0056/2018
Personalrisikomanagement
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Auszug aus der Niederschrift RPAu vom 23.11.2017, TOP 6.1
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Geschäftsführung Rechnungsprüfungsausschuss Frau Duggan Telefon: (0221) 221-22928 Fax : (0221) 221-25501 E-Mail: simone.duggan@stadt-koeln.de Datum: 11.12.2017 Auszug aus der Niederschrift der 20. Sitzung des Rechnungsprüfungsausschusses vom 23.11.2017 öffentlich 6.1 Personalrisikomanagement Rechnungsprüfungsausschuss 27.10.2016, TOP 5.1 3463/2017 Herr Detjen bittet, dieses wichtige Thema noch detaillierter zu betrachten und weitere Risiken, wie beispielsweise eine zu geringe Ausbildungsquote und auch die Motivati- on von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, mit zu berücksichtigen. Auch regt er an, sicherzustellen, dass auch für die Zukunft die soziale Zusammensetzung der Stadt- verwaltung näher zu betrachten, so dass ein gesundes Verhältnis zwischen Hoch- schulabsolventen und ausgebildeten Beschäftigten auch in Zukunft erhalten werden könne. Herr Prandi stimmt den Ausführungen und Anregungen von Herrn Detjen in vollem Umfang zu. Vorrangig werde momentan daran gearbeitet, alle Vakanzen im Nach- hinein oder präventiv durch Mehreinstellungen von Ausbildungskräften zu schließen. Ziel sei es, ein umfassendes Personalrisikomanagement aufzustellen, welches auch die Risikoszenarien Demografie, Motivation sowie Krankheit detailliert bewertet. Herr Blömeke berichtet, dass die unvorhergesehenen Aufgabenzuwächse im Zuge der Krise durch flüchtende Menschen in den Bereichen Ausländerwesen, Woh- nungswesen und Sozialwesen nicht mit dem vorhandenen Personal der Stadtverwal- tung aufgefangen werden konnten. Im Rahmen der Aufgabenkritik sei in der Vergan- genheit mit einem abnehmenden Personalbedarf geplant worden. Dies müsse nun anders bewertet werden. Ein weiteres Problem stelle momentan der Rückstau an Qualifizierungen im Rahmen der Einführung der neuen Entgeltordnung dar. Hier sei- en aufwendige Nachqualifizierungen aufgrund anderer Tarifmerkmale von Nöten. Erfreulich sei dagegen, dass die Ausbildungsquote mittlerweile auf über 8% ange- stiegen sei. Er berichtet, dass man derzeit davon ausgehe, dass ein sechsjähriger Rückstau im Personalbedarf bestehe. Ein Ausgleich werde durch eine erhöhte Aus- bildungsquote aber auch externe Einstellungen angestrebt. Dies erfordere jedoch wiederum eine Nach- und Ergänzungsqualifizierung. Frau Möller bittet, die Vorlage in den Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechts- fragen / Vergabe / Internationales zu verweisen. Herr Detjen bittet um einen Vorschlag zur zukünftigen regelmäßigen Berichterstat- tung. Herr Blömeke sagt zu, dies schriftlich zu beantworten. Herr Erkelenz fragt nach, welche Schritte eingeleitet oder angedacht seien, damit die Stadt Köln am Arbeitsmarkt wettbewerbsfähig und attraktiv bleibe. Herr Blömeke erläutert, dass eine Prioritätensetzung aufgrund des Aufgabenzu- wachses notwendig sei. Eine Analyse der Aufgabenentwicklung werde vorgenom- men Die Attraktivität der Stadtverwaltung bewertet er immer noch als gut. Dies zei- gen auch die hohen Bewerberzahlen. Des Weiteren werde ein Bewerbercenter ge- schaffen, um den Außenauftritt noch attraktiver zu gestalten. Der Rechnungsprüfungsausschuss nimmt die Mitteilung zur Kenntnis.
Mitteilung Ausschuss
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/111/2 Vorlagen-Nummer 23.01.2018 0056/2018 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internationales 29.01.2018 Personalrisikomanagement Der Rechnungsprüfungsausschuss hat in seiner Sitzung vom 23.11.2017 ausweislich des beigefüg- ten Sitzungsprotokolls die Verwaltung gebeten, ihre Mitteilung zur Einführung eines Personalrisiko- managements auch dem Ausschuss Allgemeine Verwaltung und Rechtsfragen / Vergabe / Internatio- nales zur Verfügung stellen. Ferner hat der Rechnungsprüfungsausschuss um einen Vorschlag zur zukünftigen regelmäßigen Be- richterstattung gebeten. Die Verwaltung kommt der Bitte um Weitergabe der Mitteilung zur Einführung eines Personalrisiko- managements an diesen Ausschuss gerne nach und fügt sie als Anlage bei. Danach hat die Verwal- tung eine erste Risikoeinschätzung anhand einer stichtagsbezogenen Vakanzenanalyse vorgenom- men. Aufgrund der Erfahrungen daraus wird die Verwaltung ein systematisches Personalrisikoma- nagement aufbauen. Der Rechnungsprüfungsausschuss hat die Mitteilung zur Kenntnis genommen. Eine halbjährliche Berichterstattung an beide Ausschüsse mit dann einer gemeinsamen Beratungs- folge wird die Verwaltung beim Aufbau des systematischen Personalrisikomanagements einplanen.
