenheit des Seewassers nicht deutlich ändert und
bezogen auf den Abfluss der Niers am Pegel Oedt nur einen geringen Anteil am Gesamtabfluss
der Niers ausmacht und diesbezüglich keine erheblichen Auswirkungen zu erwarten sind. Bei Re-
genwetterzufluss wird die obere Niers insbesondere durch die Zuflüsse der Nebenbäche und Grä-
ben gespeist, während diese in niederschlagsarmen Zeiten trocken sind. Genauere Angaben zu
den Auswirkungen der Veränderung der Wasserbeschaffenheit werden in der UVP-Studie im nach-
gelagerten Verfahren getroffen.
3.2.5 WF 8 - Regelmäßige Gewässerunterhaltung
baubedingt anlagebedingt betriebsbedingt
- - X
→ erhebliche Umweltauswirkungen möglich; Wirkfaktor ist in der Auswirkungsprognose zu betrachten
Beschreibung des Wirkfaktors
Das Ablaufgewässer wird gemäß den Anforderungen des § 39 Abs. 1 WHG zur Erhaltung eines
ordnungsgemäßen Wasserabflusses und zur ökologischen Gewässerentwicklung regelmäßig un-
terhalten. Die Gewässerunterhaltung muss sich an den Bewirtschaftungszielen der Wasserrah-
menrichtlinie (siehe §§ 27 bis 31 WHG) ausrichten und darf die Erreichung dieser Ziele nicht ge-
fährden. Bei der Unterhaltung ist der Erhaltung der Leistungs - und Funktionsfähigkeit des Natur-
haushalts Rechnung zu tragen. Ferner sind Bild und Erholung swert der Gewässerlandschaft zu
berücksichtigen.
Die Gewässerunterhaltung wird erst nach Fertigstellung des Vorhabens vorgenommen und tritt
folglich nur betriebsbedingt auf. Gem. § 27 WHG sind oberirdische Gewässer, soweit sie nicht nach
§ 28 als künstlich oder erheblich verändert eingestuft werden, so zu bewirtschaften, dass eine
Verschlechterung ihres ökologischen und ihres chemischen Zustands vermieden wird und ein guter
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ökologischer und ein guter chemischer Zustand erhalten oder erreicht werden. Infolgedessen sind
keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten.
3.3 Eingrenzung der für die Auswirkungsprognose betrachtungsrelevanten
Wirkfaktoren
Im Folgenden werden den Wirkfaktoren des Vorhabens jeweils ihren Wirkpfaden zugeordnet und
aufgezeigt, auf welches Schutzgut die Wirkfaktoren grundsätzlich einwirken können. Die Wirkpfade
wurden im voranstehenden Kapitel hergeleitet und werden in Form einer Wirkmatrix den einzelnen
Schutzgütern zugeordnet.
Die Wirkmatrix ist so zu verstehen, dass sich aus einem aufgeführten Wirkfaktor bei den jeweils
gekennzeichneten Schutzgütern erhebliche Umweltauswirkungen ergeben können, deren Beein-
trächtigung dann in der Auswirkungsprognose (siehe Kap. 5) unter Berücksichtigung des gegen-
wärtigen Umweltzustandes näher zu prüfen ist . Wirkzusammenhänge mit offensichtlich nicht -er-
heblichen Auswirkungen wurden separat gekennzeichnet. Außerdem werden die Wirkfaktoren in
Tabelle 4 jeweils den Phasen zugeordnet, in denen Sie auftreten.
Tabelle 4: Wirkmatrix: Wirkfaktor / Schutzgut
Schutzgut
Menschen
Tiere
Pflanzen
Boden
Fläche
Wasser
Luft
Klima
Landschaft
Kultur. Erbe /
sonst. Sachgüter
baubedingt
Werden im Rahmen der Machbarkeits-
prüfung auf Raumordnungsebene nicht
näher behandelt (siehe Kapitel 3.1)
./.
anlagebedingt Veränderung der Flächennutzung und
Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in
der Ablauftrasse
● ● ● - - - (●) (●) ● ●
Veränderung der topografischen Ver-
hältnisse - ● ● ● - - (●) (●) ● -
betriebsbe-
dingt
Veränderung der Abflussverhältnisse ● ● ● ● - ● - - - -
Veränderung der Wasserbeschaffenheit - ● ● - - ● - - - -
Regelmäßige Gewässerunterhaltung (●) - - - - (●) - - (●) -
- = kein Wirkzusammenhang
(●) = Wirkung auf Funktion/Fläche mit offensichtlich nicht erheblicher Auswirkung
● = Wirkung auf Funktion/Fläche mit potenziell bewertungsrelevanter Beeinträchtigung
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 48/84
4 Umweltzustand/Bestandsbeschreibung
Im nachfolgenden Kapitel wird zunächst der Umweltzustand in Bezug auf die Schutzgüter nach
§ 8 Abs. 1 ROG überschlägig beschrieben.
4.1 Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit
Das Schutzgut Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit, wird abgebildet durch die
Teilaspekte Wohnen und Wohnumfeld sowie Gesundheit und Wohlbefinden. Für die Bestandser-
fassung sind die Siedlungsflächen als primäre Aufenthaltsorte des Menschen der Ausgangspunkt
der Betrachtung. Dabei stehen Flächen mit Wohnfunktion, siedlungsbezogene Erholungsflächen
(Spiel- und Sportplätze o. ä.) sowie sonstige Wohnfolgeeinrichtungen (Schulen, Altenheime u. ä.)
im Fokus der Betrachtung.
Wohnen und Wohnumfeld
Der Verlauf der Vorzugsvariante „Köhm “ tangiert Bereiche der Ortschaften Keyenberg und Mön-
chengladbach Wanlo. Südlich des Gewässerlaufes der Köhm reichen Siedlungsflächen der Ort-
schaft Keyenberg unmittelbar in den UR400 hinein. Im nördlichen Abschnitt der Niers reichen Sied-
lungsflächen in den westlichen UR 400 hinein (siehe Abbildung 18). Im Bereich Schwalmerhaus
angrenzend an die Überquerung der Straße K19 über die Niers grenzen Siedlungsflächen ge-
mischter Nutzung unmittelbar an die Böschung des geplanten Seeablaufes.
Südlich des Verlaufs der Köhm ist der Seeablauf im geringen Abstand zu dem Haus Keyenberg
geplant, welches einer gemischten Nutzung unterliegt und darüber hinaus eine Halle aufweist.
Südlich der Mündung der Köhm in die Niers befindet sich ein Sportplatz, n ördlich der Mündung
befindet sich auf westlicher Seite ein Golfplatz. Beide Flächen werden für Sport, Freizeit und Erho-
lung genutzt. Im nördlichen Abschnitt der Niers befinden sich weitere Flächen gemischter Nutzung
im Bereich des UR400.
Menschliche Gesundheit
Hochwasserschutz (§§ 72 ff. WHG) einschließlich der festgesetzten und vorläufig gesicherten
Überschwemmungs- sowie der Hochwasserrisikogebiete, insb. vor dem Hintergrund der Anforde-
rungen an das Wohl der Allgemeinheit i. S. v. §§ 6 Abs. 1 Nr. 3 und 68 Abs. 3 Nr. 1 WHG. Erheb-
liche Auswirkungen richten sich im Folgenden primär nach Veränderungen der Hochwassergefahr
im HQ100-Fall (abgebildet durch die flächenhafte Ausdehnung und Tiefe von Überflutungen), in-
folge derer eine signifikante Erhöhung des Hochwasserrisikos mit Gefährdungen der menschlichen
Gesundheit, wirtschaftlichen Tätigkeit, der Umwelt und des Kulturerbes zu erwarten sind.
Die Betrachtungen zur Hochwassergefährdung beziehen sich im Rahmen der überschlägigen Um-
weltprüfung in erster Annäherung auf die Köhm und Niers. Festgesetzte Überschwemmungsge-
biete HQ100 entlang dieser Gewässer liegen vor. Die Ablauftrasse befindet sich gemäß den Hoch-
wassergefahrenkarten bei häufigen Ereignissen (HQ10) im hochwassergeschützten Bereich und
ist bei HQ100 überflutet. Überflutungen bei HQ100 treten an der Niers bereits im Quellbereich auf.
Das Hochwasserrisiko ergibt sich neben landwirtschaftlich genutzte Flächen, auch für Grünflächen
und Wohnbebauung.
Starkregenhinweiskarten zeigen im Bereich der Köhm hohe Wasserstände.
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Abbildung 18: Übersicht Siedlungsflächen innerhalb des Untersuchungsraums (Quelle: Digitale topo-
graphische Karte 1:25.000; digitales Basis-Landschaftsmodell)
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Staubniederschlag (Grobstaub)
Der allgemeine Zustand in Bezug auf das Schutzgut Menschen, insbesondere die menschliche
Gesundheit, kann anhand von bestehenden Vorbelastungen in Form von stofflichen und nicht-
stofflichen Immissionen, die im Randbereich des Tagebaus Garzweiler betriebsbedingt entstehen,
erfasst werden. Grundsätzlich kann dabei davon ausgegangen werden, dass die Wirkintensivität
von Vorbelastungen, die durch den Tagebaubetrieb entstehen, mit zunehmender Entfernung vom
Tagebau abnimmt.
Seit Ende der 1970er Jahre werden regelmäßig Messungen des Staubniederschlages im Rheini-
schen Braunkohlenrevier und seit 1981 im Abbaugebiet Garzweiler durchgeführt. Derzeit sind ins-
gesamt 65 Messstellen in Betrieb. Dabei wird die Belastung sowohl in Ortschaften als auch auf
bzw. an land- und forstwirtschaftlichen Flächen bestimmt und zur Beurteilung für den Vergleich mit
dem einschlägigen Immissionswert der TA Luft ermittelt.
Im Zeitraum von 2013 bis 2023 schwank ten die Einzelwerte dieser Messstellen zwischen 0,03
g/(m² x d) und 0,27 g/(m² x d) im Jahresmittel (siehe nachstehende Abbildung). Die gemessenen
Werte unterschritten die Grenzwert der TA Luft (Nr. 4.3.1.1) von 0,35 g/(m² x d) als Jahresmittel-
wert deutlich. Damit liegt derzeit trotz Tagebaueinfluss insgesamt lediglich eine niedrige bis mäßige
Belastung vor.
Abbildung 19: Staubniederschlagsmessungen Tagebau Garzweiler 2013 bis 2023
Schwebstaub/Feinstaub
In NRW überwacht das Landesamt für Natur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen (LANUK) die
Immissionen der Luft mit mehreren aufeinander abgestimmten Messsystemen und Alarmdiensten.
Zum Luftqualitäts-Überwachungssystem (LUQS) gehören sowohl kontinuierlich arbeitende Mess-
einrichtungen als auch diskontinuierliche Messungen an ortsfesten und mobilen Stationen.
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 51/84
Der zum UR nächstgelegene Messort „Jüchen-Hochneukirch“ (EU-Kennung DENW337) der Luft-
qualitätsüberwachung in NRW befindet sich in einer Entfernung von etwa 3,8 km innerhalb der
Ortslage von Jüchen. Die Station steht ca. 2,5 km westlich des Zentrums der Gem einde Jüchen
am südöstlichen Rand im Ortsteil Hochneukirch auf dem Parkplatz des Sportgeländes. Das west-
liche und nördliche Umfeld besteht aus Wohnbebauung und Kleingewerbe. Etwa 500 m südöstlich
kreuzen sich die BAB 46 und die BAB 44 im Kreuz Holz. Etwa 600 m südlich beginnt der Braun-
kohletagebau Garzweiler II.
Tabelle 5: Klassifizierung der Messstation Jüchen-Hochneukirch
Klassifizierung Messort „Jüchen-Hochneukirch“ (EU-Kennung DENW337)
Standortklassifizierung* Industrie
Umgebung* Ländlich, stadtnah
Lokale Ausbreitungssituation Aufgelockerte Bebauung
Relevante Emissionsquellen in der Umgebung Verkehr (1.A.3), Braunkohletagebau (1.B.1.a ii)
Höhe des Messeinlasses über dem Boden Gase: 3,3 m
Partikel: 3,9 m
Entfernung von der nächstgelegenen Industriequelle 600 m
*Klassifizierung gemäß der Kommissionsentscheidung 2011/850/EU
Die Jahresauswertung des LANUK nach EU-Luftqualitätsrichtlinien zeigt, dass ab 2013 an der zum
UR nächstgelegenen Messstelle Jüchen-Hochneukirch die Grenzwerte für PM10 eingehalten wer-
den. Im Jahr 2023 wurde laut Jahresauswertung insgesamt einer von 35 zulässigen Überschrei-
tungstagen mit einer Konzentration von > 50 µg/m³ erfasst. Im Jahr 2024 waren es laut Jahresaus-
wertung null.
Tabelle 6: Entwicklung der Feinstaubbelastung an der Messstation Jüchen-Hochneukirch
Feinstaubbelastung Messort „Jüchen-Hochneukirch“ (nur kontinuierliche Werte bis
31.12.2024)
Jahr 2024 2023 2022 2021 2020 2019 2018 2017 2016 2015 2014
PM10
[μg/m³]
17 20 22 19 19 19 21 21 22 23 23
Ü-Tage 0 1 7 7 5 7 6 9 5 9 15
Ü-Tage: Anzahl der statistisch berechneten Überschreitungstage für die diskontinuierliche Messung
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 52/84
4.2 Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt
Im Rahmen der Bestandsaufnahme werden für das Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische
Vielfalt folgende Kategorien erfasst:
• Flächen bezügl. Biotopverbund, Biotopvernetzung (§§ 20, 21 BNatSchG, § 35 LNatSchG)
• Naturschutzgebiete (§ 23 BNatSchG) und Wildnisentwicklungsgebiete (§ 40 LNatSchG)
• Nationalparke, Nationale Naturmonumente (§ 24 BNatSchG, § 36 LNatSchG)
• Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG, § 37 LNatSchG)
• Landschaftsschutzgebiete (§ 26 BNatSchG)
• Naturparke (§ 27 BNatSchG, § 38 LNatSchG)
• Naturdenkmäler (§ 28 BNatSchG)
• Geschützte Landschaftsbestandteile (§ 29 BNatSchG, § 39 LNatSchG, § 41 LNatSchG –
Alleen –, § 49 LNatSchG – kommunale Baumschutzsatzungen)
• Gesetzlich geschützte Biotope (§ 30 BNatSchG, § 42 LNatSchG)
• Europäisch bedeutsame Schutzgebiete (Natura 2000) (§ 32 BNatSchG)
• Besonders geschützte und bestimmte Tier- und Pflanzenarten (§ 44 BNatSchG)
• Arten und natürliche Lebensräume i.S.v. § 19 BNatSchG
• Nachrichtlich: Sonstige Naturbestandteile, die nicht den vorgenannten Schutzvorschriften
unterliegen (z.B. schutzwürdige Biotope, Grundwasserabhängige Landökosysteme (Gwa-
LöS), invasive Arten, Streuobstwiesen)
• Wald i.S.d. Gesetzes (§ 1 und §§ 49, 50 LForstG)
Die Bestandsbeschreibung für das Schutzgut erfolgt untergliedert in die Teilaspekte Pflanzen und
biologische Vielfalt und für Tiere.
4.2.1 Pflanzen und biologische Vielfalt
Innerhalb des Untersuchungsraumes sind folgende gesetzlich geschützte Teile von Natur und
Landschaft nicht vorhanden:
• Wildnisentwicklungsgebiete (§ 40 LNatSchG)
• Nationalparke, Nationale Naturmonumente (§ 24 BNatSchG, § 36 LNatSchG)
• Biosphärenreservate (§ 25 BNatSchG, § 37 LNatSchG)
• Naturparke (§ 27 BNatSchG, § 38 LNatSchG)
• Naturdenkmäler (§ 28 BNatSchG)
• Europäisch bedeutsame Schutzgebiete (Natura 2000) (§ 32 BNatSchG) / siehe auch Ka-
pitel 4.2.1.1
• Besonders geschützte und bestimmte Pflanzenarten (§ 44 BNatSchG)
• Natürliche Lebensräume i.S.v. § 19 BNatSchG
Im Rahmen der Bestandserfassung konnten folgende Gebietskategorien innerhalb des UR er-
fasst werden:
Die Niersniederungen bei Wanlo und die Niersaue Keyenberg stellen Biotopverbundflächen be-
sonderer Bedeutung nach § 21 Abs. 4 BNatSchG dar, welche sich überwiegend innerhalb des
geplanten Trassenverlaufs des Seeablaufs befinden. Geschützte Landschaftsbestandteile
(Kennung: BT-MG-00222, Bezeichnung: renaturierte Niers südlich von Wickrathberg) befinden sich
kleinräumig im randlichen Bereich des Untersuchungsraums nördlich der A 46.
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 53/84
Die Niersniederungen bei Wanlo und die Niersaue Keyenberg stellen Biotopverbundflächen (VB-
D-4904-001) dar, welche sich überwiegend innerhalb des geplanten Trassenverlaufs des Seeab-
laufs befinden. Der Biotopkomplex umfasst die Niersniederung von der Stadtgrenze im Süden von
Mönchengladbach bis zur A46. Die begradigte, 1 -2 m breite Niers wird innerhalb landwirtschaftli-
cher Flächen von Brennnesselsäumen, Glatthafer- und Rohrglanzgrasbeständen, seltener von Ge-
hölzen begleitet. Teilweise reichen auch Gärten bis an das Gewässer. Baumreihen, Baumgruppen
und Obstweidenreste sowie die hofnahen Gräften von Schwalmerhaus und Wilderathshof struktu-
rieren den Kulturlandschaftskomplex. Der weitgehend unverbaute Abschnitt der Niersniederung ist
Teil des Niersgrünzugs, der das Mönchengladbacher Stadtgebiet durchzieht.
Innerhalb des Untersuchungsraumes befinden sich nach § 30 BNatSchG i. V. m. § 42 LNatSchG
gesetzlich geschützte Biotope. Südlich der Ortschaft Wanlo befindet sich im östlichen Bereich
des Untersuchungsraums eine Streuobstwiese (BT-MG-00307) mit mittelaltem Baumbestand.
Angrenzend an die geplante Trasse westlich der Unterführung der Straße K19 bei Schwalmerhaus
befindet sich eine weitere Streuobstwiese (BT-MG-00306) mit mittelaltem Baumbestand.
Im südöstlichen Untersuchungsraum quert die Trasse das Landschaftsschutzgebiet LSG -4904-
0003 LSG-Niersquellgebiet, welches nördlich der Ortschaft Keyenberg befindlich ist. Im weiteren
Verlauf der Niers befindet sich das Landschaftsschutzgebiet LSG-4804-0007 LSG-Niersaue Wick-
rath, welches sich von der Mündung der Köhm in die Niers bis zum nördlichen Rand des Untersu-
chungsraumes angrenzend an die Bundesautobahn A 46 erstreckt. Nördlich der A 46 überlagert
das Naturschutzgebiet Finkenberger Bruch den Rand des Untersuchungsraumes.
Nach Informationen der Landschaftsinformationssammlung LINFOS NRW befindet sich innerhalb
des UR im südlichen Abschnitt das schutzwürdige Biotop Niersniederung bei Wanlo (Kennung:
BK-4904-100). Das Tal der Niers zwischen Wanlo und Stadtgrenze ist eine Grünlandniederung
welche durch Baumreihen, Baumgruppen und Obstweidenresten geprägt ist. Die begradigte, 1 -
2 m breite Niers wird innerhalb landwirtschaftlicher Flächen von Brennnesselsäumen , Glatthafer-
und Rohrglanzgrasbeständen begleitet. Die hofnahen Gräften liegen innerhalb kurzrasiger Pferde-
weiden, ihre Ufer sind mit Bongossi -Hölzern befestigt. Der Kulturlandschaftskomplex stellt inner-
halb der ihn umgebenden Acker -, Golf- und Baumschulflächen einen strukturreichen Biotopkom-
plex dar.
Im südwestlichen Untersuchungsraum sind westlich der Ortschaft Keyenberg schutzwürdige Bi-
otope „Niersaue westlich von Keyenberg“ (Kennung: BK-4904-014) vorhanden. Dieses Gebiet um-
fasst einen Teilabschnitt der Niersaue, die sich in diesem Teil, trotz der deutlich spürbaren Grund-
wasserabsenkung infolge des Braunkohle-Tagebaus, durch ökologisch wertvolleren Laubwald von
der ausgeräumten und verarmten Ackerbaulandschaft der Umgebung abhebt. Meist ältere, teil-
weise reich strukturierte Hybridpappel- und Eichenbestände sind in der Niersaue vorhanden. Die
Strauchschicht ist stellenweise dicht ausgebildet (überwiegend Hasel und Holunder), die Kraut-
schicht wird häufig von Brombeeren dominiert. Der Waldmantel ist meist gut entwicke lt. Im Süd-
westen des Gebietes befinden sich zwei Grünlandflächen mit alten Stieleichen. Ein Teich mit vielen
Wasserlinsen im Südosten des Gebietes wird als Ententeich genutzt. Das Teichufer ist rundum in
Holz gefasst. Dieser Bereich ist als Rest einer ehemaligen Motte von kulturhistorischer Bedeutung.
Zwei weitere Kleingewässer im Süden des Gebietes sind trockengefallen. Die Niers ist grabenartig
ausgebaut, ca. 1 m breit und liegt 0,5 -2 m unter dem Niveau der Umgebung. Im Wald wurde der
Bachlauf stellenweise renaturiert, so dass er über kurze Abschnitte naturnah mäandriert.
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Im östlichen Abschnitt der Köhm befindet sich entlang der Landstraße L277 eine gesetzlich ge-
schützte zweireihige Allee, welche von der Vorzugsvariante mittels einer vorgesehenen Unterfüh-
rung der Landstraße gequert wird. Der Verlauf der Trasse grenzt dabei unmittelbar an den Verlauf
der Allee an.
