Mandari Insight

0164/2022

Beantwortung einer Anfrage der CDU-Fraktion (AN/0057/2022)

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss) 10.02.2022

KI-Zusammenfassung

Klicken Sie, um eine KI-Zusammenfassung dieses Vorgangs zu erstellen.

KI-Analyse läuft...

vergangen

Was passiert gerade?

  • 📄 Dokumente werden analysiert...
  • 🤔 KI denkt nach (Reasoning-Modell)...
  • ✍️ Zusammenfassung wird geschrieben...
  • ⏳ Das dauert etwas länger bei komplexen Dokumenten...

Dieser Vorgang kann 1-3 Minuten dauern. Bitte lassen Sie die Seite geöffnet.

Nächste Beratung: Digitalisierungsausschuss, Sitzung am 14.02.2022

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

· application/pdf

Ansehen

Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)

26075 Zeichen

Die Oberbürgermeisterin 
Dezernat, Dienststelle  
I/I/D2 
 
Vorlagen-Nummer 
 0164/2022 
Beantwortung einer Anfrage nach § 4 der Geschäftsordnung  
öffentlicher Teil 
Gremium Datum 
Digitalisierungsausschuss 14.02.2022 
 
Beantwortung einer Anfrage der CDU-Fraktion (AN/0057/2022) 
Die CDU Fraktion stellt folgende Anfrage gem. § 4 der Geschäftsordnung des Rates: 
 
Leitprojekt "Digitale Zukunftsstadt Köln"  
 
Diese Zielsetzungen sind ausdrücklich zu begrüßen. Gleichwohl stellen sich zum Verständnis der 
Maßnahmen und deren Beitrag zur Zielerreichung folgende Fragen:  
 
1.  Wie lauten die Projektbeschreibungen des Leitprojektes „Digitale Zukunftsstadt Köln“ und der 
zugeordneten Teilprojekte (z.B. LoRaWAN, Kommunales Datenökosystem) und welche Maß-
nahmen sind diesen jeweils zugeordnet?  
2.  Welche Erfolgskriterien gelten für die Teilprojekte und die jeweiligen Maßnahmen und welche 
Meilensteine sind für das Jahr 2022 geplant?  
3.  Welche Kosten bzw. sonstigen Aufwände entstehen durch die Umsetzung des Projektes und 
von welchen Projektbeteiligten werden diese getragen?  
4.  Wie und von welchen Beteiligten werden die städtischen Use Cases entwickelt und definiert? 
Gibt es eine Priorisierung bei der Umsetzung der Use Cases?  
5.  Soll LoRaWAN die einzige stadtweite IoT-Infrastruktur bleiben oder sind weitere Techno-logien 
geplant, etwa narrowband IoT, um auf die technischen Anforderungen auch von zeit-kritischen 
IoT-Anwendungen einzugehen? 
 
Die Verwaltung nimmt hierzu wie folgt Stellung: 
 
Zu 1: 
Wie lauten die Projektbeschreibungen des Leitprojektes „Digitale Zukunftsstadt Köln“ und der 
zugeordneten Teilprojekte (z.B. LoRaWAN, Kommunales Datenökosystem) und welche Maß-
nahmen sind diesen jeweils zugeordnet? 
 
Die hohe zeitliche Dynamik der technischen und gesellschaftlichen Entwicklung im Bereich der Digita-
lisierung stellt Städte vor die Herausforderung, sehr zeitnah zu agieren, zu reagieren und konstruktiv 
zu steuern, auch um die Steuerungshoheit nicht an Dritte zu verlieren. 
 
Projektbeschreibung/-wirkungsbereich 
 
Mit dem von der Verwaltung und vom Stadtwerke Köln Konzern (nachfolgend SWK) initiierten Projekt 
„Digitale Zukunftsstadt“ soll ein Gesamtdach für die Digitalisierung im Stadtkonzern geschaffen, Initia-

