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AN/0055/2026

Anfrage (Hammer); Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden Trauerweide am nördlichen Groov-Teich im LSG Zündorfer Groov (L20)

Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates 14.01.2026

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Nächste Beratung: Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde, Sitzung am 16.03.2026, TOP 2.1.2

Anfrage (Frau Hammer); Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden Trauerweide am nördlichen Groov-Teich im LSG Zündorfer Groov (L20)

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Anfrage (Frau Hammer); Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden Trauerweide am nördlichen Groov-Teich im LSG Zündorfer Groov (L20)

2214 Zeichen

Anfrage (Frau Hammer); Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden 
Trauerweide am nördlichen Groov-Teich 
 
**Besonders dringlich** erscheint die geplante – und nach unserer Auffassung 
nicht genehmigungsfähige – Fällung einer landschafts- und ortsbildprägenden 
Trauerweide am nördlichen Groov-Teich am historischen Teehaus. Laut 
Presseberichten steht diese Maßnahme unmittelbar bevor. 
 
Die betroffene Weide prägt das Erscheinungsbild der Groov entscheidend. Ihre 
Fällung würde ein historisch gewachsenes Ensemble zerstören und stellt aus unserer 
Sicht einen eklatanten Verstoß gegen die Ziele des Landschaftsschutzes dar. 
 
Das Vorhaben steht offenbar im Zusammenhang mit dem geplanten Abriss des 
historischen Teehauses, das um 1910 von der Familie Immendorf, den Gründern der 
Früh-Kölsch-Brauerei, errichtet wurde. Anlass war der tragische Tod ihrer Tochter; 
das Kind war an einem Sonntag im Groov-Teich ertrunken. Das Teehaus diente der 
Familie als Gedenkort. An derselben Stelle pflanzte die Familie eine Trauerweide 
(Salix alba ‘Tristis’), das spätere **Naturdenkmal 714.01**. So entstand ein 
kulturhistorisch bedeutsames Ensemble aus Architektur und Natur, das von 
Einheimischen und den zahlreichen Tagestouristen geschätzt wird. Der Pavillon war 
Teil eines herrschaftlichen Gartens und mit Glasleuchten ausgestattet, gefertigt in der 
damaligen Porzer Glasfabrik (Saint-Gobain / vormals Flachglas AG). Die Villa selbst 
wurde im 2. Weltkrieg zerstör. Das Teehaus- Ensemble an der Groov ist das letzte 
erhaltene Bauwerk des Anwesens. 
Die Kombination mit Pavillon und Weide bildet bis heute einen stimmungsvollen und 
identitätsstiftenden Blickpunkt im Landschaftsschutzgebiet – mit hohem emotionalem 
und gestalterischem Wert. Ganz zu schweigen vom naturschutzfachlichen Schaden 
wäre eine Zerstörung wäre barbarisch und irreversibel. 
 
Vor diesem Hintergrund bitten wir um Auskunft: 
 
- Wurde für die Fällung der Weide eine Genehmigung erteilt? 
 
- Wenn ja, aus welchen Gründen? 
 
- Warum wurde der Naturschutzbeirat nicht beteiligt? 
 
 
Wir fordern nachdrücklich, dass der Beirat formal mit der Angelegenheit befasst wird. 
Zudem bitten wir um umgehende Aussetzung der Maßnahme.

Beratungsverlauf (1)

16.03.2026 Naturschutzbeirat bei der Unteren Naturschutzbehörde
TOP 2.1.2 Antrag / Anfrage Entscheidung

Beschluss: Sache ist erledigt

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
AN/0055/2026
Typ
Anfrage nach § 4 der GeschO des Rates
Datum
14.01.2026
Erstellt
14.01.2026 11:43