In der Waldfunktionskarte für Nordrhein-Westfalen vom Landesbetrieb Wald und Holz Nordrhein-
Westfalen aus dem Jahr 2019 finden sich Waldbestände mit verschiedenen Schutzfunktionen im
Untersuchungsgebiet (siehe Abbildung 21). Im Osten des UR quert die Trasse zwei einzelne Wald-
flächen mit Bodenschutzfunktion, welche an den zukünftigen Tagebausee angrenzen. Im Verlauf
der Köhm quert die Trasse zwei Waldflächen mit Erholungsfunktion nördlich der Ortschaft Keyen-
berg und passiert weitere Flächen in einem geringen Abstand östlich des Golfplatzes. Im Norden
des Untersuchungsraumes Überlagern weitere Erholungswaldflächen der Niersaue die Trasse des
Ablaufgewässers. Gleichzeitig wird den Auenwaldbeständen eine Klimaschutzfunktion und ei ne
Lärmschutzfunktion zugewiesen.
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 55/84
Abbildung 20: Übersicht Bestand Pflanzen und biologische Vielfalt
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Abbildung 21: Waldfunktionen innerhalb des Untersuchungsraumes
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Natura 2000-Gebiete
Es befinden sich keine Natura 2000-Gebiete innerhalb des Untersuchungsraumes. Das nächstge-
legene FFH-Gebiet Schwalm, Knippertzbach, Raderveekes u. Luettelforster Bruch (Kennung: DE-
4803-301) und Vogelschutzgebiet Schwalm-Nette-Platte mit Grenzwald und Meinweg (Kennung:
DE-4603-401) befinden sich in einem Abstand von 6.750 m nordwestlich des UR.
4.2.2 Tiere
In diesem Kapitel wird der Teilaspekt Tiere des Schutzgutes betrachtet. Als Datengrundlage wurde
auf Informationen der Landschaftsinformationssammlung NRW (LINFOS) des Landesamts für Na-
tur, Umwelt und Klima Nordrhein-Westfalen NRW (LANUK) zurückgegriffen.
Das LINFOS NRW enthält keine Fundorte zu planungsrelevanten Arten innerhalb des Untersu-
chungsraums.
In unmittelbarer Nähe der nördlichen Grenze des UR, nördlich der A 46, enthält das LINFOS Nach-
weise von Kleinlibellen wie Calopteryx splendens (Gebänderte Prachtlibelle), Ischnura elegans
(Grosse Pechlibelle) und Pyrrhosoma nymphula (Frühe Adonislibelle), welche 1996 festgestellt
wurden. Diese sind jedoch weder streng noch besonders geschützt.
Artenschutz
Das LINFOS NRW enthält keine Fundorte zu planungsrelevanten Arten innerhalb des Untersu-
chungsraums. Der Untersuchungsraum erstreckt sich über die vier nach LANU K breitgestellten
Messtischblatt-Quadranten (MTB-Q) 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und 4804-Q4. In der nachste-
henden Tabelle werden die planungsrelevanten Arten nach Angaben des LANUK aus den Mess-
tischblättern aufgeführt. Eine vertiefende Betrachtung artenschutzrelevanter Aspekte erfolgt in der
artenschutzrechtlichen Untersuchung im weiteren nachgelagerten Verfahren.
Tabelle 7: Planungsrelevante Arten für die Messtischblätter 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und 4804-Q4
Planungsrelevante Arten für die Messtischblätter 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und 4804-Q4
Art
Status Erhaltungszustand
in NRW (ATL) Wissenschaftlicher
Name Deutscher Name
Säugetiere
Myotis daubentonii Wasserfledermaus Nachweis ab 2000 vorhanden G
Nyctalus leisleri Kleinabendsegler Nachweis ab 2000 vorhanden U
Nyctalus noctula Abendsegler Nachweis ab 2000 vorhanden G
Pipistrellus nathusii Rauhautfledermaus Nachweis ab 2000 vorhanden G
Pipistrellus pipistrel-
lus Zwergfledermaus Nachweis ab 2000 vorhanden G
Plecotus auritus Braunes Langohr Nachweis ab 2000 vorhanden G
Vögel
Accipiter gentilis Habicht Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Accipiter nisus Sperber Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Acrocephalus scir-
paceus Teichrohrsänger Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
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Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 58/84
Planungsrelevante Arten für die Messtischblätter 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und 4804-Q4
Art
Status Erhaltungszustand
in NRW (ATL) Wissenschaftlicher
Name Deutscher Name
Alauda arvensis Feldlerche Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U-
Alcedo atthis Eisvogel Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Anas crecca Krickente Nachweis 'Rast/Wintervorkommen'
ab 2000 vorhanden G
Anthus pratensis Wiesenpieper Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden S
Ardea cinerea Graureiher Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Asio otus Waldohreule Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Athene noctua Steinkauz Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Buteo buteo Mäusebussard Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Carduelis can-
nabina Bluthänfling Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Coturnix coturnix Wachtel Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Cuculus canorus Kuckuck Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U-
Delichon urbica Mehlschwalbe Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Dryobates minor Kleinspecht Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Falco subbuteo Baumfalke Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Falco tinnunculus Turmfalke Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Hirundo rustica Rauchschwalbe Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Locustella naevia Feldschwirl Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Luscinia megarhyn-
chos Nachtigall Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Oenanthe oenanthe Steinschmätzer Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden S
Passer montanus Feldsperling Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Perdix perdix Rebhuhn Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden S
Phylloscopus sibila-
trix Waldlaubsänger Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Rallus aquaticus Wasserralle Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Serinus serinus Girlitz Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden S
Streptopelia turtur Turteltaube Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden S
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
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Planungsrelevante Arten für die Messtischblätter 4904-Q1, 4906-Q1, 4804-Q3 und 4804-Q4
Art
Status Erhaltungszustand
in NRW (ATL) Wissenschaftlicher
Name Deutscher Name
Strix aluco Waldkauz Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Sturnus vulgaris Star Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden U
Tachybaptus ruficol-
lis Zwergtaucher Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Tyto alba Schleiereule Nachweis 'Brutvorkommen' ab
2000 vorhanden G
Vanellus vanellus Kiebitz Nachweis 'Rast/Wintervorkommen'
ab 2000 vorhanden S
Amphibien
Bufo calamita Kreuzkröte Nachweis ab 2000 vorhanden U
Schmetterlinge
Proserpinus proser-
pina
Nachtkerzen-
Schwärmer Nachweis ab 2000 vorhanden G
Legende
Erhaltungszustand (EHZ)
ATL atlantische Region
G günstig
U ungünstig/unzureichend
S ungünstig/schlecht
+/- Trend
4.3 Fläche und Boden
Das Schutzgut Fläche und Boden wird separat für den Teilbereich Fläche und den Teilbereich
Boden betrachtet.
4.3.1 Fläche
Die Vorzugsvariante „Köhm“ wird nördlich der Ortschaft Keyenberg überwiegend innerhalb land-
wirtschaftlich genutzter Flächen geplant. Abschnittsweise werden durch das Vorhaben vereinzelte
Waldabschnitte gequert. Westlich des Hauses Keyenberg wird die Trasse überwiegend über land-
wirtschaftliche Flächen und über offene Grünlandbereiche geführt. Nördlich der Mündung in die
Niers beansprucht das Vorhaben stellenweise Flächen eines Golfplatzes im Westen, während im
weiteren Verlauf bis zur Höhe Wilderathshof überwiegend Grünlandflächen im Einzugsbereich der
Trasse vorhanden sind. Nördlich der Unterführung wird der Abschnitt der Niers auf weiteren Grün-
landflächen vorgesehen. Auf Höhe der Wanloer Brüchen befinden sich westlich der Niers überwie-
gend landwirtschaftlich genutzte Flächen, östlich der Niers befinden sich vereinzelte Siedlungsbe-
reich der Ortschaft Mönchengladbach-Wanlo. Im weiteren Verlauf wird die Trasse über den natür-
lichen Verlauf entlang der Niers in einem geraden Lauf entlang der Wanloer Wiesen und weiteren
Grünlandflächen geführt, bis der Verlauf die BAB 46 quert.
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4.3.2 Boden
Der Boden der Jülicher Börde ist überwiegend von Löss der Rödinger Lössplatte mit einer durch-
schnittlichen Mächtigkeit von 20 m geprägt. Die ertragreichen, leicht bearbeitbaren Parabrauner-
den, kleinflächig in Kuppen- und Hanglagen auch Rendzinen, Braunerde-Rendzinen und stark ero-
dierte Parabraunerden sind intensiv genutzte Ackerbau-Standorte.
Der Boden ist im Fassungsbereich des Seeablaufs östlich der Ortschaft Keyenberg durch Kolluvi-
sol der obersten Bodenschicht mit tonig-schluffigen Anteilen geprägt. Im Bereich des Haus Keyen-
berg verläuft die Trasse des Seeablaufes durch Böden mit Gley -Kolluvisol mit tonig -schluffiger
oberster Bodenschicht sowie abschnittsweise durch Böden vom Typ Braunerde mit lehmig-sandi-
ger oberster Bodenschicht, durch Böden vom Typ Pseudogley mit tonig -schluffiger oberster Bo-
denschicht und durch Böden vom Typ Gley mit toni g-schluffiger oberster Bodenschicht. Im Ab-
schnitt des Seeablaufs, welcher im Gewässerbett der Niers realisiert wird, sind westlich der Ort-
schaft Mönchengladbach -Wanlo überwiegend Böden vom Typ Auengley mit tonig -schluffiger
oberster Bodenartenschicht vorhanden (siehe Abbildung 22).
Die Trasse verläuft überwiegend in Böden hoher Schutzwürdigkeit gemäß § 1 Abs. 1 S. 2
LBodSchG. Nach Angaben der Bodenkarte von NRW (IS BK 50) ist im südlichen Abschnitt der
bestehenden Köhm ein Boden mit sehr hoher Schutzwürdigkeit vorhanden, der eine besonders
ausgeprägte Regelungs- und Pufferfunktion bzw. eine natürliche Bodenfruchtbarkeit besitzt. Im
Verlauf der bestehenden Niers liegen Böden mit g roßem Wasserspeichervermögen vor, die eine
Kühlfunktion aufweisen (siehe Abbildung 23).
Nördlich der Ortschaft Keyenberg und östlich des Golfplatzes ist eine Altlast- bzw. Altlastverdachts-
fläche vorhanden.
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Abbildung 22: Übersicht Bodentypen innerhalb des Untersuchungsraumes nach IS BK 50 Bodenkarte
von NRW
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Abbildung 23: Übersicht schutzwürdige Böden innerhalb des Untersuchungsraumes nach IS BK 50
Bodenkarte von NRW
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4.4 Wasser
Um die Bestandserfassung zum Schutzgut Wasser übersichtlicher zu gestalten, wurde das Kapitel
mit Zwischenüberschriften versehen.
Grundwasser
Das Vorhaben wird innerhalb des Gewässerlaufes der Köhm und der Niers vorgesehen. Nach
Auskünften des Fachinformationssystems ELWAS -Web des MINISTERIUMS FÜR UMWELT, NATUR-
SCHUTZ UND VERKEHR DES LANDES NORDRHEIN-WESTFALEN liegt die Trasse im Bereich der Grund-
wasserkörper „Hauptterrassen des Rheinlandes“ (GWK-ID 286_07) und dem Grundwasserkörper
„Tagebau Garzweiler“ (GWK-ID 286_08). Der GWK „Hauptterrassen des Rheinlandes“ weist eine
Gesamtgröße von ca. 252 km2 auf. Er überlagert den UR400 im nördlichen Abschnitt und umfasst
überwiegend den Verlauf der Niers. Der Grundwasserkörper 286_07 (Hauptterrassen des Rheins)
besteht aus überwiegend mittel- zum Teil auch hochdurchlässigen quartären Kiesen und Sanden
der Nieder- Mittel-, und Hauptterrasse des Rheins sowie der Holstein-Formation. Auf den morpho-
logischen Höhenlagen im Südwesten des Grundwasserkörpers sind diese Sedimente grundwas-
serfrei. Teilweise werden die Sedimente des Grundwasserleiters von quartärem Löß und Talsan-
den und vereinzelt von holozänen Niedermooren und Auenablagerungen überdeckt. Die gesamte
Abfolge lagert auf tertiären schluffigen Sanden, denen gering aushaltende Tonlinsen zwischenge-
schaltet sind. Die Durchlässigkeit ist mäßig bis gering bzw. in den Tonlinsen sehr gering. . Aus
wasserwirtschaftlicher Sicht kommt dem GWK aufgrund intensiver Grundwassernutzung eine hohe
Bedeutung zu. Sowohl der mengenmäßige Zustand als auch der chemische Zustand sind für die
beiden im UR befindlichen Grundwasserkörper (ID 286_07 und 286_08) derzeit als schlecht ein-
gestuft (ELWAS 2024). Hierbei ist zudem zu berücksichtigen, dass die Grundwasserstände inner-
halb der hier angesprochenen GW-Körper in Folge der Tagebauseeherstellung wieder ansteigen
werden, so dass die Grundwasserverhältnisse zum Zeitpunkt des nachfolgenden genehmigungs-
rechtlichen Zulassungsverfahrens verbessert sein werden. Der für den Seeablauf ausgebaute Ge-
ländeeinschnitt erhält in Folge des GW-Anstiegs wieder einen Grundwasseranschluss..
Oberflächengewässer
Nach Angaben des LANUK ist die Gewässerstruktur des Gewässerlaufes der Köhm nach durch-
geführten Kartierungen im Jahr 2011 bis 2013 ( siehe Abbildung 24) überwiegend als sehr stark
verändert bis vollständig verändert bewertet worden. Während der im Untersuchungsraum befind-
liche südliche Abschnitt der Niers ebenfalls sehr starke Veränderungen im begradigten Verlauf in
der Nähe des Golfplatzes aufweist, ist der Abschnitt westlich der Ortschaft Wanlo und im Bereich
der Niersaue überwiegend mäßig verändert und vergleichsweise naturnah ausgeprägt.
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Abbildung 24: Ausschnitt aus der Übersichtskarte Gewässerstruktur in NRW (LANUK 2013),
Untersuchungsraum in violett dargestellt
Überschwemmungsgebiete
Die Hochwassergefahrenkarte NRW weist im Verlauf der Niers östlich des Golfplatzes zwei Über-
schwemmungsgebiete mit einer hohen Wahrscheinlichkeit (HQ häufig) aus (sieh e Abbildung 25).
Weitere Überschwemmungsgebiete mit hoher Wahrscheinlichkeit befinden sich im nördlichen Un-
tersuchungsraum innerhalb der Niersaue und der Wanloer Wiesen. Überschwemmungsbereiche
mit mittlerer Wahrscheinlichkeit (HQ100) sind entlang des Verlaufes der Niers überwiegend östlich
der Flächen des Golfplatzes sowie innerhalb der Niersaue und den Wanloer Wiesen ausgewiesen.
Überschwemmungsbereiche mit einer niedrigen Wahrscheinlichkeit (HQextrem) sind ebenfalls in den
oben genannten Bereichen vorhanden, sind jedoch größer ausgeprägt, als es bei den Über-
schwemmungsbereichen von HQ100 zu erwarten ist.
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Abbildung 25: Übersicht der Überschwemmungsgebiete im Untersuchungsraum
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Wasserschutz-/Heilquellenschutzgebiete
Kleinräumig überlagert die Zone 3a des Wasserschutzgebietes „Holzweiler“ (ID-490406) den Un-
tersuchungsraum. Heilquellenschutzgebiete sind im Untersuchungsraum nicht vorhanden.
4.5 Luft und Klima
Makroklimatisch sind die Niederrheinische Bucht und das Niederrheinische Tiefland durch das ge-
mäßigte Klima Mitteleuropas mit milden Wintern und niederschlagsreichen Sommern geprägt. Die
langjährige Niederschlagssumme liegt zwischen 700 und 850 mm pro Jahr. Aufgrund der Leelage
zur Eifel kann die jährliche Niederschlagssumme kleinräumig auch weniger als 700 mm betragen.
Für das vorliegende Untersuchungsgebiet beträgt die jährliche Niederschlagsmenge für die Stadt
Mönchengladbach jährlich etwa 717 mm. Die durchschnittliche Jahrestemperatur liegt im langjäh-
rigen Mittel zwischen 10 und 11 °C, in den höheren Lagen auch deutlich niedriger. Der Untersu-
chungsraum zählt zu den sonnenreichen und klimatisch milden Gebieten Westdeutschlands mit
einem frühen Beginn der Vegetationsperiode. Die mittlere jährliche Sonnenscheindauer liegt bei
etwa 1550 Stunden. Die Hauptwindrichtung ist in der für Nordrhein -Westfalen typischen Ausprä-
gung überwiegend durch westliche bis südwestliche Anströmungen gekennzeichnet.
Die sanft geneigte, überwiegend ackerbaulich genutzte offene Bördelandschaft stellt ein großräu-
miges Kaltluftproduktionsgebiet dar. Die breiten Auenbereiche der Fließgewässer innerhalb des
Untersuchungsraums (Niers) und im angrenzenden Bereich sind durch feuchtere Bodenverhält-
nisse geprägt. Dies kann sich durch erhöhte Luftfeuchte und Schwülegefährdung sowie erhöhte
Nebelhäufigkeit bemerkbar machen. Siedlungsklimatische und reliefinduzierte Klimamodifikatio-
nen treten im Untersuchungsraum nur in vergleichsweiser geringer Intensität auf.
4.6 Landschaft
Das Vorhaben ist innerhalb des Landschaftsraums Jülicher Börde geplant. Der im Nordwesten des
Erftkreises gelegene Teil der Jülicher Börde umfasst einen kleinen südöstlichen Ausschnitt der
ausgedehnten lössgeprägten Ackerplatten um Jülich (Kreis Düren). Nach Auskünften de r Land-
schaftsinformationssammlung NRW ist das Landschaftsbild, welches durch das Vorhaben betrof-
fen ist, im Hinblick auf die Kriterien „Eigenart“, „Vielfalt“ und „Schönheit“ größtenteils mit „mittel“, im
Osten des Untersuchungsraumes mit „sehr gering/gering“ bewertet worden.
Dieser hier näher skizzierte Teil-Landschaftsraum wird im Süden begrenzt durch den waldreichen
Landschaftsraum der Bürge und im Osten und Norden durch die Erft-Talung mit den angrenzenden
ausgedehnten Braunkohle -Tagebaugebieten von Bergheim, Fortuna -Garsdorf und Garzweiler -
Süd. Im Südwesten stößt der Landschaftsraum an den Tagebau Hambach. Dieser Landschafts-
ausschnitt ist annähernd naturräumlich identisch mit der Rödinger Lössplatte, eine schwach relie-
fierte, nach Norden und Osten sanft geneigte Börde -Landschaft mit durchschnittlichen Höhen
zwischen 85 bis 90 m ü. NN. Die Fließgewässer entwässern nach Osten in die Erft.
Potenziell ist auf den Lössplatten der Maiglöckchen -Perlgras-Buchenwald die natürliche Vegeta-
tion, die Talräume sind potenziell natürliches Wuchsgebiet des artenreichen Sternmieren-Eichen-
Hainbuchenwaldes. Der zum Erftkreis gehörende Teil der Jülicher Börde in der Randzone des
Braunkohle-Tagebaus ist dicht besiedelt. Der Landschaftsraum besitzt
ein dichtes Verkehrswegenetz (BAB 61, B 56, B 447, zahlreiche weitere Straßen, Bahnlinie Düren-
Grevenbroich), ergänzt durch ein enges Gitter von Flurwegen. Die Jülicher Börde des Erftkreises
ist eine intensiv genutzte, strukturarme Ackerlandschaft, in der nur vereinzelt Obstweiden,
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Kleingehölze und parkartige Elemente an alten Gutshöfen lokal wertvolle Kleinbiotope darstellen.
4.7 Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter
Der Untersuchungsraum ist bereits seit vorgeschichtlicher Zeit besiedelt und genutzt. Es finden
sich – neben den an der Oberfläche erhaltenen kulturhistorischen Relikten und Baudenkmälern im
Untergrund – Siedlungsreste aus fast allen Epochen der Siedlungsgeschichte. Teilweise sind be-
kannte Fundstellen bereits als Bodendenkmäler erfasst.
Nach Informationen der Stadt Erkelenz liegt ein Bodendenkmal im Bereich des Haus Keyenberg
vor. Im Rahmen von Ausschachtungen auf dem Grundstück wurden ehemalige Bestandteile histo-
rischer Bebauung gefunden. Der Gesamtkomplex ist gemäß Auskunft von erheblicher archäologi-
scher Relevanz, da mit einer Siedungskontinuität spätestens seit dem 9. Jh. zu rechnen ist.
Weiterhin ist das Haus Keyenberg in der Liste der Baudenkmäler eingetragen und steht unter
Denkmalschutz. Die Anlage besteht aus dem Herrenhaus bzw. Wohnhaus und einem Vorhof. Wei-
tere Baudenkmäler befinden sich innerhalb der Siedlungsbereiche von Keyenberg außerhalb des
Untersuchungsraumes.
Festgestellt werden kann, dass sich der geplante Seeablauf auf Landschaftsteile erstrecken wird,
die in Bezug auf die Siedlungsschwerpunkte Randlagen sind und die von der vorgeschichtlichen
Zeit bis heute hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt wurden und werden.