2 
 
tiven der einzelnen Häuser gebündelt und über einen Inkubator verstärkt werden. Als verbindendes 
Element soll erstmalig für alle Lebensbereiche ein integriertes Datenmanagement in der Stadtverwal-
tung und bei SWK aufgebaut und umgesetzt werden. Geplant ist der Aufbau eines urbanen Daten-
ökosystems, in dem die Daten der Stadt und der SWK sowie gegebenenfalls weiterer städtischer Be-
teiligungen Use Case bezogen integrativ genutzt und dadurch Mehrwerte im Sinne des Gemeinwoh-
les erzielt und neue Geschäftsfelder entwickelt werden. Dies setzt eine abgestimmte Vorgehensweise 
zwischen SWK und der Stadt voraus, der mit der Einrichtung 2020 eines Steuerungskreises aus SWK 
und Stadt und einem Lenkungskreis Rechnung getragen wird. 
Im Rahmen von Abstimmungsrunden zwischen dem SWK und der Verwaltung wurden anhand von 
konkreten Umsetzungsprojekten die Chancen und Risiken der Einführung eines integrativen Ansatzes 
im Bereich urbaner Daten eruiert.  
Stadt und SWK haben sich darauf verständigt, zur Validierung ihres oben definierten Vorhabens in 
der ersten Projektphase zunächst die folgenden Use Cases näher zu betrachten, die zu dem Zeit-
punkt bereits weiter vorangeschritten waren und in denen bereits vereinbarte Maßnahmen zeitgerecht 
umgesetzt worden sind: 
 
A Kölner urbanes Datenökosystems (KUDOS) 
Im Jahr 2020 wurde ein Konzept für ein urbanes Datenökosystem in Köln (KUDOS) erarbeitet. Hier-
nach wird KUDOS den plattformbasierten Austausch und die Bereitstellung von Daten zum Zwecke 
der mehrwerterzeugenden und nutzerorientierten Interaktion innerhalb eines digitalen Werkschöp-
fungsnetzwerkes in Köln ermöglichen. Im Jahr 2021 wurde mit zwei Teilprojekten mit der Umsetzung 
begonnen. Zum einen wurde ein Vorschlag für ein Organisations - und ein Betriebsmodell erarbeitet 
und innerhalb SWK sowie der Stadt Köln abgestimmt. Zum anderen wurde im Rahmen eines zweiten 
Teilprojektes ein prototypischer so genannter Proof of Concept (POC) von KUDOS in Form eines 
„Datenraum Mobilität“ erarbeitet. 
B LoRaWAN Netzaufbau 
 
Das Projekt zielt auf den Aufbau und Betrieb eines stadtweiten LoRaWAN -Kommunikationsnetzes 
und der zugehörigen D ateninfrastruktur ab. Es ist Gegenstand einer gesonderten Vereinbarung der 
Parteien mit der NetCologne GmbH vom 5. März 2020. Die Nutzung des LoRaWAN -
Kommunikationsnetzes und der dazugehörigen Dateninfrastruktur wird individuell vereinbart.  
 
C Prototypen und Demonstratoren 
C1 Baustellentransparenz  
Das Projekt Baustellentransparenz dient der Erprobung der digitalen Echtzeit -Markierung von Bau-
stellen und ihrer Visualisierung in den Systemen der Stadt Köln und der RheinEnergie AG.  
C2 Temperaturmonitoring  
Im Rahmen des Projektes Temperaturmonitoring wird ein Pilot zur Erfassung und Visualisierung von 
Temperaturdaten an Weichenheizungen der Kölner Verkehrs-Betriebe AG erarbeitet werden.  
C3 Smart Fleet Befahrbarkeit von Straßen und Stadtzustand 
Das Smart-fleet-Projekt hat das Hauptziel, eine digitale Stadtkarte mit aktuellen Daten zur Befahrbar-
keit von Straßen für schwere Nutzfahrzeuge zu realisieren. Als Erweiterungsoption strebt das Projekt 
eine urbane Daten Karte zum „Stadtzustand“ an. 
 
Zu 2:

3 
 
Welche Erfolgskriterien gelten für die Teilprojekte und die jeweiligen Maßnahmen und welche 
Meilensteine sind für das Jahr 2022 geplant? 
 