Mitteilung Rechnungsprüfungsausschuss 23112017 00636867
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Die Oberbürgermeisterin Dezernat, Dienststelle I/11/111/2 Vorlagen-Nummer 15.11.2017 3463/2017 Mitteilung öffentlicher Teil Gremium Datum Rechnungsprüfungsausschuss 23.11.2017 Personalrisikomanagement Ausgangslage Systematische, zielorientierte Steuerung ist eines der Kölner Reformziele. Dazu braucht es unter an- derem ein Management für die laufende Analyse und Bewertung von Risiken etwa für den Personal- bereich. Exemplarisch hierfür hat die Verwaltung im Auftrag des Stadtvorstandes eine erste Grundla- ge anhand einer stichtagsbezogenen Vakanzensituation vorgenommen. Der Rechnungsprüfungsaus- schuss hat die Verwaltung in seiner Sitzung vom 27.10.2016 um eine Information zu dieser Prüfung gebeten. Eine Risikoanalyse anhand einer stichtagsbezogenen Vakanzenabfrage ist eine nicht repräsentative Momentaufnahme. Sie ersetzt weder ein notwendiges konzeptionelles Fundament nach aktuellem wissenschaftlichem Stand noch eine darauf aufsetzende fundierte Risikobetrachtung. Bisherige Arbeitsergebnisse Die Verwaltung ist bei der Umsetzung des Stadtvorstandsbeschlusses in zwei Schritten vorgegangen: In einem ersten Schritt wurden die Anzahl der Vakanzen und deren Risikoeinschätzung abgefragt. In einem zweiten Schritt arbeitete eine Arbeitsgruppe die Ergebnisse auf. Als Zusammenfassung kann festgehalten werden: - Im ersten Schritt haben die Dienststellen seinerzeit vakante Stellen gemeldet und davon einen Teil der höchsten Risikokategorie zugeordnet, jedoch ohne nähere Priorisierung. - Im zweiten Schritt reduzierte sich die Anzahl der Stellenvakanzen mit höchster Risikoeinstufung. 2 Diagramm 1: Häufung von Vakanzen mit höchster Risikoeinschätzung nach Aufgabensparten - - Diagramm 2: Häufung der Stellenvakanzen mit höchster Risikoeinschätzung nach Berufssparten - Es ist ständige Praxis, das die zentrale Personalverwaltung die Dienststellen bei Stellenvakanzen mit besonders hohem Risikopotential zusätzlich unterstützt, z. B. durch Vermittlung von Ersteinsatz- kräften oder rotationsinteressierten Beschäftigten. Personalrisikomanagement Die mit Vakanzen einher gehenden Risiken sind zwar konkret, aber lediglich temporär und damit je- derzeit veränderlich. So könnte eine erneute Vakanzenbetrachtung heute zu völlig anderen Ergebnis- sen führen. Die stichtagsbezogene Risikoanalyse von Vakanzen hat die Verwaltung sensibilisiert, ein Personalri- sikomanagement eingehend und systematisch zu entwickeln. Ein Personalrisikomanagement muss insbesondere dauerhaft anhand abstrakter Risikosektoren, - szenarien konkrete Risiken bewertbar machen und präventive Maßnahmen schaffen, damit konkrete Gefahren gar nicht erst entstehen. Zugleich werden Interventionsmaßnahmen vorzuhalten sein, um bei dennoch eingetretenem Risiko handlungsfähig zu bleiben („System Feuerwehr“). Weil sich bei aller Vorsorge Risiken dynamisch entwickeln können, muss das Risikomanagement mittels eines „Frühwarnsystems“ flexibel ausgelegt sein. 0 10 20 30 40 50 60 70 Bauwerksprüfung Debitorenbuchhaltung Projekt GPS (VHS) Elternentgelt (Bau) Projektsteuerung Ermittlungsdienst 0 20 40 60 80 100 120 140 Verwaltung mD Verwaltung gD Bauarchitektur Sozialarbeit Sonstige 3 Zwei Risikosektoren kennt das Personalrisikomanagement: Organisationsrisiken und Personalrisiken. Beide Risikosektoren gehen in der Praxis Hand in Hand, so dass auch deren Wechselwirkungen ein- zubeziehen sind. Risikoszenarien sind unter anderem: A. Risikoquellen (Durch wen oder was entsteht das Risiko?) B. Gegenstand von Risiko (Wen oder was trifft das Risiko?) C. Risikoursachen (Wodurch entstehen diese Risiken?) D. Risikofolgen (Welche möglichen Konsequenzen haben die Risiken?) Ein hundertprozentiger Vollschutz vor allen erdenklichen Personalrisiken ist zwar wünschenswert, aber nicht realistisch. Insofern muss eine gestufte Bewertung von Risiken anhand der möglichen Risi- kofolgen vorgenommen werden. Dies hilft bei der - Aufwandsplanung für das Personalrisikomanagement - Beurteilung mehrerer, aufeinander treffenden Risiken - Intervention infolge eingetretener Risiken Weiteres Vorgehen Die bisherigen Arbeitsergebnisse sind eine Grundlage für ein Personalrisikomanagement. Darauf aufsetzend hat die Verwaltung eine Projektgruppe gebildet, welche ein Konzept für ein Personalrisi- komanagement für die Stadtverwaltung Köln entwickeln und eine fundierte Risikoanalyse vornehmen wird. Die Verwaltung strebt ferner eine wissenschaftliche Begleitung der Projektgruppe an. Die Verwaltung wird dem Rechnungsprüfungsausschuss über den Projektfortgang kontinuierlich be- richten. Gez. Dr. Keller
Beratungsverlauf (1)
Beschluss: zurückgestellt
Zur SitzungDetails
- Aktenzeichen
- 0056/2018
- Typ
- Mitteilung Ausschuss
- Datum
- 23.01.2018
- Erstellt
- 05.01.2018 09:42