5 Auswirkungsprognose
Im Rahmen der Auswirkungsprognose werden die zu erwartenden Umweltauswirkungen schutz-
gutspezifisch überschlägig ermittelt. Sodann wird – wo dies derzeit möglich ist – nach Maßgabe
einschlägiger Fachvorschriften eine überschlägige Bewertung der Auswirkung vorgenommen und
den relevanten Umweltschutzzielen nach folgendem Aufbau gegenübergestellt:
Im Folgenden werden die anlagenbedingten sowie die betriebsbedingten Auswirkungen des Vor-
habens einzeln betrachtet und bewertet. Die Betrachtung und Bewertung der baubedingten Aus-
wirkungen erfolgt abweichend von der Bewertung der anlagebedingten und betriebsbedingten Aus-
wirkungen nach groben Maßstäben, da bislang noch kein e näheren Details zur Bauausführung
bekannt sind (vgl. Kap. 3.1).
Die Darstellung ist zur Erhöhung der Übersichtlichkeit so aufbaut, dass die Wirkfaktoren und Aus-
wirkungen den jeweiligen Schutzgütern zugeordnet werden.
5.1 Baubedingte Auswirkungen
Wie bereits oben unterdargelegt, kann die Bewertung baubedingter Auswirkungen ohne Kenntnis-
stand über die Bauausführung nur auf einer groben Betrachtungsebene erfolgen. Die Auswirkun-
gen werden den jeweiligen betroffenen Schutzgütern zugeordnet.
Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit
Die i n Tabelle 3 aufgeführten baubedingten Wirkfaktoren können Beeinträchtigungen auf das
Schutzgut Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit hervorrufen. Aufgrund der Bau-
ausführung sind Flächen für die Baustelleneinrichtung erforderlich. Unter
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Baustelleneinrichtungsflächen werden Arbeits- und Rangierbereiche für Baugeräte und -fahrzeuge
(z. B. Bagger, Radlader, Lkw oder Krane), Einrichtungen für das Baustellenpersonal (z. B. Bü-
rocontainer) sowie Lagerflächen für Baumaterialien verstanden. In der Regel wird hierfür ein Ar-
beitsstreifen genutzt, der die für die Umsetzung des Seeablaufs benötigten Flächen umfasst. So-
weit möglich, werden die beanspruchten Flächen nach Abschluss der Bauarbeiten in ihren ur-
sprünglichen Zustand zurückgeführt, sodass keine dauerhafte Inanspruchnahme verbleibt. Baube-
dingt werden im Bereich der Baustellenflächen für die Dauer der Bauzeiten Emissionen freigesetzt.
Durch den Einsatz von Baumaschinen im Bereich der Bauflächen und durch den Fahrzeugverkehr
zu den Baustelleneinrichtungsflächen werden Emissionen in Form von Luftschadstoffen, Lärm, Er-
schütterungen und Licht freigesetzt. Die Baustelleneinricht ungsflächen können nach derzeitigem
Planungsstand noch nicht verortet werden. Die durch den Baubetrieb hervorgerufenen Emissionen
können in der Regel durch den Einsatz geeigneter Vermeidungs - und Minderungsmaßnahmen
umgesetzt werden. Aufgrund der kurzen Dauer der baubedingt auftretenden Emissionen und durch
Einsatz geeigneter Maßnahmen sind keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten.
Tiere
Durch die in Tabelle 3 aufgeführten Auswirkungen können zukünftige Konflikte mit dem Arten-
schutz nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Die Prüfung beschränkt sich mit Blick auf bauzeitli-
che Auswirkungen auf artenschutzrechtlich relevante Betroffenheiten möglicher Artenvorkommen
(§ 44 Abs. 1 BNatSchG). Dies hat folgenden Hintergrund: Obwohl gemäß VV -Artenschutz NRW
für den Regionalplan/Braunkohlenplan keine rechtliche Verpflichtung zur Durchführung einer ar-
tenschutzrechtlichen Prüfung besteht, sind vorliegend dennoch Artenschutzbelange im Sinne einer
Vorabschätzung berücksichtigt worden, soweit diese auf dieser Ebene bereits ersichtlich sind. Auf
diese Weise soll vermieden werden, dass es zu Festsetzungen im Braunkohlenplan kommt, die in
nachgeordneten Verfahren aus Artenschutzgründen nicht umgesetzt werden können. In Kap. 4.2.2
ist dargelegt, dass zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine verfahrenskritische Arten im Untersu-
chungsraum vorkommen. Verfahrenskritische Arten sind Arten, deren Vorkommen im Untersu-
chungsgebiet so bedeutsam ist, dass sie das Ergebnis eines Genehmigungsverfahrens maßgeb-
lich beeinflussen können. Konflikte mit weiteren nach dem Messtischblatt nachgewiesenen Arten
sind nicht als verfahrenskritisch einzustufen und können mit geeigneten Vermeidungs- bzw. Kom-
pensationsmaßnahmen gelöst werden. Unter Anwendung geeigneter Maßnahme n können die
baubedingten Auswirkungen gemindert und der Eintritt artenschutzrechtlicher Verbote effektiv ver-
mieden werden.
Baubedingt werden Flächen für die Baustelleneinrichtungsflächen erforderlich. Unter Baustellen-
einrichtungsflächen werden hierunter Arbeits- und Rangierflächen der Baufahrzeuge und -geräte
(z.B. Bagger, Radlaster, Lastwagen oder Kran), Einrichtungen für Arb eitskräfte (Bürocontainer)
sowie Lagerplätze (Baumaterialien) gefasst. In der Regel wird für diese Zwecke ein Arbeitsstreifen
herangezogen, welcher die für die Umsetzung des Seeablaufs erforderlichen Flächen abdeckt.
Soweit möglich werden die Flächen des A rbeitsstreifens nach Abschluss der Bauarbeiten ihrem
Ausgangszustand entsprechend wiederhergestellt, so dass keine dauerhafte Flächeninanspruch-
nahme verbleibt. Durch die baubedingte Flächeninanspruchnahme können Tierlebensräume be-
einträchtigt werden. Die baubedingte Flächenbeanspruchung führt zu einem zeitweiligen Lebens-
raumverlust der vorkommenden Tierarten und mindert die Standortqualität unmittelbar angrenzen-
der Lebensräume für die Dauer der Bauzeit. Unter Anwendung geeigneter Maßnahmen, wie z. B.
einer Bauzeitenregelung oder vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, können die baubedingten
Auswirkungen jedoch gemindert und der Eintritt artenschutzrechtlicher Verbote vermieden werden.
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Wasser
Bauzeitlich ist durch den Umbau der bestehenden Gewässer zum Ablaufgewässer mit dem weit-
gehenden bis vollständigen Verlust der Zönosen zu rechnen. Dies gilt unabhängig von dem zum
Zeitpunkt der Maßnahmenumsetzung tatsächlich vorliegenden ökologischen Gewäs serzustand.
Auswirkungen auf Zönosen lassen sich hierbei nur bedingt minimieren (z. B. Bau in Trockenpha-
sen, Bergung von Arten). Die entfallenden Habitatfunktionen der Bäche werden dabei durch das
herzustellende naturnahe Ablaufgewässer kurz- bis mittelfristig deutlich überkompensiert und bie-
ten den Zönosen einen höherwertigen Lebensraum.
Fläche
Baubedingt erfolgt für die Dauer der Bauzeiten eine temporäre Inanspruchnahme von Flächen,
deren Umfang zum jetzigen Stand noch nicht ermittelt werden kann. Durch die Flächeninanspruch-
nahme wird eine vorübergehende Veränderung der Gestalt und Nutzung der G rundfläche vorge-
nommen. Die baubedingt hervorgerufene Flächeninanspruchnahme ist auf die Bauzeit beschränkt,
sodass keine dauerhaften Auswirkungen entstehen. Nach Beendigung der Bautätigkeiten ist vor-
gesehen, den ursprünglichen Zustand der Flächen wiederherzustellen, so dass die Flächeninan-
spruchnahme lediglich temporär ist. Die anlagenbedingte Flächeninanspruchnahme führt zu keiner
Beeinträchtigung im Sinne einer dauerhaften Überbauung oder Versiegelung, sodass erhebliche
Auswirkungen ausgeschlossen werden können.
Boden
Im Zuge der Baumaßnahmen werden i m Bereich der Sekundäraue durch die Veränderung der
Topographie und der mechanischen Bodenbeanspruchung die bestehende Bodenstruktur und -
funktion vollständig verloren gehen bzw. stark beeinträchtigt werden . Es ist vorgesehen den
Oberboden nach einer Zwischenlagerung im Rahmen der Flächenwiederherstellung erneut aufzu-
bringen. Durch den Geländeeinschnitt ist mit einer Veränderung des Bodenwasserhaushalts zu
rechnen, sodass sich in den Sekundärauen auentypisch feuchte bis nasse Standortverhältnisse
und an den höheren Böschungen eher trockene Bedingungen ausprägen werden. Im Zuge der
Baumaßnahmen können Beeinträchtigungen des Bodens in der Regel durch geeignete Maßnah-
men wie Bodenschutzkonzepte oder einer Lagerung einzelner Bodenschichten in Zwischenmieten
entgegengewirkt werden. Nach Wiederherstellung der Fläche kann der Boden im Bereich der Se-
kundäraue seine natürlichen Funktionen in zumindest gleichartiger Form erfüllen. Derzeit ist davon
auszugehen, dass der Bodeneingriff innerhalb der Ablauftrasse auszugleichen ist. Schädliche Bo-
denveränderungen sind unter Berücksichtigung der Bodenschutzmaßnahmen nach Stand der
Technik und der ausreichenden Kompensation nicht zu erwarten.
Kultur- und Sachgüter
Baubedingt werden Flächen für die Baustelleneinrichtungsflächen erforderlich. Unter Baustellen-
einrichtungsflächen werden hierunter Arbeits- und Rangierflächen der Baufahrzeuge und -geräte
(z.B. Bagger, Radlaster, Lastwagen oder Kran), Einrichtungen für Arb eitskräfte (Bürocontainer)
sowie Lagerplätze (Baumaterialien) gefasst. In der Regel wird für diese Zwecke ein Arbeitsstreifen
herangezogen, welcher die für die Umsetzung des Seeablaufs erforderlichen Flächen abdeckt. In
Folge der Bauarbeiten können – sofern innerhalb des Arbeitsstreifens vorhanden – Bau- und Bo-
dendenkmäler durch das Bauvorhaben beeinträchtigt werden. Nach den vorliegenden Informatio-
nen sind keine der genannten Denkmäler und sonstige Sachgüter innerhalb des Arbeitsstreifens
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vorhanden, sodass erhebliche Beeinträchtigungen durch die Umsetzung des Vorhabens nicht zu
erwarten sind.
5.2 Anlagenbedingte Auswirkungen
Im Folgenden werden die anlagenbedingten Auswirkungen des Vorhabens sowie der Umweltzu-
stand in Bezug auf die Schutzgüter nach § 8 Abs. 1 ROG überschlägig beschrieben und bewertet.
5.2.1 Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit
Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauf-
trasse
Durch den Seeablauf erfolgt im Bereich des Ablaufgewässers (Gewässerbett, Sekundäraue und
Böschungsbereich) eine Nutzung der Fläche. Dadurch sind Nutzungskonflikte mit der Bauleitpla-
nung nicht gänzlich auszuschließen. Im südwestlichen Bereich des UR400 ist die Wanlo -Golfan-
lage Wilderathshof nach dem 1996 aufgestellten Bebauungsplan Nr. 470/X gem. § 9 Abs. 1 BauGB
als Sondergebiet Golf (SO Golf) ausgewiesen. Im südöstlichen Bereich werden Flächen für Maß-
nahmen zum Schutz, zur Pflege und zur Entwicklung von Natur und Landschaft gem. § 9 Abs. 1
Nr. 20 BauGB durch den geplanten Seeablauf tangiert. Es wird angenommen, dass der B ebau-
ungsplan bis zum Baubeginn des Seeablaufes umgesetzt ist. Unabhängig davon gelten die Fest-
setzungen des B ebauungsplans schon vor der baulichen Umsetzung und werden als "Bestand"
berücksichtigt. Im Hinblick auf die zukünftige Vorhabenumsetzung werden derzeit keine unlösba-
ren Konflikte erwartet.
5.2.2 Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt
Die Auswirkungsprognose wird in Anlehnung an die Bestandserfassung ebenfalls für die Teilas-
pekte Pflanzen und biologische Vielfalt sowie Tiere separat erfasst.
5.2.2.1 Pflanzen und biologische Vielfalt
Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauf-
trasse
Anlagenbedingt erfolgt eine Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen durch
den Seeablauf, welcher d as Gewässerbett, den Böschungsbereich und dazugehörige Erschlie-
ßungsflächen umfasst. Durch den geplanten Seeablauf im nördlichen Bereich des Untersuchungs-
raumes werden Waldflächen mit Schutzfunktion beeinträchtigt. In diesem Bereich ist eine natur-
nahe Böschung der Gewässerachse vorgesehen, was zu einem Verlust der betroffenen Waldflä-
chen führt. Eingriffe in geschützte Landschaftsbestandteile werden durch die Auswahl der Trasse
mit den geringsten Eingriffen gemäß dem Vermeidungsgebot minimiert, können jedoch nicht voll-
umfänglich vermieden werden (bspw. Betroffenheit von Alleen und Biotopkomplexen in Trassen-
nähe).
Soweit betroffene Flächen unter gesetzlichem Schutz stehen als Schutzgebiete oder aufgrund von
fachgutachterlichen Einschätzungen besondere Funktionen für den Naturhaushalt zugeschrieben
sind, sind die dafür maßgeblichen Schutzvorschriften zu beachten. Durch den Seeablauf werden
Beeinträchtigungen von Biotopverbundflächen, geschützte Biotope und schutzwürdige Biotope
(Niersniederungen bei Wanlo und die Niersaue Keyenberg ) durch die Veränderung der Flächen-
nutzung und Landschaftsstrukturen hervorgerufen (vgl. Kap. 4.2). Ein Verstoß gegen die
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Anforderungen des § 29 BNatSchG und § 41 LNatSchG NRW ist insoweit zwar zu erwarten, die
Beeinträchtigungen sind jedoch nach überschlägiger Prüfung aus Gründen des überwiegenden
öffentlichen Interesses hinzunehmen, da die Herstellung des Seeablaufs der Umsetzung der raum-
ordnerischen Ziele des Braunkohlenplanes Garzweiler II zum Tagebausee als bergbauliche Wie-
dernutzbarmachung und damit überwiegenden öffentlichen Interessen dient. Zudem können die
betroffenen geschützten Landschaftsbestandteile in der Regel durch Ersatzpflanzungen in gleich-
artiger und gleichwertiger, funktionsfähiger Weise kompensiert werden. Eine Befreiung von etwai-
gen Verboten nach § 67 Abs. 1 BNatSchG wäre daher voraussichtlich erteilbar. Unter Berücksich-
tigung gegebenenfalls erforderlicher Kompensations- bzw. Ausgleichsmaßnahmen verbleiben
keine erheblichen nachteiligen Umweltauswirkungen.
Veränderung der topographischen Verhältnisse
Anlagenbedingt erfolgt eine dauerhafte Veränderung der topographischen Verhältnisse durch den
Seeablauf, welcher die Gewässerrinne, Böschung und dazugehörige Erschließungsflächen
umfasst. In der Umsetzung des Vorhabens ist eine extensive Landschafts- und naturnahe Gewäs-
sergestaltung vorgesehen, welche sich strukturfördernd auf den offenlandgeprägten Landschafts-
charakter auswirkt. Es ist davon auszugehen, dass das naturnahe Ablaufgewässer mitsamt der
Sekundäraue in seiner Funktionsfähigkeit deutlich über die bestehenden Zielsetzungen an den
Biotopverbund im betroffenen Raum hinausreichen wird. Die naturnahe Gestal tung wirkt sich po-
sitiv auf den Biotopverbund aus und kann zu einer Vernetzung des späteren Tagebausees beitra-
gen. Durch die Veränderung der topographischen Verhältnisse sind keine erheblichen Umweltaus-
wirkungen zu erwarten.
5.2.2.2 Tiere
Auswirkungen auf artenschutzrechtlich relevante Tierarten können sich im Zusammenhang mit den
anlagenbedingten Auswirkungen des Vorhabens ergeben.
Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauf-
trasse
Anlagenbedingt erfolgt eine dauerhafte Veränderung der Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in
der Ablauftrasse, welche das Gewässerbett, den Böschungsbereich und dazugehörige Erschlie-
ßungsflächen umfasst. In der Umsetzung des Vorhabens ist eine extensive Landschafts- und na-
turnahe Gewässergestaltung vorgesehen, welche sich strukturfördernd auf den offenlandgepräg-
ten Landschaftscharakter auswirkt. Eine relevante, durch das Vorhaben gesteigerte Barrierewir-
kungen quer zum geplanten Gewässerverlauf durch den Geländeeinschnitt (Fallenwirkung) oder
die lineare Landschaftsstruktur (Flugrouten) ist nicht zu erwarten. Artenschutzrechtlich nachhaltige
Beeinträchtigungen infolge einer anlagebedingt veränderten Habitatausstattung der Landschaft
sind vor diesem Hintergrund nicht zu erwarten.
Der Tagebausee Garzweiler wird durch den Ausbau der Niers und Köhm an die überörtlichen Fließ-
gewässer angebunden. Das Ablaufgewässer wird naturnah nach dem hydromorphologischen Leit-
bild des Gewässertyps „Löss-lehmgeprägter Tieflandbach“ hergestellt. Gespeist wird der Gewäs-
serlauf durch das Wasser aus dem Tagebausee Garzweiler . Die Entnahme des Wassers erfolgt
über ein regulierbares Mönchsbauwerk. Im Gegensatz zu einer herkömmlichen Ablaufschwelle
wird das ablaufende Wasser beim Mönch jedoch nicht unmittelbar unter der Oberfläche entnom-
men, sondern kann aus beliebiger Tiefe entnommen werden. Ein tiefliegender Ablauf bietet
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erhebliche Vorteile für die Regulation von Wassertemperatur und Sauerstoffgehalt. Durch die Ent-
nahme aus tieferen Wasserschichten wird kühleres Wasser zugeführt, das im Vergleich zum Ober-
flächenwasser eine stabilere Temperatur sowie häufig einen höheren Sa uerstoffgehalt aufweist.
Dies erweist sich insbesondere in den warmen Sommermonaten als vorteilhaft, wenn Oberflächen-
wasser zur Erwärmung und Sauerstoffarmut neig en können , wodurch die Lebensbedingungen
aquatischer Organismen beeinträchtigt werden können. Die gezielte Nutzung tieferer, kühlerer
Wasserschichten trägt somit dazu bei, einer Überhitzung von Fließgewässern oder Bewässerungs-
systemen vorzubeugen und zugleich ein stabiles Sauerstoffniveau zu sichern (vgl. BCE 2024).
Eine erhebliche Beeinträchtigung der Ichthyofauna sowie weiterer aquatischer Organismengrup-
pen durch eine Temperaturerhöhung der nachgelagerten Fließgewässer ist durch den Einsatz ei-
nes Mönchsbauwerks nach derzeitigem Kenntnisstand auszuschließen.
Veränderung der topographischen Verhältnisse
Anlagenbedingt erfolgt eine dauerhafte Veränderung der topographischen Verhältnisse durch den
Seeablauf, welcher die Gewässerrinne, Böschung und dazugehörige Erschließungsflächen
umfasst. In der Umsetzung des Vorhabens ist eine extensive Landschafts- und naturnahe Gewäs-
sergestaltung vorgesehen, welche sich strukturfördernd auf den offenlandgeprägten Landschafts-
charakter auswirkt. Eine relevante, durch das Vorhaben gesteigerte Barrierewirkungen quer zum
geplanten Gewässerverlauf durch den Geländeeinschnitt (Fallenwirkung) oder die lineare Land-
schaftsstruktur (Flugrouten) ist nicht zu erwarten. Artenschutzrechtlich nachhaltige Beeinträchti-
gungen infolge einer anlagebedingt veränderten Habitatausstattung der Landschaft sind vor die-
sem Hintergrund nicht zu erwarten.
5.2.3 Fläche und Boden
Die Auswirkungsprognose wird in Anlehnung an die Bestandserfassung ebenfalls für die Teilas-
pekte Fläche und Boden separat erfasst.
5.2.3.1 Fläche
Für das Schutzgut Fläche sind anlagebedingt keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten
(vgl. Tabelle 4).
5.2.3.2 Boden
Veränderung der topographischen Verhältnisse
Anlagenbedingt wird durch die Umsetzung des Seeablaufs eine Veränderung der topographischen
Verhältnisse hervorgerufen. Aufgrund der Dimensionierung des Seeablaufgewässers sind für die
Herstellung der Sekundäraue und Böschungsbereiche Eingriffe in den Boden erforderlich. Betrof-
fen sind durch den Eingriff Böden mit besonders hoher Bodenfruchtbarkeit sowie Böden mit hoher
Bodenfruchtbarkeit nördlich der Ortschaft Keyenberg. Es handelt sich um einen regional häufigen,
schutzwürdigen Boden, dessen Funktion in der Regel durch Wiedereinbau vor Ort oder trassenfern
wiederhergestellt werden kann. Im natürlichen Verlauf der Niers sind überwiegend Böden mit gro-
ßen Wasserspeichervermögen durch das Vorhaben betroffen. Im Verlauf der Köhm und Niers ent-
fällt der gesamte Boden in seiner derzeitigen Struktur und Funktionsfähigkeit. Der Oberboden wird
im Zuge der Wiederherstellung der Flächen wieder angedeckt. Im Zuge des Geländeeinschnitts ist
zu erwarten, dass der Bodenwasserhaushalt beeinflusst wird und sich im Bereich der Niersaue
auentypisch feucht bis nass sowie an den hohen Böschungen tendenziell trocken ausbildet.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 73/84
Nördlich der Ortschaft Keyenberg befindet sich eine Altlast - bzw. Altlastverdachtsfläche. Die
Trasse tangiert in unmittelbarem Abstand die ausgewiesene Fläche. Es werden Maßnahmen zur
Vermeidung des Anschneidens dieser Flächen ergriffen. Die anlagebedingte Flächeninanspruch-
nahme wird Auswirkungen auf das Schutzgut Boden haben. Die entsprechenden Eingriffe können
nach Maßgabe des Fachrechts kompensiert werden.