Erfolgskriterien und Meilensteine lauten im Einzelnen: 
 
0 Gesamtprojekt Digitale Zukunftsstadt 
Die Grundlagen des Digitalisierungsvorhabens der Parteien bestehen in der dauerhaften Inkubation, 
d. h. der Identifizierung sinnvoller digitaler Handlungsfelder und konkreter Anwendungsfälle sowie 
dem zugehörigen Projektmanagement im Rahmen der Zusammenarbeit der Stadt Köln und SWK im 
Multiprojekt Digitale Zukunftsstadt. Im Rahmen der Erprobungsphase 2020 -2021 wurden hierzu ein 
grundlegendes konzeptuelles und organisatorisches Framework erarbeitet und in Produktivszenarien 
erprobt, mit dem Ziel der Skalierung und Professionalisierung in 2022 ff. 
In 2022 gilt es die vorgenannten und weiteren Digitalisierungsprojekte übergreifend zu betrachten und 
so zusammenzuführen, dass ein Mehrwert für Stadt und Stadtwerke entsteht. Um das Zielbild zu 
konkretisieren und in 2022 in einer produktiven Version 1.0 weiterzuführen, soll ein digitaler Zwilling in 
der Domäne Mobilität und Verkehr entwickelt werden, der dann als Blaupause für weitere digitale 
Zwillinge gelten und perspektivisch ausgebaut werden soll. 
Zentrales Element ist ein dauerhaftes Managementprog ramm und damit ein System von Projekten 
und Diensten, das Daten als betriebliche Vermögenswerte behandelt und eine Sammlung von Richtli-
nien, Standards, Prozessen, Strukturen, Rollen, Verantwortlichkeiten und Technologien umfasst. 
Durch diese werden Verpfli chtungen, Entscheidungsrechte und Zurechenbarkeiten für das effektive 
Management von Daten umrissen, konzeptioniert, aufgebaut und nachhaltig inklusive der erforderli-
chen Infrastruktur, zu definierender Standards, Rollen und Rechte im Konzern Stadt Köln inkl. SWK 
eingefordert und verankert. 
 
A Kölner urbanes Datenökosystems (KUDOS) 
An die Umsetzung und Einführung eines integrativen und übergreifenden Datenökosystems sind ne-
ben infrastrukturellen auch organisatorische und regulatorische Voraussetzungen geknü pft. Insbe-
sondere die Kooperation zwischen Stadt und SWK steckt hierbei den Rahmen für den rechtlich vali-
den und wertschöpfenden Datenaustausch. 
Daher wurde das Projekt Kölner urbanes Datenökosystem (KUDOS) in zwei Stränge aufgeteilt. Im 
Strang Strategie wurden Vorschläge für eine mögliche organisatorische Verankerung des Datenöko-
systems innerhalb Stadt und SWK erarbeitet und das Betriebsmodell beleuchtet. Zum Beispiel wur-
den hier die unterschiedlichen Servicestufen von KUDOS: Infrastructure as a Service (ECOaaS) Data 
as a Service (DATAaaS), Information as a Service (INFOaaS) und Consulting as a Service (CON-
SULTINGaaS) erarbeitet. 
In einem parallel laufenden Strang wurde darüber hinaus ein erster Prototyp des Datenökosystems 
aufgesetzt und ein organisationsü bergreifender (Stadt Köln, RheinEnergie, KVB) Use Case umge-
setzt - der KUDOS MVP (Minimal Viable Product). Innerhalb dieses Use Cases wurden Daten der 
KVB (KVB Leihräder), der RheinEnergie (Rhingo Roller) und der Stadt Köln (Sehenswürdigkeiten, 
Parkhäuser, Veranstaltungen) so miteinander in Beziehung gesetzt, dass neue Informationen gene-
riert und verarbeitet werden konnten. Insbesondere wurde hierbei die Abstellposition der einzelnen 
Räder und Roller in Abhängigkeit der Entfernung zu sogenannten POI's (Points of Interest) bewertet.  
Bestandteile  dieses Stranges waren neben der infrastrukturellen Bertachtung auch die Erarbeitung 
von regulatorischen Modellen zu Gegebenheiten und Abläufen innerhalb des Datenökosystems 
(Governance).Beide Teilstränge wurden in 2 021 erfolgreich abgeschlossen und konkretisieren die 
konzeptionellen Überlegungen zu KUDOS, hierbei wurden die Erfolgskriterien (prototypische Umset-
zung eines Use Cases und die Erarbeitung von Vorschlägen zu Organisationsform und Betriebsmo-
dell) umfassend erfüllt. 
Die in 2021 erreichten Ziele und Ergebnisse sollen in 2022 in einer produktiven Version 1.0 von KU-