5.2.4 Wasser
Für das Schutzgut Wasser sind anlagebedingt keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten
(vgl. Tabelle 4).
5.2.5 Luft und Klima
Für das Schutzgut Luft und Klima sind anlagebedingt keine erheblichen Umweltauswirkungen zu
erwarten (vgl. Tabelle 4).
5.2.6 Landschaft
Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauf-
trasse
Anlagenbedingt erfolgt eine dauerhafte Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstruktu-
ren durch den Seeablauf, welcher d as Gewässerbett, den Böschungsbereich und dazugehörige
Erschließungsflächen umfasst. Für die Realisierung der Vorzugsvariante Köhm inklusive Realisie-
rung von Sekundäraue , Böschungsbereich und Gewässerrinne wird eine dauerhafte (anlagenbe-
dingte) Veränderung der Gestalt und Nutzung der Landschaft vorgenommen. Demzufolge ist durch
das Vorhaben eine Umnutzung der vorhandenen Landschaftsfunktion in einem Umfang von etwa
14,1 ha im Bereich der auszubauenden Trasse zu erwarten.
Eingriffe in den Naturhaushalt, aus denen ein Verlust der Landschaftsfunktion hervorgeht, sind im
Rahmen der Eingriffsregelung zu kompensieren. Der Verlust von Waldflächen im nördlichen Be-
reich des Untersuchungsraums , die für die Errichtung de r Böschungsbereiche und der Sekun-
däraue in Anspruch genommen werden, kann in der Regel durch Ersatzpflanzungen in gleicharti-
ger und gleichwertiger, funktionsfähiger Weise kompensiert werden. Unter Anwendung geeigneter
Kompensationsmaßnahmen verbleiben keine erheblichen Umweltauswirkungen.
Anlagenbedingt treten Veränderungen der Landschaftsstrukturen inklusive der Gewässer in der
Ablauftrasse auf, welche sich auf das Empfinden der Landschaft auswirkt. Das Empfinden der
Landschaft ist die subjektive, menschliche Wahrnehmung, die das ästhetische Erlebnis einer Land-
schaft prägt und zu einem Landschaftsbild geformt wird. Der Tagebausee Garzweiler wird durch
den Ausbau der Niers und Köhm an die überörtlichen Fließgewässer angebunden. Das Ablaufge-
wässer wird naturnah nach dem hydromorphologischen Leitbild des Gewässertyps „Löss-lehmge-
prägter Tieflandbach“ (Verweis) hergestellt. Erhebliche Auswirkungen durch das Vorhaben auf das
Landschaftsbild, welches im Hinblick auf die Eigenart, Vielfalt und Schönheit größtenteils mit „mit-
tel“, im Osten des Untersuchungsraumes mit „sehr gering/gering“, bewertet worden ist, sind durch
das Vorhaben nicht zu erwarten.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 74/84
Veränderung der topographischen Verhältnisse
Anlagenbedingt wird durch die Umsetzung des Seeablaufs eine Veränderung der topographischen
Verhältnisse hervorgerufen. Aufgrund der Dimensionierung des Seeablaufgewässers sind für die
Herstellung der Sekundäraue und Böschungsbereiche Eingriffe in die Landschaft erforderlich.
Die Auswirkungen durch die Veränderung der topographischen Verhältnisse auf die Landschaft
sind mit den Auswirkungen des oben genannten Wirkfaktors „ Veränderung der Flächennutzung
und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauftrasse “ deckungsgleich. Eingriffe in den
Naturhaushalt, aus denen ein Verlust der Landschaftsfunktion hervorgeht, sind im Rahmen der
Eingriffsregelung zu kompensieren. Unter Anwendung geeigneter Kompensationsmaßnahmen
verbleiben keine erheblichen Umweltauswirkungen.
5.2.7 Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter
Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Ablauf-
trasse
Anlagenbedingt erfolgt eine dauerhafte Veränderung der Flächennutzung und Landschaftsstruktu-
ren durch den Seeablauf, welcher d as Gewässerbett, den Böschungsbereich und dazugehörige
Erschließungsflächen umfasst. Durch die Flächeninanspruchnahme können – sofern innerhalb des
Arbeitsstreifens vorhanden – Bau- und Bodendenkmäler beeinträchtigt werden. Nach den vorlie-
genden Informationen sind keine der genannten Denkmäler und sonstige Sachgüter innerhalb des
Arbeitsstreifens vorhanden, sodass erhebliche Beeinträchtigungen durch die Umsetzung des Vor-
habens nicht zu erwarten sind.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 75/84
5.3 Betriebsbedingte Auswirkungen
Durch den Betrieb des Seeablaufes ergeben sich lediglich Auswirkungen für das Schutzgut Wasser
und das Schutzgut Tiere (siehe Tabelle 4). Für die übrigen aufgeführten Schutzgüter sind keine
betriebsbedingten Auswirkungen zu erwarten.
5.3.1 Menschen
Veränderung der Abflussverhältnisse
Durch den Ausbau der Gewässer zum Seeablauf wird eine Steigerung der Abflussleistung hervor-
gerufen. Die Trassen bewirken also sogar eine Retention des Hochwasserabflusses, was sich
durch das geringe Sohlgefälle der Trassen und durch die Retentionswirkung des Tagebausees
begründen lässt. Damit wird das Übertreten der Gewässer bei extremen Starkniederschlägen un-
terbunden, wodurch sich eine Verringerung der Überschwemmungsgebiete ergibt. Im Bereich des
Geländeeinschnitts sorgen zudem die Böschungen und die Anlage der Sekundäraue für einen
ausreichenden Hochwasserschutz. Das Vorhaben wirkt sich positiven auf den Hochwasserschutz
aus. Das Risiko von Überschwemmungen angrenzender Siedlungsflächen wird deutlich reduziert.
Folglich sind keine erheblichen Auswirkungen auf die nahe der Trasse befindlichen Siedlungsflä-
chen durch Hochwasserereignisse zu erwarten.
5.3.2 Pflanzen und biologische Vielfalt
Veränderung der Abflussverhältnisse
Durch den Ausbau der Köhm und Niers zu einem Seeablauf werden die Abflussverhältnisse be-
triebsbedingt verändert. Der Seeablauf wird dauerhaft wasserführend sein. Die Abflussverhältnisse
werden in diesem Sinne durch einen vergleichsweise homogenen Seeablauf geprägt werden, d.h.
der Seeablauf fungiert hydrogeologisch voraussichtlich vergleichbar zum Gewässertyp des see-
ausflussgeprägten Gewässers. Es ist davon auszugehen, dass das naturnahe Ablaufgewässer
mitsamt der Sekundäraue in seiner Funktionsfähigkeit positive Auswirkungen auf Biotopverbund-
flächen (Niersniederungen bei Wanlo und die Niersaue Keyenberg ) sowie auf angrenzende ge-
schützte Biotope und schutzwürdige Biotope auswirkt. Nach Vorhabenumsetzung ist durch die na-
turnahe Gestaltung eine gesteigerte Funktionsfähigkeit des Ablaufgewässers zu erwarten, die die
bestehenden Zielsetzungen an den Biotopver bund im betroffenen Raum deutlich überschr eiten
kann. Erhebliche Umweltauswirkungen folglich nicht zu erwarten.
Veränderung der Wasserbeschaffenheit
Hinweise auf betriebsbedingte, relevante Auswirkungen können insbesondere durch thermischen
Wirkungen hervorgerufen werden. Der mögliche thermische Einfluss des Ablaufs kann zur Beein-
flussung der Wassertemperaturen führen. Eine relevante Beeinträchtigung der angrenzend an das
Seeablaufgewässer befindlichen geschützten Biotope und schutzwürdigen Biotope (vgl. Kap.
4.2.1) wird vorbehaltlich weiterer Quantifizierungen als unwahrscheinlich beurteilt. Der Einsatz ei-
nes Mönchsbauwerks kann thermische Konflikte auf ein unerhebliches Maß reduzieren. Erhebliche
Umweltauswirkungen sind nach derzeitigem Kenntnisstand daher unwahrscheinlich
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 76/84
5.3.3 Tiere
Veränderung der Abflussverhältnisse
Durch den Ausbau der Köhm und Niers zu einem Seeablauf werden die Abflussverhältnisse be-
triebsbedingt verändert. Der Seeablauf wird dauerhaft wasserführend sein. Die Abflussverhältnisse
werden in diesem Sinne durch einen vergleichsweise homogenen Seeablauf geprägt werden, d.h.
der Seeablauf fungiert hydrogeologisch voraussichtlich vergleichbar zum Gewässertyp des see-
ausflussgeprägten Gewässers. Die Entnahme des Tagebausseewassers erfolgt über ein regulier-
bares Mönchsbauwerk. Ein tiefliegender Ablauf bietet erhebliche Vorteile im Hinblick auf die Steu-
erung der Wassertemperatur und des Sauerstoffhaushalts. Durch die Entnahme aus tieferen Was-
serschichten kann kühleres Wasser zugeführt werden, das im Vergleich zum Oberflächenwasser
eine konstantere Temperatur sowie häufig auch höhere Sauerstoffkonzentrationen aufweist. Dies
erweist sich insbesondere in den Sommermonaten als vorteilhaft, wenn oberflächennahe Wasser-
schichten zur Erwärmung und Sauerstoffverarmung neigen, wodurch die Lebensbedingungen für
aquatische Organismen beeinträchtigt werden. Die gezielte Ableitung aus tieferen, kühleren
Schichten trägt somit sowohl zur Vermeidung einer Überhitzung in Fließgewässern oder Bewäs-
serungssystemen als auch zur Stabilisierung des Sauerstoffgehalts bei. Betriebsbedingt hervorge-
rufene erhebliche Umweltauswirkungen auf die Icht hyofauna sowie weitere aquatische Organis-
mengruppen können daher ausgeschlossen werden.
Veränderung der Wasserbeschaffenheit
Hinweise auf betriebsbedingte, artenschutzrechtlich relevante Auswirkungen können insbesondere
durch thermischen Wirkungen hervorgerufen werden (vgl. Kap. 5.2.2.2). Wassertemperaturen sind
insbesondere für die Fischfauna relevant, deren im Untersuchungsraum zu erwartenden Arten je-
doch nicht als „planungsrelevant“ gelten. Der Einsatz eines Mönchsbauwerks kann thermische
Konflikte auf ein unerhebliches Maß reduzieren. Erhebliche Auswirkungen i. S. des Eintretens der
Zugriffsverbote nach § 44 Abs. 1 BNatSchG sind nach derzeitigem Kenntnisstand daher unwahr-
scheinlich.
5.3.4 Boden
Veränderung der Abflussverhältnisse
Mit dem Ausbau von Köhm und Niers zu einem Seeablauf verändern sich die Abflussverhältnisse
betriebsbedingt. Der Seeablauf wird dauerhaft wasserführend sein und sich durch ein vergleichs-
weise homogenes Abflussregime auszeichnen. Hydrogeologisch ist davon auszugehen, dass er
funktional dem Gewässertyp eines seeausflussgeprägten Gewässers entspric ht. Im natürlichen
Verlauf der Niers sind überwiegend Böden mit großen Wasser speichervermögen durch das Vor-
haben betroffen. Im Zuge des Betriebs des Seeablaufs ist zu erwarten, dass sich die dauerhafte
Wasserführung positiv auf den Bodenwasserhaushalt auswirkt wird und sich im Bereich der Se-
kundärauen auentypisch feucht bis nass sowie an den hohen Böschungen naturnah ausbildet. Er-
hebliche Umweltauswirkungen sind nicht zu erwarten.
5.3.5 Wasser
Veränderung der Abflussverhältnisse
Durch den Ausbau der Köhm und Niers zu einem Seeablauf werden die Abflussverhältnisse be-
triebsbedingt verändert. Der Seeablauf wird dauerhaft wasserführend sein. Die Abflussverhältnisse
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 77/84
werden in diesem Sinne durch einen vergleichsweise homogenen Seeablauf geprägt werden, d.h.
der Seeablauf fungiert hydrogeologisch voraussichtlich vergleichbar zum Gewässertyp des see-
ausflussgeprägten Gewässers.
Durch den Ausbau der Gewässer zum Seeablauf wird eine Steigerung der Abflussleistung hervor-
gerufen. Die Trassen bewirken also sogar eine Retention des Hochwasserabflusses, was sich
durch das geringe Sohlgefälle der Trassen einerseits sowie durch die Retentionswirkung des Ta-
gebausees begründen lässt. Damit wird das Übertreten der Gewässer bei extremen Starknieder-
schlägen unterbunden, wodurch sich eine Verringerung der Überschwemmungsgebiete ergibt. Im
Bereich des Geländeeinschnitts sorgen zudem die Böschungen und die Anlage der Sekundäraue
für einen ausreichenden Hochwasserschutz. Folglich sind keine erheblichen Auswirkungen durch
das Vorhaben zu erwarten.
Veränderung der Wasserbeschaffenheit
Betriebsbedingt wird die Wasserbeschaffenheit des Ablaufs überwiegend durch die Seewasser-
qualität des Tagebausees Garzweiler geprägt. Es bestehen darüber hinaus keine relevanten Zu-
flüsse (Nebengewässer, Grundwasser), welche auf die Wasserbeschaffenheit des Seeablaufs Ein-
fluss nehmen können. Maßgeblich wird die Wasserqualität des Seeablaufs bzw. Tagebausees
durch den Zulauf bestimmt werden, welcher in der ersten Zeit durch das Wasser aus dem Rhein
dominiert wird. Die grundsätzliche Verwendbarkeit des Rheinwa ssers wurde bereits mit dem
Braunkohlenplan Garzweiler II vom 31.3.1995 festgestellt und zuletzt durch den "Rheinwassergü-
tebericht" (MINISTERIUM FÜR UMWELT, NATURSCHUTZ UND VERKEHR DES LANDES NORDRHEIN-WEST-
FALEN, Stand 08.11.2022) in den wesentlichen Aussagen erneut bestätigt . Sie ist überdies Teil
eines umfangreichen Monitorings mit einem ganzheitlichen Ansatz, in dem die Eignung des Rhein-
wassers fortlaufend behandelt wird. Allerdings kann aufgrund der umgebenden intensiv landwirt-
schaftlich genutzten Gebiete ein Eintrag von diffusen Stoffeinträge n durch bspw. Nährstoffe und
Pestizide in das Gewässer nicht vollständig ausgeschlossen werden, sie werden aber durch die
Anlage umlaufender Randgewässer zum Tagebausee Garzweiler) weitgehend reduziert.
Die betriebsbedingt hervorgerufene Veränderung der Wasserbeschaffenheit wirkt sich zudem auf
Oberflächengewässer und das Grundwasser aus:
Oberflächengewässer:
Maßgeblich für die Einordnung der Auswirkungen gegenüber den Bewirtschaftungszielen sind et-
waige Beeinträchtigungen der bewertungsrelevanten Zönosen, d. h. der biologischen Qualitäts-
komponenten des ökologischen Gewässerzustandes. Es liegen keine Hinweise auf mögliche rele-
vante Schadstoffkonzentrationen im Seewasser vor, die mit Einsetzen des Ablaufs Konzentratio-
nen in der Vorflut hervorrufen könnten, die oberhalb der Umweltqualitätsnormen entsprechend der
Anlagen 6 und 8 OGewV (Oberflächengewässerverordnung) liegen. Nachteilige Auswirkungen auf
den ökologischen und chemischen Gewässerzustand der Vorflut durch einen relevanten Schad-
stoffeintrag aus dem Tagebausee durch den Ablauf sind nach derzeitigem Kenntnisstand daher
nicht zu erwarten.
Die Wasserbeschaffenheit des Ablaufgewässers wird überwiegend durch die Seewasserqualität
geprägt werden. Die Werte der betrachteten physikalisch-chemischen Parameter liegen innerhalb
des Wertebereichs, der ein Erreichen des guten ökologischen Zustands dur ch den Ablauf unmit-
telbar im Ablaufgewässer sowie der Niers nicht gefährdet, sondern vielmehr fördert.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 78/84
Bzgl. der Wassertemperaturen wird durch die Entnahme mit einem Mönchsbauwerk aus tieferen,
sprich kälteren Seeschichten Wasser entnommen, so dass im Ablauf die Temperaturen im Bereich
der für den guten ökologischen Zustand anzusetzenden Orientierungswerte liegen sollten. Der
thermische Einfluss des Ablaufs auf die Niers kann zudem durch eine um fassende Beschattung
des Ablaufgewässers minimiert werden. Eine Gewährleistung eines typkonformen Temperaturre-
gimes der Niers scheint daher grundsätzlich möglich und soll im Rahmen der weiteren Umweltprü-
fung konkretisiert bzw. belegt werden.
Grundwasser:
Wirkzusammenhänge, infolge derer relevante Beeinträchtigungen des Grundwassers hervorgeru-
fen werden könnten, bestehen nach derzeitigem Kenntnisstand nicht. Mögliche Beeinträchtigungen
treten allenfalls kleinräumig auf, lassen sich weitgehend vermeiden und sind daher als geringfügig
zu werten.
Im Hinblick auf die Veränderung der Wasserbeschaffenheit sind keine erhebliche Umweltauswir-
kungen zu erwarten. Im Rahmen der weiteren Umweltprüfung kann anhand von tiefergehenden
Prüfungen und der Anwendung geeigneter Maßnahmen das Ausbleiben von erheblichen Umwelt-
auswirkungen belegt werden.
5.4 Wechselwirkungen zwischen den vorgenannten Schutzgütern
Ökosystemare Wechselwirkungen als Wirkungsgefüge der Umwelt umfassen alle funktionalen und
strukturellen Beziehungen zwischen den einzelnen Schutzgütern innerhalb der vorliegenden land-
schaftlichen Ökosysteme. Sie umfassen kumulierende und synergetische Wirkungen sowie mögli-
che Verlagerungseffekte.
Die möglichen Wechselwirkungen werden in der späteren Umweltprüfung auf Grundlage der Be-
standserfassung und der dabei herausgearbeiteten ökologischen Funktionen abgeleitet. Die mög-
lichen Wirkpfade werden im Rahmen der Auswirkungsprognose schutzgutbezogen berücksichtigt.
Auf diese Weise werden Wechselwirkungen bei der Ermittlung, Beschreibung und Bewertung der
Umweltauswirkung hinreichend berücksichtigt und somit die Anforderungen des § 8 Abs. 1 S. 1
Nr. 4 ROG erfüllt.
6 Überschlägige Gesamtbewertung der Umweltauswirkungen
Mit dem „Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf
des Tagebausees Garzweiler“ sollen die Ziele und Grundsätze der Raumordnung zur Sicherung
der Trasse „Vorzugsvariante Köhm“ definiert werden.
Wesentliche, mit dem Braunkohlenplan bzw. dem dazu vorbereiteten Vorhaben verbundene Wirk-
faktoren sind:
• Veränderungen der Flächennutzung und Landschaftsstrukturen inkl. Gewässer in der Abl-
auftrasse
• Veränderung der Abflussverhältnisse
• Veränderung der Wasserbeschaffenheit
• Regelmäßige Gewässerunterhaltung
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 79/84
Erhebliche Umweltauswirkungen können für mehrere Schutzgüter aufgrund allenfalls geringfügiger
Wirkzusammenhänge offensichtlich unmittelbar ausgeschlossen werden oder sind trotz möglicher
Beeinträchtigungen nach überschlägiger Umweltprüfung gegenüber den jeweiligen Umweltschutz-
zielen nicht zu erwarten.
Im Folgenden werden die Ergebnisse der Auswirkungsprognose nach Schutzgütern wiedergege-
ben.
Für das Schutzgut Menschen, insbesondere die menschliche Gesundheit können durch die
Veränderung der Flächennutzung im Bereich des Seeablaufs nach gegenwärtigem Kenntnisstand
Konflikte im Hinblick auf die Bauleitplanung (vgl. Kap. 5.2.1) im Rahmen des nachgelagerten Ge-
nehmigungsverfahren nicht gänzlich ausgeschlossen werden. Im Hinblick auf die zukünftige Vor-
habenumsetzung werden derzeit keine unlösbaren Konflikte erwartet. D ie Vereinbarkeit mit den
Belangen der Bauleitplanung sind im weiteren Verfahrensablauf weiterhin zu untersuchen.
Das Schutzgut Tiere, Pflanzen und biologische Vielfalt wurde für die Teilaspekte Pflanzen und
biologische Vielfalt sowie Tiere separat betrachtet. Für Pflanzen und biologische Vielfalt ergibt
sich durch das geplante Vorhaben eine Beeinträchtigung von Waldflächen mit Schutzfunktion. Des
Weiteren können Eingriffe in geschützte Landschaftsbestandteile nicht vollumfänglich vermieden
werden (bspw. Betroffenheit von Alleen und Biotopkomplexen in Trassennähe). Ein Verstoß gegen
die Anforderungen des § 29 BNatSchG und § 41 LNatSchG NRW ist daher zwar zu erwarten, die
Beeinträchtigungen können jedoch in der Regel durch Ersatzpflanzungen in gleichartiger und
gleichwertiger, funktionsfähiger Weise kompensiert werden. Eine Befreiung von etwaigen Verboten
nach § 67 Abs. 1 BNatSchG wäre daher voraussichtlich erteilbar. Unter Berücksichtigung gegebe-
nenfalls erforderlicher Ausgleichsmaßnahmen verbleiben keine erheblichen nachteilige Umwelt-
auswirkungen. Für Tiere sind Beeinträchtigungen durch die Einspeisung des Wassers über ein
Mönchsbauwerk aus dem Tagebausee Garzweiler in die nachgelagerten Fließgewässer nicht zu
erwarten. Ein Vorkommen verfahrenskritischer Arten ist auf Grundlage der vorliegenden Informati-
onen nicht zu erwarten. Konflikte mit weiteren, auf Grundlage des Messtischblatts nachgewiesenen
Arten sind nicht als verfahrenskritisch einzustufen und können mit geeigneten Vermeidungs- bzw.
Kompensationsmaßnahmen gelöst werden. Somit sind für das Schutzgut Tiere, Pflanzen und bio-
logische Vielfalt unter Einbeziehung etwaiger erforderlicher Vermeidungs - und Kompensations-
maßnahmen keine erheblichen Umweltauswirkungen zu erwarten . Genauere Angaben zu den
Auswirkungen auf das Schutzgut werden in der UVP-Studie sowie der speziellen artenschutzrecht-
lichen Prüfung im nachgelagerten Verfahren getroffen.
Das Schutzgut Fläche und Boden wurde für den Teilaspekt Fläche und den Teilaspekt Boden
separat betrachtet. Für den Aspekt Fläche sind keine Beeinträchtigungen zu erwarten. Für den
Aspekt Boden sind Beeinträchtigungen durch die Umsetzung des Seeablaufs und des damit ver-
bundenen Aushubs der Erdmassen zu erwarten. Die entsprechenden Eingriffe werden nach Maß-
gabe des Fachrechts kompensiert werden, wodurch keine erheblichen Umweltauswirkungen ver-
bleiben.
Für das Schutzgut Wasser wurden in der Auswirkungsprognose keine erheblichen Umweltaus-
wirkungen nach gegenwärtigem Kenntnisstand identifiziert. Im Hinblick auf die Veränderung der
Wasserbeschaffenheit sind keine erhebliche Umweltauswirkungen zu erwarten. Durch den Einsatz
eines regulierbaren Mönchsbauwerks sind Beeinträchtigungen der nachgelagerten Fließgewässer
durch eine Erhö hung der Ablaufgewässertemperatur derzeit auszuschließen . Im Rahmen der
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 80/84
weiteren Umweltprüfung kann anhand von tiefergehenden Prüfungen und der Anwendung geeig-
neter Maßnahmen das Ausbleiben von erheblichen Umweltauswirkungen belegt werden (vgl. Kap.
5.3.5). Genauere Angaben zu den Auswirkungen der Veränderung der Wasserbeschaffenheit wer-
den in der UVP-Studie im nachgelagerten Verfahren getroffen.
Für das Schutzgut Klima und Luft können erheblichen Umweltauswirkungen voraussichtlich aus-
geschlossen werden.
Für das Schutzgut Landschaft sind durch die Flächeninanspruchnahme Eingriffe in den Natur-
haushalt, aus denen ein Verlust der Landschaftsfunktion hervorgeht, zu erwarten. Eingriffe in den
Landschaftshaushalt sind im Rahmen der Eingriffsregelung zu kompensieren. Der Verlust von
Landschaftsbestandteilen kann in der Regel durch Ersatzpflanzungen in gleichartiger und gleich-
wertiger, funktionsfähiger Weise kompensiert werden. Unter Anwendung geeigneter Kompensati-
onsmaßnahmen verbleiben keine erheblichen Umweltauswirkungen.
Für das Schutzgut Kulturelles Erbe und sonstige Sachgüter sind keine erheblichen Umwelt-
auswirkungen zu erwarten.
Die Auswirkungsprognose zeigt, dass für die meisten Schutzgüter – insbesondere Tiere, Pflanzen
und biologische Vielfalt, Wasser, Klima und Luft, Landschaft sowie Kulturelles Erbe und sonstige
Sachgüter – nach derzeitiger Einschätzung keine erheblichen nach teiligen Umweltauswirkungen
verbleiben, sofern geeignete Vermeidungs-, Ausgleichs- und Kompensationsmaßnahmen umge-
setzt werden. Für Boden treten Beeinträchtigungen durch Erdarbeiten auf, die jedoch fachrechtlich
kompensiert werden können. Beeinträchtigungen von Waldflächen, Alleen und Biotopkomplexen
lassen sich durch Ersatzpflanzungen ausgleichen; ein Vorkommen verfahrenskritischer Arten i st
nicht zu erwarten.
Beim Schutzgut Menschen sind Konflikte mit der Bauleitplanung im weiteren Verfahren noch ver-
tieft zu prüfen. Die Auswirkungen auf die Schutzgüter Wasser und Tiere können derzeit nur anhand
grober Prüfkriterien erfolgen. Genauere Angaben zu den Auswirkungen auf die genannten Schutz-
güter werden in der UVP-Studie im nachgelagerten Verfahren getroffen.
Insgesamt deutet die Prognose darauf hin, dass unter Berücksichtigung notwendiger Maßnahmen
keine erheblichen Umweltauswirkungen verbleiben.
Der BKP soll als Raumordnungsplan den Zielen und Grundsätzen des Landesentwicklungsplans
entsprechen und mit dem Regionalplan abgestimmt sein. Die Flächen des BKP -Gebiets werden
raumordnerisch die Funktion eines Freiraums übernehmen. Damit wird die gesamte Trasse eine
bedeutende Funktion im Biotopverbund zwischen dem Tagebausee , den Niersniederungen bei
Wanlo und der Niersaue Keyenberg übernehmen.
Der BKP steht dem landesplanerischen Grundsatz des Freiraumschutzes (Sicherung und Entwick-
lung der Nutz-, Schutz-, Erholungs- und Ausgleichsfunktionen) nicht entgegen, sondern unterstützt
diesen durch den naturnahen Gewässerausbau grundsätzlich.
Innerhalb der Sekundärauen werden Überschwemmungsbereiche hergestellt. Durch den Ausbau
der Gewässer zum Seeablauf wird eine Steigerung der Abflussleistung hervorgerufen. Die Trassen
bewirken also sogar eine Retention des Hochwasserabflusses, was sich durch das geringe Sohl-
gefälle der Trassen einerseits sowie durch die Retentionswirkung des Tagebausees begründen
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 81/84
lässt. Wesentliche Auswirkungen auf die Überschwemmungsbereiche der Niers und auf Bereiche
für den Grundwasser- und Gewässerschutz sind nicht zu erkennen.
Gegenüber den bestehenden regionalplanerischen Festsetzungen (Erhalt/Entwicklung des Frei-
raums) innerhalb des UR sind keine grundsätzlichen Konflikte zu erkennen.
Der naturnahe Gewässerausbau fügt sich in die vorbehaltenden Gebiete für Belange von Natur
und Landschaft ein und trägt zur Förderung des Schutzes der Landschaft und der landschaftsori-
entierten Erholung nachhaltig bei. Demnach sind Belange von Landschaft und Natur in ihren raum-
bedeutsamen Funktionen oder Nutzungen nicht durch das Vorhaben beeinträchtigt. Es verbleiben
keine raumordnerischen Konflikte.
Zusammenfassend ergeben sich auf Grundlage der überschlägigen Beurteilung der Umweltaus-
wirkungen aus umweltfachlicher und raumordnerischer Sicht keine Hinweise auf unüberwindbare
Hindernisse für die Umsetzung des BKP.
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 82/84
7 Quellenverzeichnis
Das Gutachten berücksichtigt die Gesetzgebung mit Stand 09/2025. Soweit auf gesetzliche Vor-
schriften im Text Bezug genommen wird, handelt es sich um die jeweils aktuelle Fassung. Wird
ausnahmsweise auf einen älteren Stand eines Gesetzes Bezug genommen wird, wird dies aus-
drücklich gekennzeichnet.
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (1995)
Braunkohlenplan Garzweiler II. Abrufbar unter: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_inter-
net/leistungen/abteilung03/32/braunkohlenplanung/braunkohlenplaene/plan_garzwei-
ler_zwei/index.html
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (2010)
Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln – Teilabschnitt Region Köln. 2. Auflage mit Er-
gänzungen (Stand: April 2018).
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (2016)
Regionalplan Köln, sachlicher Teilabschnitt "Vorbeugender Hochwasserschutz", Teil 2 – Teil-
abschnitte Region Aachen (Wassereinzugsgebiet der Rur) (Stand April 2016)
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (2018)
Regionalplan für den Regierungsbezirk Köln – Teilabschnitt Region Köln. 2. Auflage mit Ergän-
zungen (Stand: April 2018). Abrufbar unter: https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leis-
tungen/abteilung03/32/regionalplanung/aktueller_regionalplan/teilabschnitt_koeln/index.html
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (2020)
Monitoring Garzweiler II – Jahresbericht 2020, abrufbar unter https://www.bezreg-
koeln.nrw.de/brk_internet/gremien/braunkohlenausschuss/monitoring/index.html
BEZIRKSREGIERUNG KÖLN (2021)
Entwurf zur Neuaufstellung des Regionalplans, Dezember 2021. Planunterlagen abrufbar unter:
https://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/leistungen/abteilung03/32/regionalplanung/be-
teiligung_regionalplanung/index.html
BEZIRKSREGIERUNG DÜSSELDORF (2021)
Regionalplan Düsseldorf. Stand 26.04.2021.
https://www.brd.nrw.de/themen/planen-bauen/regionalplan/regionalplan-duesseldorf-rpd
BJÖRNSEN BERATENDE INGENIEURE GMBH (2024)
Erläuterungsbericht zur Machbarkeitsstudie zum Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur
Niers, durchgeführt im Auftrag der RWE Power AG Wasserwirtschaftliche Planung und Geneh-
migung
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 83/84
BUND LANDESVERBAND NORDRHEIN-WESTFALEN (2023)
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LANDESAMT FÜR NATUR, UMWELT UND KLIMA NRW (2024B)
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STADT ERKELENZ – LANDSCHAFTSVERBAND RHEINLAND (1989)
Landschaftsplan I/1 Erkelenzer Börde, Satzung des Kreises Heinsberg, in der Fassung der 1.
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STADT ERKELENZ – DEZERNAT III PLANUNGSAMT (2001)
Wirksamer Flächennutzungsplan – Planungsstand 09/2001
STADT MÖNCHENGLADBACH - FACHBEREICH UMWELTSCHUTZ UND ENTSORGUNG (2008)
Landschaftsplan 2008 – Textliche Festsetzungen mit Erläuterungen, Entwicklungs - und Fest-
setzungskarte
Braunkohlenplan Garzweiler II, Sachlicher Teilplan: Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler
Angaben zur überschlägigen Beurteilung der Umweltverträglichkeit – Seeablauf Seite 84/84
STADT MÖNCHENGLADBACH – FACHBEREICH STADTENTWICKLUNG UND PLANUNG (2022)
Wirksamer Flächennutzungsplan – Planungsplan 06/2022
STADT MÖNCHENGLADBACH (2023)
Tagebau Garzweiler I und II – Auswirkungen und Gegenmaßnahmen, abrufbar unter
https://www.moenchengladbach.de/de/rathaus/buergerinfo-a-z/planen-bauen-mobilitaet-um-
welt-dezernat-vi/fachbereich-umwelt-64/wasser-abwasser-braunkohle-umweltplanung/braun-
kohlenangelegenheiten/tagebaue-garzweiler-i-und-ii-auswirkungen-und-gegenmassnahmen
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Anlage 1_Vorhabenbeschreibung_Seeablauf)
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1 RWE Power Aktiengesellschaft Braunkohlenplanverfahren zur Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler Anlage 1 - Vorhabensbeschreibung Stand 05.09.2025 Inhalt 1 Einleitung ......................................................................................................................................... 2 2 Rechtsgrundlagen............................................................................................................................ 4 3 Grundlagen und Kurzbeschreibung zum Vorhaben der Trassensicherung .................................... 4 4 Erforderlichkeit des Ablaufs Tagebausee Garzweiler ..................................................................... 6 5 Beschreibung des Vorhabens ......................................................................................................... 7 5.1 Ermittlung der Ablauftrasse (Ergebnis der Alternativenprüfung) ........................................... 7 5.2 Vorzugsvariante „Freiablaufvariante Köhm“ ........................................................................ 10 5.2.1 Trassenverlauf ................................................................................................................. 10 5.2.2 Ausbauplanung des Überlaufs am Tagebausee Garzweiler in Richtung Niers .............. 13 5.2.3 Gewässermerkmale Freiablaufvariante Köhm ................................................................ 13 6 Räumliche Abgrenzung der im Braunkohlenplan zu sichernden Trasse ...................................... 15 6.1 Breite des Ablaufgewässers (inkl. Sekundäraue, Böschungen und Verwallungen) ............ 16 6.2 Arbeitsstreifen ...................................................................................................................... 16 6.3 Sicherungsstreifen ............................................................................................................... 17 6.4 Insgesamt zu sichernder Trassenkorridor ............................................................................ 18 2 1 Einleitung Die RWE Power AG betreibt den Tagebau Garzweiler II auf Grundlage des Braunkohlenplans Garzweiler II. Der Braunkohlenplan Garzweiler II wurde vom Ministerium für Umwelt, Raum- ordnung und Landwirtschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (MURL) am 31.03.1995 geneh- migt. Er sieht zur Sicherstellung der Energieversorgung derzeit auf einer Fläche von rund 4.800 ha im Abbaugebiet Garzweiler II die Gewinnung von Braunkohle als vorrangige Nutzung vor. Den Endstand soll der Tagebau laut Braunkohlenplan Garzweiler II im Jahr 2045 errei- chen. Nachdem in Nordrhein-Westfalen nach der Landtagswahl im Mai 2022 ein Koalitionsvertrag zwischen CDU und Bündnis 90/Grüne verhandelt worden war, der einen Kohleausstieg bis 2030 und einen Erhalt der Ortschaften des 3. Umsiedlungsabschnitts vorsah, verständi gten sich der Bund, das Land NRW und die RWE AG am 04.10.2022 auf einen Kohleausstieg im Jahr 2030. Folgende, den Tagebau Garzweiler betreffende Punkte sind in dem Eckpunktepa- pier „Stärkung von Versorgungssicherheit und Klimaschutz - Klarheit für die Mensc hen im Rheinischen Revier. Politische Verständigung zwischen dem Bundesministerium für Wirt- schaft und Klimaschutz, dem Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen und der RWE AG zum vorgezogenen Kohleaussti eg 2030 im Rheinischen Revier" enthalten: • Mit der Anpassung des KVBG und des öffentlich-rechtlichen Vertrags soll der Kohleaus- stieg für die Kraftwerke der RWE auf 2030 vorgezogen werden.“ • „Mit dem Vorziehen des Kohleausstiegs auf 2030 soll die noch zu verstromende Kohle- menge so weit reduziert werden, dass im Tagebau Garzweiler der 3. Umsiedlungsab- schnitt mit den Ortschaften Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich und Berverath sowie [Holzweiler und] den Holzweiler [Feld-]Höfen (Eggeratherhof, Roitzer- hof, Weyerhof) erhalten [bleibt].“ • „Die vereinbarten Abstandsflächen von rund 400 Metern zu Keyenberg und den weiteren Dörfern des 3. Umsiedlungsabschnitts und die 500 Meter zu Holzweiler sowie das Ste- henlassen der Feldhöfe (Eggeratherhof, Roitzerhof, Weyerhof) führen dazu, dass wegen der benötigten Abraummengen keine Möglichkeit mehr besteht, um – entgegen der ge- richtlichen Entscheidung – mit der Nichtinanspruchnahme von Lützerath praktisch eine Insellage für die Siedlung im Tagebau Garzweiler II herzustellen.“ • „Die Autobahn 61 wird sich auf Grund der veränderten Geometrie und Lage des Rest- sees nicht wie vorgesehen wiederherstellen lassen.“ Diese politische Verständigung vom 04.10.2022 ist durch das Gesetz zur Beschleunigung des Braunkohleausstiegs im Rheinischen Revier vom 19.12.2022 (BGBl. I, S. 2479), das Änderun- gen am Kohleverstromungsbeendigungsgesetz (KVBG) vornimmt, umgesetzt worden. Die raumbedeutsamen Aspekte der politischen Verständigung fanden Eingang in die „Leitent- scheidung 2023: Meilenstein für den Klimaschutz, Stärkung der Versorgungssicherheit und Klarheit für die Menschen in der Region“ der Landesregierung NRW. In Bezug auf das Abbau- vorhaben sind die grundlegenden Aspekte nahezu unverändert geblieben. Mit Blick auf die Wiedernutzbarmachung verringert sich jedoch die benötigte Menge an Abraum und Rekulti- vierungsmaterial. Der Verbleib des Materials im Abbaugebiet Garzweiler führt zu einer Verrin- gerung der Flächeninanspruchnahme im Vorfeld des Tagebaus Garzweiler. Gegenüber dem Vorhaben nach politischer Verständigung vom 04.10.2022, zu dem der 3 Braunkohlenausschuss bereits am 16.06.2023 einen Vorentwurfsbeschluss gefasst hatte, ver- ringerte sich die Abbaufläche um rund 40 ha. Das von RWE Power unter Berücksichtigung der Leitentscheidung 2023 konkretisierte Vorha- ben wurde im Braunkohlenausschuss am 15.03.2024 vorgestellt. Der Braunkohlenausschuss hat auf dieser Basis einen neuen Vorentwurfsbeschluss gefasst und die Regionalplanungsbe- hörde beauftragt, den Vorentwurf zur Änderung des Braunkohlenplans Garzweiler II ein- schließlich der im Bereich Frimmersdorf erfolgten Anpassungen der Wiedernutzbarmachung zu erarbeiten. Das Braunkohlenplanänderungsverfahren konnte inzwischen so weit fortgeführt werden, dass mit dem Aufstellungsbeschluss durch den Braunkohlenausschuss im September 2025 gerech- net wird. Aufgrund der Änderungen, die sich für den Tagebau Garzweiler aus den Vorgaben der Leiten- tscheidung 2023 sowie dem aus dem KVBG resultierenden früheren Ausstieg aus der Braun- kohleverstromung ergeben, wird die Seebefüllung Garzweiler nunmehr bereits ab 2036 begin- nen. Damit wurde der Beginn der Seebefüllung im Vergleich zu den bisherigen Planungen um rd. ein Jahrzehnt vorgezogen. Für die Zuführung des Rheinwassers zum Tagebau Garzweiler mittels einer Rheinwassertransportleitung (RWTL) erfolgte eine Änderung und Ergänzung des „Braunkohlenplans Garzweiler II: Sachlicher Teilplan; Sicherung einer Trasse für die Rhein- wassertransportleitung“. Das bergrechtliche Planfeststellungsverfahren für den Bau und Be- trieb der Rheinwassertransportleitung ist bereits weit fortgeschritten. Nach Erlass des Plan- feststellungsbeschlusses wird kurzfristig mit dem Bau begonnen. Mit der Herstellung des Tagebausees Garzweiler geht die Notwendigkeit zur Realisierung ei- nes Ablaufgewässers einher. Wenn der Zielwasserspiegel des Tagebausees Garzweiler von + 66 m NHN etwa Mitte der 2060iger Jahre erreicht wird, soll ein freier Ablauf mit einer freien Ableitung in die Niers funktionsfähig vorhanden sein. Nach Durchführung einer umfangreichen Alternativenprüfung für die Trassenwahl (s. Mach- barkeitsstudie zum Ablaufgewässer zur Niers, BCE BJÖRNSEN BERATENDE INGENIEURE, Oktober 2024) kann und soll für die H erstellung des Ablaufs weitestgehend die bestehende Gewässertrasse der Köhm genutzt werden. Soweit es bergbauliche Aspekte betrifft, ist diese, ebenso wie Teile der Gewässertrasse der Niers, rechtzeitig vor Inbetriebnahme des Ablaufs zur Aufnahme der Abflussmengen aus dem Tagebausee auszubauen, was mit einer Flächen- inanspruchnahme einhergeht. Hierfür wird zu gegebener Zeit ein detailliertes wasserrechtli- ches Planungs- und Genehmigungsverfahren durchzuführen sein. Bereits heute bedarf es allerdings einer raumplanerischen Sicherung der Trasse für den Ab- lauf. Dafür regt die RWE Power AG mangels anderer zeitlich so weit reichender Sicherungs- instrumente und ebenso wie für den Ablauf des Tagebausees Hambach geschehen, die Durchführung eines landesplanerischen Braunkohlenplanverfahrens an. Mit der vorliegenden Vorhabensbeschreibung unterrichtet die Bergbautreibende die Bezirks- regierung Köln als Geschäftsstelle des Braunkohlenausschusses über das geplante Vorhaben zur Trassensicherung des Ablaufs Tagebausee Garzweiler (vgl. § 27 Abs. 2 LPlG). 