4 
 
DOS münden. Neben der Ausschreibung der IT -Infrastruktur, voraussichtlich ab Q2/2022, sollen in 
mehreren Workshops Datenquellen und Use Cases identifiziert werden, welche in einem übergreifen-
den Szenario miteinander in Verbindung gesetzt werden und so eine Wertschöpfung ermöglichen. 
Der umzusetzende Use Case soll hierbei die Basis eines digitalen Zwillings für Mobilität bilden. Durch 
die Nutzung und Erweiterung des Datenökosystems wird in 2023 ff. eine Skalierung und Erweiterung 
des digitalen Zwillings ermöglicht. 
Bereits im Projekt Digitale Zukunftsstadt zur Verfügung stehende Daten, wie z.B. aus den Unterpro-
jekten SmartFleet, ABK, Temperaturmessung, e rweitern den Datenraum von KUDOS und zahlen 
unmittelbar auf den digitalen Zwilling ein. Dies gilt ebenso für Projekte die unabhängig vom Projekt 
Digitale Zukunftsstadt umgesetzt wurden, bspw. Digitales Parkraummanagement in Nippes. 
 
Folgende Meilensteine sind für 2022 aufgrund des Zielbildes KUDOS 1.0 und digitaler Zwilling ge-
plant: 
 
- Ermittlung eines geeigneten Use Cases  zur Erstumsetzung innerhalb eines digitalen 
Zwillings auf Basis einer organisationsübergreifenden Workshopreihe als Entscheidungs-
vorlage für den Lenkungsausschuss Digitale Zukunftsstadt 04/2022 
- Vorbereitung der Ausschreibung zur Implementierung von KUDOS 1.0 inkl. Use Case 
als Entscheidungsvorlage für den Lenkungsausschuss Digitale Zukunftsstadt bis 04/2022 
- Umsetzung von KUDOS 1.0  und eines Use Cases innerhalb des digitalen Zwillings bis 
Q4/2022 
- Skalierung des Digitalen Zwillings ab 2023 
Die Ergebnisse der korrespondierenden „Kriterienentwicklungen“ aus dem BMI-Förderprojekt „unbox 
cologne – Deine Stadt, Deine Ideen“ werden perspektivisch in diesem Kontext mit berücksichtigt. So-
bald hier die so genannten Key -Performance-Indicator (KPI) bzw. Leistungskennzahl – also die 
Kennzahlen, anhand derer der Fortschritt oder der Erfüllungsgrad hinsichtlich wichtiger Zielsetzungen 
oder kritischer Erfolgsfaktoren innerhalb einer Organisation gemessen und/oder ermittelt werden kann 
– vorliegen, wird die Projektgruppe die Nutzung dieser in den Fortgang des Projektes einarbeiten. 
 
B LoRaWAN Netzaufbau 
Die Datengrundlage im kommunalen Ökosystem besteht zu einem  großen Teil aus Mess- und Zu-
standsdaten, welche zunächst aus den nachfolgend dargestellten Use Cases resultieren. Ziel der 
Datenverarbeitung ist eine effiziente, automatische und transparente Steuerung von Ressourcen in 
diesen städtischen oder SWK-Anwendungsszenarien. 
Die Erhebung der relevanten Daten erfolgt durch Sensoren, welche in eine stadtweite IoT -Plattform 
(„Internet of Things“ bzw. „Internet der Dinge“) integriert werden. Diese dient den Partner*innen zur 
Aufbereitung und Analyse ihrer gewonnenen Daten und ist in der Lage, neben der Weiterleitung von 
Sensordaten auch schwellwertbezogene Meldungen zu erzeugen und an definierte Ziele zu senden. 
Die Verbindung zwischen den Sensoren und der Plattform bildet ein im ganzen Stadtgebiet flächen-
deckendes Lo RaWAN-Netz („Long Range Wide Area Network“, ein „Low -Power-Wireless“-
Netzprotokoll, dessen Spezifikationen von der LoRa Alliance festgelegt werden), das in Kooperation 
von NetCologne, der Stadt Köln sowie dem Stadtwerkekonzern ausgerollt wird. Hierzu hat NetColog-
ne bereits LoRaWAN-Funkstationen (Gateways) auf Dächern städtischer Immobilien aufgebaut. Ge-
mäß den aktuellen Planungen von NetCologne und der Verwaltung wird das LoRaWAN -Netz Ende 
Q1/2022 im gesamten Stadtgebiet bereitstehen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2022 werden weitere 
Gateways zur bedarfsbezogenen Verdichtung des LoRaWAN Netzes installiert und in Betrieb ge-
nommen werden. 
 
C Prototypen und Demonstratoren

5 
 
C1 Automatische Baustellenerfassung Köln (ABK) 
Ziel des für die Laufzeit von 01.2021 – 08.2022 terminierten Projekts „Automatische Baustellenerfas-
sung Köln“ ist die Bereitstellung von verlässlichen Informationen über aktuelle Verkehrseinschrän-
kungen aufgrund von Baumaßnahmen. Dadurch wird eine exakte Schaltung adäquater Verkehrs-
steuerungsstrategien der Stadt Köln zur Verbesserung von Sicherheit und Verkehrsfluss ermöglicht. 
Weiterhin ist die Einbindung dieser Informationen in einem Planungs- und Strategiewerkzeug vorge-
sehen (pwpTMPlattform). Bei der RheinEnergie erfolgt eine Optimierung der in ternen Prozesse zur 
Sicherstellung der optimierten Baustellenkoordinierung durch eine verbesserte Informationsqualität. 
Über den Mobilitäts Daten Marktplatz (MDM) erfolgt ein Datenzugang für alle Akteure im Verkehr. 
Die baustellentypischen Absperrobjekte (Baustellenleuchten) werden mit einer Kommunikations- und 
Positionierungstechnologie wie LoRaWAN (Long Range Wide Area Network) und GNSS (Globales 
Satellitennavigationssystem) ausgestattet. 
Durch das standardisierte Funknetz „LoRaWAN“ wird es ermöglicht, kü nftig energieeffizient Sensor-
daten zu Standort, Baustellenkennung, Datum und Uhrzeit der Aktivschaltung zu übertragen und mit 
den Genehmigungsdaten der Baustelle abzugleichen. 
Die Datenübertragung erfolgt an die Geoinformations- (GIS) und „Monitoringsysteme“ der RheinEner-
gie sowie an die Systeme der Verkehrsleitzentrale der Stadt Köln. Dort werden Verkehrsmeldungen 
erzeugt und an den „MDM“ weitergegeben. Über den „MDM“ können Baustellenmeldungen von Navi-
gationsdienstleistern abgerufen werden. 
Als Verbundkoordinator wurde die TransMIT GmbH gewonnen, die mit Stadt und RheinEnergie sowie 
dem weiteren Projektpartner pwp-Systems GmbH Meilensteine und Erfolgskriterien ausgearbeitet und 
umgesetzt hat.  
Die Arbeitspaketen zugeordneten Ziele wurden bisher zeitgerecht erreicht.  
 
Die Konzeption zur System und Netzwerkintegration, die Implementierung von Schnittstellen zur Da-
tenintegration und die Anforderungsanalyse zur datenbasierten Anwendung sind abgeschlossen. 
 
Die Implementierung des Moduls „automatisches Baustellen-Matching“, die Integration des Moduls 
Baustellen-Matching in pwpTMPlatform und die zentrale Erfassung der Sensordaten mit LoRaWAN 
sind in Bearbeitung. 
Die Implementierung der Schnittstelle Datenbereitstellung VSR/MDM, die Entwicklung des Ge-
schäftsmodells und der Pilot zum Betrieb der automatischen Baustellenerfassung sind in Vorberei-
tung. 
 
 
C2 Temperaturmonitoring   
 
Ziel des Projekts Temperaturmonitoring ist den Betrieb der vorhandenen Weichenheizungen zu opti-
mieren und somit den Verkehrsfluss zu verbes sern und erforderliche Wartungs-, Reparaturarbeiten 
zu minimieren. Gleichzeitig werden die Daten an das „cologne weather network“ geliefert um weitere 
Berechnungsgrundlagen für Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Luftdruck in der Stadt zu generieren. 
Gesetzte Ziele sind bisher zeitgerecht erreicht. 
 