4 Diese Vorhabensbeschreibung ist wie folgt gegliedert: - In Kapitel 2 werden die Rechtsgrundlagen für das Vorhaben erläutert. - Kapitel 3 beschreibt das Gesamtvorhaben Tagebausee Garzweiler und beinhaltet eine Kurzbeschreibung des geplanten Ablaufs für den Tagebausee Garzweiler. - In dem anschließenden Kapitel 4 werden die Erforderlichkeit des Ablaufs sowie der Zeitpunkt dessen Inbetriebnahme dargelegt. - Eine detaillierte Darstellung des geplanten Ablaufs für den Tagebausee Garzweiler in- klusive einer räumlichen Darstellung der Ablauftrasse, als Ergebnis einer Alternativen- prüfung, erfolgt in Kapitel 5. - Abschließend enthält Kapitel 6 nähere Informationen zur erforderlichen Breite der raumplanerisch freizuhaltenden Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler. Die Vorhabensbeschreibung soll – neben einer Unterlage zur erfolgten Alternativenprüfung möglicher Trassenverläufe (Machbarkeitsstudie zum Ablaufgewässer zur Niers, BCE BJÖRN- SEN BERATENDE INGENIEURE, Oktober 2024) und Angaben zur überschlägigen Umwelt- prüfung – als Grundlage für die Einleitung des Braunkohlenplanverfahrens zur Sicherung einer Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler dienen. 2 Rechtsgrundlagen Bei dem hier beschriebenen Vorhaben zur Trassensicherung des Ablaufs für den Tagebausee Garzweiler handelt es sich um eine zum bergbaulichen Vorhaben gehörende Maßnahme, für die mangels alternativer, zeitlich ausreichend lange fortbestehender raumplanerischer Siche- rungsinstrumente eine geordnete Braunkohlenplanung mittels eines Braunkohlenplanes erfor- derlich ist (vgl. § 26 LPlG NRW). Die rechtlichen Grundlagen werden dabei maßgeblich durch das Raumordnungsgesetz (ROG), das Gesetz über die Umweltverträglichk eitsprüfung (UVPG), das Landesplanungsgesetz Nordrhein-Westfalens (LPlG NRW) sowie dessen Durch- führungsverordnung (LPlG DVO NRW) bestimmt. Braunkohlenpläne stellen nach § 2 Abs. 1 LPlG NRW Raumordnungspläne im Sinne des § 13 ROG dar, für deren Aufstellung nach § 8 ROG eine (strategische) Umweltprüfung durchzufüh- ren ist. Hierbei sind die voraussichtlichen erheblichen Auswirkungen des Braunkohlenplans auf die Umwelt zu ermitteln und in einem Umweltbericht zu beschreiben und zu bewerten. Die Projekt-Umweltverträglichkeitsprüfung wird erst beim späteren Genehmigungsverfahren für den detaillierten Ausbau der Trasse innerhalb des nun zu sichernden Trassenkorridors durch- geführt. 3 Grundlagen und Kurzbeschreibung zum Vorhaben der Trassensicherung Dem hier gegenständlichen Vorhaben zur Sicherung einer Trasse für den Ablauf Tagebausee Garzweiler liegen die nachfolgenden Informationen zur Herstellung d es Tagebausees Garz- weiler zu Grunde, die sich insbesondere aus dem aktuellen Stand des Braunkohlenplanände- rungsverfahren des „Braunkohlenplan Garzweiler II für das aufgrund des vereinbarten Koh- leausstiegs geänderte Tagebauvorhaben Garzweiler II einschließlich der im Bereich Frim- mersdorf erfolgten Anpassungen“ ableiten. 5 Tagebausee Garzweiler Die RWE Power AG beabsichtigt die Befüllung des Tagebausees Garzweiler nach Ende der Kohlegewinnung und der sich anschließenden Fertigstellung der Seehohlform ab 2036 . Laut aktueller Planungen wird der Tagebausee Garzweiler eine Größe von etwa 2.216 ha, ein Vo- lumen von etwa 1.500 Mio. m³ und eine Tiefe von maximal rd. 170 m besitzen. Die Befüllung des Tagebausees erfolgt planmäßig mit Wasser aus dem Rhein sowie mit Wässern aus der nachlaufenden Sümpfung. Die Befülldauer des Tagebausees Garzweiler bis zum Erreichen des Zielwasserspiegels ist maßgeblich von den Wassermengen abhängig, die dem Rhein für die Befüllung der Tagebau- seen Hambach und Garzweiler entnommen werden dürfen. Unter Berücksichtigung des Be- schlusses der Zentralkommission für die Rheinschifffahrt ( ZKR) aus dem abgeschlossenen Braunkohlenplanverfahren „Braunkohlenplan Garzweiler II: Sachlicher Teilplan: Sicherung ei- ner Trasse für die Rheinwassertransportleitung“, der die Rheinwasserentnahme in Abhängig- keit des Wasserspiegels im Rhein beschränkt, ist nach derzeitigen Prognosen eine Befüllung des Tagebausees Garzweiler in rd. 30 Jahren möglich. Die Befüllung beginnt nach aktueller Planung im Jahr 2036. Nach erstmaligem Erreichen des Zielwasserspiegels wird eine nachlaufende Befüllung des Tagebausees weiterhin über die RWTL aus dem Rhein zum Ausgleich der Versickerungsver- luste (Gebirgsverlust) erforderlich sein. Diese nachlaufende Befüllung wird bis zum Einstellen eines natürlichen Gleichgewichts aus Zu- und Abstrom andauern. Der Zielwasserspiegel des Tagebausees Garzweiler soll bei + 66 m NHN liegen. Dieser Wert ist das Ergebnis einer Unterarbeitsgruppe des Monitoring Garzweiler II unter Federführung des LANUK (vormals LANUV). In seiner Sitzung vom 15.12.2023 beschloss der Braunkohlen- ausschuss Köln, die Seewasserspiegelhöhe für den Tagebausee Garzweiler von + 66 m NHN im weiteren Braunkohlenplanänderungsverfahren Garzweiler II zugrunde zu legen. Ablauf Tagebausee Garzweiler Der an den Tagebausee Garzweiler anzubindende Seeablauf soll langfristig nach Befüllung des Sees die Regulierung des Zielwasserspiegels bei + 66 m NHN gewährleisten. Hierzu wird ein Ablaufbauwerk errichtet, über das das Seewasser frei ablaufen kann. Aufgrund der Hö- henlagen der Vorfluter und des späteren Einzugsgebietes des Sees erfolgt der Ablauf in Rich- tung Niers. Der Ablauf des Tagebausees wird im nord -westlichen Bereich des Tagebaus Garzweiler an- gelegt und verläuft größtenteils in den bestehenden Gewässertrassen der Köhm und Niers (s. Ausführungen Kapitel 5.2). Unter technischen, wirtschaftlichen und raumplanerischen Ge- sichtspunkten wird der Ablauf durch einen kombinierten Neubau und naturnahen Ausbau der Köhm und der Niers auf einer Gesamtlänge von rd. 3,27 km (bis zum Anschlusspunkt im Be- reich der A 46 in die weitere Niers ) bestmöglich umgesetzt (s. Alternativenprüfung: „Freiab- laufvariante Köhm“). Die zukünftige Ableitungstrasse ( überwiegend in der bestehenden Ge- wässertrasse der Köhm) zur Niers und im Weiteren Verlauf der Niers bis zum Anschlusspunkt A 46 wird als naturnahes, längsdurchgängiges Gewässer geplant. Diese Planung wird, unter Berücksichtigung der sich daraus ergebenden Platzbedürfnisse , de m raumplanerischen Braunkohlenplanverfahren für den Seeablauf Garzweiler zugrunde gelegt. Ab dem Anschluss- punkt A 46 wird das Wasser im unveränderten gefällegeeigneten Gewässerbett der Niers wei- tergeleitet. Das Braunkohlenplanverfahren dient zunächst nur der landesplanerischen 6 Sicherung des Trassenkorridors. Die Planung und Genehmigung der detaillierten Herrichtung des Ablaufs ist einem eigenen späteren Genehmigungsverfahren mit Umweltverträglichkeits- prüfung vorbehalten. Der Ablauf selbst muss in Abhängigkeit von den aus dem Rhein zur Verfügung stehenden Befüllmengen und der dementsprechenden Befülldauer des Tagebausees bergbaubedingt erst Mitte der 2060er Jahre betriebsfähig hergestellt sein. Die für den Ausbau des Ablaufs nach dem Braunkohlenplan erforderlichen konkreten Genehmigungsverfahren (einschl. Umweltver- träglichkeitsprüfung etc.) sollen mit einem Vorlauf von etwa 15 Jahren vor Inbetriebnahme Mitte der 2060er Jahre, also Anfang der 2050er Jahre beginnen. Trassensicherung Ablauf Tagebausee Garzweiler Obwohl die Inbetriebnahme des Ablaufs für den Tagebausee Garzweiler voraussichtlich erst Mitte der 2060er Jahre erfolgen wird, ist aufgrund der Enge des Raums, der für mögliche Tras- senvarianten zur Verfügung steht und der bereits heute bestehenden Nutzungskonkurrenz in- nerhalb dieses Raums eine frühzeitige raumplanerische Freihaltung der Ableitungstrasse er- forderlich. Die für den Ablauf vorgesehene Trasse soll durch einen Braunkohlenplan langfristig, raumordnungsrechtlich verbindlich gesichert werden. Diese vorrausschauende Planung eröff- net auch der Region frühzeitig anderweitige Planungsmöglichkeiten außerhalb der Trasse und in Kenntnis des geplanten Ablaufgewässers. Das Braunkohlenplanverfahren ist das geeignete Instrument der Trassensicherung, was sich bereits für die Zuleitung von Rheinwasser und den Ablauf für den Tagebausee Hambach erwiesen hat. Andere geltende raumplanerische Pla- nungsinstrumente lösen nicht die hier erforderliche langfristige Bindungswirkung für die Abl- auftrasse aus. 4 Erforderlichkeit des Ablaufs Tagebausee Garzweiler Die Herstellung eines Tagebausees in dem Restraum, der nach Beendigung der Kohlegewin- nung im Tagebau Garzweiler zurückbleibt, ist fester und notwendiger Bestandteil der Wie- dernutzbarmachungsplanung für den Tagebau Garzweiler. Neben der Herstellung des Tage- bausees wird auch ein Ablauf aus dem Tagebausee benötigt, der für die Herstellung des Ta- gebausees Garzweiler als funktionsfähiges Gewässer insgesamt erforderlich ist. Im stationären Endzustand (natürlicher Zustand nach Abschluss des Grundwasserwiederan- stiegs) wird der Tagebausee Garzweiler als Vorfluter für das umgebende Grundwasser wirken. Durch den Seeablauf wird der Tagebausee über den langfristigen Grundwasserkontakt hinaus in den natürlichen Wasserkreislauf eingebunden. Die Einrichtung eines regulierbaren Ablaufbauwerks (z.B. regulierbare Ablaufschwelle oder regulierbares Mönchsbauwerk) am Tagebausee Garzweiler und die Ableitung des Seewas- sers über dieses Bauwerk in Richtung Niers dient der Sicherung des Zielwasserspiegels des Tagebausees und dem Abfluss in die Niers. Mittels Festlegungen zur konkreten Position und Dimensionierung des Ablaufbauwerks kann der Zielwasserspiegel des Tagebausees, der grundsätzlich auch natürlichen Schwankungen unterliegt, reguliert werden. Wie bereits in Kapitel 3 dargelegt, wird für den Tagebausee Garzweiler , nach aktueller Pla- nungs- und Genehmigungssituation zur Rheinwasserentnahme , eine Befülldauer von rd. 30 Jahren angenommen. Vor diesem Hintergrund ist derzeit davon auszugehen, dass der Ablauf Tagebausee Garzweiler seine Funktion Mitte der 2060er Jahre aufnehmen muss und das 7 bergbaubedingte konkrete Genehmigungsverfahren für den Ausbau mit dem erforderlichen Vorlauf Anfang der 2050er Jahre beginnen wird. 5 Beschreibung des Vorhabens 5.1 Ermittlung der Ablauftrasse (Ergebnis der Alternativenprüfung) Als wesentlicher Baustein der Trassenauswahl für den Ablauf des Tagbausees Garzweiler wurde durch das Ingenieurbüro Björnsen Beratende Ingenieure, Niederlassung Köln, eine Al- ternativenprüfung durchgeführt ( Machbarkeitsstudie zum Ablaufgewässer zur Niers, BCE BJÖRNSEN BERATENDE INGENIEURE, Oktober 2024). Der hierfür gewählte Suchraum (vgl. Abb. 1) wurde unter Berücksichtigung technischer und umweltfachlicher Kriterien abgegrenzt und erstreckt sich zwischen dem zukünftigen Tagebausee Garzweiler im Osten, der nördlich verlaufenden A 46 und der Niers im Westen. In die Erstellung der Alternativenprüfung waren verschiedene Beteiligte eingebunden (u.a. Bezirksregierung Köln). Abb. 1 Suchraum für Ablauftrasse (rot gestrichelt) Im ersten Schritt des Variantenstudiums im Rahmen der Alternativenprüfung wurden geeig- nete Ablaufbauwerke erläutert und es erfolgt e eine Vorauswahl der technisch sinnvollsten Bauformen. Betrachtet wurden eine feste Ablaufschwelle, eine regulierbare Ablaufschwelle, ein regulierbares Mönchsbauwerk sowie eine Pumpstation. Mit Blick auf die zu erwartenden Abflussverhältnisse der Niers ist ein regulierbares Bauwerk einer festen Ablaufschwelle grund- sätzlich vorzuziehen. Im Ergebnis wiesen Mönchsbauwerk und Pumpstation (beides 8 regulierbar) die meisten Vorteile hinsichtlich einer guten Wasserqualität auf und wurden daher bei den betrachteten Varianten zugrunde gelegt. Die ermittelten Grundlagendaten wurden daraufhin im Rahmen einer Restriktionsanalyse hin- sichtlich ihrer Restriktionswirkung auf den Bau des naturnahen Ablaufgewässers ausgewertet und in Form von Restriktionskarten (Topografie, Nutzungen, Schutzgebiete) dargestellt. Auf Grundlage der Restri ktionskarten wurden acht Varianten für einen Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk (davon sechs Varianten mit zwei verschiedenen Anschlusspunkten – Platten- straße und A 46) und drei Varianten mit einem Pumpwerk am Tagebaus ee Garzweiler be- trachtet. Im Einzelnen wurden folgende Varianten identifiziert und untersucht (s. Abb. 2): • A 61 (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt A 46) • Köhm (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Plattenstraße und A 46) • Lärmschutzwall (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Plattenstraße und A 46) • Zourshof (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Platten- straße und A 46) • Nord (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt A 46) • Nördlich Altlast (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Plattenstraße und A 46) • Süd A (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Plattenstraße und A 46) • Süd B (freier Ablauf mit regulierbarem Mönchsbauwerk, Anschlusspunkt Plattenstraße und A 46) • PW Zourshof (Pumpwerk, Rohrleitung) • PW Köhm (Pumpwerk) • PW Holzweiler Fließ (Pumpwerk) 9 Abb. 2 Überblick über die Lage der Trassenverläufe im Suchraum (Suchraum: rot gestrichelter Umring, siehe Abb.1). In dem anschließenden, vierstufigen Variantenstudium wurden zunächst die variantenspezifi- schen Grundlagen für die Längsschnittgestaltung ermittelt (Abfluss, Sohlgefälle) und darauf aufbauend die Vor- und Nachteile der beiden Anschlusspunkte Plattenstraße und A 46 bewer- tet (Stufe 1). Die Bewertung kommt zu dem Ergebnis, dass die mit dem Anschlusspunkt Plat- tenstraße realisierbaren Sohlgefälle unterhalb der Leitbildvorgaben liegen und somit eine stark defizitäre morphodynamische Entwicklung zu erwarten wäre . Die Varianten mit Anschluss- punkt Plattenstraße wurden daher in der Machbarkeitsstudie nicht weiter berücksichtigt. In der anschließenden Trassenanalyse (Stufe 2) wurden die Varianten mit Blick auf die Anbin- dung bestehender Gewässer und die Gestaltung von Kreuzungsbauwerken weiter ausgear- beitet sowie variantenspezifische Eingriffe ermittelt. Zu einer Abschichtung weiterer Varianten führten diese Betrachtungen nicht. In der Stufe 3 des Variantenstudiums erfolgte die Bewertung der Auswirkungen auf die Ge- wässerabschnitte von Niers, Köhm und Wahnbuschgraben. In die abschließende Gesamtbewertung (Stufe 4) fl ossen alle in den davorliegenden Stufen ermittelten Grundlagen und Planungsrandbedingungen ein. Im Ergebnis stellt e sich die Frei- ablaufvariante „Köhm“ als Vorzugsvariante dar, die daher aus Sicht der RWE Power AG Grundlage für das angeregte Braunkohlenplanverfahren sein soll. Für diese Variante wurden durch das Büro Froelich&Sporbeck (Niederlassung Bochum) die Angaben zur überschlägigen Umweltprüfung erarbeitet. 10 Wesentliche Argumente für die Auswahl der Freiablaufvariante „Köhm“ sind höchste Zielerrei- chung bei den Planungszielen: • Nachhaltigkeit (Unter dem Begriff der Nachhaltigkeit werden hier Aspekte des gerin- gen Energie- und Ressourcenverbrauchs für die Herstellung und den Betrieb des Ab- laufgewässers, sowie die Schaffung eines zeitlich unbegrenzten selbsttragenden Sys- tems bewertet.) und • Stärkung von Biotopverbundeffekten. Der detaillierte Variantenauswahlprozess ist in der anliegenden Alternativenprüfung dokumen- tiert. 5.2 Vorzugsvariante „Freiablaufvariante Köhm“ Für die bevorzugte Freiablaufvariante Köhm müssen die bestehenden Gewässer Köhm und Niers (teilweise) ausgebaut werden (Gewässerausbau). Im Bereich des Hauses Keyenberg verlässt die Trasse außerdem den ursprünglichen Verlauf der Köhm und schwenkt nach Nor- den aus, um ein Bestandsgebäude zu umgehen (Gewässerneubau). Der Oberlauf der Niers (OFWK 286_109828) ab der Einmündung Köhm und die Köhm werden durch den Gewässerausbau nach erfolgtem Grundwasseranstieg wieder Grundwasseran- schluss sowie einen permanenten Abfluss erhalten. erhalten. Nach der 3. Bewirtschaftungs- planung (BWP) zur Umsetzung der Europäischen Wasserrahmenrichtlinie (EG-WRRL) ist der Oberlauf der Niers (OFWK 286_109828) als HMWB (Heavy Modified Water Body) ausgewie- sen und besitzt ein unbefriedigendes ökologisches Potenzial bzw. einen mäßig ökologischen Zustand; der chemische Zustand ist nicht gut. Die Wasserführung wird derzeit durch die Ein- leitung von Sümpfungswasser des Tagebaus Garzweiler II sichergestellt. Der Oberlauf der Niers sowie die Köhm müssen für eine leitbildkonforme Ausgestaltung des Ablaufgewässers, mit der eine naturnahe Entwicklung des künftigen Ablaufgewässers einher- geht, sowohl aufgrund der vorliegenden Topographie als auch aufgrund der künftig abzufüh- renden Abflussmengen ausgebaut werden. In Anlehnung an die bestehenden Gewässer im Nahbereich des Tagebaus ist für die Gestal- tung des neu anzulegenden Ablaufgewässers das Leitbild eines „löss-lehmgeprägten Fließge- wässers der Bördelandschaft“ (NRW-Typologie, entspricht LAWA-Typ 18 „löss-lehmgeprägter Tieflandbach“) ausschlaggebend. Hieraus und unter Berücksichtigung des abzuführenden Ab- flusses, der nach Erreichen des Zielwasserspiegels des Tagebausees Garzweiler zu erwarten ist, lassen sich die entsprechenden hydromorphologischen Referenzbedingungen / Gewäs- sermerkmale ableiten. 5.2.1 Trassenverlauf Die etwa 3,3 km lange Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler soll ausgehend vom westlichen Rand des Tagebaus Garzweiler entlang des Gewässerbetts der Köhm in west- licher Richtung verlaufen (vgl. Abb. 2). 11 Abbildung 3: Übersichtsdarstellung der Vorzugsvariante Köhm (rote Linie) für den Ablauf des Tagebausees Vom Anschlusspunkt am Tagebau Garzweiler verläuft die Trasse in westlicher Richtung die L 277 kreuzend. Bei ca. Köhm-km 1+100 ist die heutige Einleitungsstelle des Sümpfungswas- sers in die Köhm positioniert. Auf dem Weg bis zu Köhm -km 0+750 sind beidseitig landwirt- schaftliche Flächen, vereinzelt auch einseitiger Uferbewuchs, vorhanden. Die Trasse verlässt dann den ursprünglichen Verlauf der Köhm und schwenkt nach Norden aus, um ein Bestandsgebäude nördlich des Hauses Keyenberg zu umgehen. Mit dem Verlas- sen des ursprünglichen Gewässerbetts wird die Trasse durch eine Engstelle zwischen dem erwähnten Bestandsgebäude und einer vorhandenen Altlablagerung (Kreis Heinsberg, primär Hausmüll, ca. 6 m tief) geführt. Bei Köhm-km 0+300 führt die Trasse von Norden kommend zurück in den bestehenden Ver- lauf der Köhm. Auf dem weiteren Verlauf erstreckt sich die Trasse weitestgehend auf landwirt- schaftlich genutzten Flächen. Linksseitig der Köhm bestehen Baumreihen. Die Trasse Köhm übernimmt den natürlichen Verlauf der Niers bei km 111+783. Zwischen der Mündung der Köhm und der Kreuzung mit der neugebauten L 354n (Station 1+890) bestehen beidseitig überwiegend Wiesenflächen. Im weiteren Verlauf Richtung Norden grenzt westlich an die Niers das Gelände eines Golfplatzes. 12 Im weiteren Verlauf, nunmehr westlich der Ortschaft Wanlo, kreuzt die Trasse die Kuckumer Straße (Station 1+310). Hier besteht eine Engstelle in der Trasse im Bereich des vorhandenen Durchlasses. Linksseitig der Trasse liegen in diesem Trassenabschnitt eine Wohnbebauung sowie dahinterliegend der Wilderathshof und rechtsseitig ein landwirtschaftlich genutztes Ge- bäude. Auf der gegenüberliegenden Seite des Wohngebäudes befindet sich eine freie bzw. landwirtschaftlich genutzte Fläche. Dem landwirtschaftlich genutzten Gebäude gegenüber liegt eine Wiese mit Obstbaumbeständen ohne besonderen Schutzstatus nahe der Gewässer- böschung. Linksseitig der Trasse befindet sich auf Höhe der Engstel le in der Trasse, neben dem Wilderathshof auch das Schwalmerhaus. Beide Hofanalagen werden von einem Wasser- graben umfasst. Im weiteren Verlauf der Niers folgt beidseitiger Baumbestand bis zur Kreuzung mit der Straße Schweinemarkt. Auf dem folgenden Abschnitt bis zur Kreuzung mit der Plattenstraße besteht rechtsseitig des Gewässers eine Wohnbebauung. Zwischen Plattenstraße (Station 0+690) und A 46 liegt linksseitig ein bereits ökologisch umgestalteter Abschnitt der Niers vor. Rechtsseitig grenzen die Flächen des umgestalteten Bereichs an landwirtschaftliche Flächen. Bei km 110+725 endet die Trasse vor der Autobahn A 46. Abbildung 4: Detaildarstellung der Vorzugsvariante Köhm für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler 13 5.2.2 Ausbauplanung des Überlaufs am Tagebausee Garzweiler in Richtung Niers Wie in den vorherigen Kapiteln beschrieben, soll der Ablauf des Tagebausees Garzweiler in Form einer Freigefälleableitung bis zum Anschlusspunkt A 46 im Verlauf der Niers angelegt werden. Die Ausgestaltung des Ablaufbauwerks am See ist Teil der Alternativenprüfung. Hier wurde zusammenfassend festgehalten, dass grundsätzlich vier Bauwerksvarianten für die Realisierung des Seeablaufs in Betracht gezogen werden können (feste Ablaufschwelle, re- gulierbare Ablaufschwelle, regulierbares Mönchsbauwerk, Pumpstation). Technisch gesehen werden alle Bauwerksvarianten als realisierbar erachtet. Die regulierbaren Varianten, zu der auch die Pumpstation gehört, haben aber insbesondere mit Blick auf den Wasserhaushalt deutliche Vorteile gegenüber der festen Ablaufschwelle. Die Pumpstation hat darüber hinaus das Alleinstellungsmerkmal, dass nur mit ihr die Möglichkeit zur Ableitung des Seewassers ohne Geländeeinschnitt möglich wäre. Im Vergleich zu einem freien Ablauf wäre eine Pumpstation wegen des Energieaufwandes und der erforderlichen Instandhaltung aller- dings nicht nachhaltig. Außerdem bestünde bei einer solchen Variante kein weiteres Verbes- serungspotenzial hinsichtlich des Hochwasserschutzes (kein Ausbau des Gewässers). Bei den Bauwerksvarianten mit freiem Ablauf bietet das regulierbare Mönchsbauwerk die meisten Vorteile und wird deshalb im Weiteren als Teil der Vorzugsvariante berücksichtigt. 5.2.3 Gewässermerkmale Freiablaufvariante Köhm Mit den gewählten Profilparametern aus dem Leitbild, dem Sohlgefälle und dem ermittelten HQ1-Abfluss wurden für alle Trassenvarianten in der Alternativenprüfung jeweils die potentiell natürliche Sohlbreite ermittelt (bordvoller Abfluss) und die Mindestbreite des Entwicklungskor- ridors (= 5 x Sohlbreite) nach Blauer Richtlinie NRW bestimmt. Für die Vorzugsvariante „Freiablaufvariante Köhm“ ergeben sich die in Tabelle 1 gelisteten Gewässermerkmale. Die Gewässermerkmale sind im Rahmen der zu einem späteren Zeit- punkt durchzuführenden detaillierten Planungs- und Genehmigungsverfahren zu überprüfen und bei Bedarf zu konkretisieren. Der zu sichernde Trassenkorridor enthält genug Spielraum, um eventuelle Anpassungen aufnehmen zu können. Tabelle 1: Technisch-konstruktive und wasserwirtschaftliche Eckdaten zur Freiablaufvariante Köhm (derzeitiger Planungsstand) Längsprofil Trassenlänge (Tagebausee bis An- schlusspunkt A 46) rd. 3.270 m Anschlusshöhe Tagebausee 65,50 mNHN Anschlusshöhe Anschlusspunkt A 46 61,78 mNHN Sohlgefälle 1,1 ‰ Querprofil Einschnittstiefe Gewässer (ggü. Se- kundäraue) rd. 0,5 m Einschnittstiefe Sekundäraue (ggü. Geländeoberkante) maximal rd. 16,2 m, im Mittel rd. 4,8 m pot. nat. Sohlbreite rd. 6 m 14 Breite Sekundäraue (Entwicklungskor- ridor) rd. 30 m Böschungsneigung Sekundäraue 1 : 2* Breite Sekundäraue inkl. Böschung 34 - 90 m Flächeninanspruchnahme (Gewässer- profil inkl. Sekundäraue) rd. 14,1 ha Hydrologie, Hydraulik Direkteinzugsgebiet Tagebausee rd. 2.586 ha MQ (überschlägig ermittelt) 0,23 m³/s HQ1 (überschlägig ermittelt) 1,62 m³/s HQ100 (überschlägig ermittelt) 9,18 m³/s Bauwerke Anzahl regulierbares Mönchsbauwerk 1 Anzahl der Kreuzungsbauwerke (Brü- cken) 5 Anzahl der Furten 2 Bauzeit Umsetzungsdauer des Gewässeraus- baus und -neubaus vsl. 2 – 3 Jahre *Böschungen mit einer Neigung von 1:2 oder flacher sind in der Regel ohne spezifische Sicherungsmaßnahmen standsicher und erzeugen in Anbetracht der teilweise sehr großen Geländeeinschnitte einen verhältnismäßig ge- ringen Eingriff an der Geländeoberkante. Für den Fall, dass die spätere Detailplanung ergibt, dass ein zusätzliches Abflachen der Böschungen (z.B. aus konkreten Standsicherheitsgründen oder Unterhaltungsgründen) zwingend erforderlich sein sollte, wird ein Sicherungsstreifen entlang des Trassenkorridors vorgesehen. Aufgrund der Grundwasservorflutwirkung und des großen Einzugsgebietes des künftigen Ta- gebausees sind für den Ablauf aus dem See Garzweiler relativ gleichmäßige, weniger stark durch Niederschlagsereignisse geprägte Abflüsse zu erwarten. Für das Abflussgewässer ist von einem mittleren Abfluss (MQ) von rund 0,23 m³/s auszugehen. Dieser wurde im Rahmen der Erarbeitung der Alternativenprüfung überschlägig ermittelt und ist im späteren Genehmi- gungsverfahren für den Ausbau des Seeablaufs zu validieren sowie ggf. anzupassen. Die Abflussmengen im Ableitungsgerinne entstammen aus vier primären Quellen: • Grundwasser aus dem Einzugsgebiet des Tagebausees Garzweiler • Grundwasser aus dem Direkteinzugsgebiet • Niederschlagswasser aus dem Tagebausee Garzweiler und • Niederschlagswasser aus dem Direkteinzugsgebiet. Die Niers wird mit dem Grundwasserwiederanstieg im Laufe ihres Fließweges - durch den Geländeeinschnitt - wieder zunehmend einen Anschluss an das Grundwasser erhalten. Im Abschnitt zwischen Tagebausee und Anschlusspunkt an das Grundwasser ist durch den natürlichen Seeablauf damit zu rechnen, dass der Mittelwasserabfluss im Gegensatz zu den heutigen Verhältnissen (Sümpfungswassereinleitungen) größer ausfällt. Darüber hinaus ist davon auszugehen, dass die Abflussdynamik des Ablaufgewässers durch natürliche Schwan- kungen des Zielwasserspiegels und der Niederschlagsereignisse geprägt sein wird. Das Sohlgefälle der künftigen Trasse des Ablaufs wird 1,1 ‰ und die Sohlbreite 6,0 m betra- gen. 15 Angrenzend an das Gewässer soll eine natürliche Auen-Landschaft entstehen. Die Höhenlage dieser sogenannten Sekundäraue (vgl. Abb. 5), die dem Gewässer Raum für eigendynami- sche Entwicklungen bietet, wird dabei so ausgelegt, dass eine Ausuferung des Gewässers ab einem HQ1 möglich wird. Dies bedeutet, dass die Sekundär aue etwa einmal jährlich durch eine Ausuferung des Gewässers vernässt wird. Zudem wird die Sekundäraue so angelegt, dass ein HQ100 schadlos abgeführt werden kann. Die Böschungsneigung der Sekundäraue soll 1 : 2 betragen. Böschungen mit einer Neigung von 1 : 2 oder flacher sind in der Regel ohne spezifische Sicherungsmaßnahmen standsicher und erzeugen in Anbetracht der teil- weise sehr großen Geländeeinschnitte einen möglichst und verhältnismäßig geringen Eingriff an der Geländeoberkante. Für den Fall, dass die spätere Detailplanung ergibt, dass ein zu- sätzliches Abflachen der Böschungen (z.B. aus konkreten Standsicherheitsgründen oder Un- terhaltungsgründen) zwingend erforderlich sein sollte, wird im raumordnerischen Sicherungs- verfahren ein Sicherungsstreifen entlang des Trassenkorridors vorgesehen. Topographiebedingt wird die Trasse des künftigen Ablaufs des Tagebausees Garzweiler einen Geländeeinschnitt erfordern, der im Nahbereich des Sees (Station 3+206,81) eine Größenord- nung von maximal 16 m in der Tiefe und maximal 90 m in der Breite einnehmen wird (vgl. Abb. 5). Abbildung 5: Skizzenhaftes Querprofil des Ablaufgewässers im Nahbereich des künftigen Tagebau- sees Garzweiler (Station 3+206,81), breiteste Stelle Durch das Ablaufgewässer werden keine neuen Einzugsgebiete an die Niers angeschlossen, die nicht schon heutzutage bereits zur Niers entwässern. Der Tagebausee weist zudem eine signifikante Retentionswirkung auf, sodass eine Beeinträchtigung des Abflussverhaltens der Niers durch das Ablaufgewässer nach derzeitigem Kenntnisstand nicht zu erwarten ist 6 R äumliche Abgrenzung der im Braunkohlenplan zu sichernden Trasse Der Braunkohlenplan „Ablauf Tagebausee Garzweiler“ erstreckt sich über das Gebiet der Stadt Erkelenz im Landkreis Heinsberg (Regierungsbezirk Köln) und über das Gebiet der kreisfreien Stadt Mönchengladbach (Regierungsbezirk Düsseldorf). Die im Braunkohlenplan raumplanerisch zu sichernde Trasse für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler umfasst streckenmäßig die Gewässerausbautrasse zwischen der geplanten Tage- bauseeböschung und dem Anschlusspunkt „A 46“ im Verlauf der Niers. 16 Die Breite dieser Trasse ergibt sich aus - der Breite des Ablaufgewässers (inkl. Sekundäraue sowie Böschungen), siehe dazu die folgenden Ausführungen unter 6.1, - einem (temporären) Arbeitsstreifen, der für die bautechnische Umsetzung des Vor- habens erforderlich ist und situationsabhängig vor Ort neben der Gewässertrasse au- ßerhalb der Böschung angelegt werden muss, siehe dazu die folgenden Ausführungen unter 6.2 sowie - dem Raum, der auch die Umsetzung zukünftiger, neuer Anforderungen an den Hoch- wasserschutz und an sonstige planerische Gesichtspunkte ermöglicht, siehe dazu die folgenden Ausführungen unter 6.3 (Sicherungsstreifen). 6.1 B reite des Ablaufgewässers (inkl. Sekundäraue, Böschungen und Verwallungen) Die maximale Trassenbreite des Ablaufgewässers (umfasst die Böschungsbereiche, die Se- kundäraue und das Gewässerbett vgl. Abb. 5) liegt bei ca. 90 m im Bereich des Tagebausees auf Höhe des Lärmschutzwalles (ehemalige Trasse A 61) (vgl. Abb. 4 und Abb. 5). Bereits kurz danach reduziert sich die Trassenbreite auf ca. 60 m und nimmt in Richtung Anschluss- punkt A 46 aufgrund der vorliegenden topographischen Randbedingungen stetig ab (vgl. Abb. 6). Für den Entwicklungskorridor des Ablaufgewässers (Breite der Sekundäraue inkl. Gewäs- serbett) ist eine Breite von rd. 30 m notwendig (vgl. Abb. 5), so dass sich im Nahbereich des Anschlusspunktes A 46 eine minimale Trassenbreite des Ablaufgewässers von rd. 34 m ergibt. Die Dimensionierung der für den Seeablauf vorgesehenen Sekundäraue beruht auf Berech- nungen, die eine ausreichende Abflusskapazität für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler im Falle eines HQ100 sicherstellen. Abbildung 6: Generalisierte Trassenbreite des künftigen Ablaufgewässers unter Nutzung der Gewässer Köhm und Niers; Aufgrund der General isierung wird die 90m Breite im Bereich des ehemaligen Auto- bahndamms (im Nahbereich des Sees) nicht sichtbar. Anschluss See links, Anschlusspunkt A46 im Verlauf der Niers rechts. 6.2 Arbeitsstreifen Bevor der eigentliche Aushub der Trasse des Ablaufgewässers (umfasst die Böschungsberei- che, die Sekundäraue und das Gewässerbett vgl. Abb. 5) vorgenommen werden kann, ist nach einer ggf. erforderlichen Entfernung von Vegetation zunächst der Oberboden in diesen Berei- chen abzutragen. Anschließend kann das auszuhebende Unterboden- und Untergrundmate- rial (Kies) möglichst direkt über LKWs ohne eine Zwischenlagerung abtransportiert werden. Da der Oberboden nach Abschluss der Herstellung der Gewässertrasse im Bereich der Se- kundäraue und in den Böschungsbereichen mit einer Stärke von rd. 30 cm wieder aufgetragen werden soll, muss er in Form von sogenannten Mieten mit einer zulässigen Höhe von maximal 17 2 m entlang des auszubauenden Gewässers zwischengelagert werden. Für die Zeit während der Bauphase ist deshalb ein sogenannter Arbeitsstreifen einzurichten. Insgesamt setzt sich der Arbeitsstreifen aus Flächen für eine Baustraße sowie aus Flächen für die Zwischenlagerung von Boden und Materialien zusammen und wird soweit möglich eine erforderliche Breite von 30 m einnehmen. Die Flächen für den Arbeitsstreifen sind je nach konkreter Bauplanung links von der Trasse des Ablaufgewässers, rechts von der Trasse des Ablaufgewässers oder beidseitig, dann mit jeweils halber Breite (15 m) vorzusehen. Soweit der Arbeitsstreifen nicht mehr für die Umsetzung des Vorhabens benötigt wird, erfolgt die Re- kultivierung dieses Bereichs und die Wiederherstellung des ursprünglichen Zustandes. Der Gewässerausbau wird überwiegend auf landwirtschaftlich genutzten Flächen sowie im Bereich der bestehenden Gewässer Köhm und Niers vorgenommen. Der Arbeitsstreifen soll in diesen Bereichen möglichst beidseitig längs der Trasse des Ablaufgewässers eingerichtet werden. Bestimmte Anlagen (z.B. vorhandene bauliche Anlagen, die einer Wohn- oder ge- werblichen Nutzung dienen), Waldflächen oder geschützte Landschaftsbestandteile sollen al- lerdings möglichst nicht in Anspruch genommen werden. Um dies zu ermöglichen, wird der Arbeitsstreifen je nach Bedarf abschnittsweise nur einseitig längs des zukünftigen Gewässers angeordnet. Zudem kann der Arbeit sstreifen an Engstellen und in sensiblen Bereichen ent- sprechend der örtlichen Situation verringert werden. Abbildung 7: Skizzenhafte und exemplarische Darstellung der Trasse unter Berücksichtigung von tem- porären Arbeitsstreifen für die bautechnische Umsetzung des Vorhabens In Abbildung 7 ist die erforderliche Ablauftrasse inklusive des darin enthaltenen Arbeitsstrei- fens beispielhaft dargestellt (hier beidseitige Arbeitsstreifen mit halber Breite) ; die Lage des Arbeitsstreifens sowie der darin enthaltenen Lagerflächen und Baustraßen (1- spurig oder 2- spurig) kann in Abhängigkeit der örtlichen Gegebenheiten und der Festlegungen zum techni- schen Bauablauf variieren. 6.3 Sicherungsstreifen Da die raumplanerische Sicherung der Trasse für den Seeablauf mit dem angestrebten Braun- kohlenplanverfahren viele Jahre vor dem tatsächlichen Bedarf und daher vor der Herstellung des Seeablaufs erfolgt, muss die aktuelle Planung auch berücksichtigen, dass sich die Anfor- derungen an den Hochwasserschutz zukünftig möglicherweise verschärfen werden. Um in den später folgenden Planungs - und Genehmigungsverfahren für den unbedingt notwendigen 18 Ablauf auf dann gültige Anforderungen und Vorgaben reagieren zu können, die sich bspw. aus einer Anpassung der Bemessungsgrundlagen für den Hochwasserschutz ergeben, muss der zu sichernde Trassenkorridor hierfür ausreichend Raum beinhalten. Darüber hinaus ist nicht auszuschließen, dass sich bis zum konkreten Gewässerausbau wei- tere Vorgaben zur technischen Planung des Ablaufs für den Tagebausee Garzweiler ändern (z.B. exakte Standsicherheitsberechnung der Böschungen, Anforderungen an die Böschungs- neigung, Änderungen aus der Blauen Richtlinie), die dann zu berücksichtigen sind und Aus- wirkungen auf die Breite des Gewässerkorridors haben können. Für diese Eventualitäten ist deshalb ein zusätzlicher Sicherungsstreifen von insgesamt ca. 30 m (einseitig oder jeweils 15 m beidseitig) vorzusehen. Abbildung 8: Skizzenhafte Darstellung der Trasse mit temporärem Arbeitsstreifen unter Berücksichti- gung des zusätzlichen Sicherungsstreifens zur Absicherung zukünftiger Trassenanforderungen 6.4 Insgesamt zu sichernder Trassenkorridor Der Arbeitsstreifen (siehe Ausführungen unter 6.2), der während der Bauphase zur Realisie- rung des Seeablaufs temporär erforderlich sein wird, ist je nach konkreter Bauplanung und entsprechend den in der Örtlichkeit vorliegenden Restriktionen zum Zeitpunkt des Gewässer- baus links, rechts oder mit halber Breite beidseits des entstehenden Gewässers anzulegen. Die Entscheidung, wo der Arbeitsstreifen während der Bauphase jeweils einzurichten ist, kann erst im Rahmen späterer Planungs- und Genehmigungsverfahren abschließend getroffen wer- den. Unter diesem Gesichtspunkt und unter Berücksichtigung möglicher Anpassungen der Trassenbreite aufgrund zukünftiger, neuer Anforderungen und sich daraus möglicherweise er- gebender, veränderter technischer Planungsgrundlagen, wird im Braunkohlenplanverfahren die Sicherung einer Trasse angestrebt, die genügend Raum für eine Umsetzung dieser Anfor- derungen belässt. Die raumordnerische Sicherung des Trassenkorridors muss daher - die aus heutiger Sicht gebotene Breite der Gewässertrasse einschließlich Sekun- däraue und Böschungsbereiche (max. 90 m) vgl. Abb 6, - den Raum für eine situationsangepasste konkrete Positionierung des Arbeitsstreifens links, rechts oder beidseits des Gewässers (insgesamt maximal 30 m), Abb. 7 sowie - die Umsetzung zukünftig möglicher, veränderter Anforderungen an das Ablaufgewäs- ser, die Sekundäraue, Böschungsgestaltung etc. (sog. Sicherungsstreifen mit einer Breite von insgesamt maximal 30 m), Abb. 8. abdecken. 19 Insgesamt ergibt sich für die Umsetzung des Seeablaufs damit ein zu sichernder Trassenkor- ridor von max. 150 m Breite im Nahbereich des Tagebausees Garzweiler. Dieser Trassenkor- ridor verjüngt sich mit dem Gewässerverlauf bis auf einen Wert von rund 94 m im Bereich des Anschlusspunktes A 46. Ziel des Braunkohlenplanverfahrens für den Seeablauf Garzweiler wird die raumplanerische Sicherung der etwa 3,27 km langen Gewässertrasse sowie der für die Herstellung des Seeab- laufs erforderlichen Flächen sein. Darin enthalten sind auch die Flächen der Sekundäraue (Breite ca. 30 m), der Böschungen (Breite variabel), eines möglichst beidseitigen Arbeitsstrei- fens (Breite insgesamt bis zu 30 m) und eines möglichst beidseitigen Sicherungsstreifens (Breite insgesamt bis zu 30 m). Der zu sichernde Trassenkorridor beträgt demnach grundsätz- lich zwischen rd. 94 m am Anschlusspunkt A 46 im Norden und 150 m im Anschlussbereich Tagebausee im Bereich des Autobahndamms der ehemaligen A 61 (dazwischenliegende Eng- stellen ausgenommen). Abbildung 9: Detaildarstellung der Vorzugstrasse Köhm für den Ablauf des Tagebausees Garzweiler zur Niers inklusive des zu sichernden Trassenkorridors.
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-02.1_Restriktionskarte_Topog.)