Die Installation der Sensorik inklusiver der Inbetriebnahme ist abgeschlossen. 
 
Der weitere Ausbau der Sensorik und des Netzbetriebs werden vorangetrieben und datengestützt 
optimiert. 
 
C3 Smart Fleet Befahrbarkeit von Straßen und Stadtzustand

6 
 
Ziel des Projekts ist die Erstellung einer Online -Stadtkarte, die in Echtzeit die Befahrbarkeit städti-
scher Straßen für schwere Nutzfahrzeuge abbildet. Hierfür sollen dreiachsige Abfallsammelfahrzeuge 
der AWB mit GPS-Erfassungseinrichtungen zur Ortung ausgestattet und mit LoRaWAN-Übertragung 
die Daten in ein geeignetes IT-System überstellt werden. 
Gesetzte Ziele sind bisher zeitgerecht erreicht. 
 
Die Pilotierung, Ausbringung der Sensorik und das Training der zugehörigen KI sind abgeschlossen. 
 
Die Erweiterung um Darstellung und die Prognose Stadtzustand sind in Planung/Bearbeitung. 
 
Hinweis: 
Eine zusätzliche Möglichkeit zur Präsentation des Projekts im Rahmen von polis mobility Konferenz in 
der Koelnmesse im Mai 2022 wird derzeit durch die die Beteiligten geprüft. 
 
Zu 3: 
Welche Kosten bzw. sonstigen Aufwände entstehen durch die Umsetzung des Projektes und 
von welchen Projektbeteiligten werden diese getragen? 
 
SWK und die Stadt Köln übernehmen jeweils die Aufgaben des Projektmanag ements, für das infra-
strukturelle Projektmanagement innerhalb der Stadt Köln zeichnet das Amt für Informationsverarbei-
tung verantwortlich. Sie übernehmen hierbei alle im jeweiligen Steuerungskreis der zu 1 benannten 
Projekte anfallenden Aufgaben sowie die jeweilige Projektleitung (Multiprojektleitung). Zur Erfüllung 
dieser Aufgaben bedient sich die SWK entsprechend der erforderlichen Sach - und Fachkunde der 
Ressourcen ihrer Konzerngesellschaften. 
Die aus der Zusammenarbeit der Parteien darüber hinaus entste henden Personalkosten trägt in der 
ersten Projektphase jede Partei selbst. Die über die Personalkosten hinausgehenden verbleibenden 
Kosten der Projekte in der Antwort zu 1 trägt die SWK. 
Hinsichtlich weiterer Leistungen und Kosten, die zur Durchführung des Vorhabens im Einzelnen über 
die erste Projektphase hinaus erforderlich werden, werden sich die Parteien innerhalb der abzu-
schließenden Einzelvereinbarungen entsprechend dem jeweiligen Fortschritt des Vorhabens verstän-
digen. Diese sollen insbesondere die nach der Konzeptionierungsphase zum Aufbau und Betrieb des 
kommunalen Datenmanagements und der zentralen und interoperablen Datenplattform erforderlichen 
Maßnahmen, d. h. ein vollständiges Projektmanagement insbesondere inklusive Projektziel, -auftrag 
und -organisation sowie entsprechende Regelungen zur Kostenverteilung beinhalten. Geeignete För-
derprogramme, die dem Vorhaben dienlich sein könnten, werden die Parteien möglichst in Anspruch 
nehmen. 
 
A Kölner urbanes Datenökosystems (KUDOS) 
Kosten zur Etablieru ng des Kölner Urbanen Datenökosystems werden zu gleichen Teilen von der 
Stadt und dem SWK getragen. Auf städtischer Seiten wurden die bis dato angefallenen personalun-
abhängigen Kosten (Beratungsleistung Strategie und Betriebsmodell KUDOS und Erstellung ein es 
Prototypen über externe Dienstleister) über die Förderung des BMI Förderprojektes Smart Cities (un-
box cologne) umgelegt. 
Kostenschätzungen die für eine produktive Version KUDOS 1.0 in 2022 und der einhergehenden 
Umsetzung eines ersten Use Cases im Sinne  eines digitalen Zwillings für Mobilität, werden aktuell 
durch die organisationsübergreifende Projektgruppe erarbeitet.  
Ergebnisse und mögliche Umsetzungsoptionen werden dem Lenkungsausschuss Digitale Zukunfts-
stadt im März 2022 zur Entscheidung vorgelegt.

7 
 
B LoRaWAN Netzaufbau 
Die Kosten des Teilprojektes LoRaWAN-Netzausbau sind abschließend in separaten Vereinbarungen 
zwischen der NetCologne GmbH und den beteiligten SWK -Konzerngesellschaften sowie der Stadt 
Köln geregelt. 
Über einen finanziellen Beitrag h inaus unterstützt die Stadt Köln die NetCologne bei der Errichtung 
des LoRaWAN-Netzwerkes durch kostenfreie Bereitstellung der erforderlichen Dachstandorte auf 
städtischen Liegenschaften. 
 
C Prototypen und Demonstratoren: 
 
C1 Baustellentransparenz  
Die Kosten des Projekts Baustellentransparenz sind abschließend im Rahmen einer Förderverein-
barung (mFund) geregelt 
 
C2 Temperaturmonitoring   
Die Kosten des Projekts Temperaturmonitoring – vorrangig die Beschaffung von Sensoren – wur-
den von der KVB im Rahmen ihres Eigeninvests getragen 
 
C3 Smart Fleet Befahrbarkeit von Straßen und Stadtzustand 
Die Kosten des Projekts Temperaturmonitoring – vorrangig die Beschaffung von Sensoren, aber 
auch die Einbeziehung von wissenschaftlichen Untersuchungen – wurden von der AWB im Rahmen 
ihres Eigeninvests getragen 
 
Zu 4: 
Wie und von welchen Beteiligten werden die städtischen Use Cases entwickelt und definiert? 
Gibt es eine Priorisierung bei der Umsetzung der Use Cases? 
 
Um das Nutzenpotenzial von Daten und der digitalen Vernetzung zur Gestaltung eines digitalen Leis-
tungsangebots zu heben und um den Herausforderungen der digitalen Transformation bestmöglich 
gerecht zu werden, haben die Parteien eine langfristige Zusammenarbeit in digitalen Handlungsfel-
dern vereinbart um in Köln schrittweise die notwendige digitale Infrastruktur sowie mittels einer zielge-
richteten Befähigung, Entwicklung und Vernetzung der bestehenden IT-Systeme und einer gemein-
samen und verbindlichen Data Governance ein kommunales Datenmanagement aufzubauen und 
dauerhaft zu betreiben. Unter Berücksichtigung der Verzahnung innerhalb des Konzerns werden 
Dienstleistungsportfolio und Werteversprechen erarbeitet und organisationsübergreifend, mit dem Ziel 
konkrete Bedarfe zu identifizieren, validiert. Dazu werden entspr echend des unter 1 dargestellten 
„Use Case Ansatzes“ weitere Projekte auf die iterative Entwicklung des urbanen Datenökosystems 
einzahlen. 
Entsprechende Vorschläge zu weiteren „Use Cases“ aus digitalen Handlungsfeldern wie z.B. Mobili-
tät, Leben, Umwelt, Bü rgerservice, Sicherheit, Gesundheit werden von den einzelnen Häusern der 
beteiligten Projektpartner Stadt und Stadtwerke in ihren jeweiligen Arbeitsfeldern und unter Berück-
sichtigung von Ideen aus der Stadtgesellschaft, eingebracht und dann sowohl in Hinsicht auf Bewer-
tung, Ausarbeitung und Nutzung von allen Beteiligten gleichberechtigt geprüft. 
Innerhalb der Stadt dienen der Runde Tisch IoT, STEK und die Lotsenrunde als Plattformen zur Dis-
kussion und Entwicklung von Use Cases. Der Runde Tisch IoT findet künftig monatlich statt und steht 
allen Dienststellen offen. Die Digitalen Lots*innen sind Multiplikator*innen für den Themenbereich 
„Digitalisierung“ in der Stadtverwaltung. Sie sind das Bindeglied zwischen den einzelnen themati-
schen Handlungsfeldern unserer Stadt und der gesamtstädtischen Sicht der Stabsstelle Digitalisie-
rung auf die Digitale Stadt.