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1/120/1975
14/383/2019
14/340/2014
14/361/2015
Hochneukircher Fließ
Wockerather Fließ
Wahnbuschgraben
Die Köhm
Holzweiler Fließ
Niers
Venrather
Fließ
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(GOK)
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(GOK)
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(Nierssohle)
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(Köhmsohle)
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(GOK)
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(GOK)
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(GOK)
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(Nierssohle)
80,38 mNHN
(GOK)
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(GOK)
86,87 mNHN
(GOK)
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(GOK)
82,52
mNHN
(GOK)
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(GOK)
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(GOK)
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(Nierssohle)
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5664000
Tagebausee Garzweiler
(Seewasserspiegel 66 mNHN)
0 250 500 750 1.000
m
±
Zeichenerklärung
Planung
Suchraum
Trassenvarianten
A61
Köhm
Lärmschutzwall
Nord
Nördlich Altlast
Süd A
Süd B
Zourshof
Trassenstationierung
Pufferabstand 10 m
Pufferabstand 20 m
Pufferabstand 30 m
Eingriffsfläche (Geländeoberkanten, orientierend)
A61 (A46)
Köhm (A46)
Lärmschutzwall (A46)
Nord (A46)
Nördlich Altlast (A46)
Süd A (A46)
Süd B (A46)
Zourshof (A46)
Bestand
! Bohrungen (RWE)
Gewässer (GSK3e)
Gewässerstationierung
Fließgewässer
Gewässer (sonstige)
Tagebausee Garzweiler (Stand: 01/2024)
Seefläche
Weidefläche
Tagebauseeböschungen
DGM [mNHN] (LANUV-Prognose-DGM)
Wert
Hoch : 92,42
Niedrig : 59,88
1:5.000
Wasserwirtschaftliche
Planung und Genehmigung
RWE Power
Restriktionskarte
- Topografie -
Für die Richtigkeit der markscheiderischen Unterlagen
Bergheim, den ......................................................... Markscheider
Projekt-Nr.:
Plan-/ Anlage-Nr.:
Maßstab:
202308521
Bearb.: Jan 2024 Brüggemeier
GIS: Jan 2024 Breaux
Gepr.: Jan 2024
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Telefon +49 261 88 51-0, Telefax +49 261 88 51-191
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B-2.1
Schruff-Wieneke
Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur Niers
Machbarkeitsstudie (Seewasserspiegel 66 mNHN)
VORABZUG
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.10_Trassenanalyst_Koehm_m3__.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.10_Trassenanalyst_Koehm_m3__.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.10 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46); Böschungsneigung m = 3; abschnittsweise Abflussermittlung Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+021,00 71,22 72,72 L277 ABK 2 V.002 2+493,00 70,05 71,55 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 2+400,00 68,90 70,40 Gewässeranschluss Wahnbuschgraben GSK3e 4 V.003 2+140,00 68,17 69,67 Wirtschaftsweg ABK 5 G.002 2+022,00 67,55 69,05 Gewässeranschluss Niers GSK3e 6 V.004 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK geschätzte UK/OK 7 V.005 1+316,00 66,51 68,01 Kuckumer Straße ABK 8 V.006 0+986,00 65,16 66,66 Schweinemarkt ABK 9 G.003 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 10 V.007 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.10_Trassenanalyst_Koehm_m3__.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.10 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46); Böschungsneigung m = 3; abschnittsweise Abflussermittlung Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 ES.001 2+508,00 29,00 -29,00 Engstelle zw. Altlastfläche und Bestandsgebäude d. Haus Keyenberg ABK 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.10_Trassenanalyst_Koehm_m3__.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.10 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001V.003G.002V.004V.00550,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK 2+508,002+508,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (Microsoft Word - A-02.2_Fotodokumentation-GwA.docx)
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RWE Power AG Wasserwirtschaftliche Planung und Genehmigung TAGEBAUSEE GARZWEILER Ablaufgewässer zur Niers MACHBARKEITSSTUDIE Anlage A-2.2 Fotodokumentation der Gewässeranschlüsse (Ortsbegehungen am 01.12.2023) Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Niederlassung Köln Karlstraße 40-44, 50679 Köln Telefon +49 221 689308-0, bce-koeln@bjoernsen.de Dez. 2023, AFl, TSc, US, 202217121 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-02.2_Fotodokumentation-GwA.docx I Inhaltsverzeichnis Fotodokumentation 1 Fotodokumentation 1 Björnsen Beratende Ingenieure GmbH II Abbildungsverzeichnis Abbildung 1: Gewässeranschluss Venrather Fließ an Niers, Blickrichtung Süden 1 Abbildung 2: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Lärmschutzwall, Blickrichtung Norden 1 Abbildung 3: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Nördlich Altlast, Blickrichtung Süd-Osten 2 Abbildung 4: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (hier: Köhm von rechts), Variante Köhm, Blickrichtung Norden 2 Abbildung 5: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Nördlich Altlast und Köhm, Blickrichtung Norden 3 Abbildung 6: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd A, Blickrichtung Norden 3 Abbildung 7: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten 4 Abbildung 8: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (Detailansicht unterhalb der Brücke), Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten 4 Abbildung 9: Gewässeranschluss Wockerather Fließ an geplantes Ablaufgewässer (Grabenprofil), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordosten 5 Abbildung 10: Gewässeranschluss Wockerather Fließ an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Zourshof, Blickrichtung Norden 5 Abbildung 11: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer (Grabenprofil), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordosten 6 Abbildung 12: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordosten 6 Abbildung 13: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd B, Blickrichtung Südwest 7 Abbildung 14: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten 7 Abbildung 15: Gewässeranschluss Holzweiler Fließ an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland, Holzweiler Fließ von unten links in die Köhm), Variante Köhm, Blickrichtung Nordwesten 8 Abbildung 16: Gewässeranschluss Holzweiler Fließ an geplantes Ablaufgewässer (Holzweiler Fließ von links in Köhm), Variante Köhm, Blickrichtung Nordwesten 8 RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 1 von 9 1 Fotodokumentation Abbildung 1: Gewässeranschluss Venrather Fließ an Niers, Blickrichtung Süden Abbildung 2: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Lärmschutzwall, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 2 von 9 Abbildung 3: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Nördlich Altlast, Blickrichtung Süd-Osten Abbildung 4: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (hier: Köhm von rechts), Variante Köhm, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 3 von 9 Abbildung 5: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Nördlich Altlast und Köhm, Blickrichtung Nor- den Abbildung 6: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd A, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 4 von 9 Abbildung 7: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten Abbildung 8: Gewässeranschluss Niers an geplantes Ablaufgewässer (Detailansicht unterhalb der Brücke), Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 5 von 9 Abbildung 9: Gewässeranschluss Wockerather Fließ an geplantes Ablaufgewässer (Grabenprofil), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordos- ten Abbildung 10: Gewässeranschluss Wockerather Fließ an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Zourshof, Blickrichtung Norden RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 6 von 9 Abbildung 11: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer (Grabenprofil), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordos- ten Abbildung 12: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland), Variante Zourshof, Blickrichtung Nordosten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 7 von 9 Abbildung 13: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd B, Blickrichtung Südwest Abbildung 14: Gewässeranschluss Wahnbuschgraben an geplantes Ablaufgewässer, Variante Süd B, Blickrichtung Nordosten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 8 von 9 Abbildung 15: Gewässeranschluss Holzweiler Fließ an geplantes Ablaufgewässer (mit Umland, Holzweiler Fließ von unten links in die Köhm), Variante Köhm, Blickrichtung Nordwesten Abbildung 16: Gewässeranschluss Holzweiler Fließ an geplantes Ablaufgewässer (Holzweiler Fließ von links in Köhm), Variante Köhm, Blick- richtung Nordwesten RWE Power AG Tagebausee Garzweiler – Ablaufgewässer zur Niers Fotodokumentation Björnsen Beratende Ingenieure GmbH Seite 9 von 9 Aufgestellt: Anna-Lena Flegelskamp, M.Sc.
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.5_Trassenanalyst_Koehm.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.5_Trassenanalyst_Koehm.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.5 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+021,00 71,22 72,72 L277 ABK 2 V.002 2+493,00 70,05 71,55 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 2+400,00 68,90 70,40 Gewässeranschluss Wahnbuschgraben GSK3e 4 V.003 2+140,00 68,17 69,67 Wirtschaftsweg ABK 5 G.002 2+022,00 67,55 69,05 Gewässeranschluss Niers GSK3e 6 V.004 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK geschätzte UK/OK 7 V.005 1+316,00 66,51 68,01 Kuckumer Straße ABK 8 V.006 0+986,00 65,16 66,66 Schweinemarkt ABK 9 G.003 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 10 V.007 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.5_Trassenanalyst_Koehm.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.5 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 ES.001 2+508,00 29,00 -29,00 Engstelle zw. Altlastfläche und Bestandsgebäude d. Haus Keyenberg ABK 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.5_Trassenanalyst_Koehm.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Köhm" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.5 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001V.003G.002V.004V.00550,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK 2+508,002+508,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (B-3.1)
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Haus KeyenbergAltlastflächeAltlastfläche SchwalmerhausWilderathshof Renaturierter NiersabschnittMönchengladbach-Wanlo L354n Plattenstraße Venrather Fließ Tagebausee GarzweilerSeewasserspiegel = 66 mNHN Wahnbuschgraben NiersKöhm 3+294.76 0+000.000+100.00 0+200.00 0+300.00 0+400.000+500.00 0+600.00 0+700.000+800.00 0+900.00 1+000.00 1+100.00 1+200.00 1+300.001+400.001+500.00 1+600.00 1+700.00 1+800.00 1+900.002+000.00 2+100.002+200.002+300.002+400.002+500.00 2+600.00 2+700.002+800.00 2+900.003+000.00 3+100.003+200.00 Schnitt A (siehe B-3.3)Schnitt B (siehe B-3.3)Schnitt C (siehe B-3.3) Schnitt D (siehe B-3.3) Schnitt E (siehe B-3.3) N GewässeranschlussWahnbuschgraben GewässeranschlussNiers GewässeranschlussVenrather Fließ Blattgröße: 1189 x 841 mm, A = 1.00 m²Gespeichert: 12.03.24 14:38:26 / Plotdatum: 12.03.24 14:39:37 schruffN:\grz2308521\03_Pl\11_BIM\04_Civil\01_St\B-3.1_Koehm-66_Lageplan.dwg / Layout: B-3.1 ZeichenerklärungGewässerAueGewässer, GSK3eBöschungPlanung:Bestand:Gewässer, sonstige Trassenvariante "Köhm", Seewasserspiegel 66 mNHNLageplan B-3.11 : 2 500 Feb 2024Schruff-Wieneke Höhenlinie, 5 mHöhenlinie, 1 mBrücke Projekt: Planbezeichnung: Auftraggeber: Gis/Cad:Bearb.:Gepr.: Projekt-Nr.:2023085.21Plan-/Anlage-Nr.:Maßstab: ©Geobasisdaten: © Land NRW (Daten geändert/ergänzt), Datenlizenz Deutschland, Version 2.0 (www.govdata.de/dl-de/by-2-0) + © RWE Power AG©Topografische Dienst Kadaster, Nederland, Emmen©Zeichnungsinhalt: © RWE Power AGDiese Unterlage darf nur mit vorheriger Zustimmung der RWE Power AG an Dritte weitergegeben,verbreitet, durch Bild- oder sonstige Informationsträger wiedergegeben oder vervielfältigt werden.Sie enthält Betriebs-/Geschäftsgeheimnisse sowie geistiges Eigentum der RWE Power AG imSinne des UIG. Alle Nutzungs- und Verwertungsrechte liegen bei der RWE Power AG. Datengrundlage: Tagebausee Garzweiler - Ablaufgewässer zur NiersMachbarkeitsstudie RWE PowerWasserwirtschaftlichePlanung und Genehmigung Für die Richtigkeit der markscheiderischen UnterlagenBergheim, den ..................................................... Markscheider Björnsen Beratende Ingenieure GmbHMaria Trost 3, 56070 Koblenz,Telefon +49 261 88 51-0, Telefax +49 261 88 51-191info@bjoernsen.de, www.bjoernsen.deSchruff-Wieneke KorbonitsFeb 2024Feb 2024 0501001 : 2 500250 m200150
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-05.7_Trassenanalyst_Sued-B.xlsx)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.7_Trassenanalyst_Sued-B.xlsx Seite 1/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.7 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd B" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Längsschnitt) Nr. Kurztitel Station [m] UK [mNHN] OK [mNHN]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 V.001 3+792,00 75,06 76,56 Wirtschaftsweg ABK 2 V.002 3+536,00 72,32 73,82 Wirtschaftsweg ABK 3 G.001 3+531,00 72,19 73,69 Gewässeranschluss Holzweiler Fließ GSK3e 4 V.003 3+382,00 73,72 75,22 Wirtschaftsweg (Marienhof) ABK 5 V.004 3+028,00 73,08 74,58 L354 (Westricher Straße) ABK 6 V.005 2+890,00 71,67 73,17 Wirtschaftsweg ABK 7 V.006 2+812,00 69,37 70,87 Wirtschaftsweg ABK 8 G.002 2+808,00 69,15 70,65 Gewässeranschluss Niers GSK3e 9 G.003 2+060,00 67,57 69,07 Gewässeranschluss Köhm GSK3e 10 V.007 1+880,00 67,23 68,73 L354n ABK 11 V.008 1+316,00 66,51 68,01 Kuckumer Straße ABK 12 V.009 0+986,00 64,86 66,36 Schweinemarkt ABK 13 G.004 0+800,00 63,97 65,47 Gewässeranschluss Venrather Fließ GSK3e 14 V.010 0+688,00 64,00 65,50 Plattenstraße ABK 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.7_Trassenanalyst_Sued-B.xlsx Seite 2/3 Auftraggeber: RWE Power AG Anlage: A-05.7 Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd B" (bis A46) Trassenanalyse: Zwangspunktverzeichnis (Grundriss) Nr. Kurztitel Station [m] Abstand von Achse, linksseitig [m] Abstand von Achse, rechtsseitig (negativ) [m]Beschreibung Quelle Bemerkung 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14 15 16 17 18 19 20 21 22 23 24 25 26 27 BCE-03035 | V-02.10.2020 N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-05.7_Trassenanalyst_Sued-B.xlsx Seite 3/3 Auftraggeber: RWE Power AG Projekt: Tagebausee Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers BCE-Projektnr.: 2023085.21 Bericht: Machbarkeitsstudie Betrifft: Ableitungstrasse "Süd B" (bis A46) Trassenanalyse: Zeichnungen Längsschnitt WB.001 1296 3,5 -3,5 Engstelle Kuckumer Straße, beidseitige Wohnbebauung Grundriss Anlage: A-05.7 BCE-03035 | V-13.05.2020 V.001V.002G.001V.003V.004V.005V.00650,0055,0060,0065,0070,0075,0080,0085,0090,00 1101001.00010.000 0+00.0000+00.5000+01.0000+01.5000+02.0000+02.5000+03.0000+03.5000+04.000Höhe [mNHN] Abflussleistung [m³/s]Planung, AbflussleistungHQ100Planung, ScheitelhöhePlanung, SohlhöhePlanung, Höhe GOKPlanung, GWBestand, Höhe GOK Zwangspunkt, Höhe UK Zwangspunkt, Höhe OK -50,00-40,00-30,00-20,00-10,000,0010,0020,0030,0040,0050,000+000,000+500,001+000,001+500,002+000,002+500,003+000,003+500,004+000,00 Achsabstand [m]Bestand, Zwangspunkte linksBestand, Zwangspunkte rechtsPlanung, Breite GOK
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-06.1_Gewaesseranschluesse_Entscheidungsgrundlage.xlsx)
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Gewässeranschlüsse - Entscheidungsgrundlage A-6.1 Legende: RWE Power AG Tagebau Garzweiler: Ablaufgewässer zur Niers 2023085.21 13.02.2024 Nr. Gewässer a. Berichtspflicht nach EG-WRRL b. Fisch-Fauna c. ständig / nicht-ständig wasserführend (Abflussregime) d. Gewässerstatus (nach § 2 LWG NRW) a. Biotopverbund b. Biotope a. Besondere Anforderungen an die Ästhetik b. Vorhandene Querbauwerke 1 Niers berichtspflichtig, OFWK3D: 286_109828 Fischgewässertyp OFWK3D: Schmerlen- Stichlingstyp Niers Barbenregion ständig wasserführend (aufgrund von Einleitungen durch den Niersverband und die RWE Power AG) Gewässer II. Ordnung Biotopverbund vorhanden schutzwürdige Biotope entlang Gewässer vorhanden (s. EB, Kapitel 2.4.2) keine bekannt Verrohrung, Brücke, Durchlass, kleiner Absturz, Absturz nein 2 Venrather Fließ nein keine nicht ständig wasserführend kein Gewässer kein Biotop- verbund entlang Gewässer keine keine bekannt keine erfasst nein 3 Holzweiler Fließ nein keine nicht ständig wasserführend sonstiges Gewässer Biotopverbund vorhanden keine keine bekannt keine erfasst nein 4 Köhm derzeit berichts- pflichtig, zukünftig EZG < 10 km2, da innerhalb Braun- kohleabbaugebiet keine ständig wasserführend (aufgrund von Einleitungen durch den Niersverband und die RWE Power AG) sonstiges Gewässer Biotopverbund vorhanden keine keine bekannt Rampe, Verrohrung, Durchlass, Brücke nein 5 Wahnbusch- graben nein keine nicht ständig wasserführend sonstiges Gewässer Biotopverbund vorhanden keine keine bekannt keine erfasst nein 6 Wockerather Fließ nein keine nicht ständig wasserführend sonstiges Gewässer Biotopverbund vorhanden keine keine bekannt keine erfasst nein 7 Quelle ELWAS ELWAS Niersverband; RWE Power AG LWG NRW (Stand: 9.1.2024) LINFOS LINFOS - ELWAS Anlage: Projekt: BCE-Projektnr.: Auftraggeber: Kriterium zur Empfehlung eines ökologischen Gewässeranschluss erfüllt Kriterium nicht erfüllt Erfordernis zum fischdurchängigen Gewässeranschluss Betrifft: Stand: 1. Wasserwirtschaft (Gewässerökologie) 2. Terrestrischer Biotopverbund (landseitige Durchgängigkeit)3. Freiraumplanung (Ästhetik) Entscheidungsgrundlage: Abwägung über zukünftige ökologische Durchgängigkeit der Gewässeranschlüsse N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-06.1_Gewaesseranschluesse_Entscheidungsgrundlage.xlsx Seite 1 von 1
Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss (A-06.2_Gewaesseranschluesse_techn-Bauweise.xlsm)
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N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-06.2_Gewaesseranschluesse_techn-Bauweise.xlsm Seite 1 / 2 Anlage: A-6.2 Ziff. Varianten mit anzuschließenden Gewässern Sohlhöhe Ablauf- gewässer [m NHN] Sohlhöhe anzuschließendes Gewässer [m NHN] Sohlhöhen- differenz [m] Abfluss HQ100 [m3/s] fiktiver Zulaufkanal d0 (Annahme 2% Gefälle) Fallschacht mit Prallplatte (d0 ≤ DN800 u. h < 5 m) Schwellenbreite bei freiem Überfall [m] Kolkbreite nach Schwelle [m] Kolklänge nach Schwelle [m] 1 Variante “Lärmschutzwall” 1.1 Niers 63,82 67,28 3,46 5,82 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 4,00 1.2 Venrather Fließ 62,64 64,60 1,96 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00 2 Variante “Nördlich Altlast” 2.1 Niers 64,05 67,41 3,36 5,82 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 4,00 2.2 Venrather Fließ 62,68 64,60 1,92 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00 3 Variante “Köhm” 3.1 Holzweiler Fließ 64,46 69,21 4,75 6,58 1400 > DN800; h < 5m 4,00 8,00 3,00 3.2 Niers 64,04 67,48 3,44 5,82 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 4,00 3.3 Venrather Fließ 62,67 64,60 1,93 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00 4 Variante “Süd A” 4.1 Holzweiler Fließ 64,91 71,98 7,07 6,08 1300 > DN800; h > 5m 4,00 8,00 3,50 4.2 Niers 64,15 68,45 4,30 5,70 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 4,00 4.3 Köhm 63,85 67,59 3,74 5,63 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 3,50 4.4 Venrather Fließ 62,58 64,60 2,02 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00 5 Variante “Süd B” 5.1 Holzweiler Fließ 64,98 72,42 7,44 6,04 1300 > DN800; h > 5m 4,00 8,00 4,00 5.2 Niers 64,33 69,55 5,22 5,65 1300 > DN800; h > 5m 3,50 6,00 4,00 5.3 Köhm 63,65 67,59 3,94 5,66 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 3,50 5.4 Venrather Fließ 62,5 64,60 2,10 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00 Fallschacht mit Prallplatte Absturzschwelle mit befestigtem Kolk Ergebniszusammenstellung Anschlüsse mit technischer Bauweise gem. DWA-A 112 (2007), DWA-M 158 (2006), DWA-A 111 (2010), DIN 19661-2 (2000) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer 202308521 Machbarkeitsstudie Gewässeranschlüsse, technische Bauweise Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: N:\grz2308521\03_Pl\01_St\02_Ueberarbeitung-MBS_SWS-66\03_Doku\A-06.2_Gewaesseranschluesse_techn-Bauweise.xlsm Seite 2 / 2 Anlage: A-6.2 Anschlüsse mit technischer Bauweise gem. DWA-A 112 (2007), DWA-M 158 (2006), DWA-A 111 (2010), DIN 19661-2 (2000) RWE Power AG Tagebausee Garzweiler, Machbarkeitsstudie: Ablaufgewässer 202308521 Machbarkeitsstudie Gewässeranschlüsse, technische Bauweise Auftraggeber: Projekt: BCE-Projektnr.: Bericht: Berechnung: 6 Variante “Zourshof” 6.1 Wahnbuschgraben 65,33 74,50 9,17 5,98 1300 > DN800; h > 5m 3,50 8,00 4,00 6.2 Wockerather Fließ 64,56 72,62 8,06 2,28 800 mit 3% = DN 800; h > 5m 2,00 4,00 3,50 6.3 Köhm 63,39 67,59 4,20 5,65 1300 > DN800; h < 5m 3,50 6,00 3,50 6.4 Venrather Fließ 62,4 64,60 2,20 2,69 950 > DN800; h < 5m 2,00 3,50 3,00
Beratungsverlauf (1)
Details
- Aktenzeichen
- BKA 0866
- Typ
- Sitzungsvorlage Braunkohlenausschuss
- Datum
- 21.11.2025
- Erstellt
- 23.10.2025 12:29