8 
 
Seitens der SWK wird diese Funktion durch den Entwicklerkreis wahrgenommen. 
Wird eine Priorisierung erforderlich, wird diese nach Prüfung von u.a. Umsetzbarkeit , Nutzen und 
Wirtschaftlichkeit unter Berücksichtigung aller vorliegenden Interessenlagen erfolgen. 
 
 
Zu 5 
Soll LoRaWAN die einzige stadtweite IoT-Infrastruktur bleiben oder sind weitere Technologien 
geplant, etwa narrowband IoT, um auf die technischen Anforderungen auch von zeit-kritischen 
IoT-Anwendungen einzugehen? 
 
A 5G Ausbau -  Infrastruktursicht 
Grundsätzlich kann bei IoT -Anwendungen unterschieden werden, ob es sich um massive IoT oder 
critical IoT handelt. 
Massive IoT impliziert Use Cases, bei denen  eine große Anzahl an Sensoren Daten liefert, die aber 
nicht in Echtzeit bzw. mit sehr geringer Verzögerung (Latenz) transportiert werden muss. Für diese 
Anwendungen ist unter anderem LoRaWAN eine geeignete Übertragungstechnologie, die zudem 
lizenzfrei ist. 
 
Im Gegensatz dazu impliziert critical IoT Anwendungen, welche hohe Anforderungen an die Latenz 
oder Verfügbarkeit der Anbindung stellen. Im Bereich der kommunalen Anwendungsfelder kommt 
insoweit dem vernetzten Fahren eine hohe Bedeutung zu. Critical IoT  baut insbesondere auf Mobil-
funkstandards wie 5G auf, die sich durch extrem niedrige Latenz auszeichnen. Dabei handelt es sich 
um lizenzpflichtige Netzwerke, die höhere Kosten verursachen. 
 
Critical IoT-Use Cases sind zwar bislang nicht seitens der Verwalt ung in Entwicklung, sie zeichnen 
sich aber bereits jetzt ab. Daher berücksichtigt die Verwaltung bei den aktuellen Verhandlungen zur 
Bereitstellung städtischer Infrastruktur für den aktuellen 5G-Rollout auch die Bereitstellung flächende-
ckender Konnektivität für künftige kommunale critical IoT-Use Cases. 
 
B Straßenmusik 
Im Rahmen der vom Rat beschlossenen 2 -jährigen Erprobungsphase zu Regelungen der Straßen-
musik im Bereich des Domumfeldes wurden unt er anderem an den gekennzeichneten Standorten 
Schallmessgeräte nach Vorgabe eines Lärmgutachters ausgebracht. Diese identifizieren Lärm, wie 
zum Beispiel Musik, messen die gespielte Lautstärke und geben bei Überschreitung eines definierten 
Schallpegels unmittelbar ein Signal an Rechner und Mobiltelefone des Ordnung sdienstes, die dann 
unmittelbar einschreiten können. Diese Überschreitungen werden nach datenschutzrechtlichen Vor-
gaben beweissichernd für einen definierten Zeitraum gespeichert. Die Geräte sind dabei die Nachfol-
gegeneration der mit der Community entwickel ten Stickoxydsensoren. Neben dem oben genannten 
vorrangigen Ziel, werden diese Geräte aber auch als Test für weitere Übertragungswege wie z.B. W-
LAN oder Narrowband -IoT (NB-IoT) sowie effiziente Solarstromversorgung von Sensorik genutzt. 
Derzeit wird vorrangig der NB-IoT Übertragungsweg getestet. Die Ergebnisse aus diesem Szenario 
werden in die unterschiedlichen Arbeitsgruppen kommuniziert und können in weiteren Szenarien wie-
der verwendet werden.

Beratungsverlauf (1)

14.02.2022 Digitalisierungsausschuss
Kenntnisnahme (Mitteilung) Entscheidung

Beschluss: Kenntnis genommen

Zur Sitzung

Details

Aktenzeichen
0164/2022
Typ
Beantwortung einer Anfrage (Ausschuss)
Datum
10.02.2022
Erstellt
13.01.2022 13:36